Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York

„ Also, Mister Smith erklären Sie mir warum Sie Auskunft über Gabriel Brewsters Geld haben wollten." sagte Kate gelassen und reichte ihm ein Taschentuch. Dankend nahm er es entgegen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „ Ich wurde auf der Straße von einer jungen Frau angesprochen, ob ich vielleicht für Sie dort hinein könnte und Nachfrage."
„ Sie haben sich nicht gewundert warum Sie das nicht selber machen wollte?" fragte Kate und zog ihre Augenbraue nach oben. „ Doch, aber dann zeigte sie auf die andere Straßenseite, dort stand ein kleines Kind mit einem Hund und ich verstand. Sie wollte den Hund nicht allein lassen. Verstehen Sie?"
„ Woher wussten Sie dass es ihr Kind war?" fragte Kate und vermerkte sich gedanklich, wie blöd doch einige Menschen waren. „ Ich wusste es nicht, aber Sie sah nicht wie eine Kriminelle aus, Detective."
„ So sehen auch die wenigsten aus, Mister Smith. Hat Sie ihnen etwas gegeben, damit Sie es machen?"
Kate sah wie er leicht unruhig auf seinen Stuhl hin und her rutschte. „ Ja, zweihundert Bucks."
„ Und da haben Sie sich nicht gewundert?" Kate schüttelte den Kopf und machte sich Notizen auf ihrem Zettel. „ Als ich am Schalter stand und hörte wie viel Geld vorhanden waren, wurde ich leicht stutzig und dann sind Sie schon hereingekommen."
„ Können Sie die Frau beschreiben?" fragte Kate und hoffte das der Kerl wenigstens so schlau war. „ Sie hatte ihre Haare unter einer schwarzen Wollmütze versteckt, aber ihre Augen waren braun….denke ich."
Langsam wurde Kate noch frustrierter: „ War Sie groß oder klein, Mister Smith?" Sicherlich hörte er ihre leicht schroffe Art, doch das interessierte sie jetzt nicht mehr, denn dieser Idiot konnte sich nicht die kleinsten Sachen merken, Hauptsache er hatte 200 Dollar verdient. „ Sie war klein, aber hatte eine normale Figur."
Kate erhob sich langsam, sie brauchte ihn nicht weiter denn seine Beschreibung konnte sie keinem Zeichner anbieten, aber vielleicht gab es doch noch Verwendung für ihn. „ Mister Smith, wären Sie breit für eine Gegenüberstellung?"
„ Ja, jetzt?" fragte er und strahlte leicht, was wiederum dazu führte das sein Doppelkinn hervor trat. „ Noch nicht, ich würde mich bei Ihnen melden. Detective Ryan wird ihre Nummer aufnehmen und wir rufen Sie umgehend an."
„ Das heißt ich darf jetzt gehen?" fragte er und Kate überlegte sich wieder ob er ein guter Zeuge war. „ Ja, dürfen Sie und danke noch einmal für ihre Hilfe."
„ Ich helfe gern. Auf Wiedersehen."
Kate rollte ihre Augen als er ihr den Rücken zudrehte und dachte sich das er damit recht hatte. Er half gerne am liebsten gegen Bezahlung.

„ Willst du Sara Newman etwa einladen hier her zukommen?" fragte Esposito, als er aus dem Observationsraum trat und mit Kate zum Mordfallbrett lief. „ Ja, aber als erstes müssen wir den Zusammenhang finden. Am besten lassen wir das Hotel überwachen, sowie Sara."
„ Wird gemacht." Javier lief zu seinem Tisch und orderte ein Observationsteam an. Kate starrte wieder auf die Tafel und fragte sich ob Sara die angebliche Schwester war oder ob sie sich irrte und die falsche Frau verdächtigte.

New York City
Manhattan, Soho
425 Broome Street

Als Richard und Alexis wieder zuhause ankamen, warfen sie sich ermüdet auf die Couch und schlossen die Augen. „ Also, wenn Kate das nicht gefällt, dann weiß ich auch nicht." sagte Alexis und grinste ihren Vater an. „ Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwer wird, aber das Resultat kann sich sehen lassen." Castle stellte die kleine Tüte auf den Couchtisch und stand auf. „ Willst du Eis?" fragte er Alexis und bekam einen lauten Aufschrei. „ JA." Immer noch grinsend suchte er zwei Schüssel heraus und kramte im Tiefkühlfach nach dem Eis. Als er alles fertig hatte setzte er sich wieder neben Alexis und reichte ihr eine Schüssel. „ Wann willst du ihr das geben?" fragte Alexis, während sie genüsslich löffelte. „ Mmmhh, das ist eine verdammt gute Frage. Eigentlich wollte ich das heute machen, aber ich weiß nicht ob Kate überhaupt hierher kommt oder zuhause ist. So wie ich sie kenne, wird sie durch arbeiten." Alexis sah wie ihr Vater traurig auf sein Eis blickte und darin herumstocherte. Sie stellte ihres und seins auf den kleinen Tisch und umarmte ihn mitfühlend, denn auch für sie wäre es schwer wenn Kate nicht wieder kommen würde. „ Mach nur nicht den Fehler sie zu bedrängen, dann wird alles gut, versprochen Dad." Sie spürte dass er sie näher an sich drückte und ihr einen Kuss auf den Kopf gab. „ Danke, Sweetie." Er ließ sie wieder los und suchte sein iPhone, er überlegte ob es eine gute Idee war sie anzurufen. Castle beschloss nur eine SMS zu schicken, er tippte die Worte ein und fand dass es zu wenig war, doch nichts anderes kam ihm gerade in den Sinn. Er zeigte Alexis sein getipptes und sie nickte ihm aufmunternd zu, deshalb klickte er auf „Senden".
Er hatte gehofft, dass sich Kate daraufhin bei ihm melden würde doch nichts geschah. Er wusste das sie gerade beschäftigt sein wird, deswegen begab er sich in sein Arbeitszimmer und versuchte sein drittes Buch weiter zu schrieben. Irgendwie hatte er ein kleines Déjà-vu, als er an die jetzige Situation dachte. Genauso musste es auch Jameson Rook ergangen sein, als Nikki Heat wütend auf ihn und sein verdammten Artikel war. Castle hoffte das sein Privatleben wieder so verlief wie er es sich wünschte, genauso wie Rook und Nikki zueinander wieder gefunden hatten. Richard wollte nicht weiter Trübsal blasen, sondern einfach auf Kates Reaktion warten. Er wusste nicht ob sie heute wiederkommen würde, doch er würde sie zu nichts drängen. Er legte sein iPhone auf den Tisch und schaltete sein Laptop an. Als dieser hochgefahren war tippte er fleißig an seinem neuen Kapitel weiter und lenkte sich ab. Nach Stunden tippen blickte er gähnend auf die Uhr und war mehr als überrascht das es schon nach sechs war. Wo war die Zeit nur geblieben? Fragte er sich und streckte sich beim aufstehen, bevor er das Zimmer verließ schaute er schnell auf seinem iPhone nach, ob Kate ihm zurück geschrieben hatte. Enttäuscht musste er feststellen dass sie es nicht tat. Er hatte heute Morgen schon Lanie angerufen und sie um Rat gefragt, sollte er es noch einmal machen? Er schüttelte diesen Gedanken ab und ging ins Wohnzimmer, dort entdeckte er die kleine Tüte wieder und nahm das Schmuckkästchen heraus. Er wollte es nicht verstecken, deswegen ließ er es in seine Jeanstasche gleiten und hoffte das Kate die kleine Ausbuchtung nicht wahrnahm. Er wollte sich gerade eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank holen, als er hörte wie ein Schlüssel im Schloss herum gedreht wurde. Sein Herz begann schnell und aufgeregt zu schlagen. Richard lief langsam zur Tür und sah wie seine Hände leicht zitterten. Als die Tür aufging wollte er gerade hin stürmen und die Person umarmen, doch enttäuscht musste er feststellen dass es sich um seine Mutter handelte.
„ Hallo, Junge. Warum schaust du so geknickt? Freust du dich nicht mich zusehen?" fragte sie und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „ Ich hatte gehofft, dass es Kate ist."
„ Warum bist du nicht bei ihr?"
„ Hast du die Zeitung gelesen, Mutter?" fragte Castle und öffnete wieder den Kühlschrank. „ Nein, warum?"
„ Weil die Presse unsere Beziehung veröffentlicht hat. Kate war nicht gerade erfreut darüber." Er trank einen großen Schluck seines Bieres und blickte wieder zur Tür. „ Du untertreibst doch wieder, Richard."
„ Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du nicht weiter nachfragst, ok?"
Martha blickte ihn mitfühlend an und nickte. Ein lautes Rumpeln dran an ihr Ohr und plötzlich wurde sie in eine feste, herzliche Umarmung gebracht. „ Oma." schrie Alexis fröhlich und ließ sie wieder los. „ Hat Dad dir schon gesagt das er Kate heute fragen will?"
„ Was fragen?" verwirrt blickte sie wieder zu Richard. Alexis umarmte ihren Vater und grinste ihn an. „ Richard, du willst doch nicht…"
„ Doch, Mutter." Martha stand mit offenem Mund vor ihm und schüttelte den Kopf. „ Whoa, das ist ziemlich plötzlich. Ich meine es freut mich, aber denkst du wirklich das Kate ´Ja´ sagt?"
„ Warum sollte Sie nicht?" fragte Richard verwirrt und kramte in seiner Hosentasche nach dem kleinen Kästchen. Er öffnete dieses vor Marthas Gesicht und sah wie sie entzückt hineinblickte. „ Also, wenn sie da noch nein sagt, dann weiß ich auch nicht weiter." Martha wollte das Schmuckstück anfassen, doch Richard steckte es schnell wieder ein und grinste sie frech an. „ Tut mir leid, Mutter der ist nicht für dich."
„ Du hast wirklich einen guten Geschmack, Junge. Kate wird hingerissen sein. Wann willst du Sie eigentlich fragen, ob sie deine Frau werden will?"
Richard blickte sie kurz an und plötzlich wusste Martha warum sie nicht willkommen war. „ Ohh, Alexis wollen wir heute vielleicht irgendwo hingehen?"
„ Nein, ich will lieber den Antrag sehen." antwortete sie ihr. „ Doch wir werden weg gehen und die beiden allein lassen. Morgen werden wir alles erfahren, oder Richard?"
„ Wir werden sehen." Alexis blickte ihn mit einem Schmollmund an, als sie die Treppen zu ihrem Zimmer wieder nach oben ging und sich umzog.
Kurz darauf war Castle allein in seinem Loft und wartete mit pochenden Herzen auf Kate.

Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York

Kate starrte immer noch an die Tafel und überlegte wie sie Sara Newman dazu brachte ihr ihre Fingerabdrücke zugeben. Sie spürte dass jemand neben ihr stand, sie drehte sich zu der Person und sah in Javier braune Augen. „ Wir sollten für heute Schluss machen, Kate." sagte er leise und berührte ihre Schulter. „ Gute Idee. Schönen Abend dir noch." Javier sah ein kleines Lächeln in ihrem Gesicht und er wusste warum sie das tat. „ Ich werde erst gehen wenn du mitkommst." sagte er bestimmend. Sie wusste dass er es ernst meinte, deswegen seufzte sie laut und zog sich an. „ Na ich will doch nicht das Lanie wegen mir warten muss." jetzt musste auch Javier grinsen. Gemütlich liefen beide zu Ryan, welcher schon fertig angezogen da stand und wartete.
Als die beiden Detectives mit dem Auto nach Hause fuhren entschied sich Kate zu laufen. An der Kreuzung überlegte sie wo sie eigentlich hinwollte. Die Frage wurde schnell geklärt, als sie sich wieder an die SMS von Richard erinnerte. Mit einen angenehmen Kribbeln im Bauch lief sie direkt zu seinem Apartment.

Ihr Herz klopfte laut in ihrer Brust, als sie mit dem Fahrstuhl zu seiner Wohnung fuhr. Vor der Tür blieb sie kurz stehen und überlegte ob sie klingeln sollte. Sie entschied sich aufzuschließen, deshalb kramte sie den Schlüssel zu seinem Loft aus der Jackentasche und schloss die Tür auf.
Sie blickte vorsichtig in das Wohnzimmer, sah aber niemanden, deswegen ging sie weiter und entdeckte Richard in der Küche. Kate sah dass er Kopfhörer im Ohr hatte und sie bis jetzt noch nicht bemerkt hatte. Sie roch den angenehmen Duft von Fleisch, genauer gesagt von Steakfleisch. Leise schlich sie sich an ihn heran und versuchte über seine Schulter zu schauen. Sie musste sich auf die Zehenspitzen stellen um auf den Herd blicken zu können. Kate roch sein Aftershave und sah dass er sich frisch rasiert hatte. Sie hatte sich für einen kurzen Moment bei seinem Anblick verloren, genau jetzt drehte Castle sich um und erschrak. „ Oh mein Gott." auch Kate erschrak und taumelte leicht nach hinten, Richard hielt sie an den Hüften fest und zog sie wieder zu sich. „ Du kochst ohne mich." stellte Kate fest und blickte in seine blauen Augen. „ Ich dachte du willst dann gleich essen."
Erst jetzt wurde Kate bewusst dass sie wirklich Hunger hatte. „ Gute Idee, ich habe wirklich Hunger."
„ Ich weiß eben was du willst." Er grinste sie frech an und zog sie mit sich zum Tresen, dort zündete er die Kerzen an und goss Wein ein. Kate ließ sich auf den Stuhl nieder und beobachtete wie Richard das Essen fertig machte. Er stellte die Teller hin und erhob das Glas um mit ihr anzustoßen.
Kate machte den ersten Bissen und musste sich eingestehen dass Richard verdammt gut kochen konnte. „ Das schmeckt fantastisch."
„ Danke. Wie war dein Tag?" fragte er beiläufig und versuchte sie nicht anzustarren. Er hörte wie sie ihr Besteck hinlegte, deswegen blickte er wieder auf und sah in ihr angestrengtes Gesicht. „ Willst du nicht eigentlich etwas anderes wissen?" fragte sie mit ernster Stimme. Castle schluckte laut und ärgerte sich das er nicht nachgedacht hatte. „ Kate, ich wollte dich nicht wieder daran erinnern."
„ Wie sollte ich das bitte vergessen?" Castle sah deutlich dass sie aufstehen wollte, deswegen nahm er schnell ihre Hand und hielt sie fest. „ Es tut mir leid. Reden wir einfach über den Mord, ok?"
Kate entzog sich seiner Hand und stand auf. „ Es tut mir leid, aber so einfach ist das nicht." Richard blickte panisch zu ihr, als sie sich zum gehen anschickte, sprang er schnell auf und wollte zur Tür rennen, doch plötzlich sah er das sie zur Treppe ging. „ Das Essen war gut, danke. Ich bin müde und werde schlafen gehen." Richard stand erstarrt da und beobachtete wie sie nach oben lief. Er war leicht erstaunt dass sie hier blieb und doch schürte es wieder Hoffnung in seinem Herzen, auch wenn es immer noch nicht perfekt war. Es war ein Anfang.

Richard hatte die Küche wieder auf Vordermann gebracht und setzte sich erschöpft auf die Couch. In der einen Hand hielt er sein Weinglas und in der anderen die kleine Schmuckschatulle. Er blickte sich den Rotwein an und schwenkte das Glas im Licht der Lampe. Richard blickte auf die Uhr und erschrak leicht als er sah das er mehr als zwei Stunden gebraucht hatte um die Küche aufzuräumen und jetzt saß er auch schon wieder eine dreiviertel Stunde auf der Couch und hing seinen Gedanken nach. Wieso hatte er auch wieder damit angefangen, eigentlich wollte er nur wissen wie weit sie mit dem Fall waren, doch Kate hatte es gleich wieder anders gedeutet. In gewisser Weise hatte sie auch recht, er wollte mit ihr darüber reden und nicht schweigen, doch es war eindeutig zu früh für sie. Und jetzt saß er wieder allein da und wusste nicht was er tun sollte. Er öffnete die Schatulle und ließ den Ring in seine Hand gleiten. Richard drehte ihn mit seinem Zeigefinger, welcher zwischen Daumen und Mittelfinger ruhte, herum. Er hörte die leisen Schritte nicht, welche vorsichtig durch die Wohnung hallten.

Kate wachte in der Nacht auf und griff auf Richards Seite, doch niemand lag neben ihr, verwirrt blickte sie auf die Digitaluhr und stellte fest dass es schon nach zwölf Uhr war. Sie richtete sich auf und versuchte irgendwelche Geräusche wahrzunehmen, doch nichts drang an ihr Ohr. Langsam stand sie auf und lief zur Treppen, als sie die ersten Stufen nach unten lief sah sie Richard auf der Couch sitzen und blieb stehen. Sie konnte nur seinen Hinterkopf sehen, doch seine Haltung verriet ihr dass er nachdachte. Vorsichtig ging sie die letzten Stufen nach unten und stand hinter ihm. Sie blickte über seine Schulter und sah dass er mit irgendetwas spielte, Kate schlang ihre Arme um seinen Nacken und spürte dass er zusammenzuckte. Sie küsste seinen Hinterkopf und legte ihr Kinn auf seine Schulter. „ Warum bist du noch wach?" fragte sie leise und küsste sein Ohr. Richard versteckte schnell den Ring, indem er eine Faust machte. Er drehte sich leicht zu ihr damit er in ihre Augen blicken konnte. „ Ich hab die Zeit vergessen." Kate nickte verstehend und kletterte über die Lehne, als sie neben ihm saß kuschelte sie sich an ihn und schloss die Augen. Sie spürte dass Richard seinen Arm um sie legte und sie noch näher an sich drückte. Richard küsste ihr Haar und überlegte ob er irgendetwas sagen sollte. Er spürte den Ring schwer in seiner Hand. Kate hatte ihre Arme auf seiner Brust ruhen, vorsichtig ergriff er ihre linke Hand und blickte auf ihren Ringfinger. Zärtlich, fast schon nicht spürbar, streichelte er ihren Handrücken und suchte nach den richtigen Worten. Am meisten hatte er davor Angst dass sie sich überrumpelt fühlte und das wollte er nun wirklich nicht. Sie sollte einfach wissen dass sie die Frau seines Lebens war. Er wusste das sie beide noch nicht lange zusammen waren, doch jeden Tag wurde ihm immer mehr bewusst, dass er der Welt zeigen wollte, dass sie ihm gehört. Das wichtigste für ihn war, aber ihr zu zeigen dass es keine momentane Affäre war. Er glaubte zu wissen, dass sie das auch nicht dachte. Er hatte unbewusst mit ihrem Ringfinger gespielt, Kate hatte immer noch ihre Augen geschlossen und lächelte zufrieden, wie er feststellte.
Richard zog vorsichtig seinen rechten Arm von ihr weg und richtete sich neben ihr auf, Kate spürte den plötzlichen Verlust seiner Nähe und machte protestierend die Augen auf. Richard rutschte von der Couch und hockte vor ihr, dabei hielt er weiterhin ihre Hand. Er sah deutlich die Verwirrtheit in Kates Augen. Um ihr zu zeigen dass alles in Ordnung war lächelte er sie beruhigen an und spürte dass sein Herzschlag sich verdreifacht hatte. Ihm wurde just in diesem Moment klar, dass er nicht bei Gina oder Meredith so aufgeregt war wie jetzt.
Kate versuchte seinen Augenkontakt zubekommen, doch Richard blickte auf ihre Hand. Erschrocken stellte sie fest dass er leicht zitterte. „ Rick was ist los?" erst jetzt schaute er auf. „ Wir hatten in den letzten Tagen immer wieder Höhen und Tiefen. Ich weiß dass wir noch nicht lange zusammen sind, doch ich bin mir sicher dass ich keine andere Frau mehr in meinem Leben will. Ich liebe dich und…"
„Rick." Kate unterbrach ihn und streichelte seine Wange. „ Es tut mir leid…"
Richard schaute sie bei ihren letzten Worten erschrocken an. Irgendetwas in seinen Kopf sagte ihm das sie ´Nein´ sagen würde. Kate sah seinen Gesichtsausdruck und zog verwirrt ihre Augenbraue nach oben. „ Was tut dir leid?" fragte er leise und hielt ihre Hand fester. „ Das ich heute Morgen so aufgebracht reagiert habe. An was hast du gedacht?"
Richard atmete hörbar aus und lächelte sie an. „ Das du nein sagst."
„ Zu was?" Sie rutschte ein Stückchen zu ihm und blickte in seine blauen Augen, überrascht stellte sie fest dass seine Augen leicht glänzten. Richard küsste ihren Handrücken und schaute wieder zu ihr auf. „ Kate, seid wir uns das erste Mal begegnet sind, fühlte ich mich zu dir hingezogen. Ich liebe dich und will dir zeigen wie sehr, deshalb frage ich dich. Willst du meine Frau werden?" während er sprach versuchte er ihre Reaktion zu deuten. Richard sah deutlich wie Kate ihre Augen leicht aufriss, als er den letzten Satz gesprochen hatte. „ Rick…"
„ Warte, bevor du es sagst. Egal wie du dich entscheidest ´Ich liebe dich und werde es auch weiterhin tun`. Ich kann verstehen, wenn es zu schnell für dich geht oder das du Angst hast vor der Ehe mit mir." Er machte eine kurze Pause und grinste Kate an, bevor er jedoch weiter sprechen konnte, hatte Kate sein Gesicht in beide Hände genommen und zog ihn leicht zu sich. Richard lag halb auf ihr und wollte gerade seine Augenbraue verwirrt hochziehen, als Kate ihn sanft küsste. Er hatte keine Zeit den Kuss zu vertiefen, denn Kate entzog sich plötzlich seiner Nähe und blickte intensiv in seine Augen. „ Du weist selber das es zu früh ist und fragst mich trotzdem?" Sie sah wie Richard seinen Mund zum sprechen öffnete, schnell legte sie ihren Finger auf seine Lippen um ihn daran zu hindern. „ Lass mich jetzt reden." Er nickte und küsste ihre Fingerkuppe. „ Ich liebe dich, Richard und ich glaube du kennst meine Antwort." Sie sah seine Enttäuschung, ihr Blick richtete sich zu seiner Hand, welche die ganze Zeit an ihrer Seite ruhte. Richard wollte sich gerade von ihr erheben, verwirrt schlang Kate ihre Arme um seinen Rücken und hielt ihn auf. „ Kate ich bin dir nicht böse. Ich will nur kurz…"
„ Was habe ich dir geantwortet, als du mich das erste Mal gefragt hast?"
„ Das es zu früh ist." antwortete er ihr verwirrt. „ Und was hast du mich danach gefragt?" Richard sah Belustigung in ihrem Gesicht und verstand nicht auf was sie hinaus wollte. „ Du hast mich gefragt, ob ich ja sagen würde, wenn du mir einen Ring gibst. Weißt du meine Antwort darauf noch?"
Richard versuchte ihren Gedankengang zu folgen, doch er schaffte es nicht. „ Ja, Rick. Ich sagte ja. Ich will deine Frau werden." Er hatte ihre Worte gehört konnte sie aber in der kurzen Zeit nicht verarbeiten, denn Kate küsste ihn stürmisch. Als er ihre warmen, weichen Lippen auf seinen spürte realisierte er das gerade Gesagte und lächelte in den Kuss hinein.
Kate spürte wie er den Ring auf ihren Finger steckte und wollte sich diesen anschauen, doch Richard ließ er keine Gelegenheit dazu, stürmisch hob er sie hoch und ließ sich rücklings auf die Couch fallen. Kate saß nun auf seinem Schoss und spürte wie er unter ihr Nachtshirt ihre nackte Haut streichelte. Der Kuss wurde immer dringlicher, als ihre Zungen sich duellierten, spürte Kate wie er ihr Shirt nach oben zog. Sie mussten sich kurz voneinander trennen damit er es über ihren Kopf ziehen konnte, Gleich darauf küsste er sie wieder noch leidenschaftlicher, als zu vor. Zu mindestens kam es ihr so vor. Kate spürte seine warmen Hände überall auf ihrem nackten Oberkörper. Sie hatte keine Konzentration mehr um sein Hemd aufzuknöpfen, deshalb zog sie ihm es einfach zugeknöpft über den Kopf und warf es auf den Boden. Behänd öffnete sie seine Jeans, doch das ausziehen war schwieriger als gedacht. Richard sah wie Kate sich von ihm erhob und ihre Schlafhose auszog, als sie so nackt vorm stand bewunderte er sie wieder. Sie war einfach perfekt und so außergewöhnlich, schneller als gewollt sprang er auf und zog sich seine Hose aus. Kate legte ihre Hände auf seine Brust und sah zum ersten Mal den Ring an ihrer linken Hand. Richard folgte ihrem Blick und lächelte sie zufrieden an.
Der Ring war dezent und mit einem kleinen eingeprägten Stein verziert. „ Er ist wunderschön." mehr konnte sie nicht sagen, Richard hatte genau ihren Geschmack getroffen. „ So wie du." sagte er und küsste ihre Stirn. Sie blickte wieder in seine Augen und biss sich auf die Unterlippe. Kate legte ihre Arme um seinen Nacken und grinste ihn frech an. „ Lass uns hoch gehen oder willst du dir eine neue Couch kaufen?" Vergebens wartete sie auf eine Antwort, stattdessen hob er sie hoch und lief die paar Stufen zu seinem Schlafzimmer nach oben. Kate küsste währenddessen seine Halsbeuge und hörte wie er leise darunter aufstöhnte.
In seinem Zimmer ließ er sich auf das Bett fallen und spürte wie Kate seine Brust zärtlich küsste. Je tiefer sie sich voran tastete, desto schwerer ging seine Atmung. Ein lautes, erregtes Stöhnen entrang seiner Kehle, als Kate unten ankam.