Dear, Nobody
Na den, ein neues Update, auch wenn es weniger Reviews als sonst gab. Reviewfunktion war ja zwei Tage nicht Verfügbar, daher kann ich damit leben ;-)
Ich bedanke mich bei allen Lesern und möchte die Schwarzleser einmal dazu auffordern, mir bitte einmal die Meinung zu sagen (grins)
Nun denn, auf ins Gefecht:
Ninaissaja: Nun, wenn ich verraten würde wer noch alles kommt, würde ich doch die Spannung zerstören oder? Wir nähern uns aber dem Ende, welches schon feststeht, aber natürlich nicht Verraten wird ;-) Das mit dem Chemieexperiment konnte ich aber nachvollziehen. Lass dich überraschen.
Jeanuts: Ist doch gut, wenn du nichts zum Kritisieren findest ;-) Und danke für das Lob!
hbt3: Äh, Charlie ;-) und so blutrünstig bin ich nun auch wieder nicht...zumindest nicht so oft...
Alex Black5: Weil ich dass chap von Ftb neu schreiben musste und dachte ich würde länger brauchen. Elektrotechnik im 5. Semester? Nun ja, herzliches Beileid. Und zu deinen Fragen, einfach weiterlesen ;-) und Godzi dankt (grins)
silvertrust: Ich dachte ja auch an die Größenordnung Weltkrieg, nicht nur Großbritanien. Und danke für das Lob!
Meta Capricorn: Danke für dein Lob! und Nein, ich lasse die Kapitel nicht Beta lesen und mein Rechtschreibprogramm hat ne Macke in der Beziehung, darauf wurde ich schon mal an anderer Stelle hingewiesen. Ich versuche mich zu bessern, doch für die letzten paar Kapitel lohnt sich kein Beta Leser mehr.
Na denn, Viel Spaß!
9. Charlie
„…um dementsprechend Reagieren zu können und jeden Vorteil zu nutzen. Daher ist es für Auroren wichtig, die Dunklen Künste nicht nur zu kennen, sondern auch sie zu beherrschen. Schwarzmagische Flüche dürfen nur von Auroren legal eingesetzt werden und dann auch nur zur Verteidigung. Ausnahmesituationen gibt es, wenn zum Beispiel ein Krieg herrscht. Noch Fragen?"
Ron schaute Erwartungsvoll in seine Klasse, doch niemand meldete sich.
„Nun denn, dann beende ich den Unterricht für Heute. Schreiben sie mir bitte eine Abhandlung über Dunkle Flüche und ihre Vorteile in Kampfsituationen."
Etwas murrend erhoben sich die Rekruten und tröpfelten aus dem Klassenzimmer.
Ron musste ein wenig grinsen.
Die Klasse war ziemlich gut, zumindest in der Theorie, denn mehr würden sie im ersten Jahr eh nicht lernen. Feldübungen und Praxis gab es erst ab dem zweiten Jahr, auch wenn es jetzt schon Kurse gab um die Anwärter Körperlich Fit zu machen.
Auror war ein harter Beruf.
Doch jetzt war der Arbeitstag vorbei, doch die Arbeit sollte kein Ende nehmen.
Es war Montag.
Zum ersten mal nach dem Skandal den er losgetreten hatte, sollte er wieder zu einer Sitzung mit Padma.
Ohne Umwege lief er zum Aparrationsbereich.
Wie alle wichtigen Einrichtungen war das Ministerium gut geschützt.
Es dauerte einige Minuten und er konnte endlich zu Padmas Praxis apparieren.
Die Sekretärin wies ihn an noch ein wenig zu warten.
Ron nutzte die Zeit, um ein wenig die Reaktionen über seine Rede zu studieren, da im Wartezimmer immer eine Große Zahl an Klatschblättern zu finden war.
Nach zehn Minuten (in denen Ron sich zusammenreißen musste um nicht über die Artikel zu lachen), wurde er endlich in das Zimmer seiner Freundin gebeten.
„Hallo Ron.", sagte sie mit Unbehagen in der Stimme.
Dieser konnte es nicht lassen fies zu Grinsen. Anscheinend erwartete Padma ein gehöriges Donnerwetter für ihre kleine Scharade. Aber er plante nichts derartiges zu tun.
Und das Padma ihn nicht durchschauen konnte, verschaffte dem Auroren ein Gefühl des Triumphes.
Sie hatte es noch lange nicht geschafft seine Psyche auseinander zu fleddern.
„Hallöchen Padma.", erwiderte er und sein Grinsen wurde breiter, ehe er sich auf die Couch setzte und sie fixierte.
Eine Weile saßen sie schweigend da, bis es der Therapeutin zuviel wurde und es aus ihr Herausbrach.
„Tut mir leid! Ich…ich wollte nur…"
„Sehen wie ich mich Verhalten werde und alle Informationen auswerten, die du Sammeln kannst. Insbesondere deine Fehlende Nähe, beziehungsweise meine Unkenntnis deiner Anwesenheit hätte dir die Möglichkeit gegeben mehr über mein Verhalten herauszufinden, liege ich Richtig?"
Sie sah ihn erstaunt an.
„Woher weißt du was ich wollte?"
„Auror!", erwiderte er mit einem breiten Grinsen.
Padma schüttelte überrascht den Kopf.
Unberechenbar wie eh und je.
„Wie hast du mich erkannt?", fragte sie nun.
Diese Frage hatte Padma seid der Rede keine Ruhe mehr gelassen.
„Zwei Gründe. Erstens bin ich Paranoid und beobachte alles und jeden, insbesondere auf Großen Veranstaltungen. Du hast mich beobachtet, die ganze Zeit. Ich konnte deine Gestik und Mimik erkennen, so was lernt man in meinem Job. Außerdem trägst du noch immer dein D.A. Mal, das konnte ich spüren."
Padma war überrascht.
„Was den für ein Mal?", fragte sie irritiert.
Ron lächelte etwas verlegen.
„Damit wir nicht Infiltriert werden konnten, hatte Hermine jedes D.A. Mitglied inklusive sich selbst, Harry und mich, mit einem unsichtbaren Mal gekennzeichnet. Nur wir drei wussten davon."
Padma schien entsetzt.
„Davon wusste ich gar nichts.", rief sie empört.
„Es war zu unserer Sicherheit.", erwiderte Ron etwas kleinlaut.
„Und warum hast du es nicht entfernt?", fragte sie grimmig.
„Nun ja…", begann Ron und wirkte Traurig.
„Nun ja was?"
Padma wurde leicht ungeduldig.
„Weißt du, es ist so. Hermines Magische Signatur Prägte das Mal. Immer wenn ich es Spüre, ist es als wäre Hermine in der Nähe deshalb…"
Er brach ab und Padma wirkte betroffen.
„Entschuldige, dass wusste ich auch nicht.", flüsterte sie betreten.
„Wie den auch?", fragte er im Gleichen Ton.
Einige Minuten schwiegen sie.
„Wollen wir dann beginnen über dienen letzten Brief zu sprechen?", fragte Padma etwas unsicher.
Er seufzte und versuchte eine neutrale Miene aufrecht zu erhalten.
„In Ordnung…"
Laura Weasley saß unruhig zu Hause und versuchte sich auf ihren Artikel zu konzentrieren, was aber nicht sehr einfach war.
Seid sie mit Ron aus Hogwarts zurückgekehrt war, musste sie an seine Rede denken.
Der Tagesprophet, die Hexenwoche und alle möglichen anderen Magazine stürzten sich auf diesen Skandal, dennoch erfuhr sie nur wenig handfestes.
Sie wagte es nicht Ron danach zu fragen, oder Padma eine Eule zu schicken, da sie an die Ärztliche Schweigepflicht gebunden war. Aber sie musste wissen was in Rons Kopf vor sich ging.
Sie hatte zwar damals auch einiges vom Krieg mitbekommen, aber bei weitem nicht alles.
Sie hatte auch Rons besten Freund Harry kennen gelernt. Der berühmte Potter, der in der letzten Schlacht die gesamte Zauberwelt rettete.
Das war aber nicht der Harry gewesen, von dem jeder spricht.
Allerdings war Ron damals auch anders gewesen. Immerhin waren sie beide Soldaten in einem Krieg.
Laura erinnerte sich noch sehr gut daran wie es damals war.
Ron war so verschlossen und kalt. Irgendwie schien er sich aber für sie Verantwortlich zu fühlen.
Irgendwann hatte sie sich dann in ihren Retter verliebt.
Nach einem Jahr hatten sie schließlich geheiratet. Harry war der Trauzeuge gewesen.
Keine schöne Hochzeit in weiß, sondern in ihren normalen Sachen. In einer halb zerstörten Kirche.
In all den Jahren, hatte sie Ron nie danach gefragt, was er in dem Krieg wirklich durchgemacht hatte, selbst damals nicht.
Sie hatte immer Angst gehabt ihn in den Zustand der Kälte zurückzustoßen, in dem sie ihn kennen gelernt hatte.
Doch nun musste sie es endlich wissen. Dieser Krieg stellte ein großer Teil von Rons Leben dar, den sie endlich kennen musste. Die Geschichtsbücher erwähnten Ron zwar oft, aber es waren Fakten und kühle Daten. Sie musste die Geschichte dahinter kennen um zu verstehen was in ihrem Mann vorgeht.
Die Rede in Hogwarts war das erste mal gewesen, das sie ihn davon sprechen hörte. Und er hatte ihre Kinder sehr erschreckt, etwas dass er nie leichtsinnig tun würde.
Zwar hatte Laura auch von seiner Rede bei der Ordensverleihung nach dem Krieg gehört, doch sie selbst hatte damals in einem Feldlazarett gelegen um sich von Hermines Geburt zu erholen, so das sie nicht wirklich wusste was damals vorgefallen war.
Sie hatten ruhig gelebt und geholfen die Gesellschaft der Magier neu aufzubauen.
Ron hatte angefangen als Auror zu Arbeiten und sie selbst als Freie Journalistin, sowohl für Magische als auch für Muggelzeitschriften.
Es ging so lange gut.
Bis vor ein paar Monaten.
Es begann mit Alpträumen.
Ron wachte immer wieder schreiend auf, von kaltem Schweiß überzogen und schwer Atmend.
Dann diese Blackouts…
Einmal hatte sie ihn gesehen, wie er ganz plötzlich und ohne Grund vor einigen Schwarz gekleideten Zauberern wegrannte und sich versteckte.
Als sie ihn endlich eingeholt hatte, wunderte er sich wie er denn dorthin gekommen war. Dann war er einmal mitten in der Nacht schreiend aufgewacht, wie es schon öfter der Fall gewesen war.
Als sie versuchte ihn zu beruhigen schlug er jedoch zu und rannte weg.
Sie hatte seine Augen gesehen. Sie waren so leer und verschleiert gewesen, dass Laura wusste, dass er nicht er selbst gewesen war.
Am nächsten Tag hatte Ron sich entsetzt gezeigt als er erkannte was er getan hatte.
Dann dieser Amoklauf in der Winkelgasse.
Sie war kurz vorm zusammenbrechen gewesen, als Tonks, die Stellvertreterin von Amelia Bones, ihr mitgeteilt hatte, was mit Ron geschehen war.
Nun diese Mysteriöse Therapie bei Padma, die ihn vor Azkaban retten könnte, verbunden mit Briefen die er zu schreiben hatte.
Es war genug. Laura musste endlich wissen was vor sich ging und warum so ist wie er ist. Sie musste erfahren, was mit ihm geschehen war.
Denn nur so würde sie ihm helfen können.
Er wollte nicht darüber Reden, dann müsste sie es halt selbst herausfinden!
Überrascht stellte sie fest, dass sie bereits in Rons Arbeitszimmer getreten war und sich umschaute.
Der Schreibtisch erregte ihre Aufmerksamkeit, da es so aussah, als hätte Ron lange davor gesessen und keine Gelegenheit gehabt aufzuräumen.
Normalerweise war er sehr Pingelig mit seinen Sachen.
Er Räumte stets auf, nachdem er gearbeitete hatte.
Nun stand dort eine leere Weinflache mit dazugehörigem Glas. Das Tintenfässchen war noch geöffnet und eine Feder lag neben einem ordentlich beschriebenem Pergament, ein Brief.
Alles in ihr sträubte sich dagegen, auf die Zeilen zu sehen, die ihr Mann wohl noch in dieser Nacht verfasst hatte, aber sie konnte nichts dagegen tun.
Sie musste es wissen, es verstehen.
Langsam setzte Laura sich auf den Stuhl und begann zu lesen…
Lieber Charlie,
wir standen uns nie so nahe, wie Brüder es eigentlich sollten. Der Altersunterschied war einfach zu Groß, denke ich. Nichts desto trotz gehörtest du zu meiner Familie.
Sehr seltsam, das ich dich im Krieg besser kennen gelernt habe als zu Hause.
Du gehörtest nicht zur D.A., sondern zum Phönixorden. In den letzten Kriegsjahren haben wir dann mit euch zusammengearbeitet.
Seltsam, das ausgerechnet dies die Gelegenheit war uns Richtig kennen zu lernen, auch wenn es nicht wir selbst waren.
Nein, damals waren wir schon dass, was der Krieg aus uns gemacht hatte. Zumindest war dass bei mir so.
Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen.
Der Erste Einsatz mit dir.
Dein Entsetzen, als du gesehen hast mit welchen mitteln wir kämpften, kämpfen mussten.
Ja, es war schrecklich.
Du musstest deinen kleinen Bruder und seine Freunde sehen, alle so viel Jünger als du, wie sie Kaltblütig die schwärzeste Magie anwenden. Wie sie ihre Feinde töteten und selbst die Unverzeihlichen benutzten wie andere Leute den Schwebezauber.
Ich bemerkte, dass du und all die anderen aus dem Phönixorden, mit Ausnahme der Auroren, Maximal auf Schockzauber zurück griffen.
Wir waren ganz anders, Skrupellos und kalt wie die Todesser.
Wir folterten unsere Feinde ohne mit der Wimper zu zucken, töteten sie wie die Fliegen.
Ich kann mich noch zu gut an den Ausdruck in deinen Augen erinnern, als ich begann den Todesfluch zu benutzen.
Und ich erinnere mich an unser Gespräch nach dem Debriefing, an deine Sorgen um mich.
Und ich erinnere mich nur zu gut an meine Antworten.
Doch war es nicht ich der dort sprach, sondern der Hass, der mich voll und ganz beherrschte.
Damals ging es mir nicht mehr darum den Krieg zu gewinnen. Ich wollte nur so viele Todesser wie möglich töten, deshalb tut es mir sehr leid wie ich dich damals angefahren habe.
Das war es was mich damals aufrecht hielt.
Nur der Hass und die Liebe, die ich nicht zeigen durfte.
Das war noch bevor Hermine starb.
Nach ihrem Tod verfiel ich dem Hass noch mehr.
Alles was ich wollte war Töten. Das schlimmste daran war, das es mir Spaß machte.
In jeder neuen Schlacht suchten Harry und ich den Tod, konnten ihn selbst aber nicht finden.
Vielleicht weil wir selbst der Tod waren, der wie eine Lawine über unsere Feinde rollte. Waren wir vorher nur Skrupellos, verwandelte uns Hermines Tod in echte Monster.
Das war die Zeit in der ich nichts Menschliches mehr an mir hatte.
Harry und ich hatten unseren Verstand verloren, unseren Mittelpunkt.
Du musst wissen, dass der bedeutendste Grund aus dem wir Kämpften, der war, dass wir in Frieden leben wollten, frei von Hass und Vorurteilen.
Wir wollten unsere Freundschaft zueinander genießen ohne einen dunklen Lord fürchten zu müssen, der uns bedrohte.
Doch Hermine starb.
Was hatte es dann noch für einen Sinn?
Wofür sollten wir noch kämpfen?
Und vor allem, warum machten wir trotzdem weiter?
Weil wir nichts anderes mehr konnten, dass ist die Harte Wahrheit.
Weil wir beide nicht wussten was wir sonst noch tun sollen.
Dann kam er, der Tag an dem du gestorben bist.
Damals änderte sich wieder alles.
Wir versuchten diese Muggel zu Retten, die von einer Horde Todesser angegriffen wurden, das heißt ihr versuchtet die Muggel zu retten. Harry und ich wollten nur Todesser töten, alles andere war uns egal.
Du hast dich vor diese junge Muggelfrau geschmissen um sie zu schützen und hast mir damit das Leben gerettet, denn eben diese Muggelfrau gab mir kurz darauf dass wieder was ich verloren hatte.
Meine Menschlichkeit, und die Liebe.
Diese Muggelfrau ist jetzt meine Ehefrau, Laura.
Der eigentliche Grund weshalb ich mich so sehr um sie kümmerte war, dass du dein Leben gegeben hattest um sie zu retten.
Ich empfand es als Verpflichtung dir gegenüber.
Damals, zu diesem Zeitpunkt hätte mich ein weiterer toter Muggel nicht gestört. Colateralschäden gab es schließlich genug.
Aber aus der Verpflichtung wurde Liebe. Sie schaffte es, den Hass der mich beherrschte zu durchdringen und mein Herz zu erreichen, egal wie kitschig dass klingt.
Dadurch, dass du sie gerettet hast, hast du auch mich gerettet.
Das gab mir wieder einen Grund zu Leben. Ein Ziel für dass es sich lohnte zu kämpfen. Ein Ziel für dass es sich lohnte den Krieg zu gewinnen.
Unbewusst halfen wir dadurch Harry, ebenfalls aus sich herauszukommen und wieder an etwas zu glauben.
Du hast dein Leben gegeben, für eine Fremde, einen Menschen den du nicht kanntest. Und dadurch hast du vielleicht den Krieg entschieden, denn ich glaube nicht, dass Harry und ich in unserem Zustand sonst lange überlebt hätten.
Ich vermisse dich Charlie.
Ich werde dich nie vergessen, den du starbst als Held, weil du tatest was du tun musst.
Niemand wird es dir danken außer mir, aber ich werde dich nicht vergessen und dein Andenken hoch halten, denn du hast mir meine Familie geschenkt.
Danke Großer Bruder.
Ron
Laura zitterte als sie den Brief zur Seite legte.
Es war doch etwas mehr als sie Erfahren wollte.
Natürlich erinnerte sie sich an den Muskulösen Rothaarigen Mann, der sich vor sie warf um sie zu schützen, der dabei starb. Aber sie hatte nicht gewusst, dass er Rons Bruder war. Sie hatte nicht gewusst, was Ron danach bewegt hatte sich so um sie zu kümmern, sie bei sich aufzunehmen und ihr zu Helfen.
Und sie hatte nicht gewusst, dass sie Harry und Ron etwas gegeben hatte für dass es sich zu leben lohnt, so wie es dort geschrieben stand.
Stimmte dass?
Hatte ihre Liebe Ron soviel bedeutet dass er einen Grund hatte wieder an etwas zu Glauben?
Und Harry?
Hatte er seinen Freund so sehr geliebt, dass es ihm ebenfalls besser ging, als Ron wieder auf die Beine kam?
Jetzt konnte sie besser verstehen was damals geschehen war.
Die Erinnerungen übermannten sie…
Flashback 1
Laura war glücklich an diesem Tag.
Die Sonne schien und ausnahmsweise war nichts von dieser unterschwelligen Angst zu spüren, die schon seid so langer Zeit in Großbritannien und überall auf der Welt herrschte.
Heute wollte man nicht an Terroristen denken, denn es war ein Tag der Freude.
Ihre Eltern waren nun seid exakt fünfundzwanzig Jahren verheiratet.
Zu diesem freudigen Anlass waren alle ihre Freunde, Bekannten und Verwandten eingeladen worden.
Eine Große Party an der über dreihundert Menschen teilnahmen.
Trotz der Meldungen von Tod und Grauen die Unbekannte Terroristen über den Ganzen Erdball säten.
Heute wollten sie alle wenigstens für einige Stunden vergessen.
Lautes lachen, fröhliche Musik und Tanz bereiteten den Menschen Vergnügen.
Ihre Eltern standen, verliebt wie am ersten Tag, im Mittelpunkt des Geschehens und freuten sich, dass so viele Menschen mit ihnen feierten, trotz der düsteren Zeiten.
Im nachhinein hätte Laura es ahnen müssen, dass etwas nicht stimmte.
Doch es brach über sie herein wie ein Gewitter.
Unzählige Gestalten in Schwarzer Kleidung, die Gesichter von Masken verhüllt, erschienen wie aus dem nichts.
Eine unerträgliche Kälte durchdrang ihren Leib und das Lachen schlug um in Schreie.
Lichtblitze flammten auf.
Einige schrieen sich die Seele aus dem Leib, während andere Tod umfielen oder sich einfach nicht mehr rührten.
Blut spritze aus allen Richtungen und Laura wusste nicht wie ihr geschah.
Dann kamen andere in seltsamen Gewändern gekleidete Gestalten dazu und schienen gegen die schwarz gekleideten zu Kämpfen.
Laura war schnell in Deckung gegangen, immer noch geschockt von der Plötzlichen Wendung des Tages.
Sie hatte festgestellt, dass die Fremden seltsame Stöcke in den Händen hielten.
Mit ihnen sandten sie die Farbigen Lichtstrahlen aus.
Es war wie Zauberei.
Schnell hatte sie festgestellt, dass die Blutroten Strahlen den Menschen scheinbar unerträgliche Schmerzen zufügten, während die Grünen dazu dienten Menschen umzubringen.
Sie erkannte ihre Eltern, ihre Schwester und ihre zwei Brüder die Tot mitten auf dem Schlachtfeld lagen.
Aber sie hatte keine Zeit um Traurig zu sein, denn schon empfand sie Unerträgliche Schmerzen, gepaart mit einem irren Lachen.
Einer der schwarz gekleideten stand vor ihr, den seltsamen Stock auf sie gerichtet und lachte wie ein Irrer.
Die Schmerzen klangen ab, pochten nur noch dumpf auf ihren gepeinigten Körper.
Der Schwarz gekleidete schien sie zu mustern und grummelte: „Verdammter Orden. Ich hätte mehr Spaß mit ihr haben können…", ehe er seinen Stock und seine Stimme erhob.
„Avaada Kedavra!"
Laura sah nur grünes Licht, ehe ein Schatten vor ihr auftauchte.
Ein Großer Rothaariger Mann hatte sich vor sie geworfen und den Grünen Lichtstrahl abgefangen.
Laura konnte nicht mal erschrocken aufschreien, als der schwarz gekleidete auch schon auf dem Boden lag und sich in unendlicher Qual zu winden begann.
Seine Stimme schien zu zerreißen als er aus Leibeskräften schrie.
Dann verstummte er und blieb zuckend liegen.
Ein anderer Rothaariger Mann, etwa in ihrem Alter stand nun vor den am Boden liegenden Terroristen und bellte: „Crucio!"
Der Terrorist schrie wieder wie am Spieß, ehe er sich in die Luft erhob und mit einem Übelkeitserregendem Knacken und platschen gegen einen Baum geschleudert wurde.
Der Rothaarige sah kurz auf Laura hinab.
Ihr Atem stockte bei dem Anblick seiner Augen.
Nie zuvor hatte sie eine solche Kälte in den Augen eines Menschen sehen müssen. Dieser Blick war so kalt, so leblos das es ihr angst machte.
„Versteck dich!", forderte er mit harter Stimme ehe er sich schon wieder umwandte und begann Lichtstrahlen gegen die schwarz gekleideten zu feuern.
Laura war wie gelähmt, folgte aber schließlich dem Befehl und versteckte sich in einer Furche, die einer der Lichtstrahlen in den Festplatz gerissen hatte.
Es dauerte eine Ewigkeit in der Laura unendliche Angst und Trauer erfuhr.
Ihre Familie war Tot und sie könnte jeden Augenblick sterben.
Was war nur los?
Was waren dass für Leute?
Und vor allem, wie war es möglich solche dinge zu tun?
Irgendwann wurde es still.
Laura traute sich aufzustehen und fand sich dem Rothaarigen Mann gegenüber, der ihr befohlen hatte sich zu Verstecken.
„Mitkommen!", bellte er, ehe er sich auf dem Absatz umdrehte und voran schritt.
Laura wagte kaum sich umzusehen.
Der Fröhliche Festplatz lag in Trümmern.
Überall lagen Leichen oder Körperteile.
Krater hatten den Ebenen Platz zerfurcht und das Grauen herrschte.
Der Rothaarige Mann führte sie zu einer Menschenansammlung, wo vier in Limonengrünen Gewändern gekleidete Gestalten, scheinbar Ärzte, sich um Verwundete kümmerten.
„Hinsetzen!", befahl der Mann ihr und sie wagte es nicht zu widersprechen.
Einer der Limonengrünen schritt auf sie zu und sprach den Rothaarigen an.
„Mr. Weasley? Könnten sie die letzte Ruhe erteilen?"
Der angesprochene nickte knapp und schritt mit Ausdruckslosem Gesicht davon, während der Limonengrüne sie zu untersuchen begann, wieder mit Hilfe des seltsamen Stockes…
Flashback 1 Ende
Flashback 2
Laura glaubte ihr Kopf würde explodieren.
Zauberer, dieser Alte Man behauptete er wäre ein Zauberer.
Nun gut, er sah aus wie ein Zauberer.
Der lange weiße Bart, die Halbmondförmige Brille und diese seltsame blaue Robe, das alles lies ihn wie einen Zauberer erscheinen.
„Kann ich ihnen etwas Tee zur Beruhigung anbieten? Das war ein harter Tag für sie Miss De Grandes."
Laura nickte und der Alte Mann schwenkte seinen Zauberstab.
Laura fuhr zusammen, als direkt vor ihr ein Tablett mit zwei Teetassen, einer Kanne und einem Teller Kekse erschienen.
Der alte Mann schenkte ihnen Tee ein und nahm einen Schluck ehe er fort fuhr zu erklären.
„Ich befürchte dass wir sie unter unseren Schutz nehmen müssen Miss De Grandes. Ihr Onkel hat sich dem Finsteren Lord widersetzt und ich befürchte dieser wird keine Ruhe geben, bis ihre gesamte Familie ausgelöscht worden ist. Da sie die letzte ihrer Familie sind, wären sie in ihrer Welt nicht sicher."
„Verzeihen sie Mr.…?"
„Dumbledore, Albus Dumbledore.", erwiderte der Alte Mann mit einem zwinkern in den strahlend Blauen Augen.
„Nun Mr. Dumbledore, sie müssen verstehen, das war alles ein wenig viel für mich. Wo soll ich denn hin?"
Nur mit Mühe konnte sie die Tränen zurückhalten, die sie erneut zu übermannen drohten.
„Einige enge Freunde haben sich bereit erklärt sie aufzunehmen. Wenn die beiden ein wenig grob sind, sollten sie sich nichts daraus machen. Sie kämpfen schon lange in diesem Krieg, aber bei ihnen sind sie vollkommen sicher. Abgesehen davon kannten die zwei ihren Onkel sehr gut. Ich bin sicher das es ihnen dort gut gehen wird."
Laura nickte und ein klopfen erklang an der Tür.
„Kommt rein.", rief Dumbledore.
Zwei junge Männer traten ein.
Ein Muskulöser, müde wirkender Mann, mit Rebellischen schwarzen Haaren, und einer Narbe auf der Stirn. Er trug eine Brille und seine intensiv Grünen Augen trugen einen vollkommen kalten Ausdruck.
Dahinter ein etwas Größerer Mann mit Roten Haaren, den sie von dem Schlachtfeld kannte.
„Harry, Ron. Möchtet ihr Tee?"
„Nein!", fauchte der Schwarzhaarige, was den alten Mann allerdings nicht zu stören schien.
„Na gut, dann gleich zum Thema. Würdet ihr beide euch um Miss Laura de Grandes hier kümmern? Sie ist der letzte Spross ihrer Familie und ich fürchte das Tom viel daransetzt sie ebenfalls zu Vernichten."
„Wenn es sein muss.", erwiderte der Schwarzhaarige gelangweilt.
Der Rothaarige schaute sie kurz an und sagte: „Mitkommen!"
Laura bedankte sich bei Dumbledore und folgte den Mürrischen und müde scheinenden Männern aus dem seltsamen Büro heraus.
Der schwarzhaarige nahm eine Büroklammer und richtete seinen Stock darauf während er etwas unverständliches Murmelten.
„Nimm dass!"
Laura nahm die Büroklammer und spürte mit entsetzen wie sie weggezogen wurde…
Flashback 2 Ende
Flashback 3
„Was ist den los Harry? Warum ist Ron weg? Ein neuer Einsatz?"
Harry schüttelte den Kopf und lachte, was Lauras Laune nicht gerade steigerte.
„Na, dass kommt drauf an wie man Einsatz definiert. Ich würde sagen nein, obwohl er das sicher anders sieht. Ron glaubt er sei auf einer Todesmission, aber du wirst es eh früh genug Herausfinden."
Laura seufzte, während Harry sie schelmisch angrinste.
Seit nunmehr acht Monaten lebte sie mit diesen beiden zusammen.
Harry und Ron hatten ihr viel über die Welt der Zauberer beigebracht, auch wenn sie ihr nur wenig über den Krieg erzählten, der ihre gesamte Familie genommen hatte.
Alles was sie wusste war, dass ihr Onkel Marcel ebenfalls ein Zauberer gewesen war, der im Großen Maß gegen Voldemort gekämpft hatte.
Harry und Ron waren sehr nett zu ihr, auch wenn dass nicht immer so gewesen war.
In den ersten Wochen, waren die beiden kälter als ein Eisblock, um es mal so auszudrücken.
Ron hatte sich zwar immer um sie gekümmert, war aber so abweisend.
Dann änderte sich dass irgendwie.
Laura hatte es geschafft zu ihnen durchzukommen.
Ihre Augen begannen wieder zu leben.
In Ron hatte sie sich sogar verliebt und seid einiger Zeit erwiderte er ihre Gefühle, was Harry ebenfalls immer mehr mit Leben zu füllen schien.
Seid vier Monaten machten die beiden sogar Witze.
Früher waren sie einfach still gewesen, hatten versucht zu schlafen bis zum nächsten Einsatz.
Aber der Krieg hatte ein wenig an Heftigkeit verloren.
Die Todesser waren genau so müde wie Ron, Harry und die anderen die sie bisher kennen gelernt hatte.
Sie kämpften schon so lange, dass sie nichts anderes zu kennen schienen.
Bald würde eine der beiden Seiten nachgeben müssen, da sich ihre Zahl immer weiter verringerte.
Und diese Zeit, in der die Schlachten nachließen, nutzten alle um zur Ruhe zu kommen.
Ron und Harry sahen nicht mehr so krank aus wie zu dem Zeitpunkt an dem Laura sie kennen lernte und dass war auch gut so.
Nur verschwand einer der beiden gelegentlich, was Laura sehr störte, da keiner ihr Auskunft gab, wohin Ron oder Harry gingen.
Sie wusste nur, das es mit dem Krieg zu tun hatte.
Doch dieses mal schien es anders.
Immer wenn einer weg war, führte der andere sich auf wie ein Tiger im Käfig, doch dieses mal blieb Harry ruhig.
Doch irgendwie beunruhigte sie dass noch mehr.
Harry grinste sich einen, während sie mal wieder Ahnungslos hier herum saß, das war so was von frustrierend.
Irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl.
Harrys grinsen verbreiterte sich, als sie hörten wie die Schutzzauber jemanden in das Haus ließen.
Die Tür öffnete sich und ein Nervös aussehender Ron kam herein.
„Ging alles glatt?", rief Harry ihm gut gelaunt entgegen.
„Ja, kann man so sagen.", erwiderte Ron unsicher.
Harrys grinsen wurde noch breiter, als er plötzlich sagte: „Ah, ich muss noch was erledigen. Bis später."
Schon verschwand er in den Flur.
Laura war verwirrt.
Sie erkannte, wenn irgendwo etwas vor sich ging und das war nun defenitiv der Fall. Irgendetwas lag in der Luft. Und wenn sie Ron so sah, bestärkte dass ihre Vermutungen.
„Was ist los?", fragte sie daher.
Ron schien noch nervöser.
„Ähm nun ja, es ist so. ich…ich wollte dich etwas Fragen."
Lauras Konfusion steigerte sich immer mehr.
Was konnte Ron Weasley so Nervös machen. Er sah jeden Tag dem Tod ins Auge und schien nie angst zu haben. Was konnte einen Mann wie ihn so Ängstlich erscheinen lassen?
Sie nickte ihm zu, unfähig etwas zu sagen, dafür hatte sie zu Große angst.
Wollte er sie verlassen?
Oder schlimmeres?
„Nun…,", fuhr er fort. „…Wir sind jetzt schon eine Weile zusammen, auch wenn ich Idiot etwas gebraucht habe um Aufzutauen. Aber nun bin ich mir sicher, dass ich ohne dich nicht mehr leben kann. Und auch wenn die Zeiten hart sind bin ich mir deiner ganz sicher deshalb…", er nahm ihre Hand und kniete nieder. „…möchte ich dich Fragen ob du mich heiraten möchtest."
Er schaute ihr unsicher in die geschockten Augen.
‚Hat er mir gerade einen Antrag gemacht?'
Lauras Gedanken überschlugen sich.
Was sollte sie sagen?
„Also, was meinst du?", fragte Ron immer Nervöser weil sie nicht antwortete.
‚Er will das ich etwas sage, verdammt. Komm schon Laura, sag was, irgendetwas Perfektes…oder wenigstens halbwegs Intelligentes…'
„Laura?"
Sie fuhr zusammen und er wurde immer unsicherer.
„JA!", platzte es aus ihr heraus, ehe sie sich auf ihn stürzte und heftig küsste.
Harrys lachen ertönte als er seine Freunde so sah.
„Oh Mann, das hat ja gedauert.", japste er.
„Klappe Harry!", erwiderte Laura ehe sie Ron erneut küsste, der verdammt erleichtert aussah.
„Na, dann meine Glückwünsche.", sagte der Junge der lebt und strahlte die beiden an...
Flashback 3 Ende
Ich hoffe das Kapitel hat allen Gefallen.
Kommentare, Lob, Kritik, Verbesserungsvorschläge und Morddrohungen gehen wie immer an mich wenn man diesen kleinen Rosa Button drückt!
Bis zum nächsten chap!
