Part 9
Langsam spielte sich wieder alles ein. Jodi versuchte noch einmal mit Charly zu reden, aber Charly machte ihr klar, dass die Entscheidung gefallen ist. Evtl. wäre später noch einmal die Gelegenheit, dass sie am Ausbildungs- und Zuchtprogramm mitarbeiten könne. Jeder war mit sich beschäftigt. Stevie versuchte Rose ständig zu beschäftigen. Harry teilte sich mit Meg die Aufsicht von Charlotte. Alex kümmerte sich um Killarney und die Ausbildung. Jodi und Kate fanden auch ihr Tagesrhythmus.
Nur Charly hatte ein paar Schwierigkeiten, sie war verunsichert, weil Alex sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit berührte, in den Arm nahm. Er alberte mit ihr rum. Gestern – Charly musste lachen – Gestern hat er sie hochgehoben und ins Heu geworfen und das nur, weil sie mit Charlotte rumgealbert hatte. Alex hatte sie frech angelacht und gesagt sie solle nicht nur mit den Kleinen spielen. Charlotte fand das witzig und bewarf Charly mit Heu und alle Drei begannen eine Heuschlacht. – leise seufzend ging Charly zu den Pferden – Zum Schluss lag sie wieder in Alex Armen – langsam hatte er sich zu ihr runtergebeugt und ihr einen Kuss gegeben – nur einen kleinen – sanft und zärtlich – wer weiß was noch passiert wäre, wenn Charlotte nicht auf seinen Rücken gekrabbelt wäre. Seid sie wieder zurück war passierte es immer wieder, dass sie sich gedankenverloren in die Augen blickten. Schluss jetzt, rief sich Charly zur Ordnung.
„Hey MEG" Charly sah Meg über den Hof laufen „Ist alles vorbereitet?" Gestern hatte ein kleiner Möbelwagen einige Sachen von Marie und Joe gebracht. „Jepp es ist alles so aufgestellt worden, wie du es gesagt hast" „Danke"
Meg schaute Charly hinterher. Niemand konnte sagen, dass er ausgeschlossen wurde, aber es gab eine unsichtbare Mauer die Charly nun umgab. Sie war anders als früher. Sie war freundlich wie immer, sagte aber ganz klar, was sie wollte und was nicht. Es gab keine Zugeständnisse wie früher. Erst jetzt wurde Meg bewusst, wie sehr Charly auf alle Rücksicht genommen hatte. Es hatte sich nicht viel geändert, sie saßen immer noch abends zusammen – Meg lächelte – doch die Sitzordnung hatte sich geändert. Jetzt saß Alex immer mit Charly und Charlotte auf dem Sofa. Harry hatte sich am ersten gemeinsamen Abend sofort in den Sessel gesetzt. Meg fragte sich wie lange Alex sich noch zurück halten würde. Es sah so zwanglos aus und doch wusste Meg, dass Alex eine bestimmte Absicht verfolgte.
Niemand sprach darüber. Alex war schon immer ein offener Mensch gewesen, der Andere umarmte – bei Charly merkte man jedoch, dass er sie liebte - nur Charly schien es nicht zu bemerken. Meg hatte gestern heimlich ein Foto gemacht. Wie so oft in den letzten Tagen, ihr war nämlich aufgefallen, dass es keine Fotos von Charly im Haus gab. Wenn Charly dieses Bild sah, dann musste ihr ein Licht aufgehen.
Es war ein ruhiger gemütlicher Abend gewesen. Meg war fürs Essen zuständig und Charly machte immer den Nachtisch. Gestern gab es eine leckere Schwarzwäldercreme – ein Rezept aus Deutschland – alle saßen auf ihre Plätze und auch Tess und Nick waren mal wieder da – Als Alex anfing mit Charly um ihr Nachtisch zu feilschen – er rückte immer näher zu ihr hin und irgendwann hatte er Charly auf seinen Schoß – Charly gab nach und teilte ihren Nachtisch mit Alex. Was beiden nicht bewusst war, oder wenigstens Charly nicht – Jeder sah wie zärtlich Alex Charly immer wieder über den Arm fuhr, die Beine oder einfach nur seinen Arm um ihre Taille legte. So auch gestern, seine Hände ruhten auf ihr und sie fütterte ihn. Meg lächelte verträumt. Was ein Paar. Es würde alles gut werden.
Allerdings machte sich Meg auch sorgen um Tess. Das Verhältnis der Schwestern hatte sich nicht gebessert. Tess bemühte sich, aber Meg sah auch wie Charly nun alles abblockte. Nick war davon ausgenommen. Als Alex und Charly sich wieder stritten, wer die leeren Dessertschalen wegbringt, schnappte sich Nick einfach die halbvolle Schale und aß genüsslich den Nachtisch – Die Erinnerung ließ Meg erneut auflachen – nun bekam es Nick mit Beiden zu tun – Alex und Charly schauten sich an und fingen mit Nick eine Kissenschlacht an. Charlotte sprang lachend durchs Zimmer – irgendwann stolperte Charly und wie sollte es anders sein – landete in Alex Armen – Nick verzog sich mit der Schale in seinen Sessel und grinste Beide frech an. Alex und Charly gaben sich geschlagen und räumten die leeren Schalen weg und brachten heiße Schokolade für alle mit. So endeten fast alle Abende. Fröhlich, ausgelassen und harmonisch.
Allerdings bekam Meg nicht alles mit und Harry hütete sich etwas zu verraten. Erst gestern hatte er Alex und Charly im Stall gesehen. Alex hatte seinen Arm um Charly gelegt und Charly lehnte sich an Alex. Harry wusste, dass es Charly nicht bewusst war, wie sehr Alex ihre Nähe suchte. Sie standen da und betrachteten Charlotte, die die Stroh schlief. Die Liebe zur Charlotte brachte beide immer näher zusammen. Charly war eine sehr zärtliche Person, anders als Claire konnte sie ihre Gefühle zeigen, wenn sie es wollte. Charly löste sich von Alex und er hob Charlotte hoch und trug sie ins Haus. Es war eine Einheit. Harry fragte sich, wie es weitergeht, wenn Joe da ist.
Für Alex wurde es immer schwerer je mehr Zeit er mit Charlotte verbrachte, desto schwerer fiel es ihm ihr nicht offen seine Gefühle zu zeigen. Sie hatte vertrauen gefasst und ihr waren seine Umarmungen nicht mehr unangenehm. Seid sie wieder da war, suchte er ihre Nähe, ließ ihr aber Zeit sich an ihn zu gewöhnen. Meist endete eine Umarmung in eine Neckerei. Es war kameradschaftlich, Alex wusste, dass er sich nicht ausruhen durfte. Auch er sah der Ankunft von Joe und Marie mit Bangen entgegen. Wenn Joe da war, dann waren die Zeiten in denen sie alleine waren gezählt. Mist. Er brauchte noch Zeit. Ob er mit Stevie reden sollte. Schließlich war damit beiden geholfen. Stevie liebte Joe und er liebte Charly. Ja. Alex ging pfeifend über den Hof. Stevie war seine Freundin und auch sie wollte bestimmt mehr Zeit mit Joe verbringen. Das würde auch Rose gut tun, denn Stevie hatte sie ganz schön an die Kandare genommen.
So hing jeder in den letzten Tagen seinen Gedanken nach. Der eine wollte eine Beziehung vorantreiben und andere redeten sich ein, dass alles nur Freundschaftlich war.
„Hey Stevie, ich habe gehört, dass du Hilfe brauchst" Stevie drehte sich um und sah Charly auf sich zureiten „Jou, Jodi fällt aus, da sie mit Kate in die Stadt musste Vorräte kaufen. Die blöden Viecher hätte auch noch mit ihren Ausflug bis Morgen warten können"
Charly lachte „Halb so wild, ich bin froh mal wieder mit dir alleine zu sein. Wir haben lange nicht mehr gequatscht" Stevie grinste „Ja, du bist ja jetzt immer in Begleitung" Charly sah sie ernst an „Stevie – das ist nur Freundschaftlich!! Alex ist für mich Claires Mann!"
„Claire ist tot! Und auch sie hätte gewollt, dass Alex wieder glücklich wird"
„Ehrlich es ist nichts zwischen Alex und mir. Er ist ein Freund, ich fühle mich bei ihm wohl. Er ist so wie Harry Du weißt doch wie ich bin."
„Ja ich weiß es, für dich sind solche Umarmungen etwas Normales. Du kannst jeden Umarmen und bist immer sehr herzlich zu allen. Aber Charly, hier die Leute verstehen das nicht. Für sie bedeutet das etwas"
Charly schaute nachdenklich in die Ferne. Sie mochte Alex Zärtlichkeiten nicht missen. Auch wenn sie nie ein Paar werden würden. Sie ..- „Meinst du ich sollte etwas zurückhaltender sein"
„Zu spät, wenn du jetzt dein Verhalten änderst, dann stößt du Alex vor den Kopf. Er wird merken, dass es für dich nichts Ungewöhnliches ist, wenn Joe da ist"
„Ich hoffe es. Ich will Alex nicht verletzen" Charly dachte an den Kuss von Alex. Sie sollte ehrlich sein „Stevie" „Hhmm" „Meinst du – ach vergiss es" Stevie ritt schnell nach links um ein paar Bullen einzufangen und war froh von Charly weggekommen zu sein. Sie musste schmunzeln. Ja Charly war dabei sich in Alex zu verlieben. Bei Alex war sie sich sicher. Er liebte Charly. Für Charly waren Umarmungen nichts Ungewöhnliches. Sie umarmte Nick, Harry, Terry, sie – Charly war ein herzlicher Mensch – offener als Claire. Langsam ritt sie wieder zu Charly.
Die Tage vergingen und heute sollten Joe und Marie ankommen. Charly hatte heute nur bis 11 Uhr Training und dann sollte Alex übernehmen.
„Hey Alex, schön das du schon da bist" Sie runzelte die Stirn „So willst du trainieren?" Alex hatte sich Schick gemacht und trug eine schwarze Jeans und ein weißes Hemd. „NÖ, ich dachte, wir machen heute nichts mehr und veranstalten eine kleine Willkommensparty für deine Familie" Charly schaute ihn verdutzt an „Sorry, aber heute will ich mit meiner Familie alleine sein. Tut mir leid, aber das wird ein Familientag" Alex zuckte zusammen. Zack, das saß. Ein Familientag und er gehörte nicht dazu. Seine Mine verdüsterte sich und seine Augen verloren den Glanz. „OH, tut mir leid, ich wollte mich nicht aufdrängen" Hatte er etwas falsch verstanden. Harry sagte ihm doch gestern Abend, dass er sich auf Joe freute und hatte zur Begrüssung eine riesige Torte backen lassen. Charly zuckte mit der Schulter „Ne schon gut, aber wir wollen uns einen ruhigen Nachmittag machen." „Schon gut, ich habe noch alte Sachen im Stall ich zieh mich um und übernehme das Training" Charly sah ihm nach.
„ Harry, meinst du nicht, dass du übertreibst" Charlotte lachte ihn an „Klar Joe und Marie essen gerne Kuchen, aber soviel?"
„Ach was, der wird schon gegessen" Charly, Harry, Terry und Charlotte saßen auf der Veranda und wartete geduldig. Charlotte bemerkte als erste den Wagen und wollte schon zur Auffahrt laufen. Terry erwischte sie gerade noch am Rocksaum und hielt sie zurück „Warte du Monster, sie sind ja gleich da" Es gab eine laute und fröhliche Begrüßung. Sie lagen sie umarmten sich und drückten sich. Meg, Jodi, Tess und Alex sahen es aus der Ferne. Jeder sprach und immer wieder lag Charly in den armen ihres Bruders.
„Hey was steht ihr denn hier so rum? Warum geht ihr nicht hin und sagt Hallo"
„Ich wollte sie auch begrüssen, aber Charly sagte es ist ein Familientag. Wie ich sehen kann, gehören zu ihrer Familie auch Terry und Harry" Alex Stimme klang gepresst.
„Ich bin auch nicht eingeladen" erwiderte Tess
„Selbst bei den Vorbereitungen brauchte ich nicht helfen" Meg klang ganz traurig „Ich wusste bis vor einer Stunde auch nicht, dass Terry dabei ist" Man hörte, dass sie die Tränen kaum zurück halten konnte.
„OH" Stevie schaute verlegen in die Runde
„Wie ich sehe, bist du aber auch eingeladen" Tess schaute sie traurig an. Stevie war nicht in ihren üblichen Jeans und Hemd gekleidet. Sie hatte eine Bluse und einen Rock an.
„Ähm, ja. Naja, ich kenn die Familie schon ewig und…" Sie schwieg, was sollte sie noch sagen. „Sorry" Stevie drehte sich um und ging zur Veranda. Jetzt fingen die Umarmungen wieder an. Joe und Marie umarmten Stevie ganz herzlich und Marie schien mit ihr zu schimpfen. Alle lachten.
„Ich werde jetzt gehen. Das tu ich mir nicht an. Wenn mich jemand sucht. Ich bin in Gungallan" Er drehte sich wütend um und ging. „Wie siehts aus, wollt ihr mit nach Wilgul?"
„Ja gerne, ich hole nur Kate" Es hätte so schön sein können, aber jetzt wusste man woran man war. Charly hatte Stellung bezogen. Das was man ihr verwehrte, verwehrte sie nun den Anderen. Tess wischte sich die Tränen weg. Ja so musste sich Charly lange Zeit gefühlt haben, ausgeschlossen und alleine. Ob es je ein Weg zu ihrer Schwester gab. Ein Arm legte sich um ihre Schulter „Komm lass uns fahren"
Es war schon spät Abends als Meg, Jodi und Kate heim fuhren. „Wie es aussieht, feiern sie immer noch" Man hörte fröhliches Gelächter und Wortfetzen flogen zu ihnen rüber
„Wisst ihr noch als Stevie mit Joe…… Ach hör auf Marie, es war dein Liebling Frank, der das verzapft hat – ein lautes Schnauben folgte. NIE! Das wart ihr!!.. Lautes Gelächter erquoll.
„Nacht ihr zwei" Meg gab Jodi einen Kuss und umarmte Kate.
Am nächsten Morgen war das Frühstück schon fertig, als Meg die Küche betrat. Eine grosse, leicht rundliche Frau blickte ihr entgegen. „Hallo ich bin Marie und du musst Meg sein" Marie lächelte Meg freundlich an „ Tut mir leid, aber ich konnte nicht schlafen und untätig sein kann ich leider auch nicht. Setz dich, dann können wir noch in Ruhe Frühstücken, bevor die Bande wach wird." Meg lächelte, Marie kam ihr herzlich entgegen. „Hallo freut mich. Ich bin überrascht, ich dachte nachdem ihr so lange gefeiert habt, dass ich heute früh alleine hier bin."
Marie lachte „Ne, wer Feiern kann, der kann auch Arbeiten. Niemand wird hier faulenzen" Man merkte, dass Marie ihre Bande liebte, aber dass das Pflichtbewusstsein seine Arbeiten zu erledigen an erster Stelle stand. „Na dann, bevor die Bande kommt"
„Sag mal Meg, Charly hat mir geschrieben, dass du eine Spezialistin für Recherche bist. Ich schreibe einen neuen Roman und brauche noch Hilfe. Leider wollte Kristin, meine Assistentin nicht mit nach Australien. Ich bezahle dich natürlich! Mit Charly ist es abgesprochen. Sie hat nichts dagegen. Etwas von der Hausarbeit wird dann auf Jodi und Kate verteilt." Meg strahlte. Hatte sie doch gedacht, dass sie ihren Traum mit der Schriftstellerei ausgeträumt war. Hier bot sich eine Chance „Klar, gerne und wenn es für Charly kein Problem ist. Aber, wer passt auf Charlotte auf?" Das ist schon abgesprochen, wie zwei wechseln uns ab und dann ist da auch noch Harry und Charlotte meint, dass Alex auch oft auf Charlotte aufpasst" Meg konnte es nicht fassen. „OK ich bin dabei" Meg war ganz aus dem Häuschen.
Alex betrat die Küche und man sah ihm an, dass er gestern zu viel getrunken hatte. „Morgen zuammen" Er setzte sich am Ende des Tisches „Morgen, ich bin Marie und du musst Alex sein. Charly und Harry reden dauernd von dir. Freut mich dich kennen zu lernen."
Alex wusste nicht wie er sich verhalten sollte, er war immer noch sauer. „Morgen, dafür haben wir von dir nichts gehört. Anscheinend gehören wir nicht zu den Personen, denen man vertraut" Alex biss sich auf die Unterlippe. Mist so hatte er es nicht rüber bringen wollen.
Marie lachte „Na jetzt hast du ja Zeit mich kennen zu lernen, denn ich bleibe hier." Marie schien ok zu sein, sie nahm ihm seinen Ausbruch nicht übel „Alex tu dir keinen Zwang an, ich sehe doch, dass du noch mehr drauf hast"
Alex konnte sich ein lächeln nicht verkneifen „Jetzt weiß ich auch woher Charly die direkte Art hat." Marie lachte ganz laut „Von mir NICHT! Ich bin ein zurückhaltender Mensch, das war Prue und John!" nun konnte auch Meg sich nicht mehr zurück halten und lachte laut.
„Hey was ist denn hier los" Joe und Stevie betraten den Raum. Marie zog eine Augenbraue hoch „Kommt ihr aus einer Richtung? UND dann heißt es Guten MORGEN" Alex lachte. „Marie ich mag dich!" Joe grinste verlegen „Naja aus einer Richtung schon, aber es ist nicht das was du denkst" auch Stevie schien verlegen zu sein „ Dumm genug mein Junge und nun setzt euch und trinkt euren Kaffee"
„Hallo ich bin Joe und du musst Alex sein. Freut mich" grummelte Joe „ Er ist kein Morgenmensch, warte bis er wach ist, dann bekommt er die Zähne auseinander" Alex wusste nun was für ein Leben Charly geführt hatte. Es war erfüllt mit Leben, Liebe und Toleranz. Er hatte plötzlich das Gefühl, zu stören. Langsam erhob er sich „Wo willst du hin, du hast noch nichts gegessen. HINSETZEN, jeder hier gehört ab sofort zur Familie!"
„Hugh Marie hat gesprochen" ertönte die fröhliche Stimme von Harry. „Morgen zusammen" Nach und nach trafen alle in der Küche ein und wurden freundlich von Marie begrüsst. Jeder bekam sofort eine Tasse in die Hand gedrückt und bald darauf folgte ein Omelette.
„Wo sind Tess und Nick? Frühstückt ihr nicht alle zusammen, bevor es an die Arbeit geht?" Marie schaute in die Runde. Natürlich wusste sie von den Schwierigkeiten, aber ohne, dass die betreffenden viel Zeit miteinander verbringen, würde sich das Problem nicht lösen.
„Nein sie wohnen noch auf Wilgul. Das neue Haus ist zwar schon fertig, aber sie sind noch nicht eingezogen." Charly schaute Marie an. Was kommt jetzt. – PUH- „OK und warum nicht? Brauchen sie Hilfe beim Umzug?" „Marie, keine Ahnung, Tess hat nie etwas gesagt."
Marie schnaubte. „Ich geh lieber, Charly kommst du mit, ich weiß ja noch nicht wo alles ist"
Charly erhob sich erleichtert und ging mit Joe raus. Alex hatte all dies mit Interesse verfolgt. Marie hatte sich also entschlossen, die Familie zu vereinen. Er freute sich für Tess, befürchtete aber, dass er kaum noch Zeit mit Charly alleine verbringen konnte. „Ich muss auch los. Die Arbeit auf Killarney warte." Er erhob sich und ging raus. „Sei pünktlich um 13.30 zum Mittagessen wieder da!! Wir werden ALLE ab sofort immer zusammen essen" Alex drehte sich frech lächelnd um „So einer charmanten Einladung kann ich nicht widerstehen" Tippte sich kurz an den Hut und ging.
„So und den Rest schaffen wir auch noch" Sie sah Meg, Terry und Harry an.
„Ja du schaffst auch noch den Rest" Harry lachte. „Heute nehme ich Charlotte mit nach Killarney, dann könnt ihr euch in Ruhe einrichten, ab Morgen erstellen wir dann einen Plan"
„OK Harry, bis heute Mittag"
Langsam löste sich die Runde auf und Marie ging nachdenklich auf den Hof. Da lief eine junge blonde Frau über den Hof, dass musste Tess sein.
„Morgen Tess" Tess drehte sich um. „Hallo" sie lächelte zaghaft, wusste sie doch nicht, wie Marie ihr begegnen würde. Schließlich hatte sie Charly verletzt und dass nicht nur einmal und Marie liebte Charly wie eine eigene Tochter.
Marie sah sie ernst an „Wie sieht es aus, willst du endlich die ganze Familie haben oder dich nur auf dich und Nick konzentrieren?" Tess wusste nicht was sie sagen sollte. „Ähm…"
„Sag mir eines Tess, hast du Claire verziehen? Willst du, dass Charly zu deiner Familie gehört" Tess war sprachlos, eine so direkte Art war sie nicht gewohnt. „Also – ich – also, ich weiß es wirklich nicht, ob ich Claire ganz verziehen habe. Es tut zu weh. Aber ich will, dass Charly zu meiner Familie gehört. Ich will, dass wir richtige Schwestern sind. Charly ist nicht für Claires Verhalten verantwortlich, dass habe ich begriffen"
„Gut, dann Willkommen in der Familie" Marie umarmte sie und drückte sie fest an ihre Brust
„Dann zum nächsten Punkt. Warum wohnt ihr noch nicht im neuen Haus und warum nehmt ihr nicht an den gemeinsamen Mahlzeiten teil" Langsam wurde Tess klar, wer hier die Hosen anhatte und sie wusste nicht was sie antworten sollte.
„Also gut ich sehe, das wird hier nicht einfach" Marie winkte ab „Aber dafür bin ich ja da. Gefällt dir das Haus?" „JA" Willst du auf Drovers leben?" „JA" Tess entschied sich für kurze Antworten und Marie schien das zu genügen. „OK, 13.30 Uhr gibt es das Mittagessen. Sei pünktlich und bring Nick mit" Marie drehte sich um gab Tess keine Gelegenheit zu Antworten.
Tess hatte das Gefühl überrannt zu sein. Sie fühlte wie ihr jemand den Arm um die Schultern legte. „Hey ich bin Joe. Willkommen in der Familie. An Maries Art gewöhnt man sich. Misch dich nur nie in einen Streit zwischen Marie und Charly ein. Du wirst es nicht überleben und sei pünktlich zum Mittagessen da" Joe lächelte sie an und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
Stevie hatte all dies aus der Ferne beobachtet und ging lachend zu Tess. „Daran musst du dich gewöhnen. Ich habe es euch doch erzählt, diese Familie ist etwas Besonderes. Marie schafft dir eine Brücke und sorgt für den Anfang, den Rest musst du alleine schaffen. Aber wenn du Rat brauchst. Geh zu Marie" Tess schaute Stevie lange an und dann kam endlich wieder ihr Sonnenschein-Lächeln hervor. „Meinst du es wird wieder alles gut?" Ihre Stimme zitterte „Wir werden es schaffen oder?" Stevie umarmte sie „Ja das werdet ihr!"
„Hey Stevie wird hier auch gearbeitet?" Stevie hörte, dass Charly verärgert war „ Doch sicher! Ich bin sofort da"
Fortsetzung folgt …
