Ich komme mit den Kapiteln nicht hinterher, aber ich will euch natürlich auch nicht so lange mit updates warten lassen :). Ich schreibe seit ein paar Tagen schon am nächsten Kapitel und ich ändere tagtäglich etwas daran. Hoffentlich dauert der nächste update dadurch nicht so lange. Ich entschuldige mich jetzt schon dafür, sollte es so kommen.
Ich liebe eure reviews! Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn mein Postfach meldet, dass wieder eine da ist :) und sie sind auch alle so positiv und gar nicht kritisch ;) noch mehr freu.
- ranko Danke :) Aber ich mag Mor immer noch gg
- jess Ja, ja, wie wird er reagieren? Warte auf das nächste Kapitel, das mich wie oben gesagt zur Verzweiflung bringt g. Danke für das Lob :)
- Abe Auch dir ein Dankeschön :) Ich denke, es ist klar, was ich will. Sonst hätte ich die FF nicht nach den beiden ausgerichtet. Aber nachdem ich Mor geschrieben hatte, habe ich wirklich kurz daran gedacht gehabt ... vielleicht ändert sich ja noch mal alles am Ende ;). Wäre ich so gemein? Ich weiß es nicht. Ich zerbreche mir schon eine Weile den Kopf über das Ende, weil ich deswegen auch ein bisschen mit den Kapiteln hinterherhinke.
- Jacky's Wings Jemand Neues wink ;) Danke für deine liebe review. Snape wird noch eine Rolle spielen, die größer geplant ist. Obwohl ich hoffe, euch da noch zu überraschen Hand vor Mund schlag.
Dann viel Vergnügen beim nächsten Kapitel!
Montag. Ron hasste Montage. Aber heute hasste er diesen Tag besonders. Triefend vor Nässe stand er mit anderen Schülern vor dem Klo der Maulenden Myrthe.
"Komm schon, Hermine, der Unterricht beginnt in einer Viertel Stunde!" rief Harry, dessen Umhang ebenfalls nass war.
"SIE WILL EUCH NICHT SEHEN! VERSCHWINDET!" kreischte Myrthe durch die Tür.
Ginny, die dritte im Bunde der nass gewordenen, grummelte böse: "Es kann doch nicht sein, dass wir nicht an ihr vorbei kommen. Sie ist doch nur ein Geist!"
Die anderen um die drei herum wichen einen Schritt zurück, als Ron erneut die Tür öffnete und ein Schwall kalten Wassers sein Gesicht traf. Wütend knallte er die Tür wieder zu.
"Das war's! Ich gebe auf! Myrthe ist komplett durchgedreht und Hermine auch!"
"Was ist hier los?" Lupin kam bei dem Schülerauflauf an und ließ seinen Blick fragend durch die Menge schweifen. Er war unterwegs zum Lehrerzimmer, da sein Arbeitstag heute erst nach der zweiten Stunde began.
Harry bahnte sich einen Weg durch die anderen. "Hermine hat sich im Klo verschanzt und will nicht mehr heraus kommen. Die Maulende Myrthe lässt niemanden zu ihr durch." Er senkte seine Stimme und flüsterte: "Ich glaube, es hängt damit zusammen, dass sie sich gestern Nacht meinen Tarnumhang ausgeliehen hatte, Remus. Aber ich weiß nicht, was sie damit gemacht hat und wo sie war."
"Vermutlich hat Ihre neue Assistentin Tollwut, Professor. Möglichweise haben Sie sie gebissen," erklang die höhnische Stimme von Malfoy aus der Gruppe von Schülern. Ein paar Slytherins lachten.
Prof. Lupin richtete sich zu seiner vollen Größe auf. Er war froh, dass er die großgewachsenen Jungen der siebenten Klasse mindestens noch um einen halben Kopf überragte. Seine Schüler machten ihm Platz als er auf Malfoy zuging und dessen Nacken mit einer Hand packte, um ihn von den anderen wegzuführen. Sie drehten den neugierigen Mitschülern von Draco den Rücken zu.
"Zügeln Sie Ihre Zunge, Mr. Malfoy," zischte Remus ihm ins Ohr. "Sie ist schneller als Ihr Vater, denn als ich ihn das letzte Mal sah, versuchte er mit seinem steifen Bein vor mir weg zu humpeln."
"Ich kann es kaum erwarten, " sagte Draco und drehte seinen Kopf zu Lupin, um ihn finster und hasserfüllt anzustarren. "Sie sabbernd am Boden liegen zu sehen wie all die anderen dreckigen Werwölfe!"
"Was?" fragte Lupin perplex. Die Hand in Malfoys Nacken drückte fester zu. "Was weißt du darüber?"
"Gar nichts," log der blonde Slytherin hämisch grinsend. "Und wenn Sie nicht gleich Ihre Hand von meinem Nacken nehmen, Professor, werden sicher mehrere Slytherins bezeugen, dass Sie mich mißhandelt haben!"
Der Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste nahm widerwillig die Hand von Draco, drehte ihm den Rücken zu und ging zurück zur Klotür.
"20 Punkte Abzug für Slytherin wegen Beleidigung eines Lehrers!" sagte er laut und deutlich.
"Was?!" rief Malfoy aus. "Das können Sie nicht tun, ich bin Schulsprecher!"
"Auch Schulsprecher haben Lehrer zu respektieren, Mr. Malfoy. Ich soll Miss Granger gebissen haben .. das war eindeutig eine Beleidigung. Das nächste Mal denken Sie darüber nach, was Sie zu mir sagen bevor Sie es sagen! Und das ich es tun kann, können Sie gleich bei Ihrem Stundenglas in der Großen Halle nachprüfen." Lupin widmete sich wieder dem aktuellen Problem und Draco schnaubte zornig.
"Ihr drei," Remus deutete auf Harry, Ron und Ginny. "Geht euch etwas anderes anziehen und dann schnell in den Unterricht. Ich möchte, dass ihr anderen auch alle in eure Unterrichtsräume geht."
Murrend löste sich der Auflauf auf.
"Einen Moment noch, Harry. Was für Stunden habt ihr jetzt?" fragte ihn Lupin.
"Doppelstunde Verwandlung," antwortete er und versuchte zum wiederholten Male seine Brillengläser trocken zu reiben.
"Dann sagt Prof. McGonagall bitte, dass Hermine nicht kommt .. und sagt ihr, dass .. ich Hermine gerade unterrichte." Lupin lächelte flüchtig.
"Okay, wir sagen es ihr," sagte Ron. "Aber wenn Sie es rauskriegt, haben Sie gelogen .. nicht wir!"
"Schon gut. Nun schnell, sonst kommt ihr zu spät!" Die drei Gryffindors rannten den Korridor entlang und ließen Remus allein vor dem Mädchenklo zurück.
"Myrthe. Ich bin ein Lehrer und ich komme jetzt herein!" sagte Lupin in der Hoffnung, dass diese Worte irgendetwas bewirken würden.
Er öffnete die Tür und trat ein. Sofort wurde er von einem Wasserschwall getroffen. Myrthe kam kreischend und keifend auf ihn zu geschwebt.
"SIE WILL NIEMANDEN SEHEN!"
"Myrthe, Myrthe, ich bin's Remus. Erinnerst du dich an mich?" Mit geschlossenen Augen und abwehrend von sich weggestreckten Armen stand der Professor in der Toilette in Erwartung von noch mehr Wasser.
Das Geistmädchen schwebte ganz nah an ihn heran und Lupin öffnete langsam seine zusammengekniffenen Augen.
"Ich glaube schon, dass ich dich kenne," sagte Myrthe, sauste um ihn herum und schloß durch den Windzug die Tür. "Du bist der Junge, der Lily getröstet hatte, nicht?"
Er nickte.
"Du bist aber alt geworden!" Sie musterte ihn wieder nahe vor seinem Gesicht. "DU HATTEST GESAGT, DU KOMMST MICH WIEDER BESUCHEN, REMUS!"
"Das ..äh .. tue ich doch gerade, Myrthe," sagte Remus, dem eben eine Idee kam. "Wenn du mich mit Hermine reden lässt, dann komme ich dich ab jetzt jeden Monat einmal für 10 Minuten besuchen."
Myrthe rückte sich die Brille zurecht. "GLAUBST DU, DU KÖNNTEST MICH DAMIT BESTECHEN!? 2 Mal im Monat für eine halbe Stunde." fügte sie dann mit erhobenem Kopf an.
"1 Mal im Monat für 20 Minuten," feilschte Prof. Lupin.
"Abgemacht!" Myrthe summte fröhlich und zeigte auf den hinteren Bereich der Mädchentoilette. "Sie sitzt gleich dort hinten neben dem letzten Klo." sagte sie mit Grabesstimme.
"Danke, Myrthe." Mit quietschenden nassen Schuhen ging er zu der Stelle und sah um die Ecke.
Hermine saß mit dem Kopf auf ihren Armen und diese auf ihren angezogenen Knien auf dem Boden. Ihr Gesicht war nicht zu sehen. Ab und zu durchfuhr sie ein Schluchzen, als wenn der große Weinkrampf gerade vorbei und keine Tränen mehr vorhanden waren.
Ohne etwas zu sagen setzte er sich neben sie. Es schmerzte ihn sie so zu sehen. Gefühlvoll legte er ihr seinen Arm um die Schulter.
"Hermine." Sie antwortete nicht.
"Hermine, was ist los?" Wieder ein Schluchzen und keine Antwort.
"Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst. Außerdem habe ich eben Ron und Harry Prof. McGonagall anlügen lassen, dass ich dich in den ersten beiden Stunden unterrichte und ich bin pitschnaß und habe ein Abkommen mit Myrthe geschlossen nur damit ich mit dir reden kann. Habe ich dafür nicht wenigstens eine Antwort verdient?" Hermine kippte ein Stück zur Seite und lehnte sich dadurch ein wenig gegen ihn. Prof. Lupin lächelte leicht und streichelte ihren Nacken.
"Was hältst du davon, wenn ich dir Fragen stelle und du nickst oder schüttelst den Kopf?" fragte er. Hermine nickte andeutungsweise, das hieß sie bewegte den Kopf nach vorn und nach hinten.
"Es geht vermutlich nicht um deine Noten oder die Fächer?" stellte Lupin die erste Frage. Sie schüttelte den Kopf.
"Hat es was mit Harry oder Ron zu tun?" Wieder ein Kopfschütteln. Er streichelte ihr immer noch beruhigend den Nacken und den Kopf.
"Ist vielleicht etwas mit deinen Eltern?" Kopfschütteln.
"Hat dich jemand beschimpft oder geärgert?" Erneut ein Kopfschütteln.
"Hat es mit jemanden zu tun, den du gern hast?" fragte er langsam am Verzweifeln. Kopfnicken.
"Ahhh. Jemanden den du vielleicht sogar sehr gern hast, in den du verliebt bist?" Unwillkürlich musste er an Morrigan denken. Sie schwärmt total für dich. Er verdrängte diesen Gedanken schnell. Hermine nickte wieder.
"Du bist also unglücklich verliebt?" Nicken. "Warum?" fragte er verständnislos.
"Er liebt eine andere," kam es dumpf und näselnd aus Armen und Knien hervor.
Lupin seufzte. "So ist das nun mal. Man kann gegenseitige Liebe nicht erzwingen, Hermine. Du weißt schon, dass Ron sehr gern mehr als dein Freund sein würde? Du bist nur manchmal zu schnippisch zu ihm. Gib ihm eine Chance!"
"Ich bin gar nicht schnippisch!" näselte sie wieder.
"Du willst den UTZ-Unterrekord brechen, nicht wahr Ronald?" imitierte er ihre Stimme.
Hermines Schultern bewegten sich und es hörte sich wie ein ungewolltes Lachen vermischt mit einem Schniefen an. Sie stieß ihm ihren Ellenbogen in die Rippen.
"Das war überhaupt nicht schnippisch! Und eine schlechte Imitation war es noch dazu!" grummelte sie widerwillig amüsiert. Prof. Lupin grinste und drückte sie kurz an sich.
Die Schulglocke ertönte.
"Könnten wir dieses Gespräch in .. unserem Büro weiterführen? Du kannst uns schon mal eine Tasse Tee kochen und ich gehe mich schnell duschen und etwas Neues anziehen. Wäre das okay?" fragte Remus sie und hörte auf sie zu streicheln.
Sie konnte die neuen Tränen nicht aufhalten, als sie daran dachte, dass sie die ganze Zeit in seiner Nähe sein würde und wissen würde, dass er diese .. Frau liebte.
"Shhh," Lupin nahm sie ganz vorsichtig in den Arm und schaukelte sie wie ein kleines Kind. "Wir können auch noch fünf Minuten hier sitzen bleiben."
Fortsetzung folgt ...
