Michiru Ogawa war sich todsicher eine Geisel zu sein während sie am Steuer ihres Wagens saß und die zwei Shinigami auf der Rückbank wie aufgefordert zum Gefängnis chauffierte...

In der Soul Society scheuchten die Kurosakis und die Abarais umher... Sie mussten einfach in die Welt der Lebenden zurück und die Kinder aufhalten. Nicht weil sie nicht wollten das sie auf Keigo trafen, sondern um sie vor den Folgen zu schützen... wild stürmten alle nacheinander aus dem Haus um Hilfe zu holen und/ oder zu versuchen selbst in die Welt der Lebenden zu gelangen...

Am Ende blieben nur Kaneda und sein Kommandant im Haus zurück und sahen sich unruhig um. Mayuri fiel sofort auf das der Fernseher beschädigt war.

„Nicht zu fassen, die haben das Gerät nur eine Nacht und schon haben Sie es kaputt gemacht..." maulte Mayuri und richtete die Antenne wieder. Sofort lief das Gerät wieder normal und man konnte sogar umschalten, weil es nun richtig eingestellt war und nun ein glasklares Bild lieferte.

„Herr Kommandant... Ich schwöre hoch und heilig das ich das ganze nicht wollte..." bettelte Kaneda der nun die Konsequenzen fürchtete.

„Schon gut! Ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig geschmeichelt das meine Erfindung so eine Welle auslöst... Ochi, ich gebe Ihnen hiermit den Befehl sofort in die Welt der Lebenden zu gehen und meine Erfindung zurückzuholen!"

Kaneda verbeugte sich und war erleichtert. „Jawohl, Herr Kommandant!"

Kaneda hatte sich schon umgedreht als sein Kommandant ihn aufhielt. „Ach, und Ochi-san..."

Ängstlich drehte sich Kaneda wieder um. „Ja, Herr Kommandant!"

„Eine Frage: Seit wann sind sie in meiner Kompanie?"

„Ehm... Seit etwa 3 Monaten!"

„Und seit wann sind Sie in der Soul Society? Genauer gesagt... wann und wie sind sie eigentlich gestorben?!"

Kaneda war von der Frage sehr irritiert. Das letzte mal als er das gefragt wurde war als er damals in die Akademie eintrat und ein Formular ausfüllen musste: „Wieso wollen sie das wiss... Ehm... 21. August 1985! Flugzeugabsturz! Nihon-Air-Flug 456 von Tokio nach Osaka... Wir..."

„War es schmerzhaft?"

„Ich habe stundenlang ums Überleben in dem Wrack gekämpft weil die Rettungskräfte uns nicht erreicht haben und davor haben wir die Hölle auf Erden erlebt während wir ... also ja... es war schmerzhaft, bis ich dann endlich tot war und der Typ von der 11. Kompanie mich..."

„Danke das reicht!" sagte Mayuri und stellte sich vor Kaneda hin und sah bedrohlich zu ihm hinab. „Ochi... Sie beschaffen mir meine Erfindung wieder... Oder ich werde sie nachbauen... und sie den 21. August 1985 immer und immer wieder durchleben lassen..."

„ICH WERDE NICHT VERSAGEN!" schrie Kaneda panisch und rannte raus. Diesen Höllenflug wollte er auf gar keinen Fall wieder durchleben müssen...

Glücklicherweise hatte er eine Ahnung wo er sie finden könnte. Die Haftanstalt in der Keigo war...

Dieser wurde von einem Wärter, der Angst hatte ihn zu berühren und deshalb nur ängstlich hinter ihm herlief, zu einem Besuchsraum geführt. In diesem hatten sich die Nachrichtensprecherin Makoto Hirabata und ein Kamerateam breitgemacht. Die Tische waren beiseite geschoben und nur zwei Stühle und zwei Kameras standen im Raum. Bereit für ein Interview. Keigo lief es eiskalt den Rücken herunter. Er würde es bitter bereuen, aber eventuell könnte er es so drehen das das ganze hier wohl doch abgesagt wird.

Zwei Wärter stellten sich zwischen Makoto und Keigo. Sie war aufgeregt. Er war es noch mehr. Aber man sah ihm an das er völlig fertig war. Makoto war von Keigos zustand mehr als geschockt. Aber sie bewahrte ruhe.

„Guten Morgen, Hirabata-kun!" sagte Keigo müde. „Ich werde dir kein Interview geben... bis du mir nicht ein paar Fragen beantwortet hast. Ohne die Kamera und ohne Mikrofon! Also schaff das Zeug hier raus."

Sie nickte stumm... für dieses Interview würde sie alles tun...

In Michiru Ogawas Wagen lief unterdessen das Radio...

„...soll Keigo Asano angeblich heute ein Live-Interview geben, das von der bekannten Nachrichtenmoderatorin Makoto Hirabata geführt wird..." drang die Stimme des Sprechers aus dem Radio.

„WAS? Machen Sie das lauter Ogawa-san!" flehte Kazui und Michiru drehte das Radio lauter.

„...die Gerüchte unterdessen reisen einfach nicht ab... So soll Keigo Asano mit dem Geist eines vor Monaten getöteten Wärters in Kontakt stehen und dessen Ermordung durch einen Kollegen aufgeklärt haben. Die Polizei teilte unterdessen mit, das die Obduktion von Yuzu Kurosaki die Selbstmord-Theorie bestätigt..."

„Wir müssen uns beeilen!" sagte Kazui und wies auf die Straße. „Onkel Keigo darf auf gar keinen Fall etwas sagen. Sonst werden die ihm etwas antun!"

Michiru fuhr ohnehin schon viel schneller als es Erlaubt war. So große Angst hatte Sie. Nicht nur das sie auf einmal in der Lage war Geister und Shinigami zu sehen... Jetzt war sie auch noch drauf und dran zwei von Ihnen zu Asano ins Gefängnis zu bringen, wo diese weiß Gott was mit diesem Anstellen würden.

„Darf ich... fragen... was Ihr beide... tun werdet... wenn ihr bei Asano... seid?" fragte Michiru stotternd. Sie hatte Angst gleich als Antwort zu hören, das sie ihn umbringen werden.

„Oh, wir werden ihm dieses Ding hier aufsetzen und dann sehen wir was er an dem Tag an dem wir aufgeflogen sind gemacht hat. Und so werden wir beweisen das er uns nicht verraten hat. Mama und Papa haben den glauben daran schon verloren..."

„Agghhhh..." Michiru hatte Angst davor. Allein der Gedanke daran das die Kinder wohl an Asanos Gehirn herum doktern wollten lies es ihr eiskalt den Rücken herunterlaufen.

Mit quietschenden Reifen hielt sie einige Hundert Meter vom Gefängnis vor einer Absperrung an. Hinter der Absperrung war die Meute die lautstark Durchhalteparolen für Asano sang...

Kaneda Ochi kam in der Nähe des Gefängnisses an und konnte deutlich die Meute hören. Zeitgleich konnte er die Kinder spüren. Ihr Reiatsu war deutlich in der nähe. Sofort eilte er in die Richtung... er wollte nicht wieder in diesem Flugzeug sitzen...

Die Kinder sprangen aus dem Wagen und ließen die verstörte Michiru zurück...

„Danke, Ogawa-san! Sie haben was gut bei uns!" rief Kazui noch bevor er und Ichika über die Absperrung sprangen und sich ihren Weg durch die Masse bahnten.

„Dann bezahlt den Schaden an meinem Auto..." murmelte sie kurz vorm ohnmächtig werden...

Im Gefängnis waren Keigo, Makoto und zwei Wärter, die trotz allem noch an den Türen wache hielten, allein in dem Raum.

„Keigo, du siehts gut aus!" log Makoto und lächelte.

„Lüg mich nicht an! Bitte! Ich habe mein ganzes Leben lang nichts als Lügen gehört... sag mir jetzt bitte einfach nur die Wahrheit!" sagte er eiskalt und mit einem Blick der es der sonst so taffen Moderatorin schaudern lies.

„Okay... du siehst furchtbar aus. Und wenn ich dich ansehe will ich gar nicht erst wissen was du hier drin erlebst... Stimmt es das du mit einem Geist in deiner Zelle in Kontakt stehst?"

„Ja, aber darum geht es gerade nicht! Ich will das du mir meine Fragen beantwortest. Und ich will die Wahrheit hören!" sagte Keigo in leicht bedrohlichem Ton und Makoto nickte. „Wer hat das Paket in die Redaktion gebracht?"

„Ein Bote!"

„War da ein Absender auf dem Paket?"

„Nein!"

„War außer den Fotos und dem Material noch etwas darin?"

„Nur dieser Brief... der ja später auf einmal leer war..."

Kaneda Ochi erreichte gerade das Auto von Michiru Ogawa während die Kinder schon über den Zaun sprangen. Er konnte deutlich das Reiatsu der Beiden spüren das noch immer aus dem inneren des Autos drang...

„Kinder, seid ihr da drin?" rief Kaneda verzweifelt.

Michiru Ogawa war von dem Anblick des dritten Shinigami an ihrem Beifahrerfenster so sehr erschrocken das sie wieder anfing zu schreien und abhauen wollte...

„Hey, können Sie mich etwa auch sehen?"

„BITTE LASST MICH IN RUHE!" schrie Michiru und haute den Rückwärtsgang rein um abzuhauen.

Kaneda sprang auf die Motorhaube und sah ins Auto. Das die Frau ihn sehen konnte konnte nur davon kommen das sie Kontakt zu Shinigamis hatte. Sie hatte panische Angst und raste Rückwärts über die Straße wobei sie nur knapp mehrere Fußgänger verfehlte...

„Bitte, gnädige Frau... Ich suche nur nach zwei Kindern!" schrie Kaneda während er sich an der Motorhaube festkrallte.

„WAS?!" Michiru stieg sofort auf die Bremse wobei Kanedas Gesicht gegen die Windschutzscheibe gepresst wurde und daran mit lautem quietschen entlang rieb.

„Zwei Kinder... tragen das gleiche wie ich... wo sind sie?" wimmerte Kaneda voller Schmerz.

Ängstlich und voller Panik wies Michiru auf das Gefängnis. Kaneda sprang auf und rannte in Richtung des Gefängnisses. Michiru schüttelte panisch ihren Kopf und fasste sich an die Brust. Ihr Herz war am rasen und am pochen. Sie hatte das Gefühl gleich einen Infarkt zu bekommen.

„Oh, Asano... Jetzt weiß ich wie du dich fühlen musst... Die sind ja alle gemeingefährlich... Auch wenn der Typ eigentlich ziemlich süß war..."

Kaneda sprang mit Shunpo über die geparkten Autos und über die Menge hinweg über den Stacheldraht...

„...und ich zugeben muss das das ziemlich beeindruckend war..." Michiru wurde leicht rot.

„ONKEL KEIGO, BIST DU HIER IRGENDWO?" schrie Kazui während er und Ichika durch die Gänge der Haftanstalt rannten. Sie sahen in jede Zelle. Öffneten jedes Guckloch und jede Tür. Dies wurde auch beobachtet...

„Hier! Kazui, ich kann ihn spüren! Da drin!" Ichika wies auf die Tür zu Keigos Zelle. „Ich öffne ein Portal!"

„WARTE!" Kazui erinnerte sich an etwas. „In der Welt der Lebenden ist es unhöflich einfach so einzutreten. Onkel Keigo mag das besonders nicht. Man klopft immer vorher an!"

Mit diesen Worten klopfte Kazui an. Das laute Klopfen hallte durch den Gang. Ein Wärter der gerade vorbeikam, erschrak als er das Klopfen hörte.

„ONKEL KEIGO, BIST DU DA DRIN?" rief Kazui.

Die Kinder lauschten. Nichts war zu hören. Der Geist in der Zelle verhielt sich ruhig. Kazui klopfte wieder an. Der Wärter, der die ganze Zeit hinter Ihnen Stand, den sie nicht bemerkt hatten und der sie nicht sehen konnte, konnte wieder deutlich das Klopfen hören. Ängstlich näherte er sich der Tür...

In der Soul Society währenddessen, kam Karin mit tränen in den Augen zurück ins Haus... sie hatte sich durchgerungen ihrer Familie alles zu beichten. Sie konnte es einfach nicht länger für sich behalten...

„Leute... Ich muss euch was beichten..." sagte sie heulend, bevor sie realisierte das niemand da war. Nur Kommandant Kurotsutchi war im Haus und sah fern.

„Ihre Familie ist gerade unterwegs!" sagte er gehässig lächelnd. „Ihr Neffe und die kleine Abarai sind in die Welt der Lebenden ausgebüchst und wollen Asanos Erinnerungen auf Video aufnehmen."

„WIE BITTE?! Ich komme heulend hier an und muss mich irgendwie darauf vorbereiten zu Gestehen das ich... awww... DA WILL MAN EINMAL SEINER FAMILIE WAS SAGEN UND DANN SIND DIE NICHT DA!" schrie Karin und rannte wieder aus dem Haus.

Der Kommandant sah der wütenden Karin neugierig hinterher, wie diese wild mit den Armen wedelnd davonlief um ihre Familie zu suchen. Kopfschüttelnd wandte er sich wieder dem Fernseher zu. „Was findet Hitsugaya bloß an der?"

Im Gefängnis waren Keigo und Makoto noch am reden...

„Warum ist dieses Paket so wichtig für dich?" fragte Makoto. „Hast du es an unsere Redaktion geschickt?"

„Nein! Egal was ich denen zu verdanken habe... ich würde so etwas niemals tun." erklärte Keigo. „Außerdem muss derjenige der euch das Paket geschickt hat... selbst ein Shinigami oder so was sein!"

„Wie kommst du darauf?"

„Shinigami können gar nicht fotografiert werden! Sie sind doch für alle... nun fast alle... Menschen unsichtbar. Wie kann man da ein Foto machen?..."

Am anderen Ende des Gefängnisses hörten Kazui und Ichika aus der Zelle ein Wimmern...

„Aww... Er hat schmerzen!" dachte Kazui laut.

„Ich bring uns da rein!" sagte Ichika und öffnete sofort ein Portal in der Tür damit sie eintreten konnten.

In der Zelle erschrak der Geist des Wärters so sehr das er sich aus seinen Ketten losriss und aus seiner Ecke raus kam. Die Kinder sahen sofort den Plus und realisierten das er der einzige war der hier drin war. Keigos Anwesenheit war aber noch spürbar.

„AGGHHH... Was seid ihr den für Figuren? Seid ihr diese Shinigami, von denen Asano erzählt hat?"

Die Kinder sahen einander an und nickten einfach.

„Wo ist Onkel Keigo?" fragte Kazui aufgeregt.

„Ehm... Im Besuchsraum! Er trifft gerade eine Frau vom Fernsehen!" murmelte der Geist und die Kinder rannten sofort durch die sich öffnende Zellentür wieder nach draußen. „HEY... WOLLT IHR MICH NICHT VORHER ENDLICH MAL ERLÖSEN ODER SO WAS? ICH SITZTE SEIT MONATEN HIER FEST!"

„T... Ts... Tsubaya-kun?!"

Der Geist sah auf und sah seinen Kollegen an, der die Zellentür geöffnet hatte um herauszufinden woher das Klopfen aus dem eigentlich leeren Raum kam. Er fühlte sich auf einmal schlagartig besser. „Kannst du mich sehen?"

Der lebende Wärter war Fassungslos... Er hatte (das wusste er nicht) kurze Zeit genug Nähe zu Kazui und Ichika, das er zumindest normale Geister erkennen und hören konnte. Beim Anblick seines toten Kollegen und Freundes bekam er den Schock seines Lebens...

„AAAAAAAAAA... GEISTER!" schrie er so laut das sogar die Menge draußen es hören konnte...

Während die Menge vor dem Gefängnis anfing noch mehr zu grölen, erreichte Kaneda den Gang in dem sich Keigos Zelle befand. Der Wärter war kreischend zu Boden gegangen, wo er wild strampelnd davon kroch. Andere Wärter eilten zu ihrem Kollegen und versuchten diesen zu beruhigen...

„TSUBAYA! TSUBAYA, DA IST ER! SEIN GEIST!" schrie er panisch.

„HEY, BERUHIGE DICH MAL!" schrie ein anderer Kollege erschrocken, während zwei weitere den panischen Wärter festhielten. Doch er wehrte sich, riss sich los und versuchte zu fliehen. Er rannte an Kaneda vorbei und konnte auch diesen, zumindest auch durchsichtig, erkennen...

„AGHHHH... UND DIE SHINIGAMI SIND AUCH HIER! ICH WILL NOCH NICHT STERBEN!" schrie der Wärter direkt in Kanedas Gesicht und rannte davon.

Der Plus konnte sich aus der Zelle befreien und schwebte seinem Lebenden Ex-Kollegen hinterher. „JETZT WARTE DOCH MAL... Oh, hallo!" sagte der Plus zu Kaneda. „Falls Sie Asano und die Kinder suchen,... die sind im Besuchsraum... JETZT KOMM DOCH ZURÜCK. ICH WILL NUR MIT DIR REDEN!"

Der Plus rief seinem wahnsinnig gewordenen Kollegen hinterher und schwebte davon...

Kaneda sah den beiden mit großen Augen hinterher und war völlig baff...

In der Soul Society kehrten die Kurosakis und die Abarais frustriert ins Haus zurück wo Kommandant Kurotsutchi sich amüsiert eine Militärparade aus Pyöngyang im Fernsehen ansah.

„Sieht so aus als hätten Sie kein Glück gehabt..." sagte der Kommandant gehässig.

„Ach... seien Sie ruhig Mayuri. Unsere Kinder sind drauf und dran eine große Dummheit anzustellen!" maulte Ichigo bis er sah, das der Fernseher immer noch lief. „Und macht einer mal endlich die blöde Kiste aus. Diese Propaganda ist widerlich..."

„Bitte, dann schalte ich um!" murmelte der Kommandant und wechselte zurück zu Tokio-Eins...

„...wir schalten gleich Live in die Haftanstalt zu einem Exklusiven Interview mit Keigo Asano. Wir erhoffen uns weitere Infos zum Tode Yuzu Kurosakis und der Shinigami-Familie Kurosaki aus Karakura..."

„WAS?" schrien alle anwesenden wie aus einem Mund.

Kommandant Kurotsutchi wurde aus dem Haus verbannt, die Fenster und Türen wurden Abgeschlossen und die Jalousien und Rollläden zugezogen bevor sich alle anwesenden wieder vor dem Fernseher zusammenrotteten und geschockt auf den Bildschirm starrten...

„NEIN! NEIN DAS WAGT ER NICHT!" sagte Ichigo kopfschüttelnd. In ihm kochte wieder die Wut hoch. Keigo war wohl drauf und dran über sie auszupacken. Live! Im Fernsehen... vor 30 Millionen Zuschauern... und es wurden Sekunde für Sekunde mehr...

Im Gefängnis stelle Keigo immer noch seine letzten Fragen...

„Kannst du es ausfindig machen?"

„Du meinst... das Paket das du geschickt hasst?"

„Ja! Es muss bei den Kurosakis angekommen sein nachdem sie abgehauen sind. Pakete die nicht zugestellt wurden müssen ja irgendwo landen..."

„Ich habe da eine Idee wo es sein könnte. Über so etwas ähnliches habe ich mal einen Bericht gemacht. Es muss zurück zur Paketverteilerstation gegangen sein. Aber wieso ist dieses Paket so wichtig für dich?"

„Ich muss einfach sichergehen!" bettelte Keigo. „Okay... Du organisierst das Paket! Versprochen?"

„Versprochen!"

„Gut! Dann fangen wir an! Aber versprich dir nicht zu viel davon. Ich werde dir erzählen was ich weiß, aber es ist nicht viel mehr als die Menschen da draußen sowieso schon wissen. Ich selbst habe das meiste auch aus den Nachrichten erfahren..."

„Also gut!" murmelte Makoto und ging zur Tür um das Kamerateam zu holen. Keigo setzte sich auf den ihm zugewiesenen Stuhl.

Etwas ähnliches hatte er schon mal synchronisiert: Eine Moderatorin interviewt einen Kriminellen im Gefängnis. Das es mal so weit kommt,... das er mal so endet?! Er hätte so manch anderen, den er persönlich kannte und an die er gar nicht erst denken wollte, in dieser Situation erwartet. Aber er selbst? Das war alles Yuzus Schuld, dachte er. Dann verwarf er den Gedanken wieder. Was konnte schon Yuzu dafür das sie sich in den falschen Kerl verliebt hatte und sich umbringt um nicht wegen dem Kerl verhaftet zu werden und zu ihrer Familie zu kommen. Wenn dann war er selbst Schuld. Er hatte wirklich nicht genug Rückgrat in der Vergangenheit gezeigt. Sich nie gegen dieses sture Schweigen seiner Freunde gewehrt und klipp und klar nach Antworten verlangt. Wenn er mehr gewusst hätte hätte er vielleicht etwas unternehmen können. Aber was hatten sie schon für Ihn getan... wenn er jetzt redet, dann würde die das eh nicht jucken...

„Wenn er redet, bringe ich Ihn um!" fauchte Ichigo und ballte seine Hände zu Fäusten zusammen. „Dann schicke ich ihn in die Soul Society, spüre ihn im Rukongai auf... und töte ihn nochmal!"

„Ichigo, noch wissen wir nicht ob er wirklich über uns auspackt?!" sagte Orihime und versuchte ihn zu beruhigen.

„Und was wenn das alles so ein perfides Spiel von ihm ist? Was haben wir ihm den getan das er... ach vergesst den letzten Satz... Aber was ist wenn die Kinder das sehen müssen?"

Als hätte Ichigo es gewusst, betraten in diesem Moment die Kinder durch ein kleines Wurmloch den Raum und versteckten sich hinter einem der umgedrehten Tische. Keigo spürte es, ein Eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken... Sie waren hier. Es waren eindeutig sie. Es konnten nur die beiden sein. Er erkannte sie. Auch wenn er sie nicht sofort sah, so war er sich sicher das es Kazui und Ichika waren. Die beiden fühlten sich genauso an...

„Ich weiß das ihr hier seid!" sagte er leicht wütend, leicht ängstlich...

In der Soul Society sahen die Eltern der beiden wie der Moderator eine Hand an sein Ohr hielt um genau zuzuhören was ihm die Regie sagte. „...oh, wie ich gerade von der Regie höre, bekommen wir LIVE-Bilder aus dem Gefängnis. Offenbar scheint es dort zu merkwürdigen Vorfällen zu kommen..."

Das Bild schnitt sofort ins Gefängnis. Die beiden Kameras in dem Raum liefen bereits so das sie Keigo, ohne das dieser es Merkte, bereits filmten und Live durch die halbe Welt sendeten.

„...kommt da raus! Ihr könnt euch nicht vor mir verstecken. Ich weiß das Ihr da hinter dem Tisch seid!" maulte Keigo.

„Mit wem redet er da?" fragte Orihime bis sie es selbst begriff... „Oh... NEIN! DIE KINDER..."

„Wir berichten Live aus der Justizvollzugsanstalt Tokio-Süd! Wir befinden uns noch in einem Vorraum, aber unsere Kameras sind bereits in dem Raum der uns zur Verfügung gestellt wurde..." drang die Stimme Makoto Hirabatas aus dem Fernseher. „... Asano scheint gerade mit einem Geist oder vielleicht sogar einem Shinigami zu reden..."

„Ehmm... Sprechen Sie gerade mit mir?" fragte der Wärter, der in der Nähe der Kinder stand, verängstigt.

„Nein! Mit den Kindern da!"

„Welche Kinder?"

„Kazui, Ichika... Kommt da raus!" schimpfte Keigo.

Orihime schrie laut auf. Die anderen rückten noch näher an den Fernseher ran... in der Welt der Lebenden kamen die Kinder schließlich aus ihrem Versteck...

Bitte um Review!