M-1 war wieder auf Tour, heute jedoch war sie anders. Normalerweise waren die Teams nur unterwegs um den Goa´uld Schaden zuzufügen, doch seit neustem hatte man entschieden, das die Teams auch für die Erforschung der Galaxie eingesetzt werden sollten. Und so kam es, das M-1 als erste Team diese neue Aufgabe übernahm.

Dank der Adressdatenbank des Stargate-Center, die man kopiert hatte, hatte man auch genug Planeten zur Auswahl. Alex hatte sich für P1F-985 entschieden und nun streiften sie durch einen Wald auf dem Planeten. Sie waren jetzt gut eine Stunde unterwegs, als sie auf einen schmalen Pfad trafen.

„Hier sind vor kurzem noch Personen entlang gegangen." kam es von Cindy. „Und woher wissen sie das, Frau Oberstabsgefreite? Sind sie seit neustem zu einer Spurenleserin geworden?" fragte Alex und alle mussten lachen. „Nein Sir,bin ich nicht. Aber ich wollte schon immer einmal diesen Satz sagen. Aber hier sind wirklich Personen entlang gegangen, hier sind … nun sagen wir einfach eindeutige Beweise." meinte Cindy und zeigte auf einen braunen Haufen, der ein paar Meter weit weg lag. „Für ein Tier ist das zu viel." sagte sie grinsend.

„In Ordnung, dann suchen sie sich mal eine Richtung aus und gehen voran." meinte Alex. Cindy sah einmal nach links und dann nach rechts, entschied sich am ende für den linken Weg und stolzierte ein wenig übertrieben an ihrem Vorgesetzten vorbei. Dieser sah ihr kopfschüttelnd hinterher und folgte dann. Nach einer weiteren halben Stunde kamen sie an den Rande des Waldes an. Dort sahen sie sich um. Sie standen vor einem recht beeindruckendem Abgrund. Unter ihnen erstreckte sich ein gigantisches Tal. „Was haben wir den da!" kam es erstaunt von Manuel, der mit seinem Fernglas das Tal begutachtete. „Ja, was haben wir denn da?" kam die Frage von Thomas. Manuel reichte ihm das Fernglas und zeigte in die Richtung, in welcher seine Entdeckung lag. Nach kurzer Suche hatte Thomas das gefunden was Manuel gesehen hatte und stieß eine leisen Pfiff aus. „Das kann ja interessant werden." sagte Thomas. „Könntet ihr dem Rest auch sagen,was so interessant seien soll." kam es fragend von Laura. „Oh selbstverständlich. Ungefähr sechs Klicks in diese Richtung liegt ein kleines Dorf. Mir ist es auf den ersten Blick auch nicht auf gefallen, da es so gebaut wurde, dass es sich perfekt in die Landschaft einfügt." erklärte Manuel. „Außerdem laufen dort auch Menschen herum und bauen anscheinend auf kleinen Feldern Nahrung an..:" fuhr er fort, wurde aber durch einen Stich in seinem Nacken unterbrochen. Aus reinem Reflex heraus schlug er sich auf den Nacken, denn er dachte ein Insekt hätte ihn gestochen, doch es war etwas Anderes, das spürte er. Er nahm dieses "Etwas" in die Hand und betrachtete es. Es sah aus wie ein Pfeil, das was das Letzte was er sah, dann wurde ihm schwarz vor Augen. Den Aufprall auf dem Boden bekam er schon nicht mehr mit. Auch seinen Team-Kameraden ging es nicht besser und so lagen bald alle neben ihm auf dem Boden.

Aus dem Wald kamen mehrere Frauen, die mit Blasrohren bewaffnet waren. Einige von ihnen hatten auch noch Pfeil und Bogen oder ein Schwert bei sich. Die älteste der Frauen wies die jüngeren an sich M-1 zu nehmen. Nachdem man sie aufgehoben hatte machten sie sich auf den Weg in Richtung Dorf.

Das nächste was Manuel mitbekam, war ein leises Summen an seinem Ohr. Er hörte dem Summen eine Zeitlang zu, doch dann holten ihn die Geschehnisse wieder ein und er schreckte auf. Er nahm seine Umwelt nur sehr verschwommen war, sodass er nicht viel erkennen konnte. Doch was er sah verunsicherte ihn. Er war anscheinend in einer Hütte und um ihn herum standen mehrere Personen, von denen er aber nur Umrisse erkannte. Nach und nach verschwanden die verschwommenen Bilder und er konnte mehr erkennen. Anscheinend waren die Personen vor ihm ausschließlich Frauen die ihn alle von oben bis unten musterten.

„Bringt ihn wieder zu den anderen beiden." sagte eine Frau, die er auf Mitte bis Ende dreißig schätze. Zwei Frauen kamen auf ihn zu und packten ihn grob an den Oberarmen. „Mitkommen und nichts Dummes versuchen." sagten die beiden im Befehlston. Die beiden Frauen führten ihn durch das Dorf, welches viel größer zu seien schien, als er es durch das Fernglas vermutet hatte. Die kleine Gruppe kam an einem Haus vorbei, welches eher einem Unterstand mit Wänden glich, in dem offenbar ihre Sachen aufbewahrt wurden, denn er hatte eines ihrer Gewehre gesehen. So gut es ging prägte er sich den Weg zu diesem Haus ein, was aber nicht sehr einfach war, da die Frauen anscheinend versuchten ihn zu verwirren und nicht direkt an ihr Ziel gingen. Sie bogen um eine weitere Ecke und Manuel konnte ihr Ziel erkennen, zumindest vermutete er dass jenes ihr Ziel war, denn an dem Fenster der Hütte stand der Oberst und sah auf die Straße. Die beiden Wachen vor der Tür waren auch ein Hinweis darauf. An der Tür angekommen ließen die beiden Frauen ihn los und stießen ihn unsanft durch die Tür, wobei er beinahe auf den Boden gefallen wäre, wenn der Oberst ihn nicht aufgefangen hätte. Die Wachen und die beiden Frauen Lachten nur. Nachdem sich Manuel gesetzt hatte kamen Alex und Thomas auf ihn zu. „Und wo waren sie?" fragte Alex. „Sir?" fragte Manuel verwundert. „Ich will wissen wo sie waren,denn als wir hier aufgewacht sind waren sie, Spinofa, Dietrich und Philips nicht hier. Wobei die drei Damen noch immer wo anders sind. Waren sie vielleicht an dem Ort an dem sie waren?" „Nein tut mir leid Herr Oberst ich weiß nicht wo sie sind, aber wo unsere Waffen sind weiß ich." meinte Manuel. Immerhin Etwas." kam es von Thomas. Nachdem eine Zeitlang alle geschwiegen hatten, räusperte sich Manuel,der die meiste Zeit an einem vergitterten Fenster gestanden hatte. „Ist ihnen eigentlich aufgefallen, das hier mehr Frauen, als Männer Waffen tragen?" fragte er die beiden anderen. „Ja,wieso?" antwortete Thomas. „Wenn Frauen hier Waffen tragen und das tun sie ja offensichtlich, würde ich sagen wir sind in einem Dorf von Amazonen gelandet." erklärte Manuel.

„Amazonen? Sie haben wohl zu viel Fernsehen geschaut." verspottete Alex ihn. „Dann drücke ich es halt ein wenig anders aus. Wir sind bei einem matriarchalen Volk gelandet. Hier haben die Frauen mehr zu sagen als die Männer." „Also wenn das stimmt, was du gesagt hast, sind unsere Damen wohl gerade irgendwo in diesem Dorf und können sich frei bewegen?" fragte Alex vorsichtshalber noch mal nach. „Es wäre möglich. Ich glaube allerdings, sie sitzen genau so fest wie wir, nur werden sie es besser haben."

Mit dieser aussage lag Manuel nicht einmal so ganz falsch. Cindy, Rebecca und Laura waren ebenfalls gefangen, allerdings in einem Raum der gemütlicher eingerichtet war. Es waren bequeme Betten vorhanden, die Fenster hatten anständige Vorhänge, es gab einen separatem Waschraum und man konnte nicht von Außerhalb hinein schauen. Auch sie wussten nicht warum sie hier waren, noch wo die Männer aus ihrem Team waren. Doch lange sollten sie nicht mehr auf die Antwort warten müssen. „Ich flippe bald aus, wenn nicht bald jemand kommt und uns sagt warum wir hier sind." sagte Rebecca gereizt. „Du bist nicht die ein einzige die Antworten haben will, aber du machst mich nervös, wie du hier umher tigerst, also setzt dich hin." fauchte Cindy ihre Freundin an. „Was würdest du denn machen?" fauchte Rebecca zurück. „Klappe halten, ihr beiden." rief nun Laura. „Das ist ein Befehl." fügte sie noch hinzu, als sowohl Cindy als auch Rebecca protestieren wollten. Nach dem eine Zeit lang Ruhe geherrscht hatte, hielt Rebecca es nicht mehr aus und lief wieder wie ein eingesperrter Tiger durch den Raum. Der Major wollte ihr schon befehlen sich wieder hinzusetzen, als die Tür, die die drei Damen daran gehindert hatte zu verschwinden, aufging und vier Frauen den Raum betraten.

„Ich bin Mosa, die Anführerin dieses Stammes." stellte sich die älteste von ihnen vor. Laura stand auf und ging auf die Frau zu. „Major Laura Spinofa." stellte sie sich vor. „Das sind Oberfähnrich Rebecca Dietrich und Oberstabsgefreite Cindy Philips." stellte sie auch noch die beiden anderen Frauen vor. „Eure Namen sind mir egal. Wichtiger ist, dass ihr unsere Gesetze missachtet habt." „Was, das ist doch nicht wahr." rutschte es Cindy raus. Zwei der fremden Frauen kamen auf sie zu und schlugen ihr in den Magen. „Du redest nur, wenn deine Herrin es dir erlaubt." sagte die eine und zeigte auf Laura. „Sie ist meine Vorgesetzte und nicht meine Herrin." antwortete sie gereizt. Die Frau wollte sie schon wieder schlagen und hatte auch schon die Hand zur Faust geballt, als Laura dazwischen ging. „Oberstabsgefreite halten sie sich zurück." sagte Laura mit einem Ton,der jedem klar machte wer das Sagen hatte. „Ja, Frau Major!" antwortete Cindy bissig.

„Bis du ihre Anführerin?" fragte Mosa Laura. „Ja die bin ich." war die Antwort. „Wenn du ihre Anführerin bist, warum bist du dann einem Mann gefolgt?" Bei dieser Frage war Mosa einen Schritt näher auf Laura zugegangen, sodass sie nur wenige Zentimeter von einander entfernt waren. „Was ist denn so schlimm daran, das ich einem Mann gefolgt bin? Folgt ihr nicht euren Männern?"

„Nein, wir folgen nicht unseren Männern. Sie haben uns zu folgen. Da ihr dieses Gesetzt gebrochen habt, müsst ihr gegen einen eurer Männer kämpfen und gewinnen um zu zeigen, das ihr das Sagen habt. Wenn ihr gewinnt, könnt ihr gehen, solltet ihr aber verlieren, bleib ihr als unsere Sklaven hier." „Das könnt ihr nicht machen. Wir gehören nicht zu eurem Volk. Ihr habt uns gar nichts zu sagen. Also lasst uns auf der Stelle frei!" schrie Cindy Mosa an.

Die beiden Frauen,die sie eben geschlagen hatten kamen wieder auf sie zu, doch dieses Mal wehrte sich Cindy. Eine der beiden Frauen wollte ihr wieder in den Magen schlagen, doch Cindy wehrte den Schlag ab, packte den Arm und zog daran. Die Frau war auf eine so starke Gegenwehr nicht vorbereitet und war dar dadurch für kurze Zeit abgelenkt, sodass Cindy sie in den Schwitzkasten nehmen konnte. Die Frau wehrte sich sehr stark doch Cindy drückte ihr immer weiter die Luft ab, bis die Frau ohnmächtig wurde. Die zweite Frau war nun noch wütender und schlug ebenfalls nach Cindy. Diese versuchte erneut nach dem Arm zu greifen, schaffte dies aber nicht und bekam so einen Treffer auf den Brustkorb. Cindy taumelte nach hinten, stolperte über ihre eigenen Füße und fiel auf den Boden. Die Frau kam auf sie zu, packte sie an ihrem linken Bein und zog sie näher zu sich. Cindy lag jetzt genau vor der Frau. Die Frau bückte sich um sie zu schlagen, doch Cindy war schneller. Sie zog ihr Bein an und trat der Frau mitten ins Gesicht. Ein knacken war zu hören, die Frau wich zwei Schritte zurück und hielt sich die Hände ins Gesicht. Trotzdem konnte man sehen wie ihr das Blut aus der Nase rann, die aller Wahrscheinlich nach gebrochen war.

„Genug, es reicht!"befahl Mosa den beiden Frauen. „Aber meine Herrin sie.." kam es von der Frau mit der gebrochenen Nase. „Ich sagte es reicht. In einer Stunde holen wir diese ab, sie wird Kämpfen." Den letzten Satz sagte sie zu Laura und zeigte auf Cindy. Damit war das Gespräch beendet und die Frauen gingen wieder.

Es herrschte eine bedrückende Stille in dem Raum. Cindy stand noch immer unter Strom, während die anderen beiden sie anstarrten. In ihren Blicken lag nichts anklagendes, eher etwas das in Richtung Respekt ging. „Irgendwann wird ihr Temperament noch ihr Tot sein." durch brach Laura die Stille. „Aber, dass wird nicht Heute sein." entgegnete Cindy. Wenn der Kampf stattfindet sollte mussten sie die Männer davon überzeugen zu verlieren. Ich kann aber nicht versprechen, dass ich sie unverletzt lasse. Wenn sie nichts dagegen haben, lege ich mich jetzt noch ein wenig hin"

Auch die Männer hatten sich hingelegt, waren aber trotzdem hellwach. Sie gingen ihren jeweiligen Gedanken nach. Nach gut einer Stunde kamen die Frauen von vorhin wieder. „Mitkommen." sagte die eine Frau. Die drei Männer taten wie ihnen geheißen und standen auf. Die Frauen banden ihnen ihre Hände zusammen und brachten sie aus dem Haus. Sie führten die Männer durch das Dorf. Ihr Weg führte sie zum Rand der Siedlung, wo etwas das nach einer Arena aussah stand. Anscheinend war ein großer Teil der Bevölkerung anwesend, denn es war recht laut. Die Männer wurden in einen Raum geführt von dem aus sie in die Arena sehen konnten. „Ich will doch nicht hoffen, das wir jetzt gegen irgendwelche Tiere kämpfen müssen" meinte Thomas. „Das glaube ich eher weniger. Dafür ist meiner Meinung nach die Arena zu klein. Ich würde eher behaupten wir müssen gegen irgendeine Person kämpfen." meinte Alex. „Genau,dass müsst ihr. Einer von euch wird gegen eine von uns ausgewählte Frau kämpfen. Wenn ihr gewinnt werdet ihr nicht mehr so schlecht behandelt, solltet ihr aber verlieren..." sprach eine der Wachen und lies den letzten Teil unausgesprochen, denn jeder wusste was gemeint war.

Innerlich bereiteten sich die drei auf den Kampf vor, denn sie wussten nicht wer kämpfen würde. Von dem Fenster aus vernahmen sie lauter werdende Rufe. Als sie sahen,was der Grund war, blieb ihnen der Atem weg. Eine Frau in voller Rüstung und mit einem Schwert bewaffnet, ging in die Mitte der Arena. Dort angekommen, öffnete sich ein Tor in der Wand der Arena und irgendein Tier kam in die Arena gelaufen. Sofort fing es an die Frau zu umkreisen und zu fauchen. Die Frau schien dies nicht zu schockieren, ganz im Gegenteil, sie ging auf das Tier zu. Plötzlich sprang das Tier auf sie zu. Die Frau holte mit dem Schwert aus und blockte den Angriff des Tieres, wobei sie der Kreatur den halben Bauch aufschlitzte.

Den drei Männern lief es eiskalt den Rücken herunter. Die nächsten zehn Minuten ging es immer so weiter. Wenn eine Frau eine Kreatur besiegt hatte, kamen eine neue Frau und ein neues Tier hinein. Aber, auch die besten Kämpferinnen konnten nicht immer gegen ein wildes Tier bestehen und so kam es, dass mehrere Frauen schwere Verletzungen davon trugen. Eine der Frauen starb sogar.

Schritte die durch die Zällengänge der Arena hallten, verrieten den Männer, dass ihre Schonzeit vorüber war. Vor der Zellentür tauchten zwei Frauen auf, eine erkannten die Männer als eine der Kämpferinnen aus der Arena, die gegen eine Art Krokodil gekämpft hatte.

„Ich soll den Auserwählten in die Arena bringen." sagte sie noch ein wenig außer Atem."Haben wir was verpasst? Welcher Auserwählte?" fragte Thomas. „Derjenige von euch, der kämpfen wird." „Wir müssen doch nicht gegen so ein Tier kämpfen wie die anderen?" fragte nun Manuel. „Nein, dass müsst ihr nicht. Ihr bestreitet euren Kampf gegen eine Frau. Und nun folge mir." sagte die Frau und zeigte auf Manuel. „Ich?" fragte er verängstigt. „Ja und jetzt folge mir, sonst werdet ihr bestraft." Manuel sah die Frau an und erkannte das sie es ernst meinte. Er blickte noch einmal zum Oberst, der ihm mit einem Nicken signalisierte, dass er gehen sollte. Gesagt, getan. Manuel folgte den beiden Frauen und Thomas und Alex blieben zurück. „Glaubst du er kann das schaffen?" fragte Thomas. „Wenn ich das nur wüsste." war Alex Antwort.

Manuel stand in einem kleinen ihm eine schwere hölzerne Tür, hinter ihm eine Gitter. Er wusste nicht wie lange er hier stand, er wusste aber worum es ging. Sollte er den Kampf verlieren würden sie vermutlich alle sterben. Würde er gewinnen blieben sie verschont. Die Tür vor ihm hob sich und gestattete ihm einen Blick in die Arena .Beim Anblick des Blut durchtränkten Sandes wurde ihm übel.

'Das schaffst du schon Junge. Das musst du schaffen.'

Mit diesen Gedanken betrat er die Arena. Auf der Ihm gegenüberliegenden Seite öffnete sich ebenfalls eine Tür. Eine Frau betrat die Arena und beide ginge aufeinander zu. Je näher sie sich kamen umso besser konnte er das Gesicht der Frau erkennen. Es war Cindy. Die Tatsache, dass er gegen jemanden aus seinem Team kämpfen musste gefiel ihm gar nicht. Als sie direkt vor einander standen, sahen sie sich an. „Möge der Bessere gewinnen."sagte Cindy. „So soll es sein."antwortete er.

Der Schweiß rann ihm über den nackten Oberkörper, das Licht brach sich in den vielen Schweißperlen, alle seiner Muskeln waren angespannt. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Langsam ließ er seine Stöcke in seinen Händen kreisen.

Die ganze Zeit über, ließ er sein Gegenüber nicht aus den Augen.

Allmählich fing Cindy an, ihn zu umrunden, dabei drehte sie die Stöcke die sie in den Händen hielt. Manuel drehte sich mit ihr und ging in Habacht-Stellung, jeder Zeit mit einem Angriff von Cindy rechnend, aber auch bereit sofort eine Konter zu starten.

Und wie erwartet, kam Cindy blitzschnell auf ihn zu.

Sie holte aus und schlug nach seinem Kopf. Doch Manuel reagierte mindestens ebenso schnell, wie Cindy. Er riss seine beiden Stöcke hoch und parierte ihren Angriff.„Du bist ziemlich gut.", meinte Cindy.

„Ich war schon immer so gut.", kam es grinsend von Manuel. Obwohl er nur einen kurzen Moment unachtsam war, reichte dies aus um von Cindy einen schweren Treffer am Oberarm zu kassieren. Er verzog sein Gesicht schmerzerfüllt. „Aber nicht gut genug um gegen mich zu bestehen.", kam es in einem dunklen Ton von ihr.

„Ich war mit meinen Gedanken woanders." antworte Manuel aufrichtig. „Und wo, wenn man fragen darf?" entgegnete Cindy zwischen zwei Schlägen. „Warum wir hier kämpfen." „Das kann ich dir sagen. Wenn ich gewinne kommen wir alle frei, auch ihr, wenn nicht..." den restlichen Satz sprach sie nicht aus.

Manuel nickte nur kurz und fing, an seine Kameradin zu umrunden. Cindy beobachtete jede kleine Bewegung von Manuel. Der machte einen Schritt nach hinten und diesen vermeintlichen Fehler nutzte sie sofort aus. Cindy machte einen Satz nach vorne und schlug nach seinen Rippen. Doch Manuel sprang zur Seite und ihr Schlag landete harmlos neben ihm in der Luft. Doch im Fallen schlug er ihr die Beine unter ihrem Hintern weg. Mit einem dumpfen klatschen landete sie auf ihren vier Buchstaben.

„Warum kämpfst du so.? Ich muss gewinnen, nicht du!" zischte sie ihm zu. „So einfach will ich es dir nicht machen. Wenn wir schon wissen wer die Gewinnerin seien wird, dann sollten wir wenigstens eine gute Vorstellung abliefern. Oder nicht?" Er erhielt ein bestätigendes Nicken von ihr, gefolgt von einem Schlag gegen seinen Oberarm. An der Stelle an welcher sie ihn getroffen hatte Platzte die Haut auf und Blut floss seine Arm hinunter.

Nach einem spektakulären Kampf lag Manuel mit dem Rücken auf dem Boden und Cindy saß auf ihm. Sie beugte sich zu ihm hinunter, sodass ihre Haare sein Gesicht verdeckten. „Das war ein guter Kampf." flüsterte sie ihm zu. „Ja, das war er." antwortete er mit einem Grinsen. „Weißst du, was ich jetzt gerne machen würde,wenn ich schon so auf dir liege?" doch sie bekam keine Antwort im herkömmlichen Sinne, denn er küsste sie. „Mhhhhhh" kam es von beiden, nachdem sie sich von dem Kuss lösten."Ich glaube wir sollten.." „Ja, dass dachte ich auch gerade." beiden war diese Situation ein wenig peinlich.

Cindy stand auf und stellte einen Fuß auf seine von Blutergüssen überzogene Brust. „Ich habe gewonnen, jetzt will ich, dass ihr mich und meine Leute gehen lasst. Und zwar alle!" schrie sie in der Arena.

Mit einer Leibgarde der Herrscherin wurde M-1 zum Tor gebracht, nachdem die Herrscherin sich von Cindy verabschiedet hatte. Man hatte sie mit allen Ehren in den Stamm aufgenommen. Natürlich, mussten die drei Männer hinter den Frauen gehen und die gesamte Ausrüstung tragen.

Rebecca wählte das Tor an und M-1 verlies den Planeten. „Das wird ein langer Missions-Bericht."kam es wehleidig von Manuel, der sich eine Hand an seine Rippen drückte. „Ja, dass stimmt. Und vor allem der Kuss." meinte Alex. „Vor allem der." meinte nun auch Laura.

Cindy und Manuel schauten sich wie zwei begossene Pudel an...