Sanft legte ich eine Hand auf seine Wange und streichelte sie. Ich beugte mich zu ihm und flüsterte stöhnend in sein Ohr.

„James ich liebe dich. Ich liebe dich." Und damit hatte ich gewonnen, das wusste ich schon in dem Augenblick, in dem ich das Feuer in seinen Augen sah.

3...2...-

Seine Lippen krachten auf meine.

Seine Hände fassten mich an, umschlungen mich und berührten so viele Stellen meines Körpers wie möglich. Meine Erregung wuchs.

„Ich will dich." knurrte er und riss mir meine Bluse auf.

„Ich dich auch, ich dich auch James! Oh bei Merlin ich habe dich so vermisst, aber hier kann uns jeder finden! Raum der Wünsche?" sagte ich mit ruhiger und sachlicher Stimme.

Er knurrte frustriert. Der Raum der Wünsche war im siebten Stock und wir waren im dritten.

Ich versuchte meine Bluse so gut es ging wieder zusammen zu bringen und richtete meine Haare, während James weiter seine Küsse auf mir verteilte.

„James, lass das!" kicherte ich.

„Nie. Ich werde nie genug von dir bekommen." flüsterte er und saugte an meinem Hals. Ich stöhnte lustvoll auf.

Der Weg bis oben schien unendlich und um alles zu verschlimmern wussten alle was wir im Begriff waren zu tun. Man konnte klar erkennen, dass meine Bluse kaputt war und so notgeil wie James sich in diesem Moment verhielt...

Wir standen auf den Treppen und versuchten in den siebten Stock zu kommen, doch die Treppen änderten andauernd ihre Richtung; es war zum Durchdrehen.

Meine Hand verkrampfte sich am Treppengeländer und ich versuchte mich abzustützen.

James stoppte einfach nicht mit seinen Liebkosungen und küsste die ganze Zeit von hinten meinen Hals. „James..." stöhnte ich leise, „Die Anderen beobachten uns schon, bitte hör auf..." „Sicher, dass du das möchtest?" fragte er und ließ seine Hand leicht unter mein T-Shirt gleiten.

Ich kratzte meine letzte Selbstbeherrschung zusammen und drückte seine Hand weg. „Ja, bin ich." sagte ich ruhig und ich spürte seine Enttäuschung, als er stoppte.

Ich öffnete die Türe und schubste James hinein. Er stolperte rückwärts und sah mich verwirrt an. „Ich dachte du wolltest nicht?"

„Da hast du wohl etwas falsch verstanden, mein Lieber." Ich blickte ihn verführerisch an, während ich mich langsam auszog. Ich sah, wie er mich beobachtete, wie seine Blicke an meiner Brust und an meinem Bauch hingen.

Ich lief mit BH und Rock auf ihn zu und als ich vor ihm stand, legte ich meine Hand auf seine Brust und zog ihm das Hemd aus.

Abermals führte ich ihn nach hinten, solange bis er mit der Kniekehle am Bett anstieß. Ich drückte ihn mit dem Rücken aufs Bett und setzte mich auf ihn. Seine Hände legten sich auf meine Hüfte. Langsam beugte ich mich über ihn, bis unsere Gesichter sich fast berührten; dann legte ich meine Lippen sanft auf seine und schloss meine Augen. Zögernd bewegte ich sie auf seinen. Er schmeckte nach Butterbier; das trank er meiner Meinung nach viel zu oft, aber brauchte es angeblich um sich für wichtige Arbeiten zu konzentrieren. Ich lächelte in den Kuss hinein.

Er legte seine Hand auf meine Wange und drückte mich noch etwas weiter zu sich.

Nach mehreren Sekunden stoppten wir, um Luft zu holen. Wir sahen uns direkt in die Augen. „Ich liebe dich." raunte ich ihm zu.

Wenn ich gewusst hätte, dass diese Worte jedesmal so ein wunderschönes Lächeln auf sein Gesicht zauberten, hätte ich schon früher damit angefangen.

„Ich könnte dir den ganzen Tag zu hören." flüsterte er und legte sich richtig auf das Bett, sodass seine Füße auch auf dem Bett waren.

„Ich liebe dich." Ich küsste ihn am Hals entlang.

„Ich liebe dich." Ich küsste ihn Brust abwärts.

„Ich liebe dich." iund er fing an zu stöhnen. Umso tiefer ich kam, umso lauter wurde er.

„Da kann es wohl jemand kaum erwarten." kicherte ich.

Plötzlich schlossen sich seine Arme um mich und drückten mich unter ihn. Er stand schnell auf und zog seine Hose aus und bevor ich mich wirklich aufrichten konnte, drückte er mich abermals hinunter und verteilte Küsse auf meinem Dekolleté. Überall wo er mich berührte bildete sich eine Gänsehaut. Ich wand mich lustvoll unter ihm. Seine Hände waren überall und immer wieder griff er unter meinen Rock.

„Ich kann nicht mehr..." flüsterte ich.

„Und ich will nicht mehr." antwortete er und sah mich an. Schnell zog er meinen Rock hinunter, zusammen mit meinem Höschen. Er beachtete mich gar nicht mehr, nur noch den unteren Teil meines Körpers. Ich zog meine Augenbraue hoch und schnippte kurz mit meinem Finger vor seinem Gesicht, um wieder seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Diabolisch grinste er mir zu.

Dann zog er mir meinen BH aus. Später folgten seine Boxershorts.

Ich spürte ihn sofort. Ich wagte es nicht hinunter zu sehen, aber ich spürte ihn zwischen meinen Beinen. „Oooh." stöhnte ich und bog meinen Rücken durch. James drückte sich lustvoll gegen mich, damit ich ihn auch wirklich wahrnahm und ich tat mehr als das. James war schon immer ein Angeber und das musste er mir auch wirklich deutlich machen.

Er neckte mich und es machte mich schier verrückt. Er bewegte sich leicht auf und ab, sodass sein bestes Stück sich an mir rieb.

„Bei Merlin...ich warne dich, wenn du jetzt nicht sofort-" fing ich ihm an zu drohen, doch er ergriff die Initiative und versenkte sich mit einem tiefen Stoß in mir.

„Aaah!"

7128

, Freitag

„Und du bist sicher, dass du nicht schwanger bist?" fragte James mich besorgt. Ich stützte mich am Klodeckelrand ab und versuchte meine Haare vergeblich nach hinten zu schieben. James schnappte sich einen Haargummi und band mir einen Zopf. Gerade noch rechtzeitig, denn ich übergab mich abermals lautstark.

Mein Bauch zog sich jedes Mal schmerzhaft zusammen und umso öfter ich mich ergab, umso schlimmer wurde es. Gegen Ende schmeckte ich nur noch Magensäure und spuckte Speichel, da mein Körper weder Nahrung, noch Flüssigkeiten mehr enthielt. James streichelte mir währenddessen über den Rücken, um mich zu beruhigen. Meine Zitteranfälle liesen nach einer Weile nach, denn nach, mir etlich vorkommenden, Minuten beruhigte sich mein Körper.

Ich wischte mir den Mund mit Klopapier sauber und nahm ein paar Schlucke Wasser und spülte den Mund aus. „Ja, bin ich." „Hast du mal einen Test gemacht?" Ich blickte ihn böse an. „Ich bin nicht schwanger, ich weiß nicht was das ist. Du weißt, dass ich die Pille nehme." „Das kann trotzdem passieren." „Ja zu 0.01% vielleicht und dazu kommt noch, dass wir Kondome benutzen, also ist die Chance gleich null." „Gestern haben wir nicht verhütet!" warf er ein. „Gestern war das erste Mal, dass wir Sex hatten seit langem, außerdem kann ich nicht innerhalb von einem Tag schwanger sein, James!" „Naja, wir sind Zauberer, alles ist möglich." Ich drehte mich zu ihm und blickte ihn verständnislos an. War das etwa sein Ernst? Er hob abwehrend seine Hände hoch. „Ok dann nicht, ist ja gut. Hast du dich wenigstens schonmal durchchecken lassen? Vielleicht hast du dir irgendetwas eingefangen." „Das wird nur eine harmlose Magen-Darm-Grippe sein...James." „Schatz," ich liebte es, wenn er mich so nannte, „Ich weiß, was für ein Sturkopf du bist, aber du brichst jetzt seit Tagen schon und es hört nicht auf. Also bitte, tu es für mich."

„Gib mir die Tabletten." „Nein." Ich drehte mich erstaunt zu ihm um. „Was? Warum?" „Du nimmst zu viele!" „Das stimmt doch gar nicht!" protestierte ich. „Heute hast du schon drei genommen! Und helfen tut es auch nicht. Jedes Mal bist du danach vielleicht für 2 Stunden glücklich und hast keine Schmerzen und danach bist du umso depressiver. Du hast richtige Stimmungsschwankungen!"

„James, ich habe Schmerzen, also bitte sei vernünftig und gib sie mir. Außerdem weißt du das doch gar nicht." „Lily hat es mir gesagt." Ach?! „Lily, also hm?" Hatte sie ihm auch erzählt, dass ich mich schon mehrmals übergeben hatte? Interessant.

James ging gar nicht auf meine Eifersucht ein, sondern sah mich nur scharf an.

Er packte die Dose und warf mir eine Tablette zu. „Das ist die letzte für heute." Und bevor ich etwas sagen konnte, verschwand er aus seinem Badezimmer.

nachts

„Aaaah!" Ich schrie auf und öffnete erschrocken meine Augen. Wo war ich? Es war dunkel und ich konnte nichts erkennen. Ich atmete schnell tief ein und aus. „Scheiße, was ist los? Ist dir irgendwas passiert?" Ich sah neben mich. James blickte mich besorgt an und auch Sirius und Remus wurden wach. „Bei euch da drüben alles klar?" „Tut mir Leid Jungs. Ich hatte einen Albtraum." murmelte ich benommen und versuchte meinen Herzschlag unter Kontrolle zu bringen. Die beiden Jungs stöhnten genervt, drehten sich wieder um und versuchten einzuschlafen, doch James war weiterhin besorgt.

„Du schwitzt ja richtig." flüsterte er. Ich bemerkte es selbst erst, als er mich darauf hinwies. Meine Stirn und auch meine Kleider waren klitschnass. „Ich..." „Hey, beruhig dich erstmal." Er nahm meine nasse Hand in seine. „Vielleicht sollten wir ins Bad gehen. Komm." Er zog mich mit sich.

„Hier, dann kannst du deine Kleider wechseln." James reichte mir eins seiner T-Shirts und Shorts. Natürlich zog ich mich vor ihm um, wir waren immerhin zusammen und er kannte eh jedes Detail meines Körpers.

„Willst du mir erzählen was los ist?" Ich betrachtete ihn durch den Spiegel. „Ich weiß es nicht mehr genau... aber ich weiß, es war irgendetwas Schreckliches. Ich hatte solche Angst." Er kam zu mir und nahm mich zärtlich in den Arm.

„Ich bin bei dir, Süße."

, Sonntag

James' Sicht

„Ich schwöre dir, es wird immer schlimmer." „Wie meinst du das?" fragte mich mein bester Freund. „Sie übergibt sich ständig! Sie zittert, hat Schüttelfrost, sie hat heftige Albträume und das, seid sie diese Tabletten nimmt." „Bist du dir sicher, dass es damit zusammenhängt?" „Ja! Und im November! Da hat sie sich fast umgebracht und weiß nichts mehr davon!" „Das war wahrscheinlich wegen dem Alkohol, Prongs." „Oder Alkohol mit Mischung von Tabletten." Sirius sah mich eindringlich an. „Sie hatte damals Heulkrämpfe und derbe Stimmungsschwankungen, das weißt du. Und wenn sie vielleicht sogar Halluzinationen hat?" „Jetzt übertreibst du aber, James." „Nein .. ich meine, vielleicht hat sie es deswegen nicht realisiert, dass sie im Begriff war sich mit den Scherben aufzuschlitzen. Aber selbst wenn ich falsch liege, sie hat genug Folgen davon getragen. Die Tabletten tun ihr nicht gut, und bestimmt keine fünf am Tag. Ich muss irgendetwas dagegen unternehmen."

„Meinst du einen kalten Entzug?".

„James, weißt du wo meine Tabletten sind?" fragte meine Freundin mich, als sie in den Jungenschlafsaal kam. Ich lag auf dem Bett und wartete schon auf sie, denn ich wusste, dass das kam. „Nein Schatz, wieso?" „Ich hab Kopfschmerzen..." murmelte sie vor sich hin und suchte in unserem Bad weiter. Sie hatte viele ihrer Sachen bei uns, deswegen war mir ihr Versuch von vorne rein klar.

„Mist..." hörte ich sie fluchen. Maddie kam wieder heraus und lief wie wild durchs Zimmer, während ich sie dabei beobachtete. Mehrmals fuhr sie sich fahrig durch ihre Haare, die mittlerweile zerzaust waren. „Ich könnte schwören, ich hätte sie... scheiße." „Was ist denn?" „Ich suche diese verdammten Tabletten." „Schatz, dann nimmst du halt mal einen Tag keine." Sie sah mich wütend an. „Du verstehst das nicht, ich hab Schmerzen." „Komm her." ich klopfte einladend auf meine Bettseite. „Nein, James!" ihre Stimme erhob sich und ich sah sie erstaunt an. Sie fing leicht an zu zittern und ich stand besorgt auf. „Maddie." „Ich brauche diese Tabletten James." Sie sah panisch um sich.

Ich versuchte sie festzuhalten, doch sie wand sich wie wild unter mir. Ich packte sie bestimmend und drückte sie gegen die Wand. „Siehst du wie du dich benimmst? Du bist abhängig. Du hörst mir jetzt genau zu: Wir werden uns jetzt auf mein Bett legen und du wirst dich beruhigen okay? Du brauchst diese Tabletten nicht! Hast du gehört?"

Ich bekam keine Antwort, doch sobald ich mich mit ihr hinlegte und sie in den Arm nahm, fing sie vor Wut an zu weinen.

, Donnerstag

„Und, gefällt es dir?" fragte Lily mich und nahm das Tuch vom Spiegel. Ich blickte mich an. Sie hatte meine dunkelbraunen Haare gelockt und dann zu einer Hochsteckfrisur geformt.

„Wow..." flüsterte ich und tastete meine Frisur ab. „Du hast echt Talent Lily."

„Dankeschön. Aber jetzt hopp hopp, sonst kommst du noch zu spät!" Ich lachte und ging zu meinem Schrank, an dem schon mein beiges Ballkleid wartete. Es war wunderschön mit Perlen und Stickereien verziert.

„Mit wem bist du heute verabredet?" fragte ich meine Mitbewohnerin, während ich mich anzog.

„Pascal." antwortete sie mir und fing an sich selbst zu richten.
„Immernoch?"
„Ja, ich glaube ich mag ihn. Er ist kein schlechter Küsser." Sie lachte und zwinkerte mir zu. Aber wirklich begeistert klang sie nicht.

„Da bist du ja endlich!" begrüßte mich Natasha, als ich im Gang kurz vor der Großen Halle ankam.

„Wurde auch endlich Zeit, Maddie!" pflichtete ihr Delia bei.

„Jaja, Mädels. Geduld ist eine Tugend und das Beste kommt zum Schluss, kann ich da nur sagen." Sie verdrehten die Augen.

„Wo sind unsere Dates?" fragte ich verwundert und blickte um mich herum.

„Da unten!" flüsterte Natasha.

Wir drei sahen die Treppen runter und entdeckten James, Sirius und Remus, welche uns jedoch noch nicht sahen.

Gemeinsam liefen wir hinunter zu ihnen.

James' Sicht

„Die letzten Tage waren richtig schlimm. Sie hat Gliederschmerzen und ist unglaublich gereizt. Jetzt da sie die Tabletten nicht mehr nimmt, hat die Übelkeit anscheinend zugenommen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich noch machen soll. Aber ich denke, besser so, als mit den Tabletten." flüsterte ich Moony und Padfoot zu. Wir standen im Smoking für den Valentinstagsball vor der Großen Halle.

„Ist das normal?" fragte Sirius.

„Ich denke schon. Sie hat Entzugserscheinungen... das dauert eine Weile James. Du musst Geduld haben!" riet Remus mir.

„Ich dachte schon mehrmals daran..naja... ihr wisst schon..." ich sah sie an doch erntete nur fragende Blicke, „naja...dass sie schwanger sei..."

„Was?" zichte Sirius laut.

„Pssst!" Ich sah ihn böse an. „Das ist doch jetzt nicht dein Ernst Prongs! Sag mir bitte, dass du mich verarschst." „Sie ist nicht schwanger, keine Sorge. Sagt sie jedenfalls..." „Merlin sei Dank!" er atmete tief aus und ich sah ihn nachdenklich an.

Gerade als ich etwas sagen wollte, bemerkte ich wie Remus auf etwas hinter mir starrte.

Sirius und ich drehten uns um. „Wow." flüsterte er.

Ja, wow! Natasha, Delia und Maddie kamen die Treppe herunter zu uns. Sie sah wunderschön aus! Das lange Kleid, das ihre Figur betonte, und die High Heels die sie anmutig wirken ließen.

Als Maddie mich erreichte legte ich eine Hand um ihre Hüfte und küsste sie auf den Mund. „Du siehst atemberaubend aus Schatz." schnurrte ich ihr ins Ohr.

„Du siehst auch gut aus James." Sie lächelte mich warm an.

„Los geht's! Lass die Party beginnen!" rief Sirius und stieß die Türen zur Großen Halle auf.

Maddie´s Sicht

„Wie geht es dir?" James zog mich an sich heran, während wir über den Tanzsaal schwebten. Er war ein wahrhaft guter Tänzer!

„Gut soweit." antwortete ich und legte meinen Kopf an seine Brust. „Das freut mich. Ich mache mir solche Sorgen um dich." „Ich weiß, Süßer. Und das stört mich. Mach dir bitte nicht so viele Gedanken James." „Du bist meine Freundin, natürlich mache ich mir Gedanken!" Er blieb stur. „Ich liebe dich." Sanft küsste er mich auf den Kopf.

Der Abend war schön, aber auch ganz schön stressig für mich. Sowohl physisch, als auch psychisch. Meine Beine taten von dem ganzen Getanze schon weh und ich setzte mich an die Bar, während James bei Remus und Natasha rumhing. Ich sah mich weiter im Tanzsaal um und entdeckte Sirius, wie er mit Delia tanzte und dabei lachte. Ich schluckte hart. „Ein Tequila bitte!" sagte ich dem Barkeeper. „Sicher, dass du das Zeug trinken willst, nach dem was das letzte Mal passiert ist?" pöbelte Lily und setzte sich neben mich. Ich verdrehte meine Augen. „Angst, dass ich mir die Pulsadern wieder aufschneide?" schnaubte ich und sah wieder zu Sirius. Sie lachte leise. Verwirrt drehte ich mich zu ihr und sah sie fragend an. Lily nickte zu Sirius. „Wieder am Männer wechseln?" Ich sah sie böse an. „Ich mein ja nur. Man könnte meinen du seist eifersüchtig."

Lily's Sicht

Ich blickte zu James. Er merkte, dass Maddie Sirius beobachtet. Seine Augen verengten sich leicht. Das sah ich auch aus Entfernung. Oh oh. Dann entdeckte er, dass ich ihn ansah und wandte seinen Blick schnell wieder zu Remus.

„Ich weiß nicht. Es ist einfach komisch. Er ist mein Verlobter." sagte Maddie und ich war zuerst verwirrt, aber dann fiel mir wieder ein, dass unser Gespräche gar nicht um James, sondern um Sirius ging.

„James ist dein Freund." Ich konnte nicht vermeiden, dass ich leicht vorwurfsvoll klang.

„Ich weiß." Manchmal könnte ich sie schlagen. Da hatte sie nun James und doch wollte sie ihn nicht recht.

„Ich liebe James." sagte sie.

„Aber es ist trotzdem komisch Sirius mit meiner besten Freundin zu sehen. Ich weiß ich habe keinen Besitzanspruch, aber es -"

„- tut irgendwie trotzdem weh." beendete ich ihren Satz verständnisvoll.

„Ja..."

„Du musst das in den Griff bekommen! Dich endlich für immer entscheiden!"

Sie nickte und ich wusste, dass meine Aussage vielleicht nichts ändern würde – egal wie sehr sie sich auch daran halten wollte – aber, hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, und wie das ganze seinen Lauf nahm und endete... wünsche ich mir, dass ich ihr mehr geholfen hätte.

Maddie´s Sicht

„Darf ich um einen Tanz bitten, My Lady?" bat Sirius mich und streckte seine Hand nach mir aus. Ich legte meine in die seine und folgte ihm auf die Tanzfläche. „Und, hat meine Verlobte ihren Abend bisher genossen?" Ich lachte leise. „Der Alkohol war vorzüglich." Er sah mich mit zusammengekniffenen Augen an. „Keine Sorge Sirius, ich habe nicht übertrieben. Ich bin noch komplett nüchtern." beschwichtigte ich ihn. „Das hoffe ich doch."

„Und du bist mit Delia da?" versuchte ich unauffällig zu fragen.

„Maddie!" ermahnte er mich. „Ich frag doch nur..." sagte ich unschuldig. „Ja, ich bin mit ihr hier. Bist du etwa eifersüchtig?" Ich sah ihn böse an. „Nicht eifersüchtig aber..." „...es fühlt sich nicht gut an? Was denkst du wie ich mich fühle, wenn ich dich mit James sehe?" „Es tut mir alles so Leid, Sirius!"

Er streichelte mir sanft über den Rücken, während wir weiter tanzten.

Plötzlich überkam mich ein leichtes Schwindelgefühl und ich klammerte meine Hand fest an Sirius´ Schulter.

„Hey, alles okay?" fragte er besorgt. Ich sah ihn nicht an, sondern blickte konzentriert auf seine Schulter. Er begann etwas langsamer zu tanzen. „Es geht schon."

„Sag, wenn es dir zu viel wird." Ich nickte.

Nach ein paar Minuten nahm das Gefühl jedoch zu und ich keuchte leicht auf. Wir blieben stehen und Sirius sah mich alarmierend an. „Mir ist nur ein wenig schwindelig." murmelte ich und suchte seinen Halt. Er blickte panisch um sich, nach einem bekannten Gesicht. „Sirius..." ich krallte mich weiter an ihm fest und bekam wieder seine Aufmerksamkeit. „Ich glaub mir wird schlecht." Mir wurde heiß und ich erwartete, dass ich mich gleich übergeben müsste.

Sirius´ Sicht

Ich spürte wie mir in mir die Panik hochkam und versuchte sie so gut ich konnte zu stützen. Doch plötzlich entriss sie mir ihre Hände, um sich an den Bauch zu fassen. Sie keuchte laut auf. Sie hatte richtige Bauchkrämpfe.

Ein paar Leute neben uns stoppten ebenfalls mit dem Tanzen und ich versuchte James zu finden.

„Was hat sie?" fragte mich ein Junge neben mir. „Ich weiß es nicht, aber bitte hol James ! Schnell!" forderte ich ihn auf und er machte sich auf den Weg.

„Aah!" Maddie stöhnte erneut auf. „Scheiße" Ich fluchte und versuchte sie von der Tanzfläche zu bringen.

„Sirius es tut so weh!" „Ich weiß Süße, ich versuch dir zu helfen, aber ich weiß nicht wie!" Ich war verzweifelt.

Kurzerhand schnappte ich ihre Füße und Ihren Oberkörper und trug sie. Ich bahnte mir so schnell es ging einen Weg durch die Große Halle Richtung Krankenflügel.

Sie klammerte immer mehr an mir und ich spürte, dass ihre Schmerzen zunahmen.

Wo verdammt nochmal war James?!

„Madame Pomfrey! Madame Pomfrey!" Rief ich laut und stieß mit den Füßen die Tür des Krankenflügels auf. Sie kam mir schon entgegengerannt. „Mister Black, was ist denn so dringe-" Sie sah mich erschrocken an. „Schnell, schnell, legen Sie sie auf das Bett!" Die Krankenschwester führte mich.

Ich legte Madeleine auf das Bett und streichelte ihre Stirn.

James´ Sicht

Ich rannte in den Krankenflügel und blieb vor Maddie´s Krankenbett stehen. Sie lag erschöpft und mit geröteten Augen da. Hatte sie etwa geweint? Neben ihr saß Sirius, der seinen Kopf mit seinen Händen abstützte und sein Gesicht in ihnen vergrub. „Was ist passiert?" fragte ich panisch. Madame Pomfrey sah mich unergründlich. Verwirrt sah ich die beiden an. „Wo warst du?" fragte Sirius ruhig aber ernst. „Ich... ich war nur bei Remus. Es tut mir Leid, ich habe es nicht mitbekommen." Ich sah Maddie entschuldigend an.

„Ich denke es wäre besser, wenn sie sich setzen würden Mister Potter."

Maddie´s Sicht

Ich sah Madame Pomfrey panisch an. Was hatte ich? War ich krank? James setzte sich neben Sirius. Wir blickten sie alle gespannt an.

„Sie sind schwanger Miss Boutier."

Stille. Absolute Stille herrschte in dem Raum.

„Scheiße ey, das ist nicht dein Ernst James!" Sirius stand wütend auf und schubste seinen Stuhl um. „Pad, ich-" „Nein! Ich will jetzt nichts hören. Ich...ich hab einfach genug davon. Dir hat es nicht gereicht mir meine Verlobte auszuspannen, nein, du musstest sie auch noch schwängern. Bravo, brother!"

Und mit diesen Worten verließ Sirius stürmisch den Raum. Man hörte ihn jedoch selbst durch die Tür weiter schreien.

Madame Pomfrey ließ uns ein bisschen Privatsphäre und ging ebenfalls.

„Oh Gott...Du hast doch gesagt du wärst nicht schwanger." flüsterte er und vergrub seinen Kopf in seinen Händen. „Ich war es auch nicht. Ich weiß nicht... vielleicht haben unsere Mittel nicht gewirkt, weil ich mich die letzten Wochen übergeben musste. Ich kann es mir sonst nicht erklären. Aber James, ich habe das nicht extra getan." „Hat ja auch keiner behauptet." grummelte er. Verletzt sah ich ihn an.

Madame Pomfrey kam wieder herein.

„Madeleine, ich fürchte ich habe schlechte Nachrichten." sagte sie leise und kam zu mir her. „Die haben sie schon ausgerichtet." antwortete ich ihr. „Nein... nein, meine Liebe."

„Was ist denn? Ist sie krank?" mischte sich James ein.

„Durch die Tabletten, die sie genommen haben und das ständige Übergeben, die Antrengungen, der Alkohol und alles was sie mir eben beschrieben haben... das hat dem Fötus stark geschadet und ich fürchte sie werden das Baby verlieren."

„Was?" James stand entrüstet auf und ich legte meine Hand beruhigend auf seinen Arm.

„Sie sagen uns erst, dass sie schwanger ist und jetzt, dass sie es eh verlieren wird? Ist das ihr Ernst?!" „James!" zischte ich ihn an und er setzte sich wieder hin. „Mister Potter, ich habe eben Untersuchungen durchgeführt und auch einen Ultraschall mit ihr gemacht, bevor sie kamen. Das Baby ist minimal überlebensfähig. Es hat einen sehr schwachen Herzschlag. Sie könnten es versuchen, mit strikter Bettruhe, aber ich habe die Befürchtung, dass es dafür zu spät ist. Es tut mir Leid für sie beide."

Lily´s Sicht

Ein paar Stunden später lag sie im Bett und ich saß an meiner Seite. „Und du bist echt schwanger?" flüsterte ich geschockt. „Jap...Aber ihrer Meinung nach verliere ich es eh."

Gerade als ich antworten wollte, hörte ich draußen lautes Gebrüll. Verwirrt sahen wir uns an. „Ich gehe mal runter, nachsehen was da los ist. Du bleibst schön im Bett!" und damit stand ich auf und ging die Treppe zum Gemeinschaftsraum hinunter.

„Du bist doch bescheuert James! Kapierst du nicht, was das für uns bedeutet?! Ihre Eltern wollen, dass wir heiraten und, dass sie schwanger wird. DANACH! UND VON MIR! Nicht von dir und auch noch unverheiratet." schrie Sirius den wütenden James an. „Ich hab das nicht extra gemacht Pad! Das weißt du! Ich wollte das doch gar nicht!" „Du hättest mir vorher sagen sollen, dass du dir schon mehrmals gedacht hast, dass sie schwanger sei." Was? James wusste, dass sie schwanger war? Oder dachte es bereits? Ich spürte einen Stich im Herzen. Er liebte sie wirklich, wenn er so zu ihr hielt.

„Weißt du was Pad? Sie wird das Baby eh verlieren okay? Madame Pomfrey hat gesagt, dass das Baby es gar nicht schafft! Hier hast du´s. Bist du jetzt glücklich?!" James wurde immer lauter.

„Was?" Sirius war geschockt. Nun war er ruhig.

„Jungs, beruhigt euch mal, okay?" ich griff ein. „Noch ist nichts entschieden." Sirius sah mich wortlos an und drehte sich wieder zu James. „Warum wird sie das Kind verlieren?" „Wegen den Tabletten, dem Alkohol, was weiß ich." „Nicht dein Ernst Prongs." fluchte er und griff die nächste Lampe und schmiss sie auf den Boden. „Hey hey!" Ich lief zu ihm und legte meine Hand auf seine Schulter um ihn zu beruhigen.

Ich drehte mich zu James: „Geh du mal hoch zu ihr." und er horchte auf mich.

Sirius stieß mich leicht weg und setzte sich verzweifelt auf das Sofa. Ich kniete mich vor ihn hin. „Sirius beruhige dich!" „Beruhigen Lily? Ist das dein Ernst? Sie ist schwanger!" „Ich weiß, aber sie sind deine Freunde und vielleicht endet alles gut." „Wie kann es gut enden? Entweder sie bekommt das Kind und wird auch Abschaum der Familie und ausgestoßen oder sie verliert das Kind und dass ein Kind stirbt ist ebenfalls nicht 'gut', egal wie die Umstände sind. So oder so ist es scheiße. Egal was passiert."Ich nahm seine Hände in die Hand und streichelte über sie. „Ärgert es dich wirklich nur DASS sie schwanger ist, und nicht von WEM sie schwanger ist?" Er atmete tief aus. „Stehst du auf James, Evans?" „Black, es geht gerade nicht-" „-Lily!" „Naja. Ich weiß nicht. Ich habe mich ziemlich scheiße ihm gegenüber benommen und naja jetzt habe ich Pascal..." Er lachte leise. „Verarschst du dich gerade selbst? Als würdest du mit Pascal enden..." „Er ist nett." „Du willst trotzdem was von James." „Und du von Madeleine." „Ich gönne es ihnen ja,-" „-aber dir tut es trotzdem weh. Ich versteh dich Sirius."

Maddie´s Sicht

, Sonntag

„Ich liebe dich so sehr." flüsterte James und küsste mich. „Darf ich mal?" fragte er mich und zeigte auf meinen Bauch. „Sicher." ich lächelte ihn warm an, doch ich war verunsichert. Das Ganze war äußerst merkwürdig. Der Gedanke, dass ich es zu 90% verlieren werde, schmerzt sehr und ich weiß nicht, wie James und ich danach miteinander umgehen werden.

Langsam und sachte schob er mein Top hoch bis zum BH. Dann streichelte er über meinen Bauch.

„Du hast eine kleine Wölbung, das kann man sehen." „Ich bin auch im dritten Monat. Weißt du was? Ich glaube ich wurde ein paar Tage nach dem ersten Advent schwanger." „Ja, das glaube ich auch. Aber mich wundert es ehrlich gesagt, dass man bei dir überhaupt was sieht, soweit ich weiß sieht man nicht immer was im dritten Monat und erst recht nicht, wenn du dich so oft übergeben hast." „Mhm." Er küsste mehrmals meinen Bauch und legte dann seinen Kopf darauf, während seine Hände meine Hüfte leicht streichelten.

„Wenn ich darüber nachdenke, dass das mein Kind ist... Ich ein Vater." „James, du wirst irgendwann ein wunderbarer Vater sein! Da bin ich mir sicher." Ich merkte wie er seinen Körper anspannte. Er wusste, dass ich ihm klarmachen wollte, dass es hier kein Kind und keinen Vater geben wird, so schmerzhaft es auch war.

, Dienstag

„Es tut mir Leid Miss Boutier, aber das Herz des Kindes hat aufgehört zu schlagen. Wir müssen eine Ausschabung vornehmen."

Sirius´ Sicht

„Es tut mir so Leid, Süße!" Ich nahm Madeleine in den Arm und drückte sie fest an mich. Sanft streichelte ich ihr mit meinen Fingern über den Kopf. „Es tut mir so Leid." flüsterte ich immer wieder, während sie weiter schluchzte und sich an mich klammerte. „Hey, ich übernehme okay?" sagte Delia leise und nahm mir Madeleine ab. Gemeinsam ging sie mit ihr und Natasha hoch in den Mädchenschlafsaal.

Ich atmete tief ein und ging hoch zu James. Als ich die Tür aufstieß sah ich, wie er auf dem Bett sitzend aufblickte. „Padfoot." flüsterte er verzweifelt. Ich lief ihm schnell entgegen und drückte ihn in meine Arme. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr es mir Leid tut Prongs." „Danke Kumpel." Ich drückte ihn weiter an mich.

Als wir uns lösten setzten wir uns beide nebeneinander auf sein Bett. „Hast du schon mit ihr geredet?" „Nicht wirklich. Wir waren beide bei Madame Pomfrey und sie hat gesagt...dass das Kleine... dass es keinen Herzschlag mehr hat." Ihm entflohen Tränen und er stützte seinen Kopf mit seinen Händen ab. Ich legte meine Hand beruhigend auf seine Schulter. „Und dann musste sie zu einer Ausschabung. Ist anscheinend bei Muggeln so üblich. Madame Pomfrey meinte es wäre besser es auf die Muggelart zu machen, da die Zaubertränke zu heftig für sie wären, besonders da sie immernoch auf Tablettenentzug und ihr Körper noch schwach ist." Dass es überhaupt zu ihrer Sucht kam verstand ich einfach nicht. James hätte mehr für sie da sein sollen, das Ganze mehr kontrollieren. Wobei ich mir eigentlich auch selbst an die Nase fassen kann. Ich war schließlich auch bei ihr und habe sie nie gestoppt.

„Das Baby hätte eine Chance gehabt, wenn das Ganze nicht passiert wäre." Man sah meinem besten Freund seine Erschöpfung an und er tat mir immer mehr Leid.

„Du wolltest das Baby?" fragte ich. „Ich liebe sie Sirius." Ich schloss meine Augen.

, Montag

Maddie´s Sicht

Das Ganze war mittlerweile schon ein paar Tage her, dennoch wurde das wahr, was ich am meisten befürchtet hatte. James und ich entfremdeten uns.

„James hör bitte auf." flüsterte ich. Er schreckte hoch. „Hm?" fragte er verwundert. „Denkst du ich merke nicht, wenn du immer meinen Bauch anstarrst, als wäre sie noch darin?" „Tut mir Leid, wenn ich das Ganze nicht so schnell wegstecke wie du. Immerhin ist meine Tochter gestorben." meinte er schnippisch. Ja, Madame Pomfrey hat uns beim Ultraschall damals gesagt, dass es ein Mädchen war. Immerhin war ich ja auch schon ein paar Wochen schwanger. „Die du 5 Tage lang kanntest." Sobald diese Worte meinen Mund verließen, bereute ich sie. Ich sah den Schmerz in seinen Augen. „James, ich.. es tut mir-" „-Nein, lass gut sein." Er sah mich verletzt an, erhob sich und ging aus dem Gemeinschaftsraum.

Lily´s Sicht

Ich lief gerade um die Ecke, als ich lautes Gepolter hörte. Vor mir stand ein ziemlich aufgewühlter James Potter, der lauter Blumentöpfe und ähnliches herum schmiss. „James!" rief ich entrüstet. Er sah mich an und erst da erkannte ich, dass er geweint haben musste. Er setzte sich wütend auf die Treppe und ich lief zu ihm.

Ich legte meine Hand auf seinen Rücken und streichelte sanft darüber. „Gib dir Zeit James." Er fing an zu schluchzen und mir tat mein Herz weh. „Ich... ich wollte das Baby so sehr. Ich weiß es hört sich kindisch an." „James, daran ist nichts kindisch." beschwichtigte ich ihn. „Ich hatte immer den Verdacht, dass sie schwanger war und am Anfang hat es mich verrückt gemacht, aber nach einer Zeit habe ich mich damit beschäftigt und war sogar enttäuscht, als sie meinte, dass sie nicht schwanger wäre. Und dann jetzt, jetzt war sie wirklich schwanger. Ich meine, ich wäre Vater geworden." Ich lächelte ihn an.

„Mir war es egal, welche Umstände wir gerade haben oder die Verlobung. Aber dieses Kind, das war ein Teil von ihr und mir. Ich habe es noch nichteinmal meinen Eltern gebeichtet. Lily, ich hätte mich so auf das Baby gefreut." „Oh James." Ich nahm ihn in den Arm und streichelte seinen Kopf.

Maddie´s Sicht

Ich begriff immer mehr und mehr wie sehr James das Baby liebte und vermisste und es machte mich fertig. Ich konnte schließlich nichts ändern. Aber ich merkte auch, dass er mir die Schuld zuwies. Schließlich war ich diejenige, die Unmengen von Tabletten nahm, Exzesse feierte und mich absolut gehen ließ. Aber ich wusste doch nicht, dass ich ein Kind in mir trug! Ich hatte ihm doch nicht absichtlich wehgetan, ich wollte das nicht!

Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und vergrub mich tiefer unter meine Decke.

Es klopfte leise an der Tür. „Es ist offen!" schrie Cassandra. Automatisch zuckte ich unter ihrer kreischenden Stimme zusammen. Sie machte die Tür auf und ging raus „Ah du bist es. Naja ich muss eh gehen."

Ich spürte wie jemand kam und sich neben mich legen wollte. „Rutsch mal." Es war James. Er legte sich zu mir und schlang seine Arme um meine Hüfte. „Es tut mir Leid, dass ich nicht für dich da war." flüsterte er mir ins Ohr. „Denkst du es ist meine Schuld?"antwortete ich. „Ich will dir keine Vorwürfe machen, du wusstest es nicht." „Wir könnten es doch irgendwann wieder probieren." Hatte ich das wirklich gesagt? Ich wusste nicht, ob ich das nicht bereute. James antwortete mir nicht, also drehte ich mich um, um ihm in die Augen zu schauen. „Darum geht es nicht." murmelte er. „Ich meine ich wollte nicht unbedingt ein Kind. Aber als ich gedacht habe du wärst schwanger, oder auch als wir es wussten – ich wollte 'das' Kind. Verstehst du? Ich habe es geliebt als wäre es schon hier. Und jetzt ist es einfach weg. "