9.

Lucius Malfoy ging schnellen Schrittes in Richtung Kerker, während er voller Mißtrauen, aber auch Vorfreude, wie er zugeben mußte, überlegte, was die Kleine von ihm wollen könnte... offiziell.

Er hatte eine Nachricht erhalten... von einer Eule, und in der hatte sie geschrieben, daß sie sich unbedingt mit ihm treffen müsse...

Damit hatte er eigentlich nicht gerechnet.

Und dennoch hatte sie es getan... das war aufregend.

Was sie tatsächlich wollte, wußte er ja inzwischen – auch, wenn sie es freiwillig nie zugegeben hätte und sich ihm sicherlich nicht an den Hals werfen würde, so aufschlußreich das Gespräch mit ihr am Abend des Weihnachtsballs auch gewesen war.

Er lächelte beim Gedanken daran.

Es war ein wahres Vergnügen gewesen, mit ihr zu spielen... sie heiß zu machen... und sie zu küssen.

Der süßeste Geschmack, den Lucius je auf der Zunge gehabt hatte.

Spätestens an diesem Abend hatte er beschlossen, daß er sie in nicht allzu ferner Zukunft ficken würde... und hatte den wütenden Ausdruck in ihren Augen genossen, als er sie charmant darauf hingewiesen hatte.

Und zwar genau so.

Und nun hatte sie ihn gebeten, in den Unterrichtsraum für Zaubertränke zu kommen... wo sie sich anscheinend ziemlich häufig aufhielt, sodaß es kaum verdächtig war.

Er als oberster Schulrat mußte sich für seine Anwesenheit seiner Meinung nach sowieso nicht rechtfertigen.

Er öffnete die Tür, trat ein und schloß sie.

Die Tür zu Snapes Büro stand offen, und er ging darauf zu.

Im Dunkel stand eine Gestalt, auf die er zutrat.

„Miss Lilly, was kann ich denn...", begann er, und er verstummte, zog die Augenbrauen zusammen.

Dann fragte er irritiert:

„Wer sind Sie denn?"

Vor ihm stand eine Schülerin, zierlich, vermutlich 14 oder 15 Jahre alt.

Dunkles kinnlanges Haar, rundes Gesicht, Slytherin-Uniform.

Sie trat einen Schritt auf ihn zu, sah aus großen, scheinbar sehr nervösen Augen zu ihm auf.

„Bitte verzeihen Sie mir, Mr. Malfoy... es tut mir wirklich leid, daß ich das tun mußte... ich weiß, Sie haben immer viel zu tun... aber ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden soll...", sagte sie mit schüchterner, leicht piepsiger Stimme, während er sie recht unwirsch ansah.

„Ich bin Pansy Parkinson, Sir... ich bin im gleichen Jahrgang wie Draco..."

Lucius Malfoy wurde ungeduldig.

„Und? Was wollen Sie? Und wie kommen Sie dazu, mich unter falschem Namen herzulocken, Miss Parkinson?"

Sie zuckte zusammen, konnte kaum seinem kalten Blick standhalten, als sie flüsterte:

„Meliane war doch letztes Jahr mit Draco beim Weihnachtsball... und ich dachte, da Sie sie kennen, würden Sie eher herkommen... sie ist ja auch Vertrauensschülerin... als wenn eine Ihnen unbekannte Schülerin Sie bittet..."

„Da liegen Sie vollkommen richtig, Miss Parkinson", unterbrach Lucius Malfoy sie mit schneidender Stimme.

„Also wenn Sie mir nicht augenblicklich sagen, weshalb Sie mich herbestellt haben..."

Sie wich zurück, als seine Augen gefährlich blitzten.

„Bitte, Mr. Malfoy, Sir,... es tut mir wirklich leid... ich bin nur so verzweifelt...", flüsterte sie, senkte den Blick, holte tief Luft und sagte leise:

„Es ist wegen... Draco. Ich... Mr. Malfoy... ich liebe ihn."

Sie schlug vorsichtig die Augen hoch, und Lucius Malfoy konnte es darin schimmern sehen... und wurde wütend.

Das durfte doch wohl nicht wahr sein!

Er war hier wegen eines dummen verliebten Teenagers?!

Doch bevor er sie anfahren konnte, fuhr sie mit offenbar nur mühsam beherrschter Stimme fort: „Ich würde alles für ihn tun, Sir... einfach alles! Aber er... sieht mich einfach nicht, er sieht nur... sie!

Meliane Lilly!"

Beim Aussprechen ihres Namens trat ein haßerfüllter Ausdruck in ihre Augen, der sofort wieder verschwand, als sie seine eisigen Blick sah.

„Miss Parkinson...", sagte er leise und unüberhörbar verärgert, „... es ist bedauerlich für Sie, daß mein Sohn Ihre Gefühle anscheinend nicht erwidert. Aber ich kann mich nur nochmals- und zwar zum letzten Mal- wiederholen: Was wollen Sie von mir?"

Diese jammernde Schülerin begann, ihm gehörig auf die Nerven zu gehen.

„Ich will... daß Sie mir helfen... Draco davon zu überzeugen, daß ich die Richtige für ihn bin.

Und daß er sie vergißt", sagte sie.

„Ich weiß, daß er auf Sie hören würde. So, wie er immer von Ihnen spricht... er verehrt Sie sehr. Ich bin ganz sicher, daß er sich Ihrem Wunsch niemals widersetzen würde."

Jetzt zog Lucius Malfoy die Augenbrauen hoch.

„Jetzt hör mir mal gut zu, Kindchen.

Es interessiert mich nicht im Geringsten, ob mein Sohn sich für dich erwärmen könnte oder nicht. Und ich wüßte zu gerne, wie du auf die absurde Idee kommst, ich würde meine Zeit dafür verschwenden, einem verknallten Schulmädchen zu helfen!" sagte er sehr genervt.

„Weil ich Ihnen, wenn Sie mir helfen, etwas geben kann... von dem ich glaube, daß sie es wollen. Aber nicht haben dürfen", wisperte Pansy, eingeschüchtert, aber entschlossen.

„Du?" erwiderte Lucius Malfoy und mußte automatisch auflachen.

„Was sollte das wohl sein, was du mir zu bieten hättest... was ich anders nicht bekommen kann?"

Sie schluckte, trat näher und sagte zitternd:

„Wie gesagt... ich würde alles für Draco tun...um ihn zu kriegen.

Und ich meine wirklich... alles, Sir."

Ihre Augen wanderten von seinen fixierenden Augen hinab über seinen Körper zu seiner Hose.

Lucius Malfoy war noch nie schwer von Begriff gewesen, und seine Augen blitzten in Fassungslosigkeit auf.

Meinte sie tatsächlich...

Mit eisigster Stimme sagte er, auf sie herabblickend:

„Berichtigen Sie mich, wenn ich falsch liege... aber kann es sein, Miss Parkinson... daß Sie sich mir gerade allen Ernstes... selbst anbieten, um an meinen Sohn heranzukommen?

Bitte... sagen Sie mir, daß dies ein Scherz ist. Auch, wenn ich Ihnen versichern kann... daß ich solche Scherze ganz und gar nicht schätze."

Sie sah ihn stumm an, aus großen himmelblauen Augen; sie war blaß, schien aber immer noch wild entschlossen, als sie sagte:

„Das ist kein Scherz, Mr. Malfoy. Ich bin bereit, alles zu tun, was Sie von mir verlangen.

Sie können mit mir tun, was immer Sie wollen."

Ihre Stimme bebte leicht.

Er trat dicht vor sie und sah ihr kaltblitzend in die Augen.

„Tatsächlich...", flüsterte er. Dann schnaufte er verächtlich.

„Großer Gott, Mädchen – du zitterst ja jetzt schon. Ich will gar nicht wissen, wie es erst wäre, wenn ich wirklich alles mit dir tun wurde, was mir so einfällt... und du sicher auch nicht. Aber", er trat wieder etwas zurück... sie atmete aus – , „... ich kann dich beruhigen.

Ich bin in keinster Weise interessiert. Glaubst du etwa, ich habe Lust, mich mit einem heulenden kleinen Mädchen abzumühen, dem ich alles erst vorher erklären muß? Mal ganz davon abgesehen, daß du scheinbar vergessen hast, daß ich ein verheirateter Mann und Oberster Schulrat bin. Und jetzt geh und beschäftige dich wieder mit Dingen, denen du gewachsen bist... und sei froh, wenn deine Eltern nichts davon erfahren!"

Mit einem letzten verärgerten Auffunkeln in seinen Augen wandte er sich in Richtung Bürotür... als hinter ihm ein lauter Ruf erklang und die Tür zugeschlagen wurde, dann Pansy Parkinsons Stimme:

„ Bitte, warten Sie, Mr. Malfoy... ich flehe Sie an!"

Er wandte sich um und sah, wie sie auf ihn zutrat.

Sie flüsterte:

„Als ich vorhin sagte, daß ich Ihnen etwas geben kann, das Sie wollen... meinte ich eigentlich nicht mich, Sir... das heißt, schon mich... aber in einer anderen Gestalt."

Sie hielt ein Fläschchen hoch, mit der anderen Hand etwas, das er nicht sehen konnte.

Sie wisperte:

„Das hier... ist ein Haar von Meliane Lilly. Ich muß es nur in diese Flasche werfen... und ich wäre dann... sie. Für eine Stunde."

Lucius Malfoy trat automatisch auf sie zu, und jetzt sah er es, das lange, gewellte Haar, bernsteinfarben mit rötlichem Schimmer...

Er kannte nur eine Person, die genau diese Haarfarbe hatte.

„Vielsafttrank?" flüsterte er .

Sie nickte mit großen Augen.

Er schluckte reflexartig, bei der kurzen, blitzartigen Vorstellung, daß sie plötzlich vor ihm stehen könnte... und er alles tun konnte, was...

Dann zischte er:

„Und wie zum Teufel kommen Sie darauf, daß das meine Meinung ändern könnte, Miss Parkinson?"

Mit schüchterner Stimme sagte sie leise:

„Ich... ich habe Sie gesehen... Sie beide. Am Abend des Balls... auf der Brücke."

Wie erstarrt sah er sie an, dann näherte er sich ihr und sagte gefährlich leise:

„Und du hast wohl nicht vor, irgendjemandem davon... zu erzählen, oder?"

Sie schüttelte eilig den Kopf, wich zurück und stammelte:

„Nein... nein, natürlich nicht, Sir, niemals... Sie sind doch Dracos Vater, und ich würde niemals etwas tun, das Ihrer Familie schaden könnte... nie!"

Er schwieg, dann sagte er langsam:

„Und dein Angebot ist jetzt... daß du das da...", wer wies auf den Trank, „...trinkst... dich verwandelst... und anschließend alles tust, was ich will? Eine Stunde lang?"

Sie schluckte und nickte, sah ihn aus sehr ängstlichen Augen an.

Eine Stunde... das war nicht wirklich viel... und dennoch konnte man eine Menge Dinge tun.

Für diese Schülerin könnte diese Stunde jedenfalls ziemlich lang werden...

Und Lucius Malfoy mußte zugeben, daß ihn diese Entschlossenheit ein klein wenig beeindruckte. Dieses verzweifelte Mädchen schien schon jetzt, bei der bloßen Vorstellung dessen, was sie hier gleich tun mußte, der Ohnmacht nahe... und doch war sie dazu bereit, um das zu bekommen, was sie wollte.

Auch, wenn er beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte, daß irgendjemand sich aus Liebe – Liebe! – so erniedrigen konnte.

Aber war ihr Angebot zuvor noch völlig uninteressant und indiskutabel für ihn gewesen, so hatte es nun, aufgrund der neuen Möglichkeiten einen ungeahnten Reiz bekommen.

Er konnte mit ihr Dinge tun, die Meliane Lilly, das eigentliche Objekt seiner Begierde, niemals freiwillig zulassen würde... und doch würde es ihr Körper sein, mit dem er all das tun konnte.

Der ihm gehören würde.

Und er mußte keinerlei Rücksicht auf sie nehmen... vielleicht würde er sie sogar vergewaltigen. Nicht, weil er das unbedingt wollte... sondern einfach nur, weil er es konnte.

Er begann, leise zu lächeln.

Diese Pansy Parkinson würde wohl eher vor Angst sterben, als irgendwem davon zu erzählen, da war er sicher...

Er hatte sich entschieden.

Leise sagte Pansy Parkinson, die anscheinend seinen Entschluß in seinen Augen hatte aufblitzen sehen:

"Ich weiß sicher, daß Professor Snape erst frühestens morgen wieder hier sein wird... und ich werde dafür sorgen, daß er nichts von dem bemerken wird, was wir hier... was Sie mit mir...", ihre Stimme versagte.

Er betrachtete sie ungerührt und sagte:

„Also... jetzt gleich? Hier? Mir scheint, Miss Parkinson...", er begann, sie zu umkreisen, „... du willst es möglichst schnell hinter dich bringen."

„Nein...", sagte sie hastig, „.. ich dachte nur... es wäre so eine günstige... Gelegenheit..."

Er blieb vor ihr stehen, seufzte fast sanft.

Dann lächelte er.

„Also gut. Dann wollen wir mal sehen", sagte er und deutete auf die Flasche.

„Trink es."

Ihre Hand zitterte leicht, als sie Melianes Haar dem Trank hinzufügte, woraufhin die Flüssigkeit eine rotviolett leuchtende Farbe annahm.

Ihre Augen waren groß und voller Angst, als sie das Fläschchen an ihre Lippen hob... und es mit einem Ruck austrank.

Heftig atmend stellte sie es auf dem Tisch hinter sich ab, auf dem diverse Werkzeuge wie Messer lagen, und wich langsam einige Schritte zurück.

Lucius Malfoy sah fasziniert, wie ihr Körper wuchs, ihre Hüften und Brüste runder und weiblicher wurden, ihr Haar länger und heller, ihre Augen dunkler... ihre Gesichtszüge veränderten sich... bis sie vor ihm stand.

Bis aufs letzte kleine Detail.

Er atmete leise aus, und mit leichtem Glitzern in den Augen trat er näher.

Tatsächlich, die perfekte Illusion... wundervoll.

Nur ihre Augen waren anders – Meliane Lilly trat ihm in der Regel mit blitzenden, stolzen Augen entgegen, nicht ängstlich wie dieses Mädchen hier.

Aber in Kombination mit ihrem Äußeren war diese Angst gar nicht mal so... uninteressant.

Er stand jetzt dicht vor ihr, sie sah zu ihm auf... und er beugte sich langsam zu ihr herab, als sie instinktiv zurückwich und flüsterte:

„Warten Sie... ich dachte, damit es... echter wirkt... sollte ich die hier vorher anziehen..."

Er richtete sich auf und sah auf die Ravenclaw-Uniform, die sie hochhielt.

Sie wollte sich extra umziehen, bevor sie sich wieder ausziehen würde?

Naja... sie hatte offensichtlich Liebe fürs Detail.

Er zog die Augenbrauen hoch und sagte:

„Hm... naja, warum nicht... Dann mach."

Sie nickte und schien abzuwarten, bis er sie fragend ansah.

Sie errötete leicht und murmelte:

„ Ähm... könnten Sie bitte... solange draußen warten? Es.. es dauert auch nur zwei Minuten..."

Ungläubig sah er sie an, hätte fast laut aufgelacht.

Sie war nicht mal in der Lage, sich vor ihm umzuziehen, wollte aber gleich ganz andere Dinge für ihn tun?

Großer Gott...

Lucius verdrehte die Augen und sagte mit mildem Spott:

„Na, das fängt ja gut an. Ich hoffe, du machst das gleich wieder wett. Mit verklemmten Frauen... oder in deinem Fall, Mädchen... kann ich nun wirklich nichts anfangen.

Aber das wirst du ja gleich sehen."

Er sah die Panik in ihren Augen, wie sie schluckte, ihn anstarrte... vermutlich bereute sie es bereits, sich ihm angeboten zu haben.

Lucius Malfoy sah zweifelnd, aber auch amüsiert auf das etwas hilflos wirkende Mädchen und ging zur Tür, schloß sie hinter sich.

Gerade, als er jetzt ungeduldig durch den Klassenraum schlenderte – sie wollte doch wohl nicht etwa Zeit schinden... davon wäre ihr abzuraten... – da öffnete sich die Kerkertür und herein kam – Draco, und bei ihm...

Lucius Malfoy blinzelte... was zum...

Draco blieb abrupt stehen.

„Vater... was machst du denn hier?" fragte er verdattert, doch Lucius ignorierte seine Frage, denn er hatte nur Augen für das Mädchen bei seinem Sohn.

Zierlich, dunkles, kinnlanges Haar, himmelblaue Augen... Slytherin-Uniform.

Er starrte das Mädchen an, das unter seinem bohrenden Blick noch kleiner zu werden schien, und fragte:

„Und Sie sind?"

Sie warf einen schnellen, eingeschüchterten Blick zu Draco und piepste:

„Pan... Pansy Parkinson, Sir... aus Dracos Jahrgang..."

In Lucius´ Kopf rauschte es.

„Und wo kommt ihr jetzt her?" fragte er seinen Sohn, mühsam beherrscht, ohne das Mädchen aus den Augen zu lassen.

„Naja, wir waren in Hogsmeade... du weißt doch...", begann Draco verwirrt, doch Lucius unterbrach ihn:

„Den ganzen Nachmittag?"

„Ja...", antwortete er... und Lucius Malfoy verstand.

Unfaßbar... dieses kleine, unverschämte und anmaßende Ding...

„...wir sollen für Professor Sprout etwas holen...", sagte Draco und holte einige Dinge aus dem Vorratsschrank neben ihm.

Lucius wandte sich, unter mühevoll unterdrücktem, aber stetig wachsendem Zorn, seinem Sohn zu und sagte:

„ Dann steht hier nicht rum und bringt es ihr schon. Kann deiner Note in Kräuterkunde sicher nicht schaden."

„Ja, Vater", beeilte sich Draco zu sagen, und Pansy Parkinson sagte schüchtern:

„Auf Wiedersehen, Mr. Malfoy... es hat mich sehr gefreut, Sie kennengelernt zu haben..."

Lucius nickte unwirsch und sah, wie die beiden eilig verschwanden... und langsam wandte er sich in Richtung Bürotür.

Er ging darauf zu, öffnete sie langsam, trat ein... und mit einem leisen Murmeln und einer kleinen Handbewegung... verriegelte er sie.

Und zwar so, daß nur er sie wieder öffnen konnte.

Sie lehnte am Tisch, sah ihn mit sanftem Blick entgegen... und mit keiner Spur des soeben noch vorgetäuschten ängstlichen Ausdruckes in ihren Augen.

Mit blitzenden Augen kam er auf sie zu.

Sie lächelte leicht und sagte:

„Gott, tut das gut... endlich wieder meine eigene Uniform zu tragen... in diesen Slytherin-Klamotten fühlt man sich automatisch...", ihre Hände glitten langsam über ihren Körper, „... schmutzig."

Er blieb erst dicht vor ihr stehen.

„Ich glaube... wir hätten da etwas zu klären... Miss Parkinson!" flüsterte er rauh und wütend.

„Oh, Sie dürfen mich ruhig wieder mit meinem richtigen Namen ansprechen... Mr. Malfoy", schnurrte sie.

Beide standen sich mit funkelnden Augen gegenüber, wie zwei knurrende Raubtiere, kurz bevor sie aufeinander losgingen.

„Was wollten Sie mit diesem albernen Spielchen bezwecken, Miss Lilly?" zischte Lucius Malfoy. Sein ungezügelter Atem blies über ihre Haut, was sie augenblicklich zum Erschauern brachte.

„Naja...ich bin ein neugieriger Mensch, und ich habe mich seit geraumer Zeit gefragt, wozu ein so moralisch fragwürdiger Mann wie Sie es sind, wohl noch imstande sein könnte... und ich muß zugeben, ich war mir nicht zu hundert Prozent sicher, aber ich bin nun nicht wirklich... überrascht", sagte sie sanft.

Sie fuhr fort:

„Sie würden also tatsächlich ein 14-jähriges Mädchen... eine Mitschülerin Ihres Sohnes... so schamlos ausnutzen? Sie für die Befriedigung Ihrer Triebe mißbrauchen, ohne mit der Wimper zu zucken? Ein junges, unschuldiges Mädchen, das Sie um Hilfe bittet, und das ganz offensichtlich in ihrem ganzen Leben noch kein einziges Mal einen... Schwanz gesehen hat?"

Sie legte eine Hand an seine Brust, und er sog bei ihren direkten Worten scharf die Luft ein. Sie schüttelte sanft tadelnd den Kopf.

„Ich muß schon sagen, Mr. Malfoy... das ist erschütternd! Ich bin zutiefst entsetzt, und meine bisher so tadellose Meinung von Ihnen ist soeben ganz schön ins Wanken geraten!"

„Und ich nehme an...", flüsterte er zornig, aber leicht erregt, „... du hast in deinem Leben bereits eine ganze Menge Schwänze gesehen, meine Kleine."

„Nicht doch...", sagte sie lächelnd und glitt mit ihrer Hand an seiner Brust herab, „... das ist weit übertrieben. Aber immerhin... wäre ich um ein Haar heute abend um den Anblick eines weiteren reicher geworden...nicht wahr, Sir?

Vermutlich... genau jetzt..."

Ihre Hand wurde von seiner gepackt, als sie tiefer rutschte, und er zog sie ruckartig, wütend, von seinem Körper.

Ihre Augen funkelten auf, als sie sah, wie sehr sie ihn auf die Palme brachte.

„Sagen Sie, Sir... nur so aus reiner Neugier...", begann sie; er hielt immer noch ihre Hand fest in seinem Griff –, „... was hätten Sie eigentlich so alles von mir verlangt? Von... Pansy, meine ich natürlich... nicht, daß sie es in Wahrheit dabei auf eine ganz andere Schülerin abgesehen hätten..."

Es blitzte gewaltig in seinen Augen, als er sie so unverfroren darauf aufmerksam machte, daß sie sehr wohl wußte, daß nur die Vorstellung, sie für seine Zwecke zu benutzen, ihn überhaupt erst dazu gebracht hatte, auf das Angebot einzugehen... daß sie wußte, daß er scharf auf sie war. Dieses kleine...

Er ließ ihre Hand los, wich zurück und betrachtete sie eingehend von oben bis unten. Dann flüsterte er mit grimmiger Stimme:

„Willst du das wirklich wissen, Kleine?"

Sie nickte und hauchte:

„Ja... das will ich wirklich wissen. Zumindest wüßte ich gerne... was ich als erstes hätte tun müssen... nein, warten Sie. Ich möchte raten."

Sie trat zu ihm, stellte sich leicht auf die Zehenspitzen und legte locker die Arme um seinen Nacken.

Er war überrumpelt, und sie flüsterte gegen seine Lippen:

„Ich würde vermuten... Sie hätten mir befohlen, vor Ihnen runterzugehen... auf die Knie...so..."

Lucius hielt den Atem an, als sie langsam vor ihm in die Knie ging, ihre Hände über seinen Körper gleiten lassend, bis diese an seinen Hüften lagen.

Sie sah zu ihm auf, aus diesen großen, scheinbar unschuldigen Rehaugen, und flüsterte:

„Würde Ihnen das so gefallen... Sir? Macht Sie die Vorstellung... geil, ein junges Schulmädchen vor sich knien zu haben, mit ängstlichen Augen, das Ihnen die Hose öffnet... Ihren.... Schwanz daraus befreit...", ihre Stimme war ein Hauch, nicht mehr, und sie erregte ihn... „...ihn langsam in den Mund nimmt... zwischen ihre Lippen... direkt an ihrer Zunge...", er begann, schneller zu atmen, wurde unglaublich heiß bei ihren Worten..., „...um ihn dann richtig gut... zu lutschen?"

Mit rauher Stimme griff er in ihr Haar und flüsterte:

„Du hast einen völlig falschen Eindruck, wenn du tatsächlich glaubst, ich würde auf kleine Schulmädchen stehen, die so viel Ahnung vom Ficken haben wie Muggel vom Zaubern, Süße."

Sie hauchte:

„Ich bin auch nur ein kleines... Schulmädchen, Mr. Malfoy... und doch... würden Sie mich jetzt nicht zurückhalten, wenn ich es täte... wenn ich Ihnen jetzt einen blasen würde...nicht wahr? Wenn ich ihn jetzt lutschen würde... Ihren Schwanz... ihn lecken... daran saugen... bis sie kommen... In meinem Mund..."

Er keuchte unwillkürlich auf... sie machte nach wie vor keine Anstalten, aufzustehen, und er hatte nach wie vor eine Hand in ihrem Nacken...

Verdammt, sie hatte recht, dieses dreiste Miststück, es war so eine verlockende Vorstellung... und er sollte sie auf der Stelle dazu zwingen, genau das zu tun...

Die Vorstellung, wie dieses außergewöhnliche Mädchen mit der Verspieltheit eines Kätzchens und der sexuellen Ausstrahlung und dem Körper einer Frau seinen Schwanz mit ihrer Zunge berührte, es ihm hier und jetzt auf Knien besorgte... er stöhnte innerlich auf, und sie sah es in seinen Augen.

„Wie nett... ich nehme das mal als Kompliment...", flüsterte sie .

„Und sicher würde Ihre Frau... und die Schulleitung... das alles noch viel netter finden – glauben Sie nicht auch, Mr. Malfoy? Oder...", hauchte sie sanft und unschuldig, „... darf ich Sie... Lucius nennen?

Ihr Name fühlt sich so schön an... wenn ich ihn in den Mund nehme... auf meine Zunge..."

Aus einem völlig unbeherrschten, wütenden Reflex, fauchend, zog er sie ruckartig hoch und schleuderte sie von sich.

Er atmete heftig, starrte sie fassungslos an.

Sie taumelte, blies sich dann eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah ihn sanft, aber aus funkelnden Augen an.

„Kann ich das... als ein `Ja´ deuten... Lucius?"

***