Ich wurde immer langsamer, bis ich schließlich stehen blieb. Ich schüttelte den Kopf. Irgendetwas hatten wir übersehen. Der Mann hatte Betty nicht allein entführen können. Das war zu einfach. Ich stemmte die Hände auf die Knie und keuchte. Was war nur los? Gut. Er hatte sie nicht allein entführt. Doch, wenn er sie nicht allein entführt hatte, dann musste er einen Komplizen gehabt haben und den hatten wir übersehen. Ich sah auf. Plötzlich flog ein Vogel direkt an mir vorbei. Ich ließ mich zur Seite in den Wassergraben neben der Straße fallen. Die Bremsen eines Autos quietschten. Was hatte der Vogel geschrieen? Runter von der Straße, da war ich mir sicher. Eine Autotüre wurde zugeschlagen. Ich reagierte blitzschnell und stolperte den Hang hinauf hinter das Auto. Ich hörte wie eine Person mit Stöckelschuhen das Auto auf der anderen Seite umrundete. Als sie neben dem Graben stand rannte ich auf die rettenden Büsche auf der anderen Seite der Straße zu. Ich hörte wie die Person fluchte, sie starrte schließlich auf einen leeren Graben und ein Feld, auf dem sie mich sofort hätte sehen müssen.. Und sah wie sie wieder in das Auto einstig. Ich war sicher, dass war die Komplizin. Sie fuhr davon. Ich atmete einmal tief ein und aus, dann bing ich wieder auf die Straße zurück. Wenn ich glück hatte war ich schnell wieder im Hotel.

Mulder raste aus der Einfahrt. Er musste Ariana finden. Er hatte das Gefühl, dass das alles noch nicht vorbei war. Kaum bog er um die Ecke, kam sie ihm auch schon grinsend entgegen. „Na, Mulder machst du auch dein Morgenjogging??" fragte sie frech. „Nein, eigentlich hab ich nach dir gesucht..." Er musterte sie. In ihrem dunkelblonden Haar hatten sich Äste und Blätter verfangen und ihr Gesicht war mit Schlamm verdreckt, doch das alles schien ihre gute Laune nicht trüben zu können. Sie grinste ihn immer noch an. „Was ist?" „Nichts, Mulder, ich habe nur daran gedacht, dass ich jetzt Hunger habe." Sie lief auf das Haus zu. „Hey, warte!!" Mulder holte auf. „Hattest du vielleicht eine Eingebung, oder so was?" Darauf erhielt er keine Antwort, nur ein Grinsen.

Scully saß mit Betty am Frühstückstisch. Betty fielen immer neue Fragen ein. Doch Scully war abwesend. Sie starrte auf die Tür und hoffte bald zwei lebende Partner zu sehen. Oder zumindest erst mal einen, der ihr erklärte, was um alles in der Welt los war. Sie bemerkte, wie jemand sich neben sie stellte. Es war Anna. „Wo sind denn Ariana und ihr Mann heute Mrs. Snyder??" Scully drehte sich um. „Wenn ich das wüsste..." Sie sah wieder zur Tür, durch die Mulder jetzt spazierte als sei nichts gewesen. „Fox was...?" Scully sah ihn fragend an als er an den Tisch trat. „Dana, alles in Ordnung. Ich wollte nur noch ein bisschen joggen." Die Leute an den Nachbartischen indessen sahen dem Gespräch aufmerksam zu. „Ach Betty, wie schmeckt es dir?" Mulder setzte sich. „Klasse." Das Mädchen himmelte Mulder an. Tania kam vorbei. „Wo ist Ariana?" erkundigte sie sich. Mulder sah sich um. Dann deutete er auf den Eingang. Tania folgte seinem Blick. „Wo? Ich kann sie nicht sehen." Ich kam grinsend auf die Gruppe zu. Dafür sah jemand jetzt sehr unsicher drein. „Morgen allerseits." Der ganze Speisesaal war auf einmal ruhig. Alle starrten mich an. Es war wirklich komisch so verdreckt wie ich war grinsend in diesem schönen, sauberen Saal zu stehen. Die meisten beobachteten mich argwöhnisch. Ich setzte mich und nahm mir eine Semmel aus dem Brotkorb. Ich biss ab. Mit vollem Mund sagte ich : „Na haben sie ihren Freund schon im Krankenhaus besucht ANNA??" Die junge Frau fuhr zusammen. Doch als sie in meine nunmehr kalten Augen sah wusste sie, dass ich sie durchschaut hatte. Wieder biss ich ab. „Hiermit, sind sie festgenommen, wegen Entführung, Mord und versuchtem Mord. Scully, würden sie ihr bitte Handschellen anlegen." Als alle zwischen mir, Scully und Anna hersahen, erkannte diese ihre Möglichkeit zur Flucht. Doch sie kam nicht weit, denn ich sprang auf und stand schon in der Tür, als sie auch erst wenige Schritte getan hatte. „Wenn sie mit mir um die Wette laufen, oder kämpfen wollen, dann sagen sie es! Aber seien sie gewarnt, sie können mich nicht besiegen..." Doch Anna versuchte es trotzdem. Diesmal war ihre Wahl Tania, die neben ihr stand. Die Waffe in ihrer Hand glitzerte silbern. „Lassen sie mich gehen!!" zischte sie zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. „Lassen sie das Kind gehen!!" forderte ich. „Nein!" schrie sie. „Dann werden sie auch nicht gehen." Meinte ich gefühllos. „Nein!! NEIN!!" schrie sie und schüttelte Tania, die vor Angst schlotterte, durch. Da stand ich hinter ihr und die Waffe fiel zu Boden. Auch Tania hatte ich hinter mich bugsiert. Anna fand sich mit dem Gesicht am Boden und mit Scullys Handschellen an den Händen wieder. Der Polizei Inspektor kam wenige Minuten später um Anna zu verhaften. „Wie hast du gewusst, dass SIE es war?" fragte Scully als ich teilnahmslos zu essen begann. „Nun als ich heute joggen ging, da wurde mir klar, dass er einen Komplizen haben musste, da er die Familie nicht aus dem Hotel kennen konnte. Dann währe ich beinahe überfahren worden, von einer Frau mit strohblonden Haaren. Ich hab alle Fakten auf einen Haufen geworfen und erkannt, dass es Anna sein musste, vor allem da sie mir von Anfang an unsympathisch war."

In Washington gab es schließlich noch eine Gerichtsverhandlung, bei der Anna Weston und Fred Smith zu lebenslänglich verurteilt wurden. Als Mulder, Scully und ich uns am selben Tag nach der Verhandlung im Büro trafen meinte er. „Die nächste Akte wartet..." ich ergänzte. „Bis morgen!" „Was?" Mulder und Scully sahen zu mir. Ich hielt in der Tür inne und schwenkte die Flöte. „Ich hab ne Verabredung!!" Damit war ich auch schon verschwunden. Scully sah fragend über den Schreibtisch zu Mulder. „Wissen sie, was sie damit gemeinte hat?" Er schüttelte den Kopf. Dann fing er an frech zu grinsen. „Aber, wenn wir ihr nicht folgen finden wir es wohl nie heraus, oder??" damit nahm er seinen Mantel und verließ mit Scully das Büro. Ja, die X-Akten konnten bis morgen warten.


Dieser Schluss passt viel besser und ich bin froh, das ich nicht aufgehört habe zu schreiben, als es eigentlich schon nichts mehr gab. Ich musste einen Komplizen/Komplizin suchen, da ich logischer weise noch einen Täter brauchte. Es musste eine Person sein, die ich nicht sonderlich mochte. Als erstes dachte ich an Tania (Ich hab ja schon von meiner Abneigung erzählt...) aber dann wurde es zu unlogisch und ich entschied mich für Anna. Auch ihre Person war mir ein bisschen im Weg...

Ich hoffe es hat euch gefallen. Als nächstes folgt eine Story namens Mörder auf Weltreise (hoffe ich doch sehr...())