So… dann kommt jetzt mal Kapitel 9 für euch. Disclaimer ist wie immer im ersten Kapitel. Ich wollte es schon früher online stellen… aber das liebe Internet hasst mich einfach… sfz
TiniSnape – Nein… sie hat nicht mehr Glück bei ihm… aber schaut euch die Kellys doch mal an… die Klamotten… die können doch nur von der Zaubererwelt kommen oder was glaubt ihr wie denen ihr Hausboot überhaupt auf dem Wasser geblieben ist? (Ja, man merkt dass ich die nicht wirklich mag.)
So… und nun viel spaß beim lesen…
Kapitel 9
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, sank Hermine gegen diese. Sie schloss die Augen und atmete tief durch. Die Tränen die ihr über die Wangen kullerten ignorierte sie, wie immer. Vermutlich hätte sie eh schon den Preis der Heulsuse des Jahres gewonnen wenn es diesen gegeben hätte.
Das war alles nicht so gelaufen wie sie es sich vorgestellt hatte… ganz und gar nicht. Eigentlich hätte Dumbledore ihr mit Freude erklären sollen daß sie gerne hier im Schloss bleiben könnte. Dass er ja soooo stolz wäre sie aufnehmen da sie seine beste Schülerin wäre und er ihr nichts verwehren könnte. Dass er sie vielleicht sogar für sie sogar mehr als nur ein einfacher Rektor wäre, nein etwas wie ihr richtiger Vater der sie aufnehmen wollte. Aber was hatte sie eigentlich erwartet, nach dem genau dies Harry all die Jahre verwehrt wurde? Warum sollte ausgerechnet sie dann eine positive Antwort bekommen? Gut, bei Harry gab es noch eine Ausnahme… er war schließlich an sein Elternhaus… oder zumindest an das Haus der Familie seiner Mutter, gebunden. Sie aber nicht. Sie hatte nichts von Voldemort zu befürchten! Zumindest nicht direkt. Und der Zauber daß sie zuhause sicherer wäre, funktionierte bei ihr auch nicht, denn das Band der Liebe welches Harry schützte existierte bei ihr nicht. Abgesehen davon dass so etwas wie Liebe bei ihr Zuhause überhaupt nicht existierte. Nur Egoismus, Selbstsüchtigkeit und eben die ganze Palette. Warum also in aller Welt konnte sie nicht im Schloss bleiben? Sie würde doch nichts anstellen oder dergleichen. Dumbledore kannte sie… sie war ein vernünftiges Mädchen… das war sie doch, oder?
Durch das ungeduldige vibrieren der Treppe wurde Hermine aus ihren Gedanken gerissen. Natürlich hatte auch diese Treppe hier ihr Eigenleben wie so ziemlich jede Treppe in Hogwarts. „Ja, ja… ich komm ja schon", murmelte sie lustlos vor sich hin und trat von der Stelle damit die Treppe herabfuhren konnte. Irgendwie hatte sie das Gefühl diese Treppe konnte sie nicht schnell genug loswerden. Aber hatte eine Treppe denn Gefühle?
So ein Quatsch!
Hermine schnaubte über sich selbst. Sie war keine 11 mehr also sollte sie aufhören solch ein Mist zu glauben.
„Hermine… und wie ist es gelaufen? Werden wir Snape noch mal haben? Oder bekommen wir einen neuen Lehrer? Nun sag schon, was ist los? Hat er was wegen den Slytherins gesagt?"
Hermine holte tief Luft ehe sie diese wieder, ziemlich genervt, ausatmete. „RON! Halt die Klappe!" Schnauzte sie ihn kräftig an, so daß der rothaarige Junge in sich zusammen zuckt und Harry einen fragenden Blick zuwarf welcher nur mit der Schulter zuckte.
„Sag mal… was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen? Mußt du Snape heiraten oder was?" Hermine holte tief Luft, antwortete nichts und lief einfach los. Na super, das war jetzt genau daß was sie nun brauchte. Einen beleidigten Ron. Warum war er auch immer so schnell beleidigt und nahm sich alles zu Herzen? Hermine hätte schreien können. Sie stapfte mit dem Fuß auf, machte kehrt und lief einfach davon ohne etwas zu den Jungs zu sagen oder sie weiter zu beachten.
Abermals warfen sich die beiden Jungs einen fragenden Blick zu ehe sie Hermine hinterher rannten. Auf halbem Wege blieb Hermine abrupt stehen so daß die Jungs beinahe in sie hinein gerannt wären. „Müsst ihr mir unbedingt folgen?" Fragte Hermine genervt. „Ich bin doch keine Glucke!" Fügte sie schlecht gelaunt hinzu. Doch Harry überging ihre Frage und stellte seine eigene. „Wo willst du hin? Hermine wir machen uns Sorgen um dich, du bist plötzlich so gereizt…" – „Die ist doch immer so vor den Ferien gereizt! Während andere sich darauf freuen ist sie nur noch bescheuert drauf. Das weißt du doch Harry… wie kann man nur so viel lernen! Jeder ist froh die Schule los zu werden nur Hermine nicht, die will gleich hier einziehen, denn sie könnte ja was verpassen!" Ron war immer noch beleidigt und vermutlich würde das noch eine ganze Weile so bleiben, doch im Moment war Hermine das ziemlich egal.
Sie schloss für eine Sekunde die Augen ehe sie anfing zu sprechen. „Ok… tschuldigung für mein Verhalten…", fing sie langsam an. „Ich weiß ich bin ziemlich gereizt und alleine dies sollte genug sein um euch zu sagen daß ihr mir nicht immer nachlaufen sollt. Und wenn ihr genau wissen wollt wo ich hingehe… ich werde zu Trelawny gehen." Harry zog eine Augenbraue hoch. „Zu der? Ich meine du kannst sie nicht ausstehen… sie kann dich nicht ausstehen, was willst du bei der?" – „Etwas, was euch nichts angeht? Ich möchte sie etwas fragen. Dumbledore hat mich praktisch zu ihr geschickt! Würdet ihr mich jetzt bitte alleine lassen? Bitte Jungs… Ich möchte im Moment einfach nicht in Gesellschaft jemand anderes sein." – „Aber warum denn Mine? Wir sind doch deine Freunde?" – „Genau… deswegen! Weil ihr meine Freunde seid solltet ihr das verstehen…" Traurig blickte sie zu den Jungs.
Harry warf resignierend die Hände in die Luft. "Versteh einer die Weiber… ich glaub ich werd schwul!" Knurrte er leise vor sich hin. „Komm Ron… wir gehen! Wir suchen uns einen Platz wo bessere Laune herrscht! Gehen wir schwimmen?"
Scheiße! Eigentlich willst du doch daß sie bei dir bleiben… warum jagst du sie dann weg? Obwohl… du weißt doch eh nicht was du willst, aber im vermasseln bist du einsame Spitze Hermine!
Ein schweres seufzen hallte durch den Gang ehe Hermine ihren Weg weiter fortsetzte. Als sie endlich vor der Türe ihrer verhaßten Lehrerin stand, starrte sie diese eine Weile an, als würde auch sie ein Eigenleben entwickeln und fragen was sie hier wollte. Vielleicht aber wartete sie auch daß diese olle Kuh die Türe aufriß und Hermine sofort sagte daß sie verschwinden sollte. Zögerlich pochte sie an das Holz als nichts dergleichen passierte.
Ein lauter Schlag drang nach draußen der klang als hätte jemand etwas in seiner Hektik umgeschmissen. Hermine verdrehte die Augen. Wie konnte jemand so doof sein? Und vor allem… wie konnte jemand wie sie, der wohl so unfähig war wie kein zweiter, hier an der Schule unterrichten und die Köpfe der Schüler vergiften?
Die Türe wurde aufgerissen und mehr als Schals und jede Menge Stoff konnte Hermine im ersten Augenblick nicht erkennen. Doch irgendwo, tief unter den vielen Stoffschichten löste sich ein spitzer Schrei. „Ich wusste daß meine Vorhersage richtig war! Der Teufel… er steht vor meiner Tür!" Ihre Aufgeregte Stimme verwandelte sich schnell in einen tiefen Baß. Hermine bezweifelte in diesem Augenblick schwer daß es eine gute Idee war hier her zu kommen, doch sie mußte es wenigstens versuchen ehe sie die olle Schnepfe aufgeben konnte. Was sie jedoch sehnsüchtigst hoffte.
„Ich bin nicht der Teufel, sondern Hermine Granger! Und sie wissen genau wer ich bin! Nachdem wir da geklärt hätten, würde ich sie…", doch weiter kam Hermine nicht. Die Professorin für Wahrsagen fiel ihr ins Wort. Hermine entfuhr ein knurren und ihr Kiefer knirschte gefährlich. Was war das noch einmal für ein Fluch den sie in einem von Snapes Büchern gelesen hatte?
„Du bist der Teufel!" Fing sie an und zeigte mit dem Finger auf Hermine. „Du… ungläubige. Noch nie habe ich so schlechte Schwingungen von jemanden erhalten wie von ihnen! Ihre Aura… sie ist kalt und besessen…" Hermine gab einen leisen Klagelaut von sich. Sie gab auf. Noch keine 2 Minuten war sie im Gespräch, sofern man das so bezeichnen konnte, mit der Frau und schon gab sie auf. Das war zwar nicht wirklich Hermines Art, da sie in der Regel recht stur sein konnte, aber in diesem Fall konnte sie eine Ausnahme machen. Denn mal ehrlich, wer wollte länger als nötig mit dieser Frau in einem Raum sein?
„Erstens… habe ich ihnen gesagt daß ich weder der Teufel bin noch sonst jemanden. Ich bin Hermine Granger! Zweitens… Man zeigt nicht mit dem nackten Finger auf angezogene Leute! Und drittens… wer ihnen glaubt muß recht bescheuert sein! Alles was sie von sich geben ist absoluter Bockmist… und nun entschuldigen sie mich… ich hab nicht weiter vor meine Zeit mit jemanden der so unfähig wie sie ist zu vergeuden! Ach im übrigen… das was sie als kalte Aura entnehmen ist mein Zauberstab der schwer zuckt und kurz davor ist sie zu verhexen. Allerdings sind sie ja mit sich selbst gestraft!"
Hermine achtete nicht weiter auf das aufgebrachte Geschnatter der Lehrerin und machte kehrt. Was hatte sie nur geritten hier her zu kommen? War sie völlig verrückt gewesen? Doch wer wurde schon, innerhalb 2 Minuten, gerne zwei mal Teufel genannt? Wohl keiner. Plötzlich mußte sie ein wenig grinsen. Trelawny würde jetzt vermutlich heulend in ihrem Turm sitzen und versuchen diverse schrecklichen Vorhersagen zu machen und daran verzweifeln weil es nicht klappen würde. Natürlich würde sie Hermine die Schuld geben, da diese ja mit ihrer teuflischen Aura die übersinnlichen flüsse gestört hatte. Abgesehen davon war Hermines Argumentation nicht gerade… erwachsen gewesen.
Wie bitte schön kam sie denn auf den Spruch… man zeigt mit nacktem Finger nicht auf angezogene Leute… Der Finger war wohl das einzige was an der Frau nackt gewesen war. Dennoch mußte sie grinsen.
Nachdem Hermine einige Entfernung zwischen sich und dem Büro der Professorin gebracht hatte blieb sie stehen. Es war ziemlich ruhig im Schloss. Die meisten saßen in ihrem Unterricht oder lagen draußen am See wenn sie so viel Glück wie die Gryffindors bei Snape hatten.
Auf ihrer Liste standen noch zwei potentielle Personen für ihre Sommerferien. Gut, Potentiell war etwas übertrieben… aber es waren kleine Hoffnungsschimmer. So schlug Hermine den Weg zum verrückten Hausmeister Filch ein.
Seine Türe stand einen Spalt offen und so konnte Hermine einen Blick hinein werfen. Sie hatte nie Filchs private Räume gesehen. Sie wusste nicht einmal wo die waren. Hatte er so was überhaupt oder lebte er in diesem schäbigen Büro? Vorstellen konnte sie es sich.
Leise Wortfetzen drangen nach außen während ein schnurren sie fast übertönte. Hermine machte einen Schritt näher bis ihr Gesicht das Holz der Türe berührte.
„Was hat diese Schülerin nur mit dir gemacht? Sie hat dich verhext… sonst wärst du doch niemals zu ihr gegangen und du würdest jetzt auch nicht zu ihr wollen! Sollte sie mir noch einmal unter die Augen treten und es wagen dich anzusehen werde ich sie…" Filch stoppte. Hermine zog eine Augenbraue hoch. Ja, was würde er tun? Sie verhexen? Düfte schwer für einen Squip werden.
„Ich weiß noch nicht was ich mit ihr machen werde…", sprach er weiter. „Aber das Wort Foltern wird darin vorkommen." Zufrieden strich er über das Fell der Katze, welche gequält miaute und Filch kurz darauf in den Finger zwickte. Plötzlich war ihr das Tierchen sogar richtig sympathisch… wenngleich auch ziemlich unheimlich!
Hermine ging zwei Schritte zurück. Filch als Rettungsanker hatte sich wohl gerade erledigt. Da blieb nur noch einer… Snape.
Erschrocken schlug Hermine die Hände vors Gesicht. „Verdammter Mist… ich sollte doch gleich nachdem ich bei Dumbledore war zu ihm kommen… wie konnte ich das nur vergessen. Er wird mich umbringen…"
Und wenn schon… wäre das nicht eine Erleichterung für dich?
Hermine verdrängte diese kleine Stimme in ihrem Kopf. Irgendwie hatte sie ja recht… Irgendwie…
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Im nächsten Kapitel: Hermine fantasiert mal wieder vor sich hin und vergleicht Snape mit einem Vampir...
