AN: Es geht weiter mit der Geiselnahme! Ich merke gerade, die Kapitel waren hier am Anfang wirklich eher kurz geraten, lol ... na ja, aber ihr wisst ja, dass sich das im Laufe der Zeit gebessert hat! Also haltet durch! ... Viel Spass beim Lesen wünsche ich euch :)

Disclaimer: Die Serie CSI NY und ihre Charaktere gehören nicht mir, sondern den Produzenten!
Und Tom und die Flying Docs natürlich auch nicht :(

Special Guest Starring: Dr. Tom Callaghan vom Royal Flying Doctor Service

Zum Kapitel:
Mac hört als erster von der Geiselnahme und rast zu der Schule! Dort versucht er das Kommando an sich zu reißen und auch Stephen bekommt mit, in welch großer Gefahr seine Söhne schweben ...


Kaum fünfzehn Minuten nachdem der Notruf bei der Polizei von New York eingegangen war, saß Mac Taylor bereits in seinem Dienstwagen und raste die Straßen von Queens entlang. Adrenalin schoss durch seinen Körper und er war hoch konzentriert. Alle anderen Menschen in ihren Fahrzeugen, denen er begegnete, machten ihm augenblicklich Platz, als sie die Sirene hörten. An den Kreuzungen musste er das Gas leicht zurück nehmen um nicht mit Passanten oder Autos zusammen zu stoßen. Doch es gab keine Zwischenfälle. Er manövrierte den Cadillac Escalade Ext in hohem Tempo durch den dichten Verkehr und stand kaum zwei Minuten später neben einem Wagen der New Yorker Polizei auf dem abgeriegelten Parkplatz der Schule.

Nachdem er ausgestiegen war und seine Dienstwaffe in das schwarze Lederhohlster an seinem Gürtel geschoben hatte, sah er sich kurz auf dem Gelände um. Einige Polizeibeamte liefen herum und ein Krankenwagen des Forest-Hills Hospital stand vor dem Haupteingang. Nach ein paar Sekunden hatte Mac gefunden wonach er gesucht hatte, einen Polizisten in Uniform, der sich mit einem roten Megaphon und einer gezückten Sig-Sauer bewaffnet, auf den Haupteingang zu bewegte.

„He, Officer," rief Mac, während er auf den Cop zu rannte. Der Polizist blieb abrupt stehen, sah sich um und wartete bis der CSI-Chef ihn eingeholt hatte.

„Detective Taylor," rief er erstaunt und setzte dann seinen Weg durch die Tür fort. „Was hat das CSI hier zu suchen? Es gibt keine Leiche. Ich werde jetzt das S.W.A.T. rufen, die sollen sich um diesen Verrückten kümmern. Entschuldigen sie mich."

Nein, noch nicht ... Mac sah sich konzentriert um, während sie durch das untere Geschoss der Schule gingen. Überall waren Polizisten aufgestellt, die jeden Winkel und jede Ecke im Blick hatten. Einige Uniformierte nickten Mac zu, als sie ihn erkannten. Doch Taylor grüßte nicht zurück. Nachdem sie um eine andere Ecke gebogen waren, sah er auf der linken Seite einen verschlossenen Raum, vor dem in gebührendem Abstand, mehrere Polizisten mit kugelsicheren Westen und Schutzschildern knieten. Mac schluckte und versuchte, die Angst, die sich langsam in ihm aufbaute zu verdrängen oder wenigstens unter Kontrolle zu halten. In diesem Zimmer war sein ein und alles, sein Sohn. Und nicht nur er sondern auch Stephens Kinder und 23 weitere unschuldige Personen.

Die Polizisten mit den durchsichtigen Schutzschildern standen im Flur der High School und sahen sich nach den Ankömmlingen um. Mac ging einen Schritt auf die Türe des Klassenzimmers zu, blieb dann stehen und atmete tief durch. Ich muss versuchen ruhig zu bleiben ... Er ließ sich schnell von dem Officer auf den neusten Stand bringen. Der Verrückte, wie ihn Phil Allister zu nennen pflegte, hatte noch keine Forderungen gestellt und er wollte mit niemandem sprechen. Seit circa einer halben Stunde war es in dem Raum völlig still.

"Hören Sie, Phil," sagte Taylor, während sie wieder ein paar Schritte den Flur hinunter gingen, vorbei an den Polizeibeamten, die mit ihren Maschinengewehren auf der Lauer lagen, sofort bereit einzugreifen. "Mein Sohn, Jason, ist da drin und die beiden Kinder von Stephen. Das was ich jetzt tue, fällt mir nicht leicht, aber ich muss es tun. Ich enthebe sie hiermit ihres Kommandos."

Mit diesen Worten ging der Cop langsam weiter den Flur hinunter und ließ einen sprachlosen Phil Allister zurück. Doch dieser verkraftete den Schreck sehr schnell.

"TAYLOR," rief Phil. "Das können sie nicht machen! Das-"

Das was Mac dann tat, war eigentlich nicht seine Art. Doch in diesem Moment wusste er sich nicht anders zu helfen. Er ging auf seinen Kollegen zu, packte ihn am Kragen, riss ihn von der Mitte des Flures weg und warf ihn gegen die grünen Schulspinde, die an der Wand standen. Phil war so überrascht von dieser Attacke, dass er keinen Wiederstand leistete. Mac drückte sich auf ihn und hielt ihn in dieser Position gefangen. Dann näherte er sich langsam Allisters Gesicht und dessen Ohr.

"Phil," flüsterte Taylor leise und bedrohlich. "Ich übernehme hiermit das Kommando. Ich bin der jenige, der alle Entscheidungen trifft und ich bin der jenige, der das S.W.A.T. ruft, wenn ich der Meinung bin, dass wir es brauchen. Ist das klar?"

Der Polizist schluckte, ließ den Kopf hängen und nickte dann. Doch Mac lockerte weder seinen Griff, noch hielt er es für nötig sich von dem Officer zu entfernen. Stattdessen beugte er sich noch näher zu Phil hinunter.

"OB DAS KLAR IST, OFFICER?"

Phil zuckte verängstigt zusammen, als Mac in sein Ohr brüllte. Dann sah er dem dienstälteren Polizisten in die Augen und wusste, dass er sich schleunigst aus dem Staub machen sollte.

"Ja, Sir," flüsterte er dann.

Mac trat zwei Schritte zurück. Allister wandte sich um und lief schnellen Schrittes an seinen Kollegen vorbei, die ihm irritiert und hilflos hinter her blickten. Als er hinter der nächsten Ecke verschwunden war, sah Mac sich kurz um und griff in die Innentasche seines schwarzen Mantels. Einige Sekunden später lag das Motorola Handy in seiner Hand. Doch er zögerte.

Was passiert, wenn ich Stephen jetzt anrufe? Genau! Er wird sich Sorgen machen und sich sofort in sein Auto setzen. Er wird hier her kommen und ...

Der CSI-Chef stellte sein Telefon auf Vibrationsalarm um und steckte es zurück in seine Tasche.

Dr. Stephen Connors stand mit seinem neuen Kollegen, Dr. Tom Callaghan, in einem der vielen Krankenzimmer des Forest-Hills-Hospital. Die Visite lief seit ein paar Minuten. Der Patient, Mr. Mallard, lag in seinem Bett und sah von einem Arzt zum anderen. Oben an der Decke, gegenüber des Bettes, war ein TV-Gerät angebracht, auf dem gerade die Nachrichten liefen. Der Ton war abgestellt. Tom stand an der Kopfseite des Bettes, hatte ein Klemmbrett in der rechten Hand und las darin.

"Wir werden dann die Dosis erhöhen und sehen wie das Medikament anschlägt," sagte Stephen, der mit dem Rücken zum Fernseher stand. "Fünf Milligramm, abends."

Tom nickte und notierte alles auf dem Formular, welches er dann an Connors weiter reichte. In diesem Augenblick lief eine Sondersendung über den Bildschirm. Mr. Mallard sah interessiert auf und griff dann zur Fernbedienung. Tom sah ebenfalls, an Stephen vorbei, zum Fernseher. Dort wurden einige Polizisten gezeigt und im Hintergrund ein großes Gebäude. Sieht aus wie eine Schule ...

"... die seit genau zwei Stunden von einem Unbekannten festgehalten werden ..."

Dann wurde die blond gelockte Reporterin ausgeblendet und das Gebäude in Großaufnahme gezeigt.

"Schon wieder so ein Amoklauf irgend eines Verrückten," murmelte Tom, während er seinem Patienten den Puls maß. Er begann die Manschette auf zu pumpen und ließ dann die Luft heraus.

"Was," fragte Stephen verdutzt und drehte sich zu dem Fernseher um. Doch was er dann sah, verschlug ihm augenblicklich die Sprache. Er wurde blass im Gesicht und hielt sich am Ende des Bettes fest. Tom bemerkte den plötzlichen Stimmungswechsel bei seinem Kollegen. Er legte das Pulsmessgerät auf das Bett und stellte sich neben Stephen.

"Stephen," fragte Callaghan. "Ist alles in Ordnung? Du siehst etwas blass aus. Was ist denn an dieser Schule und dem Verrückten da, so besonders?"

Connors drehte sich zu Tom um. "Auf dieser Schule ... sind meine Kinder."

Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, war Stephen Connors auch schon aus dem Krankenzimmer verschwunden und ließ einen äußerst irritierten Tom Callaghan zurück.

In dem Klassenraum war die Situation noch immer äußerst angespannt. Die Schüler saßen im hinteren Teil des Zimmers, in den sie der junge Mann getrieben hatte und verhielten sich still. Die beiden Connors Brüder und Jason hockten, an die Wand gelehnt, auf dem grauen Linoleumboden. Alex warf kurz einen kritischen Blick auf ihren Geiselnehmer, der vorne an dem Lehrerpult saß und mit seiner Waffe herum spielte. Einen Augenblick später drehte Alex sich wieder zu David, der neben ihm hockte und begann leise zu flüstern.

"Wir müssen den Kerl irgendwie überwältigen," sagte er. "Wenn wir ihn ablenken könnten, dann stürzen sich die Anderen auf ihn. Das müsste funktionieren. Im Fernsehn klappt das immer."

"Du spinnst, Bruderherz," flüsterte David. "Du hast vergessen, dass er eine Knarre hat. Der knallt uns doch alle ab, sobald wir nur ans Aufstehen denken."

Jason mischte sich jetzt in ihre Diskussion ein. "Wir könnten auch nur einfach auf meinen Dad warten. Der kommt hier rein und ..."

David sah kurz an die Decke und stieß dann einen tiefen Seufzer aus. "Ja und dann? Vielleicht hat er auch keine Ahnung, dass wir hier sind und was hier überhaupt los ist."

In diesem Moment hörten sie durch die Tür ein lautes Piepen und dann eine Stimme.

"Mein Name ist Taylor. CSI von New York. Können Sie mich hören?"

Jasons dunkele Miene erhellte sich von einer Sekunde auf die andere. Gebannt sah er zu der verschlossenen Tür, hinter der er die Stimme seines Vaters gehört hatte. Es gab wieder Hoffnung ... Der Fremde im Raum war von seinem Stuhl aufgesprungen und auf die Tür zu gegangen. Seinen kalten Blick ließ er kurz über seine Geiseln schweifen und wandte sich dann an die fremde Stimme, die ihn soeben angesprochen hatte.

"Verschwinden Sie! Ich will mit dem sprechen, der hier das Sagen hat," schrie der junge Mann. „Ich rede nicht mit Unterhändlern! Und schon gar nicht mit irgendwelchen CSI Cops! HABEN SIE VERSTANDEN, TAYLOR!"

Auf der anderen Seite der Holztür stand Mac Taylor und schluckte. Verdammt! Was mach ich jetzt? Wenn ich ihm sage, was CSI wirklich bedeutet, dann wird er mit mir nicht mehr reden wollen. Mac überlegte angestrengt. Ich muss mir jetzt was einfallen lassen. Ich muss ... Nach zwei Minuten Bedenkzeit trat der CSI Cop wieder an die Tür, das Megaphon hatte er inzwischen weg gelegt. Er sah sich kurz nach beiden Seiten um, ob die Polizisten, die ihm Deckung geben sollten, bereit waren. Dann hob er die Hand und klopfte.

„HAUEN SIE AB!" Ertöte wieder von drinnen die Stimme des Mannes.

„Verraten sie mir ihren Namen. Ich muss doch wissen, wie ich sie ansprechen soll, da wir anscheinend noch viel Zeit zusammen verbringen werden," forderte Mac ruhig.

Doch Mac hörte nicht auf die Forderung des Mannes, der ihm befohlen hatte zu gehen, sondern öffnete plötzlich ruckartig die Tür und trat ein. Das erste was Detective Taylor sah, war der Lauf einer Pistole, eines silbernen Revolvers, um genau zu sein. Zu der Waffe gehörte ein junger Mann, vielleicht Mitte oder Ende zwanzig, mittel groß, grüne Augen und pechschwarzes Haar. Mehr konnte der Polizist im Moment nicht erkennen, denn die Mündung der Waffe, die genau auf seine Nase zielte, war nur fünf Zentimeter von ihm entfernt.

„Hi," sagte Mac ruhig und leise, ohne seinen Täter aus den Augen zu lassen.. „Ich bin der CSI Cop von eben."

Er drehte kurz seinen Kopf, um einen Blick auf die Geiseln zu werfen. Ganz hinten an der Wand entdeckte er seinen Sohn und die zwei Söhne seines Freundes. Jason sah seinen Vater an und Mac nickte knapp. Dann richtete er seine ganze Aufmerksamkeit wieder auf den Geiselnehmer, der vor ihm stand und ihn mit einem sechs-schüssigen Revolver bedrohte.

Tbc ...

AN2: So, jetzt haben wir Mac vor Ort und er verhandelt Auge in Auge mit dem Geiselnehmer! Ob er was erreichen wird? Und wenn ja, was? Stephen hat natürlich so reagiert, wie wir es von ihm gewohnt sind! Wenn es um seine Kinder geht, dann wird der zum Tier und alle sollten in Deckung gehen :) Tom wird jetzt den Laden schmeißen, während Stephen sich auf den Weg zur Schule macht ... Wir lesen uns im nächsten Kapitel! Ich wollte noch Danke sagen, an alle, die mich zu Author Alerts, Favorite Story und Favorite Author hinzugefügt haben! Danke für eure Unterstützung! Alles Liebe, Eure Vanessa