Kapitel 8 : „Du hast keinen Sohn mehr!"

Ohne diese Liebe kann ich nicht leben, ohne ihre Nähe kann ich nicht mehr- Xavier Naidoo

Draco saß im Zug und sah sich die Gegend an. Als der Zug durch Schottland fuhr, war alles mit Schnee bedeckt, doch je näher sie nach London fuhren, desto verregneter wurde es.

Er seufzte. Er wollte nicht nach Hause. Sein Vater würde ihm bestimmt eine Moralpredigt halten, würde ihn fragen, warum er nie bei den Treffen teilgenommen hatte und noch tausend andere Fragen.

Doch Draco fuhr nach Hause wegen seiner Mutter. Als das Schuljahr begonnen hatte, war sie krank und konnte nicht einmal aufstehen. Seine Mutter war Draco wichtig, sie war der starke Beistand, sie half ihm, wenn sein Vater schlecht drauf war.

Seine Mutter war eigentlich immer von starker Gesundheit, sie war nie krank. Doch als Draco Todesser wurde, wurde sie sofort krank. Erst dachte er, es war wegen der Weihe, weil er sein Leben schon versaut hatte. Aber in seinem Kopf schlich eine andere Theorie, warum sie krank war. Sein Vater. Draco wusste, sie liebten sich nicht. Es war nur eine Ehe, damit die Malfoys mit der größten Schwarzmagierfamilie Black vereint würden. Damit der Erbe beider Familien das schwarze Königreich bekäme. Darum hatten sich viele alte Geschlechter dem dunkeln Lord angeschlossen, für ein Königreich.

Er seufzte tief. Draco konnte sich vorstellen, dass sein Vater seiner Mutter Gift in ihr Essen untergemischt hatte, damit sie langsam und qualvoll starb. Er schüttele den Kopf. Das durfte nicht sein! Sie war seine Mutter!!

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„Will...willkommen Master Malfoy!", stotterte der Hauself, als Draco in die Empfangshalle von Malfoy Manor eintrat.

„Wo sind meine Eltern?", fragte er kalt und warf seinen Koffer dem Hauself zu.

Dieser stürzte mit dem Koffer gegen die Wand und sagte:

„Master...Malfoy ist nicht anwesend, Lady Malfoy...liegt in ihrem Zimmer!", stotterte der Elf.

Draco sah den Elf verächtlich an und ging die Marmortreppen hinauf bis zum Schlafzimmer seiner Mutter. Er öffnete die Tür langsam. Das Zimmer war stockduster, doch Draco konnte seine Mutter auf ihrem Bett liegen sehen. Er konnte sehen, wie schwer sie atmete. Er durchschritt den Raum und ging zu den großen Fenstern. Er schob die dunklen Gardinen beiseite und Sonnenlicht erhellte den Raum.

„Draco?"

Es war ein leiser, heiserer Ton. Er ging zu seiner Mutter und setzte sich auf einen Stuhl. Er nahm ihre zierliche, zerbrechliche Hand in seine große starke.

„Wie geht es dir, Mum?", fragte er und streichelte mit seinem Daumen ihre kalten Finger.

„Es geht mir besser, mein Sohn. Es ist schön dich zu sehen, du siehst so erwachsen und reif aus, seit den letzten Mal. Erzähl mir wie die Schule war!", bat sie leise und sah Draco mit viel Liebe an.

Draco wusste, er konnte seiner Mutter alles erzähle, sie würde nichts seinem Vater sagen. Er erzählte ihr von dem Theaterstück, wie er die UTZ geschrieben hatte und wie sehr er sich um sie gesorgt hatte.

„Du hättest dir keine Sorgen machen brauchen. Ich habe mich nur etwas einsam gefühlt ohne dich, mein Schatz.", sagte sie und lächelte leicht.

Seine Mutter passte nicht in dieses Leben. Sie war eine lebenslustige, abenteuerhungrige freundliche Frau, sie passte nicht in das Leben eines kalten Todessers. Draco wusste, seine Mutter war kein Todesser. Sie verabscheute Todesser.

„Jetzt bin ich wieder da! Wo ist Vater?", fragte er.

Seine Mutter drehte sich um und sah zur Decke.

„Wahrscheinlich vergnügt er sich mit einer der jungen Todesserinnen, oder was weiß ich!", sagte sie kalt und wütend.

„Sei nicht sauer, dafür hast du mich!", sagte er.

Sie lachte.

„Ja, ich habe dich und das ist tausend mal besser. Hilf mir auf, ich möchte gern etwas spazieren gehen!", sagte sie und Draco nahm sie sanft hoch.

Trotz ihrer Krankheit, sah sie noch immer hübsch und jung aus. Sie legte ihren Morgenmantel an und ging mit Draco durch das Haus.

„Du hast dich irgendwie geändert, ich fühle es!", sagte sie.

„Wie meinst du das, ich habe mich geändert? Ich war doch nur für 4 Monate weg!", sagte er.

„Ich weiß nicht, aber irgendetwas ist anders. Hast du dich vielleicht verliebt?", fragte sie und sah ihren Sohn von der Seite an.

Draco versuchte sie nicht anzusehen und antwortete nicht.

„Ha! Und wer ist es?", fragte sie und hackte sich bei ihrem Sohn ein.

Draco antwortete nicht.

„Gut, dann sag mir, wie sie ist!", forderte sie.

Draco wollte erst nicht antworten, doch vor seiner Mutter konnte man nichts verbergen.

„Sie ist irgendwie anderes, als ich. Sie ist nett, freundlich, liebenswert. Sie lacht gern, lernt eifrig und wenn ich bei ihr bin, fühlt sich alles richtig an. Es ist...ich weiß nicht, wie man es sagt, es gibt keine passenden Worte. Es ist so ein süßer Schmerz, es ist als ob dein Herz in tausend Stücke zerreißt. Als ob du...als ob du im Himmel bist und sie...und sie...und sie dein eigen ist, als ob sie nur zu dir gehört. Wenn sie dich ansieht, wird dir ganz heiß, und wenn sie dich berührt, ist es als ob deine Haut verbrennt. Wenn sie lächelt, dann ist es ein wunderbares Geschenk, ein Geschenk, dass dir niemand nehmen kann! Oh Gott, ich werde total sentimental!", sagte er und lächelte.

„Es ist wunderschön, nicht wahr? Es freut mich, dass du so etwas erlebst und siehst, wie das Leben sein kann!", sagte seine Mutter und streichelte seinen Arm.

„Aber ich weiß, dass es nicht sein darf! Es ist wie bei Romeo und Julia, sie dürfen nicht zusammen sein. Es ist für mich gefährlich und auch für sie. Und ich weiß nicht einmal, was sie für mich empfindet!", sagte er und fuhr sich mit der freien Hand durch seine Haare.

„Du musst es aus ihrem Verhalten sehen, wie sie sich dir gegenüber verhält."

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Es war Weihnachten. Draco hatte seinen Vater nicht so oft gesehen, doch heute sollte er zum Treffen mit. Er nahm ein Päckchen aus seinem Koffer und ging zu seiner Mutter. Ihr ging es seit seiner Ankunft wieder gut, sie ging oft mit ihm raus und sie redeten lange. Er klopfte an die Tür und ging hinein. Seine Mutter saß angezogen auf ihrem Bett und kämmte ihr langes blondes Haar.

„Draco, frohe Weihnachten!", sagte sie und umarmte ihn.

„Dir auch und hier, dein Geschenk!", sagte er und hielt ihr ein Päckchen hin.

„Für mich, aber das brauchst du nicht!", sagte sie.

„Doch, mach es auf, es wird dir gefallen!"

Langsam öffnete die das Geschenk und schrie laut auf, als sie es sah.

Es war eine silberne Kette mit einem blauen Diamanten, der die Form eines Herzens hatte.

„Der Diamant ist das Symbol für langes Leben und Liebe für die Familie. Du wirst in diesem Stein sehen, wenn einer deiner liebsten Familienangehörigen in Gefahr ist und deine Hilfe braucht!", sagte er.

Sie sah ihn mit Tränen in den Augen an.

„Außerdem passt es zu deinem Kleid, dass du anhast!", sagte er und nahm die Kette aus der Schachtel.

Er legte die Kette um ihren Hals und sah sie lächelnd an.

„Es....es ist wunderschön. Das....ich...ich bin sprachlos!", sagte sie.

„Dann habe ich mein Ziel erreicht!", sagte er.

„Es ist das schönste Geschenk!", sagte sie und umarmte Draco.

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Draco war in seinem Zimmer und sah aus dem Fenster. In seiner Hand lag eine silberne Kette mit einem Rubinanhänger. In dem Rubin war ein Herz eingraviert. Als Draco die Kette seiner Mutter kaufte, blieb sein Blick auf dieser hängen.

Der Verkäufer hatte ihm erzählt, dass wenn er die Kette seiner Angebetenen schenke und sie diese trägt, dass sie für ihn etwas empfinde.

Er nahm eine rote Schachtel und legte die Kette hinein. Er verschloss sie und ging zu seiner Eule.

„Nemo, du weißt an wen die gerichtet ist?", fragte er und streichelte die Eule liebevoll.

Die Eule schuhute und Draco band das Päckchen an ihr Bein.

„Bring es ihr!"

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Draco, sein Vater und seine Mutter gingen durch einen langen kalten Flur eines alten Schlosses.

„Narzissa, dir geht es wirklich gut?", fragte Lucius nun schon hundert Mal.

„Ja, mir geht es gut, Lucius!", sagte sie.

Draco konnte sehen, wie sein Vater sie ansah und etwas in seinem Blick verriet ihn. Er war es! Er wollte sie töten!

Lucius öffnete eine große Holztür und die Familie ging in eine große Halle. Überall waren Tische und Todesser saßen daran. Die Familie Malfoy ging zu einem der ersten Tische und setzten sich. Draco saß neben seiner Mutter und eines unbekannten Mädchens mit langen schwarzem Haar. Sie lächelte, als Draco sich neben sie setzte.

„Ah, Lucius mit der ganzen Familie?", fragte der Mann neben dem Mädchen.

„Thomas!", sagte sein Vater kühl.

„Und sie sind Mrs. Malfoy? Es freut mich sie kenne zu lernen, mein Name ist Thomas Canterburgh und das ist meine Tochter Lavinia!", sagte der Mann und deutete auf das Mädchen.

„Es freut mich! Sie kennen meinen Sohn, Draco?", fragte sie höflich.

„Nein, nein nur vom Hören. Einer unsere Neuen, hab ich recht?", fragte der Mann.

„Ja, Sir!", sagte Draco und sah auf den leeren Platz neben Canterburgh.

„Serverus verspätet sich mal wieder!", sagte Canterburgh.

„Du kennst ihn doch!", sagte Lucius und füllte Wein in seinen Becher.

„Ja ja, er ist auch nicht einer der Jüngsten! Draco, welche Schule besuchst du?", fragte der Mann interessiert.

„Hogwarts!", sagte Draco und trank Wein.

Hogwarts?? Aber das ist doch Verrat!", stieß der alte Mann hervor.

„Nein Sir, in dieser Schule treffe ich meine Feinde und sehe ihre Schwächen um sie zu besiegen und dem Lord davon zu berichten!", sagte Draco.

„Eine ehrenvolle Aufgabe!", sagte nun Lavinia.

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Das Essen der Todesser ging schon bald zu Ende. Während Lavinia Canterburgh versuchte mit ihm zu flirten, zählte er die Kronleuchter, die Fliesen und die anwesenden Person.

28, 450298 und 523.

„Nun, wir müssen uns verabschieden. Meine Frau ist etwas krank und ich denke, Severus kommt nicht mehr!", sagte Lucius und stand auf.

Draco half seiner Mutter und verabschiedete sich von den Canterburghs.

„Es freut mich sie kennen gelernt zu haben!", sagte der alte Canterburgh.

„Die Freude lieg ganz meinerseits!", antwortete seine Mutter und die Familie ging aus der Halle.

„Vater? Ich muss morgen früh zurück zur Schule!", sagte Draco.

„Gut, dann komme heute Abend noch einmal zu mir!"

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„Komm herein, mein Sohn!"

Draco trat in das Büro seines Vaters und setzte sich auf einen der ledernden Sessel.

„Was möchtest du?", fragte Draco.

„Wie du siehst ist deine Mutter krank, und ich denke, dass du, wenn du nach den Sommerferien zu uns kommst, sie wahrscheinlich nicht mehr leben wird!", sagte Lucius, als spräche er über das Wetter.

„Du warst es also doch! Wozu bringst du sie um? Steht sie dir im Weg?", fragte Draco und sah seinen Vater wütend an.

„Sprich nicht so mit mir!", befahl Lucius seinem Sohn.

„Sag mir, wozu du sie umbringen willst? Ist sie dir im Weg, wegen deiner Liebeleien mit den Todesserinnen? Oder hat sie deinen Plan durcheinander gebracht?", Draco stand auf.

„Du wagst es mit mir so zu sprechen? Crucio!"

Draco spürte sofort den Schmerz in seinem Körper. Doch er wusste, er würde nicht schreien. Er würde seinem Vater den Gefallen nicht tun und Schwäche zeigen. Nach wenigen Minuten verschwand der Schmerz und Draco saß auf dem kalten Boden.

„Ah, du hast also gelernt!", sagte Lucius und lachte.

„Vergiss es mich je wieder in diesem Haus zu sehen. Ich werde es nie wieder betreten! Es wird mein letztes Mal sein und ich werde alles mitnehmen, was mein ist. Alles!", sagte Draco und stand auf.

„Das sagst du jetzt, doch ich sehe dich schon kriechend und bettelnd vor mir!", sagte Lucius.

„Leider hast du mich erzogen, dies nie in meinem Leben zu tun, etwas, für das ich dir danke! Nun, Lucius, wir werden uns wohl nur bei den Treffen sehen!", sagte Draco und ging zur Tür.

Er drehte sich um und sah seinen Vater an. Er nahm sein Zauberstab und richtete ihn auf seinen Vater.

„Wage es nicht mein Sohn!", sagte Lucius.

„Du hast keinen Sohn mehr!"

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A/N: Heyhoooo.......soo...da bin ich wieder und dieses Mal mit 3 Kapitel auf einmal!!

Das ist mein x-mas Geschenk für euch alle und ich hoff mal, meine story krieg jetzt ein bisschen action!!

freut euch auf das nächste!!! THX an alle!!!!

iAmFallen