A/N: Danke an alle, die mir ein kleines Review geschrieben haben oder die Story auf die Favourite/ Alert- Liste gesetzt haben!
9. Kapitel
Das Frühstück in der Großen Halle verlief laut und chaotisch wie immer, nur Harry, Ron und Hermine saßen schweigend nebeneinander und starrten schlecht gelaunt auf ihre Teller. Hermine stocherte mit angeekelter Miene in ihrem Müsli herum und bemühte sich, den anklagenden Blicken ihrer Freunde zu entgehen. Sie hoffte inständig, dass die Erde sich urplötzlich unter ihr auftun würde und sie in einem endlos tiefen Loch versinken konnte. Wenn sie auch nur ein Quäntchen Glück hatte, würde sie bis zum Mittagessen am anderen Ende der Welt sein, weit weg von den beiden, deren Ablehnung ihr wie eine Wand entgegenschlug. Sie hasste nichts mehr, als mit den beiden Streit zu haben. Das Schlimmste an der ganzen Situation war, dass keiner von ihnen auch nur ein Wort an sie gerichtet hatte, seit sie ihren gewohnten Platz zwischen ihnen eingenommen hatte. Sie hatten sich schon öfters gestritten, aber so sehr gelitten wie diesmal hatte sie niemals zuvor in all den Jahren. Es würde alles für sie um etliches leichter machen, wenn sie sie angeschrien hätten. Dann hätte sie damit umgehen können, sie hätten sich lautstark gezofft und am Ende alle eingesehen, dass es im Prinzip eine dumme Sache war, um die sich alle aufregten und sie hätten sich wieder versöhnt und alles wäre beim Alten. Doch so... Sie konnte den beiden niemals die Wahrheit sagen, nicht einmal ansatzweise. Harry war so besessen von der Idee, dass Malfoy für die Todesser arbeitete, dass er ihr niemals zuhören würde, geschweige denn, ihr diesbezüglich soweit vertrauen würde, dass sie die Sache nun vergessen konnten.
Rons und Harrys bohrende Blicke trafen sie wie Speerspitzen und sie war den Tränen nahe. Harry ließ sie nicht aus den Augen und wann immer sie vorsichtig in seine Richtung schaute, schlug ihr eiskalte Zurückhaltung entgegen. All die Wärme, mit der er sie immer bedacht hatte, war aus seinen grünen Augen verschwunden. Ron hingegen schien sie bei lebendigen Leibe aufspießen zu wollen und insgeheim war sie das erste Mal in ihrem Leben froh, dass er sich in Zaubern ohne Zauberstab fast noch dümmer anstellte als in Snapes Unterricht. Finster dreinblickend schaufelte sich Ron eine Gabel Rührei nach der anderen hinein und kaute geistesabwesend. Harry auf der anderen Seite malträtierte das Brötchen, das hilflos auf dem Teller vor ihm lag und säbelte es mit Todesmiene in der Mitte auseinander. Roh knallte er die beiden Hälften auf das Porzellan, sodass diese noch einmal in die Luft sprangen, bevor er herrisch nach der Butterdose griff und begann, sein Frühstück unter einer dicken Schicht Butter zu ersticken. Wenn Hermine den zaghften Versuch unternahm, seinen Blick auffangen zu wollen, so sah er schnell in die andere Richtung und behandelte sie wie Luft.
Sie fühlte sich, als säße sie vor dem Weisengamot auf der Anklagebank und Harry als ihrem obersten Richter gegenüber. Hermine ertrug die feindselige Stimmung nicht mehr länger, sie musste raus, sonst fing sie noch an wie eine Besessene zu schreien. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, ließ sie den Löffel in die Schale vor sich fallen, ignorierte die herumspritzende Milch und die Sauerei, die sie verursacht hatte, und rauschte hoch erhobenen Hauptes aus der Großen Halle.
Drei Augenpaare verfolgten, wie sie sich hastig ihren Weg zwischen den Tischen bahnte und mit wehenden Umhang zur Tür rannte. Vom Gryffindortisch bohrten sich ein Paar grüne Augen und ein Paar braune in ihren Nacken und hätten sie wohl auf der Stelle getötet, wenn sie dazu die Macht gehabt hätten. Vom Slytherintisch blickte ihr ein Paar graue unter nachdenklich hochgezogenen Augenbrauen nach. Als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, verlegte Draco seine Aufmerksamkeit auf den Tisch, über dem das rot- goldenen Banner Gryffindors schwebte. Potter und Weasley hatten verschwörerisch die Köpfe zusammengesteckt und er konnte genau sagen, dass die beiden keine freundlichen Worte austauschten. Im Gegenteil, ihre Blicke zeugten von solch einer Aggression, dass ihm beinahe himmelangst wurde. Er wusste er genau, was den beiden heute diese blendende Laune beschert hatte. Sein abendliches Zusammensein mit Granger in der Bibliothek. Kein Wunder, dass sie davon nicht hocherfreut waren. Und er ging jede Wette ein, dass sie Granger gestern Abend noch ins Kreuzverhör genommen hatten und auf Biegen und Brechen erfahren wollten, was zwischen ihnen beiden los war. Braves Mädchen. Anscheinend hatte sie nichts verraten und war standhaft bei ihrer- besser gesagt seiner-Version der Geschichte geblieben. Nachhilfe. Er schnaubte verärgert durch die Nase. So dämlich konnten nicht einmal Sankt Potter und sein peinliches Anhängsel sein, dass sie dieses Märchen abkauften. Ein frustrierter Seufzer entrang sich seiner Brust. Jetzt würde alles nur noch komplizierter werden. Wenn Pothead und Wiesel erst einmal Blut geleckt hatten, waren sie um keinen Preis der Welt mehr von ihrer Fährte abzubringen und würden den Fuchs so lange verfolgen, bis sie ihn zur Strecke gebracht hatten. Nur, dass in diesem Fall er der Fuchs war. Und natürlich Granger in gewisser Weise, doch um sie machte er sich als Letztes Sorgen. Primär ging es nun um seine eigene kostbare Haut und er fand die Vorstellung, dass Potter und Weasley diese als Wanddekor über dem Kamin im Gemeinschaftsraum der Gryffindors aufhängen würden, alles andere als amüsant. Um ehrlich zu sein, empfand er das blanke Grauen dabei. Er hatte ja schon immer vermutet, dass in Potter insgeheim ein Sadist schlummerte, besonders wenn es um ihn ging. Gnade hatte er bestimmt keine von ihm zu erwarten. Draco beschloss, sich in Zukunft nur mehr im Schutze großer Gruppen durch das Schloss zu bewegen, was sich zugegeben als etwas schwierig entpuppen könnte, seit er seine Machtposition in Slytherin nach den Vorfällen in der Mysteriumsabteilung eingebüßt hatte und Crabbe und Goyle nicht mehr als seine Männer fürs Grobe agierten. Doch darüber wollte er sich im Moment nicht seinen Kopf zerbrechen. Immerhin hatte er bis jetzt noch für (fast) jedes Problem eine Lösung gefunden. Er zog kurzfristig in Überlegung, ob er Granger nachgehen sollte, kam dann aber zu dem Schluss, dass er sie beide damit in nur noch größere Schwierigkeiten bringen würde.
Draco wurde von dem unangenehmen Gefühl, von zwei lauernden Blicken fixiert zu werden, aus seinen Gedanken gerissen. Langsam hob er den Kopf und begegnete den kalten Augen von Potter und Weasley, die ihn unentweg vom Gryffindortisch auis anstarrten. Sein Appetit war ihm nun ein für alle Mal vergangen und den Rest der Frühstückszeit verbrachte er damit, unbehaglich auf den Teller vor ihm zu starren. Als die Große Halle sich zu leeren begann, sprang er wie vom Hippogreif gebissen auf und schloss sich einem möglichst großen Pulk von Schülern an, die alle zu Verwandlung strebten.
Der Vormittag schien zäh wie Bubutublereiter vorbeizufließen und Hermine wünschte sich nichts sehnlicher, als Harry und Rons anklagenden Blicken entfliehen zu können. Sie überlegte sogar für einen kurzen Augenblick ernsthaft, ob sie nicht allgemeines Unwohlsein vorschützen konnte, um für den Rest des Unterrichts im Krankenflügel zu verschwinden. Letztlich siegte dann doch ihr Pflichtbewusstsein und sie nahm sich vor, die Nichtachtung, mit der die beiden sie straften, sobald sie in ihre Nähe kam, mit hoch erhobenen Haupt zu ertragen.
Mittags ließ sie das Essen ausfallen und verkroch sich lieber in der Bibliothek, um mit der Arbeit an ihren und Malfoys Hausaufgaben zu beginnen. Sie hatte schon früh festgestellt, dass Lernen eine brauchbare Ablenkung darstellte und so konnte sie die quälenden Gedanken, die sich ihr immer wieder aufdrängen wollten, wenigstens für eine Weile beiseite schieben.
Nachmittags standen zum Glück nur solche Fächer auf ihrem Stundenplan, die Harry und Ron nicht belegt hatten und sie hatte sogar ein wenig Spaß im Unterricht. Selbst Malfoys bloße Anwesenheit in ein und demselben Raum konnte ihre Laune, die ein wenig aus dem tiefen Kellerloch geklettert war, nicht wieder drücken.
Beim Abendessen glänzte sie wieder durch Abwesenheit. Sie hatte zudem Malfoy eine Nachricht zukommen lassen, dass sie ihr heutiges Treffen vielleicht an einen anderen Ort als die Bibliothek verlegen sollten, denn dort würden Harry und Ron sie zuallererst suchen. Malfoys Antwort war prompt und knapp ausgefallen.
Snapes Klassenzimmer, selbe Zeit, sei pünktlich.
Nachdem sie seine Antwort erhalten hatte, fühlte sie sich, als könnte der Tag gar nicht schlimmer werden. Sie hatte gedacht, er würde zumindest ein klein wenig feinfühliger reagieren. Aber hatte sie sich tatsächlich Mitleid von Malfoy erwartet? Der Kerl war ein egoistischer, selbstgefälliger Schleimbeutel, der sich immer nahm, was er gerade wollte und auf seinen eigenen Vorteil bedacht war. Sie hatte doch nicht wirklich daran geglaubt, dass er nach dem Vorfall in der Bibliothek gestern sein Verhalten ihr gegenüber ändern würde?
Sie spürte, wie sich Tränen in ihre Augenwinkel stahlen und zornig wischte sie sie mit dem Ärmel ihres Umhangs weg. Sie war doch nicht ernsthaft so naiv, dass sie damit rechnete, er hätte sich verändert? Darauf konnte sie warten bis zum Sankt- Nimmerleins- Tag und selbst dann würde ihre Hoffnung herb enttäuscht werden. Dabei hatte sie langsam angefangen zu denken, sie würde ihm zumindest ein kleines bisschen etwas bedeuten. Nur ein winzig kleines bisschen. Seit sie jeden Abend eine Stunde gemeinsam in der Bibliothek verbrachten, hatte er seine Gewohnheit, sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu beleidigen, stark vernachlässigt und sie dumme Gans hatte es als Zeichen genommen, dass sich hinter seiner arroganten und widerlichen Art doch noch ein Mensch mit Gefühlen verbarg. Weit gefehlt. Dahinter steckten nur noch mehr Arroganz und Verachtung für die übrige Welt, die nicht seinen Richtlinien entsprach. Intoleranter Bastard. Widerwärtiges Frettchen. Ron und Harry hatten Recht, sie machte sich zum Narren, indem sie ihre Zeit für ihn vergeudete und sie darüber hinaus wegen ihm vernachlässigte. Wieso war sie eigentlich so blöd? Was hatte eine Nacht und ein paar heftige Knutschereien schon zu bedeuten? Herrschaftszeiten, es handelte sich um Malfoy! Und Malfoy war ein Mann und zu allem Übel- Malfoy. Er würde sich immer nehmen, was er gerade wollte, ohne Rücksicht auf Verluste, auf die Gefühle der anderen, sie bezweifelte, dass er überhaupt so weit dachte. Er wollte sie, daran gab es keinen Zweifel, über seine genauen Gründe dafür wollte sie lieber nicht nachdenken, denn höchstwahrsheinlich würde sie dann nur den Drang verspüren, sich zu übergeben. Vermutlich hatte er überhaupt keine schwerwiegenden Gründe, er betrachtete sie ziemlich sicher nur als eine seiner unzähligen Bettgespielinnen, derer er irgendwann einmal überdrüssig wurde und sie dann mit einem Fußtritt aus seinem Bett und seinem Leben hinausbeförderte. Sie machte sich bloß zum Narren, wenn sie weiterhin nächtelang wach lag und sich nach seinen Händen auf ihrem Körper sehnte.
„Hast du nichts besseres zu tun, als hier rumzuhängen und Trübsal zu blasen?", riss eine spöttische Stimme sie aus ihren Gedanken.
Ihr Kopf flog ruckartig zur Tür, aus deren Richtung die Stimme ertönt war.
Malfoy betrat mit seinem gewohnten selbstgefälligem Grinsen das Klassenzimmer und augenblicklich füllte sein gewaltiges Ego den Raum aus.
Ihre Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen.
„Du!", zischte sie wutentbrannt.
„Ja, ich.", erwiderte er selbstbewusst. „Also ehrlich, Granger, sag jetzt nicht, du hast jemand anderen erwartet. Das würde mir das Herz brechen."
Theatralisch griff er sich an die Brust und mimte den enttäusschten Liebhaber.
„Du hast mir den Tag heute schon genug versaut!", fauchte sie zornig.
Am liebsten hätte sie ihm die Augen ausgekratzt.
Er jedoch verzog seine Lippen nur zu einem amüsierten Grinsen und kam betont langsam auf sie zu. Er ließ seine Tasche achtlos zu Boden fallen, zog sich einen Stuhl heran und platzierte sich lässig.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dir heute auch nur über den Weg gelaufen bin.", sagte er mit Unschuldmiene.
„Du weißt genau, was ich meine!" Sie bemühte sich gar nicht, ihre Wut auf ihn zu verstecken.
„Ach, Potter und Weasley!", meinte er bedächtig langsam, als müsste er erst scharf nachdenken, wovon sie sprach.
„Genau!"
„Ist mir auch aufgefallen, dass die beiden heute ziemlich schlechte Laune haben."
Hermine explodierte endgültig.
„Schlechte Laune?", tobte sie. „Schlechte Laune? Sie reden nicht einmal mehr mit mir! Ich kriege maximal einen vorwurfsvollen Blick von ihnen und das ist allein deine Schuld!"
„Ach, das ist jetzt zu viel der Ehre.", meinte er scheinbar verlegen.
Mit einem wütenden Schrei stürzte sich Hermine auf ihn und hämmerte mit geballten Fäusten auf seine Brust ein.
„Du... du widerlicher Stinktier! Du bist ekelhaft! Ich hasse dich, ich hasse und verabscheue dich!", schrie sie mit sich überschlagender Stimme.
„Au, Granger, hör sofort auf damit! Können wir uns nicht wie zivilisierte Menschen streiten?", rief er empört aus und versuchte ihre Hände festzuhalten, doch Hermine tobte wie von Sinnen. Wie eine Furie boxte sie ihn unentwegt in die Seiten, in die Brust, in den Bauch und warf ihm Wörter an den Kopf, von denen sie gar nicht wusste, dass sie über sie in ihrem Wortschatz verfügte.
„Zivilisiert? Du würdest einen zivilisierten Menschen nicht einmal erkennen, wenn er vor dir stünde, du dreckiger Todesser!", brüllte sie weiter und schlug wie besessen um sich.
„Granger, es reicht!", donnerte er und schaffte es endlich einen ihrer Arme zu packen. Seine Hand schloss sich wie ein Schraubstock um ihr Handgelenk und der Schmerz schoss in ihr Gehirn. Sie wehrte sich nur umso heftiger.
„Lass mich sofort los!"
„Erst, wenn du dich zu benehmen weißt!"
„Ha, da redet ja der Richtige!", höhnte sie und landete einen besonders schmerzhaften Treffer in seiner Magengrube.
Er zog scharf die Luft ein und der Schmerz raubte ihm für einen Moment beinahe die Sinne.
„Zwing mich nicht, dir weh zu tun!", presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Als Antwort trat sie ihm mit aller Kraft gegen die Schienbeine und er heulte ziemlich unmännlich auf.
„Au! Das hat verdammt noch mal weh getan!", brüllte er, während ihm die Tränen in die Augen schossen.
Blitzartig schloss er seine Beine um sie und zog sie gleichzeitig auf seinen Schoss, während er mit der einen Hand ihre beiden Arme umklammerte und sie mit seinem anderen Arm sie festhielt.
„Lass mich los, lass mich los!", kreischte sie und Panik schwang in ihrer Stimme mit.
Ihre Augen trafen die seinen und sie fand sich wieder in den Wogen der sturmgebeutelten grauen See. Sie spürte, wie ihre Kehle trocken wurde und ihr Widerstand erlahmte. Von seinem Körper ging eine Hitze aus, sodass sie meinte, selbst in Flammen zu stehen.
„Verdammt, so war das alles nicht geplant gewesen.", dachte sie noch verzweifelt, als ihre Lippen hart aufeinandertrafen und sie sich in der Tiefe dieses Kusses verlor.
Der Kuss war alles andere als zärtlich, vielmehr schienen sie einen unerbittlichen Kampf ausfechten zu wollen, den keiner von beiden bereit war zu verlieren. Sie malträtierte seine Lippen mit ihren Zähnen, während er seine Zunge grob in ihren Mund stieß und sie noch näher an ihn presste. Sie konnte spüren, dass er erregt war und ihr erging es nicht anders. Sie wollte ihn, hier und auf der Stelle, egal um welchen Preis. Er knurrte nur, als sie versuchte, den festen Griff um ihre Hände zu lockern und verstärkte den Druck auf ihre Handgelenke. Der Schmerz verschleierte ihren Blick und sie stöhnte leise auf. Draco intensivierte den Kuss und sie verlor das Gefühl für Zeit und Raum. Abrupt löste er sich von ihr und schwer atmend blickten sie sich forschend an. Hermine sah verwirrt aus, doch in ihren Augen glitzerte das Verlangen und sie näherte ihren Mund erneut dem seinen. Draco drehte den Kopf weg und ihre Lippen trafen seine Wange. Verwundert bewegte sie sich ein Stückchen weg von ihm, so weit es sein fester Griff um ihre Hüften erlaubte.
„Nicht.", sagte er heiser.
„Aber ich will dich!", erwiderte sie beharrlich.
Draco blickte ihr fest in die Augen und musterte sie nachenklich.
„Nicht hier, Granger.", sagte er sanft. „Du willst doch nicht jedes Mal in Snapes Unterricht einen Flashback erleben, oder?", zog er sie auf und der Schalk glitzerte in seinen Augen.
Hermines Gesicht verfinsterte sich augenblicklich und sie machte Anstalten, sich aus seinen Armen winden zu wollen, was er jedoch damit unterband, indem er sie unweigerlich fester an sich zog.
„Also schön, dann eben nicht!", murrte sie eingeschnappt und versuchte immer noch, von seinem Schoss zu klettern.
„Lass mich los, Malfoy!"
Verärgert schüttelte sie eine vorwitzige Haarsträhne, die ihr in die Stirn gefallen war, aus ihrem Gesicht und schnaubte empört, als er sie nur hinterlistig grinsend ansah.
„Verdammt, was willst du?", wollte sie ungeduldig wissen.
Draco beugte sich nach vorne und vergrub sein Gesicht in ihrer Halsbeuge.
„Dich.", murmelte er und sein warmer Atem strich über ihre Haut.
Ihr brach der Schweiß aus.
„Dann lass mich los!", verlangte sie und versuchte, sich etwas mehr Bewegungsraum zu verschaffen.
Als Antwort begann er ihren Nacken zu liebkosen und sie unterdrückte ein wohliges Stöhnen.
„Malfoy," flüsterte sie drohend. „Du bist der widerlichste Kerl, der mir in meinem ganzen Leben untergekommen ist!"
Er lachte nur leise.
„Slytherin.", wisperte er und knabberte an ihrem Ohrläppchen.
Sie wurde von einem Schauer nach dem anderen durchrieselt.
„Komm mit mir.", raunte er und sie nickte mit fiebrig glänzenden Augen. „Und komm nicht auf die Idee, wegzulaufen, sonst binde ich dich für die Dauer des Abends an mich."
„Hermine.", erwiderte er langsam und bedächtig. „Ich hasse dich nicht. Ich hasse dich nicht mehr, als du mich hasst."
A/N: Das nächste Kapitel wird turbulenter- und es gibt eine überraschende Wendung...
Ich habe übrigens einen Oneshot geschrieben, den ich demnächst hier posten werde. Wer mal eine traurige DM/HG- Story lesen will, schaut einfach mal rein
: )
