Oliver, Felicity und die anderen anwesenden taten ihr bestes um den beiden Verletzten zu helfen. Der Notarzt kam erst sehr spät, da er nach eigener Aussage erst zu einem Verkehrsunfall musste. Dafür schienen die Verletzungen der beiden Männer nicht so schlimm wie es am Anfang den Anschein hatte. Beide wurden sofort nach dem eintreffen der Krankenwagen in eine Spezialklinik nach Central City gefahren. Es verging jedoch fast eine Stunde bis beide Abtransportiert waren und Oliver langsam realisierte was gerade geschehen war.
Die Unfallstelle wurde bereits Aufgeräumt. Die Gasflasche hatte jemand in einem Gebüsch gefunden. Sie war wie eine Rakete in die Luft geschossen und verschwunden. Ungläubig sah Oliver zu wie das zerstörte Zelt weggebracht wurde und alles was unbeschädigt blieb einfach ins Nachbarzelt gebracht wurde. Felicity war den Tränen nahe. Während eine Frau den Picknicktisch reinigte auf dem der eine Mann gelandet war und zwei Männer den angebrannten Busch ausgruben und entfernten stand der Sheriff neben den beiden und machte sich Notizen.
"Also... Sie sagen also sie haben den beiden beim tragen geholfen und sind dann weggelaufen um sich auf dem Festgelände umzusehen. Da war die Gasflasche in Ordnung sagen Sie?" fragte der Sheriff und Oliver nickte stumm. "Dann kam es zur Explosion! Und Sie haben keine Ahnung wie das passiert sein könnte?"
Beide schüttelten ihre Köpfe.
"W... Werden die beiden wieder?" fragte Felicity unter tränen.
"Nun, beide haben Verbrennungen erlitten, hatten jedoch wahrscheinlich mehr Glück als Verstand! Oh Mann, was für ein Tag. Schon das zweite Unglück heute! Dieses Fest steht unter keinem guten Stern." seufzte der Mann und verwirrte Oliver und Felicity.
"Das Zweite?" fragten beide wie aus einem Mund.
"Was ist den passiert?" fragte Oliver
"Ach, Carol Freemann, eine vom Organisationskomitee, hatte einen schweren Autounfall... Die Ärmste! Hoffentlich kommt Sie durch!"
"WAS? Ich hab Sie gestern Abend bei Sandra noch getroffen." sagte Oliver. "Wie schlimm ist es? Ich meine..."
"Hey, ganz ruhig... Ich weiß auch nur das sie auf dem Weg ins County-Krankenhaus ist. Dort wird sie operiert!... Ich erinnere mich an Sie! Sie sind doch der Schulfreund von Sandra? Ich habe sie vor etwa sechs Wochen bei ihr zuhause kennen gelernt!"
Oliver nickte. "Ja, nach der Sache mit dem Messer..."
"Was treibt sie den in die Gegend?"
"Sandra,... nun eigentlich ihr Sohn hat uns eingeladen!" sagte Oliver. "Zu diesem Fest! Und wir dachten uns wir schauen uns mal um, bevor hier alles voller Leute ist."
Olivers unschuldiges lächeln machte den Sheriff misstrauisch. "Na ja... sollte Ihnen noch etwas einfallen wäre es schön wenn Sie sich bei uns melden."
Oliver und Felicity nickten beide und gingen mit gesenkten Köpfen zurück zu ihrem Auto. Oliver schielte zur Schule rüber. Mittlerweile waren alle Jalousien und Vorhänge geschlossen. Sein Wunsch war wahr geworden und die Kinder mussten es nicht ansehen. Gott sei dank war die Gasflasche nicht in Richtung des Gebäudes geflogen. Seine Gedanken kreisten. Es kam ihm nicht wie ein Zufall vor. Zwei Unfälle innerhalb einer Stunde. Es musste etwas mit dieser Mirakuru-Soldaten-Maske zu tun haben die bei der abgebrannten Waldhütte gefunden wurde. Beide setzten sich ins Auto und schwiegen für einen Moment.
"Oliver... Was geht hier vor?"
"Entweder hat der Geist des alten Jimmy Rogers etwas gegen Grillwürstchen... Oder jemand versucht mit aller Kraft zu verhindern das das Stadtfest stattfindet. Aber beides ist eher Unwahrscheinlich da wir ja wissen was ein Mirakuru-Soldat hier suchen könnte." sagte Oliver und sah besorgt zu seinem Sohn, der in diesem Moment auf den Schulhof lief...
Der Sheriff währenddessen stand immer noch auf dem Festgelände und sortierte seine Notizen bis eine Frau an ihm vorbeilief und ihn ansprach.
"Hey, der Kerl da mit dem du dich gerade unterhalten hasst...?" fragte sie.
"Hmm,... Ja, was ist mit dem?"
"Ich glaube der Kerl ist der Vater von Sandras Sohn!"
"Echt jetzt..."
In ihrem Büro, einige Kilometer entfernt, bereite sich Sandra auf ihren Feierabend vor und räumte alles auf. Ihr Chef kam aus seinem Büro und nahm einige Akten entgegen.
"Vielen Dank, das ich heute früher gehen darf!" sagte Sandra.
"Nun, das ist sehr lobenswert was sie da tun!" erwiderte ihr Chef. "Sie können ruhig Feierabend machen! Gehen Sie Ihre Heimatstadt wieder aufbauen!"
"Danke sehr!" sagte Sandra und nahm sich ihre Tasche und verließ gut gelaunt den Raum.
Jetzt würde Sie Connor von der Schule abholen, ihn bei Oliver abliefern und dann zur Schule fahren um die letzten Vorbereitungen zu treffen damit morgen um 9 Uhr alles losgehen konnte. Sie war endlich wieder gut drauf. Sie hatte das Gefühl das alles gut wäre, bis zu dem Moment als ihr Handy klingelte und sie sah das es Oliver war...
"Was ist Oliver?" fragte sie barsch. "Keine Sorge, du kannst Connor heute sehen... Was?... Wie?... Bist du sicher?... Das ist nicht dein Ernst?"
Sandras gute Laune war dahin. Entsetzt war sie über das was Oliver ihr berichtete. Als sie sich ins Auto setzte versprach sie sofort zur Schule zu kommen. Sie lies den Motor an, fuhr ganz vorsichtig aus ihrer Parklücke um auf dem Parkplatz mehrfach anzufahren um eine Vollbremsung zu simulieren. Ihr Chef und ein paar Kollegen beobachteten dies verwirrt, doch Sandra fuhr erst weg als sie sicher war das ihre Bremsen auch wirklich liefen. Trotzdem traute sie sich die ganze Strecke nicht schneller als zwanzig Meilen pro Stunde zu fahren...
In ihrem Haus schickte sie Connor auf sein Zimmer um mit Oliver und Felicity allein in der Küche zu sein. Widerwillig gehorchte Connor, nur um wie jedes mal alles zu belauschen wie seine Mutter seinen Vater und Felicity ordentlich zusammenstauchte.
"Bitte... Bitte sagt mir was hier vor sich geht!" sagte sie wobei sie aufgeregt in der Küche auf und ab lief.
"Sandra, beruhig dich erst mal..." begann Oliver.
"ICH WILL MICH ABER NICHT BERUHIGEN!" schrie sie und fing an unruhig zu schnaufen. "Du bist einen Tag hier... Einen Tag! Und schon gibt es zwei Leichen, drei Schwerverletzte und vier mysteriöse Unfälle!"
Aufgeregt lief sie wieder auf und ab. Tränen schossen ihr in die Augen, es war alles zu viel für sie.
"Wi... Wissen... Sie wie es Ihrer Freundin geht?" fragte Felicity zögerlich. Sie hatte Angst wieder angeschrien zu werden. Doch zu ihrer Überraschung blieb Sandra relativ ruhig.
"Ich habe vorhin mit ihrem Ehemann telefoniert. Sie wird noch operiert... Aber sie hat es schlimm erwischt. Die Ärzte befürchten das sie gelähmt bleiben wird." erklärte Sandra wobei sie erneut anfing zu weinen. "Aww... Wie konnte das nur passieren?"
"Wir werden es herausfinden! Ich verspreche es!" sagte Oliver.
"DU HÄLLST DICH DA RAUS!" schrie Sandra. "Ich hatte mit allem recht! Du ziehst Ärger magisch an!"
"Also Sandra, ich bitte dich!" sagte Oliver. "Glaubst du ernsthaft ich habe die Explosion in dem Grillzelt herbeigeführt? Oder dafür gesorgt das deine Freundin ihr Auto um einen Baum wickelt? Sandra, glaub mir das würde ich nie tun! Ich will auch wissen was hier vor sich geht weil ich nämlich glaube das etwas größeres dahinter steckt!"
"Was meinst du damit?" fragte Sandra bevor sich die Haustür öffnete und Diggle und Roy hastig ins Haus kamen und dabei mehrere Koffer mit sich schleppten.
"Wir sind da!" rief Diggle durch das Haus.
Geschockt drehte sich Sandra um und sah die beiden Männer in ihrer Küche stehen bevor sie sich wieder zu Oliver herumdrehte: "Du hasst deine Helfershelfer herbeordert? Moment mal... Wie sind die hier reingekommen?"
"Wir sind keine Helfershelfer! Wir sind gleichberechtigte Partner!" sagte Diggle.
"WIE?" brüllte Sandra.
"Na mit dem Schlüssel den uns Oliver gegeben hat." sagte Roy gleichgültig.
"Du hasst einen Schlüssel zu meinem Haus?" fragte Sandra ungläubig und sah Oliver an, der nur unschuldig lächeln konnte. "Awww... Ich glaub es nicht!" jammerte sie und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. "Das ist zuviel für mich! Und was ist das für ein Koffer?"
Olivers Kostüm und sein Equipment waren in dem großen silbernen Trolley den Roy hinter sich her zog und den er schützend hinter sich stellte. "Ach, gar nichts!"
"Ich will da rein sehen!" sagte Sandra und griff nach dem Trolley.
"Nein, das wollen Sie nicht!" sagte Roy und fing an mit Sandra um den Koffer zu rangeln.
"DOCH!" schrie Sandra.
"NEIN!" schrie Roy zurück.
Die anderen beobachteten die Szene irritiert. Roy und Sandra zogen beide wie wild an dem Trolley.
"JETZT LASS SCHON LOSS DU SPARGELTARZAN!" schrie Sandra und trat Roy auf den Fuß so das dieser vor Schreck losließ und Sandra den Trolley zu greifen bekam.
Sandra öffnete den Koffer zum entsetzen aller und schloss diesen sofort geschockt wieder. Geschockt wich sie von dem Koffer ab und fing an zu schnaufen.
"S... Sag das das nicht wahr ist? Du willst deine 'Robin-Hood-des-21.-Jahrhunderts-Nummer' hier abziehen? Jetzt? Ausgerechnet jetzt?"
Oliver versuchte die wogen zu glätten. "Sandra, ich versuche nur auf alles vorbereitet zu sein. Ich verspreche dir das Connor das nicht zu Gesicht bekommt. Da er uns sowieso belauscht, bringt es ja eh nicht viel aber... Sandra, ich will auch herausfinden was hier vor sich geht. Hör zu, wie wäre es wenn du dich jetzt beruhigst und zu deinem Fest gehst und wir halten hier Wache..."
"WACHE?" schrie Sandra wobei ihr erneut die Tränen in die Augen schossen. "Wenn ich jetzt gehe dann wird das die Gerüchte nur noch mehr anheizen. Es gibt schon genug Leute die darüber reden das der Typ der aussieht wie dieser kanadische Schauspieler, Connors Vater ist."
Oliver war entsetzt. "Wenn da ein Gerücht unter den Digbys herrscht... und sie mich für Robbie Amell halten dann..."
"ICH SPRECHE NICHT VON DEN DIGBYS! UND WIE ROBBIE AMELL SIEHST DU AUCH NICHT AUS!" schrie Sandra hastig und redete umso hastig weiter. "Ich spreche von den Freemans, den Logans, den Schmidlaps, den Kents, den Simmons, den Logans, den Gandalfs, den Longs, den Jeffersons, den Dostroevskis, den Pattersons, den Finkelsteins, den Butenkos und den Zampadeas. Und letztere Wohnen nicht mal hier. DIE WOHNEN IN MOLDAWIEN! UND ICH WEIß NICHT EINMAL WO DAS IST! AWWW... ICH MUSS LOS! ICH MUSS EIN STADTFEST VORBEREITEN!"
Nach Ihrem Wutausbruch, der Ihren ganzen Frust abblies der sich in ihr nach diesen Unfällen aufgestaut hatte, griff sich Sandra ihre Tasche und ging in den Flur.
"CONNOR! DA DU JA SOWIESO WIE IMMER GELAUSCHT HAST..." fing sie an zu schreien, beruhigte sich aber wieder. "...Daddy und seine Handlanger werden heute auf dich aufpassen. Spielt doch eine runde Monopoly zusammen... Und fass Daddys Gepäck nicht an hörst du... HAB DICH LIEB!"
Sandra war völlig mit den Nerven am Ende als sie die Tür hinter sich so fest zu schlug das an der Wand daneben ein Bild hinunterfiel. In der Küche waren die vier Mitglieder des Teams sprachlos über das was gerade passiert war.
"Oliver, wie viele Kannen Kaffee hat die heute schon getrunken?" fragte Roy.
Oliver war von der Frage überfordert und starrte immer noch mit offenem Mund in den Flur. "Ähm... Vielleicht fünf oder sechs?"
Die Stille wurde unterbrochen als Connor aufgeregt die Treppe hinunterlief und in heroischer Pose sich vor dem Team aufbaute.
"Jagen wir jetzt die Leute die heute die Eggerton Brüder und ihren Grill in die Luft gejagt haben? Oder suchen wir erst die Sabotöre von Mrs. Freemans Auto?" fragte Connor aufgeregt.
Oliver war entsetzt. Gerade so was wollte er vermeiden. "Ehm... Komm doch mal her Connor!" Connor ging zu seinem Vater und Oliver nahm ihm auf den Schoss. "Wie wäre es wenn wir erst mal das tun was deine Mutter verlangt hat und eine Runde Monopoly spielen. Dabei können wir uns ja unterhalten was wir als nächstes tun! Geh ins Wohnzimmer und bau das Spiel auf, wir kommen gleich!"
Oliver lies Connor los und schickte ihn ins Wohnzimmer bevor er sich sein Team ansah.
"Und was jetzt?" fragte Roy.
"Ich würd sagen... Du und Diggle, bereitet mal was zum Essen vor. Felicity, du räumst das Gepäck weg. Und ich... geh mir ausdenken wie wir Connor ausbremsen!" sagte Oliver, stand auf und lief kopfschüttelnd durch das Haus.
Etwa eine Stunde später stand Sandra mit den anderen Mitgliedern um einen Stehtisch auf dem Festgelände. Die Aufbauer waren weitestgehend Fertig. Es war soweit. Sie waren Bereit. Bereit für die erwarteten Gäste. Alle hofften das die Vorfälle der letzten Tage niemanden Abschrecken würde. Doch an ihrem Stehtisch herrschte getrübte Stimmung. Sie alle mussten an ihre Freundin und Nachbarin denken die jetzt im Krankenhaus um ihr Leben kämpfte.
"Die Bremse?!" fragte eine von ihnen.
"Ja!" sagte die Frau des Bürgermeisters. "So sieht es jetzt aus. Ihr Auto wurde untersucht und dabei haben die Festgestellt das die Bremsleitung gerissen war!"
Die Stimmung war unglaublich erregt. Jeder sprach nun darüber. Sandra brachte keinen Ton hervor.
"Ich finde wir sind es ihr schuldig wenn wir dafür sorgen das das Fest ein voller Erfolg wird." sagte eine andere Frau.
"Genau! Wir sind bereit! Jetzt kann nichts mehr schiefgehen!" sagte Sandra plötzlich. Sie wollte sich nicht aus der Fassung bringen lassen. Weder von Oliver, noch von diesem Geist der angeblich für alles verantwortlich war, oder von allen anderen Widrigkeiten...
"Schön! Ach übrigens Sandra... hast du dich um den Pausenfüller für die Show gekümmert?"
Sandra stieß vor Schreck beinahe den Tisch um. Das hatte Sie vergessen. Sie sollte sich doch noch um einen Act für die Show kümmern. Jetzt hatte Sie ein Problem. Ein Problem das sie auf gar keinen Fall Oliver anvertrauen wollte, auch wenn dieser bestimmt etwas geregelt bekommen hätte. Sie musste also improvisieren. Also log sie.
"Jaaaaa..."
"Oh, toll. Was ist es denn?" fragte die Frau des Bürgermeisters.
"Es ist..." was folgte war eine lange Pause. "...etwas Außergewöhnliches!"
"Na da bin ich aber gespannt!"
"Oh ja... Das bin ich auch!" sagte Sandra verlegen und grinste unschuldig.
Was niemand in der Stadt mitbekam war wie ein Mann durch den Wald lief, ganz in der Nähe der abgebrannten Hütte. Er war nervös. Er hatte von den Vorfällen gehört seit die Hütte abgebrannt war und er kannte die Legende. Mit einem Jagdgewehr im Anschlag schlich er zurück zu seinem Auto. Er war nervös. Und besorgt.
Dann hörte er was. Ein knacken. Ein knacken das ihn so sehr erschreckte das er sich aufgeregt an einen Baum warf und dort die Waffe nachlud. Schwer atmend fummelte er an seinem Gewehr herum. Doch er wurde nicht fertig... weil ihn irgendjemand von hinten packte... und ihm das Genick brach...
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