Sailor Moon gehört mir nicht und wird mir vermutlich auch nie gehören, ebenso wie die Vanity Fair. ..:seufz:.. Aber man darf ja wenigstens träumen..
Kapitel 9: Only You
Mamoru seufzte und drehte seinen Kopf, um die Blondine anzublicken. Mitten auf dem Gehweg.
Die anderen Menschen ärgerten sich, wichen dem Paar, das anscheinend am Boden festgewachsen war, jedoch aus. Sie warfen dem dunkelhaarigen Mann und dem blonden Teenager böse Blicke zu, doch weder er noch sie schien die wütenden Blicke zu bemerken, da sie zu sehr miteinander beschäftigt waren.
Usagi durchfuhr ein Schauer, als sie fühlte, wie Mamorus Hand sich leicht auf ihre Schulter legte. Ihre himmelblauen Augen studierten sein Gesicht, als er zögerte und erst einmal seine Lippen befeuchtete.
„Usa...", murmelte er, „Ich muss gestehen, dass ich in der letzten Zeit nicht ganz ehrlich zu dir war."
Die Blondine war nach seinem ersten Wort (er hatte sie 'Usa' genannt! Nicht Odango, sondern 'Usa'!) wie vom Blitz getroffen und so dauerte es rund fünf Minuten, bis ihr Hirn auch den Rest des Satzes verarbeitet hatte. „Wie hast du mich genannt?", fragte sie atemlos.
Mamoru lächelte. „Ich hab' dich 'Usa' genannt. Wieso, magst du den Namen nicht? Ist er nicht persönlich genug? Gefällt dir 'Usako' besser?"
Usagi keuchte. Implizierte er etwa, was sie dachte, was er implizierte...? Sie schüttelte sich, um wieder in die Realität zurückzufinden und sah ihn böse an. Ihre Hände hatte sie in ihre Hüften gestemmt. „Wie kannst du es wagen, das zu sagen, du BAKA? Versuchst du, noch mehr mit meinen Emotionen zu spielen als sonst? Gratuliere, du hast wirklich einen tollen Job erledigt! Und die ganzen Beleidigungen, die du mir bisher an den Kopf geworfen hast, haben anscheinend noch nicht gereicht. Nein, jetzt bist du sogar so tief gesunken, mich wegen meiner Gefühle zu ärgern und beleidigen. IST ES DAS?", quiekte sie und kam so gleich zum wichtigsten Punkt des Gesprächs.
Die Menschenmenge um sie herum stoppte und beobachtete das Pärchen. Sie warfen den beiden auch nicht länger wütende Blicke zu, da besagtes Pärchen interessante Unterhaltung versprach.
Mamoru blinzelte und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, während er über eine Antwort nachdachte. 'Wie konnte das Gespräch nur in diese Richtung verlaufen?', fragte er sich verwundert. Nun, rein technisch gesehen sollten sie ihre Angelegenheiten klären, aber er hatte keine Idee, dass sie so empfand. „Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst." Er hielt das zur Gewohnheit gewordene 'Odango' zurück, da er wusste, dass es die Situation nur noch verschlimmern würde. „Ich wollte dir nur einige Dinge erklären, die du zu wissen verdienst. Aber wenn du nicht auf den neuesten Stand gebracht werden willst, dann geh' eben nach Hause." Er ließ sie los und drehte sich herum, um ihr den Rücken zuzukehren.
Usagi fiel beinahe nach hinten, als Mamorus starke Hände sie losließen. „Mamoru, warte!", rief sie und ihre Stimme durchdrang die Luft mit gewohnter Lautstärke.
Die Menschen in ihrer Umgebung hielten sich augenblicklich die Hände an die Ohren, um zu verhindern, dass ihr Gehör Schäden davontrug.
Mamoru zuckte zusammen, drehte jedoch seinen Kopf herum. Wäre es jemand anderes gewesen, so hätte er seinen Schritt noch beschleunigt, doch dies war Usagi.
„Was musst du mir unbedingt sagen?", fragte – ja fast schon flehte – die Blondine, als sie die Hand ausstreckte und ihn sanft an der Schulter berührte.
Der Student sog scharf die Luft ein, als sie ihn so unerwartet berührte. „Ich wollte dir nur von gestern berichten. Darüber, wie ich dich gestern nach dem...", er machte eine kleine Pause, da er in Gegenwart der Menschenmenge nicht den Kampf mit dem Youma erwähnen wollte, „Vorfall mit der rosafarbenen Schürze nach Hause gebracht habe."
„Nun gut, ich höre..." Usagi tappte ungeduldig mit ihrem Fuß. Keiner von beiden sprach, dann... „Was meinst du mit 'Du hast mich nach Hause gebracht'? Ich bin selbst nach Hause gegangen, also bitte!"
Mamoru gluckste. „Nein Usa...", sagte er leiser, „Ich meine den anderen Vorfall mit der pinkfarbenen Schürze." Leichte Röte überzog erneut seine Wangen, als er sich an den 'Kaffeefleck' erinnerte, das erste Abenteuer mit einer pinkfarbenen Schürze. Und, um ehrlich zu sein, würde er sich nicht gegen eine Wiederholung dieses Vorfalls sträuben.
Usagi zerbrach sich den Kopf, was er wohl meinte. „Was redest du..." Die Worte starben auf ihren Lippen, als sie Idee A mit Idee B verknüpfte. „Woher wusstest du überhaupt, dass ich sie war?", wisperte sie.
„Rei hat meine Vermutungen bestätigt.", antwortete Mamoru leichthin, während himmelblaue Augen die Menge absuchten um zu sehen, ob jemand die unterschwelligen Bedeutungen verstanden hatte.
„Das sollte sie eigentlich besser wissen!", protestierte Usagi, „Himmel, selbst ich weiß es besser!"
Mamoru drehte endlich seinen Kopf zu ihr. „Sie vertraut mir, Usa. Und ich wünsche mir, dass du mir in der Zukunft ebenfalls vertraust."
Usagis Augen wurden groß ob dieses von Herzen kommenden Eingeständnisses. „Ist dir jemals in den Sinn gekommen, dass ich dich nicht vor einem öffentlichen Publikum an meinem Hals saugen lassen würde, wenn ich dir nicht vertrauen würde, Mamoru-baka?", gab sie zurück.
Ihr augenblickliches Publikum keuchte im Hintergrund laut auf.
„Du bist nicht die einzige, die gestern gezeichnet wurde.", grummelte der junge Mann und deutete auf den dunklen Fleck auf seiner Stirn.
Die Zuhörer kicherten und warteten auf eine Antwort der Blondine.
„Ich habe niemals in deiner Stirn gebissen!"
„Nein, aber dein Vater hat seine Brieftasche an meinen Kopf geworfen, als er mich in deinem Zimmer erwischt hat, gerade, nachdem ich dich nackt gesehen hatte!", schrie Mamoru aufgebracht.
Dieser anzügliche Kommentar war zu viel für die Zuhörer in der umstehenden Menge. Die meisten alten Damen fielen vor Schock in Ohnmacht, während einige junge Männer ihr tiefes Mitgefühl für Mamoru ausdrückten und ihm sogar noch Ermutigungen zuriefen.
Usagi schwankte leicht und versuchte, ihre Gedanken zu ordnen, nachdem sie Mamorus letzte Aussage gehört hatte. „Was?", stammelte sie und ihre Hand suchte etwas, woran sie sich festhalten konnte.
Mamoru schüttelte seinen Kopf, ging hinüber zu der geschockten Blondine und hob sie hoch wie eine Braut. „Wir sprechen am besten im Privaten weiter.", sagte er mit leiser Stimme und warf finstere Blicke auf die umstehenden Menschen.
„Wo? Mein Vater würde dich umbringen, wenn wir in dein Apartment gehen.", zögerte Usagi.
„Das ist wahr. Gut, dann gehen wir in dein Zimmer. Damit sind eh ganz besondere Augenblicke verbunden.", erwiderte er und zuckte leicht mit den Schultern. Er nahm Usagis Hand und zog sie mit sich, als er mit schnellen Schritten in Richtung Haus der Tsukinos ging und so das öffentliche Schauspiel – sehr zum Missmut der Zuschauer – beendete.
Nachdem die beiden erneut in Usagis pinkfarbenen und mit vielen Hasen dekorierten Zimmer angekommen waren, setzten sie sich auf ihr Bett, immer darauf bedacht, soviel Raum zwischen sich zu lassen, dass gut und gerne zwanzig Elefanten dazwischen Platz gehabt hätten.
„Ich denke...", Usagi schluckte schwer, „Dass du mir einige Erklärungen schuldest, Baka."
Mamoru nickte langsam. „Ich hab' dich gestern Nachmittag nach dem... uhm... Kampf mit dem Youma nach Hause gebracht... Ich dachte, deine Eltern wüssten, wer du bist, deshalb hab' ich nicht daran gedacht, dich ins Haus hineinzuschmuggeln." Er lachte verlegen und kratzte sich nervös am Hinterkopf.
Usagi starrte ihn mit offenem Mund aufgebracht an. „Du dachtest, meine Eltern wüssten was?"
„Wüssten, dass du Sailor Moon bist."
„Du Idiot! Luna wird meinen Kopf haben wollen! Niemand darf das wissen!", schrie die Blondine und riss sich beinahe ihre langen Haare aus vor Frust und auch vor Angst vor ihrer kleinen schwarzen Katze.
„Beruhige dich!", sagte Mamoru streng und zog so die Aufmerksamkeit der Blondine auf sich. „Luna wird nicht deinen Kopf haben. Und auch keinen anderen Körperteil. Die sind ausnahmslos für mich reserviert, deshalb hat sie kein Anrecht darauf. Ich teile nicht. Vor allem nicht, nachdem ich gesehen habe, was du zu bieten hast. Ich meine, wow!"
Usagis Kinnlade fiel gen Boden, als sie hörte, wie Mamoru über sie sprach. Bis jetzt hatte er ja lediglich kleine Andeutungen über seine wahren Gefühle gemacht, doch seine Worte von eben klangen sehr besitzergreifend und gleichzeitig irgendwie... heilig... Und um ehrlich zu sein, fand sie es äußerst aufregend, solche Worte aus seinem Munde zu hören. Aber dann wiederum hatte er absolut kein Recht zu... warum fand sie diesen Mann nur so FRUSTRIEREND?
Gerade, als Mamoru über seine 'Besitzansprüche' sprach, ging Tsukino Ikuko zufällig am Zimmer ihrer Tochter vorbei. Sie hatte gedacht, dass sie Stimmen im Zimmer gehört hatte... aber dann, Moment! Sie blieb stehen, um zu verstehen, was Mamoru mit seinen Worten implizierte. Dann, mittlerweile sehr aufgebracht, stieß sie die Tür auf und starrte den dunkelhaarigen Mann finster an.
Ikuko blieb einen Augenblick regungslos stehen, die Augen fest auf ihr Gegenüber gerichtet. Stumm verließ sie das Zimmer wieder und ging dorthin zurück, von wo sie gerade gekommen war. Ihre Schritte entfernten sich von Usagis Zimmer und die Blondine seufzte erleichtert auf. „Für einen Moment hatte ich wirklich Angst, dass Mama durchdrehen würde."
„Das ist Sache deines Vaters.", grinste Mamoru sie an.
Kaum hatten die Worte jedoch seinen Mund verlassen, wurde seine Stirn mehrfach mit der Küchenrolle einer sonst sehr liebenswürdigen Hausfrau malträtiert.
„Wie kannst du es wagen, meine Tochter nackt zu sehen!", schrie die blauhaarige Frau und hieb wieder und wieder mit der hölzernen Rolle auf Mamorus Stirn ein.
„Es ist ja nicht so, als ob ich es darauf angelegt hätte!", protestierte Mamoru, „Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich ihren perfekten Körper – Ich meine, dass ich das Bild einer nackten Usako nie mehr vergessen – Ich meine... AHHH!" Mit jedem weiteren Wort, welches seinen Mund verließ, traf Ikuko ihn härter mit der Küchenrolle, bis er beinahe ohnmächtig war. Es wurde auch nicht besser dadurch, dass sie ihn genau da traf, wo ihn Tsukino Kenji am vorigen Tag mit seiner Brieftasche getroffen hatte.
Usagi keuchte auf, sie war hin- und hergerissen. Entweder konnte sie zusehen, wie Mamoru das bekam, was er verdiente oder sie konnte eingreifen und ihn heroisch vor dem Groll ihrer Mutter retten. Sie wog die beiden Möglichkeiten ab und entschied sich schließlich für Option Nummer eins.
Als der Zorn der Hausfrau endlich verraucht war, richtete Mamoru sich vorsichtig auf und presste seinen schmerzenden Kopf in den Nacken seiner Usagi. Geflissentlich ignorierte er ihre Mutter und suchte bei der Blondine die Behaglichkeit, die er nur in ihrer Nähe fand.
Ikuko trat einige Schritte zurück und lächelte ob dieser Szene und ihr nur wenige Augenblicke zurückliegender Ausbruch schien schon Jahre her zu sein. „Awww, ihr zwei seht einfach so süß aus. Ich lass' euch jetzt mal allein, damit ihr die Dinge klären könnt." Betont langsam legte sie die Küchenrolle als Warnung auf den Nachttisch ihrer Tochter, bevor sie beinahe hüpfend den Raum verließ.
Die beiden übrigen Personen in Usagis Zimmer starrten ihr hinterher. „Ähm..."
„Du weißt, ich hatte wirklich keine Ahnung, dass du nackt bist, wenn du dich wieder in Usagi zurückverwandelst. Ich meine, meine eigene Verwandlung lässt die Nacktphase aus...", sagte Mamoru nach einem langen Moment des Schweigens.
Usagi schmiegte sich an ihn und legte ihren Kopf gegen den seinen. Sie blinzelte, als sie seine Worte vernahm. „Deine eigene Verwandlung? Wovon redest du?", fragte sie neugierig.
„Ich bin Tuxedo Kamen.", gestand Mamoru ihr und produzierte eine Rose aus dem Nichts, um seine Aussage zu bestätigen. Er steckte die Rose hinter einen ihrer 'Odangos', ehe er wieder seine Position mit seinem Kopf in ihrem Nacken einnahm.
Tief atmete er aus, worauf Usagi leise aufkeuchte, als sie seinen warmen Atem spürte. Sie drehte ihren Kopf ein wenig, sodass sie ihn aus den Augenwinkeln sehen konnte. „Du bist... Tuxedo Kamen...", wiederholte sie langsam und immer noch ungläubig, obwohl der Beweis in ihren Haaren steckte. Auf eine seltsame Art und Weise machte es Sinn, dass Mamoru ihr Beschützer war. Aber trotzdem fiel es ihr schwer, seine Aussage zu akzeptieren.
„Und du bist meine blonde Heldin...", grinste er, seine Augen wanderten zu dem dunklen Fleck in ihrem Nacken. „Und mein Odango Atama obendrauf!"
Usagi schlug ihm hart auf den Hinterkopf, was allerdings nur dazu führte, dass sein Gesicht noch enger gegen ihren Nacken gepresst wurde. Sie kicherte ob ihres Fehlers und dachte darüber nach, was Mamoru ihr erzählt hatte. Stück für Stück setzten sich die Ereignisse des Tages zu einem großen Ganzen zusammen und in ihrem Kopf wirbelten die Gedanken umher. Ihre Grübelei wurden unterbrochen, als der Baka sich an sie presste und ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, indem er ihr liebevoll in den kitzeligen Bauch piekste.
„Hey, kommst du irgendwann auch wieder zur Erde zurück?", scherzte er.
Sie zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht... Irgendwie mag ich den Mond, weißt du?"
Mamoru nickte und seine Augen wurden wieder ernst, als er sich verlegen räusperte. „Also, Usa... Ich wollte dir noch sagen, dass ich... dass es mir leid tut. Die Beleidigungen und die Witze über deine Haare und dein Auftreten. Ich wollte deine Gefühle wirklich niemals verletzten, aber ich schätze, das ist das einzige, was ich je getan habe, oder?"
„Nicht zwangsläufig...", Usagi atmete tief ein, ihre Mund stand offen ob dieser Entschuldigung von Mamoru. „Trotz der Art, wie du mich behandelt hast, hab' ich in dich verlie..." Hastig schlug sie sich eine Hand vor den Mund, befürchtete, sie hatte schon zu viel gesagt. Was sie, um ehrlich zu sein, in ihrer typischen Usagi-Art auch getan hatte.
Geschockt löste sich der dunkelhaarige Mann leicht von ihr, um ihr in die Augen zusehen. „Also ist es wahr? Du erwiderst wirklich meine Gefühle?"
Usagi nickte zurückhaltend, bevor sie ihre Nase krauste und die Dinge überdachte. „Deine Gefühle erwidern? Ich weiß nicht, wovon du sprichst, Mamo-chan, aber ich dachte, wir sprachen hier über meine Gefühle!"
Mamoru blinzelte. So viel also zum Thema Subtilität... „Ja, Usako, das haben wir.", sagte er langsam und benutzte seinen eigenen Kosenamen für sie. „Aber ich habe auch auf meine eigenen Gefühle angespielt." Er zwickte ihre Nase und legte seine Stirn gegen die ihre. „Kannst du herausfinden, was ich meine?"
„Beleidige mich nicht."
Mamoru wehrte ab. „Glaub' mir, das ist das Letzte, was ich in diesem Augenblick tun würde!"
Die beiden lachten und die Blondine griff nach der Hand des jungen Mannes. „Ok, ich kann natürlich raten. Aber nur für den Fall... Ich möchte wirklich super sicher sein, dass das, was ich denke was du meinst, auch wirklich das ist, was du meinst, also vielleicht solltest du mir buchstabieren, was du sagen wi..."
Wieder wurde sie unterbrochen, aber dieses Mal von einem Paar warmer Lippen, welche sich auf die ihren gelegt hatten und so ihre Worte effektiv gedämpft. Im ersten Moment war Usagi überrascht ob dieser Art der Unterbrechung und ruderte einige Augenblicke mit ihren Armen in der Luft, ehe ihr Hirn die aktuelle Situation erfasst hatte.
Chiba Mamoru, der Baka, in den sie schon seit Monaten verknallt war, küsste sie. Sie. Tsukino Usagi. Auf die Lippen. Auf ihrem Bett. Mit der als Warnung gedachten Küchenrolle ihrer Mutter auf ihrem Nachttisch.
Sie schloss ihre Augen und rückte näher an Mamoru heran, ihr Kopf neigte sich leicht, um ihrem neuen Freund den Kuss zu erleichtern. Mamoru versuchte, ihre Hände loszulassen, um sie um Usagis Hüfte zu legen, doch die Blondine weigerte sich stur, diesen Kontakt zu ihm zu brechen. Sie drückte seine Hände und presste sich noch enger an ihn, sie brauchte nicht seine starken Arme, um sie an seine Brust zu ziehen. Nach einer Weile akzeptierte Mamoru, dass dies war, was seine Usako wollte und genoss einfach diesen Kuss. Er presste seine Lippen fester auf die ihren, gewillt, möglichst lange das Gefühl zu genießen, ehe beiden die Luft ausging.
Usagi zog sich langsam zurück, als bunte Punkte vor ihrem geschlossenen Auge erschienen. Ihr war schwindelig und so lehnte sie sich haltsuchend an Mamoru. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter, heftig nach Atem ringend. Ihre Augen suchten die seinen, um sicherzugehen, dass es tatsächlich Mamoru war, mit dem sie ihren ersten Kuss geteilt hatte.
Als ihr Blick dann auf seine Jacke fiel, wusste sie, dass es Mamoru war. Sie wusste ebenfalls, dass, wenn sie und Mamoru eine Zukunft haben sollten, diese Jacke verschwinden musste. Sie war wie Motokis Schürze – abstoßend. Usagi schüttelte ihren Kopf, um diese seltsamen Gedanken loszuwerden und reckte ihren Kopf ein wenig in die Höhe, um Mamoru einen Kuss auf die Wange zu geben. Schüchtern lächelte sie ihn an, dann legte sie ihren Kopf wieder an seine Schulter.
Mamoru konnte keinen klaren Gedanken fassen, als Usagi sich von ihm löste. Erst dachte er, dass sie ihn abwies, doch seine Angst verflog, als sie ihn auf die Wange küsste. Erleichtert stöhnte er auf und drehte ihren Kopf sanft so, dass er seine Lippen erneut stürmisch auf die ihren legen konnte.
Dieses Mal versuchten beide, dem jeweils anderen die Tiefe der Gefühle für einander verständlich zu machen und dennoch war es ein langsamer Kuss – im Vergleich zu solchen, die sie teilen könnten – beide genossen den Augenblick und wollten die intensiveren Zärtlichkeiten für ihre spätere Beziehung aufheben.
Es war Mamoru, der sich dieses Mal von Usagi löste und sie mit fast schwarzen Augen anblickte. „Usako...", keuchte er, „Du wolltest, dass ich es dir buchstabiere, also... I-c-h. L-i-e-b-e. D-i-c-h."
Usagi blinzelte und versuchte, die Buchstaben in ihrem Kopf zu einem Satz zusammenzusetzen. „Kannst du das wiederholen, Mamo-chan? Buchstabieren war nie meine Stärke...", sie kicherte und wurde erneut rot.
Ihr Gegenüber sah davon ab, einen negativen, obgleich scherzhaft gemeinten, Kommentar bezüglich Usagis schulischen Leistungen abzugeben. „Hm...", sagte er stattdessen und legte gespielt nachdenklich seinen Zeigefinger an seine Lippen, „Ich denke, dass wenn du es wirklich noch einmal hören willst, du es dir verdienen musst..." Er neigte seinen Kopf ein wenig und blickte sie intensiv an.
Die Blondine reckte sich ein wenig und küsste seine Stirn, nachdem sie einige Haarsträhnen zärtlich aus seinem Gesicht gestrichen hatte.
Er blickte sie weiterhin stur an und war noch längst nicht befriedigt.
Usagi verdrehte ihre Augen, bevor sie kleine Schmetterlingsküsse auf seinem Gesicht verteilte, von seiner Stirn hinunter zu seiner Wange, über sein Kinn hinauf zur anderen Wange, dann über den Nasenrücken, immer darauf bedacht, seine Lippen zu meiden, um schließlich an seinen Ohrläppchen zu enden.
Mamoru knurrte, als seine Lippen ausgelassen wurden. „Usako!", warnte er, tief aus seiner Kehle.
Usagi blickte ihn nur unschuldig an, mit einem aufgesetzten leeren Gesichtsausdruck. „Ja, Mamo-chan?"
„Wenn es jemand anderes als du wäre, würde ich nicht tolerieren, dass man mich so ärgert.", fuhr er fort und leckte seine Lippen, in der Hoffnung, Usagis Aufmerksamkeit so darauf zu lenken.
„Wenn es jemand anderes wäre als ich, würde ich ihn niemals in deine Nähe lassen.", grummelte Usagi besitzergreifend und umarmte Mamoru fest.
Mamoru grinste schief und erwiderte die Umarmung, um sie eng an sich zu pressen. „Ich weiß.", wisperte er in ihr Haar, während eine Hand liebevoll an ihrem 'Odango' zupfte. „Du bist sowieso die Einzige, die ich jemals lieben könnte, du brauchst dir also keine Sorgen machen, Usako. Die Einzige." Er blinzelte und konnte gar nicht glauben, dass er eben so etwas privates von sich preisgegeben hatte. Aber er drückte die Gefühle aufkeimenden Panik, indem er sich daran erinnerte, dass es Usako war, der er diese Dinge erzählte und deshalb war es in Ordnung. Es gab also keinen Grund, sich zu schämen.
Usagi wurde noch röter, als sie murmelnd erwiderte „Ich lieb' dich auch, baka Mamo-chan...", bevor sie wieder sein Gesicht zu sich herunterzog.
Und für eine sehr lange Zeit tat das Pärchen nichts anderes, als Küsse auszutauschen und sich so ihrer gegenseitigen Liebe zu versichern.
Usagi blickte verträumt aus dem Fenster ihres Zimmers und beobachtete, wie Mamoru an der Außenwand des Hauses hinabkletterte, um dem Zorn ihrer Eltern zu entgehen. Sie hatten eine lange Zeit gemeinsam verbracht, das stimmte, aber sie vermisste schon jetzt die Wärme und Geborgenheit Mamorus. Und obwohl Usagi traurig war, dass er sie schon verließ, damit sie sich um andere Dinge kümmern konnte, freute sie sich auf der anderen Seite bereits auf das nächste Treffen, auf dem sie statt Beleidigungen nun Küsse austauschen würden.
Ihr ganzer Körper prickelte ob der intensiven Küsse von eben und in ihrem Bauch schienen die Schmetterlinge Tango zu tanzen. Sie blickte ihm nach, bis er die Höhle des Löwen sicher verlassen hatte, ehe sie sich umdrehte und hüpfend ihr Zimmer verließ, um ihre Freude mit anderen zu teilen.
Glücklich seufzend ging der blonde Teenager die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, wo ihre Mutter Ikuko ein ernstes Wörtchen mit ihrem Ehemann Kenji darüber redete, dass er unbedingt sein Temperament zügeln müsse.
„Es ist in Ordnung, dem Freund deiner Tochter einen Gegenstand an den Kopf zu werfen, sodass er bewusstlos wird, Kenji, Liebling, aber du kannst ihn nicht umbringen! Sonst wirst du wegen Mordes eingesperrt!", sagte sie und gestikulierte wild mit ihren Händen, um ihrem Ehemann ihren Standpunkt zu verdeutlichen.
Tsukino Kenji machte ein nachdenkliches Gesicht und rieb sich sein Kinn. „Hm, aber was, wenn ich alle Beweise beseitige?"
Ikuko hatte keine Zeit zu antworten, da Usagi geschockt den Raum betrat. „O'KAA-SAN! O'TOU-SAN! Plant ihr etwa, meinen Mamo-chan umzubringen? Dabei sind wir gerade einmal seit einer halben Stunde offiziell zusammen..."
„DU MEINST, ICH HABE DICH FÜR 29 MINUTEN UND DREISSIG SEKUNDEN LÄNGER EINEN FESTEN FREUND HABEN LASSEN, ALS ICH SOLLTE?", brüllte Kenji und blickte sich hektisch nach seinem Gewehr um. Er beruhigte sich erst, als seine Frau ihn sanft am Ellenbogen fasste.
„Uh...", stammelte Usagi und wollte die Frage lieber nicht beantworten.
Ikuko legte ihrem Mann die Hand auf den Mund. „Eigentlich gibt es etwas, was wir besprechen müssen, Usagi. Jetzt, da du deine Probleme mit Mamoru beseitigt hast..."
„Du redest davon, dass ich Sailor Moon bin...", sagte Usagi leise und fand den Teppich auf einmal sehr interessant, als sie darauf wartete, dass die Befragung begann.
Kenji versuchte, von seinem Sitz aufzustehen. „WAS?" Gut, er hätte es eigentlich wissen müssen, immerhin hatte er gesehen, wie sich Usagis Freund in diesen 'Cape-Boy' verwandelt hatte. Und es war ja allseits bekannt (zumindest laut den einschlägigen Klatschblättern der Stadt), dass Sailor Moon und Tuxedo Kamen Gefühle für einander hatten.
Wer hätte gedacht, dass Klatschblätter ausnahmsweise einmal Recht hatten?
Ikuko presste Kenji sanft, aber bestimmt wieder in den Sitz zurück, ehe sie ihren Blick wieder auf ihre Tochter richtete. „Eigentlich wollte ich sagen, dass du Mamoru in den nächsten Tagen mal zum Essen einladen solltest, aber wir können durchaus auch über deiner geheime Identität sprechen."
Usagis Mund stand offen und der Unglauben stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Sie konnte nicht glauben, dass ihre Mutter nicht sofort über das Thema Sailor Moon sprechen wollte. „Uhm, wenn ich fragen darf..."
„Es lag an dir, das Thema anzuschneiden.", sagte Ikuko, die scheinbar Gedanken lesen konnte. „Ich werde dich nicht zwingen, Dinge preiszugeben, die du nicht preisgeben willst oder kannst. Aber Usa, ich will, dass du sicher bist. Ich kann nicht von dir verlangen, dass du deine Kräfte aufgibst und ich kann dich nicht zwingen, sie dafür zu benutzen, die Welt zu retten... Aber ich will wissen, dass meine Tochter abends immer zu mir nach Hause kommt, sicher und gesund."
Die Angst und Unsicherheit in den Augen ihrer Mutter berührten den Teenager und Tränen füllten ihre eigenen Augen. Schluchzend warf sich die Blondine in die Arme ihrer Mutter. „Ich werde dich nicht enttäuschen, O'Kaa-san. Das verspreche ich dir. Und Mamo-chan wird mich beschützen!"
Ikuko nickte stumm und presste ihre zitternde Tochter enger an sich.
Kenji grummelte auf seinem Platz, doch niemand hörte ihn, Usagis Schluchzen war einfach zu laut. „Und wo bleibt meine Umarmung? Und gibt es irgendeinen Weg, die Senshi-Uniform zu verändern, wie wäre es denn mit einem Ganz-Körper-Overall statt diesen viel zu kurzen Röcken, junge Dame?" Aber natürlich blieben seine Fragen unbeantwortet.
„So...", fragte Ikuko und strich beruhigend über den Rücken ihrer Tochter, „Was wirst du Shingo sagen?"
Die Mädchen hatten sich mal wieder in der Crown Arcade getroffen, um Milchshakes zu trinken und den neuesten Klatsch bezüglich Usagi und Mamoru auszutauschen.
„So, was denkt ihr, sind die beiden jetzt endlich zusammen?", fragte Makoto und lehnte sich zurück, „Ich meine, selbst die beiden können das jetzt nicht mehr länger hinauszögern..."
Ami zuckte mit den Schultern. „So wie ich Usagi und Mamoru einschätze, bin ich mir sicher, dass einer von beiden durchaus einen Weg findet, die Dinge wieder zu komplizieren. Aber ich denke, dass die beiden jetzt an einem Punkt angekommen sind, an dem sie zu einer ernsthaften Beziehung bereit wären. Sie haben sich gestritten, einander geärgert, sich in peinliche Situationen gebracht, in aller Öffentlichkeit Zärtlichkeiten ausgetauscht, herausgefunden, dass sie beide geheime Identitäten haben, welche laut Presse schon längst zusammengehören... Ich meine, was könnte noch passieren, bevor die beiden sich endlich gestehen, dass sie Gefühle füreinander haben?"
Rei nickte. „Das klingt logisch, wie immer, Ami-chan. Ich hoffe nur, dieses Mal geht nichts schief... Wie du gesagt hast, die beiden neigen dazu, die Dinge unnötig zu komplizieren."
In dem Augenblick kamen Motoki und Reika zu den Mädchen an den Tisch und setzten sich dazu. Motoki trug erneut seine geflickte Schürze und die vier Freundinnen durchlief ein Schauer des Grauens.
„Was?", fragte Motoki unschuldig, „Ich nähe. Habt ihr ein Problem damit? Und ich musste diese Rüschen neu nähen. Ihr wisst schon, diejenigen, die eins dieser verrückten Fanclub-Mitglieder abgerissen hat, weil sie scharf auf den Mann hinter der Schürze war. Der ich hätte sein sollen..."
Reika verdrehte die Augen. „Motoki, werd' endlich erwachsen. Ich möchte nicht, dass eine Horde wildgewordener Mädchen hinter meinem Freund her ist..."
„Nun, ich bin mir sicher, dass Usagi es auch nicht gut findet, wenn diese Verrückten hinter ihrem Mamoru her sind...", schaltete Ami sich in die Konversation ein.
Makoto und Rei starrten sie an. Ami hatte heute einen Lauf!
Der blauhaarige Teenager errötete und blickte verlegen zu Boden, als sie die Blicke auf sich spürte. „Es ist nicht so, dass ich diese Dinge nicht bemerke, Minna..."
Makoto pfiff anerkennend. „Mensch, Mädel, jetzt brauchen wir dich nur mal in einen Schönheitssalon mitnehmen und dann können wir die Vanity Fair© lesen, während unsere Nägel manikürt werden und wir können über heiße Kerle quatschen..."
Ami murmelte etwas unverständliches in ihren Bart und wurde noch röter. Bevor jedoch ihre Mit-Senshi ihren Teil zur Konversation beitragen konnten, ergriff Motoki das Wort.
„Hey, das ist eine tolle Idee! Ich wollte selbst auch schon lange einmal einen Schönheitssalon besuchen. Wir sollten alle zusammen gehen! Und es gibt in diesen Teenie-Magazinen ja auch oft diese Psycho-Test, die ich immer schon mal machen wollte. Ihr wisst schon, solche Test über Beziehungen, ob man mit seinem Date zusammenpasst oder nicht..." Er hielt inne, als er sah, dass jedes weibliche Wesen am Tisch ihn direkt anstarrte. Motoki wand sich unter ihren Blicken. „Uhm...", murmelte er und versuchte verzweifelt, eine logische Erklärung dafür zu finden, weshalb er sich so gut mit den Tests aus den Mädchenmagazinen auskannte. „Ich wollte nur sehen, was die Tests über Mamoru und Usagi-chan sagten..."
Augenblicklich entspannte sich jeder am Tisch, so als ob die Erklärung ganz normal für Motoki sei.
„So...", übernahm Ami wieder die Gesprächsführung, in der Hoffnung, die anderen Mädchen würden ihr Gemurmel möglichst schnell vergessen. „Denkt ihr, dass Usagi und Mamoru nun offiziell ein Paar sind, Motoki-san, Reika-san?"
„Wenn sie es jetzt noch nicht sind, dann verschenke ich meine pinkfarbene Schürze!", erklärte Motoki mit sicherer Stimme. Immerhin trug er seine 'Matchmaker' Schürze und der wohnten ja schließlich ganz spezielle Kräfte inne...
Okay, vielleicht wirkte diese Kräfte nicht mehr, seit die Senshi den pinkfarbenen Youma in Schürzenform besiegt hatten, aber das brauchte Motoki ja nicht zu wissen!
„Weißt du...", unterbrach eine Stimme das Gespräch, „Es müsste mehr geboten werden, als die pinkfarbene Schürze meines besten Freundes, um zu verleugnen, dass Usako und ich endlich zusammen sind."
„Mamoru!", rief jeder am Tisch aus und lehnte sich gespannt nach vorne, um den neuesten Klatsch zu hören.
Motoki saß in der Ecke, ebenso vorgelehnt wie jeder andere auch, aber seine Hände krampften sich ängstlich um die Schürze. Falls er mit seiner Einschätzung bezüglich seines besten Freundes und seiner kleinen 'Schwester' falsch lag... Er konnte den Gedanken einfach nicht ertragen, seine geliebte... uh, seine alte, herkömmliche Schürze verschenken zu müssen.
Mamoru ließ sich neben seinen besten Freund auf den Stuhl fallen. „Aber das wäre nicht richtig. Ich würde es hassen, über Usagis und meine Beziehung zu lügen, wo ich doch so glücklich bin, wie sich die Dinge entwickelt haben. Obwohl die Idee, dass Motoki endlich seine hässliche Schürze los wird, schon sehr ansprechend ist..." Er grinste seinen Freund an und gluckste, als er dessen ängstliches Gesicht sah.
„Also, das bedeutet...", drängten Ami, Rei und Makoto.
„Wir sind zusammen!", bestätigte Mamoru und lächelte glücklich. Das erste aufrichtige Lächeln, das bisher niemand von ihnen, ausgenommen Motoki, je gesehen hatte.
Rei runzelte die Stirn, bevor sie sich hinüberbeugte und Mamoru einen Klaps auf die Schulter gab. Hey, sie waren jetzt schließlich Freunde, da konnte sie sich so eine Geste schon erlauben. „Und warum ist Usa-chan dann nicht hier, bei dir? Huh?"
Mamoru rieb sich seine Schulter und blickte Rei gespielt grimmig an, ehe sich sein Gesichtsausdruck entspannte. „Sie spricht mit ihren Eltern darüber, weshalb ich sie gestern nach Hause gebracht habe." Er hoffte, dass sie verstehen würden, was er meinte. Ihr kollektives Nicken bestätigte ihn.
„Moment, du hast sie gestern nach Hause gebracht? Du warst tapfer genug, ihren Eltern gegenüber zutreten, nachdem du an ihrem Hals gesaugt hattest? Wow, Mamoru, ich bin beeindruckt!" Motoki grinste albern und klopfte Mamoru anerkennend auf den Rücken. „Das ist ein großer Schritt für dich!"
Sein bester Freund zuckte zusammen. „Uhm, nicht wirklich...", murmelte er mit gedämpfter Stimme. Wobei, wenn er genauer drüber nachdachte... Es würde ihm eine Menge Zeit und Nerven sparen, wenn Motoki so dachte. „Doch, du hast Recht, Motoki, das ist genau das, was passiert ist. Ich bin mutiger, als du es jemals sein wirst.", sagte Mamoru und beäugte die pinkfarbene Schürze wachsam.
„Bist du nicht!", protestierte Motoki kindisch.
„Verwettest du deine Schürze drauf?", gab Mamoru zurück und deutete auf das fragwürdige Objekt in den Händen seines Freundes.
Ohne eine Antwort zu geben, sprang Motoki von seinem Stuhl auf, kletterte über den Tisch und rannte um sein Leben – oder vielmehr das 'Leben' seiner Schürze – mit Mamoru im Nacken, der ihm folgte.
Usagi seufzte leise, als sie ihren üblichen Weg zur Crown Arcade einschlug. Soweit schien alles okay zu sein mit ihren Eltern und sie musste nur noch ihrem kleinen Bruder mitteilen, dass seine angebetete Sailor Moon in Wirklichkeit seine Schwester war. Aber das konnte noch warten. Sie wusste, dass Mamoru auch in der Arcade sein würde, zusammen mit dem Rest ihrer Freunde, und vermutlich von denen über den Status ihrer Beziehung ausgequetscht wurde.
Sie blinzelte, als zwei verschwommene Schatten an ihr vorbeiflitzten, der eine blond und pink, der andere Schatten grün (eine abscheuliche Färbung) und schwarz. Millisekunden später eilte der zweite Schatten zu ihr zurück und stoppte, um ihr einen zärtlichen Kuss zu geben, bevor er wieder seinem Freund hinterher rannte.
Usagi wurde rot, als sie den immer kleiner werdenden Figuren hinterher blickte, ehe sie ihren Weg zur Arcade fortsetzte, wohlwissend, dass ihre Freundinnen ihr alles erklären würden.
Ja, an dieses Leben könnte Usagi sich wirklich gewöhnen...
fin
