AN: Sooo... ich hoffe irgendwer da draußen ist nocht hier und freut sich über ein update :)
Es gibt nicht genügend Wörter um meinen ... leicht ausgeprägten Hiatus status zu entschuldigen. Ich hab nach dem Abi ein leichtes Gefühlstief empfunden, nachdem ich von meiner Wunschuni abgewiesen worden bin und im Endeffekt ein ganzes Semester gewartet habe um mich erneut (und dann bei mehreren Unis zu bewerben).
Um es kurz zu fassen: Ja, ich hab endlich einen Studienplatz bekommen (Jura) und finde natürlich aaaalles besser, als tatsächlich zu lernen... zumindest dachte ich mir, dass ich mir ja eine kleine Pause gönnen dürfte nach meiner ersten Klausur :)
Back to topic: Die Geschichte WIRD fortgeführt und ich WERDE sie beenden, auch wenn es dauert, ich werde mein erstes Baby bestimmt nicht aufgeben. Dazu hab ich zu viele Szenen im Kopf fertiggelegt :) bitte gedulded euch noch etwas mit mir... und entschuldigt das relativ kurze Kapitel. Manchmal muss es auch einfach nur Lückenfüller geben ;)
Auch wenn man es nicht hören will... BITTE schreibt mir REVIEWS. Ihr wisst nicht, wie sehr es mich motiviert hat die alten durchzulesen - ich freue mich über jede einzelne
So, the show must go on!
Kapitel 9
-S.S-
"Entführt? Gibt es irgendwelche Annahmen, wer daran beteiligt sein könnte?" fragte Draco mit gerunzelter Stirn und nahm eine gelbe Tasse von Severus entgegen, welche randvoll mit Tee gefüllt war.
Der junge Malfoy nahm einen kleinen Schluck und bemerkte, wie augenblicklich eine angenehme Wärme seinen Körper durchflutete, gefolgt von einer tiefen inneren Ruhe, welche nur durch einen Beruhigungs-Trank verursacht werden konnte.
Eigentlich wollte Draco es seinem Patenonkel übel nehmen, dass dieser ihn auf solche Art und Weise zu manipulieren versuchte - doch wenn er ehrlich mit sich sein sollte: ohne den Trank würde er kaum einen klaren Gedanken fassen können... wie würden dann erst Hermine und Ron reagieren, wenn sie von Harry's Entführung erfuhren? Er konnte es sich nur im Ansatz vorstellen.
Severus Snape hatte mittlerweile seine schwarzen Roben abgelegt und setzte sich gegenüber von Draco auf die schwarze Ledercouch, welche er seid Beginn seines Professoren Lebens in Hogwarts besaß.
"Annahmen gibt es viele, bestätigen kann man bis jetzt jedoch nichts." Antwortete Severus und verschränkte die Arme, während er sich auf seinem Platz zurücklehnte.
Es waren nun einige Stunden seid dem Vorfall vergangen. Die Auroren wurden bereits informiert und auch der Orden des Phönix hatte es sich zur Aufgabe gemacht den verschollenen Potter zu finden - bis jetzt ohne jeglichen Erfolg.
"Wer auch immer verantwortlich für diese Unruhe ist, weiß was er oder sie tut - wir gehen jedoch von übrig gebliebenen Anhängern des Dunklen Lords aus." Fuhr er unbeirrt fort. Draco war nicht dumm und alt genug um zu wissen was um ihn rum geschah und Snape musste zugeben, dass er und Potter sich in einer Hinsicht gleich waren: es war besser beide mit genügend Informationen zu füttern - sonst würden sie nur versuchen sich diese auf eigene Faust zu besorgen und das hatte bislang immer in Katastrophen geendet.
"Er lässt uns immer noch nicht in Frieden..." murmelte Draco und schaute mit gerunzelter Stirn in die Tasse rein und beobachte das umherschwappen des Tees, während Snape fragend eine seiner Augenbrauen anhob.
"Er? Potter?"
"Nein, ich meine Voldemort." Nuschelte Draco und fuhr sich nachdenklich über seinen linken Unterarm, während Snape lautstark aufzischte und sich ebenfalls an seinen Unteram fasste - jedoch aus Schmerz.
"Wie oft habe ich dir gesagt, dass du seinen Namen nicht aussprechen sollst?" Fuhr der Tränkemeister sein Patenkind mit zusammengebissenen Zähnen an - runzelte dann jedoch nachdenklich die Stirn.
Draco hob daraufhin den Blick von seiner Tasse um Snape anzuschauen. Seine Aufmerksamkeit wanderte jedoch schnell zu dem festen Griff, den sein Pate dem eigenen Unterarm widmete.
Verwundert konnte Severus beobachten, wie Dracos Augen sich weiteten und dann mit großer Mühe versuchten unauffällig zu dem eigenen Unterarm zu schauen.
"Zeig mir deinen Unterarm." Befahl Snape barsch und streckte seine Hand aus.
"Wa-was?" Ertappt schaute Draco auf und zog seinen Arm zu sich.
"Mr. Malfoy, ich werde mich nicht wiederholen - zeigen Sie mir Ihren Unterarm. Ich werde nicht zögern Sie dazu zu zwingen." Die Worte wurden immer leiser und immer drohender.
Unsicher schaute Draco an sich herunter - er wusste gar nicht, wieso er sich so zierte, er hatte nichts schlimmes angestellt... doch trotzdem konnte er das Gefühl nicht loswerden, dass Snape sich nicht gerade erfreut zeigen würde, wenn er ihn mit der Wahrheit konfrontieren würde.
Nach einem weiteren Blick auf seinen Paten, wessen Augen sich zu immer dünneren Schlitzen formten, entschloss er sich ihn einzuweihen.
"Bring mich aber nicht um, Onkel." Murmelte Draco und knöpfte die Ärmel seines Hemdes auf, Snape dagegen hob abermals seine Augenbrauen.
"Das werde ich der Situation entsprechend entscheiden."
-H.P-
Seit einigen Sekunden, vielleicht waren es aber auch Minuten oder Stunden (dessen konnte er sich nicht sicher sein), lag der von den Auroren gesuchte Jungzauberer auf dem kalten Boden eines dunklen Raumes - die Augen fest verschlossen und die Zähne zusammengebissen.
Es fiel ihm unter normalen Umständen bereits deutlich schwerer als anderen mithilfe von Portschlüsseln zu reisen, doch in seiner jetzigen Situation... er war sich sehr wohl der Tatsache bewusst, dass er bereits in diesem bewegungslosen Zustand kaum in der Lage war die Übelkeit zu bekämpfen - es war also ein leichtes sich vorzustellen, was passieren würde, wenn er es versuchen würde sich zu bewegen.
Harry konnte ein gequältes Stöhnen nicht unterdrücken. Genauso wenig wie seine Neugierde.
Nach kurzem hadern öffnete er ein Auge nach dem anderen und starrte gerade aus, als er bemerkte dass die Übelkeit sich dadurch nicht verschlimmerte, traute er sich schließlich doch die nähere Umgebung zu beäugen.
Er lag auf einem dunkelroten Teppich, welcher von diversen Mustern und Löchern übersäht war. Unter normalen Umständen hätte Harry diese Kleinigkeit wohl wenig interessiert und noch weniger wohlgeheisen, doch nachdem er die letzte Zeit festgebunden auf einem Steinboden verbracht hatte, kam ihm der betagte Teppich geradezu wie eine gemütliche Matratze vor.
Der Rest des Zimmers, in dem er sich befand, glich in seiner Verfassung der des Teppichs: alt, an manchen Ecken und Kanten ziemlich ramponiert, doch im Gesamten sympathischer als man meinen würde.
Dieser Ort erinnerte ihn definitiv an den Fuchsbau.
"Wenn ich nun noch wüsste, wo ich eigentlich bin..." stieß Harry mit rauer Stimme hervor, verzog kurz sein Gesicht als sein Hals anfing zu schmerzen und lächelte dann doch.
In Momenten wie solchen konnte er nur dankbar dafür sein, so gute Freunde wie Ron und Hermine zu haben.
"Wenn es sie und ihre Voraussicht nicht gäbe, dann hätten die Kerle mich sicher ohne weiteres umgebracht."
Nach einem kurzen Lächeln verzog sich sein Gesicht wieder. Schmerzhafte Krämpfe durchfuhren seinen Körper. Ein Nebeneffekt des lang ertragenen Cruciatus, dachte Harry und versuchte sich trotz allen Widrigkeiten aufzusetzen.
Er konnte einen Kamin ausfindig machen, als er zur Seite schielte.
Voller Freude und Hoffnung stürzte Harry sich auf ihn los, ließ seine Wunden dabei durch die Euphorie gänzlich außer Acht und fiel schließlich in besagten Kamin.
"Verdammter Mist." Hustete er und versuchte sich den aufgewirbelten Kohlestaub aus den Augen zu reiben.
Nachdem Harry aus dem Kamin kroch und beim weiteren Umsehen feststellen musste, dass sich in seiner Nähe kein Flohpuder befand, versuchte er verzweifelt einen Patronus zu erschaffen.
Es fehlte ihm jedoch an Kraft. Der Patronus nahm nicht die Form des stolzen und starken Hirsches an, sondern zeigte sich lediglich als dünner Dünst.
"Flohpuder fehlt, für einen Patronus bin ich zu schwach und eine Eule habe ich hier auch noch nicht gesehen..." entnervt legte sich Harry auf den Holzboden des Hauses und atmete tief ein. Wenn er schon kein Mittel finden konnte, um aus der Situation zu kommen, so würde er immerhin etwas Kraft tanken und sich ausruhen.
"Immerhin kann ich DAS noch."
Erschöpft aber erstmals seit Tagen beruhigt schloss Harry die Augen in der Hoffnung einzuschlafen und bald auf eine neue Idee zu kommen.
.
.
.
"Sir! Mr Harry Potter, Sir!"
Eine schrille Stimme riss den schlafenden Jungen aus seinen inhaltslosen Träumen. Völlig verwirrt und mit hemmendem Herz starrte Harry um sich und versuchte die Stimme und den dazugehörigen Körper ausfindig zu machen.
Als er sich umdrehte erspähte er eine kleine Gestalt, die ihn noch nie glücklicher gestimmt hatte.
"Dass ich nicht selbst drauf gekommen bin!" lachte er und umarmte den Besucher.
"Sir!" wehrte sich Harrys gegenüber völlig überrascht und ließ die Umarmung eher gezwungen über sich ergehen.
Immer noch lächelnd, den Protesten der Kreatur jedoch nachgebend ließ Harry los und schaute zu seinem Gast hinunter.
"Merlin seid dank. Genau dich habe ich gebraucht Kreacher!"
-S.S-
Entsetzt starrte Severus auf den Unterarm seines Patenkindes.
Auf den reinen Unterarm. Kein Dunkles Mahl zierte ihn, nur eine kleine Narbe schien sich an der Stelle zu befinden, an der einst die Abscheulichkeit Platz gefunden hatte.
"Onkel-"
"Ruhe Draco." Zischte Snape und zog seinen Zauberstab und deutete auf Dracos Unterarm.
"Finite." Murmelte er mit der Erwartung, das Dunkle Mahl würde wieder sichtbar werden - doch nichts dergleichen. Die Haut blieb so wie sie war.
Mit einem verwirrten Blick legte Snape den Zauberstab beiseite und lehnte sich langsam auf seiner Couch zurück und betrachtete Draco fragend.
" . ?"
Der blondhaarige Zauberer fing an mit dem Ärmel seines Hemdes rumzuspielen. Die Nervosität war ihm ins Gesicht geschrieben.
Er wusste, dass sein Patenonkel ihn liebte, wahrscheinlich nicht einmal sauer sondern einfach überrascht war... doch trotzdem konnte Draco das Gefühl nicht loswerden, dass Severus in einen seiner berühmt berüchtigten Wutausbrüche fallen würde, wenn er ihm alles erzählen würde.
Mit tiefen Unbehagen schaute Draco auf und fixierte einen Punkt neben Severus Kopf, um ihm nicht direkt in die Augen schauen zu müssen.
"Severus, bitte sei nicht sauer."
"Wie bereits gesagt, das werde ich dann entscheiden, wenn du mir endlich die Ehre erweisen würdest mich zu informieren und dich nicht wie ein Kleinkind benehmen würdest." Blaffte Severus auf Dracos Zierde hin, fing sich jedoch als er den unsicheren Blick seines Neffen sah, welcher sich nicht einmal traute ihm in die Augen zu blicken. Nach einem Seufzer sprach er.
"Draco, du kennst mich nun schon lang genug um zu wissen, dass auch wenn ich sauer werden sollte, dir immer beistehen werde." Er deutete auf Dracos Unterarm.
"Ich habe dir beigestanden, als du das Mahl angenommen hast, also werde ich wohl auch in der Lage sein, dir beizustehen wenn du es losgeworden bist. Ich werde dir immer verzeihen können." Schloss Severus seine Ansprache und schwieg.
Überrascht schaute Draco ihm nun doch in die Augen.
Severus war kein Mann, der seinen Gedanken in solchem Maße darlegte - noch weniger seine Emotionen. Draco wusste, dass sein Pate es ernst mit ihm meinte.
Beide waren sich dessen bewusst, dass Snape einen großen Schritt gewagt hatte und umso erstaunlicher war es dann für selbigen, als Dracos überraschter Blick einem gequälten wich.
"Das weiß ich Onkel und dafür danke ich dir auch, wirklich." Sagte er und atmete tief ein.
"Es gibt jedoch ein Problem bei meiner Erklärung... bei dem, was passiert ist um das Mahl von Vol-" Severus warf ihm einen düsteren Blick zu.
"Das Mahl von ihm loszuwerden." Severus hob eine Augenbraue an.
"Und dieses Problem wäre?"
Draco atmete tief ein, nun würde der Moment kommen den er seit längerem gefürchtet hatte. Der Moment, in dem er das Versprechen an seinen momentan einzigen Freund (Severus ausgenommen) brechen würde.
"Das Problem ist..." er schaute seinem Onkel in die Augen und versuchte nun mutiger zu wirken als er wirklich war.
"Dass Harry mir dabei geholfen hat."
Wie gesagt, kürzer als gewohnt, aber dafür werde ich mich nun hoffentlich dazu aufraffen aktiver zu sein :)
R&R! Bitte :)
