Das Geschehen bei Ivatin sorgte auf Vegeta-sei für hellen Aufruhr.
Hier und da stürmte packende Saiyajins durch die Straßen, die
panisch versuchten den Planeten zu verlassen. Eine größere Katastrophe
konnte es bei besten Willen nicht geben. Eine Amazone! Wie lange würde
sie brauchen um nach Vegeta-sei zu gelangen und diesen Planeten zu zerstören?
Keine 5 Sekunden!
"Was sollen wir tun, Mylord?", fragte General Gurkein ehrführchtig.
"Sorgt mit allen Mitteln dafür, dass sie hier bleiben und Ruhe
einkehrt. Und mein Sohn soll auf keinen Fall davon erfahren...", gebot
der Herrscher und der Untergebene schlich rückwärts, mit ängstlich
eingezogenem Schwanz aus dem Saal.
'Mein Sohn ist sicherlich an dem Untergang Amazonias interessiert.
Doch er soll nicht wie Freezer werden, bestimmt nicht! Amazonia würde
uns guttun! Auch wenn uns verboten werden würde Planeten auszurauben...'
"Vegeta?", erklang die klare Stimme Safanads.
Der Prinz zog herum und blickte in die klaren Augen seiner 'Gefährtin'.
"Was ist?"
Sie sah ihn eindringlich an, als wäre das was sie ihm sagen wollte
ein Staatsgeheimnis. Als er unweigerlich nickte, öffnete sie nochmals
den Mund, aber nur, um ihn gleich darauf wieder zu verschließen.
Tief einatmend stand sie auf und trat zu ihm ans Bett. Seufzend ließ
sie sich neben ihm nieder und bohrte ihren Blick in seine nachtschwarzen
Augen.
"Was hälst du von Amazonia?", fragte sie ruhig, doch bestimmt.
Etwas schweres lag in ihrer Stimme und Vegeta vermochte nicht zu sagen
warum. Der Inhalt ihrer Worte war sátánîvà,
würde eine Amazone sagen. Keiner verspürte den Drang, dieses
Wort in Verbindung mit Amazonia zu verbinden, sein Vater würde wohl
ausflippen, wenn er es tat, aber konnte er Safanad, seiner kleinen Safanad
sowas nicht anvertrauen?
"Wozu willst du das wissen?", fragte er ohne jeden Hintergedanken bei
der Sache. Er wusste ja nicht, was sie davon hält, und wenn sie ein
Saiyajin wäre, würde sie dieses verlorengegangene Reich wohl
genauso verachten wie alle anderen Krieger dieses Alls auch. Er erinnerte
sich an das wenige, was ihm sein Vater gesagt hatte. Dem König war
das Thema stets unangenehm. "Es ist ein großer Krieg, der Krieg der
Befreiung, der Kampf gegen die ...!", waren die Worte King Colds gewesen,
mehr hatte ihm sein Vater nicht gesagt. Wahrscheinlich sollte er sich selbst
eine Meinung daraus bilden, wenn man bedenkt was nun ablief. Und deutlich
war, das ein Wort fehlte, doch sein Vater rückte damit einfach nicht
raus. Immer hatte sich der König mit kalten Blick abgewendet, wenn
der Prinz ihn darauf ansprach.
"Nun ja, es heißt ja, dass eine Amazone aufgetaucht sein soll...
Bizarr, was?", schüttelte Safanad den Prinzen aus seinen Gedanken.
Vegeta nickte erst nur. Was sollte er ihr sagen? Er selbst wusste ja
nicht einmal, was er davon halten sollte. 'Eine Amazone...' Nun jagte ihm
unwillkürlich eine kleine Information seines vaters zum Großen
Krieg durch den Kopf: "Amazonen sind zu blöd zum kämpfen...",
hatte sein Vater betrübt gemeint. Eine sehr Meinungsentscheidende
Tatsache, wenn sie war wäre.
"Vegeta?"
Der Prinz schreckte hoch, doch fasste sich gleich wieder. "Amazonia
war schwach. Die Saiyajins werden es besser machen!", stolzierte er.
"Pah...", Safanads Blick verfinsterte sich stark.
"Sie können keinen Krieg führen und haben sich damit selber
zerschossen..."
"Pff..." Safanad schäumte schon fast vor Wut. Verwirrt hob der
Prinz schützend die Handflächen. "Was ist? Magst Amazonia wohl,
hä?", stichelte er grinsend.
"Du hast keine Ahnung!", fauchte sie. "Krieg führt zu nichts!"
Damit sprang sie vom Bett auf und ging zur Tür um sich betrübt
an sie zu lehnen. "Krieg führt zu nichts...", flüsterte sie noch
einmal.
'Sie ist Kriegsgegner? Komisch...' "Um auf deine Frage zurückzukommen...
Amazonia find ich klasse...nur die Fehler hätten nicht sein dürfen.
Amazonia hätte Fearar nie angreifen dürfen."
Safanad zuckte merklich zusammen. Vegeta blieb der enstetzte Blick
des jungen Mädchens verwehrt. Ihre Augen waren weit aufgerissen, als
sich Safanad stürmisch zu ihm umdrehte. "Und was meint dein Vater
zum Krieg?"
Stille...
"Keine Ahnung..."; gab der Prinz ehrlich zu. Wozu wollte sie das nun
wieder wissen?
"Dann müssen wir ihn wohl fragen...", flüsterte Safanad abwesend
und ohne Ton in der Stimme. Langsam verschwand sie ihm dunklen Gang.
Verwirrt sah ihr der Prinz nach. 'Warum?'
"Was ich von Amazonia halte?", rief der König entsetzt. Das Mädchen,
das sich nicht mal vor ihm verneigte, nickte scharf blickend. Unwillkürlich
zuckte der König stets zusammen, wenn er meinte ihre Stimme zu vernehmen.
"Fragt nicht, warum ich das wissen will. Sprecht!"
Der König seufzte bedrückt und lies seinen Blick angestrengt
auf ihrem Gesicht ruhen, das keine Regung zeigte. Schließlich schickte
er die Wachen und Diener mit einer schlaffen Handbewegung nach draußen.
"Ich will ehrlich sein. Ich hab dieses Reich verehrt und weiß nicht,
warum mein Vater das getan hat...das mit dem Krieg...du weißt schon..."
Ja ich weiß...", ihr Blick verdunkelte sich..."Ich weiß
es nur zu gut..." Mit diesen Worten drehte sie sich um und verließ
nachdenklich den Tronsaal.
Verdutzt hob der König eine Braue. 'Das wars schon?'
"Meister Freezer...Euer Vater möchte Euch sprechen", meinte der
Schönling, der hinter seinem Meister kniete.
"Jaja...schick ihn rein...", sprach der Tyrann nur und Zarbon sprang
sofort auf um dem Befehl Folge zu leisten. Kurz darauf betrat King Cold
den Raum.
"Mein Sohn...ich möchte dich warnen..."
"Wovor?", herrschte der Tyrann. "Ich hab nichts von ihnen zu befürchten!"
"Ich meine nicht die Saiyajins...", deutete der Ice-jin. "Die Amazone...sie
hasst uns..."
"Na und?", Freezer war sichtlich genervt. Seit drei Stunden ging es
nur noch um dieses bizarre Thema. Es war sicherlich nur eien Haluzination
eines Schiffkäptens, der sich wichtig machen wollte...
"Sie wird Rache verüben...", meinte sein Vater bedenklich und
sah seinen Sohn tief in die Augen, der sich ihm nun zugewandt hatte.
