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...‚Die Spanische Grippe war eine weltweite Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 mindestens 25 Millionen Todesopfer forderte. Vor allem 20-bis 40-jährige erlagen dem gefährlichen Influenzavirus. Der Krankheitsverlauf war kurz und heftig, mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Während manche Patienten nur schwache Symptome zeigten und sich ohne weitere Komplikationen erholten, verstarben andere binnen Stunden an einer von starken Blutungen begleiteten Lungenentzündung...'
Die Stimme meines ehemaligen Biologielehrers hallte in meinem Kopf nach.
Ängstlich kniff ich meine Augen zusammen.
Angst hatte mich ergriffen, Angst um Edwards Leben...

...loosing you would hurt me so bad...

...spending my time with you is a thing i don't regret...

...when I'm back in my time, I'll miss you, I already know...

...and this thought feels like if an arrow has been shot right into my heart with a bow...

Kapitel 8: Even if it's a deathly pandemia, I won't stay away from you!

...how can I stay away from you?
...can't you see?
...that I just put on a false smile, trying to calm you down...
...and not to let you know, how hurt I truly am..

...I tried to stay away from you...
...but I think, there's not much time left...
...I tried to live alone...
...but lonely is so lonely, alone...

...I tried to give up my defences...
...and smiled, just for you, to keep you calm and to let yourself rest...
...oh my...what should I do? I'm disrupted...
...disrupted, into two worlds...

...my defences are given up, I want to let myself fall..
...but I've got to be strong...
...I've got to be strong for you...
...there's no difference between us, even the fact, that we are from two different worlds...

Schon seit einer Stunde durchforstete ich mein Gedächtnis nach weiteren Anhaltspunkten über die Spanische Grippe. Doch ich war nicht sehr viel weiter gekommen. Noch lange hatte ich Edward umarmt, doch irgendwann hatten wir uns von einander gelöst. Sein Anblick war besser gewesen, und doch hatte es mir beinahe das Herz zerrissen. Ich wollte ihn nicht weiter so leiden sehen.
Wir hatten noch ein paar belanglose Worte miteinander gewechselt und er hatte mir versprochen, mich bald wieder zu besuchen. Dann war er gegangen und eine Leere schien mein Herz zu umhüllen.
Ja, ich hatte Angst um Edwards Leben.
Mir dies einzugestehen war nicht sonderlich schwer gewesen, immer wieder dachte ich voller Sorgen daran, dass er sich bei seinem Vater anstecken könnte.
Die Tatsache, dass er auch mich anstecken könnte sah ich ohne große Sorge entgegen. Ich war mir sicher, irgendeine der vielen Grippeschutzimpfungen, die ich in den letzten Jahren erhalten hatte würde mich schon schützen. Ich würde es riskieren, dessen war ich mir sicher.
Meine Gedanken schweiften zu meinen Eltern.
Renée war sicherlich inzwischen schon halb krank vor Sorge, dass ich mich in den letzten Tagen nicht bei ihr gemeldet hatte. Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Sie ging Phil bestimmt schon mit ihren besorgten Blicken und ihrer hysterischen Stimme auf die Nerven.
Charlie hatte meine Abwesenheit bestimmt noch nicht einmal registriert. Wir telefonierten nur sehr selten, und obwohl er eigentlich mein leiblicher Vater war, wusste ich nicht, was er für Hobbys hatte, wie es ihm ging, was er bei der Arbeit so machte. Ich hatte gehofft, all dies herauszufinden, sobald ich bei ihm in Forks wohnen würde. Doch es schien mir noch so weit entfernt, so entfernt, wie als ob es ein Traum wäre. Auf der einen Seite schien mir mein bisheriges Leben, das, welches sich in der Zukunft abgespielt hatte, in meiner Gegenwart, jetzt verschwommen und die meine Erinnerungen betrachtete ich wie durch eine schmutzige Fensterscheibe oder einen Schleier.
Warum war das so? Verlor ich etwa langsam meinen Verstand, in Anbetracht meiner Situation?
Panik ergriff mich. Würde ich mich an Edward, an alles hier, wenn ich in meiner Zeit wäre auch nicht mehr so gut erinnern können?
Nein. Ich war mir sicher, IHN würde ich nie vergessen. Schnell rief ich mir sein Gesicht ins Gedächtnis, wie zur Bestätigung.
Ich sah ihn klar vor mir, nein, nie würde ich dieses makellose Gesicht, mit der perfekten, geradlinigen Nase, den smaragdgrünen Augen mit den dichten Wimpern, den perfekt geschwungenen Augenbrauen, den sinnlichen Lippen und den bronzenen, verwuschelten Haaren vergessen.
Lächelnd und in Gedanken bei Edward begann ich, mich im Angestelltenbad zu waschen und meine Hausmädchenuniform anzuziehen.
Sie passte zum Glück, und so musste ich nichts abändern. Maggy wartete bereits in meinem Zimmer auf mich und half mir, meine Haare zurechtzumachen und mein Häubchen aufzusetzen.
Die ungewohnte Kleidung, vor allem das Rüschenverzierte Häubchen auf meinem Kopf fühlte sich doch recht seltsam an. Maggy musste meinen skeptischen Gesichtsausdruck bemerkt haben, denn sie sagte ausgelassen:
„Bella, nun verzieh dein Gesicht doch nicht so! Das Häubchen müssen wir ja glücklicherweise nicht die ganze Zeit aufsetzen, nur wenn wir Essen servieren, wenn Besuch anwesend ist und wenn wir Besorgungen machen müssen. Außerdem wirst du dich auch sehr schnell daran gewöhnen."
Ich nickte.
Maggy hatte mir vorhin erzählt, dass wir noch gemeinsam in die Stadt gehen und Besorgungen machen müssten und wie froh sie sei, dass ich nun ebenfalls Hausmädchen sei, da sie immer Angst gehabt hatte, alleine Besorgungen zu machen.
Nachdem auch sie sich fertig angezogen hatte und noch einmal in ihren Zimmer, welches ja neben dem meinen lag, nachgeschaut hatte, ob sie auch das Fenster nicht offen gelassen hatte, gingen wir zu Mrs. Granley und holten uns die Geldbörse und den Einkaufszettel ab.
Glücklicherweise waren es nicht viele Sachen, die wir auf dem Markt einkaufen sollten, aber dennoch waren es genug, dass ein Einkauf am nächsten Tag nicht nötig wäre.
Als wir aus dem Haus traten, empfing uns auch schon die leicht stickige, schwüle Großstadtluft. Ein paar wenige, von meinem Blickpunkt aus betrachtet, sehr, seeeeehr alte Autos, wenn nicht zu sagen motorisierte Kutschen tuckerten munter mit ihren stolzen Besitzern die holprige Straße entlang.
Maggy und ich schlenderten am Straßenrand in die Richtung eines großen Platzes, auf welchem wir sogleich in eine laute, drängelnde Menschenmasse eintauchten. Um uns nicht zu verlieren, hielten wir uns an den Händen und quetschten uns mit unseren Körben voran durch die Menge.
Maggy führte uns zu einem der großen, hölzernen Marktstände, der mit weiteren in einer Reihe stand.
Wir kauften etwas frisches Obst, Gemüse und auch einige Gewürze, die laut Maggy wieder aufgefüllt werden mussten.
Zuletzt gingen wir noch zu einem Metzger und gaben eine Bestellung für den kommenden Tag auf.
Dann drängelten wir uns mit vollen Körben zurück zum Rande des Platzes. Dort angekommen drehte sich Maggy zu mir und wollte gerade etwas sagen, als sich ihre Augen weiteten und sie zu Lächeln begann.
„Miss Bella! Es tut ja so gut, sie zu sehen!", erklang die bekannte Stimme von Sarah. Lächelnd drehte ich mich um, irgendwie hatte ich die ältere Frau vermisst, die immer so freundlich zu mir war.
Doch als ich in ihr Gesicht blickte, stockte mir der Atem und meine Augen, wie zuvor schon Maggys, weiteten sich vor Schreck.
Sarahs Gesicht war leicht eingefallen, und obwohl ich sie erst vor wenigen Stunden das letzte Mal gesehen hatte, hätte ich sie fast nicht mehr wieder erkannt. Unter ihren glanzlosen Augen zeichneten sich dunkle Schatten ab und sie atmete schwer.
Bestürzt kam ich etwas näher.
„Sarah, geht es dir gut?", fragte ich besorgt.
„Ja Miss, es geht schon, mir macht nur die Hitze etwas zu schaffen...", meinte sie nur noch halb so euphorisch wie zuvor und setzte dann ein freundliches Lächeln auf.
„Wie ich sehe, scheinst du schon mit arbeiten begonnen zu haben. Hast du dich gut eingelebt?"
„Ja, alle sind wirklich sehr freundlich zu mir...", antwortete ich und Maggy strahlte mir förmlich entgegen.
Wie hatte ich nur jemals denken können, wir würden keine Freundschaft, kein freundschaftliches Verhältnis aufbauen können?
Dann fiel mir etwas ein.
„Sarah, geht es Mr. Masen eigentlich schon wieder besser?"
Sofort verschwand das Lächeln aus dem Gesicht der Frau und sie setzte einen besorgten Gesichtsausdruck auf.
„Nein...", sagte sie mit gedämpfter Stimme „dem Herren geht es leider noch nicht wieder besser, und je länger sein Gesundheitszustand so verbleibt, desto weniger Hoffnung bleibt uns. Der Arzt hat bei ihm die...", ihre Stimme wurde noch leiser „Spanische Grippe diagnostiziert...Die Herrschaften sind alle sehr besorgt und haben mir sogar gesagt, ich könne mir selbstverständlich einen anderen Arbeitgeber suchen, sie würden mir sogar dabei helfen, denn sie dachten, unter diesen Umständen würde ich nicht mehr bei ihnen arbeiten wollen. Doch diese Familie ist meine Familie, ich habe doch sonst keinen mehr, warum sollte ich mich nicht weiterhin um ihr Wohlergehen kümmern? Und wenn es das letzte ist, was ich tue!"
Ehrfurcht ergriff mich, ich hatte eine enorme Achtung vor der alten Frau, die vor mir stand. In ihrem Gesicht zeichneten sich die Sorgen und das Leid ab, das sie gerade durchlebte. Und doch blieb sie bei den Masens, obwohl sie sich an der Spanischen Grippe anstecken könnte.
Ein plötzliches Röcheln riss mich aus meinen Gedanken und ich sah, wie Sarah sich mit der Hand an den Hals griff.
Erschrocken trat ich auf sie zu und stützte die Frau, die hinzufallen drohte. Dankbar legte sie mir einen Arm um den Hals und nun lag fast ihr gesamtes Gewicht auf mir.
Maggy hob mit einem schreckensbleichen Gesicht meinen Korb auf, der mir mitsamt Inhalt auf die Pflastersteine gefallen war.
So hob sie das Obst und das Gemüse schnell auf und verstaute es wieder, dann erhob sie sich und sagte mit leiser Stimme:
„Komm, wir bringen sie schnell zu den Masens. Ihr scheint es überhaupt nicht gut zu gehen..."
Auch wenn ich ihr nicht ins Gesicht blickte, so wusste ich, wie es gerade aussah.
Besorgt und von Angst um ihre Freundin Sarah verzerrt...

...before you, my life seemed boring and monosonic to me...

...but then everything was different, even I changed...

...you changed me, altough I know that my feelings for you have no chance...

...I still want to be with you, I still torture my heart with your presence...

...and oh, what caring old hag, which would give her life away just to take charge of your family...

...reverence is all I feel for her, I look up to her bravery...

...even face-to-face with death she's staying with your family...

...one thing, that I would also love to do...

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Eine Grafik von den Ausmaßen der Spanischen Grippe: .org/wiki/Datei:Spanish_flu_death_

Bild der Hausmädchenuniform: .edu/academics/english/EN_
Und das Häubchen xD:

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Margaret Alton: Vielen Dank für dieses tolle Review =) Da ich noch sehr gute die Reviews von den anderen Seiten, auf denen die FF zu lesen ist, im Kopf hab, kann ich dir glaube ich ganz gut versichern, dass es so weitergeht, stilistisch gesehen. Die Handlung wird natürlich noch etwas spannender und trauriger...auch wenn hier noch keiner auf das Entscheidende gekommen ist...

AN ALLE:

jetzt mal ehrlich, Bella befindet sich im Jahre 1918...

Makotsch ist in einem ihrer Reviews schon fast drauf gekommen...

Leute, ich geb euch ne HausaufgabexD

- Wie alt ist Edward im Buch und wann ist er gestorben?

gLG

Miri