Birth of a Phoenix
Chapter 9; Fear of the Inevitable
Harry war bereits lange vor Ben am nächsten Morgen aufgewacht und schlug anfangs irritiert mit den Flügeln, als er als Eridanus aufwachte. Er wartete noch gut eine Stunde, bevor er, indem er mit seinen Federn raschelte, Ben aufweckte, und dabei die verschobenen wieder gerade rückte. Phönixe unterschieden sich von normalen Vögeln darun, das ihre Federn nie ausfielen. Die Wiedergeburten sorgten dafür, das ihre Federn stets in Ordnung waren, und obwohl Harry bisher nicht das Erlebnis gehabt hatte, einen solchen Tag zu erleben, hiess das nicht, das er sich in diesen Dingen von normalen Phönixen unterschied.
Ben wachte grummelnd auf, wie es bei ihm normal war, und Harry flog hinab um auf seinem Bauch zu landen. Ben zuckte überrascht zusammen, und Harry schlug mit den Flügeln, um sicher zu stehen, ohne Ben mit den Klauen zu verletzen. Ben beruhigte sich schnell wieder, als er erkannte, das es nur Harry war, nur um ihn dann direkt anzuschauen und ihm zuzulächeln. Harry setzte sich richtig hin, etwas, das Vögel sehr selten taten, und Ben streichelte sanft Harry's Kopf. Harry trillerte sanft.
"Hast du gut geschlafen?" fragte Harry.
"Ja, recht gut." sagte Ben lächelnd.
"Ich werde dann mal Damy wecken gehen, und werde dich dann beim Frühstück sehen." versprach Harry promised ihm. Ben nickte und zog sein Hand zurück, damit Harry zu Damy reisen konnte. Harry gab ein dankbares Trillern von sich und verschwand.
Damien schlief auf seiner Seite, als Harry direkt über seinem Bett erschien. Er flog hinunter und landete auf dem Bett vor seinem jüngeren Bruder, bevor er sich vorlehnte und mit seinem Schnabel an dessen roten Haar zog. Damien kicherte leise, weshalb Harry aufschreckte, da er nicht bemerkt hatte, das Damien bereits wach war.
"Guten Morgen'" sagte Damien und drehte sich auf den Rücken bevor er sich aufsetzte. Seine Vorhänge waren offen und er schwang seine Beine aus dem Bett. "Du begleitest mich zum Frühstück?"
"Mit wem redest du, Damien?" fragte eine Stimme hinter geschlossenen Vorhängen. Die Vorhänge öffneten sich nun und ein braunhaariger Junge schaute herüber und sah Damien und Eridanus.
"Ich habe mit Eridanus geredet, Andy." sagte Damien lachend und drehte sich halb zu Harry um.
"Das ist der Phönix deines Bruders oder?" fragte eine zweite Stimme. Harry wandte sich um und sah einen blonden Jungen, der auf dem gegenüberliegenden Bett sass. Es gab auch nur drei Betten in diesem Raum.
"Er gehört derzeit keinem von uns beiden. Er hat genauso viel Zeit mit mir wie mit Ben verbracht, allerdings glaube ich, das er meist bei Ben bleiben wird." sagte Damien seuftzend. Harry gab ein beruhigendes Trillern von sich und schlug mit den Flügeln um zum Schrank hinüber zu fliegen.
"Ich beneide deinen Bruder dieses Jahr nicht gerade." sagte der unbekannte Junge. "Mit alle dem, was in den Zeitungen über ihn stand."
"Ja," sagte Damien. "Allerdings haben uns Mum und Dad rein garnichts darüber erzählt."
"Du warst aber nicht überrascht, als wir es dir gestern erzählten." meinte Andy.
"Eri hat uns hin und wieder Zeitungen besorgt." meinte Damien lachend. "Aber sagt das bitte nicht meinen Eltern."
"Ich liebe diesen Vogel jetzt schon." sagte der andere Junge grinsend.
"Vorsicht Ryan, er nimmt es bisweilen sehr übel, wenn er als Vogel bezeichnet wird." meinte Damien warnend. Harry klapperte zustimmend mit dem Schnabel. Er mochte ein Vogel sein, das stimmte, aber er war auch gleichzeitig mehr als ein einfacher Vogel und seine Phönixseite sorgte dafür, das die Leute das nicht vergassen. "Kommst du zum Essen mit mir hinunter?" fragte Damien nun Harry.
Harry nickte leicht, bevor er sich niederliess, um zu warten, während die drei Jungen unter die Dusche gingen und sich dann anzogen. Schliesslich wusste Harry das er ebenfalls demnächst Duschen sollte, allerdings war er nicht dreckig geworden, allerdings konnte er den Schmutz seines menschlichen Körpers fast schon spüren. Wenn er schon duschen würde, dann hier in diesem Raum anstatt in denen mit fünf Jungen. Damien und er würden sich etwas überlegen müssen, damit die Dusche nicht genutzt wurde, wenn Damien nicht im Badezimmer war, und Harry hatte so oder so keine Probleme mit der Offenheit seiner Brüder, wenn er dabei war.
"Ben hat sich gestern abend noch mit Seamus gestritten." sagte Harry Damien sanft, während er auf Damien's Schulter hinunter in den Gemeinschaftsraum ging. "Es gab viele Worte, aber zusammenfassend hat Seamus Ben als Lügner beschimpft."
Damien zuckte zusammen, denn er wusste, das nach den Ereignissen des Friedhofs das Wort „Lügner" Ben am meisten schmerzen würde. "Ich werde jeden Bestrafen, der etwas derartiges sagt."
"Das weiss ich." sagte Harry während er sein Kinn auf Damien's Kopf legte. Sie zogen einige erstaunte Blicke auf sich und es gab geflüster, während sie gemeinsam mit Damien's Zimmergefährten hinunter zur Grossen Halle gingen. Harry landete zwischen Ben und Damien auf dem Tisch, als Damien sich neben seinen älteren Bruder setzte. Sie assen in erstaunlicher Ruhe ihr Frühstück, obwohl beide Brüder sich wohl fühlten. Ben wurde hin und wieder durch Fragen nach den Quidditch-Auswahlspielen unterbrochen, aber erst, als die Stundenpläne verteilt wurden, gab es Aufruhr.
"Schau dir den heutigen Plan an!" stöhnte Ron. "Geschichte der Magie, zwei Stunden Zaubertränke, Wahrsagen und zwei Stunden Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Binns, Snape, Trelawney und dann diese Umbridge, und das alles an einem Tag!"
Harry gab ein sanftes Trillern von sich bevor er sich eine Erdbeere schnappte. Diese Schale war auch schon gestern abend hier gewesen. Und es gab auch nur eine einzige hier in der Halle. Die Hauselfen hatten wohl erkannt, das Eridanus diese Beeren liebte, vermutlich weil Dumbledore's sie darauf aufmerksam gemacht ahtte. "Ich habe Kräuterkunde, Verwandlung, zwei Stunden Care of Magical Creatures nach dem Mittagessen, danach Geschichte der Magie sowie Arithmancy." meinte Damien.
"Ich werde dich zu Kräuterkunde begleiten, Damien, danach werde ich mit Ben zu Zaubertränke gehen, dann wieder Care of Magical Creatures mit dir Damien und anschliessend Verteidigung mit Ben." sagte Harry. "Ich liebe Zaubertränke und ich werde dich mit Sicherheit nicht mit Umbridge allein in einem Raum belassen, solang ich dies vermeiden kann."
"Das ist gut." sagte Damien. "Ich werd jetz etwas an die frische Luft gehen. Kommst du mit, Harry?"
"Sicher." sagte Harry und sprang hinüber zu Ben, dem er sanft in den Finger kniff und dann zu einem der oberen Fenster hinauf flog, so dass ihm viele hinterherschauten. Er setzte sich ruhig auf den metallenen Fensterrahmen von einem der Gewächshäuser während Damien's Unterrichtsstunde stattfand, welche von Professor Sprout gegeben wurde, die keinerlei Probleme mit seiner Anwesenheit zu haben schien.
Anschliessend reiste er zu Ben nachdem er sich von Damien verabschiedet hatte und erschien in der Mitte eines Hofes der Schule. Hier waren bereits gut ein Dutzend Schüler anweesend, die etwas frische Luft schnappten, und Harry sah, wie Ben gemeinsam mit Ron und Hermine herumlief.
Er flog in den überdachten Gang, der am Rand des Hofes entlangführte und schlug mit seinen Flügeln vor Ben's Gesicht, bevor er auf dessen Schulter landete. Ron war gut vier Fuss zurückgewichen und schien zu überlegen, ob er noch weiter zurückweichen sollte. "Ron, sei nicht so kindisch." meinte Ben lachend, als er Ron's Gesichtsausdruck sah.
"Er hat mich gebissen!" erklärte Ron.
"Aber erst, nachdem du ihn als Schwalbe bezeichnet hast, Ron." sagte Hermione. "Wie würdest du dich fühlen, wenn dich jemand als Affe bezeichnete?"
"Das ist nur ein Vogel, Hermione. Die sind nicht so intelligent." sagte Ron. Harry gab einen warnenden Ton von sich, und Ben kicherte.
"Denk daran, was er Pig antat, Ron." erinnerte Ben ihn. "Er hat sich mit Hedwig und Thor unterhalten, also dürfte klar sein, das Vögel bei leibe nicht so Dumm sind, wie du denkst. Und ja, Eri, ich weiss, das du kein einfacher Vogel bist." fügte er hinzu, als Harry mit seinem Schnabel klapperte.
"Zugegebenermassen ist das ein wunderschöner Phönix." sagte Hermione grinsend. "Ich hab mir einige Bücher über Phönixe in der Winkelgasse gekauft, und du glaubst garnicht, wie wenig über sie bekannt ist. Niemand weiss, wie sie geboren werden und noch weniger ist bekannt, wieso sie sich für eine Bindung mit Zauberern entschliessen. Sie haben nie einen Grund dafür ihren Partnern gegenüber angegeben oder irgend eines ihrer Geheimnisse ihnen offenbart, obwohl die Zauberer seit langem versuchen sie zu ergründen."
"Du sagtest, sie haben sich unterhalten?" fragte Ron, als er sich an die Probleme mit Thor und Hedwig sowie Pig erinnerte. "Ich meine mit Menschen."
"Es ist durchaus bekannt, das sie sich telepathisch unterhalten können, wenn sie gebunden sind. Ich denke, das auch Fawkes sich mit Professor Dumbledore unterhalten kann." erklärte Hermine. "Ben? Kann er sich mit dir unterhalten?"
"Ich weiss es nicht." sagte Ben. Sie hatten sich dafür entschieden, das es so aussehen würde, als wäre er weder an Ben noch an Damien gebunden, damit es keine Probleme damit gab, das er bei beiden war, da keiner wusste, wie sich das auf sie auswirken würde, wenn sie gebunden wären. Nur Dumbledore würde das erkennen können und wie würden in starke Probleme kommen, wenn sie das vorzugeben versuchten. Hermine wurde allerdings unterbrochen, als ein Mädchen um die Ecke kam und sie erblickte. Sie änderte ihre Richtung auf sie zu, aber Harry erkannte sie nicht.
"Hallo Ben." sagte sie lächelnd.
"Hi." sagte Ben. Harry gab einen irritierenden Ton von sich. "Entschuldige, Eri, dies ist Cho Chang." Harry sah ihn an und gab fast einen amüsierten Ton von sich. Ben's Gesicht wurde rot. "Also, er...wie war dein Sommer so?"
"Oh," Cho zuckte zusammen und Harry war verwirrt. "Er war schon in Ordnung, weisst du..." Sie schien sehr nervös zu sein, genauso wie Ben.
"Ist das das Abzeichen der Tornados?" fragt Ron plötzlich. "Du bist doch kein Fan von denen oder?"
"Doch bin ich." sagte Cho abwehrend.
"Warst du schon immer in Fan von ihnen, oder erst seit sie dabei sind, die Meisterschaft zu gewinnen?" fragte Ron anklagend.
"Ich bin ein Fan von ihnen, seit ich sechs Jahre alt bin." erklärte Cho kalt. "Wie auch immer, bis später, Ben."
Sie ging weiter und Hermine wandte sich wütend an Ron. "Was ist los mit ihr?" fragte.
"Was meinst du?"
"Okay, Benji, ich mag zwar keine Erfahrung mit Mädchen haben, aber selbst ich erkenne, das da etwas kurioses zwischen euch beiden läuft. Wie kommt es, das du mir nicht von ihr erzählt hast?" fragte Harry und wusste das er verletzt klang und entspannte sich erst, als Ben's Hand umgehend damit begann, ihn zu streicheln.
"Es war nur eine kleine Episode letztes Jahr. Ich hatte...okay, habe Gefühle für sie, aber sie war die Partnerin von Cedric. Jetzt allerdings weiss ich nicht, wie ich reagieren soll." sagte Ben.
"Oh, das ist verwirrend." stimmte Harry zu.
"Danke." sagte Ben und rollte mit den Augen, während Harry sich vorlehnte und sanft an einer roten Strähne seines Haares zog. Die Glocke klingeste und alle drei gingen hinab zu den Kellern, selbst als Ron und Hermine sich weiter über die taktlosigkeit von Ron stritten. Harry konnte die Kugel der Hoffnung im Innern von Ben spüren, wenn es um Cho ging und hoffte, das es gut gehen würde, allerdings irritierte ihn etwas an dem Mädchen. Es war aber deutlich, das sie keine Doppelgängerin war.
Sie wurden von dem dunkel gekleideten Professor regelrecht in den Klassen raum gejagt und mussten sich setzen. Ben sass zwischen seinen nun nicht mehr streitenden Freunden im hinteren Teil des Raumes, während Harry sich niederliess, um zuzuhören. Kräuterkunde war interessant, da er von diesem Fach dank Perenelle etwas verstand, die eine Meisterin dieses Faches gewesen war, während Nick ein Meister der Alchemie gewesen war. Auch die für die Zaubertränke interessierte sich Harry, die er regelrecht liebte. Ausserdem wurden weder Zauberstab noch Magie im eigentlichen Sinne benötigt, weshalb es für ihn keine körperlichen Probleme gab.
"Bevor wir mit dem Unterricht beginnen," sagte Snape, und liess dabei seinen Blick über alle anwesenden gleiten, und schaute dann Harry direkt an. "Denke ich, ist es wichtig, euch daran zu erinnern, das Ende Juni nächsten Jahres einige wichtige Prüfungen anstehen, während derer ihr beweisen müsst, was ihr gelernt habt, und wie man diese Tränke anwendet. Natürlich werden einige versagen, aber ich erwarte, das der Grossteil zumindest ein „Akzeptabel" in seinen OWL erreicht, oder ich werde wütend."
Harry kam nicht umhin, ein amüsiertes Trillern von sich zu geben. Alles, was seine Brüder über diesen Professor erzählt hatten, stimmte also. Er war unfreundlich, und das war noch milde ausgedrückt. Snape starrte weiterhin Harry an. "Am Ende diesen Jahres werden natürlich einige nicht hier in dieser Klasse sein. Ich akzeptiere nur die Besten in den NEWT-Zaubertränkeklassen, was bedeutet, das einige mit Sicherheit nicht mehr anwesend sein werden." sagte er und schaute Ben und Harry an, welcher sich im Innern ein Grinsen nicht verkneifen konnte, da Ben mit seiner Hilfe mit Sicherheit ein „Outstanding" in Zaubertränke erreichen würde, aber wusste, das Ben Zaubertränke am Ende des Jahres so oder so aufgeben würde.
"Aber bevor das geschieht liegt noch ein weiteres Jahr vor uns, und ich rate allen sich auf die Versuche zu konzentrieren, diese hohen Ansprüche zu erfüllen, die ich an alle OWL-Studenten stelle," fuhr Snape fort. "Heute werden wir einen Trank herstellen, der oft Teil der OWL ist; den „Draught of Peace", einen Trank, der dazu dient, hyperaktive Personen zu beruhigen."
Harry hörte den kurzen Erklärungen nicht zu, und beobachtete statt dessen die Tafel und stellte dabei fest, das dies ein Trank war, den er bereits seit drei Jahren mit geschlossenen Augen beherrschte. Harry flog von Ben's Schulter hinab und landete auf der Kante des Kessels, während dieser sich über dem Feuer erwärmte.
"Mr. Potter." kam Snape's öhlige Stimme keine fünf Minuten später von hinten, während sich das Wasser im Kessel noch erwärmte. Harry drehte sich um und schaute ihn an. "Der Schulleiter hat...darum gebeten...das dieser Phönix während des Unterrichts bei ihnen bleiben darf und ich bin nicht begeistert ihn im Unterricht zu haben, allerdings habe ich da keine Wahl. Allerdings werde ich ihn als Tränkezutat verwenden, wenn er mich nur einmal belästigt."
Harry gab einen wütenden Ton von sich und klapperte mit dem Schnabel in seine Richtung. "Ich werde sicher zu keinen Tränkezutaten, dämlicher Trottel. In deinen Haaren sind genug um deine Tränke zuzubereiten!" sagte Harry beleidigend und Ben musste husten.
"Ist etwas, Mr Potter?" fragte Snape und hob eine Augenbraue, wobei er aber immer wieder zu Harry schaute.
"Es war nichts, Sir." sagte Ben. "Ich habe nur etwas in die Nase bekommen und musste husten."
"Ich frage mich, wo dieser Geruch her kam." meinte Harry kichernd und Ben musste sich auf die Lippe beissen. Snape schaute Harry ein letztes Mal an und drehte sich wieder nach Vorne.
"Harry! Bitte mach nicht solche Dinge!" bat Ben. "Du bringst uns noch in Probleme."
"Ich werde nicht zulassen, das er mir damit droht, mich als Reagenzien zu verwenden, Benji." sagte Harry.
"Ich würde das auch nicht zulassen." sagte Ben seuftzend und streichelte Harry.
"Eridanus, wirst du dich nicht verbrennen, wenn du da stehen bleibst?" fragte Hermione plötzlich, während die drei damit begannen, ihre jeweiligen Tränke zuzubereiten. Ron bearbeitete bereits die ersten Zutaten, allerdings auf die falsche Art.
Harry schüttelte nur seinen Kopf über sie während er es Ben überliess, es zu erklären, während er Ben auf Ron's Fehler hinwies. "Er ist ein Phönix, Hermione. Ihm wird es gut gehen und Ron, du schneidest die Zutaten auf die Falsche Art und Weise."
Hermione blinzelte erst irritiert Ben an und danach Ron, bevor sie selbst das Zuschneiden der Zutaten übernahm. Harry beobachtete wie der Trank vorsichtig zubereitet wurde und ging seinen eigenen Unterricht noch einmal im Kopf durch, und zwar, welche Zutaten welche Wirkung auf den Trank hatten. Ben beschwerte sich anfangs, aber schliesslich erkannte er das Harry Zaubertränke einfach liebte.
"Warum magst du eigentlich Zaubertränke? Ich hatte diese Stunden." fragte Ben.
"Ich liebe sie, weil ich darin sehr gut bin und ich dabei keinen Zauberstab benötige." sagte Harry. "Wenn ihr einen anderen Lehrer hättet, würdest du mit Sicherheit auch keine Probleme haben. Sieh bitte zu, ob du nicht einige dieser Finch-Wurzeln mitgehen lassen kannst, die du gerade nutzt."
"Warum?" Ben asked.
"Wir genötigen sie für den Animagus-Trank." sagte Harry. "Ich werde zusehen das ich diese Woche den Rest der Zutaten beschaffen kann, und den Rest dann am Wochenende entwenden kann."
"Wie wirst du ihn zubereiten, wenn du dich nicht verwandeln kannst?"
"Ich werde sie zu Hause zubereiten. Die Zubereitung wird nur drei Stunden dauern, allerdings nur zu drei verschiedenen Zeiten an zwei Tagen." erklärte Harry. "Findet bitte beide einen Ort, wo ihr ungestört üben könnt, und das wird sicher nicht einfach. Ihr müsst den Trank jetzt umrühren, Benji, bevor er grau wird."
Ben blinzelte einmal und hob dann den Löffel an um den Trank umzurühren, wie es in der Beschreibung stand. Der Trank war so schwer, weil es nicht einfach war, auf die Anweisungen an der Tafel zu schauen, die Zutaten richtig zuzubereiten und gleichzeitig sich um den Trank zu kümmern. Harry hingegen schaffte dies im Schlaf.
"Ein leicht silberner Rauch sollte nun von dem Trank ausgehen," sagte Snape von der Vorderseite des Raumes her. Ben's und Hermione's Tränke gaben genau diesen Rauch von sich, allerdings war Ron's Trank bzw. Dessen Rauch nicht korrekt. Leider trat Snape nun fies grinsend an Ben's Kessel heran. "Potter, was soll das bitte sein?"
Nun gab es gekicher von der Vorderseite des Raumes. "Der „Draught of Peace"." sagte Ben . Harry schaute auf den Trank und wusste, das er absolut korrekt war.
"Vielleicht kannst du dann nicht richtig lesen. Der Trank ist zu dick, was bedeutet, er ist FALSCH und Nutzlos." Harry schnappte mit seinem Schnabel verärgert über diese Unterstellung gegenüber Ben, aber es brachte nichts. Es war ein perfekter Trank, und die einzigsten Fehler waren die Kleinigkeiten, die immer auftraten, wenn jemand den Trank das erste mal braute. "Ich ich denke, ihr Phönix weiss definitiv mehr über Zaubertränke als ich, oder?"
"Stimmt genau, du Idiot! Der Trank ist absolut Perfekt und das weisst du auch!" sagte Harry verärgert. Der Mann suchte regelrecht nach einem Grund um Ben zu ärgern und das nervte Harry. Er schlug verärgert mit den Flügeln.
"Ich denke nicht." sagte Snape und kümmerte sich nicht weiter über Harry's Verärgerung. Er holte seinen Zauberstab hervor und richtete ihn auf den Trank. "Evanesco!" Der Zaubertrank verschwand und es war kein Zeichen mehr dafür zu erkennen, das Ben erfolgreich gewesen war, da Snape scheinbar genau dies beabsichtigt hatte. Selbst der schlechteste Zaubertrank im Klassenraum würde benotet werden, aber Ben würde nun null Punkte bekommen, da er ja keinen Zaubertrank nachweisen konnte. Es war eindeutig Betrug und Harry war mehr als wütend.
Ben's Hände schlossen sich um Harry's zeternden Körper und Harry erkannte, das er wütende, beleidigende Trillertöne von sich gab. "Vergiss es, Eri." sagte Ben, während er den Raum verliess.
"Wie kannst du so etwas sagen, Ben?" meinte Ron. "Dein Trank war genauso gut wie der von Hermine und er hat ihn einfach vernichtet, damit er einen Grund hatte, dich als Arbeitsverweigerer einzutragen."
"Ron hat Recht, Ben." sagte Hermione. "Er hatte kein Recht dazu. Es ist Betrug und schlimmeres. Du solltest das McGonagall melden."
"Ich werde mich sicher nicht bei einem Lehrer beschweren, nur weil Snape mit zu tiefst hasst." sagte Ben seuftzend und hob Harry auf seine Schulter hoch. "Ich werde es übersehen."
"Du vielleicht, ich jedenfalls nicht." sagte Harry noch immer wütend und schlug mit den Flügeln.
"Nein, Eri." sagte Ben seuftzend. "Bitte vergiss es einfach."
Harry würde dies aber nicht tun und breitete seine Flügel aus um in der Eingangshalle empor zu fliegen. "Wo fliegt er hin?" fragte Ron.
"Vermutlich will er sich bei Fawkes beschweren, denn ich denke die beiden können sich unterhalten." vermutete Ben richtig. "Und Fawkes kann mit Dumbledore reden. Eri, vergiss es endlich!" rief Ben ihm nach, aber Harry gab nur ein wütendes Trillern von sich und verschwand.
Er tauchte im Büro von Dumbledore auf, der sich gerade zu seinem Schrecken mit Professor McGonagall unterhielt. Die Lehrerin für Verwandlung hatte eindeutig eine Freistunde. Harry landete neben Fawkes auf dessen Sitzstange und erkannte erneut, wie jung er doch verglichen mit Fawkes war, der gut vier Inches grösser war, als er.
"Was hat dich so verärgert?" fragte Fawkes ihn mit einem leisen trillern.
Harry liess sich recht lautstark über Snape aus und gab dabei einige Worte von sich, die selbst Fawkes, wenn er nicht bereits rot gewesen wäre, die Röte in die Federn getrieben hätte, wobei er aber nicht bemerkte, das Dumbledore und McGonagall ihre Unterhaltung unterbrochen hatten, um seinen wütenden Tönen zu lauschen. "Was ist denn mit ihm los?" wunderte sich McGonagall und Harry wandte sich ihr zu, während er seinen Bericht an Fawkes beendete.
Dumbledore beobachtete Fawkes einen Moment lang bevor er seuftzte und Harry ahnte mehr als das er es gehört hatte, das Fawkes seinen Bericht an den Schulleiter weitergegeben hatte. "Es scheint so, als wenn Severus den Phönix der Potters äusserst verärgert hätte."
"Warum überrascht es mich nicht?" sagte McGonagall stöhnend und hob eine Hand an ihre Stirn um die Seiten leicht zu reiben. "Was hat er diesmal zu Benjamin gesagt?"
"Es ist wohl mehr was er getan hat als was er gesagt hat." erklärte Dumbledore. "Es scheint so, als wenn der junge Benjamin den Draught of Peace korrekt ohne Fehler beendet hatte, aber Severus hat wieder einmal seinen Trank schlecht gemacht und nicht bewertet. Was noch schlimmer ist ist die Tatsache das er den Trank anschliessend Ohne Grund vernichtet hat und Benjamin damit nochmals einen Eintrag geben konnte wegen Arbeitsverweigerung."
"Das ist doch Unglaublich." sagte McGonagall äusserst verärgert. "Selbst wenn es grobe Fehler gegeben hätte, wäre eine Vernichtung nicht gerechtfertigt gewesen. Selbst ein teilweise..."
Sie hielt inne, als Harry sich ihr zuwandte und wütend trillerte. Dumbledore schüttelte seinen Kopf.
"Bitte, Eridanus, Ich glaub dir ja." Er wandte sich nun McGonagall zu. "Nach Fawkes' Bericht sagte Eridanus das der Trank zu einhundert Prozent korrekt war. Severus hat ihn ohne Grund vernichtet."
"Das ist Mies." sagte McGonagall kopfschüttelnd. "Wenn Benjamin schon jetzt in der Lage ist den so schweren Draught of Peace zu brauen, sollte er dafür belohnt werden, und nicht derart beleidigt und dann als Arbeitsverweigerer eingetragen werden."
"Bitte, Minerva." sagte Dumbledore seuftzend. "Ich weiss das Severus seine Fehler hat, und ich weiss auch das er seine Wut generell an den Potter-Brüdern auslässt, aber es gibt nur wenig, was ich tun kann. Severus wird hier gebraucht, trotz seines miesen Verhaltens."
"Wenn er es schafft, Benjamin's Willen hieran zu brechen...kindliches Verhalten hin oder her...werde ich ihn dem Schulrat melden." sagte McGonagall wütend. Harry gab ein zustimmendes Geräusch von sich und sie lächelte leicht zu Harry.
Dumbledore seuftzte und trank etwas Tee. "Ich werde wohl ein ernstes Gespräch mit Severus führen müssen, aber ich denke nicht, das es etwas bringen wird."
"Sag ihm wenigstens, das er seinen Hass innerhalb der Schulregeln ausleben soll. Er darf keine Fehler erfinden, wo keine sind." sagte McGonagall.
"Ich fürchte, das Gespräche über Fehler nicht weiter möglich sind, da der Trank ja nicht mehr existent ist. Selbst wenn Eridanus schwört, das der Trank richtig war." sagte Dumbledore seuftzend. Fawkes gab ein sanftes Trillern von sich und der alte Zauberer lächelte leicht.
"Wie kommt es eigentlich, das ein Phönix den Unterschied zwischen einem guten Trank und einem schlechten erkennen kann?" fragte McGonagall.
"Nun, Minerva." sagte Dumbledore lächelnd. "Fawkes war der Gefährte von Godric Gryffindor und später von einigen anderen Leuten. Er unterbricht mich immer wieder, wenn ich Fehler beim Zaubern mache, selbst in der Alchemie und Verwandlungen. Ich weiss nicht, wie ein so junger Phönix wie Eridanus so viel von Tränken versteht, aber seine Erklärungen zu Fawkes über den Draught of Peace waren sehr genau."
"Ja, das frage ich mich auch." erklang Fawkes Stimme. "Wer hat dir soviel über diese Tränke beigebracht?"
"Ich darf dir das nicht sagen." sagte Harry sich verteidigend. Er durfte den echten Phönix nicht wissen lassen, was er war. Fawkes würde das Dumbledore sagen und dieser dann seinen Eltern, welche ihn wieder einsperren würden, um das Wohlergehen seines Bruders zu sichern. Er kam mittlerweile einigermassen mit seinen Eltern aus, aber auch nur weil sie seine Geschwister so sehr liebten, allerdings war er nicht bereit, ihnen wirklich zu vergeben, egal was ihre Motive hinter dem gewesen waren, was sie taten.
"Du kannst mich nicht täuschen, Kleiner." sagte Fawkes lachend und gab ein sanftes Trillern von sich. "All like us were once as young as you." Es schen etwas hinter den Worten von Fawkes zu stehen, aber es war eindeutig, das Fawkes dieses Thema nicht ruhen lassen würde, bis er Bescheid wusste, und das würde auch Harry in seiner Situation nicht tun. "Obwohl, ich denke Nicholas und Perenelle Flamel war deine Lehrer." sagte Fawkes dann. "Stimmt das, Kleiner?"
Harry fand gerade noch die Kraft sich auf eine Antwort zu konzentrieren. "Woher weisst du das denn?"
"Du bist kurz nach dem Tod von Nicholas hier aufgetaucht. Mein Partner was sehr vom Tod seines Freundes betroffen. Er ist der einzigste, der dir diese Tränke hätte beibringen können und sein Tod passt ebenso in dieses Zeitfenster. Wie auch einige andere Fakten." sagte Fawkes amüsiert und Harry versteckte seinen Kopf unter dem Flügel. "Ich werde meinem Partner nur sagen, wer dir diese Dinge beibrachte, denn es wird sein Herz erleichtern, das Nicholas in seinen letzten Momenten nicht allein gewesen ist. Er verzweifelt fast daran, das er ihn allein sterben liess und wenn er hört, das ein Phönix in dem Moment neben ihm sass, wird es sein Herz erleichtern."
Harry sah nun Fawkes an, der auf seine Erlaubnis zu warten schien, bevor er genau das tat, was er gesagt hatte. Harry sah keine Probleme in dieser Erklärung, welche Dumbledore auf seine echte Identität hinweisen würden und Dumbledore sah weit müder und geschwächter aus, als beim Treffen des Ordens nach der Dementorenattacke. Fawkes schaute wieder zum Schulleiter und eine Unterhaltung zwischen beiden begann, die gut zwanzig Sekunden andauerte, bevor ein erleichtertes Lächeln auf dem Gesicht des alten Mannes erschien und dieser sich wieder zurücklehnte und glücklich seufzte.
"Albus?" fragte McGonagall. "Was hat er gesagt?"
"Es scheint so, das Fawkes erfahren hat, das unser neuer Phönix früher ein guter Freund von Nicolas und Perenelle Flamel war. Dort erlernte er auch die Kenntnisse über die Zaubertränke, und das von einem echten Meister dieses Faches, der sogar das Können von Severus' übersteigt." erzählte Dumbledore. "Fawkes sagte mir auch, das Eridanus an ihren Totenbetten sass, als sie starben. Tatsächlich muss er wohl an dem Bett von Nicholas erschienen sein, bevor das Turnier begann. Es erwärmt mein altes Herz zu wissen, das er nicht allein war. Ich wollte ihn eigentlich nach dem Turnier besuchen, sobald ich mich aus der Schule hätte loseisen können, aber dann erfuhr ich von ihrem Tod."
"Oh, das tut mir Leid, Albus." sagte McGonagall. "Ich weiss, das du an seiner Seite sein wolltest, wenn er stirbt."
"Es kann nicht immer alles so laufen, wie man es sich wünscht, deshalb bin ich froh, das wenigsten ein Wesen des Lichts bei ihm war."
Harry musste fast lachen. Es war das erste mal, das ihn jemand als Wesen des Lichts bezeichnete. Der Witz allerdings verging recht schnell, als er eine Welle der Wut und Verwirrung spürte, die ihm erschütterte und er dadurch einen Ton des Unwohlseins vonsich gab.
"Es ist dein Partner." sagte Fawkes plötzlich.
"Ich habe mich bis jetzt noch nicht gebunden." sagte Harry ihm. Fawkes gab nur ein aufmunterndes Trillern von sich. Harry vermutete, das Fawkes wohl recht hatte, da diese Welle von seiner Verbindung zu seinem Zwillingsbruder kam und es um Snape ging. Er schaute zur Wand und bemerkte, das die Mittagspause bald enden würde, weshalb er seine Flügel ausbreitete und zum Fenster hinüber flog. Er hielt vor dem geschlossenen Fenster inne und schaute beide Menschen an. Dumbledore lächelte ihn an und öffnete das Fenster mit einer Bewegung seines Zauberstabs. Harry gab ein dankbares Zwitschern von sich und flog aus dem Fenster hinab auf das Gelände.
Er flog zu Damien hinüber, der ihm sagte, wo Pflege magischer Geschöpfe stattfand und sah die Käfige auf dem Boden vor der Hütte von Hagrid, denn sowohl Damien als auch Ben mochten den Halbriesen sehr gerne. Harry flog um die Hütte herum und landete auf einem der Käfige, in dem sich eine Waldnymphe befand, einer kleineren Art von Pixies die sehr beliebt waren. Sie unterhielt sich mit ihm angeregt und Harry konnte sogar einige der Worte verstehen, während die Waldnymphen sich unterhielten. Er würde sich an allen Stunden beteiligen müssen, und mehr über jene Wesen erfahren müssen, mit denen er sich unterhalten konnte.
Er folgte der gemeinsamen Verbindung zu Ben und fragte ihn. "Ben? Alles in Ordnung bei dir?"
"Natürlich, Harry." sagte Ben und klang dabei leicht genervt.
"Nein. Ich bin dein Zwilling, Ben. Du bist wütend und irritiert zugleich." sagte Harry zu ihm. "Ich habe deine Wut bis hier hin gespürt. Was ist passiert?"
"Ron und Hermione diskutieren wieder einmal über Snape's wahre Loyalität." sagte Ben.
"Du weisst, das selbst Dad Snape zumindest für bedingt glaubwürdig hält." stellte Harry fest.
"Fang bitte nicht damit an, Harry." sagte Ben wütend.
"Schrei mich bitte nicht an, Ben. Ich mache mir nur Sorgen um dich." sagte Harry nun.
Nun gab es eine recht lange Pause, bevor Ben reagierte. "Tut mir leid, Harry. Können wir das Thema nicht einfach auf sich beruhen lassen? Ich bin nicht wegen dir irritiert, sondern ich habe Kopfschmerzen und auch noch Wahrsagen als nächstes."
"Möchtest du, das ich dich begleite?"
"Nein, du hast Damy versprochen, ihn zu begleiten und wir beide wissen, das du die anderen magischen Wesen gerne beobachten und erforschen möchtest." sagte Ben seuftzend, obwohl es deutlich war, das er nichts lieber täte, als Harry zu umarmen. "Mach dir keine Sorgen um mich, Harry. Ich liebe dich."
"Ich bin dein Zwillingsbruder, Benji, Ich werde mir immer Sorgen um dich machen." meinte Harry kichernd. "Ich liebe dich auch."
Harry kehrte wieder in die Wirklichkeit zurück und schaute Hagrid direkt an. Er schlug mit den Flügeln und gab ein warnendes Trillern von sich. "Entschuldige." sagte Hagrid grinsend. "Es schien nur so, als würdest zu schlafen." Harry gab wieder ein Trillern von sich, nur diesmal war es deutlich, das er die Entschuldigung akzeptierte. "Du möchtest also meine Klasse beobachten? Oh, stimmt ja, der kleine Damy ist in ihr. Du wachst also über die beiden. Sie werden jede Hilfe brauchen, die sie bekommen können."
Harry gab ein fröhliches Trillern von sich und knabberte sanft an der Hand, die aus einem Käfig unter ihm erschien und nach seinem Bein griff. Die kleine Nymphe quietschte wütend und verschwand wieder im Käfig. Harry gab einen nicht erfreuten Ton von sich und wehcselte auf einen anderen Käfig, damit er ausser Reichweite war. "Ich kann dich nicht davon überzeugen, allen meinen Stunden beizuwohnen, ausser denen wo Ben daran teilnimmt, oder?"
Harry gab vor darüber nachzudenken, aber schliesslich gab er Hagrid mit einem Trillern zu verstehen, das er dazu bereit war. "Das ist erfreulich." Harry hörte Fussschritte hinter sich und drehte sich um, so dass er eine Gruppe von Drittklässlern beobachten konnte, die herantraten. Damien war einer von ihnen und die anderen trugen das Wappen von Ravenclaw. Harry drehte sich wieder zu Hagrid um, der versuchte, ihn zu streicheln. Obwohl seine Brüder den Halbriesen gerne mochten, so war Harry sich seines Verhaltens ihm gegenüber noch nicht so sicher, weshalb er ihn derzeit nicht in seine Nähe lassen wollte. Er schnappte deshalb mit dem Schnabel nach ihm und biss ihn leicht in den Finger.
Hagrid zuckte zurück und hielt sich den Finger, allerdings schien er nicht wütend zu sein. "Ich hätte wohl Damien besser glauben sollen. Nein, ich gebe dir nicht die Schuld, du bist noch jung und solange du die beiden Jungen beschützt, sehe ich keine wirklichen Probleme zwischen uns beiden." erklärte Hagrid während er seinen Finger mit einem Taschentuch abband.
"Du hast nicht zufällig versucht, ihn zu streicheln, oder, Hagrid?" fragt Damien lachend, genauso wie seine Freunde.
"Doch habe ich." sagte Hagrid.
"Das ist nichts persönliches, Hagrid. Er reagiert auf jeden so, ausser auf Ben und mich, sowie 'Cacia und Crissy." sagte Damien entschuldigend und hob seinen Arm für Harry hoch. Harry bedankte sich und flog hinüber, wobei er auf dem Arm landete, bevor er zur Schulter hinauf kletterte. Er durchplügte Damien's Haar als begrüssung zärtlich und schnappte dann nach einem Mädchen als sie ihn streicheln wollte. "Er mag es nicht, gestreichelt zu werden, Mel." sagte Damien warnend zu dem Mädchen. "Und er mag Berührungen generell nicht, ausser sie sind von Ben, meinen Schwestern oder mir."
Harry blieb die gesammte Stunde über auf Damien's Schulter oder auf dem Grassboden, als sie die Nymphen in den Käfigen studierten. Erst kurz vor Ende der Stunde gelang es einer Nymphe, zu entwischen und diese flog dann übermütig quietschend zu Harry herüber. Harry sprang zurück und versuchte abzuheben, aber dieses irritierende kleine Wesen war zu schnell und heftete sich an sein Bein. Harry gab ein wütendes Trillern von sich und starrte Damien an, der vor Lachen sich am Boden wältzte. Harry hob vom Boden ab und flog in immer engeren Runden und versuchte die Nymphe abzuschütteln, was ihm erst knapp 10 Fuss über dem Boden gelang und Harry landete auf dem Käfig, während Harry die Nymphe genervt auf Damien's Schoss fallen lies und weigerte sich dann beleidigt, sich noch einen milimeter weit zu bewegen, selbst auf Damien's Bitten hin. Hagrid sagte zu Damien das er sich nicht über einen solch schönen Phönix lustig machen dürfe, aber trotzdem bewegte sich Harry bis zum Ende der Stunde nicht vom Platz weg. Er schnappte auch nach Damien und zog an dessen Haar, bevor er sich in die Luft erhob und zu Ben reiste.
"Was ist denn mit dir los?" fragte Ben neugiuerig, als Harry recht hart auf seiner Schulter landete, während sie nach dem Wahrsage-Unterricht durch die Gänge liefen.
"Damien hat sich über mich lustig gemacht." meinte Harry sowohl zu Ben als auch zu Damien.
"Es war einfach nur witzig." meinte Damien. "Wenn du das gesehen hättest, wie eine kleine süsse Waldnymphe einen mächtigen Phönix fast zur Verzweiflung gebracht hat, hättest du auch nur noch lachen können. Die gesamte Klasse hat im übrigen gelacht."
"Das klingt wirklich witzig." sagte Ben und zog den Kopf ein, als Harry nach ihm schnappte. "Ich meine, das war nicht sehr nett von dir, Damien, deinen mächtigen Bruder so zu ärgern, wenn er doch eindeutig solche Angst vor einem so kleinen Waldbewohner hat."
"Das reicht, ich rede erst einmal mit keinem von euch mehr." sagte Harry und steckte den Kopf unter den Flügel. Er griff fester mit den Klauen zu, um sicher auf Ben's Schulter bleiben zu können.
"Das wird aber sehr langweilig für dich." sagte Damien lachend.
"Damy bitte hör auf ihn zu ärgern, seine Klauen dringen schon durch meine Robe." sagte Ben. Damien lachte aber seine Stimme verklang, als sie den Klassenraum erreichten. Ben begann damit, Harry sanft am rechten Flügel zu streicheln, während Ron und er wortlos durch die Gänge liefen. Harry spürte, das Ben etwas ruhiger geworden war, aber das würde wohl nicht lange vorhalten.
Sie betraten den Klassenraum und sahen, das die froschartige Frau an ihrem Schreibtisch sass. Sie trug ein pinkfarbenes Kleid, das Harry fast dazu brachte, sich zu übergeben. Ein Band befand sich in ihren Haaren. "Das sieht wie eine Fliege aus, die auf einer Kröte sitzt." meinte Ben, weshalb Harry lachen musste.
"Hier sind keine Tiere erlaubt, Mr. Potter." sagte Umbridge ohne jede Regung und mit einer sehr leisen Stimme.
"Er ist kein Haustier, Professor, und ich kann ihm auch keinerlei Befehle geben." entschuldigte sich Ben apologised ohne es wirklich ernst zu meinen, allerdings bemerkte die Frau das eindeutig nicht.
"Wenn er den Raum nicht verlassen will, dann soll er sich aber bitte auf den Fensterrahmen setzen und sich ruhig verhalten." sagte sie nun lauter, so dass es alle verstanden. Harry schüttelte leicht seine Federn. Er bewegte sich nicht. "Mr. Potter? Zum Fenster bitte."
Harry hatte nicht vor, zuzulassen, das sie ihm Befehle erteilte, weshalb er zuliess, das Ben ihn hinüber brachte und er bewegte sich erst nach einem bittenden Blick von Ben. Harry gab einen unzufriedenen Ton von sich und setzte sich an eines der Fenster nahe der Decke. Umbridge lächelte nun, nachdem Ben sich gesetzt hatte. "Guten Tag, Schüler." sagte sie.
Diese plötzliche Veränderung im Verhalten brachte alle anwesenden durcheinander. "Also, das war wohl nichts?" fragte sie seuftzend. „Ich soll euch mögen, also bitte verhaltet euch auch so" „Guten Tag, Professor Umbridge". Einmal bitte noch. Guten Tag, Schüler!"
"Guten Tag, Professor Umbridge." sagten sie alle gleichzeitig und wieder überhörte sie den Sarkassmus in ihren Stimmen.
"Na endlich, das war doch nicht schwer, oder? Steckt eure Zauberstäbe sofort wieder weg und holt die Federn hervor." sagte sie. Harry stöhnte mental und steckte seinen Kopf unter einen Flügel. Er wollte eigentlich die Stunde nicht ignorieren, aber er bezweifelte, das sie interessant würde. Da er keine Magie durch einen Zauberstab verwenden konnte, ohne das es schmerzhaft wäre, hatte er mehr als gengu die Theorie gelernt. Selbst Perenelle war es irgendwann zu langweilig geworden, ihn nur die Theorie beizubringen, aber immerhin hatten sie einen Grund dafür.
Harry hatte nicht einmal bemerkt, das er eingeschlafen war, als er die Irritation durch ihre Verbindung spürte. Er schaute zu Ben hinab, machte sie nicht über sein Befinden aufmerksam. "Wir werden also auf rein garnichts vorbereitet, das uns dort draussen erwarten könnte?" fragte Ben sehr wütend.
"Dort draussen gibt es nichts gefährliches, Mr. Potter." sagte Umbridge.
"Ach ja?" Ben kochte fast vor Wut, aber Harry hielt sich noch heraus. Er war kurz davor, auszurasten.
"Wer denken sie Kinder wie sie angreifen wollen?" fragte sie erstaunlich ruhig. Harry versuchte Ben zu beruhigen, aber ausser ein paar Schülern, die ihn überrascht ansahen, reagierte niemand.
"Hmm, lassen sie mich nachdenken..." Ben hielt inne. "Vielleicht Lord Voldemort?"
Ron stöhnte geschockt auf, während Lavender Brown aufschrie und Neville von seinem Stuhl rutschte und auf dem Boden landete. Die Veränderung von Umbridge machte Harry sorgen. Sie schaute zufrieden aus und Harry erkannte, das sie Ben genau dorthin getrieben hatte, wo sie ihn haben wollte. "Zehn Punkte Abzug für Gryffindor, Mr. Potter." Sie dachte wohl, das sie mit diesem Punktabzug Ben ruhigstellen konnte. "Und lassen sie mich einige Dinge klarstellen. Euch wurde gesagt, das ein gewisser Dunkler Lord von den Toten zurückgekehrt sei..."
"Er ist nicht tod!" sagte Ben wütend. "Aber ja, er ist wieder da."
"Mr. Potter. Sie haben schon zehn Punkte verloren, möchten sie die Dinge noch verschlimmern." sagte sie ohne ihn auch nur anzuschauen. "Wie ich sagte, ja, das Gerücht über einen gewissen Dunklen Lord ist im Umlauf, aber ES IST EINE LÜGE."
Da war das Wort wieder. Die einzigste Beleidigung, die Ben wirklich traf. "DAS IST KEINE LÜGE!" sagte Ben knurrend. "Ich sah ihn, ich kämpfte mit ihm!"
"Strafarbeit, Mr. Potter." sagte sie und schien sehr erfreut darüber zu sein, diese vergeben zu können, und Harry gab einen warnenden Ton von sich. "Morgen abend, fünf Uhr in meinem Büro." sagte sie bevor sie sich wieder der Klasse zuwandte. "Ich wiederhole noch einmal, all dies, was er sagt, ist eine LÜGE. Das Ministerium garantiert euch, das es keine Gefahr durch einen Dunklen Lord gibt. Wenn ihr euch trotzdem noch Sorgen macht, warum auch immer, kommt ruhig zu mir, auch ausserhalb des Unterrichts. Wenn jemand euch auf einem angeblich wiedergeborenen Dunklen Lord anspricht, möchte ich umgehend davon hören. Ich bin hier, um euch zu helfen. Ich bin euer Freund. Und jetzt schlagt bitte alle Seite fünf von „Basis for Beginners" auf und beginnt zu lesen."
Ben stand auf, selbst als Umbridge hinter ihrem Schreibtisch sass. Ein jeder drehte sich zu ihm um. "Ben. NEIN." flüsterte Hermione zu ihm, aber Ben starrte nur zu Umbridge.
"Also laut ihrer Aussage fiel Cedric Diggory ohne Fremdverschulden einfach Tod um, oder?" fragte Ben. Harry gab erneut ein Trillern von sich, aber Ben ignorierte ihn erneut. Ben war scheinbar nicht in sehr guter Stimmung.
"Cedric Diggory's Tod war ein bedauerlicher Unfall." sagte sie mit kalter Stimme.
"Es war MORD." sagte Ben genauso kalt wie sie. Harry konnte gut erkennen, das sein Bruder zitterte. "Voldemort hat ihn getötet, und das wissen Sie sehr genau."
Umbridge schaute Ben sprachlos an. "Kommen sie her, Mr. Potter." bat sie ihn nun. Ben schob wütend seinen Stuhl nach hinten und trat an ihren Schreibtisch. Sie gab ihm einen pinkfarbenen Zettel, auf den sie etwas geschrieben hatte. "Bringen sie das zu Professor McGonagall." sagte sie zu ihm und reichte ihm den Zettel.
Ben griff nach der Notiz, drehte sich zu seinem Tisch um und ergriff seine Tasche und seine Bücher, bevor er aus der Tür ging und diese Lautstark schloss. Harry flog von dem Fenster hinab und zerfetzte wütend das Band in den Haaren von Umbridge. Er zerriss es mit seinen Klauen, noch während er sich zu Ben transportierte. Es störte ihn nicht, ob dies Umbridge verärgern würde, denn er würde alles tun, um seinen Bruder zu beschützen.
Er landete auf Ben's Schulter und drückte seinen Schnabel sanft an Ben's Backe. "Bitte nicht jetzt, Eri." sagte Ben noch immer wütend, allerdings war dieser nicht auf Harry gerichtet, und das wusste dieser acuh. "Wir müssen zu McGonagall."
Harry gab ein trauriges Trillern von sich und drückte erneut seinen Schnabel an Ben's Wange, weshalb Ben ihn sanft streichelte, während sie durch die Gänge gingen. Sie wurden allerdings von einem kichernden Geist aufgehalten, der aus dem Boden vor ihnen auftauchte. "Nun, ist das nicht Potty Wee Potter!" sagte der Geist kichernd.
"Verschwinde, Peeves." Harry hatte schon von diesem Geist gehört und er verstärkte seinen Halt auf Ben als der Junge sich ducken musste, um einem explodierenden Tintenfass auszuweichen, das vor seinen Füssen landete.
"Oooh, ein Crackpot's fühlt sich cranky." ärgerte Peeves ihn und Harry spürte wie die Wut seines Bruders erneut aufstieg. Nachdem der Sommer verhältnismässig friedlich verlaufen war, überraschte es ihn doch, wie leicht Ben die Kontrolle über seine Wut verlor, aber wenn man alles bedachte, was bisher geschehen war, überraschte es ihn auch wiederum nicht. "Was ist diesmal passiert, mein Potty Freund? Hörst du wieder Stimmen? Hast du wieder Visionen? Sprichst du wieder in unbekannten Sprachen?"
Das er erneut als Wahnsinniger bezeichnet wurde, tat Ben's Temperament nicht gerade gut. "Ich habe gesagt, VERSCHWINDE!" rief Ben nun wütend und lief an dem Geist vorbei, der nun zu singen begann.
Harry ging nun zu einem Sturzflug auf den Geist zu und er spürte überrascht das seine Klauen die Haut des Geistes berühren konnten. Der Geist schrie überrascht auf und flog aus dem Weg, gerade als die Tür aufflog und McGonagall aus ihrem Büro trat und sich die Szene mit einem überraschten Aufseuftzen anschaute, da ein schreiender Peeves gerade vor Eridanus auf der Flucht war. Harry hielt kurz inne und Peeves nutzte die Gelegenheit, durch eine Wand zu verschwinden.
"Was machen sie hier, Potter?" fragt McGonagall Ben während Harry auf dessen Schulter landete und seinen Schnabel sanft an Ben's Wange rieb, um ihn weiter zu beruhigen.
"Ich wurde zu Ihnen geschickt." sagte Ben ernst zu ihr.
"Hergeschickt?" sagte sie irritiert. "Was meinen sie mit „Hergeschickt"?"
Harry strich erneut sanft mit seinem Schnabel an Ben's Wange entlang. "Ich werde dich nun mit McGonagall allein lassen und werde Damien etwas ärgern." sagte er. "Ruf mich bitte, wenn sie dich gehen lässt, ja?"
Ben streichelte ihn sanft als Antwort und Harry reiste aus dem Flur hinaus zu Damien. Er sass derzeit in dem Unterricht Geschichte der Magie und Harry's Erscheinen weckte die gesagte Klasse auf, die bis dahin friedlich geschlafen hatte. Binns, der Geisterlehrer, hatte Harry garnicht erst bemerkt, aber Harry entschied sich dazu auf der Schulter des Geistes zu landen, wobei er sich irritiert umschaute, denn Phönixe konnten ganz offentsichtlich mit den Körpern von Geistern interagieren, etwas das auch für ihn neu war, genauso wie für die Klasse. Was ihn wirklich amüsierte war, das Binns es nicht einmal bemerkte.
Damien machte eine einladende Handbewegung und Harry flog von der Schulter des Professors hinüber zu Damien's Tisch. Die allgemeine Aufmerksamkeit war nun auf ihn gelenkt. "Hast du Ben bei Umbridge allein gelassen?"
"Diese Kuh hat ihn aus der Klasse geworfen." sagte Harry ihm wütend. "Er ist ausgerastet, als sie ihn als Lügner bezeichnete weil er sagte, das Voldemort zurück sei und er ist fast auf sie los gegangen. Er ist derzeit bei McGonagall."
"Du solltest trotzdem bei ihm sein." meinte Damien unsicher.
"Ich werde wieder zu ihm gehen, sobald das Gespräch mit McGonagall beendet ist." versprach Harry. "Wir werden den Schlafraum für uns allein haben und ich kann mich ohne Probleme verwandeln."
"Ich könnte auch die nächste Stunde schwänzen." bot Damien an. Während dieses Anstarr-Wettbewerbs hatte die Klasse das Interesse an ihm verloren und sich wieder zur Ruhe gelegt.
"Du willst doch nicht deine erste Arithmatik-Stunde verpassen." sagte Harry. "Es wird ihm gut gehen, er hat im Moment halt nur Probleme mit seinem Temperament."
"Das habe ich gemerkt, aber es überrascht mich nicht wirklich." sagte Damien seuftzend und legte seinen Kopf auf seine Hand während er Harry streichelte. Damien lehnte sich nun im Stuhl zurück und Harry landete auf seinem Schoss während sein Bruder ihn weiter kraulte.
Gegen Ende der Stunde hörte Harry, wie Ben nach ihm rief. Er folgte der Verbindung zu Ben in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors und zog kurz am Ärmel von Damien um ihm zu zeigen, das er abreiste. "Sag ihm bitte, das ich ihm liebe." sagte Damien, denn er wusste eindeutig, wie wütend Ben nach einer solchen Aktion sein würde.
Harry nickte kurz, sprang in die Luft und reiste aus einem sehr irriterten Raum fort. Er fand Ben auf einem Sofa sitzend vor und landete sanft auf der Lehne des Stuhls. "Hallo." sagte Ben ohne aufzustehen.
Harry gab ein besorgtes Trillern von sich. "Komm schon Benji. Du brauchst deinen Schlaf."
"Ich brauche keinen Schlaf, Harry."
"Doch brauchst du. Ich geb dir hiermit den Befehl, in deinen Schlafsaal zu gehen und dich auszuruhen." Harry sagte. "Und du wirst genau das tun, weil ich dein kleiner Bruder bin."
"Das ist der wohl schlechteste Grund den ich je gehört habe." meinte Ben ohne sich zu bewegen.
"Würdest du bitte tun, worum ich dich bitte?" sagte Harry genervt und bereute es sofort wieder, als Ben eher irritiert drein schaute. Er stand dann aber doch auf und ging die Treppe hinauf. Harry trillerte entschudligend aber ignorierte ihn einfach und verschwand nach oben. Harry folgte ihm und landete, bevor er die Tür erreichte, auf seiner Schulter. "verschliess bitte die Tür mit dem Zauber aus Kapitel 9 aus dem Buch."
Ben schaute ihn irritiert an, aber holte dann seinen Zauberstab hervor. Er zögerte kurz, bevor er den Zauber im Kopf durchging und sich dann zur Tür umdrehte. Er zauberte leise, aber trotzdem gelang es problemlos und die Tür leuchtete deutlich Rot auf. Jeder, der nun die Tür beruhrte, würde einen Schock bekommen und es würden keine Geräusche nach aussen dringen und nur wirklich starke Magier würden den Zauber aufheben können.
"Warum hast du das gemacht?" fragte Ben.
"Tu das gleiche bitte auch mit den Fenstern." sagte Harry zu ihm. Ben schaute ihn zuerst irritiert an, aber dann machte er, worum er gebeten wurde. Er seuftzte müde, nachdem er das noch dreimal bei den Fenstern tat, die nun rot leuchteten. Sie konnten nun nicht länger hinausschauen, aber auch keiner hinein. "Deshalb." sagte Harry bevor er zu Boden glitt und sich zurückverwandelte und sich zu seinem älteren Bruder umwandte. Sein Körper schien in Feuer zu stehen, aber er war froh, seinem Bruder wieder als Mensch gegenüber zustehen.
"Harry!?" sagte Ben überrascht. "Was machst du?"
"Niemand kommt mehr hier hinein und alle anderen haben noch bis zum Abendbrot Unterricht." sagte Harry. "und mir ist das Risiko relativ egal, denn du brauchst mich hier und jetzt."
"Was meinst du? Ich brauche meinen Bruder?" fragte Ben irritiert.
"Ben." sagte Harry seuftzend und schüttelte den Kopf. "Nachdem, was Snape dir antat, nachdem du beinahe die Nerven Ron und Hermine gegenüber verloren hast, nachdem man dich erneut als Lügner bezeichnete, und was sonst noch geschah, darunter das, was Seamus dir letzte Nacht antat. Du brauchst mich jetzt in dieser Form und ich werde noch mehr tun ohne dafür gewichtige Gründe zu haben."
Ben sackte leicht zusammen und liess sich auf das Ende des Bettes sinken. "Du bist sicher, das es hier sicher ist?"
"Der Rest der Jungs aus dem Raum werden noch gut eineinhalb Stunden Unterricht haben und Damien weiss, was ich vor habe. Niemand sonst wird uns stören und nach dir sehen, und selbst wenn jemand die Tür sieht, so weiss Dumbledore doch, das du diesen Zauber beherrscht so dass niemand dir Vorwürfe machen wird, das du deine Ruhe haben möchtest." sagte Harry. "Und im Ernstfall kann ich mich binnen weniger Sekunden in Eri verwandeln."
"Stimmt, da hast du rect, danke Harry." sagte Ben lächelnd, allerdings war es ein eher schwaches Lächeln.
"Damien bat mich, dir zu sagen, das er dich liebt." sagte Harry zu ihm und setzte sich zu ihm aufs Bett. "Ich weiss, das er es tut." sagte Ben seuftzend. "Ich bin froh, das du dieses Jahr zurückgekehrt bist. Ich denke, ich hätte Umbridge wohl heute getötet, wenn du nicht hier gewesen wärest."
Harry lachte leise und legte sich auf den Rücken. Ben legte sich an seine Seite und legte seinen Kopf auf Harry's Bauch und seuftzte deutlich. "Ich liebe dichBen. Das weisst du, richtig?" Ben nickte. "Manchmal bereue ich es, damals weggegangen zu sein, aber dann denke ich wieder daran, das, wenn ich es nicht getan hätte, ich vermutlich schon längst tod wäre."
Ben zögerte. "Sag bitte so etwas nicht."
Harry's fing an zu schmerzen und er setzte sich auf. Ben zögerte einen Moment dann zuckte auch er zusammen und wurde blass, während Harry nach Luft schnappte und nach seinen Tabletten griff. Er wusste, wenn er sich konzentrierte, würde die Verbindung, welche den Schmerz bei Ben verursachte, gekappt und sein Zwillingsbruder wäre ihm dankbar dafür. Er schluckte zwei Tabletten und schloss seine Augen und atmete tief ein und aus, bis diese zu Wirken begannen und den Schmerz sehr schnell reduzierten, so das Ben keinen mehr verspürte. Sein Zwillingsbruder rieb seinen Bauch unbewusst und beobachtete Harry zu tiefst besorgt.
"Ben." sagte Harry seuftzend. "Ich muss mit dir über etwas ernstes reden."
"Über etwas ernstes?" fragte Ben vorsichtig.
"Es wird solange nicht geschehen, bis Voldemort tod ist. Ich werde es nicht zulassen, aber ich muss es realistisch sehen." sagte Harry. "Es war nicht vorgesehen, das ich überlebe und irgendwann wird mich mein Schicksal einholen."
"Ich möchte nicht darüber reden." sagte Ben und legte sich rückwärts auf das Bett. Harry seuftzte und setzte sich im Schneidersitz vor seinen Bruder.
"Nun dann werde ich wohl reden und du wirst bitte zuhören." sagte Harry zu ihm. Ben blinzelte, aber öffnete sie wieder um Harry anzuschauen. Dessen Augen waren feucht. Selbst nach allem, das heute geschehen war, Leute die ihn als Lügner bezeichneten und so weiter, hatte er nicht geweint, aber über Harry's Tod zu sprechen, löste genau dies aus. "Bitte Ben, sie es so. Es stimmt, ich spüre diese kleinen Anfälle als Phönix nicht, aber egal in welcher Form ich mich befinde, die schweren Anfälle spüre ich immer, und sie treffen mich etwa alle sechs Monate. Wenn ich ein Phönix bin, werde ich aus meiner Form gezwungen und jedesmal dauern sie länger und sind schmerzhafter. Irgendwann wird einer von ihnen tödlich sein, und wir beide wissen das auch."
"Sag bitte nicht so etwas, Harry!" sagte Ben. "Es wird auch nichts bringen."
"Nicht darüber zu reden wird auch nicht helfen, Benji." sagte Harry seuftzend und ergriff eine der Hände von Ben, nur um zu zeigen, wie Kalt seine wieder waren. Sie zitterten auch leicht. Er wusste, das dies Ben und Damien jedesmal schockierte wenn er ein Mensch war und deutlich wurde, wie schwach er war. "Ich werde sterben, Ben. Ich weiss dies schon so lange wie ich denken kann. Ich habe nur einen Weg gefunden, um es solange hinauszuzögern, bis Voldemort besiegt ist und damit du dabei nicht alleine bist."
Ben weigerte sich, weiterzusprechen und schloss seine Augen wieder. Harry seuftzte laut und legte sich neben ihn. Ben drehte sich sofort und legte seinen Kopf auf Harry's Bauch. "Ich weiss das alles, Harry. Vergiss nicht, das ich es jedes mal spüre, wenn du einen Schmerzanfall in meiner Nähe hast. Ich weiss, wie sie sich anfühlen und ich spüre jedesmal deine Verzweiflung." sagte Ben und ignorierte das Zusammenszucken von Harry, als er das sagte. Harry hatte nicht erkannt, das Ben auch dies gespürt hatte. "Ich werde dich nicht ohne Kampf gehen lassen. Ich werde die gesamte Zeit an deiner Seite sein. Du willst mir bei meinem Kampf helfen? Nun, sosehr ich auch Voldemort hasse, desto mehr hasse und fürchte ich deine Krankheit, ich ich werde jetzt nur noch mehr für dich kämpfen."
Harry war sehr berührt von diesen Worten und griff nach unten, um das Haar seines grossen Bruders zu streicheln, wobei er erleichtert seuftzte, allerdings wusste er auch tief im Innern, das Ben irgendwann sich seinem Tod würde stellen müssen, allerdings wollte er Ben nicht die letzte Hoffnung nehmen. Er würde Ben das unausweichliche solange wie irgend möglich ignorieren lassen, denn es gab ihm etwas Hoffnung.
XOXOXOXOXOXOXOXOXOXOX
End Chapter
