Soooo, hat zwar dieses Mal wieder ewig gedauert, aber dafür ist es auch länger. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen und findet noch ein paar Worte für ein Review. Ich würde mich wirklich freuen! Danke auch noch mal an pkab für dein letztes Review!

Aber jetzt viel Spaß!


Licht ins Dunkel

Cedric konnte kaum fassen, dass ihm das nicht direkt eingefallen war. Wie konnte er nur so unglaublich dumm sein. Er hatte ganz in ihrer Nähe gesessen, als er ihr einen Käfer aus dem Haar gefischt und ihr sein Herz ausgeschüttet hatte. Nur war sie zu diesem Zeitpunkt wegen Harry viel zu aufgeregt gewesen, als dass sie ihm wirklich zugehört hätte. Aber es konnte nur Viktor Krum sein. Außerdem hatte er schon im letzten Jahr viel Zeit in der Bibliothek verbracht, weil er in ihrer Nähe sein wollte und sich nicht getraut hatte, Hermine anzusprechen.

Plötzlich spürte er eine Wut in sich hochkochen, wie er sie noch nie zuvor in seinem Leben gespürt hatte und er wünschte sich er könnte hier und jetzt Viktor gegenübertreten und ihm in einem Duell klar machen, dass er nicht der Richtige für Hermine war und dass sie etwas Besseres verdiente als einen Möchtegern-Quidditch-Spieler. Okay, das mit dem Möchtegern war vielleicht übertrieben, aber er war sich ziemlich sicher, dass Hermine von seinen Quidditch-Künsten nicht so beeindruckt war, wie viele der anderen Mädchen, die letztes Jahr um ihn herumscharwenzelt waren.

„Mr. Diggory, träumen können Sie in den Pausen, in meinem Unterricht erwarte ich, dass Sie sich konzentrieren und zuhören! Also, was muss man beachten, wenn man sich selbst verwandelt im Gegensatz zu der Verwandlung eines Mitmenschen?" riss Professor McGonagall Cedric aus seinen Gedanken.

„Ähm, Entschuldigung, Professor. Wenn man sich selbst verwandelt, sollte man sich nicht in ein Tier verwandeln, da man sich, einmal in ein Tier verwandelt, nicht mehr selbst zurückverwandeln kann. Es sei denn man möchte ein Animagus werden und da sind die Regeln sehr streng festgelegt. Einen Mitmenschen hingegen kann man in alles verwandeln, ob Tier, Möbelstück oder einfach nur eine Veränderung des Aussehens, da der Urheber des Zauberspruchs ihn ja auch jederzeit wieder aufheben kann", sagte Cedric eilig und mühte sich, nicht gleich wieder in Gedanken zu versinken.

Nach einer sehr anstrengenden Unterrichtsstunde bei Professor McGonagall, was allerdings eher an seinem Gemütszustand als am behandelten Stoff lag, machte Cedric sich auf den Weg zum Hufflepuff-Gemeinschaftsraum, da er nun eine Freistunde hatte. Jetzt, wo ihn keiner mehr zu Aufmerksamkeit drängte, drohte er wieder tief in seinen Gedanken zu versinken, die sich alle um Hermine drehten, sodass er gar nicht mitbekam, wo er eigentlich genau hinlief.

So kam es dann natürlich zu einem Zusammenstoß mit einem Mitschüler, der durch den Rempler sein Gleichgewicht verlor und zu Boden ging. Cedric erschrak und beugte sich gleich hinunter um seinem Zufallsopfer auf zu helfen. Kaum hatte er seine Hand ausgestreckt, erkannte er, wen er versehentlich umgestoßen hatte.

Es war Cho. Sie ließ sich zwar von ihm wieder auf die Beine helfen, schaute aber äußerst missgelaunt drein.

„Kannst du nicht aufpassen, wo du hingehst? Ich weiß ja, dass ich Schluss gemacht habe, aber das ist noch lange kein Grund mich hier einfach umzurennen!" fauchte sie ihn an.

„Hey, tut mir Leid, war ja keine Absicht. Ich war eben in Gedanken und hab nicht mitbekommen, wo ich überhaupt hingehe. Aber was ist deine Entschuldigung? Immerhin hätte ich dich nicht umrempeln können, wenn wenigstens du aufgepasst hättest. Außerdem musst du nicht gleich so rumzicken. Ist doch gar nichts passiert, du lebst ja noch, oder?" verteidigte sich Cedric wütend.

„Ach, vergiss es einfach, okay? Pass beim nächsten Mal besser auf, sonst gibt es bald doch noch Verletzte!" sagte sie und stürmte davon.

Kopfschüttelnd ging er weiter und dachte, wie froh er doch sein konnte Cho los zu sein. Letztes Jahr war sie ganz anders. Immer nett und freundlich, gab es bei ihr keinen Tag an dem sie je so mies gelaunt war.

Nach weiteren fünf Minuten hatte er endlich seinen Gemeinschaftsraum erreicht, besetzte einen der bequemen Sessel am Feuer und machte sich gleich an die Hausaufgaben von Professor McGonagall.

Indes bei den drei Freunden:

„Oh Mann, war das hart heute. Dabei ist gerade mal der erste Tag. Wie soll das nur weitergehen?" Ron schüttelte verzweifelt den Kopf.

„Was hast du denn erwartet, Ron? Wir sind im ZAG-Jahr, da war doch klar, dass wir es nicht so leicht haben werden, wie die letzten Jahre", sagte Hermine mit hochgezogenen Augenbrauen.

„Leicht? Was war denn da leicht?" fragte Ron erstaunt.

„Also die Prüfungen im ersten Jahr kann man ja kaum anspruchsvoll nennen. Im Jahr danach gab es keine, Jahr drei fand ich eher erbaulich und letztes Jahr war's dann zum ersten Mal etwas anstrengender", zählte Hermine auf.

„Letztes Jahr fandest du anstrengend, Hermine? Komisch, ich fand die total einfach!" sagte Harry augenzwinkernd.

„Haha!" kommentierten die anderen beiden tonlos.

„Jetzt aber mal ehrlich, Hermine, du kannst da wirklich nur für dich sprechen. Du vergisst allerdings, dass wir nicht alle solche Genies sind wie du! Außerdem gab es bisher in jedem Jahr genug Ablenkung, die dafür gesorgt hat, dass ich mich nicht richtig auf den Stoff konzentrieren konnte", versuchte Ron sich rauszureden.

„Dann musst du dich dieses Jahr umso mehr anstrengen, sonst kannst du dir die ZAGs abschminken. Vielleicht wäre es gar keine allzu schlechte Idee, wenn ich euch dieses Jahr mal nicht von mir abschreiben ließe, weder im Unterricht, noch bei den Hausaufgaben. So lernt ihr am besten!" erklärte Hermine nachdenklich.

„Hey, wie kommt's, dass du das jetzt auch auf mich beziehst? Ich hab mich doch überhaupt nicht beschwert", maulte Harry.

„Mag ja sein, Harry, aber wir wissen beide, dass du Ron helfen wirst, wenn er dich darum bittet und das kann ich nicht zulassen, wenn du zuvor bei mir abgeschrieben hast. Nebenbei bemerkt, tätest du auch gut daran mal ein bisschen mehr Arbeit in deine Aufsätze zu investieren", mahnte Hermine und beschleunigte ihre Schritte.

„Weißt du, was ich glaube, Harry? Hermine will uns ablenken, damit wir sie nicht weiter mit diesem ominösen Verehrer nerven. Was glaubst du, wer er ist?" flüsterte Ron Harry zu, so dass Hermine ihn nicht hören konnte.

„Ich hab keine Ahnung und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich. Dann hat sie eben einen Verehrer, na und? Sie ist doch sehr hübsch, da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich jemand in sie verliebt!" sagte Harry laut und Hermine verlangsamte ihre Schritte wieder und sah Harry strahlend an.

„Danke Harry, das ist aber nett von dir!"

„Schleimer!" murmelte Ron einem schelmisch grinsenden Harry ins Ohr.

Zusammen gingen sie zu Professor Binns' Klassenzimmer für Geschichte der Zauberei.

Nach einer weiteren langweiligen Stunde bei Professor Binns eilten Harry, Ron und Hermine durchs Schloss in Richtung Große Halle zum Mittagessen. Alle drei hatten einen Riesenhunger und konnten es kaum erwarten zu sehen, was es wohl zu Essen geben würde. Kaum hatten sie sich jedoch am Gryffindor-Tisch niedergelassen, kam Cedric auf sie zu und tippte Hermine auf die Schulter.

„Hallo! Ähm, Hermine, hättest du mal ne Minute für mich? Ich würde dir gern etwas mitteilen, also, unter vier Augen, meine ich", sagte er eilig.

„Na klar. Worum geht's denn?" antwortete sie und stand von der Bank auf.

Cedric führte sie ein Stück von Harry und Ron weg in eine Ecke der Großen Halle, wo sie ein wenig geschützt von den Blicken ihrer Mitschüler waren.

„Also, ihr habt mir ja von dem Brief erzählt, den du bekommen hast. Ich glaube, ich weiß, von wem er ist. Komisch nur, dass von euch keiner drauf gekommen ist", plapperte Cedric los.

„Na, nun sag schon, wer es ist! Mir ist echt niemand eingefallen", sagte Hermine ungeduldig.

„Naja, ich denke ja nicht, dass er der Richtige für dich ist, aber er scheint anders darüber zu denken. Es hatte sich irgendwie abgezeichnet letztes Jahr. Zuerst der Ball, dann warst du diejenige, die er am meisten vermissen würde. Es würde mich schon sehr wundern, wenn es sich nicht um Viktor Krum handeln würde", endete Cedric und schaute Hermine an, deren Augen, während er gesprochen hatte, immer größer geworden waren.

„Oh, mein Gott, wie konnte ich nur so dumm gewesen sein! Natürlich ist der Brief von Viktor, von wem sollte er sonst sein? Aber wie kommt er nur darauf, dass ich etwas für ihn empfinde? Ich habe ihm doch kaum Beachtung geschenkt, naja, ausgenommen vom Ball, aber danach hab ich kaum noch mit ihm geredet und plötzlich finde ich mich am Ufer des Sees wieder, aus dem er mich gerade gezogen hat…", sprudelte Hermine verwirrt.

„Hermine, komm mal wieder runter. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum er nicht seinen Namen drunter gesetzt hat. Vielleicht hab ich mich auch geirrt, immerhin gäbe es da ja auch noch diesen Vincent Crabbe…", fing Cedric an, doch er wurde von Hermine unterbrochen, die beim Klang dieses Namens lauthals angefangen hatte zu lachen.

„Ahahaha, also jetzt nimmst du mich aber auf den Arm. Der? Ich wusste gar nicht, dass der überhaupt schreiben kann und dann soll er auch gleich noch zu einem Liebesbrief imstande sein? Wenn das der Fall wäre, wird womöglich Goyle demnächst zum Zaubereiminister erklärt! Nein, das ist äußerst unwahrscheinlich", brachte sie durch ihr Gelächter hervor.

„Wer weiß, Wunder geschehen bekanntlich immer wieder", sagte Cedric mit breitem Grinsen und machte Anstalten zu gehen.

„Mag ja sein, aber das wäre wohl doch ne Nummer zu groß. Darf ich dich noch was fragen? Warum wolltest du nicht, dass Harry und Ron dabei sind?"

„Nun ja, ich dachte einfach, du solltest selbst entscheiden dürfen, wer noch davon weiß. Außerdem glaube ich mich daran zu erinnern, dass Ron dir letztes Jahr nach dem Weihnachtsball eine riesengroße Szene wegen Viktor gemacht hat. Wahrscheinlich würde er ausflippen, wenn er das gerade gehört hätte.

Okay, ähm, ich muss dann wieder los. Ich würde gern noch etwas essen vor Zaubertränke", sagte Cedric augenzwinkernd und ging zu seinen Freunden zurück.

Hermine ging zurück zu ihrem Platz, lud sich vom Hackbraten und den Bratkartoffeln auf ihren Teller und fing ohne ein Wort an Ron oder Harry zu essen an.

„Und? Was wollte Cedric von dir?" fragte Ron neugierig und legte sogar seine Gabel hin.

„Ach, nichts besonderes. Er wollte mich nur daran erinnern, dass wir als Vertrauensschüler die Pflicht haben, die Regeln aufrecht zu erhalten", erfand Hermine.

„Aber warum wollte er dann mit dir allein reden, immerhin bin ich auch Vertrauensschüler!" meckerte Ron beleidigt.

„Eigentlich darf ich dir das nicht sagen, aber wenn du mir versprichst, dass du dich nicht aufregst und mich nicht verrätst, sag ich's dir", sagte Hermine, um sich Zeit zu verschaffen, um nach einer glaubhaften Ausrede zu suchen.

„Ich versprech's ja, ich versprech's ja, nun sag's endlich!" drängte Ron eifrig.

„Es ging um Fred und George. Cedric dachte es wäre dir zu unangenehm, wenn er dich auf sie ansetzt. Schließlich sind sie deine älteren Brüder und er wollte nicht, dass du zwischen den Stühlen stehst. Deswegen hat er mich gebeten die Augen offen zu halten, das ist alles", sagte sie.

„Hm, ganz Unrecht hat er nicht. Fred und George haben mir schon als ich das Abzeichen aus dem Umschlag gefischt habe ganz klar zu Verstehen gegeben, dass sie nicht auf mich hören werden. Wobei ich sie auch irgendwie verstehen kann, ich bin ja immerhin der Jüngere. Von Ginny lass ich mir ja auch nichts sagen", verteidigte Ron seine Brüder.

Harry, der sich während der Unterhaltung der beiden ruhig verhalten hatte, erinnerte nun daran, dass sie als nächstes Verteidigung gegen die dunklen Künste hatten.

„Ach du Schreck, wir müssen uns beeilen!" erschrak Hermine, ließ ihr Besteck fallen, stand auf und eilte zum Ausgang, wo sie bemerkte, dass weder Ron noch Harry bei ihr waren.

„Wo bleibt ihr denn?" rief sie den beiden entgegen, die Mühe hatten mit ihr Schritt zu halten.

Zusammen liefen sich die Treppen hinauf zum Klassenzimmer und nahmen ihre Standardplätze in der letzten Reihe ein, als Professor Umbridge auch schon eintrat und die Tür hinter sich schloss.

„Guten Tag, Klasse", begrüßte sie die Schüler, die nur vereinzelt ein „Tag!" zurückmurmelten.

„Na, also das könnt ihr aber besser, oder?" sagte sie mit einem zuckersüßen Lächeln. „Wenn ich hereinkomme, möchte ich, dass ihr aufsteht und meine Begrüßung mit einem gemeinsamen „Guten Tag, Professor Umbridge!" beantwortet und erst danach wieder eure Plätze einnehmt. Also, noch einmal von vorne. Alle bitte aufstehen. Gut. Guten Tag, Klasse!"

„Guten Tag, Professor Umbridge!" echoten alle im Chor.

„Sehr schön! Jetzt nehmen Sie ihre Bücher heraus und schlagen Kapitel eins auf. – Was fällt Ihnen ein Miss Patil? Stecken Sie sofort Ihren Zauberstab weg! Den werden Sie in meinem Unterricht nicht brauchen", sagte Umbridge in verächtlichem Ton.

Hermine hob sofort die Hand.

„Ja, Miss, ähm, Granger?"

„Entschuldigen Sie, Professor, aber wie sollen wir denn die Zaubersprüche benutzen ohne sie jemals geübt zu haben?"

„Wofür gedenken Sie denn die Zaubersprüche in meinem Klassenzimmer benutzen zu müssen? Erwarten Sie etwa einen Angriff?"

„Nein, Professor, aber dieses Jahr finden doch unsere ZAG-Prüfungen statt und ein Teil der Note wird durch praktische Vorführung ermittelt, das hat Professor McGonagall uns heute Früh erklärt", sagte Hermine schüchtern.

„Sind Sie immer so eine unerträgliche Besserwisserin, Miss Granger? Zehn Punkte Abzug von Gryffindor für diese unverschämte und unnötige Belehrung! Das Ministerium geht davon aus, dass eine eingehende Studie der Theorie vom Ausführen eines Zauberspruchs mehr als ausreichend ist für die tatsächliche Ausführung! Und jetzt schlagen Sie endlich Kapitel eins in Ihren Bücher auf!" befahl Umbridge wieder mit ihrem zuckersüßen Lächeln auf den Lippen.

Harry, der Mühe hatte Ron auf dem Sitz zu halten, nachdem Umbridge Hermine als Besserwisserin beschimpft hatte, fischte nun sein Buch aus seiner Tasche, wobei er Ron immer noch misstrauisch beäugte.

Nach dieser Doppelstunde bei Umbridge, die sie nur mit lesen verbracht hatten, konnten die drei es kaum erwarten dort raus zu kommen.

Währenddessen im Kerker:

„Mann, Ced, was war denn mit dir los? Du warst total abwesend!", bemerkte Brad nach einer Doppelstunde Zaubertränke.

„Ich weiß auch nicht. Seit heute Morgen kann ich nur noch an Hermine denken. Blöder Brief, warum musste sie mir auch davon erzählen?" gab Cedric zurück und trat fluchend gegen ein zerknäueltes Stück Pergament, das er hatte fallen lassen.

„Was für ein Brief?" wollte Brad wissen.

Er erzählte von dem Brief und seinem Verdacht, wer ihn geschrieben hatte. „Seit ich davon weiß, denke ich nur noch an Hermine und wünsche Krum einen richtig fiesen Fluch an den Hals!" erklärte Cedric aufgebracht.

„Ah, na das erklärt einiges!" sagte Brad, weise nickend.

„Was meinst du?"

„Na, du bist in Hermine verliebt und eifersüchtig auf Krum, weil er dir zuvor gekommen ist und du jetzt denkst, dass du nie bei Hermine landen wirst."

„So ein Blödsinn, ich bin doch nicht verliebt! Wir haben nur diesen Sommer so viel Zeit miteinander verbracht, dass sich bei mir mittlerweile ein Beschützerinstinkt eingestellt hat. Ich will eben nicht, dass sie an den Falschen gerät. Sie hat mir nämlich heute Mittag schon gesagt, dass sie nichts von ihm will. Also eindeutig nicht eifersüchtig!" erwiderte Cedric kopfschüttelnd.

„Wie blöd bist du eigentlich? Wenn Hermine dir schon gesagt hat, dass Krum sie nicht interessiert und du ihn trotzdem noch mit einem Fluch belegen willst, ist das doch das deutlichste Zeichen, dass du rasend eifersüchtig bist und bis über beide Ohren in Hermine verknallt. Da ist nichts Verwerfliches dabei. Sie ist ein echt hübsches Mädchen. Du kannst verdammt froh sein, dass sie noch nicht längst vergeben ist. Schön und klug? Wenn du mich fragst, ist das der Jackpot!" grinste Brad.

„Ach, halt doch die Klappe! Komm schon, wir müssen zu Arithmantik, sonst wird Professor Vector noch sauer", gab Cedric zurück und sie gingen weiter.

Im Klassenzimmer für Alte Runen:

Hermine war froh mal ein wenig Ruhe vor Harry und Ron zu haben. Nach dem, was Cedric ihr in der Mittagspause erzählt hatte, war ihr noch keine Zeit geblieben wirklich darüber nachzudenken. Aber während sie jetzt den Auftrag hatten, einen Text zu übersetzen, konnte sie ihre Gedanken auch zwischendurch mal für ein paar Minuten wandern lassen, da sie sowieso immer als erstes fertig war.

Wie kam Viktor nur auf die Idee, dass sie seine Gefühle erwiderte. Den ganzen Sommer über hatte sie ihm nicht geschrieben, obwohl sie es ihm versprochen hatte. Spätestens das hätte ihm doch zeigen sollen, dass sie ihn nicht vermisst und auch nichts von ihm will. Aber wahrscheinlich wird sie nie verstehen, wie das Hirn eines Jungen funktioniert. Das hatte sie schon oft gedacht, wenn sie Ron beobachtet hatte.

Sein Verhalten Mädchen gegenüber war schon immer äußerst merkwürdig gewesen. Dies hatte Ron selbst letztes Jahr an Weihnachten bewiesen. Erst findet er keine Begleitung, dann schreit er Fleur Delacour an und dann muss Harry ihm ein Date besorgen, die er dann behandelt als wäre sie ein Klotz an seinem Bein.

Nun wurde Hermine jäh aus ihren Gedanken gerissen, als Professor Babbling ihre Schüler darauf hinwies, dass sie nur noch fünf Minuten Zeit übrig hatten und dass ihre Hausaufgabe darin bestand diesen und den nächsten Text zu übersetzen.

Auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum traf sie auf ihre besten Freunde und nachdem sie ihre Taschen weggebracht hatten, gingen sie zur Großen hallen zum Abendessen.

Sie fingen an sich die Teller zu beladen, als Fred und George dazukamen und sich neben Hermine niederließen.

„Was ist uns denn da zu Ohren gekommen, Hermine? Du sollst auf uns aufpassen, damit wir nicht zu viele Dummheiten anstellen? Was willst du denn da tun, willst du uns etwa auf die Finger hauen, wenn wir unartig sind?" fragte Fred sarkastisch. „Oder willst du uns Punkte abziehen, nur weil wir ein bisschen harmlosen Spaß haben?" setzte George nach.

Aber statt auf die Zwillinge einzugehen, schaute Hermine Ron an und sagte in einer perfekten Imitation von Mrs. Weasley: „Ronald Weasley, du hast versprochen, dass du es für dich behältst. Wieso hast du den beiden davon erzählt? Das hab ich dir im Vertrauen gesagt!" schimpfte Hermine, stand auf und setzte sich zwischen Ginny und Alicia Spinnet und beendete ihr Abendessen dort. Nachdem Ron und Harry schon hochgegangen waren, hielt Hermine Ginny zurück und erzählte ihr auf dem Weg nach oben von ihrem Gespräch mit Cedric.

Als die beiden zum Gemeinschaftsraum zurückkehrten, waren Harry und Ron schon in ihrem Schlafsaal verschwunden, da sie beschlossen hatten, dass es ohne Hermine keinen Sinn hatte mit den Hausaufgaben anzufangen.

Fred und George jedoch saßen in einer Ecke am Fenster zusammen mit Lee Jordan und unterhielten sich flüsternd.

„Ähm, darf ich mal kurz stören?" fragte sie vorsichtig.

„Was gibt's denn? Haben wir irgendwas angestellt?" entgegnete Fred.

„Nein, nicht deswegen. Ich bin auch nicht wirklich sauer auf Ron, wer sich verplappert hat. Das war nämlich nur eine Ausrede, weil ich ihm nicht erzählen wollte, was Cedric mir in der Mittagspause wirklich erzählt hat. Aber bitte verratet ihm nicht, dass ich ihn angelogen hab. Ich werde das schon irgendwann aufklären, aber ich brauche noch Zeit. Wegen mir dürft ihr auch machen, was ihr wollt, solange niemand zu Schaden kommt. Aber passt besser auf, andere werden nicht so tolerant sein", gab Hermine zu.

„Okay, Deal!" grinste George. „Wir halten die Klappe und du lässt uns unsere Freiräume!"

Hermine lächelte ein wenig unsicher, aber wandte sich dennoch ab und suchte sich einen freien Tisch, wo sie dann noch die Runen-Übersetzungen erledigte, bevor sie sich auch in ihren Schlafsaal zurückzog.


So, das war's mal wieder. Aber im Moment habe ich so eine grobe Idee, wo ich mit der Story hinwill, also werd ich wahrscheinlich dieses Mal nicht ganz so lange brauchen um weiter zu machen! Reviews plz :)

Eure Lizzy ;)