Titel: Harry Potter and the Hardest Year of his Life (9?)
Autor: MasterKazoom
E-Mail: Romanze/Abenteuer
Zusammenfassung: Harrys sechstes Jahr, und wieder einmal gibt es Probleme zu meistern.
Dieses Kapitel: Der Urlaub, eine neue Gestalt, und neue Gefahren!
Disclaimer: Charaktere gehören Joanne K. R.. Mir gehören nur meine Eigenen, wovon es nicht so viele gibt. Alle Ideen sind auch meine, können aber beliebig kopiert werden, denn man kann sowieso nicht unterscheiden, wer was zuerst benutzt hat. Ich verdiene kein Geld hiermit.
Notizen (Wichtig!): Ich benutze viele Originalausdrücke aus den Englischen Harry Potter Büchern. Zum Beispiel: Hermione, Diagon Alley, Privet Drive. Dies tue ich weil ich vertraut mit der Englischen Version bin, und es nicht mit der Deutschen bin. Man möge es mir verzeihen.
Kapitel 9
Der Morgen war wie immer, aufwachen neben Hermione war das zweitbeste auf der Welt, Platz 1 belegte die Nacht mit Hermione verbringen. Und während noch dalag und nachdachte, schmiegte sich Hermione in ihrem Schlummer immer näher an Harry. Es ist wahr, neben ihr liegen ist nur die Nummer 2, aber es zu tun störte ihn auch nicht. Absolut nicht.
Doch irgendwann wachte auch Hermione auf, und die Geschichte, die Harry eigentlich für gestern eingeplant hatte, wurde am Frühstückstisch verkündet. Die Grangers waren zwar besorgt und sich unschlüssig ob Hermione schon so weit von zu Hause weg sein sollte, und das mit jemanden, der unter normalen Umständen nicht einmal Volljährig wäre. Doch der bittende Blick Hermiones ließ sie schnell nachgeben, und Harry bekam eine erneute Standpauke, dass er doch auf die einzige Tochter des Granger-Haushaltes aufpassen solle.
„Mit meinem Leben, und alles was ich geben kann." Sagte Harry, etwas ernster als vorgesehen. Die Grangers schauten ihn nur komisch an, als würde Harry jede Sekunde dunkle Zauberer erwarten. Irgendwie tat er das auch, es war seit dem Zwischenfall in Diagon Alley sehr still geworden. Nur kleinere Sachen, die nicht unbedingt sofort von Lucius Bande stammen müssen. Nichts Besorgnis erregendes. Und so war Harry eigentlich frohen Mutes, was könnte schlimmes passieren, was er nicht abwenden kann?
Es war später Nachmittag, als Harry und Hermione es endlich geschafft hatten sich aufzuraffen um ihre Reise wenigstens ein wenig organisiert ablaufen zu lassen. Hermione konnte sich im Chaos nicht entscheiden, was sie nun mitnehmen sollte, ihr Hogwarts-Koffer war auch schon gepackt. Harry wurde ungeduldig und packte einfach den ganzen Inhalt ihres Zimmers komprimiert in einen kleinen Rucksack, den sie leicht auf den Rücken tragen konnte. Harry hatte bis auf seinen Geldbeutel nichts bei sich, aber er war sicher dass es ihm an nichts fehlen würde. Immerhin war sie bei ihm, was brauchte er mehr?
Dumbledore hatte Harry die Adresse zu der Wohnung gegeben, und auch einen Ersatzschlüssel, denn es war eine Muggelwohnung. In Bulgarien, so hatte Dumbledore erzählt, wäre die Magiegesellschaft sehr mit der Muggelgesellschaft verbunden – die Muggel wissen zwar nichts, aber viele Zauberer ziehen es vor, sich in der Muggelwelt aufzuhalten.
Doch die Reise selbst war nicht von Dumbledore geplant gewesen. Hermione hatte sich sofort Gedanken gemacht.
„Wir können ja per Portschlüssel reisen, oder über einen Internationalen Floohub, hmm Fliegen würde etwas lange dauern, vielleicht apparieren? Auch etwas weit... Wir könnten auch mit Muggel-Fortbewegungsmittel reisen! Stell dir vor, mit dem Flugzeug über den Horizont..." Sie schaute träumerisch an die Decke. Harry schüttelte nur den Kopf.
„Ich denke wir wollen eher schnell dort ankommen, ich kann mir garnicht vorstellen, länger als nur eine Sekunde ohne dich und ein Bett im Raum zu sein." Er erinnerte sich an die Nacht, die trotz der Eltern im Haus sehr effektiv genutzt worden war. Harry musste grinsen.
Auch Hermione grinste, ähnliche Gedanken sausten ihr durch den Kopf. „Tja, aber dauern wird es auf jeden Fall, wir müssen erstmal einen Portschlüssel haben, oder zum Floohub kommen, oder herausfinden, wie wir dort rüberapparieren..." Doch Harry grinste sie nur an.
„Du hast vergessen, dass du Supermann zum Freund hast." Und mit diesen Worten hatte Harry sie umarmt, die Augen geschlosen und sein Sein darauf konzentriert in Bulgarien anzukommen, in der Wohnung von Dumbledores Freund.
Das gewohnte Gefühl trat ein, dass eine größere Menge Magie gewirkt wurde, und Harry öffnete die Augen – er erblickte eine Wand, behangen mit Bildern, die entweder geschmacklos oder total widerlich waren. In seinen Armen war immer noch Hermione, und Harry küsste sie, um zu sehen ob auch alles okay mit ihr war. Doch sie zog zurück, als wäre sie erschreckt oder angewidert. Harry war verstört und schaute ihr ins Gesicht. Sie zeigte auf eine Stelle hinter ihm, doch bevor Harry sich umdrehen konnte hörte er eine genervte Stimme.
„Ich würd sagen, die Ausrede 'hab mich in der Hausnummer geirrt' zieht jetzt nicht mehr."
Harry und Hermione hatten sich dann schnell getrennt, und Harry stand mit einem musternden Blick dem Fremden gegenüber. Er sah irgendwie ungewohnt ... dunkel aus. So als wenn Voldemort nicht wie ein totales Skelett aussehen würde und wenigstens etwas von Styling verstanden hätte.
Die Person vor ihnen schaute sie ebenso abschätzend an, sein pechschwarzes Haar kurz, bis auf wenige sehr lange Strähnen, die genau so in das Gesicht des Fremden fielen, dass markante Gesichtszüge wie die viereckige Kopfform oder die permanent neutral gehaltenen Mundwinkel betont wurden. Die Haarfarbe war so tiefschwarz, dass es aussah als würde es ein Schatten sein, durch den man durchfassen könnte und fiel tiefer greifen könnte, so tief dass man irgendwann beim Teufel persönlich wieder rauskäme.
„Hat's euch die Sprache verschlagen? Wundert ihr euch dass ich euch nicht auf bulgarisch zutexte?" Die Person hatte sich keinen Schritt bewegt, und Harry schaute instinktiv, wo der Zauberstab der Person hing, um falls es zu einem Kampf kam ihn sofort entwaffnen zu können. Doch er erkannte nichts. Kein Stab in seiner Hand, kein Holster, kein garnichts. Selbst versteckt hätte Harry ihn entdeckt, aber es war schlicht und ergreifend kein Zauberstab an diesem Mann. Harry entspannte – wohl ein Muggel, der halt bescheid wusste.
Der Fremde sah wie Harry sich entspannte, und musste seinerseits lächeln.
„Unterschätz mich nicht, auch wenn du kein Zauberstab an mir siehst, solltest du keine voreiligen Schlüsse ziehen." Harrys Augen verengten sich wieder, denn der sonst so stoische Fremde hatte nun die Arme ausgebreitet und seine weiten, ebenso pechschwarzen Roben hatten sich geteilt, nur um darunter ein schwarzes Hemd und eine nur leicht hellere Hose zu zeigen, beides aus einem Stoff der leicht erschien, denn um diese Jahreszeit war es in Bulgarien wirklich warm. Die einzige Art von „Verzierung" auf dem Gewande war ein schwarzer Langstab, direkt auf der Stelle vor dem Schlüsselbein. Der Langstab glänzte im Licht, weswegen er sich hervortat – was bedeutete dieser?
Doch der Fremde schaute Hermione und Harry nur finster an, und mit gebreiteten Armen sprach er drei Silben.
„Accio."
Harry schaute fasziniert, wie der anscheinend dunkle Zauberer mit stabloser Magie etwas herbeibeschwörte, und so wie es aussah war es wohl sein Zauberstab. Ah, genau, ein länglicher Stab flog aus einem anderen Zimmer auf ihn zu – ein ziemlich langer Stab sogar. Als der Fremde seinen Stab dann in der Hand hielt, sah Harry, dass das was er dort vor sich hatte wohl ein waschechter Langstab war. Er wollte gerade das Wort ergreifen um soetwas wie ein „Tut uns Leid" anzustimmen, als Harry den ersten Fluch an den Kopf geworfen bekam.
„Crucio!"
Harry wich gerade so noch aus, und eine ferne Stelle an irgendeiner Wand wurde angesengt. Seine Augen weiteten sich. Einen Cruciatus? Hermione war genauso geschockt, und der Fremde sah ihre Gesichter und grinste. Er zielte erneut.
„Crucio!" Mit geschlossenen Augen und einem lauten Schrei richtete er seinen Stab auf Harry. Nachdem er den Zauber treffen hörte schaute er hoch und lächelte selbstsicher.
„Das reicht jetzt, denke ich. Petreficus Totalus." Vor ihm stand Harry, immernoch aufrecht, einen kleinen roten Energieball in seiner Hand und die andere zu dem Fremden gestreckt. Dieser konnte nur erschreckt aufheulen und stand dann komplett regungslos da. Harry erstickte den Crucio, der immer noch unschädlich in seiner Hand ruhte, und wendete sich dann Hermione zu.
„Alles okay?" Sie nickte nur, der Schrecken auf ihrem Gesicht offensichtlich. Harry strich ihr über die Wange und wand sich dann zu dem Angreifer.
„Petreficus Partialis." Der Kopf konnte nun wieder problemlos benutzt werden.
„Erkläre dich." Sagte Harry mit kontrollierter Ruhe. Der Fremde schaute ihn manisch an.
„Ich soll mich erklären? Ich? Das ist echt das lächerlichste, das ich je gehört habe..."
„Du hast versucht meiner Freundin einen Cruciatus überzubraten, und ich denke dafür solltest du dich erklären, wenn du nicht sofort im Gefängnis landen willst." Harry spielte abwesend mit seinem Zauberstab, und Hermione schaute hinter ihm unsicher hin und her.
„Ich? Ins Gefängnis? Da nimmst du aber große Worte in den Mund, du bist der derjenige der ins Gefängnis kommt wenn man uns hier findet, Einbruch nenne ich das!" Man sah wie der Mann immer wütender wurde.
„Erstens haben wir Erlaubnis, hierzusein, und zweitens, was tust du hier? Wohl auch einbrechen, hm? Und jeder Cruciatus ist eine lebenslange Strafe in Askaban wert." Harry hatte nun doch seine Stimme etwas erhoben, und Hermione versuchte ihn zu beruhigen indem sie ihm eine Hand auf die Schulter legte, doch Harry ließ sich nicht beruhigen.
„Dies ist Bulgarien, und hier gibt es kein Askaban – denkt ihr eure Gesetze gelten hier? Ausländer... Und zu eurer Erlaubnis, die möchte ich gern sehen, denn ich habe euch nicht erlaubt, hier zu sein!" Harry schaute ihn verwirrt an, seine Wut verrauchte etwas.
„Wie ist dein Name?" fragte ihn Harry zögerlich.
„Was geht dich das an? Ich wohne hier und selbst wenn ich der Weihnachtsmann wäre würde ich dich jetzt achtkantig hier rauswerfen!" Der Fakt dass er unbeweglich am Boden lag änderte nichts an seiner Wortwahl. Harry ignorierte ihn, sein Blick an die Decke gerichtet.
„Was hatte Dumbledore nochmal gesagt, wie der Besitzer heißt...? Hmmm..." Harry strich sich übers Kinn und Hermione schien sich ebenso erinnern zu wollen, obwohl sie niemals mit Dumbledore darüber gesprochen hatte.
„Dumbledore? Oh mein Gott, sagt mir nicht Albus Dumbledore hat euch geschickt? Was habe ich dir nur angetan, allmächtige Gewalt, die es vielleicht gibt, oder auch nicht, dass du mir zwei totale Idioten und dazu auch noch Ausländer herbringst, dazu auch noch geschickt von dem alten Greis Dumbledore? Ahhhhhhhh!" Doch bei dieser Anzahl an Beleidigungen hatte Harry ihm erstmal eine gelangt, so dass der angebliche Hausbesitzer wieder einmal regungslos am Boden lag.
Harry stand neben einem großen Bett, in das locker 4 Personen Platz gehabt hätten, Hermione an seiner Seite. Der Fremde, der sich inzwischen als wirklicher Besitzer des Hauses herausgestellt hatte, lag auf dem Bett, immer noch bewusstlos. Er war kurz aufgewacht um nochmal ein paar Beleidigungen zu äußern, und Harry hatte kurz die Möglichkeit ihn auszufragen, bevor er wieder das Bewusstsein verlor. Hab wohl doch etwas zu doll zugeschlagen...
Dumbledore hatte seinen „Kollegen" garnicht informiert, so wie es schien, und hatte einfach auf gut Glück geraten, dass er wohl nich daheim sein würde. Harry musste nur wieder den Kopf schütteln über seinen Mentor.
„Ob es ihm gut geht? Er hat ja auch ne Menge Tohubawohu veranstaltet..." Hermione hatte sich an seine Seite angeschmiegt und Harry hatte einen beschützenden Arm um sie gelegt.
„Ich denke er ist einfach nur wegen dem Stress dem wir ihm bereitet haben ein wenig, überlastet. Er wird wohl wieder auf den Damm kommen. Aber stimmt das, dass die Unverzeihlichen in Bulgarien erlaubt sind?" Harry drehte seinen Kopf in ihre Richtung und Hermione brauchte nur eine Millisekunde um das Wissen aus ihrem Kopf abzurufen.
„Naja, es wird niemand ermutigt sie zu benutzen, aber in Fällen wie Notwehr, oder Einbruch oder Ungeziefer ist es in Bulgarien durchaus angebracht die Unverzeihlichen zu benutzen."
„Ungeziefer?" Harry schaute sie ungläubig an.
„Du hast die Schaben in diesem Land noch nicht geschehen. Ah sie doch, er scheint aufzuwachen."
Die Gestalt bewegte sich, anscheinend vorsichtig zuerst, wohl um zu testen ob immer noch der Petreficus auf ihm lag. Nachdem er das Gegenteil befand, öffnete er die Augen und sprach die beiden direkt an.
„Harry Potter und Hermione Granger." Es war keine Frage.
„Lass mich raten – eure Presse ist genau so sensationsgeil wie unsere." antwortete Harry witzelnd.
„Du meinst das Propagandablatt, dass hier Tageszeitung genannt wird? Man kennt euch halt, in den Institutionen, in denen ich arbeite seit ihr bekannt und beliebt." Hermione und Harry schauten ihn verwundert an, doch er lachte. „Nein, ich bin kein Todesesser und auch nicht die bulgarische Variante davon, die Steinfresser. Ich bin sozusagen das Gegenteil, ich tue alles dafür dass hier nicht zuviel dunkles aufkommt." Er richtete sich auf und sprang leicht vom Bett, jede Ohnmächtigkeit verflogen. Er stand vor Harry, und Harry musste bemerken, dass die nun imposante Gestalt in seinen makellosen Roben genauso groß war wie er. Hermione schaute unruhig zwischen den Beiden hin und her, doch der immer noch Namenlose streckte Harry nur seine Hand aus.
„Tut mir leid dass ich Hermione versucht habe zu verfluchen – ich wollte ehrlich gesagt nur deine Reflexe testen, und ich muss sagen, sie sind erbärmlich." Harry erstarrte während er die Hand schüttelte. „Aber dafür hast du mich schneller außer Gefecht gesetzt als ich erwartet hätte, denn du hast keinerlei Reflexe gebraucht – warum ausweichen wenn dir der Fluch eh nichts anhaben tut?" Und so grinste er, und auch Harry entspannte sichtlich.
„Mein Name ist Travin Stormkeep, oder wie ich in Deutschland bekannt bin, Travin Sturmfels. Einzig bekannter Meister des Langstabes und erster Eleve des großen Albus Dumbledore. Und wie ich sehe, bist du der Zweite."
Harry kontaktierte Dumbledore und teilte ihm mit, dass der Bekannte nun doch zu Hause ist,
und Dumbledore zuckte nur mit den Schultern. Harry seufzte nur und schüttelte den Kopf – wo war der Sinn? Dumbledore wurde wirklich senil.
In der Küche, die eher nach einer Abstellkammer aussah (wohl aufgrund der nicht-Nutzung), war gerade reges Treiben. Travin war damit beschäftigt, etwas Ordnung in seine Kessel und andere Utensilien zu bringen, und Hermione hatte die aktuelle Muggelzeitschrift vor sich liegen, tief darin verschwunden. Harry stellte sich hinter sie, und lugte über ihre Schulter, doch aus der fremden Schrift konnte er sich nichts zusammenreimen.
„Was machst du da?" flüsterte Harry ihr leise ins Ohr, und als sie seine Stimme vernahm, lehnte sie sich leicht gegen ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange, doch las weiter, ohne zu antworten. Harry fand die Aufmachung des „Artikels" interessant, es sah fast nach Stellenanzeigen aus.
„Suchst du dir schon Arbeit in einem Land, in dem wir nichtmal eine Stunde sind?" scherzte Harry. Hermione drehte sich um, und schaute in abschätzend an.
„Nein, aber ich denke nicht dass wir nach den Vorfällen hier bleiben können. Ich suche uns eine kleine schöne Wohnung, nicht weitab vom Stadtkern, von dem aus wir dann uns weiter Gedanken machen können."
Was? Natürlich könnt ihr nach den Vorfällen hier bleiben." rief Travin aus einer tiefen Ecke hinter einem Schrank. Harry wollte garnicht wissen, was er da alles hervorziehen könnte...
„Ähm, es tut mir leid, Herr Sturmfels, aber ich denke so wie wir in ihr Haus eingedrungen sind, ist es mehr als rechtens wenn wir einfach verschwinden ohne noch mehr ihrer kostbaren Zeit zu beanspruchen." Harry erkannte an ihrem förmlichen Ton dass sie sich immer noch an den Crucio erinnerte. Verdammt, hätte er Hermione damit getroffen wäre er jetzt tot.
„Herr Sturmfels? Erstens, sprich mich nicht mit Herr an, hört sich an als wär ich ein Geschäftsmann oder so. Zweitens, bevorzuge ich Stormkeep, ich hab das nur für euch übersetzt, heißt nicht als wenn ich so heißen würde. Oder sagst du zu Harry auch Harry Töpfer?" Sie schaute ihn verdutzt an. „Dacht ich's mir." Sie wollte das Wort ergreifen, doch Travin gab ihr keine Möglichkeit, zu sprechen.
„Und ich finde dass ihr den Rest eures Aufenthaltes ruhig hier verbringen könnt, seht es als eine Entschuldigung für das verunglückte Kennenlernen, wenn ihr so wollt." Hermione hat eine Augenbraue gehoben, und Harry spielte mit einem Knopfloch – er würde wohl das diplomatische Gefasel Hermione überlassen. Sie seufzte.
„Und wie, soll ich sie, oder dich, nennen? Meister Lampe?"
„Travin reicht. Oder Master Stormkeep. Oder Lord Travin. Oder Lord Stormkeep. Oder..."
„Ich denke, ich werde mir einen aussuchen können." sagte Hermione schnell, und warf die Zeitung auf den überlaufenden Mülleimer, und nur durch Glück oder höherer Physik blieb die Zeitung obenauf liegen.
Harry und Hermione bezogen Quartier im Gästezimmer, das neben dem Flur das einzig saubere Zimmer war. Es war simpel, ein Bett mitsamt Nachttisch, dass eigentlich nur für eine Person reichen würde, ein kleiner Schrank, nichtssagende Tapete und ein großes Fell auf dem Boden. Da der Kopf noch dran war, erkannte Harry sofort, dass es ein Eber gewesen war. Hermione hielt sich den Mund bei dem Anblick, aber überkam ihren Ekel und schüttelte nur den Kopf. Travin beobachtete dies und lachte.
„Hey, besser was warmes auf dem Boden haben, im Winter wird's hier ziemlich kalt." Hermione warf ihm nur einen abschätzigen Blick zu, doch er war auch gleich wieder verschwunden – er hatte seinen Gästen berichtet, dass er noch etwas für seinen Job vorbereiten müsse, denn er mysteriös als ein „Geheimnis" tituliert hatte.
„Naja, das wird wohl reichen, oder?"
„Denke ich mal – wir müssen ja nicht oft hier sein..." sagte Hermione, und näherte sich Harry verführerisch.
„Ach, und ich dachte, dass das was du mit mir vorhast normalerweise im Bett geschieht." Er grinste, und sie küsste ihn sacht bevor sie sprach.
„Normalerweise. Ich denke wir sind schon so weit, dass wir genug Betten gesehen haben..." Doch sie brach ab als Harry sie küsste. Nachdem er sie wieder freiließ war sie atemlos, und Harry sprach.
„Hmmm, viele Szenarien spielen sich mir vor, jede besser als die andere. Und keine beinhaltet ein Bett." Sie lächelte, legte ihren Arm um seinen Hals, und sagte, „so gefällt mir das," bevor sie sich komplett um ihn schlung und beide für die nächsten Minuten nicht ansprechbar waren.
„Hey, noch bin ich da!" Rief eine inzwischen als nervig empfundene Gestalt vom Nachbarraum. „Ich weiß genau was ihr tut!"
Harry verdrehte die Augen, richtete seine Hand auf die Tür, die sofort verschloss, und rief dann, „Was denn? Wir arbeiten und möchten nicht gestört werden!" Woraufhin Hermione mit ihrem Zauberstab einen Silencio auf den Raum wirkte, und die Beiden mit ihren Aktivitäten, die fern von Arbeit waren, weitermachen konnten.
„Genau, arbeiten. Und ich geh mit Viktor Krum auf ein Date." kicherte Travin und verschwand schließlich mit einer Drehung seines Umhangs, denn er sich für den dramatischen Effekt immer umschlang. Daraufhin war er verschwunden, seine Disapparation komplett lautlos.
Harry und Hermione hatten kurz nach Travins Verschwinden ihren Gedanken Taten folgen lassen, und ohne dass Harry wusste wo der Ort war, oder wie genau so ein Ort existieren konnte, befanden sie sich auf einer Sommerwiese, die bis auf Blumen, viel Gras und dem Baum, unter dem sie lagen, nichts beinhaltete. Vor ihnen ein idyllischer See, ein Picknickkorb vor ihnen, gefüllt mit Leckereien. Sie lagen unter einer großen Eiche, die die Sonne jedenfalls für diesen Bereich gut verdeckte. Harry und Hermione lagen eng aneinander geschlungen. Harry hatte Probleme ihre Bluse aufzubekommen, was vielleicht etwas damit zu tun haben könnte, dass sie zur gleichen Zeit seine Hose runterziehen wollte, und das Gewirr aus Armen war so im halbliegen doch relativ verwirrend – nachdem sie zum dritten Mal mit ihren Händen kollidiert waren, fing Harry ihren Blick, und lachte laut los.
„Was machen wir hier eigentlich? Wir haben alle Zeit der Welt, ein wunderschönes Picknick vor uns, und super Wetter. Warum verhalten wir uns wie pubertierende Jugendliche, die die Finger nicht voneinander lassen können?" Harry lehnte sich zurück, überzeugt davon, dass er jetzt einfach eine Runde entspannen würde. Doch Hermione kicherte.
„Nun, zu aller erst, wir sind Jugendliche, und Mister Erwachsen hier kann mir nicht erzählen, dass er das „die Finger nicht voneinander lassen" nicht genossen hat." Mit einem bedeutsamen Blick deutete sie auf die Beule in seiner Hose, und Harry wurde leicht rot, doch als sie auflachte, grinste er ebenso. Vom Moment gepackt, schnappte sich Harry Hermione und zog sie mit sich aufs Gras. Sie wehrte sich spielhaft, und so kullerten sie ein paar Meter durchs Gras, doch irgendwann stieß Harry an etwas hartes, kaltes.
„Hey, soweit ich mich erinnere hatte die Wiese keine Findlinge." Er rollte von Hermione runter, die sich umschaute, der Spaß so schnell zuende.
„Findelling? Fremder nicht wissen, wo er sich befindet, tsts." Als Harry sich aufrichtete, und die Welt, die nun wieder aussah, wie sie vor seinem Zauber war, erblickte, merkte er erst, dass eine Gestalt vor ihm stand, die so grässlich aussah, dass es Harry und Hermione kalt den Rücken runterlief.
Die Person war weit über 2 Meter groß, fast zu groß für einen Menschen, doch nicht ganz so groß wie Hagrid. Er hatte eine weite, graue Robe um sich geschlungen, doch der Kragen war befellt, ein schwarzes, schmutziges Fell. Die ganze Robe war durch und durch verschmutzt, wenn sie jedoch nicht zerschlissen aussah. Das Gesicht der auf dem Kopf kahlgeschorenen Gestalt war in eine hässliche Grimasse verzogen, als wäre der Ausdruck von Wut ihm eingebrannt worden. Ja, ihm, es war ein Er, das erkannte Harry nun, denn er bemerkte auch, dass die Gestalt unter dieser dicken Robe sehr muskulös sein musste. Um seinen Hals hing eine Kette, auf der mehrere Steine gleicher Größe hingen, einfache, gewöhnliche Steine. In seiner Hand hatte er einen Zauberstab, etwas zu lang für eine britische Variante, aber immer noch zu kurz für einen Langstab oder ähnlichem.
„Wer du sein, Junge? Sagen mir, Wer du sein!" Harry stotterte – das Auftreten, die Aussprache, das alles erinnerte ihn an einen Troll oder Oger, doch wahrscheinlich sprach dieser Mensch halt einfach nicht so gut Harrys Sprache – aber wer war er überhaupt? Ein Eremit? Harry versuchte sich wieder zu fassen, er dürfte nicht unvorbereitet sein. Harry wischte sich den Angstschweiß von der Stirn, und drehte den Kopf zu Hermione, die sich gerade erst erhoben hatte.
„Du! Du! Potter Junge!" jetzt zeigte der Hühne mit seiner freien Hand auf Harrys Stirn, und brüllte laut umher. Harry schüttelte nur den Kopf – er war also nun wirklich überall bekannt.
„Hey, ja ich bins, ist ja okay..." Versuchte Harry den Mann vom Brüllen abzubringen. Den ruinierten Moment wollte er jetzt nicht noch mit einem Presseaufkommen abschließen. Einfach hier weg, dachte Harry.
Als er seinen Gedanken in die Tat umsetzen wollte, und gerade nach Hermiones Hand griff, schnellte ebenso die Hand des Hühnen vor, die sich blitzschnell um Harrys Hals schloß, und zudrückte.
„Du gehen nirgendwo, Junge."
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So, ich hoffe dass diesmal keinerlei Probleme mit den Sonderzeichen sind. Ich entschuldige mich, ich hatte eigentlich vor das Kapitel innerhalb von 1-2 Wochen zu schaffen, aber World of Warcraft kam raus, und ... ihr versteht mich, oder:)
