Nächtlicher Tanz 8b.
Wie immer gehört mir Yugi, Seto und Co. nicht und wird es wohl auch nie. *seufz*
Aufgeschreckt wurde Seto als es an der Tür klingelte, so aus seinen Erinnerungen gerissen brauche er etwas um zu begreifen das er schon selber an die Tür musste um heraus zu finden der ihn jetzt noch Stören wollte, da er seinem Personal den Abend freigegeben hatte.
Fluchend rannte er von seinem Zimmer aus zur Eingangstür.
Mittlerweile war es 8.10 Uhr und die Hoffnung das Yugi noch kommen möge hatte er vollkommen aufgegeben.
Sodass er mit offenem Hemd die Tür aufriss, er wollte sich gerade umziehen um mal früh zu Bett gehen als es an eben besagter Tür klingelte, und fragte recht unfreundlich:
„Was!" bevor er sich auch nur einmal den Störenfried besah.
-Yugi-
7.10 Uhr Mist verfluchter, das darf jetzt einfach nicht sein.
Wieso kann dieser Idiot von einem LKW-Fahrer nicht aufpassen wo er fährt.
Seto wird mich nicht mit Freuden empfangen, nein er wird mich eher anschreien für mein zu spät kommen.
Yugi Yashimoto schien eindeutig keinen guten Tag zu haben. Erst hatte er sich, obwohl der Fahrtweg nur ein sehr kurzer war, wegen seiner Unaufmerksamkeit verfahren, aber das wäre ja noch gegangen, da er ein bisschen früher losgefahren war.
Doch gerade als er dachte er würde es noch rechtzeitig bewerkstelligen pünktlich zu sein, ereignete sich ein Unfall, sodass er im Stau feststeckte.
Eigentlich nicht so schlimm, im Zeitalter der Technik kein Problem, da jeder mindestens ein Handy besass.
Tja, Handys waren wirklich etwas sehr nützliches, vor allem wenn man sie zu Hause vergass.
Seto hätte alles Recht der Welt auf ihn wütend zu sein, denn wer war so vergesslich und unaufmerksam und vergass sein Handy zu Hause? (1)
7.45 Uhr
Endlich, endlich er war angekommen.
Das schlechte Gewissen Yugi's führte ihm vor seinem inneren Auge ein schreckliches Szenario nach dem anderen vor.
Dazu kam noch das Yugi's furcht sich nun alles bei seinem Schwarm verscherzt zu haben dazu, denn alle Lichter im Kaiba Haus waren scheinbar gelöscht und es wirkte wie ausgestorben.
Darum stand er auch noch vor der Tür und hatte noch nicht geläutet, er hatte ganz einfach schiss.
Doch Yugi erinnerte sich, als er so vor Seto Kaiba's Haustüre stand, an ein Versprechen. Das er sich vor Jahren selbst gegeben hatte.
´Er würde nicht feige sein, wenn er doch noch die Chance bekommen würde mit Seto zusammen zu kommen.`
Tief aufseufzend drückte Yugi die Klingel.
Nichts war zu hören.
Als er es aber ein zweites Mal versuchen wollte, wurde die Türe aufgerissen und ein ziemlich aufgebrachter Seto Kaiba, mit offenem Hemd(!), stand im Türbogen und blaffte ohne einmal hinzusehen ´Was!`.
-Seto-
Seto Kaiba hatte wirklich Pech.
Da hatte er schon mal ein „heisses Date" (2) und wurde versetzt.
Aber sich darüber seinem Selbstmitleid zu ergeben wurde ihm auch verwehrt, da man ihn ja unbedingt stören musste.
Na ja, lies er seinen Frust eben an anderen aus, wäre nicht das erste mal.
Aber dazu sollte es auch nicht kommen, denn er hatte sich doch noch dazu herabgelassen sein Opfer zu betrachten.
Und siehe da es war seine Verabredung.
Noch besser!
Da traf es wenigstens keinen Unschuldigen.
Doch bevor er so richtig loslegen konnte wurde er auch schon gestoppt von dem kleinen Häufchen unglückliches Elend das da vor seiner Türe stand und wohl alles an Mut, das es hatte und sich zu Wort meldete. (3)
„Warte bitte Seto! Ich weiss du hast allen Grund auf mich wütend zu sein, aber BITTE glaube mir ich kann alles aufklären. Das war alles ein dummer Unfall, bitte höre mich an bevor du anfängst mich an zu schreien! „
Zu ende hin wurden Yugi's Worte immer flehender und eindringlicher, aber zum Glück schien das bei Seto wenigstens etwas zu wirken.
Seto war doch ein bisschen erstaunt und berührt von dieser kleinen Rede die der Jüngere geführt hatte und beruhigte sich ein wenig.
„Nun gut, komm herein ich gebe dir genau 2 Minuten um mir zu erklären wieso du erst jetzt hier aufgetaucht bist und es auch nicht für nötig befunden zu hast mich anzurufen, um mit mitzuteilen das du mich versetzt."
-Yugi-
Als Seto einlenkte erleichterte Yugi ungemein, denn es sah zuvor nicht wirklich so aus das Seto ihn auch nur für eine Minute zu Wort kommen liesse, eigentlich unglaublich, aber er würde sein Glück nicht in Frage stellen, sondern einfach annehmen.
Darum legte er auch gleich mit seiner Erklärung los als sie im Wohnzimmer ankamen.
„Der Grund für mein zu spät kommen ist eigentlich ganz einfach: Ich wollte noch ein kleines Mitbringsel besorgen und nahm leider dann die falsche Strasse dadurch hatte ich mich verfahren und es leider erst viel zu spät gemerkt, als ich dann ,nach langem suchen, endlich wieder die richtige Strasse gefunden hatte ereignete sich ein Unfall der dafür sorgte das ich bis jetzt im Stau stand.
Und ich konnte dich darüber nicht informieren, weil ich mein Handy nicht bei mir hatte und ich grundsätzlich kein Autotelefon habe."
Mit seinem letzten Wort entwich ihm auch ein abgrundtiefer Seufzer, denn Seto hatte sich anscheinend soweit beruhigt das er im Glauben schenkte.
Das wiederum erleichterte Yugi, sodass er sich auch wieder auf andere Sachen konzentrieren konnte, vorzugsweise seines Gegenübers Oberkörper der von dem offenen Hemd nur ungenügend bedeckt wurde. (4)
-Seto-
Als Yugi anscheinend zum Ende seiner Erzählungen kam, musste Seto immer noch die ganze Zeit leicht seinen Kopf schütteln über solch eine Vergesslichkeit, aber er glaubte ihm. Denn es war so Yugi typisch das konnte nur wahr sein.
Typisch Yugi, das hat sich auch nicht über die letzten Jahre nicht verändert, immer verliert der die Peilung. Ich möchte mal wissen wieso das immer passiert.
Aber wenigstens ist er jetzt hier, vielleicht wird aus dem Abend ja doch noch was.
Seto hatte für sich entschlossen Fortunas Glück nicht in Frage zu stellen, sondern es einfach anzunehmen. Schliesslich wusste man nie wann sie einem wieder ihre Gunst entzog.
Und so fragte er seinen Gast:
„So wie soll es jetzt noch weiter gehen. Das Essen müsste nur wieder erhitzt werden, oder sollen wir ausgehen?
Was meinst du?"
„Hm?"
„Yugi ich hatte dich gefragt was du zu meinem Vorschlag meinst! Jetzt wundere ich mich gar nicht mehr darüber, dass du so spät gekommen bist.
Bist du auch wirklich sicher, das du nicht der warst der den Autounfall verursacht hat und nicht jemand anderes?
Die Belustigung war sehr gut in Seto's neckenden Worten wahrzunehmen.
„Entschuldige, welchen Vorschlag meintest du?"
Tomatenrot hatte Yugi nachfragen müssen.
Es war ihm total peinlich, dass er seines Gastgebers Worte nicht mitbekommen hatte, aber er war einfach zu abgelenkt, von der Sicht die er hatte, gewesen.
Ihr Götter! Bitte macht, dass er nicht bemerkt hat wo ich hingestarrt habe. Das wäre jetzt nicht zuträglich.
„Wo warst du jetzt wieder mit deinen Gedanken?
Aber nun gut, ich hatte dich gefragt ob du hier essen willst oder wir lieber Ausgehen?"
Ich frage mich wo der mit seinen Gedanken war, so rot wie er geworden ist.
Na ja, ich muss mich ja auch ein bisschen zusammen reissen, wenn ich auch glaube nicht aus denselben Gründen wie er.
Er sieht nun einmal extrem süss und attraktiv aus mit seinen roten Wangen.
„Wenn es dir nichts aus macht möchte ich lieber hier essen, als in einem Restaurant.
Aber was genau hattest du ursprünglich geplant?"
„Ich hatte Italienisch geplant und wie müssen das Essen nur wieder im Backofen aufwärmen das ist alles, da ich den Rest schon bereit habe, auch wenn es jetzt nicht danach aussieht.
Wenn wir zusammen arbeiten ist alles in wenigen Minuten getan.
Komm!"
Auffordernd blickte der ältere den anderen an und wandte sich in Richtung Küche, um doch noch alles noch mal vorzubereiten, wissend das der andere ihm folgen würde.
-Ortsprung-
„Hallo Hündchen, du bist spät!"
Die tiefe Stimme die den Blondhaarigen begrüsste klang leicht verärgert.
„Entschuldige bitte, aber leider steckte ich in einem Stau, verursacht von einem Lastwagen Unfall, fest."
Entschuldigend blickte Joey seine älteres Gegenüber an, hoffend der andere wäre nicht zu verärgert über sein zu spät kommen.
„Ich hoffe doch dir ist nicht geschehen!"
Nun klang der ältere doch eher besorgt und sein Ärger war verflogen.
Nein, nein, nichts der gleichen. Nur ein wenig entnervt da ich einen riesigen Umweg fahren musste. Wieso achten diese Lastwagen Fahrer auch nie auf sich selbst und ihre Umwelt beim fahren. (5)
„Komm lass doch, so schlimm ist es doch auch wieder nicht."
Besänftigend streckte Pegasus seine Hand aus und strich Joey zärtlich über dessen Finger. Ein verhalten, dass man sonst niemals von ihm erwartet hätte, aber wenn es um die die ihm nahe standen ging war er noch zu ganz anderen Sachen fähig.
- andere Perspektive-
„Sieh an, sieh an, wen haben wir den da? Den blonden Köter und unseren Gedankenleser."
„Wie seltsam, was denkst du Marik, sollen wir noch ein wenig in Domino City bleiben?
Ich habe so das Gefühl es könnte noch interessant werden hier."
„Du hast recht Bakura, verlängern wir unseren Aufenthalt hier."
(1) Bitte nicht böse sein, aber ich verstehe die Handy Manie einfach nicht. Auch wenn so ein Ding manchmal schon praktisch ist.
(2) Wünsche darf man(n) doch haben. *bg*
(3) Selbsttäuschung ist schön, nicht Seto-chan?
(4) Stellt euch das einfach bildlich vor. Ein halbnackter Seto und ein fast sabbernder Yugi.
(5) Das ist nicht vollkommen ernst gemeint, und soll auch kein Angriff auf LKW Fahrer sein, ich brauchte einfach etwas das ich als Aufhänger nutzen konnte. Sorry an alle LKW Fahrer da draussen die ich beleidigt haben sollte und das hier lesen.
Ende für heute.
Ich hoffe es ist nicht so schlecht geworden wie ich denke es ist. Aber nach dem ich einen *dezenten* Zaunpfahl Wink bekommen habe will ich euch nicht mehr länger warten lassen.
Auch wenn ich immer noch nicht zufrieden mit dem Kapitel bin.
white_Sin
