A/N: So, hier ist jetzt das nächste Kapitel! Bevor ihr jetzt anfangt zu lesen, wollte ich noch schnell eines loswerden: Jessy! Wo bist du? Gibt es dich noch? Mach mir langsam Sorgen um dich! Wenn du noch da bist, gib bitte irgendein Lebenszeichen von dir, okay?
So, nun aber viel Spaß!
Teil I
Kapitel 8: Nur normal
Es war ein schöner Sommertag Mitte Juli. Mit der Sonne, die ihre warmen Strahlen zur Erde schickte, und den singenden Vögeln in den Ästen, schien alles friedlich und idyllisch zu sein – zumindest zu der außenstehenden Welt. Niemand schien zu wissen, zu erkennen oder sogar zu vermuten, dass es durchaus möglich war, dass in wenigen Minuten – oder generell innerhalb weniger Minuten – der Teufel los sein könnte, was ganz bestimmt dieses Bild der perfekten Harmonie innerhalb von Sekunden zerstören würde...
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Sie schlich leise auf Zehenspitzen durch das kleine Wäldchen, das zu dem großen Gelände gehörte, vorsichtig, um nicht auf einen Zweig zu treten oder ein Geräusch zu verursachen, das sie verraten konnte. Sie waren in der Nähe und sie schwor sich, sie würde sie dieses Mal kriegen. Sie lächelte und ihre großen blauen Augen funkelten vor Erwartung. All die anderen Male hatten sie sie ausgetrickst, indem sie ihre Kräfte zu ihrem Vorteil genutzt hatten.
Ein leises Rascheln kam von einem Busch vor ihr, gefolgt von einigen Geräuschen, die definitiv nicht zu einem Tier gehörten. Das Lächeln auf ihrem Gesicht wurde breiter. Hab ich euch!
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Die zwei kleinen Jungs saßen hinter besagtem Busch und versuchten sich ihr Gekicher zu verkneifen. Doch sie waren nicht ganz erfolgreich. Die ganze Situation war einfach zu lustig. Zumindest für sie. Verstecken spielen war immer lustig, besonders wenn sie diejenigen waren, die sich versteckten. Die zwei Jungs schauten sich an, wobei der schwarzhaarige ein breites Grinsen auf seinem Gesicht hatte und sein Freund mit den lavendelfarbigen Haaren hämisch grinste; seine blauen Augen funkelten schelmisch. Egal wie leise sie war, sie konnten sie immer entdecken. Ihre Unfähigkeit ihr Ki zu unterdrücken war gewöhnlich zu ihrem Vorteil, genauso wie dieses Mal.
Der Junge mit dem lavendelfarbigen Haar hob seine rechte Hand und zählte schweigend von fünf zu null herunter. In genau dem Moment, in dem er seinen letzten Finger einklappte, erschien ein Schatten über sie, gefolgt von einem Mädchen, das rief: „Gefunden!"
Zu der Zeit, als das Mädchen durch den Busch sprang, bereit zumindest einen der Jungs zu packen, waren sie schon verschwunden. Da sie zur Vorbereitung von ihrem Angriff schon viel zu viel Geschwindigkeit gesammelt hatte, stolperte sie und konnte sich nicht mehr abfangen, bevor sie stürzte – direkt in eine Schlammpfütze. Mit einem finsteren Blick auf ihrem Gesicht setzte sie sich wieder auf, nur um die zwei Jungs vor sich landen zu sehen. Der lavendelhaarige Junge hatte seine Arme vor seiner Brust verschränkt und grinste auf das Mädchen hinunter, während der andere einen Ausdruck auf seinem Gesicht hatte, der Bedauern ähnelte. „Hey Schwesterherz, geht es dir gut?", fragte er.
Doch sie sagte nichts. Sie schaute ihn nur an; ihre Unterlippe zitterte, obwohl der finstere Blick auf ihrem Gesicht blieb. Sie blinzelte mehrmals in der Hoffnung die salzige Flüssigkeit zurückzuhalten, die drohte zu fallen. Sie wollte nicht, dass sie sie weinen sahen. Es war schon schlimm genug, dass sie ihr immer so weit voraus waren, dass ihre eigene Kraft ihrer nicht einmal nahe kam, dass sie schwach war – dass sie einfach nur... normal war. Sie schniefte einmal, bevor sie mit gebeugtem Kopf und fest geballten Fäusten an ihren Seiten aufstand. Ihre Klamotten sahen grässlich aus – ihre einst roten Sneaker waren schmutzig braun und ihre schwarzen Shorts und ihr weißes T-Shirt waren mit Schlamm befleckt, genauso wie ihr Gesicht und ihr blondes Haar.
„Jenny?", fragte der andere Junge, der plötzlich nicht mehr so selbstgefällig aussah.
„Nicht fair…", murmelte Jenny und schaute dann wieder auf; ihre blauen Augen glänzten mit ungeweinten Tränen. „Nicht fair!" Dieses Mal schrie sie, als sie sich an den Jungs vorbeischob und durch den kleinen Wald zurück zum Haus rannte.
„Wohin willste, Goten?", fragte der lavendelhaarige Junge seinen Freund, als dieser sich umdrehte um hinter ihr herzulaufen.
„Ihr nach..."
„Warum?"
„Schau, Trunks... Ich glaube, dieses Mal ham wir sie wirklich wütend gemacht. Ich will 'tschuldigung sagen", sagte Goten und man konnte sowohl in seinen Augen sehen, wie auch in seiner Stimme hören, dass er wirklich den Streich, den sie seiner Schwester gespielt hatten, bereute.
Trunks schnaubte. „Tu was du willst. Aber ich fand's lustig." Mit einem Kopfschütteln und seinen Armen über seiner Brust verschränkt, folgte er dem anderen Jungen.
Goten holte Jenny im Hinterhof ein und legte sanft eine Hand auf ihre Schulter. „Schwesterchen..."
„Hau ab!", schrie sie und drehte sich zu ihm um. Gotens Gewissenbisse wurden sogar noch schlimmer, als er sie weinen sah. Sie hatte noch nie geweint, wenn sie sich über sie lustig machten. „Ihr habt geschummelt. Ihr schummelt immer!"
„Haben wir nicht", witzelte Trunks, der nun wenige Meter hinter Goten und Jenny stand.
Knurrend ging Jenny auf ihn zu und stach mit ihrem Finger in seine Brust. „Habt ihr doch!"
„Nicht!"
„Doch!"
„Nicht!"
„Doch!"
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Im Haus im ersten Stock saß stöhnte ein schwarzhaariger Teenager, als er den Streit durch sein offenes Fenster hörte. Er wollte nur seine Aufgaben erledigen und dann später vielleicht Piccolo einen Besuch abstatten. Aber er hätte wissen sollen, dass es nicht so kommen sollte. In den letzten Jahren hatte er gelernt, dass sie, oder zumindest Jenny und Trunks, nie eine Woche ohne einen Streit überstanden. Und die letzten paar Tage waren für seinen Geschmack zu ruhig gewesen. Normalerweise stritten sie sich über etwas, das Trunks über sie gesagt hatte, oder wenn er und Goten ihr wieder einen Streich gespielt hatten, indem sie ihre Kräfte benutzten. Er wusste, dass Goten nur mitmachte, weil Trunks sein bester Freund war und es tat ihm hinterher immer Leid, doch Trunks hatte zu viele Gene von Vegeta in seinem Körper um damit aufzuhören, ihr Streiche zu spielen. Und, nun, Jenny... Sie war viel zu stolz und dickköpfig – er hatte keine Ahnung, woher sie das hatte; es konnte nicht in ihren Genen liegen, da weder er noch Goten so waren – und gerade deshalb schienen die beiden dazu prädestiniert zu sein miteinander zu streiten und er fragte sich manchmal, ob sie jemals Freunde werden würden.
Er schüttelte seinen Kopf. Sie waren vier – in Trunks Fall fünf – Jahre alt und hatten noch ihr ganzes Leben vor sich. Eines Tages würden sie alt genug sein um zu sehen, wie dumm ihre Streitereien waren und dann würden sie Freunde werden.
„Nicht!"
„Doch!"
„Nicht!"
Er seufzte und fuhr mit einer Hand durch sein dickes und kurzes schwarzes Haar. Nun, Bulma war in ihrem Labor und bastelte vor sich hin und Vegeta war im Gravitationsraum – nicht dass er sich um die Kinder kümmerte – deshalb war er der einzige, der diesem Streit ein Ende setzen und vielleicht sogar herausfinden konnte, worum es ging. Es legte seinen Stift auf seinen Schreibtisch, schloss sein Aufgabenbuch und ging zu dem offenen Fenster. Er kletterte hinaus – etwas, dass Bulma nicht gerne sah, da sie immer wieder zu ihnen sagte, sie sollten wie normale Menschen die Tür benutzen – und schwebte langsam zu Boden.
„Doch!"
„Ni—"
„Hey, was ist hier los?", wollte er wissen; seine Stimme war streng geworden, als er die Kleidung seiner Schwester und die Tränen, die an ihren Wangen herunterliefen, sah.
Beide Jungs zuckten zusammen, als sie diese Stimme hörten, und Jenny lief sofort auf ihn zu und begrub ihr Gesicht in der Hose des großen Jungen. „Gohan", weinte sie. „Sie-sie haben geschummelt. Sie haben mich ausgetrickst und ich bin hingefallen. Ich hasse sie!"
Gohan warf den Jungs einen scharfen Blick zu. „Ist das wahr?"
„Es war Trunks Idee", platzte es Goten schnell heraus.
„Halt den Mund!", zischte der andere Junge und schlug ihn gegen den Hinterkopf.
„Wieso? Es ist doch wahr, Trunks. Du hast gesagt, du willst ihr einen Streich spielen und deshalb haben wir uns direkt vor der Pfütze versteckt und…"
„Aber du hast trotzdem mitgemacht", stellte Gohan fest und sein jüngerer Bruder senkte sofort seinen Kopf.
„Tut mir Leid..."
„Das sollte es auch. Was ist mit dir, Trunks?" Der andere Junge verschränkte seine Arme vor seiner Brust und wandte seinen Kopf ab. Gohan seufzte. „Trunks."
Trunks rollte mit den Augen, sagte jedoch schließlich: „'tschuldigung. Wird nicht noch mal passieren."
„Das hoffe ich auch. Nun geht auf euer Zimmer. Ich komm später zu euch." Die Jungs wollten etwas sagen, doch Gohan schnitt ihnen mit einem Handwink das Wort ab. „Geht."
Trunks warf Goten einen finsteren Blick zu und ging dann schmollend zu der Tür. Bevor Goten ihm folgte, schaute er zurück. „Es tut mir wirklich Leid, Schwesterchen..."
Gohan blickte ihnen nach und als sie verschwunden waren, kniete er sich vor Jenny hin und legte beide Hände auf ihre Schultern. „Und nun werden wir dich erst mal saubermachen, okay?"
Sie nickte noch immer schniefend und dann nahm Gohan sie in seine Arme, bevor er mit ihr in sein Zimmer flog. Zusammen gingen sie in sein privates Badezimmer und er setzte sie auf den Toilettendeckel. Jenny schaute nicht einmal auf und sie hickste noch immer ein wenig. Erst als sie laufendes Wasser hörte, hob sie ihren Kopf um zu sehen, wie ihr Bruder die Badewanne füllte.
„Hey", sagte Gohan sanft, als er die roten und geschwollenen Augen seiner Schwester sah. „Willste mir nicht erzählen, was sie getan haben, um dich zum weinen zu bringen?" Ihr Gesicht wurde rot, aber mehr durch Verlegenheit, dass sie es erlaubt hatte, wie Vegeta es zu sagen pflegte, vor den Jungen Schwäche zu zeigen, als aus Wut, und sie schüttelte wild ihren Kopf. Gohan runzelte seine Stirn und fing an, ihre Schnürsenkel aufzumachen und ihr die Schuhe auszuziehen. „Komm schon, Schwesterherz. Ich weiß, dass du und Trunks euch nicht so gut versteht, aber du hast noch nie vorher geweint..."
„Es ist nicht fair...", murmelte sie.
„Was ist nicht fair?" Er stellte ihre Sneaker beseite und zog nun das T-Shirt über ihren Kopf.
„Sie gewinnen immer. Sie sind immer besser als ich. Sie sind viel stärker, schneller und sie können es fühlen, wenn ich in der Nähe bin, nur weil sie Saiyajins sind und ich nur normal bin. Ich hasse das. Ich will auch diese Kräfte haben!"
Die Falten in Gohans Stirn wurden tiefer, als er ihr von dem Deckel herunterhalf und ihre Shorts und Schlüpfer herunterzog, bevor er sie in die Badewanne setzte. Er drehte den Hahn zu und nahm etwas Shampoo um den Schlamm aus ihren Haaren zu waschen.
Das war also ihr Problem. Sie hasste es, normal zu sein, etwas, nach dem er sich immer gesehnt hatte. Ein normales Leben, ohne zu kämpfen um die Erde zu beschützen, ohne sich darum Sorgen zu machen, anders zu sein.
„Hey, woran denkste?", fragte Jenny, als sie den entfernten und bedächtigen Blick in den Augen ihres Bruders sah.
„Nichts", antwortete er und zwang ein Lächeln auf sein Gesicht. Doch vielleicht war gerade das es. Sie wollte nicht anders sein, genauso wie er. Nur dass es andersherum war. Vielleicht war das Normalsein zwischen vier Saiyajins das, was sie anders machte. Genauso wie er immer normal sein wollte, um zu anderen zu passen, wollte seine Schwester ein Saiyajin sein, um zu ihrer Familie zu passen. „Jenny?"
„Jaah?"
„Ich glaube, ich weiß, was du meinst... und mach dir keine Sorgen. Ich werde mit Goten und Trunks über ihre Verhalten sprechen." Er massierte sanft das Shampoo in ihre Haare und nachdem er es ausgespült hatte, ließ er sie noch ein paar weitere Minuten in der Wanne sitzen, während er ihre schmutzige Kleidung aufsammelte und sie in den Wäschekorb tat. Nachdem er das getan hatte, drehte er sich zu ihr um. „Mmh, ich glaube, du brauchst ein paar saubere Klamotten. Kannst du ein paar Minuten alleine bleiben, während ich losgehe und dir welche hole?"
Diese Fragte brachte einen düsteren Blick auf das Gesicht des Mädchens und sie verschränkte ihre Arme vor der Brust. „Natürlich. Bin doch kein kleines Kind mehr."
Der Teenager lachte und zerraufte ihr nasses Haar. "Natürlich bist du keins."
Noch immer lächelnd verließ er sein Zimmer und ging in das neben seinem – das Zimmer der Zwillinge und Trunks. Nach etwa zwei Jahren, als die Zwillinge zwei und Trunks drei Jahre alt gewesen waren, hatte Bulma die Wand zwischen die zwei Zimmern der Kinder einreißen lassen, damit sie sich ‚näher kommen' würden, wie sie es gesagt hatte. Doch Gohan zweifelte irgendwie daran, dass ihr Plan bis jetzt funktioniert hatte. Natürlich, Goten und Trunks waren beste Freunde, doch Jenny und Trunks waren wie Feuer und Wasser – wenn man sie zusammenbringt, entsteht eine Menge Dampf. Als er die Tür öffnete, blieben zwei Augenpaare sofort auf ihm ruhen und beobachteten jede kleinste seiner Bewegungen, als ob sie das schlimmste erwarteten. Doch Gohan ignorierte sie einfach. Er würde sich später um sie kümmern, sobald Jenny sauber und trocken war.
Er kehrte nicht einmal ein paar Minuten später in sein Zimmer zurück, nachdem er neue Unterwäsche, Shorts und ein T-Shirt geholt hatte, und fand seine kleine Schwester auf seinem Bett sitzen, eingewickelt in einem seiner großen und flauschigen Handtücher. „Hey, schon fertig?"
Jenny zuckte mit den Schultern. „Mir war langweilig."
„Ich verstehe." Gohan setzte sich neben sie auf das Bett und gab ihr die Kleidung. „So, willst du dich jetzt anziehen, damit wir vielleicht hinterher etwas spielen können?"
Ihre Augen leuchteten sofort auf, nachdem ihr Bruder ihr das angeboten hatte und sie nickte mit einem riesigen Grinsen auf ihrem Gesicht. Sie sprang schnell vom Bett und zog sich an. Sie war gerade fertig und wollte die Hand ihres Bruders nehmen, als ein Ruf durch das Haus hallte.
„Bälger! Kommt runter!"
Gohan seufzte und schaute seine Schwester mit einem traurigen Blick in seinen Augen an, als er auch bemerkte, dass das Grinsen von ihrem Gesicht verschwunden war. Beide wusste, was so ein Ruf normalerweise bedeutete. Vegeta wollte mit seinem Sohn und den Bälgern von Kakarotto, die noch zum Trainieren nützlich waren, trainieren. Und das schloss Jenny aus, wie Vegeta es das eine Mal klar gemacht hatte, als sie ihn gefragt hatte, ob sie ihm ihnen trainieren konnte. Wörter wie ‚schwach' und ‚erbärmlich' rangen noch immer in ihren Ohren und sie hatte an diesem Tag erfahren, dass sie wahrscheinlich nie ein Kämpfer sein würde.
„Du solltest gehen", sagte Jenny zu ihm, enttäuscht.
Gohan kniete sich wieder vor ihr hin und legte seine Hände auf ihre Schultern. „Nein. Ich habe dir versprochen mit dir zu spielen und ich habe vor, mein Versprechen zu halten."
„Aber willst du Goten und Trunks wirklich alleine mit Vegeta trainieren lassen? Was, wenn er sie verletzt?"
„Ich dachte, du hasst sie", fragte Gohan mit einem leisen Grinsen auf seinem Gesicht.
Wieder zuckte das Mädchen mit den Schultern. „Im Moment tu ich das, aber ich will nicht, dass sie sich wehtun. Du solltest wirklich gehen, nur für alle Fälle."
Der Teenager seufzte. „Okay... wenn du wirklich willst, dass ich gehe. Aber ich will dich hier nicht ganz alleine lassen. Vielleicht solltest du zu Bulma gehen und ihr ein wenig im Labor helfen, okay?"
Jenny nickte und ging zusammen mit ihrem Bruder in den Flur, wo sich ihre Wege trennten.
Während Gohan die Treppen hinunter ging, bummelte Jenny durch die vielen Gänge von Capsule Corporation bis sie vor einer Tür stehen blieb, an der ein Schild mit der Aufschrift ‚Labor – Kein Zutritt' hing. Sie streckte ihren Arm zu einer kleinen Bedientastatur hoch und tippte einen Code ein, der die Tür öffnete. Sobald sie eingetreten war, schob sich die Tür hinter ihr wieder zu und sie schaute sich um, bis sie Bulma an einer ihrer Maschinen arbeiteten sah. Ihr Gesicht erhellte sich. Obwohl sie nur vier Jahre alt war, liebte sie es Zeit im Labor zu verbringen, genauso wie sie es liebte, Zeit mit ihrem älteren Bruder zu verbringen. Bulma erlaubte es ihr immer zu helfen und sie konnte Stunden damit verbringen, mit ein paar Werkzeugen zu basteln. Pfeifend ging sie auf die Frau zu, die das nächste war, was sie als Mutter hatte.
Als sie jemanden pfeifen hörte, schaute Bulma auf und lächelte, als sie Jenny auf sich zukommen sah. „Hey Jenny. Was ist los?"
„Vegeta trainiert mit den anderen...", erzählte Jenny und Bulma konnte in der Stimme des Mädchens hören, dass sie traurig darüber war, nicht mit ihnen trainieren zu können.
„Nun denn. Willste mir hiermit helfen? Und danach können wir für die Jungs ein paar Kekse backen. Wie klingt das?"
„Klingt großartig!", zwitscherte Jenny.
Ein paar Stunden später saß Jenny vor dem Backofen und wartete begierig darauf, dass der Rest der Schokokekse fertig wurde. Die Schüssel auf dem Küchentisch war schon fast voll, doch Bulma erlaubte ihr es erst, einen zu probieren, wenn auch die letzten fertig waren. Und etwa eine Minute später piepste die Eieruhr, was bedeutete, dass es endlich soweit war. Sie sprang von einem Bein auf das andere und leckte sich ihre Lippen; ihr lief alleine schon bei dem Geruch das Wasser im Mund zusammen. „Darf ich? Darf ich?"
Bulma lächelte und gab ihr einen der noch warmen Kekse. Die Frau war froh, dass sie geschafft hatte, das Mädchen aufzuheitern. Sie war wahrscheinlich die einzige, die das Problem des Mädchens besser als alle anderen verstehen konnte. Unter den Z-Kriegern war sie immer und ist auch noch immer die schwächste, doch zumindest konnte sie ihnen mit ihrer Technologie helfen, etwas, mit dem Jenny ihnen wahrscheinlich auch helfen konnte, wenn sie älter war.
Sie sah, wie das Mädchen sie angrinste, ein Blick, der ihr definitiv sagte, dass die Kekse gut waren. Nun, Bulma war nicht dafür bekannt, die beste Köchin zu sein, doch da sie vier Halbsaiyajins erziehen und einen vollblütigen Saiyajin füttern musste, musste sie einfach ein paar Kochkünste lernen – und wenn es auch nur die Kekse waren, die sie alle mochten. „Nun, sollen wir ihnen jetzt einen Teller bringen? Ich bin mir sicher, sie sind schon am Verhungern."
„Natürlich!" Jenny nahm Bulma den mit Keksen gefüllten Teller ab und verließ dann, gefolgt von der älteren Frau, die Küche.
Sie mussten einmal um das Haus herumlaufen bis sie sie im Hinterhof fanden. Vegeta und Gohan kämpften miteinander, genauso wie die zwei Jungs, die sich mit Ki-Strahlen beschossen. Jenny, die noch immer vor Bulma stand, und Bulma selbst hielten an, um ihnen ein wenig zuzuschauen. Goten hatte gerade ein – für sie – kleines Kamehameha, das einen Menschen töten, oder zumindest sehr schwer verbrennen könnte, auf Trunks abgeschossen, der es ohne Probleme abwehrte.
Der ältere Junge wollte gerade einen Gegenangriff vorbereiten, als er sah, wie sich Gotens Augen weiteten. Er drehte sich um, nur um zu sehen, wie der Ki-Strahl, den er gerade abgewehrt hatte, direkt auf Jenny und seine Mutter zuflog. Ein ängstliches „Mom!" entkam seinen Lippen, was schnell die Aufmerksamkeit der anderen erlangte, doch es war zu spät. Im gleichen Moment, als sie den Ki-Strahl bemerkten, war es schon zu spät, ihm auszuweichen oder für einen der anderen ihn abzuwehren, und nur eine Sekunde später konnte man über das gesamte Gelände eine ohrenbetäubende Explosion hören.
