Zuvor:
„Über was denkst du nach? Du kannst mir alles sagen oder fragen."
„Ich weiß, dass wir uns erst vor ein paar Stunden. Wegen dem Vampirgift in deinem Körper müssen wir aber darüber sprechen. Deine Transformation hat schon angefangen. Möchtest du zu so einem Vampir werden?"
„Nein, nicht mehr. Als ich mit Edward zusammen war, wollte ich, dass er mich verwandelt. Er hat sich aber immer geweigert. Jetzt will ich das nicht mehr."
„Mein Blut konnte das Gift erstmals in Schach halten, aber wir wissen nicht wie lange oder ob du davon befreit werden kannst. Deswegen wollte ich dich fragen, ob ich dich verwandeln soll. Möchtest du zu einem von uns werden und mit mir die Ewigkeit verbringen." Ich schaue ihr flehend in die Augen.
„Natürlich, will ich. Ich möchte für immer bei dir bleiben und ich möchte so schnell wie möglich verwandelt werden, nicht dass es zu spät ist."
„Danke, meine Süße. Wir wäre es in den nächsten zwei bis drei Tagen? Ich muss vorher noch ein paar Sachen organisieren."
„Hört sich gut an."
Perspektive: Bella
„Ich habe dir vorhin die Blutverbindung erklärt. Da sind noch mehr Aspekte, die ich dir erklären muss. Momentan haben wir eine temporäre und einseitige Verbindung. Wenn wir gegenseitig Blut austauschen, wird sich die Verbindung ändern. Wir würden beide die Gefühle des anderen wahrnehmen und in einem gewissen Maß beeinflussen können. Des Weiteren besteht nicht mehr die Möglichkeit, dass ich dich manipuliere. Nach dreimaligem Bluttausch, wird die Blutverbindung permanent. Durch die Blutverbindung wird auch die Libido erhöht. Du könntest also Sex-Träume von mir haben." Er grins mich an und zwinkert mir zu.
Ich neige meinen Kopf zur Seite und sage, „Bitte, trink von mir. Ich möchte eine Blutverbindung mit dir. Ich möchte dich auch fühlen können." Er fährt sanft mit einem Finger über meinen Nacken.
„Meine kleine Verführerin, bist du dir sicher?"
„Ja, bin ich. Ich möchte ab jetzt die einzige Person sein, von der du Blut trinkst." Ich könnte einfach nicht ertragen, wenn er von anderen Frauen trinkt.
Ich spüre seine Zunge an meinem Nacken. „Ok. Es ist besser, wenn du mit dem Rücken zu mir sitzt." Ich setze mich wieder zwischen seine Beine. „Damit keine Wunde zurückbleibt, solltest du auch von mir trinken." Er beißt in sein Handgelenk und hebt es an meine Lippen. Ich trinke sein Blut. Seine Fangzähne bohren sich in meinen Nacken.
Ich stöhne auf. In meinem Unterleib breitet sich angenehme Wärme aus und ich werde feucht. Ich fühle mich ekstatisch. Langsam bildet sich die Blutverbindung und ich kann seine Gefühle spüren. Lust, sehr viel Lust. Jetzt bemerke ich auch, dass sein steifer Schwanz an meinen unteren Rücken drückt. Ich reibe mich an ihm. Er hört auf zu trinken und entzieht mir sein Handgelenk. Er packt mich an den Hüften und plötzlich sitze ich wieder ihm zugewandt auf seinen Schoß. Er küsst mich leidenschaftlich und schiebt seine Zunge in meinen Mund. Er stöhnt in meinen Mund. Er bewegt seine Hüften auf und ab und reibt seinen Schwanz an mir. Ich bewege meine Hüfte und presse mich an ihn. Seine Hände gleiten zu meinem Arsch und massieren ihn. Meine Hände gleiten sanft über seinen Oberkörper. Stöhnend, küsse und lecke ich seinen Oberkörper. Ich nehme eine Brustwarze in den Mund und knabbere sanft an ihr. Godric stöhnt auf und seine Hüftbewegungen werden schneller. Ich passe meine Geschwindigkeit an. Wir brauchen beide Erlösung.
Godric schiebt eine Hand unter mein Shirt und schaut mich fragend an. Ich nicke. Er reißt das Shirt von meinem Körper. Er lässt seine Hand über meinen Oberkörper zum BH gleiten und reißt auch diesen in Stücke. Ich lasse meinen Kopf zurückfallen und strecke meinen Rücken durch. Er küsst und leckt über meinen Oberkörper. „Godric... weiter.", stöhne ich. Ich spüre ihn grinsen. Er wendet sich meiner linken Brust zu. Er fährt mit seiner Zunge am Nippel entlang und beißt dann sanft zu. Ich fahre mit meinen Fingernägeln über seinen Rücken. Er stöhnt. Er leckt weiter und wendet sich meiner rechten Brust zu. Wie zuvor leckt er um meine Brustwarze und beißt dann hinein. Ich komme und schreie, „Godric" Ich kratze über seinen Rücken und er kommt direkt nach mir, „Bella".
Ich sinke an seine Brust atemlos. Er schließt die Arme um mich und streichelt über meinen Rücken. Ich genieße die Berührung und entspanne mich. Nach ein paar Minuten, legt Godric einen Finger unter mein Kinn und hebt meinen Kopf an. Er küsst mich und sagt, „Es ist spät. Lass uns duschen gehen. Dann sollten wir schlafen." Er nimmt mich in die Arme und steht auf. Mit Vampirgeschwindigkeit bewegt er uns ins Bad. Dort setzt er mich ab. Er entkleidet erst mich und dann sich selbst. Dann führt er mich in die große Regenschauerdusche. Mit jemand anderem wäre ich schüchtern gewesen, aber Godric zeigt mit kleinen Berührungen und seinen Blicken, dass ich wunderschön und begehrenswert bin. Ich schalte mein Gehirn ab und lass mich von meinen Instinkten leiten. Als er nackt vor mir steht schlucke ich. Er ist einfach verdammt heiß.
Godric schaltet das Wasser an. Er wäscht mit einem Schwamm liebevoll meinen ganzen Körper. Es ist nichts Erotisches dabei, er möchte sich um mich kümmern. Ich schließe meine Augen und genieße die Behandlung. Als er fertig ist, nehme ich den Schwamm und lasse ihm die gleiche Behandlung zuteil werden. Ich lasse mir Zeit und erforsche seine ganzen Körper. Zwischendrin fängt er wieder an zu schnurren. Als ich fertig bin, führt er mich aus der Dusche. Er nimmt ein Handtusch und trocknet mich sanft ab. Danach trocknet er sich selbst ab. Er nimmt mich wieder in die Arme und trägt mich in die Ankleide. Er zieht sich ein paar Shorts an. Ich schnappe mir ein Shirt von ihm und grinse ihn an. Ich ziehe es mir an und gehe Richtung Bett.
Perspektive: Godric
Ich muss schlucken. Diese kleine Verführerin. Sie hat nur ein Shirt an, keine Unterwäsche. Bevor sie die Tür zum Schlafzimmer erreicht, bin ich hinter hier. Ich schnappe sie und trage sie zum Bett. Ich lege sie sanft ins Bett und lege mich neben sie. Sie rollt sich auf die Seite und legt den Kopf auf meine Brust. Ich schlinge einen Arm um sie und presse sie an mich. Mit meiner Hand streichle ich ihren Rücken. Kurz darauf ist sie eingeschlafen. Ich lasse mir die Geschehnisse durch den Kopf gehen. Wow, wer hätte gedacht, was heute alles passiert. Es ist kurz vor Sonnenaufgang. Ich sollte Eric anrufen. Ich winde mich unter ihr heraus und lege ein Kissen unter ihren Kopf. Ich schnappe mein Handy und gehe in mein Büro.
Ich wähle Erics Nummer. Er nimmt nach dem ersten Klingeln ab. „Hallo Godric."
„Hallo Eric."
„Was war heute los? Ich habe schon seit Jahrzehnten nicht mehr so viel von dir gespürt."
„Es war heute eine interessante Nacht. Ich habe heute meine Seelenverwandte gefunden. Sie ist eine kleine wunderbare Menschenfrau."
„Was ein Mensch? Wow. Bist du dir sicher?"
„Ja, auf jeden Fall. Es ist so, wie ich es dir erklärt habe. Alles an ihr zieht mich an, ihr Aussehen und ihr Geruch. Als wir uns in die Augen geschaut haben, ist die Welt stehen geblieben. Nachdem Blickkontakt hat sich ein Zug in meiner Brust gebildet, der in ihrer Richtung wies. Und als wir uns berührt haben, habe ich ein Funken gespürt. Die Funken haben sich wie ein elektrischer Schlag angefühlt. Ich habe so etwas nie erlebt. Sie ist das liebreizende und wunderschönste Geschöpf, das ich je gesehen habe. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen und das nach wenigen Stunden."
„Wow, ganz langsam. So habe ich dich noch nie gehört. Wann kann ich sie kennen lernen? Mich interessiert die kleine, die dein Herz so schnell erobern konnte."
„Kannst du heute schon nach Dallas kommen? Es gibt noch ein paar Probleme aus ihrer Vergangenheit, um die ich mich kümmern muss. Ich könnte deine Hilfe gebrauchen."
„Ja, kein Problem. Ich fliege heute Abend direkt los. Was für Probleme?"
„Ich habe dir mal erklärt, dass es noch andere Vampire, die durch ein fehlgeschlagenes Experiment erstellt wurden, existieren. Bella hatte eine Beziehung mit einem von denen. Er und seine Familie haben sie in unsere Welt reingezogen und sie dadurch in Gefahr gebracht. Sie wurde irgendwann von einem Nomaden erst gequält und dann gebissen. Der Nomade wurde getötet und das Gift wurde aus ihr herausgesaugt. Ein bisschen Gift ist aber noch in ihrem Körper geblieben und sie verwandelt sich langsam. Momentan wird es von meinem Blut zurückgehalten. Wir haben aber beschlossen, dass ich sie spätestens in zwei Tagen verwandle. Dann gibt es noch andere Probleme. Die Seelenverwandte von dem getöteten Nomaden ist hinter ihr her. Die Volturi haben von ihren Fähigkeiten erfahren und wollen sie für sich haben. Ihr Ex-Freund will sie wieder zurück haben. Sie hat sich schon selbst Gefahrenmagnet genannt." Ich muss schmunzeln.
„Da hat sie ja einiges angesammelt. Ich hatte aber schon lange keinen Spaß mehr. Du sagst, sie hat Fähigkeiten. Welche?"
„Sie hat ein mentales und physikalisches Schild, die sich durch das Gift in ihrem Körper weiterentwickelt haben. Mit dem mentalen Schild kann sie Fähigkeiten und Angriffe mentaler Natur abwehren. Sie kann zum Beispiel nicht bezirzt werden. Das physikalische Schild kann sie zum Schutz aber auch zum Angriff einsetzen. Als ich sie heute Abend zum ersten Mal sah, hat sie Stan mit ihrem Schild an ein Gebäude gepinnt. Er wollte sie zuvor bezirzen und dann ihr Blut trinken. Aber mein kleiner Engel kann sich verteidigen und hat ihm eine Lektion erteilt. Zusätzlich zu den Schilden haben sich ihre Sinne geschärft und ihre physikalischen Fähigkeiten haben sich gesteigert. Sie hat auch etwas von Träumen erzählt, die ihr teilweise Einblicke in die Zukunft geben."
„Wow, sie hat Stan in Schach gehalten. Das hört sich nach einer Mordsfrau an. Ich bin schon gespannt auf sie."
„Kannst du noch versuchen Informationen über die Volturi und deren Art zu bekommen."
„Ich schau was ich machen kann. Bis später."
„Ja, bis später."
Ich lege auf. Ich denke über ihre Fähigkeiten nach. Sie hat gesagt, dass sie schon immer ihr mentales Schild hatte. Edward konnte nie ihre Gedanken hören. Welcher Mensch hat so eine Fähigkeit? Sie hat auch schon Kontakt zu verschiedenen übernatürlichen Wesen, so als würde sie diese anziehen. Kann es sein? Meine Augen weiten sich. Das muss ich prüfen, aber wie? Ludwig wäre eine Idee. Ich rufe Ludwig an und vereinbare einen Termin für heute Abend. Danach greife ich nach dem versprochenen Tagebuch und gehe zurück ins Schlafzimmer. Ich lege das Tagebuch auf den Nachttisch auf ihrer Seite.
„Godric", flüstert Bella.
Ich schaue sie an. Habe ich sie geweckt? Ihre Augen sind geschlossen.
„Ich liebe dich", flüstert sie.
Wenn mein Herz noch schlagen würde, hätte es wahrscheinlich einen Schlag ausgesetzt. Sie spricht im Schlaf. Das könnte interessant werden. Ich bin gespannt, was sie noch sagt. Ich ziehe das Kopfkissen weg und lege mich wieder unter sie. „Ich liebe dich auch, mein kleiner Engel.", flüstere ich und küsse ihre Stirn. Ich liege im Bett, streichle ihren Rücken und genieße ihre Nähe.
Perspektive: Bella
Ich werde durch meinen knurrenden Magen geweckt. Ich hatte seit gestern Mittag nichts mehr zu essen. Um mich sind Arme geschlungen. Wo bin ich? Ich öffne langsam die Augen. Mein Kopf liegt auf einem Arm und vor mir ist eine nackte Brust mit Tätowierungen. Jetzt fällt mir wieder alles ein. Godric. Ich bleibe ein paar Minuten liegen und genieße das wohlige Gefühl. Da ich nicht weiß, wie lange er schlafen muss, winde ich mich langsam aus seinen Armen. Ich setze mich auf und versuche mich zu orientieren. Die Stehlampe bei der Sitzecke ist an, aber runter gedimmt. Danke, Godric. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Stirn. Auf dem Nachttisch auf meiner Seite liegt ein Buch mit einem Zettel. „Guten Morgen mein Engel, wie versprochen, ist hier das Tagebuch mit den Bräuchen meines Stammes. Viel Spaß beim Lesen. P.S Die Küche findest du neben dem Wohnzimmer."
Ich stehe auf und gehe in die Ankleide. Ich schnappe mir Unterwäsche, kurze Jogginghosen und Top und gehe ins Badezimmer. Da ich Hunger habe, mache ich mich nur schnell frisch und ziehe mich um. Danach schnappe ich mir das Tagebuch und mein Handy. Ich mache mich auf die Suche nach der Küche. Zum Glück hat sich mein Orientierungssinn verbessert, sonst würde ich mich wahrscheinlich in diesem riesigen Haus verirren. Ich finde das Wohnzimmer und die Küche schnell. Ich stehe in einer großen modernen Küche mit allen möglichen Elektrogeräten, die man sich wünschen kann. In der Mitte ist eine Kochinsel mit Bar. Ich schüttle den Kopf. Warum haben Vampire, die nichts essen können, immer die schönsten und modernsten Küchen?
Die Schränke und der Kühlschrank sind vollgestopft mit Lebensmitteln verschiedenster Art. Wie soll ich das alles in nur zwei Tagen essen? Noch zwei Tage, dann bin ich ein Vampir. Bin ich bereit dafür? Ja, die Ewigkeit mit Godric verbringen. Während ich nachdenke, fange ich an Pfannkuchen zu machen. Ich hätte nach Edward zwar nie gedacht, dass ich wieder über so etwas nachdenke. Aber mit Godric fühlt es sich komplett anders an. Edward hat auch immer behauptet, dass wir Seelenverwandte wären. Das stimmt aber nicht. Für seinen Seelenverwandten braucht man sich nicht zu ändern. Man ist füreinander geschaffen. Dagegen passen Godric und ich zusammen. Wir kennen uns zwar erst ein paar Stunden, aber ich weiß tief in mir, dass es das Richtige ist.
Ich stelle einen Teller voller Pfannkuchen auf die Bar. Daneben stelle ich einen frischen Kaffee und ein Glas Saft. Ich schütte Ahornsirup über die Pfannkuchen und fange an zu essen. Nachdem Essen hole ich mein Handy raus und prüfe meine Nachrichten. Es werden fünf Anrufe von Charlie von heute Morgen angezeigt. Verdammt, ich habe total vergessen anzurufen. Hoffentlich hat er sich nicht zu viele Sorgen gemacht. Ich wähle schnell seine Nummer. Er nimmt nach den ersten Klingeln ab.
„Bella?"
„Hi Dad. Sorry, es war gestern eine verrückte Nacht."
„Geht es dir gut?"
„Ja, mir geht es gut. Bitte mach dir keine Sorgen."
„Es ist aber schwer mir keine Sorgen zu machen, wenn meine einzige Tochter alleine unterwegs ist. Warum hattest du eine verrückte Nacht?" Verdammt, was soll ich da jetzt sagen. Wo sollte ich momentan sein. Ich muss mir was überlegen, wie ich das in Zukunft regle. Oklahoma war mein letzter Bericht. Ahh, das könnte klappen.
„Ich bin momentan in Oklahoma City. Ich habe gestern Sam wieder getroffen. Kennst du noch Sam, der Nachbar von deiner Mutter. Ich habe mit ihm immer gespielt, wenn wir zu Besuch waren. Gestern, bin ich bei ihrem Haus vorbei gefahren und habe ihn vor seinem Haus gesehen. Wir haben uns begrüßt und ausgetauscht. Seine Eltern haben mich eingeladen ein paar Tage bei ihnen zu bleiben. Das habe ich gerne angenommen. Sam und ich haben die ganze Nacht gequatscht und ich bin erst heute Morgen erschöpft ins Bett gefallen. Ich bin erst seit ein paar Minuten wach."
„Das ist super. Richte den dreien grüße von mir aus. Was wirst du als nächstes machen?"
„Ich werde ein paar Tage hier bleiben. Mal ein bisschen ausspannen und dann weitersehen. Ich werde mich melden, wenn ich mehr weiß. Können wir uns drauf einigen, dass ich mich nicht jeden Abend melden muss. Solange ich bei Chris, Lisa und Sam bin, bin ich ja nicht alleine."
„Ja, ja. Kein Problem. Gib mir einfach Bescheid, wenn es wieder weitergeht. Ich muss jetzt aber los. Viel Spaß noch, Bells."
„Dir auch, und arbeite nicht so viel. "
Ich lege auf. Puh, nochmal gut gegangen. Ich muss mir unbedingt überlegen, was ich mit ihm mache. Soll ich meinen Tod vortäuschen? So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen. Ich bin ja schon zwei Monate unterwegs und er wird bestimmt bald misstrauisch. Ich muss heute Abend mit Godric darüber sprechen. Ich spüle das Geschirr ab. Danach lege ich mich im Wohnzimmer auf die Couch und fange an das Tagebuch zu lesen. Die Einträge über seinen Stamm sind am Anfang des Buches. Er beschreibt das Leben, die Religion und die Kultur der Gallier. Dann beschreibt er die Bräuche und auch die Tätowierungen mit Bildern. Ich bin vertieft in das Tagebuch und bekomme nicht mit, das Godric ins Wohnzimmer kommt. Als er mich die Schulter küsst, fahre ich erschreckt hoch.
„Hallo mein Engel. Ich wollte dich nicht erschrecken."
Ich setze mich auf und schmunzle. „Ihr Vampire seid einfach zu leise. Ich muss Glöckchen an euch binden." Er lacht laut auf.
„Das wird bald kein Problem mehr sein." Er setzt sich neben mich und hebt mich auf seinen Schoß. Wir küssen uns. „Hast du gut geschlafen?"
Ich lächle, „Ja, traumhaft." Ich schmuse mich an ihn und kraule seinen Nacken. Er schlingt seine Arme um mich. Seine Hand verschwindet unter mein Top und streichelt meinen Rücken.
„Wir müssen uns überlegen, was wir mit meinem Dad machen. Er glaubt, dass ich momentan auf einem Roadtrip bin und verschiedene Universitäten besuche. Ich bin aber schon zwei Monate unterwegs und ich weiß nicht wie lange er mir das noch abkaufen wird. Ich soll ihm jeden Abend eine Nachricht schreiben oder anrufen. Da ich es gestern vergessen habe, hat er mir heute Morgen ein paar Nachrichten auf meine Voicemail gesprochen. Ich habe ihn zurückgerufen und ihm eine Notlüge aufgetischt, dass ich momentan bei ein paar Bekannten bin. Er braucht sich also keine Sorgen zu machen, wenn ich nicht jeden Abend anrufe. Aber was sollen wir machen, wenn ich ein Vampir bin?" Ich schaue ihn hilflos an.
„Shh, ganz ruhig. Uns wird schon was einfallen. Wir haben ein paar Tage Zeit. Wir müssen nicht alles auf einmal lösen." Er streichelt mir über die Wange und küsst mich sanft auf die Lippen. Er wechselt das Thema, „Wie gefällt dir das Tagebuch?"
„Super. Es ist interessant, das alles von einem Augenzeugen zu lesen."
„Das freut mich. Ich habe heute Morgen mit Eric gesprochen. Er wird heute Abend hierher fliegen. Mit all deinen Feinden habe ich mir überlegt, das Unterstützung gut wäre." Er zwinkert mir zu und grinst. „Er freut sich schon dich kennen zu lernen."
„Ok, ich bin auch schon gespannt."
„Ich habe auch Ludwig angerufen. Sie ist eine Ärztin für übernatürliche Wesen. Ich möchte, dass sie dich mal untersucht. Vielleicht kann sie mehr zu deinem Zustand sagen. Sie müsste direkt nach Sonnenuntergang hier sein. Wenn du das nicht möchtest, kann ich den Termin absagen."
„Nein, ist schon gut. Vielleicht findet sie ja was heraus. Ich frage mich, ob das Gift Auswirkungen auf meine Verwandlung haben wird."
Perspektive: Godric
Bellas Handy klingelt. Sie schaut auf das Display und hebt ab. „Hey Peter, was ist los?"
„Hey Süße. Es gab ein kleines Problem in Forks."
„Ist mit Charlie alles in Ordnung?"
„Ja, beruhige dich. Die Pixie-Schlampe hat eine Vision von dir bekommen, als du ohnmächtig warst. Sie hat gesehen, dass du bei uns bist. Daraufhin ist Edward durchgedreht. Jay konnte das aber lösen. Emmett, Rose und Jay sind jetzt auf dem Weg zu uns. Sie haben Pixie dabei, damit sie nicht noch mehr Schaden anrichten kann."
„Den dreien geht es aber gut, oder?"
„Natürlich. Edward war noch nie ein Gegner für den Major. Sie werden Morgen ankommen. Dann können sie dich noch vor deiner Verwandlung sehen."
„Du mit deinem Yoda-Scheiß.", grummelt Bella. „Hört sich gut an, ich freue mich schon sie wieder zu sehen. Wissen sie schon Bescheid?"
„Nein, noch nicht. Du darfst gerne alles erklären. Du sagst ja immer, dass ich mich zusammenreißen und nicht immer alles verraten soll." Ich höre einen lauten Knall. „Au, Char! Was soll das?"
„Danke Char, du bist ein Schatz."
„Kein Problem Bells, manchmal wird er einfach zu übermütig."
„Ich ruf später nochmal an, um die Details wegen morgen zu klären."
Sie verabschieden sich und sie legt auf.
„Wer ist Pixie-Schlampe?"
„Das ist Alice, Jaspers Ex-Frau. Ich habe dir doch gestern gesagt, dass sie die Zukunft sehen kann. Sie nutzt es natürlich ständig aus, um andere zu manipulieren und ihren Kopf durchzusetzen."
„Wenn sie schon mitgebracht wird, würde ich mich auch mal gerne mit ihr unterhalten." Ich grinse sie an. Sie könnte nützlich sein. Mal schauen, ob ich sie bezirzen kann.
„Das sollte kein Problem sein."
„Ich kann dich morgen Mittag leider nicht begleiten. Du kannst ihnen aber die Adresse geben, dass sie dich hier abholen. Ich möchte kein Risiko mit dir eingehen. Man kann ja nie wissen, was du als nächstes anlockst." Ich grinse sie an und streichle ihre Wange.
„Haha, sehr witzig. Bist du dir sicher, dass sie mich hier abholen sollen?"
„Ja, sie sind für dich Familie. Du vertraust ihnen und ich vertraue deinem Urteil. Wir sollten irgendwann besprechen, wie wir unsere Kräfte zusammenlegen können, um die Probleme zu beseitigen. Bringe sie dann bitte mit hierher. Dann kann ich den Rest kennen lernen."
