Kapitel 9 - Firenze und Kämpfe

"Entschuldigen sie bitte die Störung, Prefesser, aber irgend etwas muss wegen diesen… die sen… was auch immer es sind getan werden! Meine gesamten Schüler hätten getötet werden können!" Hagrid war nicht gerade bester Laune. In den letzten Wochen waren die Bewohner des Waldes immer überempfindlicher geworden, noch vorsichtiger als sonst. Schatten flogen über die Wege, gerade so das niemand sie erkannte. Die Bewohner schienen praktisch jeden Moment zum Angriff bereit zu sein.

Er hatte sich mit Firenze unterhalten, der wieder im Wald lebte, und das, was er erfahren hat te, war nicht gut.

Diese Schatten waren unberechenbar, und sie waren weder Menschen noch Tiere. Sie trugen unbekannte Rüstungen und mir ihrem Aussehen verschreckten sie sogar die Acromantulas. So hatte es Firenze ausgedrückt und heute hatte sich diese Aussage als Wahr heraus gestellt.

Es war der Unterricht des fünften Jahrgangs gewesen in der Nähe seiner Hütte, als plötzlich zehn dieser Kreaturen aus dem Wald gestürmt kamen, mit erhobenen Schwertern und Arm brüsten. Zum Glück war Hagrid ein exzellenter Schütze und nachdem er die Schüler zur Schule zurück geschickt hatte, gelang es ihm, vier oder fünf dieser Kreaturen zu töten, bevor diese sich zurück zogen.

"Wir machen uns alle Sorgen, Hagrid." sagte Dumbledore auf seine so typische Art und Wei se.

"Ja! Aber sie haben diese Wesen nicht gesehen. Sie sind böse!" Hagrid schien nun fast durch zudrehen. Normalerweise würde er sich nicht so Professor Dumbledore gegenüber verhalten, aber es sah so aus, als würde Professor Dumbledore das Problem nicht verstehen.

"Warten wir ab, ob noch irgend etwas anderes geschieht. Vielleicht war es ja nur diese eine Gruppe, die sich hier herum trieb. Vielleicht kommen sie ja nicht wieder zurück…" Er hob eine Hand um Hagrid an einer weiteren Aussage zu hindern. "… Aber für den Fall das dies eintritt, werden alle Unterrichtsstunden vom Freien in das Innere der Schule verlegt."

"Danke sehr, Professor." sagte Hagrid.

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Elugalen war nicht sehr gut darin, sich zu verabschieden, oder eine Arbeitsstelle zu kündigen. Als er die Marken von Rohan verließ, war er mehr oder weniger unsanft an seinen spitzen Oh ren wieder dorthin zurück gebracht worden, um sich korrekt zu verabschieden. Jetzt, wo Gan dalf nicht hier war, entschied sich Elugalen dazu, einfach eine Nachricht zu hinterlassen und zu gehen. Dies war nicht unbedingt die freundlichste Art, aber so entging er einem vermutlich sehr wütenden, rothaarigen Mann.

Irgend etwas sagte Elugalen in seinem Innern, das seine Aufgabe in Rumänien beendet war. Das selbe Gefühl sagte ihm, das er an einen Ort zurückkehren musste, den er sehr lange nicht gesehen hatte.

Es war um Mitternacht herum, als Charlie Weasley aus dem Büro im Reservat kam. Er drehte sich um und verschloss die Tür, bevor er zu seinem Auto ging, ohne das er massive Probleme hier gehabt hätte. Zum Glück wusste sein Vater nichts von dem Auto, denn sonst wäre es ver mutlich nicht lange ein Muggelauto geblieben.

Elugalen beobachtete, wie Charlie Feierabend machte, bevor er zu der Tür ging und sie erneut mittels eines Gedanken öffnete. Er trat auf leisen Sohlen ein und legte die Kündigung auf Charlie's Schreibtisch. Als er wieder gehen wollte, hörte er, wie Charlie zurück kehrte. Eluga len erblickte nun den Zauberstab von Charlie auf dem Schreibtisch und fluchte leise, da dieser ihn scheinbar vergessen hatte. Was konnte er also tun.

Charlie betrachtete irritiert die Bürotür; er war sich sicher, das er sie verschlossen hatte. Leicht nervös und ratlos was er tun sollte, betrat er das Büro; was für ein Tag, seinen Zauber stab zu vergessen. Was wenn… Charlie lachte leise. Es war nur eine kleine, schwarze Katze! Charlie hatte die Tür wohl nicht richtig verschlossen und die Katze war wohl auf der Suche nach einem warmen Schlafplatz hier eingedrungen, obwohl er sich fragte, wieso die Katze un ter den Drachen überleben konnte. Er hob die Katze vorsichtig auf und setzte sie draußen ab, bevor er wieder zu seinem Zauberstab hinüber ging; dies war doch irritierend. Der Zettel hatte vorhin definitiv hier noch nicht gelegen!

Charlie hob ihn an und las ihn. Er bekam nun große Augen. Galen ging fort, und vor allem wie war er hier hinein gelangt?

Verwirrt verschloss Charlie erneut die Tür und erneut um sicher zu gehen mittels Magie. Er ging zu seinem Auto hinüber und hielt nun inne. Die Katze, die Katze mit den hellen, grünen Augen, die genauso wie die von Galen aussahen.

"Dieser kleine Bastard." sagte Charlie lachend. "Er ist ein Animagus und dazu wohl noch ein nicht registrierter."

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Ein paar Wochen später hatten sich keine weiteren Vorfälle mehr am Wald ereignet, aber trotzdem waren alle über vorsichtig. Hagrid trug nun generell seine Armbrust bei sich und kaum einer der anderen Lehrer hatte einmal nicht den Zauberstab in der Hand. Das Problem musste bald gelöst werden, sonst würde es unkontrollierbar.

Es war gerade Abendbrotzeit und die Schüler befanden sich in der Großen Halle und unter hielten sich. Es gab nur eine Person die fehlte, und dies war Professor Snape.

Die Sonne war beinahe untergegangen und die letzten Strahlen schienen über den Bäumen, die bereits die ersten neuen Blätter des Frühlings trugen.

Plötzlich flogen die Türen der Halle auf, als Professor Snape eintrat. Er ging niemals oder rannte auch nie, sondern er schien zu gleiten.

"Professor Dumbledore, ich fürchte, das wir massive Probleme haben." sagte er, bevor er den Zauberstab hob und wieder hinaus aus dem Schloss lief.

Sofort sprangen die Lehrer auf und in der Halle brach das Chaos aus. Wenn Professor Snape sich derart äußerte, dann gab es mehr als nur ein massives Problem.

"RUHE!" rief Professor Dumbledore nun.

Die Schulsprecher, Ron und Hermine, traten nun zum Ausgang um zu verhindern, das die Schüler in Panik hinaus liefen.

Professor Dumbledore trat nun zu beiden hinüber. "Ihr wisst, wie ihr die Schule versiegeln könnt, wenn alles schief läuft. Sollte dies geschehen, benachrichtigt bitte den Orden über den Kamin in meinem Büro."

Beide nickten nun und sahen besorgt zu, wie die Professoren hinaus liefen.

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Elugalen landete fast am Rand des Verbotenen Waldes. Er hatte sich für die Reise von Rumä nien aus in einen Hippogreiffen verwandelt. Er verwandelte sich direkt zurück und lauschte vorsichtig auf die Geräusche um sich herum. Er hörte nichts, so dass er einen Schritt nach vorne tat und beinahe in die Luft gesprungen wäre, als hinter ihm eine Stimme erklang.

"Suilad, ehrenwerter Elf." (Grüße)

Elugalen drehte sich um und erkannte nun Firenze, der knapp einen Meter hinter ihm stand.

"Tut mir das bitte nicht erneut an, ehrenwerter Zentaure." sagte Elugalen und brachte seinen Blutdruck wieder unter Kontrolle.

"Ich dachte das die Elfen immer auf ihre Umgebung achten würden."

"Ich bin noch ein sehr junger Elf." sagte Elugalen. "Wenn sie mich bitte entschuldigen wür den, ehrenwerter Zentaure, ich muss zur Schule."

"Das wäre keine gute Idee, ehrenwerter Elf."

"Wieso?"

"Weil die Schule derzeit von gut 40 dunklen Kreaturen angegriffen wird."

"Yrch!" „Orks", sagte Elugalen nur.

"Ich war mir nicht sicher." sagte Firenze.

"Also, worauf warten wir?" sagte Elugalen und rief seine rohirrinische Rüstung herbei.

"Wir?"

"Ich gehe davon aus, das ihr einen Bogen verwenden könnt…"

"Nun das kann ich durchaus und ihr habt mich jetzt doch überzeugt, ehrenwerter Elf." sagte Firenze seufzend.

Elugalen grinste nun. "Und wisst ihr wie wir noch schneller sind?"

Firenze stöhnte nur noch.

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Es kamen insgesamt gut 40 dieser Kreaturen aus dem Wald gestürmt. Professor Snape hatte Recht gehabt, sie hatten ein großes Problem.

Sobald die Lehrer die Mauern verlassen hatten, schleuderten sie den Kreaturen Zauber entge gen, aber die einzigsten die zu Boden gingen, waren jene, die von Hagrid's magisch verstärk ter Armbrust getroffen wurden, und dies waren nur wenige. Sobald die Lehrer in die Reich weite der Armbrüste dieser Wesen kamen, hatten sie ein Problem.

Dumbledore verwendete einige der offensiveren Zauber die er kannte, wobei er weiterhin dunkle Zauber vermied, während Professor Snape nicht zögerte, auch diese Magie zu verwen den.

Plötzlich flogen ihnen ohne Vorwarnung ein Regen aus Armbrustbolzen entgegen. Professor Dumbledore errichtete einen Schild gegen massive Objekte, und die Bolzen prallten von dem Schild ab , aber leider war er nicht schnell gewesen, und so durchdrangen einige der Bolzen den Schild.

Snape brach mit einem überraschten Aufschrei zusammen, als einer der Bolzen seinen Bauch traf.

In dem Moment wo dies geschah, erschien etwas anderes aus dem Wald und eine Art Kriegs schrei erklang. Dumbledore erkannte es aus der Entfernung als einen Reiter mit seinem Pferd, obwohl das Pferd sehr ungewöhnlich aussah. Die Kreatur auf seinem Rücken schien in dem Halbdunkel zu leuchten. Als die beiden näher kamen, erkannte Dumbledore nun, das es ein Zentaure war, der einen Reiter trug. Beide feuerten in schneller Folge Pfeile ab und schickten damit zu ihren beiden Seiten die Kreaturen zu Boden. Bevor die beiden die Kreaturen erreich ten, drehten sie sich leicht nach Rechts und umrundeten die Kreaturen, bevor sie in Richtung Schule ritten. Während sie die Gruppe erreichten, drehte sich der Reiter und feuerte weitere fünf Pfeile auf die Kreaturen ab, während weitere Bolzen angeflogen kamen, von denen kei ner traf sondern von einem Schild abzuprallen schienen.

"RÜCKZUG!" rief Dumbledore nun.

Er erschuf nun eine Trage und lies Professor Snape darauf schweben, bevor er sich umdrehte und zum Schloss zurück lief.

Während er eintrat, befahl er, die Vorhänge und das Gatter zu schließen.

"Albus bist du verrückt!" rief Professor McGonagall. "Was ist mit… wer auch immer dort draußen ist?"

"Sie werden es schaffen." sagte er.

Und wie Professor Dumbledore es vorher gesagt hatte, gelang es den beiden, das Gatter zu durchqueren, bevor es geschlossen war. Professor Dumbledore befahl dann die Versiegelung des Tores.

Das Paar hielt aber nicht an, sondern lief direkt auf die Treppe zum Wehrgang zu, und dann direkt diese hinauf, wo der Reiter absprang. Hier drehte er sich um und feuerte erneut von die ser Position mit dem Zentauren zusammen auf die Kreaturen.

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Während die Orks sich zurück zogen, gab Elugalen ein zufriedenes Geräusch von sich und drehte sich zu Firenze um.

"Sag nicht, das es dir nicht auch Spaß gemacht hat?"

Firenze schnaubte leicht, bevor er sich umdrehte und die Treppe hinab ging.

"Ach komm."

"Ihr seid noch, wie ihr bereits sagtet, sehr jung, ehrenwerter Elf."

"Aber es hat trotzdem Spaß gemacht."

Firenze seufzte.

Sie kamen nun unten an und unterhielten sich weiter, bis sie die noch immer fassungslosen Professoren erreichten.

Professor Dumbledore stand nun auf und lächelte leicht.

"Ehrenwerter Elf, ehrenwerter Zentaure." sagte er höflich.

"Professor." sagte Firenze und verbeugte sich leicht.

Elugalen verbeugte sich ebenfalls, begrüßte den älteren Mann aber auf ähnliche Weise "Lord Dumbledore" sagte er.

"Willkommen in Hogwarts." sagte Dumbledore. "Wir stehen tief in eurer Schuld."