Kapitel 08: Opfer

„Sei gewarnt, du Wanderer finsterster Nacht.

Mit diesem Buch ist dir Unheil zugedacht.

Beschreitest du den Weg ein einz'ges Mal.

Erwarte wenig Freud, doch sehr viel Qual.

Die Toten du zu deinen Freunden machst.

Du, der du die Bande mit der Welt zerbrachst.

Sei gewarnt, du Wanderer, der du verflucht.

Wer Leben schafft, wird heimgesucht."

„Also in welcher Beziehung stehst du zu Sirius Black?" Tom sah sein Gegenüber finster an.

Es war nicht das erste Mal, dass Abel Arkshayd einfach aus dem nichts in seinen Privaträumen auftauchte und es sich bequem machte. Häufig stellte Tom ihm dann Fragen zu allen möglichen Themen wie auch die über seine Beziehung mit Sirius Black um irgendwas Nützliches aus ihm heraus zu bekommen. Und genauso häufig bekam er eine wage, unbrauchbare Antworte.

„Wir teilen unser Leben miteinander." Der Nekromant lag quer über einem Sessel ausgestreckt und beobachtet sein Gegenüber gleichermaßen.

Das Abel wirklich die Wahrheit sagte war undenkbar. Schließlich hatte Sirius Black über die letzten Wochen bewiesen, dass er ein Weiberheld war.

Eine ernsthafte Beziehung schloss der Doppelgänger also aus. Aber auf die Idee den Satz wortwörtlich zu nehmen kam er nicht, weil er noch nie von etwas derartigem gehört hatte. Über Inferi wusste er Bescheid und auch, wie eine solche „Totenweckung" von statten ging, aber von anderen Formen hatte er nie gehört. Und wieso zum Henker dachte er im Zusammenhang mit Sirius Black immer an Inferi? Der Playboy hatte ja wohl gar nichts mit einem Untoten gemein!

„Ich dachte Black steht auf Frauen?", setzte Tom also fort.

„Er mag sie, ja. Und viele Schülerinnen scheinen Interesse an ihm zu haben. Das ist als ob Sirius auf Brautschau wäre." Abels Blick wanderte zur Decke. „Wäre schön wenn er in naher Zukunft eine Braut findet. Würde ich ihm gönnen."

Schon wieder hatte er sich selbst über seine Beziehung mit Black widersprochen. „Und was ist mit dir? Keine Braut in Aussicht? Die junge Weasley scheint interessiert."

„Du verwechselst da was. Zu einer Beziehung gehören immer zwei."

„Du fühlst dich nicht zu ihr hingezogen?"

„Nicht im Geringsten. Nein." Abel schien auf eine subtile Art sogar noch stolz darauf zu sein.

„Soll heißen, dass du sie nicht leiden kannst." Schlussfolgerte Tom. Ihm war das Gefasel von Liebe sowieso unverständlich.

„Hab ich nie behauptet. Ich kann mir nur keine Partnerschaft mit ihr vorstellen. Kinder würde ich lieber mit jemand anderem Groß ziehen."

„Und mit wem?"

„Die Zeit wird es zeigen… Und, hast du jemanden, der dein „Leben" bereichert?"

‚Ja. Dich!', wollte Tom am liebsten sagen, aber er verkniff es sich. Er wusste auch nicht auf welche Art und Weise er für den Sonderling empfand aber eins wusste er. Wann immer Abel ihm zu nahe kam verspürte er Sehnsucht. Irgendwie wie ein Besitzzwang und zugleich als müsse er ihn beschützen. Und er hasste dieses Gefühl. Es kam Zuneigung gleich und so etwas konnte er einem Feind gegenüber nicht gebrauchen.

„Mein „Leben" geht dich so was von gar nichts an.", antwortete Tom schließlich.

„Wenn du Lust hast kann ich dich ja gern mal jemandem vorstellen. Ich glaube, dass sie perfekt zu dir „passen" würde." ‚Schließlich teilst du ihr „Leben"' Abel lächelte süffisant als Tom ihn mit seinem Blick zu erdolchen versuchte. „Nicht traurig sein. Das wird schon."

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Er war da. Der große Tag, auf den alle Schüler gewartet hatten. Die Auswahl der Trimagischen Champions. Die gesamte Halle brummte vor Aufregung und Erwartung. Überall waren Spekulationen zu den möglichen Champions zu hören. Bei den einen oder anderen Tischen hatten sich um verschiedene Bewerber Trauben gebildet und die vor allem jüngeren Schüler wünschten ihnen Glück für die Auswahl.

Sirius und Abel saßen zwischen den Schülern des Gryffindorhauses auf den Rängen. Neben sich hatte der Weißhaarige Hermine sitzen, die die letzte Zeit eigentlich etwas Abstand zu ihm gehalten hatte aber nachdem sie sich wieder in seine Nähe traute auch ruhiger war. Offenbar hatten Draco und Luna ihre ein paar Details eröffnet. Aber nichts, was seine Identität verriet. Da wusste er, wie zu verlässlich Draco war. Wenn er schweigen wollte, schwieg er auch.

Allerdings brachte diese neue Entwicklung mit Hermine auch Nachteile. Zum Beispiel das Geschwisterpaar zwei Reihen über ihnen. Ron und Ginny. Beide mochten die Kombination aus Abel und Hermine nicht. Zwar aus unterschiedlichen Gründen aber dennoch waren sie beide dagegen.

Für Ginny war es der mehr offensichtliche Grund. Sein Leben, das noch immer in Ginny steckte und sie am Leben erhielt, wollte zu seinem Besitzer zurück. Diese Anziehung war eigentlich neutral, aber Menschen tendierten dazu etwa hinein zu interpretieren und sie glaubte in ihn verliebt zu sein. Und nun bildete sie sich eine Beziehung zwischen Hermine und Abel ein und war eifersüchtig.

Natürlich spürte Abel die Anziehung selbst auch, deswegen wusste er es so genau. Allerdings war er eigentlich mehr ein Tier, wenn man es genau nahm und dadurch eher Instinktgesteuert. Und keiner seiner Instinkte schrie danach Ginny in romantischer Absicht zu verfolgen. Allerdings war sie so was wie ein Familienmitglied und er würde weiterhin ein Auge auf sie haben.

Bei Ron sah die Sache etwas anders aus. Schon ihrer ersten Begegnung im Haus der Familie schien Abel in einem schlechten Licht zurückgelassen zu haben und der Weasley hatte bisher seine Meinung noch nicht geändert. Für ihn war Abel Harry zu ähnlich. Seiner Meinung nach kopierte er seinen verschwunden besten Freund. Seine neuentwickelte Freundschaft mit Draco, die auf Sticheleien aufbaute war keine Hilfe. Ron verhielt sich im kompletten Kontrast zu Hermine, die ihn vorbehaltlos akzeptierte, was nebenbei kontraproduktiv in Rons Fall war. Und das seine Schwester offensichtlich was von Abel wollte war auch nur Öl ins Feuer.

„Abel?" Hermine lehnte sich ein Stück zu ihm herüber. „Draco on Luna haben mir was erzählt und ich würde die Sache gerne noch mit dir klären."

Abel sah sie einen Moment schweigend an ehe er antwortete. „Ich kann mir denken um was es geht. Aber hier und heute wird wahrscheinlich so oder so nicht klappen. Du weißt ja, wo du mich findest."

„Warum? Du hast doch nach der Auswahl sicher etwas frei. Du gehörst doch nicht zu den Verantwortlichen."

„Sagen wir es so: Ich habe das Gefühl, dass es heute Abend die ein oder andere Überraschung geben könnte." Abel lächelte und sah erst zum Feuerkelch und dann zum Fake-Moody in der Nähe der Lehrertische. „Vor allem aber Ärger."

Hermine schwieg und Abels Blick wanderte zum Feuerkelch zurück. Er hatte vor einiger Zeit mit Luna die Funktion des Kelchs theoretisiert. Es war wenige Tage nachdem Tom das Ding manipuliert hatte. Er hatte da gesessen und beobachtet wie einige Schüler ihre Namen einwarfen als Luna kam und ihn fragte, ob sie sich neben ihn setzten durfte. Bis dato hatte er noch nie mit ihr gesprochen gehabt oder sie großartig wahrgenommen. Doch ab da hatte er.

Sein Instinkt hatte ihm gesagt in ihrer Nähe vorsichtig zu sein. Nicht, weil sie gefährlich war sondern weil sie seine wahre Natur aufdecken konnte. Auf alle Fälle hatte Luna immer, wenn ein neuer Name kam gesagt, der Zettel sei verbrannt oder nicht. Als später Fleur Delacour ihren Namen einwarf sagte sie wiederum, dass der Zettel nicht verbrannt war, dafür aber ein anderer. Der Kelch suchte den Champion also in dem Moment auf, da der Zettel seine Flammen berührte und wenn ein besser geeigneter Kandidat kam verbrannte er den alten Zettel.

Im Endeffekt hatten sie alle Champion herausgefunden. Alle bis auf den, den Tom einschleusen wollte. Abel hatte ihn immer wieder Namen zufügen sehen aber er hatte nicht Lunas Fähigkeit Magieschwankungen zu spüren. Deswegen hatte nicht die leiseste Ahnung wer es sein könnte. Aber der arme Kerl oder das arme Mädchen hatte schon jetzt seine vollste Unterstützung.

Er hatte Tom nur nicht aufgehalten oder gemeldet, weil es ihn nun mal verscheucht hätte. So wie es im Moment war, war es besser. Tom hatte längst großes Interesse an ihm gefunden. Sein Link zu Ginny war hier von Hilfe, da er zwar auch die Nähe zu Abel spürte aber genau wie Ginny, sagen wir, geblendet war und ihn einfach nicht erkennen konnte. Auf anderer Ebene besaß auch Tom eigene Instinkte, die ihn Abel als „Verbündeten" war nehmen ließen und er so keine Panik schob oder auch nur auf die Idee kam zu fliehen. Im Moment lagen alle Vorteile in Abels Hand. Was sicher nicht so bleiben würde, würde erst der Champion gekürt sein. Noch war er die Katze, die mit ihrer Beute spielte.

Dumbledore trat nun endlich zum Feuerkelch und rief die Menge zur Räson. „Ruhe bitte!"

Die Halle wurde ruhiger und das wenige verbleibende Gemurmel wurde von Schülern tot-‚gescht' oder von Lehrern, wie zum Beispiel Snape und McGonagall, todgestarrt. Alle starrten gebannt auf den Direktor neben dem Feuerkelch, der sie anerkennend Anlächelte als wolle er sie für die schelle Beruhigung loben.

„Gut. Ein Jeder in der Halle weiß, weswegen wir uns heute hier zusammengefunden haben." Dumbledore begann eine kleine Rede. „Wir werden heute die drei Champions, die Teilnehmer des Trimagischen Turnieres, küren. Diese drei Champions müssen sich dann den Aufgaben stellen und sie bewältigen um am Ende als Sieger hervorgehen zu können. Ich bitte hiermit auch jene, die nicht als Champions ausgewählt werden aber sich beworben hatten, trotz allem dem Vertreter ihrer Schule ihre gesamte moralische Unterstützung zu geben, auf das es ein glorreicher Wettstreit werde."

Die Halle applaudierte kurz doch schnell verklang es auch wieder. Die freudige Nervosität war verschwunden und hatte intensiver Anspannung Platz gemacht. Selbst Abel, der von sich behaupten konnte seine Emotionen gut unter Kontrolle zu haben, kroch es kalt den Rücken hoch. Es war so intensiv, dass er anfangen musste sich zu konzentrieren um seine menschliche Form aufrecht zu erhalten.

Anscheinend hatte er sich versteift oder sonst irgendwie äußerlich ein Signal von Problemen gegeben oder Hermine war wie immer einfach viel zu aufmerksam. Auf alle Fälle nahm sie seine Hand. Ihre Hand war, im Gegensatz zu der seinen, warm. Sie zitterte nicht und war völlig entspannt. Die ganze Aufregung ließ sie kalt.

„Keine Sorge.", meinte sie dann und wandte ihren Blick wieder dem Schauspiel zu.

Abel sah noch einmal zu ihren Händen hinab. Hermine war ein Stück näher an ihn ran gerückt und hielt seine Hand mit ihren eigenen fest versteckt in ihrem Schoß. Hermines Nähe beruhigte ihn. Seine beste Freundin, obwohl sie nun wahrscheinlich wusste was er war, stand auch jetzt noch zu ihm. In seinem inneren Familienkonzept nahm sie den Platz einer Schwester ein. Ob nun jünger oder älter konnte dabei nicht genau sagen. Er wollte sie noch mehr beschützen als Ginny, die eindeutig als jüngere Schwester kategorisiert war. Auf der anderen Seite wollte er, dass sie sich um ihn kümmerte und nicht weg stieß. Es hätte wohl mehr weh getan, als bei Ron und das hatte verdammt weh getan. Man verlor schließlich nicht jeden Tag einen guten Freund.

Der Nekromant seufzte und sah ebenfalls zurück zu Dumbledore. Er bemerkte gar nicht, wie sich seine Finger mit den ihren verflochten.

„Nun beginnen wir. Zuerst: Der Champion für Durmstrang!" Der Schulleiter drehte sich zum Feuerkelch, dessen Flammen sich rot verfärbten.

„Viktor Krum.", murmelte Abel in Hermines Ohr ohne seinen Blick abzuwenden und lächelte amüsiert.

Hermine sah ihn kurz an und erkannte das Lächeln. „Willst du darauf wetten?"

„Pass auf."

Die Flammen spien einen Zettel auf und wurden Augenblicklich wieder blau. Dumbledore fing das Pergament und entfaltete es. Er las den Namen und drehte sich zu den Durmstrangschülern. Wieder auf den Zettel sehend las er vor: „Viktor Krum!"

Genannter Schüler machte eine Siegergeste und stand auf. Die Hände seiner Mitschüler berührten ihn an Schultern und Armen und gratulierten ihm zu seinem Erfolg. Die Ränge hinunter gab Dumbledore dem berühmten Quidditschspieler seine Hand um zu gratulieren und wies ihn an ihn den Pokalraum hinter der Halle zu gehen.

„Als nächstes Beauxbatons!", kündigte der Schulleiter an.

Hermine sah ungläubig zu wie Krum verschwand und dann mit einem herausfordernden und schiefen Lächeln zu Abel. „Gut geraten."

„Als nächstes ist Fleur Delacour.", grinste dieser zurück.

Die Musterschülerin antwortete nicht darauf und konzentrierte sich auf die roten Flammen. Erneut schoss ein Zettel heraus. Er war rund und fächerartig gefaltet. Der Schulleiter fing in wieder und las ihn erst bevor er die Schülerin aufrief. „Fleur Delacour!"

Erneut gab es tosenden Applaus. Während die blonde Schülerin sich erhob und zu Dumbledore ging, starrte Hermine Abel an. Bei einem Mal konnte man ja noch von Glück sprechen. Bei Zweiten ging das gerade noch so, aber wenn Abel jetzt auch noch den Hogwartschampion richtig hatte. Woher wusste er es?

Fleur verschwand ebenfalls im Pokalzimmer. „Nun der Champion für Hogwarts.", kündigte der alte Zauberer an.

„Cedric Diggory.", flüsterte Abel.

„Ich hoffe so, dass du falsch liegst.", antwortete Hermine und starrte gebannt auf den Feuerkelch.

Die Flammen färbten sich rot und zum dritten Mal spie der Kelch einen Zettel aus. Zum dritten Mal fing Dumbledore den Zettel und lass ihn. Und zum dritten Mal hatte Abel Recht. „Champion für Hogwarts ist Cedric Diggory!"

Während die gesamte Halle in Beifall verfiel wanderte Hermines Gesicht ungläubig zu dem Weißhaarigen neben sich. „Wie…?"

„Luna und ich haben die Auswahl beobachtet.", erklärte Abel. „Wir haben mit Hilfe unsere Beobachtungen und Lunas Gespür eine Theorie erstellt und diese Drei als Champions ermittelt. Wie es aus sieht lagen wir richtig."

„Luna… War klar." Hermine begann zu schmollen.

Zum letzten Mal brachte Dumbledore die Halle zur Ruhe. „Gut,
gut. Nun da wir alle Champions gekürt haben lasst uns ihnen alles Glück dieser Welt wünschen. Dass sie ihr Wissen richtig einsetzen können, sich bestmöglich vorbereiten und ihre Aufgaben bewältigen. Sie alle sind Champions, aber am Ende kann nur einer von ihnen diesen Preis in Händen halten. Nur einer kann siegen und den Trimagischen Pokal gewinnen!"

Beim letzten Satz zeigte er in Richtung des Lehrertisches, wo Barty Crouch eben jenen Pokal enthüllte. Genau wie die Flammen des Feuerkelches war der Pokal von einer schönen, leuchtend blauen Farbe. Die Schüler applaudierten begeistert.

Dumbledore wollte weitersprechen als ihm Snapes verwirrter und ungläubiger Blick in Richtung des Feuerkelchs auffiel. Irritiert und beunruhigt drehte der Schulleiter sich um und beobachtete genau wie alle anderen das Unglaubliche.

Zum vierten Mal färbten sich die Flammen des Kelches rot und er spie einen Namen aus bevor er komplett erlosch. Die gesamte Halle war erstarrt ob des ungeplanten Ereignisses.

Hermine spürte wie die Aufregung und Spannung sowie Entsetzen nun auch in sie kroch. Sofort wurde der Griff um die Hand, die sie seit einigen Minuten hielt, fester. Abel war genauso verkrampft. Ein Blick in sein Gesicht zeigte Hermine einen Ausdruck, den sie eigentlich nicht erwartet hatte.

Abel war zwar angespannt aber seine Züge wurden von etwa wie Schuld und Mitleid beherrscht. Sofort viel Hermine ein, was er zuvor gesagt hatte. Dass es eine Überraschung geben würde. Dass es Ärger geben würde. Er hatte es gewusst. Gewusst oder zumindest geahnt. Wieso hatte er es dann nicht aufgehalten?

Totenstille herrschte als Dumbledore den letzten Zettel fing und ungläubig auf den Namen starrte. Der Zettel war so klein und zufällig. Als wäre er nur aus einer Laune heraus in den Kelch geworfen worden. Noch mehr Anspannung breitete sich in der Halle aus als man das entsetzte Gesicht des Schulleiters sah.

Voller Unglauben las der alte Mann den Namen vor. „Draco Malfoy."

Alles gefror für Abel. Alles hatte er erwartet. Aber nicht den Namen eines Slytherins. Ein Kind aus seiner Reinblutfamilie von dem er wusste, dass die Eltern Todesser waren oder sind. Abel hatte jeden mehr erwartet als diesen Jungen, der ihm so nahe stand wie einst nur Ron und Hermine.

Und das war der Fehler.

Draco stand ihm nahe. Sehr nahe. Selbst ein Blinder hätte ihre freundschaftliche Beziehung erkannt. So auch Tom. Tom hatte den Zettel wahrscheinlich deswegen eingeworfen. Sein Verstand sagte, Abel war der Feind und Draco der Freund des Feindes und gemäß dem Spruch „Die Freunde meiner Feinde sind meine Feinde" hatte er Dracos Namen eingeworfen nur um eventuellen Abel zu schaden. Schwer zu schaden. Ihm einen Schlag zu versetzen, von dem er sich nicht so schnell erholte.

Der Fake-Moody sah zu seinem weißhaarigen Widersacher. Der Schock und das Entsetzen auf Abels Gesicht bestätigten wie tief es ihn verletzt hatte. Schließlich war Draco Abels bester Freund. Natürlich, Sirius Black und Seversus Snape wahren seine Vertrauten, Leute denen er absolut alles erzählte, aber er konnte keine Lehrer in den Kelch werfen und irgendwie schienen Draco ihm sogar noch näher zu stehen.

Außerdem, Abels Umfeld bestand nur aus Feinden Voldemorts. Snape und Draco waren die einzigen Ausnahmen gewesen und deswegen zweifelte Tom auch an deren Zugehörigkeit.

„Draco Malfoy!", donnerte Dumbledore ein zweites Mal durch die Halle und riss genannte Person aus ihrer Starre.

Kürzer als das letzte Kapitel. Es schafft nicht mal 2800 Wörter, aber es ist alles gesagt und hier ist ein schöner Punkt um aufzuhören.

Der vierte Champion ist also Draco Malfoy. Armer Draco. Er hat mein vollstes Mitleid. Naja, ich bin eigentlich auch die Schuldige aber egal.

Für alle, die es im ersten Anlauf nicht verstanden haben, hier noch mal die Erklärung:

Draco ist mit Abel befreundet. Abel ist nur mit Voldemort-Feinden befreundet und ein offener Feind für Tom. Also schlussfolgert Tom, dass auch Draco ein Feind Voldemorts ist und schmeißt ihn in den Pot.

Im Endeffekt ist der vierte Champion eigentlich nur als Versicherung für, ihr wisst schon was, gedacht. Man muss schließlich sicher gehen, dass das Opfer ein „Feind" ist.

Ein herzliches Dankeschön an alle regelmäßigen Leser und besonders an die, die mir immer Kommentare hinterlassen. Jeder kann da was da lassen. Gut oder schlecht ist dabei egal. Alles erwünscht.

Kurzmeldung: Hat wer wünsche für Dracos Tanzpartnerin für den Weihnachtsball? Ich kann mich nämlich einfach nicht festlegen.

Kapitel 09: „Grenzland" Draco versucht mit der Bürde klar zu kommen und bereitet sich mit Abels und Hermines Hilfe auf die erste Prüfung vor. Heißt: Draco ist Hauptperson im nächsten Kapitel.

Viel Spaß beim Lesen

Lg Tayel