Titel: Dating für Dummies
Autor: Laren aka Cyrrer
Disclaimer: Ich besitze absolut keine Rechte an Gundam Wing. Und ich gedenke auch keinen müden Pfennig mit diesem Geschreibsel zu verdienen.
Betadank: an Zanna

Zwar nicht ganz so schnell wie die letzten (war das lange WE im Norden und hab nicht ein einziges Wort getippert… naja Strand war auch viel spannender g) aber trotzdem noch schnell.

Nächstes WE wird's wohl auch nichts geben, zwar besuch ich da Zanna, aber da wir vorhaben 2 Staffeln Dr. Who, 1 Staffel Trochwood und 2 Kinofilme zu gucken (in nur 3 Tagen) werde ich wohl auch nicht zum schreiben kommen :-)

Trotzdem (oder gerade deswegen) wünsch ich euch viel Spaß beim lesen des Kapitels.


„Ich glaub man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich einfach nicht für dieses Dating Spiel gemacht bin. Am besten ist es vielleicht, wenn ich gleich ganz aufgeb," grummelte Duo zu Quatre. Sie standen nebeneinander in der Schlange zu einem relativ neuen, und angeblich total heißen Club an. Trotz, oder gerade wegen der langen Schlange war sich Duo jetzt schon sicher, dass er dem Nightwish treu bleiben würde. Nur heute hatte er irgendwie keine Lust gehabt dorthin zu gehen. Bei seinem Glück würde er garantiert Treize über dem Weg laufen, und dann könnte er für nichts garantieren. Weshalb sie spontan beschlossen hatten den anderen Club mal auszuprobieren.

„Wie kommst du nur auf die Idee?" fragte Quatre.

„Weil ich bisher nur die schlimmsten Katastrophen erlebt hab. Diese Woche war der blanke Horror." Duo schüttelte sich bei der Erinnerung an die zwei Dates die er neben dem missglückten Abend mit Treize noch gehabt hatte.

„So schlimm kann es doch auf keinen Fall gewesen sein," erwiderte Quatre gut gelaunt.

„Hallo???" empörte sich Duo. „Ich war gestern essen in einem Veganischem Restaurant. Schlimmer geht's nicht mehr."

Duo war sich sicher, dass Quatre gerade ein Lächeln unterdrückte. „Und das ist nicht komisch!" stellte er deshalb noch mal fest.

„Also ich weiß ja nicht. Wenn die Gesellschaft nett ist, spielt doch das Restaurant keine Rolle."

Duo rollte jetzt wirklich mit den Augen. „Normalerweise hast du Recht. Aber wir reden hier von einem Veganischen Restaurant. Ganz davon abgesehen dass ich noch nicht mal wusste dass unsere Stadt so etwas hat, wer geht wohl dorthin zum essen? Ein kleiner Tipp, es sind keine normalen Esser."

„Duo, du wirst doch wohl jetzt nicht sagen, dass du Vorurteile gegen Veganer hast?"

Duo seufzte. „Versteh mich nicht falsch Q. Ich hab nichts gegen Vegetarier. Verdammt wenn das nicht so ein Klischee wäre, wäre würde ich jetzt sagen dass meine beste Freundin Vegetarierin ist. Und ich esse in unserer Kantine mindestens genauso oft das vegetarische Menu wie das ‚normale'. Aber Veganer? Das ist ne vollkommen andere Spezies. Wenn ich gestern nicht zufälligerweise Turnschuhe statt meiner Lederschuhe angehabt hätte, dann hätten die mich garantiert gelyncht."

Quatre lachte laut auf. „Ich bin sicher du übertreibst."

Duo schüttelte vehement den Kopf. „Nein, tue ich nicht. Du hättest das mal erleben sollen. Während des ganzen Essens hat Rick – so hieß der Typ – mir in epischer Länge erzählt wie verwerflich doch unser normales Essverhalten ist. Als er dann irgendwann meinte, dass wer wirklich im Einklang mit der Natur sein will, sich eigentlich nur von Fallobst ernähren dürfte hab ich echt aufgegeben. Er schien ja ansonsten ganz nett zu sein, aber diesen Stresslevel brauch ich nicht. Ich bin ein Fleischesser und hab kein schlechtes Gewissen dabei. Ich will Leder tragen und mir nicht bei jedem Apfel den ich essen möchte fragen müssen ob ich dadurch den Kreislauf der Natur beeinflusse. Irgendwo ist mal gut!"

Quatre hob abwehrend die Hände. „OK, ich sehe ein, dass das Date ziemlich anstrengend gewesen ist. Aber deswegen gleich aufgeben? Ziemlich drastisch oder?"

Duo schnaubte. „Du hast gut reden. Während du es dir auf deiner Geschäftsreise gemütlich gemacht hast, hab ich hier leiden müssen. Es war ja nicht nur Rick der Veganer, sondern das andere Date war genauso katastrophal."

„Davon hast du noch gar nichts erzählt. Was war denn damit los?"

„Wir waren im Theater!"

„Ja und? Ich liebe das Theater." Quatre strahlte.

„Und es lief ‚Die Fliege an der Wand'." Duo war immer noch erstaunt, dass sein Gehirn scheinbar keinen bleibenden Schaden an dem Abend erlitten hatte.

„Oh," sagte Quatre aufgeregt. „Das ist so ein tolles Stück. Ich war schon zweimal drin."

Duo betrachtete seinen Freund, als ob ihm gerade ein zweiter Kopf gewachsen wäre. „Du warst da zweimal drin? Freiwillig?" Das war ein Konzept das Duo einfach nicht verstehen konnte.

„Oh ja. Hab selten so eine ergreifende und dadaistische Annäherung an den Sinn des Lebens erlebt. Besonders gut hat mir die Einfachheit des Bühnenbildes gefallen."

„Wer bist du, und was hast du mit dem wirklichen Quatre getan?" fragte Duo entsetzt. Es konnte doch wohl nicht sein, dass sein Freund diesen Quatsch mit Soße mochte und verstand?

„Ich weiß echt nicht was du hast," erwiderte Quatre. „Das Stück war doch wirklich gut. Ich hab schon sehr viel Schlimmeres gesehen."

Und das merkwürdige war, dass Duo ihm das sogar abnehmen konnte. Plötzlich wurde ihm bewusst, dass er und sein Freund eine vollkommen andere Bildung genossen hatten. Wahrscheinlich war es in einer Familie wie den Winners normal schon Kinder mit in so abgedrehte Theaterstücke zu schleifen. Und vielleicht konnte Quatre in dieser Art Stücke tatsächlich mehr sehen als Duo. Trotz dass sie sich in so vielen Dingen total ähnlich waren, gab es diese absoluten Unterschiede. Duo schnaubte. „Erinnere mich daran, nie mit dir ins Theater zu gehen," witzelte er.

Quatre zog eine kleine Schnute. „Wieso das denn?" aber das laute Lachen am Ende seines Satzes zeigte dass er ganz genau den Grund kannte. Duo fiel in das Lachen mit ein und sie hatten noch viel Spaß bis sie endlich in den Club eingelassen wurden.

Nach knapp zwei Stunden war sich Duo absolut sicher, dass dieser Laden dem Nightwish nicht gefährlich werden konnte. Sicher, er würde immer ein großes Publikum haben, aber nicht wirklich das, was Duo suchte. Die Musik war nicht schlecht und auch die Einrichtung war ok, aber das Nightwish hatte irgendwie etwas besonders, das dieser neue, fast gelackte Laden einfach nicht besaß. Trotzdem amüsierte sich Duo recht gut. Es war nicht schlecht von Zeit zu Zeit auch mal woanders zu sein. Außerdem war das Tanzen mit Quatre sehr viel interessanter als all die quälenden Dates die er diese Woche gehabt hatte.

„Ich brauch dringend was zu trinken," schrie Quatre in sein Ohr.

Da auch Duo das Gefühl hatte langsam auszutrocknen, nickte er nur und folgte seinen Freund zur nahe gelegenen Bar. Dort bestellten sie sich beide jeweils eine Flasche Wasser. Tanzen machte extrem durstig.

„Ist nett hier," nuschelte Quatre zwischen zwei Schlucken. „Nicht so toll wie im Nightwish aber nett."

Duo nickte bestätigend. Seine Augen ließ er dabei über all die anderen Gäste schweifen. „Ist nen etwas anderes Publikum als im Nightwish."

„Das ist doch gut. Dann trifft man mal Leute die man noch nicht kennt. Offiziell sind wir schließlich ja noch auf der Suche nach Mr. Right. Da schadet es nichts mal die Jagdgründe zu wechseln."

Duo musste breit grinsen. Quatre hatte ja so Recht. Wenn sie immer nur im selben Teich fischen würden, dann mussten sie sich nicht wundern wenn sie immer nur die gleichen Typen trafen. Was Duo daran erinnerte dass er so damit beschäftigt war über seine Katastrophen dates zu jammern, dass er Quatre noch gar nicht gefragt hatte wie es denn bei seiner Suche aussah. Ein schöner Freund war er. „Wie läuft es denn bei dir?" hakte er deshalb gleich mal nach. Zum Glück war in der Nähe der Bar die Musik ein wenig gedämpft, so dass man zumindest halbwegs normal miteinender reden konnte. So normal wie es in einem Club halt möglich war.

Quatre winkte ab. „Bisher noch kein Date – war einfach zu sehr mit der Firma beschäftigt. Aber ich hab mich mit ein paar netten Typen gemailt. Vielleicht mach ich für nächste Woche mal ein Treffen aus. Bin da nicht sonderlich in Eile."

Duo schüttelte den Kopf. „Tss, ich will das irgendwie lieber heute als morgen hinter mich bringen." Und das nicht nur wegen der Wette die er mit Hilde am Laufen hatte. So langsam gingen ihm die ganzen Dates – und die Katastrophen – auf die Nerven. Er wollte wieder seine Ruhe haben.

„Wie heißt es so schön? You can't hurry love. Ich gehe es lieber etwas gemütlicher an. Wenn es passieren soll, dann passiert es."

„Also mit der Philosophie hättest du eigentlich gar keine Anzeige im Internetforum aufgeben brauchen," witzelte Duo.

Quatre grinste verstohlen. „Naja, das Schicksal kann sicher den einen oder anderen Anschubser vertragen."

Duo lachte. Sein Freund war wirklich unbezahlbar.

Sie standen noch eine Weile an der Bar und betrachteten weiter die anderen Gäste des Clubs. Dann zog Quatre plötzlich laut die Luft ein und seine Hand vergrub sich in Duos Arm. „Oh wow," sagte er.

„Was ist?" fragte Duo verwundert.

„Schau dir diesen absolut göttlichen Typen an," erklärte Quatre und mit einer schnellen Bewegung schob er Duos Kopf in eine bestimmte Richtung.

Duo versuchte sich auf die ganzen Menschen vor ihm zu konzentrieren und zu erahnen wer denn Quatres Aufmerksamkeit erregt hatte. „Wen meinst du?"

„Den großen Tänzer. Oh man ist der heiß, den könnt ich von oben bis unten abschlecken."

Duos Augen fokussierten sich und ihm war auf einmal klar wen Quatre meinte. ‚Groß, dunkel und tanzt wie ein Profi', so hatte ihn Jennifer beschrieben, und Duo musste neidlos zugeben dass sie damit absolut Recht hatte. Trowa bewegte sich zu der Musik, als ob sie ein Teil von ihm wäre. Und er sah dabei verdammt gut aus.

„Also den würde ich garantiert nicht von der Bettkante schubsen," sagte Quatre mit leuchtenden Augen. „Im Gegenteil, daran festbinden und nie wieder loslassen."

„Quatre du sabberst ja fast," witzelte Duo, während er immer noch versuchte zu verstehen wieso sein Freund derart auf Trowa reagierte. Er hatte den Maler zwar bis auf den Kultur-Clash ganz nett gefunden und er sah sicherlich ganz gut aus, aber trotzdem schien Quatres Reaktion etwas übertrieben zu sein.

„Wie könnte ich bei dem Anblick nicht sabbern? Der Mann ist ein Gott. Ich will ihn! Ob er auf Kerle steht?"

„Er war mein Date vom Mittwoch."

„Also ist er schwul. Und Single. Yeah!" Quatre war wirklich begeistert. Doch dann verdunkelte sich sein Gesicht kurz. „Wieso hast du so einen Typen davon ziehen lassen Duo? Der ist doch perfekt."

„Nicht für mich Q. ‚Die Fliege an der Wand' ist echt nichts für mich."

Quatre sah ihn kurz verständnislos an, doch dann zuckte er mit den Schultern. „Dein Verlust. Oh man, wie komm ich nur an den Typen ran?"

Duo kicherte: „Indem du ihn anbaggerst?" Er wusste schließlich aus erster Hand, dass Quatre nicht ganz unbeleckt war was das anging.

„Oh Gott, ich glaub ich bringt keinen Ton raus. Der wird mich für durchgeknallt halten."

„Wenn du zu ihm hingehst und ihm deine Zunge in den Mund schiebst, wirst du nicht viel reden müssen," gab Duo gutgelaunt zurück. Irgendwie hatte es etwas lustiges an sich seinen Freund so hin und her gerissen zu erleben.

„Duo!"

Duo hob abwehrend seine Hände. „Ok, ok. Ich kann meinen Stolz runter schlucken und dir Trowa vorstellen."

Quatre schien vollkommen erleichtert zu sein. Dann runzelte er kurz die Stirn. „Er heißt Trowa?"

„Ungewöhnlicher Name, was? Könnte glatt unserem Club beitreten. Trowa Barton. Er ist Maler."

„DAS ist Trowa Barton?" Quatres Stimme schien fast überzuschlagen. „Oh mein Gott, wenn ich gewusst hätte dass er so aussieht, dann hätte ich die letzte Vernissage garantiert nicht verpasst."

Jetzt war es an Duo ein paar Fragezeichen über den Kopf zu haben. „Was?" fragte er deshalb intelligent.

„Trowa Barton ist in der Kunstszene als der heißeste neue Maler bekannt. Ich selbst hab zwei Bilder von ihm. Wer hätte gedacht dass er noch viel perfekter ist als seine gesamten Werke."

Langsam holte Duos Gehirn auf. Trowa war Maler. Aber nicht wie er gedacht hatte, sondern ein Künstler. Kein Wunder dass der auf Sachen wie Zwölftonmusik stand. Da hätte Jennifer ihn aber auch mal vorwarnen können. „Ich hab noch nie von ihm gehört," gab Duo zu.

Quatre blickte ihn ungläubig an. „Aber er ist doch so berühmt. Erst vor ein paar Wochen ist eines seiner Bilder ins Modern Art Museum aufgenommen worden. Er ist praktisch ein Berühmtheit. Oh Gott, du musst mich ihm vorstellen."

„Ja, ja. Das mach ich ja. Nur solltest du nen bisschen dein Fangirl-gehabe runterschrauben," stichelte Duo gutmütig.

Erwachsen wie er war, antwortete Quatre indem er seine Zunge rausstreckte. Doch dann wurde er wieder ganz ernst. „Oh man, hoffentlich blamier ich mich nicht."

Duo schüttelte jetzt wirklich seinen Kopf. „Q, ist ja schön dich mal so aufgeregt zu erleben. Aber mach dir keinen Kopf. Du siehst verdammt gut aus und bist der netteste Typ den ich kenn. Wenn Trowa dich nicht mögen sollte, dann ist es sein Fehler, nicht deiner. Und jetzt los Tiger, hau ihn mit deinem Charme um." Nach dieser kleinen Motivationsrede schubste Duo Quatre an und zog ihn mit sich zu dem tanzenden Trowa.

Zum Glück hielt sich dieser eher am Rand der Tanzfläche auf, so dass sie sich nicht durch eine Menschenmenge schieben mussten. Duo war es irgendwie ein wenig peinlich jetzt auf Trowa zu treffen. Zwar waren sie nach dem Date nicht im bösen auseinander gegangen, aber es hatte trotzdem noch nicht einmal zum Austausch von Telefonnummern gereicht. Aber für Quatre würde er dieses Vorstellen trotzdem hinter sich bringen. Er konnte sich zwar nicht vorstellen dass Trowa tatsächlich der Mr. Perfekt für seinen blonden Freund war, aber ein nettes Date hatte sich dieser trotzdem verdient.

Als sie Trowa erreicht hatten, tippte Duo ihn kurz an der Schulter an. Der große Mann drehte sich erstaunt zu ihnen. Als er Duo erkannte lächelte er kurz. „Hey Duo. Spaßig das wir uns hier treffen."

Duo fand es ganz in Ordnung dass Trowa seinen Namen nicht vergessen hatte, das war schon mal ein nettes Zeichen. „Besonders wo ich dachte dass du deinen Fuß schonen willst?" konnte sich Duo nicht verkneifen. Wenn sie nach dem Theaterstück noch tanzen gegangen wären, dann wäre das Date vielleicht nicht ganz so katastrophal verlaufen.

„Dem Fuß geht's wieder gut. Und da ich ihn so lange schonen musste, hat's mich echt gejuckt mal wieder tanzen zu gehen."

Plötzlich merkte Duo, wie ihn Quatre in den Arm kniff. Sein blonder Freund schien ungeduldig zu werden. Duo schmunzelte kurz, dann zog er Q nach vorne. „Trowa, ich würde dir gerne einen guten Freund von mir vorstellen. Das hier ist Quatre."

Obwohl die Beleuchtung nicht die beste war, meinte Duo eine leichte Röte auf Quatres Gesicht zu sehen. Sein Freund streckte die Hand aus und sagte, „Freut mich dich kennen zu lernen." Duo hätte am liebsten mit den Augen gerollt. Was war denn mit Q los? So schüchtern hatte er ihn noch nie erlebt.

Doch Quatre setzte noch einen drauf. „Ich bin ein großer Bewunderer…"

Da musste Duo eingreifen, bevor sein Freund sich total blamierte oder wie ein wild gewordener Fan wirkte. „Er ist ein großer Bewunderer deiner Tanzkunst," rief er deshalb hastig dazwischen.

Trowa, dessen Augen unaufhörlich Quatre von oben bis unten begutachtet hatte, lächelte kurz und ergriff die ausgestreckte Hand. „Dann sollte ich dir vielleicht ne etwas größere Probe davon geben." Und damit zog er Quatre an sich und begann fast automatisch zum Takt der Musik zu bewegen.

Duo grinste. Das war ja einfacher gewesen als gedacht. Er entschied dass die beiden für die nächsten Minuten beschäftigt waren und zog sich zur Bar zurück um sie von dort aus zu beobachten.

Die ersten zwei Lieder über war das was die beiden ablieferten noch etwas unkoordiniert und fast schüchtern. Aber mit jeder Bewegung schienen sie sich näher zu kommen und einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Ab dem dritten Lied hätte man wahrscheinlich ein Brecheisen benötigt um sie auseinander zu bringen. Ab dem vierten schienen sie keinen Sauerstoff mehr zu benötigen, denn ihre Münder waren aneinandergeklebt.

Duo wunderte sich, ob es für Quatre genauso gewesen war, als dieser ihn und Treize beobachtet hatte? Er kam nicht umhin zu erkennen wie heiß die beiden zusammen waren und er freute sich für Quatre. Trotzdem kam er sich selbst dabei wie ein absoluter Verlierer vor. Auch wenn Duo das selbst unter Folter abstreiten würde.

Er beobachtete die beiden noch ne ganze Weile, bis er dann entschied, dass die wohl so schnell nicht mehr damit aufhören würden praktisch auf der Tanzfläche Sex zu haben. Und da Duo auch keine Lust mehr verspürte selbst zu tanzen, entschloss er sich zu gehen.

Er schaffte es tatsächlich Quatre für ein paar Sekunden von Trowa wegzulocken um ihm bescheid zu sagen das er gehen würde. Sein blonder Freund sah etwas besorgt aus. „Bist du sauer wenn ich bleib?"

Duo lachte. „Quatsch. Ich hab dich ihm schließlich vorgestellt. Ich wünsch dir viel Spaß. Aber tu nichts, was du morgen bereust."

„Auf keinen Fall," entgegnete Quatre und widmete sich wieder Trowa.

Mit einem halbwegs guten Gefühl machte sich Duo danach auf den Weg nach Hause. Was sollte schon groß passieren? Quatre war erwachsen und konnte verdammt gut auf sich selbst aufpassen.

Umso erstaunter war er, als am nächsten Morgen gegen acht sein Telefon klingelte und die Nummer die das Display anzeigte die von Quatre war. Trotz seiner Müdigkeit reagierte Duo sofort und nahm das Gespräch an. „Was ist los?" fragte er leicht besorgt.

„Guten Morgen Duo," flötete Quatre. „Ich wollt dir nur sagen dass Trowa der Wahnsinn ist. Und das wir heiraten werden."