Hier Kapi Nr. 9!
Viel Spaß!
LG
Ronjale55
SDSDSDSDSDSDSDSD
Kim saß gähnend im Mathe-Unterricht, in dem die Lehrerin über Schatten Berechnung redete. Sie legte den Kopf auf die Arme und schlief fast ein, doch hob schnell wieder den Kopf. Sie sah zur Tür, durch dessen Fenster sie eine Gestalt vorbeihuschen sah. Sie stand auf und ging auf den Schulflur. Niemand zu sehen. Hinter ihr im Flur huschte erneut die Gestalt vorbei. Sie drehte sich um und ging langsam den Flur runter. „Hallo?" rief sie. Hinter der Ecke einer Spindreihe lehnte ihre Vorfahrin Emily in einem altmodischem Kleid. Sie sah Kim an. Dann ging sie durch die Tür neben sich und Kim folgte ihr.
Plötzlich war sie im Wald, auf einem Friedhof. Emily stand einige Meter entfernt, sah sie an und ging weiter. Kim folgte ihr. Bei einer Ruine blieb Emily stehen und sah wieder zu Kim. „Bitte hilf mir." sagte sie. „Wer bist du?" fragte Kim ängstlich. „Ich bin Emily. Das weißt du. Wir sind verwandt." lächelte sie. „Wo bin ich?" Emily sah zur Ruine. „An diesem Ort hat es angefangen. Und hier muss es auch enden!" „Nein! Das ist nicht real!" Kim wollte weglaufen, doch Emily tauchte urplötzlich vor ihr auf und versperrte ihr den Weg. Kim drehte sich panisch um, schon wieder stand Emily vor ihr. „Hilf mir!" befahl sie.
Und Kim wachte auf. Sie war im Unterricht eingeschlafen. Die Mitschüler starrten sie an, auch das Mädchen neben Kim. „Was guckst du denn so?! Dreh dich um!" fuhr Kim sie an. Grinsend gehorchte das Mädchen. Kim sah wieder nach vorne, doch Emily saß direkt neben ihr. Als Kim das sah, fing sie an zu schreien und wachte im Schlafanzug und Jacke im Wald beim alten Friedhof auf...
Jessica und Rosalya liefen zur Schule und redeten über Kim. „Hast du mal mit Kim geredet?" fragte Jessica. „Nein. Ich bin sauer auf sie. Sie muss den ersten Schritt machen." „Sei einfach mal großzügig." „Völlig unmöglich in ihrer Gegenwart." „Weswegen bist du eigentlich so sauer auf sie?" lachte Jessica. „Sie ist eine Diebin, deswegen. Ich hab ihr meine Halskette gegeben und sie gibt sie mir nicht wieder. Es geht mir ums Prinzip." „Also gut, ich habs versucht, ab jetzt halt ich mich raus." „Gut. Jetzt zu dir. Wo ist Lysander? Hast du mit ihm geredet?" „Er meidet mich." „Wieso?" Jessica seufzte. „Das ist kompliziert." Es klingelte und sie waren beim Eingang angekommen. „Bis nachher." verabschiedete Jessica sich, da sie ein anderes Fach hatten und ging. „Bis dann." winkte Rosalya. Nathaniel kam heraus und sagte „Hey." zu Rosalya und lief weiter. „Hey." lächelte Rosalya und ging verwirrt rein, da Nathaniel sonst nichts gesagt hatte.
Jessica kam ins Klassenzimmer und sah, dass Lysander und Kim nicht da waren. Seufzend setzte sie sich auf ihren Platz. Mit dem Klingeln kam Kim schnell rein gerannt und nach ihr ein neuer Lehrer. „Guten Morgen, alle miteinander. Dann...wollen wir mal." Er nahm die Kreide und schrieb seinen Namen auf die Tafel. Währenddessen lehnte Jessica sich zu Kim und flüsterte: „Alles in Ordnung mit dir?" Kim zuckte mit den Schultern. „Armin Saltzman." sagte der Lehrer und lächelte. „Ziemlicher Zungenbrecher, ich weiß, das geht einem nicht gerade leicht über die Lippen. Saltzman ist deutschem Ursprungs. Meine Familie ist 1755 nach Texas eingewandert." Jessica sah zu Lysanders leerem Platz. „Ich allerdings, bin in Boston geboren und aufgewachsen. Und der Name Armin stammt von einem sehr toten Urgroßvater, dem ich dafür gar nicht dankbar genug sein kann. Ich bin euer neuer Geschichtslehrer."
Lysander lag im Bett und schlief und wurde von Castiel geweckt. „Raus aus den Federn! Du kommst zu spät zur Schule!" rief er und hielt ihm eine Tasse Kaffee hin. „Was...was soll das?" „Friedensangebot." Seufzend stand Lysander auf und wollte ins Bad. Castiel hielt ihm die Tasse hin. „Das brauchst du für deinen Blutkreislauf. Tut totem Fleisch gut." Lysander starrte ihn nur an. „Also gut, tut mir leid." „Geh aus dem Weg, bitte." Er ging an ihm vorbei ins Bad. Castiel seufzte. „Ich hab uns die Stadt vom Hals geschafft, das war zum Wohle aller! Aber es tut mir leid.. Und zum Beweis...verzichte ich auf Blut von Menschen!" rief er ihm nach. „Für mindestens...ne Woche. Ich mache die Lysander-Diät. Nur nichts mit...Federn." Lysander kam wieder aus dem Bad. „Weil ich eingesehen hab, dass das Töten deiner ältesten und engsten Freundin mehr als böse war und doch irgendwie... einen gewissen Humor hat." imitierte Lysander ihn. „Hey, machst du mich etwa nach?" Lysander zog sich an. „Ja, Lysander! Jetzt, wo wir den Geheimbund der Vampirhasser endlich vom Hals haben, kann ich wieder zurück zu meiner alten Wie-zerstöre-ich-Lysanders-Leben-Gewohnheit." sagte Lysander. „Und ich kann jetzt wieder schmollen und Jessica nachschmachten und vor mich hingrübeln..." imitierte Castiel. „Das gefällt mir, ist witzig." grinste er. „Und ich werde endlich den geheimen Grund meiner bösen teuflischen Rückkehr nach Mystic Falls offenbaren!" sagte Lysander. „Mhm...ja. Ich bin raus." Er ging, drehte sich aber imitierend zurück. „Das sieht dir ähnlich, Castiel. Immer musst du das letzte Wort haben!" Dann war er weg.
Kim erzählte Jessica auf dem Schulhof von ihren krassen Alpträumen. „Und dann war ich auf einmal bei der Ruine der alten Fell's Kirche, bevor ich wieder im Wald aufgewacht bin." „Und die ganze Zeit siehst du deine Vorfahrin Emily?" Sie nickte ängstlich. „Hm..." „Glaubst du an Geister?" „Vor zwei Wochen hätt ich noch nein gesagt, aber jetzt..." „Ich werde heimgesucht, fürchte ich." „Das verstehe ich nicht, warum Emily?" „Grams sagt, das sie zu Bürgerkriegszeiten eine mächtige Hexe war. Und der Kristall ihr gehörte. Er ist ein Hexentalisman." „Und es hat mit der Halskette angefangen?" „Ich glaube, sie benutzt sie, um mit mir in Verbindung zu treten." „Na gut, und was sagt deine Grams dazu?" „Ich kann sie nicht anrufen. Sie wird mir sagen, ich soll es zulassen, aber ich will es nicht zulassen. Ich will das es aufhört." Jessica stieß die Luft aus.
Kentin kam zum Klassenzimmer indem Armin sein Pausenbrot aß. „Hey Mr. Salzman, ich bin Kentin Gilbert, Sie wollten mich sprechen?" Er bedeutete ihm reinzukommen und sich an einen Tisch zu lehnen. „Wusstest du, dass dein früherer Lehrer...eine Idiotenkartei hatte?" Er holte einen Ordner hervor. „Kein Witz, steht da auf dem Etikett. Da stehen alle...Unruhestifter drin, aber in Wirklichkeit handelt das ganze Werk...von dir." Armin stand auf, lachte und sagte: „Mach dich deswegen nicht verrückt." Er warf den Ordner in den Müll. „Ich bin nicht wie er. Wir fangen von vorn an." Kentin grinste. „Und jetzt..." Armin lehnte sich an seinen Tisch. „Kommen wir zu den Noten." „Ich weiß, das waren ein paar schwierige Monate, aber ich will... ich versuche das wieder aufzuholen." „Ja, hab ich gesehen, aber das Problem ist, dass das halbe Schuljahr vorbei ist...und halb durchgefallen ist... immer noch ziemlich trostlos." Kentin schluckte. „Jetzt kommt dein Einsatz mit `Was kann ich tun um das zu ändern?` Ich bin froh, dass du fragst." Ken lächelte. „Wie wärs denn mit ner Extraleistung?" „Ja, ja klar! Was Sie wollen!" „Gut, dann schreib mir einen Aufsatz." „Okay...und worüber?" „Geschichte. Wähl dir ein Thema, irgendwas Regionales, nichts Wiedergekautes aus Wikipedia." Kentin grinste. „Diese alten Städte haben eine bedeutende Vergangenheit, also kremple die Ärmel hoch, bring was Gutes zu Stande und du bist wieder im Spiel." Kentin nickte. „Ok?" „Äh...ja klar!" grinsend stand er auf und schüttelte seine Hand. An seiner Hand war ein großer Ring, mit blauem Stein, ähnlich wie Lysanders und Castiels. „Das ist ein...echt cooler Ring." sagte Kentin und setzte seinen Rucksack auf. „Ah, danke. Der ist von meinem...Vater. N bisschen protzig, aber...ein Familienerbstück. Verstehst du?" Kentin nickte und wollte gehen. „Du hast eine Woche Zeit." sagte Armin.
Nathaniel begegnete Rosalya auf dem Schulhof und sagte wieder nur „Hey." „Hey." lächelte sie zurück, dann lief sie ihm nach. „Was soll das?" Nathaniel blieb stehen und drehte sich zu ihr. „Was soll was?" „Das Hey. Zum zweiten Mal, schon zwei Heys, das ist... oder kommen in deinem Wortschatz keine anderen Worte vor?" „Was hast du gegen Hey?" „Das Wort riecht nach peinlicher Botschaft! Du warst die Nacht über in meinem Bett, wir haben gekuschelt und dann schleichst du dich vor dem Morgengrauen hinaus und ich muss sagen, die Tour find ich absolut blöd und ich hab auf so was keine Lust! Und was die Heys angeht: Mal ernsthaft, kann sein, dass ich nur ein bemitleidenswerter Haufen Elend nach der Party war, aber glaub ja nicht, dass ich deswegen leicht rumzukriegen bin! Weil ich nämlich keine Typen mehr mit mir rumspielen lasse!" „Ich hab deine Mutter heute Morgen gehört und ich wollte nicht, dass du Ärger bekommst, also bin ich aus dem Fenster raus." „Du bist aus dem Fenster raus. Noch so eine absolut blöde Tour." „Deine Mutter ist der Sheriff! Und was die Heys angeht: Ich bin sicher, dass ich das schon seit der ersten Klasse jeden Tag zu dir sage." „Oh." „Und...das du da was rein interpretierst, ist ne absolut blöde Tour." Er ließ sie stehen.
Jessica ging aus der Schule und sah Lysander auf einem der Picknick-Tische sitzen. Sie lief zu ihm und er stand auf. „Hi." „Du warst nicht im Unterricht, ich hab mir Sorgen gemacht." „Ich hab deine Nachrichten bekommen, entschuldige, dass ich nicht geantwortet hab." Jessica fuhr sich durch die Haare. „Das, was ich dir sagen möchte, geht nicht am Telefon." „Eine SMS 'Ich hab meinen Bruder nicht getötet' hätte mir schon gereicht." lächelte sie „Ich hab meinen Bruder nicht getötet, auch... wenn er es..verdient hätte. Das hat er dir zu verdanken." „Und was wolltest du mir sagen?" „Ich werde nicht mehr in die Schule kommen. Ich zieh mich zurück und bleib auf Abstand. Das ist das einzig Richtige." „Willst du Abstand von der Schule oder...von mir?" Lysander schwieg. „Danke, ich hab schon verstanden." „So ist es wirklich besser." „Schon kapiert, ja." „Du bist wütend. Das ist gut. Es ist leichter für dich, wenn du mich hasst." Er ging weg.
Kim lief über den Schulhof und Castiel tauchte vor ihr auf. „Okay, das ist deine letzte Chance." grinste er. „Ich werde schreien." sagte sie und lief weiter. „Oh nein, tu das nicht, bleiben wir beim Wesentlichen. Hör zu: Ich will. Meine Halskette." „Die kriegst du aber nicht." „Naja, ich kann sie nicht nehmen, aber du kannst sie mir geben. Ich versuche dir zu helfen, ja?" „Aber ich will deine Hilfe nicht!" „Doch, du willst meine Hilfe, du weißt es nur nicht. Weißt du, warum, du kleine Hexe, weil du da in was reingestolpert bist, aus dem du wieder raus willst." „Lass mich in Ruhe, oder ich schwöre dir, ich..!" „Uh..nicht doch." Er versperrte ihr den Weg zur Autotür. „Keine Drohungen. Also, erstens, hast du mich kürzlich verletzt und zweitens, wünsch ich dir kein Leid. Ob du's glaubst oder nicht, ich will dich beschützen. Ich will dir bloß helfen, Emily loszuwerden." flüsterte er. „Woher weißt du von ihr?" „Ich weiß eine Menge!" Er ging auf sie zu und sie wich ängstlich zurück, bis zum gegenüberliegenden Auto. „Und ich weiß mehr über diesen Kristall, als du. Und ich weiß, dass sie ihn benutzt, um sich in dich hineinzuschleichen." Er strich ihr das Haar aus dem Gesicht. „Oh. Siehst du, wie viel Angst du hast? Und das solltest du auch. Denn ich werde diesen Kristall bekommen, selbst wenn ich darauf warten muss, das Emily ihn mir persönlich gibt." zischte er. Dann wich er etwas zurück. „Also... wenn sie das nächste Mal mit dir spielen will..." Er öffnete Kims Autotür. „sagst du ihr, ein Deal ist ein Deal." Kim zögerte einzusteigen, aber Castiel nickte und Kim stieg ein, was Castiel grinsen ließ. Dann schloss er die Autotür.
Kim fuhr mit Jessica nach Hause. „Ein übler Typ, Jessica. Er hat mir richtig Angst gemacht." „Du solltest dich soweit wie möglich von Castiel fernhalten." „Das versuche ich ja! Er kreuzt bloß...ständig wieder auf!" Jessica seufzte. „Ich will nicht, dass du allein bist. Du übernachtest heute bei mir, ja? Wir beide machen uns einen richtig schönen Abend." Kim sah auf die Halskette an ihrem Hals, hob den Kristall hoch, dachte nach und fuhr rechts ran. „Vorsicht!" rief Jessica. Dann stieg Kim aus. „Wo willst du hin?" Sie riss sich die Halskette ab und warf sie weit in die Wiese hinein. Dann stieg sie wieder ins Auto. „Alles in Ordnung?" fragte Jessica. „Jetzt schon. Ich hab nur Probleme, seit ich das Ding hatte. Warum hab ich das nicht schon früher getan?" „Was wird deine Grams dazu sagen?" „Grams wird schließlich nicht von einem 150 Jahre altem Geist verfolgt, oder?" Jessica nickte. „Okay. Also gut." Kim schnallte sich an und fuhr weiter.
Iris saß mit Kentin im Grill und beobachtete Armin, der ein Buch las. „Ich mag Männer, die allein essen gehen können. Die strahlen Stärke aus." sagte sie. „Ich dachte, du wärst noch auf dem Depressionstrip wegen Logan." sagte Kentin. „Ach, ich hab Männern für immer abgeschworn. Aber trotzdem kann ich sie ja beobachten, aus sicherer Entfernung." grinste sie. „Ich könnte euch bekanntmachen, wenn du willst." sagte Kentin. Iris schüttelte den Kopf.
Jessica öffnete abends die Haustür, Kim war schon bei ihr und Lysander stand davor. „Hey. Danke, das du gekommen bist. Ich hätte nicht angerufen, wenn es nicht wichtig wäre." „Das weiß ich." Jessica ging zu Lysander vor die Tür und schloss die Tür hinter sich. Dann lief sie aufgewühlt auf der Veranda hin und her. „Er hat sie bedroht, Lysander!" „Was sollte Castiel von Kim wollen?" „Sie hat diese Halskette, Rosalya hat sie von Castiel, sie hat sie Kim gegeben und jetzt verlangt Castiel sie wieder zurück. Er bedrängt sie." „Wegen einer Halskette." wiederholte er skeptisch. „Das ist nicht irgendeine Halskette. Sie hat mit Kims Herkunft zu tun, sie gehörte einer ihrer Vorfahren, der während des Bürgerkriegs hier gelebt hat. Als ihr beide hier gelebt habt." erkannte Jessica. „Ihr Name war Emily. Sie war Debrahs Zofe und eine Hexe." „Du weißt es?" Er nickte. „Das mit Kim?" „Am ersten Abend, als ich zum Essen bei dir war...hab ich es erkannt." Jessica seufzte. „Und jetzt weiß Castiel es auch und..aus irgendeinem Grund will er diese Halskette." „Wie sieht sie aus?" „Es ist eine...eine antike Fassung mit einem..." „Bernsteinfarbenen Kristall." ergänzte Lysander. „Damals gehörte sie Debrah. Emily hat sie ihr geschenkt, was bedeutet..." „Was?" „Weiß ich nicht. Aber ich finde es raus. Ich rede mit Castiel." „Wird er's dir sagen?" Er nickte. „Ich...kriegs schon aus ihm raus." Jessica nickte und Lysander ging weg.
Im Grill bei Kentin und Iris.
„Hast du dir schon ein Thema ausgesucht?" fragte Iris. „Nein, noch nicht. Es soll was regionales sein und keine Internetrecherche, also..." „Das ist einfach, dein Vater hatte doch so viel Zeug." „Was für Zeug?" „Wie die Gilberts mit der Mayflower nach Amerika kamen. Die ganze Abstammungsgeschichte von da an. Dein Vater hat diesen Abstammungskram richtig geliebt." lächelte sie. „Ist alles im Schrank in nen paar Kartons." Armin kam zu ihnen herüber. „Mr. Saltzman!" grinste Ken. „Kentin, wie läufts?" Sie klatschten sich ab, dann deutete Kentin zu Iris. „Das ist meine Tante Iris." „Armin Saltzman, hallo. Freut mich." „Kentin hat mir von seiner Hausarbeit erzählt. Danke, das Sie ihm noch eine Chance geben." „Ach, das war mein erster Tag, da...wollte ich einen guten Eindruck machen." lächelte er. Kentin sah zwischen ihnen hin und her.
Castiel war an der Bar, eine Flasche Alkohol neben sich und Lysander kam zu ihm, ihn wieder imitierend. „Also, Lysander, weißt du. Ich hab nachgedacht. Wir sollten nochmal von vorn anfangen, diesem Bruder-Ding noch eine Chance geben." Castiel grinste. „Früher haben wir das doch auch wunderbar hingekriegt." fuhr Lysander fort. „Find ich nicht...Castiel. Ich trau dir nicht, das du plötzlich nett bist, du...tötest alle und bist so gemein. Du bist so gemein und... ach, es ist schwer dich zu imitieren und dann muss ich mich auch noch zu dir herablassen." sagte Castiel. (AU: XD love it!) Lysander grinste und bestellte einen Kaffee. „Was ist mit der Flasche?" fragte er dann. Castiel seufzte. „Ich bin gereizt. Radikaldiät, ich versuch mich zurückzuhalten, weißt du?" „Mhm...du könntest einfach gehen, eine neue Stadt finden und sie zu deiner persönlichen Tankstelle machen." „Ich schaff das schon." Lysander bekam seinen Kaffee und bedankte sich. „Du musst mich nicht im Auge behalten." sagte Castiel. „Ich bin auch nicht deswegen hier." „Wieso bist du dann hier?" „Wieso nicht?" Er schnappte sich Castiels Flasche und ging. Grinsend folgte Castiel ihm.
Jessica legte Servietten fürs Essen hin, während Rosalya eine Tüte mit Essen auspackte. Kim kam dazu, doch Rosalya schwieg. Jessica warf ihr einen vorwurfsvollen Blick zu. Dann fasste Rosalya Mut und wandte sich zu Kim. „Tut mir leid. So, jetzt hab ich es gesagt. Wenn du diese hässliche Halskette willst, behalt sie. Sie gehört dir." lächelte sie. „Äh...wirst du mich hassen, wenn ich dir sage, ich hab sie weggeworfen?" „Du...hast sie weggeworfen?!" „Ich weiß, das klingt verrückt, aber ich hatte Alpträume davon, ich musste sie loswerden." „Du hättest sie mir wiedergeben können!" „Was, damit du sie Castiel zurückgeben kannst?" grinste Jessica. Rosalya seufzte. „Scheiß auf Castiel. Wollen wir jetzt Maniküre machen? Wer hat ein Set dabei?" „Meins ist in meiner Tasche." sagte Kim und Rosalya ging zur Tasche. „Also, Jessica, was denkst du, wie lange der Streit mit Lysander noch dauert? Ist das etwas...das für immer...dauert?" fragte sie und hatte Probleme mit dem Reißverschluss der Tasche. „Keine Ahnung, Rosalya." Rosalya schnaubte. „Wieso lügst du eigentlich, Kim?!" „Was?!" „Rosalya!" Rosalya hielt die Halskette in der Hand. Jessica und Kim starrten sie entsetzt an.
Rosalya schmiss die Kette wütend auf den Esstisch und funkelte Kim an. „Ich lüge dich nicht an, Rosalya, ich schwörs!" „Es stimmt, ich hab zugesehen, wie sie sie weggeworfen hat." sagte Jessica. „Na dann, erklärs mir doch!" „Emily?" fragte Kim Jessica. „Wer ist Emily?" fragte Rosalya. „Der Geist!" „Oh, er hat sogar einen Namen der Geist!" „Shh, Rosalya, bitte." sagte Jessica. „ Warum lässt sie mich nicht einfach in Ruhe?" „Hey! Was ist eigentlich los?! Warum schließt ihr mich aus eurer Unterhaltung aus?! Das macht ihr mit mit andauernd!" rief Rosalya aufgebracht. „Das ist nicht wahr." meinte Jessica. „Ist es doch." sagte Kim. „Du hörst nicht zu, ich kann nicht mit dir reden." „Ist doch gar nicht wahr!" „Ich bin eine Hexe." „Wissen wir das nicht schon längst?" „Siehst du?! Das hab ich gemeint! Ich will dir etwas erzählen, aber du...du willst es gar nicht hörn!" Verletzt lief Kim weg und die Treppe hoch. „Ich höre zu!" beteuerte Rosalya. „Wann hab ich nicht zugehört?" Jessica stieß die Luft aus.
Im Grill setzte Iris sich zu Armin. „Kentin hat mich einfach sitzen lassen." „Wo ist er denn hin?" „Nach Hause. Es ist nicht weit, er kann zu Fuß gehen." „Und Sie, sind Sie von hier, sind Sie... eine Einheimische?" „Eine Heimkehrerin." lächelte Iris. „Ich war eine Weile woanders und bin wieder da." „Warum sind Sie gegangen?" „Uni." Armin nickte und grinste. „Und dann ist da noch der wahre Grund..." Armin lachte. „Okay." „Ich wurde verletzt. N Kerl namens Logan." „Was hat er getan?" „Das Übliche. Betrogen, gelogen, mich wieder geködert, dann wieder verlassen." Armin nickte. „Sie sind dran. Irgendwelche traurigen Beziehungsgeschichten?" grinste sie. „Das Übliche. Wahnsinnig verliebt, früh geheiratet. Frau gestorben..." „Oh. Wow." „Ja, das ist immer eine gute Unterhaltungsbremse." „Wie ist das passiert?" „Tja, Sie, ich und die Polizei von North Carolina stellen uns offenbar dieselbe Frage. Das, äh...nennt man einen ungeklärten Fall." Er seufzte und nahm einen Schluck Whiskey. „Und..warum sind Sie hergezogen?" „Ach...ein Ortswechsel, Tapetenwechsel. Tja. Mir gefällts hier, hier gibt's eine bedeutende Vergangenheit."
Lysander warf Dartpfeile und traf ins Schwarze. „Glückstreffer." sagte Castiel. „Wohl eher eine über Jahrzehnte ausgefeilte Fähigkeit." Castiel schrieb die Punkte auf die Tafel neben der Dartscheibe. „Du besiegst mich." „Ja, klar. Weil ich besser bin als du." grinste Lysander. „Ich durchschaue dich. Umgekehrte Psychologie. Ein bisschen durchsichtig zwar, aber ich bewundere die Mühe." „Magst du den Grübler lieber?" „Im Ernst, was für ein Spiel spielst du hier?" „Das ist eine witzige Frage, wenn man bedenkt, dass ich dir eben diese Frage schon seit...Monaten stelle." lächelte Lysander. „Das ist frustrierend, nicht?" „Touché."
Kim saß oben im Wohnzimmer auf einem Sofa und Rosalya kam zu ihr. „Kim. Weißt du, ich kann das einfach nicht. Ja? Ich glaub nicht an das wuh-wuh." Sie seufzte. „Aber wenn du es tust, dann...ok. Ich bin dabei. Alles was ich will ist mit an Bord zu dürfen, weil...weil ich dich als meine beste Freundin betrachte. Und das sag ich, obwohl Jessica in der Küche steht und jedes Wort mithört." lächelte sie. Kim lächelte auch. „Hört zu..." Rosalya setzte sich zu Kim. „Ich wusste nicht, wie ernst es dir damit war. Aber ich werde dir jetzt zuhören." Sie hielt Kim die Halskette hin. Sie nahm sie. „Ok." „Ok." Rosalya rief nach draußen. „Jessica, komm rein, wir sind fertig." Jessica kam lächelnd rein und setzte sich zu ihnen. „Hier liegt einfach viel zu viel Drama-Stimmung in der Luft." sagte Rosalya. „Was wollt ihr jetzt machen?" Jessica zuckte mit den Schultern. „Ich hab ne Idee! Wollen wir ne Seance abhalten?" grinste Rosalya. Jessica stöhnte auf. „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist." meinte Kim. „Komm schon!" Rosalya sprang auf. „Rufen wir ein paar Geister! Ich finde, wir haben von dieser Emily eine Erklärung verdient." Jessica sah zu Kim und sie lenkten ein, da Rosalya nicht aufhören würde.
Also holten sie Kerzen, machten die Lichter aus, zündeten die Kerzen an und setzten sich im Schneidersitz im Kreis darum herum und hielten sich an den Händen. Kim, die die Kette wieder trug, seufzte. „Und was machen wir jetzt?" „Keine Ahnung." sagte Jessica. „Shht! Seid still und konzentriert euch. Okay. Macht die Augen zu." sagte Rosalya. Jessica lächelte, aber gehorchte. Kim auch. „Gut, jetzt atmet tief ein." Sie taten es. „Kim. Ruf sie." „Emily. Bist du hier?" Rosalya öffnete ein Auge. Jessica auch und sie sahen Kim an. „Im Ernst? Emily, bist du hier, das ist alles was dir einfällt?" fragte Rosalya vorwurfsvoll. „Komm schon!" „Schon gut, Gott..." Sie schlossen wieder die Augen und Kim sagte: „Emily. Ich rufe dich. Ich weiß, dass du einen Botschaft hast. Ich bin bereit, dich anzuhören." Erst tat sich nichts, doch plötzlich wurden die Flammen der Kerzen sehr groß und hell. Erschrocken ließen sie sich los und zuckten zurück. „Sind sie gerade...?" fragte Jessica. „Ja, da ist was passiert." sagte Rosalya. Plötzlich spürten sie einen kühlen Luftzug und Rosalya fröstelte. „Das war nur ein Luftzug." sagte Kim. Plötzlich wurden die Kerzenflammen wieder groß. „Frag sie nach einem Zeichen. Frag sie!" rief Rosalya. Kim rührte sich nicht. Also tat Rosalya es. „Emily, wenn du hier bist, gib uns noch ein Zeichen." Nichts geschah. „Siehst du, es funktioniert nicht." sagte Kim. Plötzlich flogen die Fenster auf und starker Wind blies hinein. „Nein! Ich kann das nicht!" Kim sprang auf. „Mir reichts!" Sie riss sich die Kette vom Hals und warf sie zu den Kerzen, die plötzlich ausgingen. Kim erschrak. „Macht das Licht an! Bitte, macht das Licht an!" rief sie panisch. „Warte, ich machs an!" Jessica schaltete das Licht an. Kim sah zu den erloschenen Kerzen. „Leute. Die Halskette ist weg." Sie sahen hin, tatsächlich. Sie war weg.
Lysander und Castiel waren auf dem Sportplatz der Schule und übten ein paar Würfe, wie früher, als sie noch Menschen gewesen waren. „Was machen wir hier?" fragte Castiel. „Uns näher kommen." sagte Lysander. „Fang." Er warf Castiel einen Football zu, der immer noch die Flasche Scotch in der Hand hielt. Castiel fing den Football, grinste und warf ihn zurück. Er kam näher und Lysander warf ihn ihm wieder zurück. „Na los." „Versuchs." Castiel stellte die Flasche auf den Rasen. „Vergiss nicht, wer dir das Spiel beigebracht hat." Er warf den Football weit und lief mit Vampirgeschwindigkeit los. Als er den Football fing, raste Lysander in ihn rein und warf ihn zu Boden. „Argh!" Castiel hustete. „Das tut weh!" Sie lagen nun beide auf dem Boden. „Das ist der Nachteil meiner Diät, wenn du einen Schlag abkriegst, tut es weh." grinste Lysander und lachte. „Ich bin beeindruckt, Lysander. Wir haben Spaß bei Alkohol und Darts...kommen uns beim Football näher und jetzt...liegen wir unter den Sternen." Er setzte sich auf. „Was willst du, Lysander?" Lysander setzte sich auch hin. „Sie war nicht echt, Castiel. Unsere Liebe zu Debrah." „Ach, Gott!" lachte Castiel. „Sie hat uns gezwungen, wir hatten keine Wahl. Es hat mich Jahre gekostet, das rauszufinden und wirklich zu verstehen, was sie uns angetan hat." „Oh nein, Lysander. Damit fangen wir heute Abend nicht an!" Castiel stand auf. „Was willst du mit Debrahs Kristall?" fragte Lysander. Castiel blieb stehen und drehte sich zu ihm um. „Woher weißt du davon?" fragte er grinsend. Lysander stand auf. „Du wusstest doch, das Jessica es mir sagen würde." „Nein, das er Debrah gehörte. Emily hat ihn ihr am letzten Abend geschenkt. Ich war bei ihr und du...nicht." grinste er. „Ich habe sie aber als letzte gesehen, Castiel." Lysander nickte. „Also, was willst du mit Debrahs Kristall?"„Sie hat's dir nicht gesagt?" lächelte er. „Wir hatten andere Dinge im Kopf." Castiels Lächlen verblasste und er raste direkt vor Lysander. „Ich reiß dir ohne mit der Wimper zu zucken das Herz aus der Brust." drohte er. „Ja. Das hab ich schon öfter gehört." Castiel seufzte und klopfte ihm auf die Schulter. „Ich hab eine größere Überraschung, Lysander." Er lief los und wandte sich ihm zu. „Ich hol sie mir wieder zurück!"
Kim suchte nach der Kette, doch fand sie nicht. „Okay, der Spaß ist vorbei, Rosalya. Ich hab kapiert, was du sagen willst, jetzt gib sie zurück." sagte Jessica. „Was?! Wa- i-ich wars nicht!" Jessica schnaubte, doch sah plötzlich im Flur eine Gestalt vorbeihuschen. Sie starrte erschrocken zur Tür. „Was?! Was war da eben?!" rief Rosalya ängstlich. „Ich weiß nicht...Nichts. Kentin! Bist du zuhause?!" Sie lief zum Flur, doch kein Kentin in Sicht. Kim sah sich um und sah die Kette auf dem Boden im Badezimmer liegen. „Ähm...Leute.." Sie ging langsam ins Bad, Jessica und Rosalya sahen zu. Kim hob die Kette auf und die Tür flog zu! Kim schrie in Panik und Rosalya und Jessica versuchten die Tür aufzumachen, doch es ging nicht. „Kim? Kim!" „Oh mein Gott!" schrie Kim. „Kim?! Was ist los?!" „Kim, was ist los?!" „Kim!" „Nimm die andere Tür! Ich versuchs vom Flur aus!" rief Jessica und lief los. Doch auch die Tür ging nicht auf. „Mach die Tür auf!" „Kim!" „Mach die Tür auf!" rief Rosalya. Die Lichter im Flur flackerten extrem und Jessica lief zurück zu Rosalya. „Kim! Kim!" Jessica hielt sich verängstigt den Kopf und das Flackern hörte auf. Die Tür öffnete sich. Kim hielt sich das Gesicht, weinte und trug die Kette. „Was war da eben los, alles in Ordnung?!" rief Jessica besorgt. Kim hörte auf zu weinen und ließ die Hände sinken. „Nichts passiert." sagte sie merkwürdig ruhig. „Einfach unglaublich!" empörte Rosalya sich. „Das war bloß Theater?!" „Rosalya, hör auf." „Du hast mir richtig Angst gemacht!" regte Rosalya sich auf und ging weg. Jessica sah Kim an, die einen seltsamen Gesichtsausdruck hatte. „Kim?" „Es geht mir gut. Es ist alles bestens." Im Spiegel neben der Tür, konnte man die Spiegelung von Emily und nicht von Kim sehen... Sie verließ das Bad. Verwirrt sah Jessica ihr nach.
Castiel und Lysander liefen über das Schulgelände. „Wie willst du denn Debrah zurückholen?" fragte Lysander. „Bevor Debrah und die anderen in der Kirche umgekommen sind, wie wars da in dieser Stadt?" fragte Castiel. „Alle waren voller Furcht und Hysterie." sagte Lysander „Die Städter haben die Vampire einen nach dem anderen umgebracht, als sie Debrah holen wollten, bin ich zu Emily gegangen. Ich hab ihr gesagt, ich tue, was sie will, aber sie soll sie beschützen. Das hat sie getan." „Wie?" „Sie hat einen Zauber auf den Kristall gelegt." sagte er mit wackelnden Fingern. „Und als die Kirche brannte und wir dachten, Debrah wär da drinnen...war sies gar nicht." „Aber...ich...ich weiß noch wie sie rein gegangen ist." „Es gibt eine Gruft unterhalb der Kirche. Der Zauber hat Debrah in der Gruft eingeschlossen und sie damit geschützt." „Du willst mir erzählen, dass Debrah lebt?!" „Naja, wenn du's so nennen willst. Eingesperrt in einer geheimnisvollen Kammer seit anderthalb Jahrhunderten. Aber du bist doch der Experte für ausgehungerte Vampire, also...wie wird es ihr wohl gehen, Lysander? Wusstest du, dass Hexen Himmelsereignisse nutzen können, um daraus Energie für ihre Magie zu ziehen? Pff, ich auch nicht. Aber um den Kristall seine Macht zu verleihen nutzte Emily den Kometen, der vorbeizog. Und damit der Kristall wieder funktionierte..." „Musste der Komet wieder vorbeiziehen." erkannte Lysander. „Nachteil: Ein laaanger Zeitraum bis zum nächsten Mal und puh, Schwierigkeiten mit dem Kristall. Aber dann kam der Komet...und ich hatte den Kristall." lächelte er. „Und dann hatte Rosalya den Kristall und jetzt hat Kim den Kristall... und da wären wir nun." „Warum hat Emily...warum hat sie das für dich getan?" „Weil sie wusste, dass man auch sie holen würde. Ich musste ihr versprechen, das ihr Geschlecht überleben würde." „Ich erinnere mich wieder... du hast ihre Kinder gerettet." „Ja. Nur das hält mich davon ab, diese Kim anzufallen und ihr meinen Kristall vom Hals zu reißen." Er atmete ein. „Naja. Deal ist Deal. Also.. willst du noch ein paar Bälle werfen?"
'Kim' lief durch den Flur und Rosalya folgte ihr sauer, Jessica lief ihr nach. „Ich kann nicht glauben, dass ich darauf reingefallen bin!" sagte Rosalya sauer. „Was hast du denn?" fragte Jessica misstrauisch. „Ich muss gehen." sagte 'Kim'. „Wenn sie geht, verschwinde ich auch." sagte Rosalya. „Ihr könnt jetzt nicht gehen!" rief Jessica. 'Kim' lief zur Treppe. „Und ob ich das kann, ich hab genug von diesem falschen Hokuspokus für heute!" sagte Rosalya. „Danke, dass du mich hergebeten hast. Ich übernehme das jetzt." sagte 'Kim'. „Wo gehst du hin?!" rief Jessica. „Dorthin, wo alles begann." „Kim!" Jessica lief ihr nach. „Kim!" 'Kim' lief schnell die Treppe hinunter. Jessica erkannte etwas. „Oh mein Gott..Emily!" Emily sah sie an. „Er darf ihn nicht bekommen. Er muss zerstört werden!" Jessica lief die Treppe hinunter, doch Emily öffnete die Haustür und verschwand. „Warte!" Jessica versuchte die Tür zu öffnen, doch es ging wieder nicht. Rosalya lief auch runter. „Was ist mit der Tür?!" „Ich weiß nicht, sie lässt sich nicht.." Die Tür ging auf, die Mädels schrien erschrocken auf, doch es war nur Kentin, der hereinkam. „Was soll das?!" Er warf ihnen einen genervten Blick zu und verschwand. Verängstigt keuchte Rosalya. „I..ich verschwinde, ich..." Sie lief raus. Jessica fuhr sich nervös durch die Haare, dann schnappte sie sich das Telefon und rief Lysander an. „Was ist los?" „Es ist was mit Kim!"„Was ist passiert?" „Emily hat Besitz von ihr genommen. Sie hat etwas gesagt." Castiel setzte sich auf eine Bank. „Was hat sie gesagt?" fragte Lysander. „Sie hat gesagt: Er darf ihn nicht bekommen, er muss zerstört werden. Und dann ist sie gegangen." „Okay.. Was meinst du, wohin?" „Ach, ich weiß nicht...Fells Kirche!" fiel es Jessica ein. Castiel lauschte dem Gespräch. „Im alten Friedhof, dorthin hat sie Kim in ihren Träumen mitgenommen! Wir müssen ihr helfen, Lysander!" „Ist gut. Du bleibst da, ich suche sie." Lysander legte auf, wandte sich um, doch Castiel war fort.
'Kim' lief stur durch den Wald und Castiel sprach sie an. „Hallo, Emily." lächelte er. „Du siehst anders aus." Emily blieb stehen. „Ich lasse es nicht zu." sagte sie. „Die Abmachung gilt!" „Die Dinge sind jetzt anders, ich muss meine Familie beschützen." „Ich hab deine Familie beschützt! Du schuldest mir was!" „Ich weiß. Es tut mir leid." „Es wird dir noch viel mehr leid tun!" Er wollte sich auf sie stürzen, doch Emily hob ihre Hände und schleuderte ihn in die Äste eines Baumes, die ihn aufspießten und festhielten. Castiel stöhnte vor Schmerz und Emily lief weiter.
Kentin hatte die Kartons seines Vaters hervorgeholt und auf den Esstisch gestellt. Nun sah er die Sachen durch. Dann öffnete sich die Tür und Iris kam lachend rein, Armin hatte sie nach Hause begleitet. „Du liegst völlig falsch." lachte sie. „Ich bin viel erbärmlicher." „Oh nein, da bin ich besser, ich hab einen Magister in erbärmlich." sagte Armin. „Oh nein, wir sind noch nicht mal bei der Highschool angelangt. Körbchengröße A, Zahnspange." „Ah.. Unreine Haut, Brille." Iris lachte. Armin sah unauffällig am Türrahmen hoch, als Iris sich zu Kentin umdrehte und ihm zuwinkte. „Du kannst...weißt du, ich bitte dich lieber nicht ins Haus." Sie sah zu Kentin, drehte sich wieder zu ihm und flüsterte: „Kentin." „Klar, dann eben einander Mal. Also, gute Nacht, Iris." lächelte er und ging. Ist er ein Vampir?
Iris schloss lächelnd die Haustür, zog sich die Jacke aus und lief zu Kentin. „Ach, hast du die Kartons gefunden?" „Das hier hab ich auch gefunden." sagte Kentin und hob ein Bild von Iris und Logan hoch. „Ich und Logan..." Kentin grinste und Iris nahm das Bild. „Das ist grausam." „Nein, grausam ist es, dass du dir meinen Geschichtslehrer krallst." grinste Kentin. „Ich hab gar nichts mit ihm. Noch nicht." lächelte Iris und ging. Kentin grinste und fand in der Kiste ein Tagebuch von Jonathan Gilbert. Der erste Eintrag war im Juni 1864...
Castiel hing immer noch im Baum, als Lysander ankam und ihm zu Hilfe eilte. „Komm her." Er hob ihn runter, was ihn vor Schmerzen schreien ließ. „Ah! Das tut weh!" Er blieb geschwächt auf dem Boden liegen. Emily zeichnete in der Nähe etwas mit einem Stock auf den Boden. „Deshalb ernähr ich mich von Menschen!" stöhnte Castiel. Emily sah auf. „Lysander." „Hallo Emily." „Diese Menschen verdienen das nicht. Sie dürfen so etwas Böses nie erfahrn." „Was meinst du mit böse?" „Emily! Ich schwöre bei Gott, das wirst du bereuen!" schrie Castiel und versuchte sich aufzurichten. „Ich lasse nicht zu, dass du sie alle auf diese Welt loslässt!" „Alle, wieso?" Lysander sah zu Castiel. „Welchen Teil der Geschichte hast du ausgelassen, Castiel?" „Ach, was macht das schon..." Lysander wandte sich zu Emily. „Emily, sag mir, was du getan hast!" „Um sie zu retten, hab ich alle retten müssen.." „Du hast alle, die in der Kirche waren, gerettet?!" „Mit der einen kommen alle." „Die anderen sind mir egal." Castiel zog sich an Lysander hoch. „Ich will nur Debrah." „Ich hätte wissen müssen, dass ich kein einziges Wort aus deinem Mund glauben darf!" schüttelte Lysander ihn. „Dir geht's nicht um Liebe, sondern...dir geht's um Rache!" Castiel wollte sich aus Lysanders Griff befreien. „Das muss sich ja nicht ausschließen..." „Castiel, das darfst du nicht tun!" „Wieso nicht?! Sie haben 27 Leute umgebracht und sie haben es Kriegsschlacht genannt, sie haben alles verdient!" „27 Vampire, Castiel! Das waren Vampire! Die kannst du nicht einfach zurückholen!" Castiel zog Lysander näher zu sich und zischte: „Diese Stadt hat es verdient!" „Du machst unschuldige Menschen für etwas verantwortlich, das vor 145 Jahren geschehen ist!" Castiel befreite sich aus Lysanders Griff. „Da ist nichts Unschuldiges an den Bewohnern hier und glaub ja nicht, dass das nicht wieder passieren wird! Dafür wissen sie schon zu viel und sie werden deine kleine Hexennachfahrin direkt neben uns verbrennen, glaub mir!" rief er Emily zu. „Die Dinge sind jetzt anders." sagte Emily. „Tu das nicht." sagte Castiel. „Ich kann sie nicht freilassen! Das werde ich nicht." Emily ließ den Stab fallen. „Nein!" „Incendia!" „Nein!" schrie Castiel. Aus der Form, die Emily in den Boden gezeichnet hatte, ein Pentagramm, schossen Flammen hervor. „Neein!" Emily hob die Arme und Castiel konnte sie wegen der Flammen um sie herum nicht aufhalten. Sie hob den Kristall hoch, nahm kurz die Gestalt von Emily an, Castiel flehte: „Nein. Bitte." Und Jessica kam angerannt. „Kim!" Lysander lief los und hielt sie fest. Emily warf die Halskette nach oben, Castiel schrie: „Nein!" Die Kette explodierte in glühenden Funken. Lysander schützte Jessica vor den Funken, wütend fixierte Castiel Emily, die den Kopf senkte, die Flammen verschwinden ließ und Kim wieder freigab. Dann stürzte sich Castiel voller Zorn auf sie und biss sie. Kim schrie auf und Lysander raste los und zerrte Castiel von ihr weg. Kim fiel schwer verletzt zu Boden. Jessica lief besorgt zu ihr. Sie lag reglos und blutend da.
Lysander beugte sich über sie und lauschte ihrem Herzschlag. „Sie lebt noch, aber sie ist schwach. Ich kann sie retten!" Er biss sich in sein Handgelenk und Jessica sah kurz zu Castiel, dann wandte sie sich wütend und traurig wieder ab. Lysander öffnete Kims Mund und drückte sein Handgelenk darauf. Kim wachte auf und trank widerwillig. Als es genug war, zog Lysander sein Handgelenk weg und Jessica sah auf Kims schwer verletzten Hals. „Ihr Hals. Er heilt." sagte sie erleichtert.
Rosalya holte ihr Tagebuch, in das sie schreiben wollte, doch sie hörte ein Geräusch hinter sich und wandte sich erschrocken aufkeuchend um. Nathaniel stand vor ihr, der durchs Fenster geklettert war. „Hey." „Gott! Was suchst du hier?!" „Ähm...dein Fenster war offen, das wollte ich dir nur sagen." „Nicht sehr komisch." „Hör mal, heute Mittag hab ich dich angelogen." Rosalya schloss das Fenster. „Inwiefern?" „Letzte Nacht, neben dir im Bett, wir haben gekuschelt und ich hab Panik gekriegt." „Du hast Panik gekriegt?" fragte Rosalya ungläubig. „Hey, bist du eigentlich nur hergekommen um mich zu beleidigen, weil das nämlich ne ziemlich lange Nacht war..." „Nein! Es ist bloß so, ich mag dich nicht! Das hab ich nie, aber...es war schön." sagte Nathaniel. Rosalya schüttelte verwirrt den Kopf. „Was?" „Mit dir zusammen im Bett, das war ein schönes Gefühl. Und deswegen hab ich mir überlegt, ich sollte dir sagen, dass ich hiergeblieben bin, weil du traurig warst und allein und ich Mitleid mit dir hatte." Rosalya nickte sauer. „Na herzlichen Dank auch, ich bin gerne ein Fall für die Seelsorge. Du kannst jetzt gehen." Sie ging an ihm vorbei und deutete zur Tür. „Nein! Weil...ich das kenne!" Rosalya drehte sich zu ihm um. „Jetzt, wo Vanessa weg ist...und meine Mutter mit irgendeinem Pete unterwegs ist...hab ich nur noch mich. Also...kenne ich das." Rosalya nickte.
Im Wald saß Castiel traurig herum und Lysander kam zu ihm. „Debrah hat mich nie gezwungen, ich hab alles vorher gewusst. Ich wusste, was mir bevorsteht. Für mich war es echt. Ich werde jetzt gehen." sagte Castiel.
Jessica stand mit einer verwirrten, weinenden Kim vor ihrem Auto. „Ich versteh das nicht, Jessica, was ist mit mir passiert? Er hat mich angegriffen! Und sein Gesicht war wie..." „Geht es dir denn jetzt besser?" „Mir geht's gut, nur... dieses Blut, ich weiß nicht.." Kim erstarrte und sah etwas hinter Jessica. Jessica drehte sich um, Lysander stand hinter ihnen. „Ich tu dir nichts." sagte er. „Was ist hier los, Jessica?" schluchzte Kim. „Ich erklär dir alles später, Kim. Verschwinden wir von hier." Kim starrte Lysander ängstlich an. „Kim. Kim, sieh mich an. Glaub mir, er wird dir nicht wehtun. Gehen wir, komm." Jessica bugsierte sie zum Auto und trat, als Kim drin saß, zu Lysander. „Besteht die Gefahr, dass sie sich verwandelt in..?" „Nein. Nur wenn sie stirbt mit meinem Blut in ihrem Organismus. Also behalt sie heute Nacht im Auge und sorg dafür, dass nichts passiert und...sobald es draußen ist, geht's ihr wieder gut." Jessica nickte. „Ich werd ihr die Wahrheit sagen." „Bist du dir sicher?" „Ich kann ihr vertrauen! Ich brauche jemanden, der es weiß, mit dem ich reden kann. Ich kann nicht mit dem Geheimnis leben." „Das weiß ich. Musst du auch nicht." Er nickte. „Du hast ihr das Leben gerettet." lächelte Jessica. Sie lachte kurz auf. „Tut mir leid, Lysander, ich dachte, ich könnte nicht mit dir zusammen sein, aber ich kann es doch. Du musst mich nicht abweisen. Ich schaffe das." lächelte sie. Er griff nach ihren Händen, lächelte und schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht." Sie sah ihn verwirrt an. „Ich muss von hier fort, Jessica. Zu viele Menschen sind gestorben. Zu viel ist geschehen." „Was? Nein! Ich weiß, dass du mich nur beschützen willst, aber..." „Ich muss. Nach Hause zu kommen war... war ein Fehler. Ich kann nicht mehr Teil deines Lebens sein." Jessica sah traurig zu Boden. „Geh nicht, Lysander." schluchzte sie. „Bitte." Sie sah ihn wieder an. „Das musst du nicht, das ist dein Zuhause. Bitte Lysander, bitte, geh nicht." Lysander küsste ihre Hand und strich über ihre Wange. „Leb wohl, Jessica." Dann wandte er sich um und ging. „Du läufst einfach so weg?!" rief sie ihm schluchzend nach. „Geh nicht einfach weg, Lysander! Lysander!" Sie fing an zu weinen.
Iris räumte in der Küche auf und stieß erneut auf das Bild von ihr und Logan. Sie faltete es zusammen und zerriss es.
Rosalya brachte Snacks zu Nathaniel ins Zimmer und sie machten es sich lachend auf ihrem Bett bequem.
Castiel saß immer noch traurig im Wald.
Lysander saß auf seinem Bett und las Tagebuch. Dann stand er auf und warf es wütend, verzweifelt und traurig weg und fing an zu weinen.
Jessica erzählte bei Kim zuhause Kim alles unter Tränen, die auch weinte und sie dann in den Arm nahm.
Iris wollte die Kiste von Kentin wegräumen, als es an der Tür klingelte. Sie sah verwirrt auf die Uhr, da es schon ziemlich spät war und ging hin und öffnete. Vor der Tür stand...Logan! „Hallo Iris." grinste er. „Logan..." sagte sie überrascht und entsetzt. „Willst du mich nicht reinbitten?" fragte er und grinste...
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Bam bam bam! XD Jap Logan is n Vamp! XD
Freu mich auf Reviews!
Hier wieder die Songs:
Think I Need It Too von Echo & The Bunnymen
Rosa und Jess reden über Kim auf dem Weg zur Schule
Lies von Pablo Sebastian
Kim wirft die Halskette weg
The Spectator von The Bravery
Lys und Castiel imitieren einander im Grill
Post Electric von Idlewild
Iris redet mit Kentin über Armin
Houses von Great Northern
Armin und Iris reden im Grill, Lys und Cas spielen Darts
Come Back When You Can von Barcelona
Nath und Rosa übernachten zusammen, Castiel sitzt traurig im Wald, Lys ist fertig in seinem Zimmer, Jess erzählt Kim die Wahrheit
Richtig cool!
Hoffe es hat euch gefallen ^^
LG
Ronjale55
