Und jetzt wieder mal Ginny….

Viel Spaß,

LaMon

Ginny

Sie saß zusammengekauert auf Malfoys Sofa. Er sah sie grübelnd an. Sie fragte sich, wieso um alles in der Welt er das wohl getan hatte? Seit wann war Malfoy so etwas wie ein netter Mensch? Nein, da steckte mit Sicherheit irgendetwas dahinter. Aber wie schon gesagt, in der Not frisst der Teufel eben Fliegen. Sie musste im Moment eben mit Malfoy vorlieb nehmen. Immerhin besser als nichts. Sie kaute auf einer Haarsträhne herum, während sie ihn mit großen Augen ansah. Er sah nicht sonderlich glücklich aus. Seine Stirn war grübelnd hochgezogen und er starrte sie nachdenklich an. Was er wohl gerade dachte? Irgendwie war die ganze Situation absurd, völlig absurd. Da saßen sie und Malfoy nun in einem Raum und das ganze, ohne sich zu bekriegen.

Sie erinnerte sich an seinen energischen Befehl, als sie wieder zu weinen anfangen wollte. Er hatte ganz schön autoritär geklungen. So stark. Sie beobachtete ihn scheu. Ob er sie wohl in den Arm nehmen würde? Sie würde sich gerne an seine Schulter lehnen, ob er nun Malfoy war oder nicht, sie sehnte sich nun nach einer starken Schulter zum Anlehnen, basta. Wenn Harry schon nicht da war. Sie spürte, wie ihr erneut die Tränen in die Augen stiegen und schluckte sie tapfer hinunter. Sie hatte keinerlei Lust, dass Malfoy seine Drohung wahr machte und sie tatsächlich an den Haaren nach Gryffindor zurückzerrte.

Er zauberte eine Flasche Feuerwhiskey und zwei Gläser auf den Tisch. Interessiert besah sie die Flasche. Sie zögerte nicht, als er ihr ein Glas anbot und leerte es in einem Zug. Immerhin hatte sie fünf Brüder, da hatte sie gelernt, zu trinken- auch wenn ihre Eltern das nicht wissen durften. Sie verlangte Nachschub. Als sie das Glas erneut ansetzte, registrierte sie, wie er überrascht die Augenbrauen hob, allerdings anerkennend lächelte. Wie, hatte er ihr nicht zugetraut, dass sie trinken konnte? So brav war sie doch auch wieder nicht! Sie betrachtete ihn, wie er da mit dem Glas in der Hand in dem Lehnstuhl saß und sie ebenfalls beobachtete. Gespannt wartete sie ab, was er jetzt wohl machen würde.

Schließlich stand er auf und kam zu ihr auf das Sofa. Sie rückte nicht zur Seite, sondern griff nach der Flasche und schenkte ihnen nach. Sie wollte jetzt trinken. Sie wollte nicht mehr nachdenken. Sie wollte vergessen.

Sie schmiegte sich näher an ihn und sie spürte, wie er seinen Arm um sie legte. Der Alkohol verbreitete wohlige Wärme in ihrem Bauch und sie fühlte, wie sie entspannt wurde. Als er ihr über das Haar strich, jagte ihr ein angenehmer Schauer den Rücken hinab. Sie drückte sich enger an ihn und vergrub ihr Gesicht an seinem Hals. Sie sog seinen Duft ein und musste feststellen, dass er wirklich gut roch. Warum war ihr das nie früher aufgefallen? Sie begann sich, in seiner Umarmung zu entspannen und wandte sich ihm zu. Er sah ihr tief in die Augen und sie meinte in sturmgrauen Fluten zu versinken. Sein Blick ging ihr unter die Haut. Sie spürte, wie ihr Mund trocken wurde und befeuchtete nervös mit der Zungenspitze ihre Lippen. Immer noch sah er ihr unverwandt in die Augen. Sie fühlte sich in seinen Bann gezogen. Da zog er sie langsam zu sich und näherte sich ihrem Gesicht. Ihr Herz begann noch wilder zu schlagen und ihr Gehirn schien kurzzeitig auszusetzen. Sie glühte. Endlich trafen ihre Lippen aufeinander und seine Berührung war erst sanft und zärtlich, als sie aber seinen Kuss erwiderte, wurde er leidenschaftlich. Sie versanken in den Kissen und die Zeit schien stillzustehen. Sie verlor jeglichen Bezug zur Gegenwart und wollte, dass dieser Augenblick nie verging. Sie fuhr ihm durch sein Haar, spielte mit seinen blonden Strähnen. Sie konnte nicht genug von ihm kriegen. Sie drängte sich stärker an ihn. Er erwiderte ihre Leidenschaft. Als er seine Hand auf ihren Bauch legte, durchzuckte sie eine Hitzewelle. Sanft wanderten seine Hände über ihren Körper und als er sachte begann, ihre Bluse zu öffnen, biss sie ihn zärtlich in den Hals. Sie begann ebenfalls, sein Hemd aufzuknöpfen. Unter sich gegenseitig verzehrenden Küssen schwankten sie in sein Schlafzimmer und verstreuten ihre Klamotten auf dem ganzen Weg dorthin. Schließlich sanken sie in die weichen Kissen und die Zeit schien sich um das Tausendfache zu dehnen. Sie umarmte ihn fest.

Sie lag dann in seinen Armen und hatte die Augen geschlossen. Als ihr seine ruhigen Atemzüge verrieten, dass er eingeschlafen war, starrte sie noch lange in die Dunkelheit, während ihr stumm Tränen über das Gesicht liefen. Was hatte sie nur getan? Sie hatte mit Malfoy geschlafen- Malfoy. Was war sie nur für eine Schlampe. Und sie hatte ihn dazu noch provoziert. Wie hatte sie nur so weit gehen können? Was würde nur Harry von ihr halten? Sie weinte bitterlich. Sie hatte alles falsch gemacht. Gegen Morgen fiel sie endlich in einen traumlosen Schlaf.

julikchen: Ja, ich weiß, sie heult schon wieder. Verspreche aber hoch und heilig, dass sich das bald ändert. Man muss allerdings bedenken, dass Harry am selben Tag mit ihr Schluss gemacht hat und sie dann zusätzlich noch mit Malfoy im Bett landet- sie befindet sich also in einer Ausnahmesituation. Hab mir deinen Rat aber zu Herzen genommen! Hoffe, du liest trotzdem weiter 

Was haltet ihr von der Wendung in der Geschichte?

Soll sie dann zwischenzeitlich wieder mit Harry anbandeln oder sich gleich in eine Affäre mit Draco stürzen? Schreibt mir euren Favoriten, dann berücksichtige ich es in den nächsten Kapiteln!

Freue mich schon auf eure Reviews!

Liebe Grüße,

LaMon