The black Prince


Disclaimer: Nichts gehört mir, hab nur alles verwurschtelt hihi

Der neue Prinz, ich hoffe es gefällt ;) Leider hat sich Chrissi noch nicht gemeldet, daher ist das Kap nicht gebetat. Ich werde es ersetzen wen sie wieder Zeit hat, Versprochn.

Genug gequatscht, Viel Spass


9. Der Messias der Schmerzen
Die etwa dreißig Gestalten standen in einem Kreis zusammen auf der Waldlichtung. Glücklicherweise war es ein Teil des Neutralitätspaktes von Hogwarts, das die Jungen Todesser das Schloss unbehelligt verlassen konnten wen ihr Meister sie rief, so lange sie niemanden schadeten.

Außerdem waren ihre Identitäten nicht bekannt, das glaubten sie zumindest. Doch Fakt war, das beide Seiten genau wussten wer wo steht.

Der Hauslehrer der Slytherins trat vor, er hatte die Todesser in Harrys Auftrag zusammengerufen. Und unter ihnen war auch einer, der von der Schule verwiesen worden war.

Ein Exempel sollte statuiert werden.

Snape sah sich um, ehe seine Stimme sanft und doch so kalt durch die Nacht schnitt: „Willkommen meine Jungen Freunde. Ich habe euch gerufen, im Auftrag des dunklen Prinzen. Er wird sich euch nun offenbaren. Benehmt euch mit dem gebührendem Respekt und blamiert mich nicht!"

Harry konnte die Anspannung spüren.

Unter den Jungen Todessern war er eine Berühmtheit, fast so etwas wie ein Popstar. Jeder von ihnen wäre gerne so wie er, auch wen nur einer von ihnen sein Gesicht kannte, noch…

Als die Spannung einen gewissen Punkt erreicht hatte, trat Harry gemächlich vor.

Er war sich bewusst, das alle Augen auf ihm lagen und er genoss diese Aufmerksamkeit.

Gemächlich streifte er sich seine Kapuze ab und zog die weiße Maske von seinem Kopf.

Ein Schauern lief durch den Kreis, als sie alle den Gryffindor Harry Anguifer erkannten, doch keiner wagte es zu sprechen.

„Überrascht?"

Harry grinste und musterte die vermummten, die zum Teil vor Angst schlotterten.

Nicht wenige von ihnen hatten Harry in Hogwarts verbal angegriffen oder beleidigt. Doch er lies sich nicht aus der ruhe bringen.

„Wie ihr alle wisst, stand ich einige Zeit unter Arrest, nun wird es Zeit die Konsequenzen zu ziehen. Draco, tritt vor und zeig dein unwürdiges Gesicht!"

Eine der Gestalten die nicht zitterte trat vor und demaskierte sich.

Draco versuchte dem Ruf seiner Familie gerecht zu werden, was auch recht gut gelang. Unterwürfig ging er auf die Knie und küsste den Saum von Harrys Roben, um in dieser Position zu verharren.

„Draco, Draco. Hatte ich dir nicht gesagt die Familie Granger sei unantastbar?"

„Das habt ihr mein Prinz."

Harry lachte.

„Ja, das habe ich. Nun, eine Frage drängt sich mir auf. Wen du meinen Befehl verstanden hast, wie kommt es dann, das einer dieser törichten Jungen Männer diesen direkten Befehl missachtet hat?"

„Verzeiht mein Prinz, es war mein Fehler. Ich habe nur die wichtigsten von ihnen Informiert."

„Oh ja Draco, das war dein Fehler und nun trage die Konsequenzen. Crucio!"

Eines musste man Draco lassen, er ertrug seine Strafe wie ein Mann.

Fast vier Minuten lang Folterte Harry ihn, bis er den Fluch brach.

Der blonde sackte erschöpft zusammen, und atmete schwer, ehe er sich wieder auf seine Knie raffte.

„Ich hoffe du hast die Lektion verstanden Draco."

„J… ja mein Prinz. Ihr… seid gnädig."

„Du darfst deinen Platz im Kreis wieder einnehmen."

Draco versuchte sich aufzuraffen, doch es wollte ihm nicht gelingen, so dass Harry seinen Nachbarn im Kreis zu nickte damit sie ihm halfen.

Nott und Zabini traten vorsichtig an ihren Freund heran und stützen ihn.

„Nun zu demjenigen, der diesen Angriff ausgeführt hat."

Alle Blicke wandten sich zu einer zitternden Gestalt. Mit einem Grinsen richtete Harry seinen Stab gegen ihn.

„Aperto!"

Die Maske riss in Stücke und entblößte das verängstigte Gesicht von Malcom Baddock.

„Nun mein Junge. Du hattest mich Blutsverräter genannt?"

„V…v….v…verzeiht m…m...mei…mein P…Prinz."

„Seht alle hin, das passiert denen, die sich mir widersetzen! Crucio!"

Baddock sackte wie am Spies schreiend zusammen.

Harry brach den Fluch sofort.

„Unverzeihliche Flüche sind die Essenz der dunklen Künste. Doch gibt es viele Wege dahin. Seht mir genau zu, dies ist hochwertiger Unterricht, diese Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder. Acero!"

Wie von Unsichtbaren Händen gehalten, schwebte Malcom knapp über dem Boden und richtete sich auf.

Harry richtete seinen Zauberstab gegen sein Gesicht und sprach: „Mutilo!"

Erneut schrie Baddock wie am Spies, als sein Gesicht von unsichtbaren Messern zerschnitten wurde.

„Glacio!"

Einer seiner Arme verwandelte sich in Eis und Harry lies seinen Zauberstab schwingen, worauf hin das Eis in Trümmern davon stob.

„Deglubo!"

Das Geschrei von Baddock wurde übernatürlich hoch und Schrill, als sich die Haut von seinem Körper abschälte.

„Eneco!"

Baddocks schreien brach ab, als Verschiedene Stellen seines Körpers durch eine unsichtbare Kraft zerquetscht wurden.

Die nun folgende Stille war Ohrenbetäubend, doch währte sie nur kurz, den Harrys leises Lachen hallte in den Ohren der Todesser.

Er richtete seinen Stab gegen die entstellte Leiche und sprach: „Cremo!"

Der geschundene Leib verbrannte in Sekundenbruchteilen zu einem Haufen Asche.

„Ich hoffe das war deutlich. Hört mir genau zu, ihr werdet euer Verhalten mir gegenüber um keinen Jota verändern! Ich werde weiter nach Hogwarts gehen als Harry Anguifer. Und die Familie Granger wird nicht angetastet. Was mit denen passiert die sich nicht an meine Befehle halten habt ihr gesehen und glaubt mir, ich kenne noch sehr viel mehr Wege einen überaus qualvollen Tod herbeizuführen."

Harry sah sich ein weiteres mal um, nahm mit Befriedigung die Angst und das entsetzen in den Augen der Jungen Todesser auf.

Er nickte Snape zu, der daraufhin die Jungtodesser entließ.

Sie gingen langsam davon um den Portschlüssel zurück in den verbotenen Wald zu nehmen, unnatürlich langsam.

Sie alle versuchten so zu wirken, als hätte sie das geschehen nicht wirklich mitgenommen, doch Harry konnte ihre Angst riechen.

Er war sich sicher, das keiner von ihnen auch nur daran Denken würde, seine Befehle nicht Buchstabengetreu auszuführen.

„Severus, begleite mich ein Stück."

Der Professor nickte seinem Prinzen zu und fiel in seinen Schritt ein, der sie durch die tiefen des Irischen Waldes führte, in denen Harry dieses Treffen abhalten wollte.

„Sie werden sich fügen, dessen können wir uns sicher sein. Doch meine Sorge gilt Dumbledore. Der alte Fuchs plant etwas. Hast du Erkenntnisse die mich Interessieren könnten?"

„So leid es mir tut mein Prinz, ich weiß nichts über seine Absichten."

„Das ist schade. Doch du könntest mir einen anderen Dienst erweisen."

„Was immer ihr wünscht mein Prinz."

„Besorge einen Zeitumkehrer."

Snape blickte ihn überrascht an.

„Einen Zeitumkehrer? Natürlich stehe ich gerne zu Diensten mein Prinz doch…"

„Du würdest gerne Wissen wofür ich ein solches Instrument brauchen würde. Neugierde ist kein Verbrechen Severus, es kann dennoch ungesund sein zu Neugierig zu werden."

„Verzeiht mein Prinz, ich wollte nicht anmaßend sein."

„Mein Vater und auch ich schätzen deine Loyalen Dienste, daher werde ich dir dieses Missgeschick nachsehen. Dieses Mal."

„Danke mein Prinz, ihr seid gnädig."

„Auf, nehmen wir den anderen Portschlüssel. Es wird Zeit ins Bett zu kommen."

„Sehr wohl mein Prinz…"


„Diese ganze Geschichte gefällt mir noch immer nicht! Seid er davon gehört hat schließt er sich schon in dieser verdammten Bibliothek ein und ist beim Teufel nicht herauszubekommen!"

Bill musterte Moody eindringlich, der einen kräftigen Schluck aus seinem Flachmann nahm, als ob dies seine Aussage nur bekräftigen würde.

„Diese Diskussion haben wir doch schon öfter geführt, das bringt doch alles nichts. Er verarbeitet diese Geschichte halt auf seine Art, und dass müssen wir respektieren.", erwiderte der Fluchbrecher leicht ungehalten.

Es war nicht von der Hand zu Weisen, das es seid der Flucht von Sirius Black, im Hauptqaurtier des Ordens fröstelte. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt, was vor allem an den Älteren Ordensmitgliedern lag.

Sirius Black war einst einer von ihnen gewesen.

In den letzten drei Monaten, hatte Bill eine Menge darüber zu hören bekommen.

Doch ganz besonders betroffen schienen Remus Lupin, der einst einer der besten Freunde von Black gewesen war, und natürlich Moody, der Auror, der Black zu einem Jäger schwarzer Magie geformt hatte.

Remus Lupin, ein ruhiger belesener und auch einsamer Mann war Bill von vornherein sympathisch gewesen, trotz der Tatsache, das er ein Werwolf war.

Oft hatte Bill gut mit ihm zusammenarbeiten oder einfach nur unterhalten können.

Doch als dann die Meldung von Kingsley kam, das Black Azkaban hinter sich gelassen hatte, hatte er sich in sich zurück gezogen.

Sie bekamen ihn nur selten zu Gesicht und wen, dann wirkte er mehr wie ein Geist als wie ein Mensch.

Diese ganze Geschichte schien auch den Wolf in Lupin mitzunehmen, den die letzten Verwandlungen schienen besonders schlimm.

Er verletzte sich selber in einem Ausmaß, wie es schon seid Jahren nicht mehr vorgekommen sein sollte, ein Zeichen dafür, dass er den Wolfsbanntrank verweigerte.

Moody dagegen nahm die ganze Geschichte mit seiner brummigen Art einfach hin und wartete ab, was Bill doch ein wenig wunderte.

Von Erzählungen wusste er, das der Alte Auror seinen Dienst nur niedergelegt hatte, weil man Black ohne Verhandlung nach Azkaban eingewiesen hatte.

„Ironie das es gerade wegen ihm war, aber das ist doch typisch nicht wahr?", pflegte Moody zu brummen wen das Thema aufkam. Dann nahm er immer einen Schluck aus seinem Flachmann und lies sein magisches Auge umherrollen ehe er erneut herrisch die Stimme erhob.

„Wenn es etwas gibt was wir daraus lernen können, dann ist es, das wir immer wachsam sein müssen!"

Und dann war die Unterhaltung meistens vorbei.

Bill wurde wieder aus seinen Gedanken gerissen, als seine Mutter mit Sorgevollem Gesicht die Küche betrat.

„Er möchte immer noch nichts essen. Langsam mache ich mir ernste Sorgen um ihn."

Moody nickte ihr zu.

„Wie kann ein einzelner Mensch nur so viele von diesen verdammten Büchern lesen?", grollte er.

Molly blickte den ehemaligen Auroren tadelnd an.

„Beobachtest du ihn etwa wieder mit diesem schrecklichen Auge?"

Ein brummiges grollen, das man nur dann als Lachen erkennen konnte wen man den Alten Mann schon länger kannte war die antwort, danach herrschte wieder unangenehmes Schweigen in der Küche des Quartiers.

Und es hielt endlos lange an, während die beiden Weasleys ihren Tee tranken und der Alte Auror sich hin und wieder einen Schluck aus seinem Flachmann genehmigte.

Das ganze ging so lange, bis grüne Flammen aus dem Kamin schlugen und Professor Dumbledores vergnügtes Gesicht darin erschien.

„Guten Abend ihr Lieben, ich hoffe ich störe nicht."

„Albus, was verschafft uns die Ehre?",

Molly war wirklich überrascht.

Normalerweise wirkte Dumbledore nicht so vergnügt, wen er plötzlich im Kamin des Quartiers erschien, den dieser Weg der Kommunikation war eigentlich dringenden Fällen vorbehalten.

„Ich wollte nur meinen Besuch bei euch ankündigen. Und ich werde auch einen weiteren Gast mitbringen, also bereitet schon einmal Tee vor. Und Bill, würdest du so freundlich sein Remus zu holen, ich muss ihn dringend sprechen."

„Natürlich Professor.", erwiderte der Älteste Weasley mit einem lächeln.

Dumbledore zu sehen tat immer gut in diesen finsteren Zeiten.

„Sehr schön, ich werde dann in etwa zehn Minuten eintreffen."

Mit diesen Worten verschwand der Kopf des weisen Zauberers aus den Flammen.

Bill erhob sich und schlenderte zu der Bibliothek, die sich im ersten Stock des Hauptquartiers befand. Vorsichtig klopfte er an die Tür. Als nichts geschah wiederholte er diese Handlung so lange, bis müde Schritte von innen in seine Richtung schlurften.

So wie Lupin sich bewegte, erinnerte er Bill stark an die Mumien in Ägypten, zumindest das Geräusch der schlurfenden Schritte.

Ein intensives Kribbeln auf der Haut sagte ihm, das der Werwolf die Verschlusszauber von der Tür genommen hatte, als diese sich auch schon knarrend öffnete.

Remus Lupin wirkte bleich, seine Haare nahmen immer mehr grau an und er war sehr abgemagert in den letzten Monaten. Tiefe Augenringe zeugten von Schlafmangel und er wirkte unkonzentriert.

Das erschreckte den Jungen Fluchbrecher immer wieder, den er kannte diesen Mann nur als Kultivierten, wohlgenährten und Kompetenten Experten für dunkle Künste, der in hogwarts Professor wäre, wen er kein Lykanthrop wäre.

„Bill…, was gibt es?"

„Dumbledore kommt gleich vorbei und möchte dich sprechen."

Sofort änderte sich Lupins verhalten um 180 Grad.

Wirkte er gerade noch übermüdet, so blitzten seine Grauen Augen jetzt hellwach und vorsichtig.

„Hat er gesagt weshalb?"

„Nein, doch er wirkte recht fröhlich. Ich denke gute Nachrichten."

Remus wirkte noch nicht wirklich überzeugt, doch er folgte Bill in die Küche.

Seine Mutter begann sofort damit ihm Tee und Gebäck aufzutragen, welches der Werwolf jedoch nicht antastete.

Und dann warteten sie auf Dumbledore.

Genau zehn Minuten, nachdem er im Feuer erschienen war, öffnete sich auch schwungvoll die Küchentür und der Alte Mann betrat mit seiner Jugendlichen Agilität den Raum und schien Licht mit sich hineinzutragen. Gerade so als ob man nach einem verregnetem Tag die Sonne wieder sah.

„Wunderbar, es sind schon alle da. Leider bleibt keine Zeit für höfliche Floskeln, sonst wird mein Gast wohl vollkommen die Kontrolle über sich verlieren. Alles was ich zu sagen habe ist, lasst die Stäbe stecken und komm rein Sirius."

Zu sagen, das die Anwesenden in der Küche geschockt waren, wäre die Untertreibung des Jahres gewesen.

Der Direktor war hineingekommen und hatte sofort eine gewaltige Bombe platzen lassen. Es war so überwältigend, das selbst Moody vollkommen vergas seinen Stab zu ziehen, als die hagere Gestalt schüchtern und mit gesenktem Blick die Küche betrat.

Molly Weasley schien kurz vor einer Ohnmacht zu stehen und Bill konnte einfach nicht glauben was gerade passiert war.

Sirius Black blickte niemanden an, schien einfach nur da zu sein um des Daseins Willen, während Dumbledore sich gutgelaunt setzte und von den Keksen naschte.

Dieser Moment dauerte eine kleine Ewigkeit, bis schließlich eine heißere Stimme die stille durchbrach.

„Warum?"

Sirius blickte auf, doch er konnte Remus anklagendem Blick nicht mal eine Sekunde standhalten.

„Warum?… sage mir, warum?"

„Moony…i…ich…"

Bill hatte bereits gesehen wie schnell und stark Werwölfe waren. Selbst wen er damit gerechnet hätte, das Lupin vorstürmen und Black am Kragen seiner zerlumpten Roben greifen würde, hätte er nicht reagieren Können.

„WARUM?!? ANTWORTE ENDLICH!!!! WARUM NUR?!?"

Bill und Moody erwachten erst jetzt aus ihrer Starre, doch noch bevor sie die Zauberstäbe fertig auf die beiden Männer ausrichten konnten, hatte Dumbledore sie bereits in der Hand.

„Lasst die beiden das unter sich klären.", meinte der Direktor mit nun ernster Stimme, ehe sich sein Gesicht wieder wandelte und er einen weiteren Keks von Mollys Teller stibitzte.

„M…Moony…es tut mir leid."

„Ich will doch nur wissen warum…."

Bill verstand die ganze Sache nicht.

Da stand ein Massenmörder in ihrer Küche während Dumbledore Seelenruhig Kekse verputzte.

„Moony… es tut mir leid. Deine Stelle bei Gringotts. Die Zauber… wir wollten es nicht glauben… konnten es aber nicht ignorieren…"

Remus Lupin schien vollkommen zusammenzubrechen, während Bill versuchte zu verstehen, was zwischen den beiden vorging.

Es ging scheinbar nicht um Sirius' Verrat an James Potter, den das Dumbledore ihn mitbrachte, schien zu bedeuten, das er die Potters nicht Verraten hatte.

Das verhalten von Lupin sagte dem Fluchbrecher außerdem, das es sich wirklich um eine Sache zwischen den beiden handelte.

Um ehrlich zu sein, das war alles ein bisschen zu viel für ihn, um es auf Anhieb zu begreifen, also beobachtete er weiter.

Black und Lupin hielten einander fest wie ertrinkende.

„Es tut mir so leid Remus… wir hätten mit dir Reden müssen, doch wir hatten Angst… und durch diese Feigheit ist es alles so gekommen und ich habe verdient in Azkaban gesessen… Bitte verzeih mir…"

„Was… ist passiert…?"

Über Blacks Gesicht liefen Tränen.

„P…Peter war der Geheimniswahrer. Ich wollte nur den Köder spielen. Er hat sie an Voldemort verkauft… es war Peter. Er lebt… und Moony, Harry lebt auch!"

Lupins Verhalten änderte sich wieder schlagartig.

„Harry… lebt?", flüsterte er.

Nun wurde Bill sehr aufmerksam.

„Voldemort… er hat ihn… in Azkaban habe ich Peter und Harry gesehen…. Peter nannte ihn… seinen Prinzen…"

Das schien zuviel zu sein, den Lupin verdrehte die Augen und sackte zusammen.

Bills Mutter war sofort auf den Beinen. Es war egal ob sie verstand was dort vorging, sie half ohne zu zögern.

Nun wurde Bill auf Moody aufmerksam, der langsam aufstand und sich auf Black zu bewegte.

Neben den Knienden Mann, der seinen alten Freund besorgt musterte hielt er inne und legte ihm die Hand auf die Schultern.

„Es ist gut zu erfahren, das weder Jependina noch ich uns in dir getäuscht haben mein Junge."

Black sah auf in das vernarbte Gesicht des ehemaligen Auroren.

„Moody…?"

„Ach zur Hölle Black, reiß dich zusammen verdammt! Ich kann mich nicht erinnern dir solch Gefühlsduseliges Verhalten eingebläut zu haben!"

Bill war nun wirklich vollkommen verwirrt, da Black begann zu grinsen und dem alten Mann zu nickte.

„Danke."

„Wofür den Junge?"

Alastor setzte sich wieder und fixierte Dumbledore.

„Und nun, kläre uns auf Albus!", forderte er.

Der alte Mann nickte leicht und erwiderte: „Wir gedulden uns noch ein wenig, bis Molly Remus wieder aufgepäppelt hat. Es gibt viel zu berichten."

Es dauerte einige Minuten, bis Lupin sich wieder soweit erholt hatte, das er mit am Tisch sitzen und zuhören konnte.

Dumbledore nahm einen Schluck Tee und begann zu erklären.

„So meine Lieben, ich denke mal, das die Tatsache, das ich Sirius mitgebracht habe schon für sich spricht. Nun ist es an der Zeit zu erklären, wie alles dazu gekommen ist, wie es gekommen ist. Sirius Black saß zu unrecht sechzehn Jahre in Azkaban. Ihr alle wisst, wie es dazu kam, das er inhaftiert wurde. Er sollte seinen Freund James Potter und dessen Familie an Voldemort verkauft haben, doch das stimmt nicht. Grundlage des ganzen war der Fideliuszauber, der gleiche, der alle Ordensquartiere verbirgt. Es galt als allgemein bekannt, das James Potter nur Sirius als Geheimniswahrer nehmen würde. Doch Sirius dachte an eine geniale Finte. Er wollte als Köder agieren, während ein anderer Freund der Potters, Peter Pettigrew, der wirkliche Geheimnisswahrer wurde. Peter galt immer als mittelmäßig talentiert, so das keiner darauf kommen sollte, das die Potters ihm ihr Leben anvertrauten. Ein tragischer Irrtum, den Pettigrew ist ein Todesser. Tragischer ist jedoch, das Sirius‚ Finte aufgegangen ist, niemand hätte daran gedacht, das er nicht der Geheimniswahrer ist."

„Aber wurde Pettigrew nicht von ihm getötet?", warf Bill ein und deutete auf Sirius.

Dieser zog den Kopf ein und fixierte den Rothaarigen, ehe er mit heißerer Stimme antwortete: „Leider nicht…"

Dumbledore erhob seine Stimme und setzte die Erklärung fort.

„Pettigrew ist ein illegaler Animagus, genau wie Sirius einer ist und James Potter einer war. Die Gründe hierfür sind Kompliziert. Tatsache ist, das Sirius ihn stellen wollte. Doch ehe er etwas tun konnte, hatte Peter bereits die Straße in der sie sich trafen in die Luft gejagt und zwölf Mugel dabei getötet, während er selbst sich einen Finger abschnitt und als Ratte verschwand. Ich vermute, das wir damit ebenfalls die Identität von Voldemorts nicht zu fassenden Attentäter aufgedeckt haben. Es ist geradezu genial. Ein toter Mann, der zudem ein Illegaler Animagus ist."

Moody nickte.

„Das würde so einiges erklären.", brummte der ehemalige Auror.

„Und nun zu einem anderen Thema."

Alle Blicke wandten sich wieder Dumbledore zu, der ungewöhnlich ernst wirkte.

„Nicht alle Potters wurden getötet, so wie es bisher immer angenommen wurde. Harry James Potter, der damals noch ein Baby war, wurde von Voldemort entführt und aufgezogen. Wir kennen ihn heute als den schwarzen Prinzen."

Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe.

Remus, der das ganze bereits realisiert hatte lies den Kopf hängen und stumme Tränen benetzten sein Gesicht. Black wirkte nicht anders, während vor allem die beiden anwesenden Weasleys geschockt waren.

Der schwarze Prinz… Rons Mörder… Harry Potter…

„Harry befindet sich zur Stunde in Hogwarts. Er hat Interesse an einer Muggelgeborenen Schülerin gefunden und scheint sie zu studieren. Ich verstehe seine Beweggründe zwar nicht ganz, doch ich habe Vermutungen die ich noch nicht bereit bin zu äußern."

Bill sprang auf.

„Harry Anguifer! Ich wusste das etwas mit ihm nicht stimmt!", rief er aufgebracht.

Seine Muter erbleichte.

„In der Tat Bill, Harry Anguifer ist der schwarze Prinz."

Das schien zuviel für seine Mutter zu werden, den Mörder ihres Jüngsten Sohnes bewirtet zu haben. Besonders da sie so begeistert von dem wohlerzogenen Jungen Mann gewesen war, den sie sackte in sich zusammen. Remus verhinderte, das sie auf den Boden glitt.

Bill war ganz aus dem Häuschen.

„Sie lassen ihn in der nähe von Ginny, Hermine und Neville? Herrgott, er hat Ron getötet! Und Hermines Vater! Wie können sie zulassen, das er bei ihnen ist?!?"

Dumbledore erhob die Hand und brachte Bill mit einem ernsten Blick zum Schweigen.

„Ich bin davon überzeugt, das sie in seiner Nähe nicht in Gefahr sind. Denke nach Bill, Harry hat Hermine bereits ein zwei Mal gerettet. Außerdem weiß ich, das der ehemalige Schüler der sie Angegriffen hat diese Nacht nicht überleben wird."

Bill setzte sich wieder, zutiefst verwirrt doch auch trotzig.

„Wie können sie nur zulassen, das Rons Mörder unter ihnen weilt?"

Dieses Mal war es Moody, der diese Frage beantwortete.

„Er ist doch in der Idealen Position um ihn zu beeinflussen. Fern von Täglicher Propaganda die er vielleicht hören könnte. Nur in Hogwarts gibt es die Möglichkeit ihn zu lenken."

„Lenken? Wozu lenken? Er ist der schwarze Prinz, ein verdammter Mörder!!!"

„Er ist mein Patenkind. Wir können ihn nicht Voldemort überlassen.", hauchte Sirius.

Bill fixierte den Mann, der ein einzige Ruine darstellte.

Sechzehn Jahre lang unschuldig in Azkaban… dieser Anblick nahm ihn irgendwie den Wind aus den Segeln und Schuld breitete sich in ihm aus, auch wen er nicht direkt dafür verantwortlich war.

Dumbledore begann wieder zu sprechen.

„Ich wusste schon seid langem, das Voldemort Harry hat, doch ich konnte ihn nicht befreien. Außerdem behielt er den Jungen nicht als Trophäe sondern scheint tatsächlich eine verdrehte Art von Zuneigung für seinen Lehrling zu besitzen. Anders vermag ich zumindest nicht zu erklären, warum er ihn so mächtig hat werden lassen. Doch dieser Schachzug war auch sehr Weise von ihm. Voldemort lässt dem Jungen alle Freiheiten, was ihn loyal macht. Warum sollte er zweifeln wen er gut behandelt wird? Nun, wir werden auf die natürliche Neugierde des Jungen setzen und ihn alles selbst herausfinden lassen. Doch zunächst muss der Orden über die Lage informiert werden. Eine bitte noch, behaltet Stillschweigen. Bill, Molly. Ich persönlich wache über das Wohlergehen von Ginny, Hermine und Neville, bitte sorgt euch nicht zu sehr."

Bill nickte widerwillig und auch seine Mutter… nach einigem zögern.

Dumbledore sprach nun darüber, wie er den Orden Informieren wollte und was für Schritte er noch geplant hatte, doch der Fluchbrecher war mit seinen Gedanken woanders.

Die Fähigkeit Magie zu erspüren, sein Wissen über Fluchstrukturen, diese Eleganz in seinen Bewegungen, sein ganzes Gemüt. Manipulativ und doch scheinbar ehrlich. Harry war der schwarze Prinz und Bill begann zu verstehen, das er nicht einfach ein Mörderisches Werkzeug war, sondern eine Hochintelligente Persönlichkeit mit zielen, Überzeugungen und der Macht alles zu erreichen was er wollte.

Bisher hatte er vom schwarzen Prinzen nur als Gesichtsloses Monster gedacht, doch nun hatte er ein Gesicht. Ein Gesicht das ihn schrecklicher machte als ein Monster.

Die sorge um Hermine stieg, sein offensichtliches Interesse an ihr hatte ihn damals bereits stutzig gemacht.

Ginny und Neville schienen wirklich nicht in Gefahr im Gegensatz zu ihr. Er konnte nicht anders als sich zu Sorgen, doch ein Größeres Problem stellte sich ihm.

Wie sollte er die drei schützen ohne sein Wort zu brechen und alles zu Verraten?

Die Zeit würde es zeigen, dessen war er sich sicher…


„Das dauert zu lange, langsam werde ich ein wenig nervös.", meinte Ginny und schien zu schaudern.

Hermine wusste genau was sie meinte. Vor gut einer Stunde war Neville losgezogen um seinen Informanten zu treffen, doch normalerweise war er höchstens dreißig Minuten Unterwegs.

Die Informationen, die Neville durch diesen Spion erhielt, waren die Grundlage allen Handelns für die Schatten, so nannte sich die Loyale Gruppe aus Schülern um Neville, die Todesser jagte und Gefangen nahm.

Neville selbst Unterrichtete sie und sie hatten bereits einige Erfolge erzielt.

Doch leider war ihr Informant scheinbar nicht sehr hochgestellt unter den Todessern, daher hatten auch sie bisher nur kleine Fische gefangen, aber jeder Todesser, den sie für die auroren da ließen war einer weniger in diesem Krieg. Und das bedeutete etwas.

Sie alle machten bei den Schatten aus nur einem Grund mit. Sie wollten einen Unterschied machen.

Ginny ging auf und ab.

Da nur Neville die Identität des Spions kannte, wussten die Mädchen auch nicht, was für ein Risiko dieser darstellte.

Weitere fünfzehn Minuten vergingen, ehe sich endlich die Tür zu dem geheimen Klassenraum öffnete, den sie als Hauptquartier nutzten.

Neville sah sehr angespannt aus als er sich zu ihnen setzte, doch Ginny lies sich dadurch nicht beirren und schloss ihn in die Arme. Dann gab es noch einen schnellen Kuss, ehe sie ihn ernst musterte.

„Schlechte Nachrichten?", fragte sie besorgt?

„Wie man es nimmt.", erwiderte er und blickte nun Hermine ernst an.

„Erinnerst du dich an Malcom Baddock?"

„Natürlich!", erwidere sie überrascht. „wie könnte ich ihn vergessen, er hat versucht mich umzubringen!"

Neville musterte sie ernst und ruckte seinen Kopf hin und her, was ein knackendes Geräusch verursachte.

„Das wird er wohl nie wieder versuchen, den er wurde gestern Nacht zu Tode gefoltert."

Hermine sog scharf die Luft ein und Ginny keuchte auf vor entsetzen.

„Getötet?", fragte die Rothaarige erstaunt.

Ihr Freund nickte düster und begann zu erklären.

„So wie es aussieht hat Der Anführer der Todesser in Hogwarts sie alle geladen, auch Baddock. Dann wurde enthüllt, das der schwarze Prinz dieses Treffen wollte. Er folterte Draco Malfoy, weil dieser wohl einen wichtigen Befehl nicht an alle weitergegeben hatte, was den Prinzen erzürnte."

„Und der wäre?", fragte Hermine, die genau wusste das diese Information wohl der Grund für seine Besorgnis darstellte.

„Die Familie Granger ist für Todesser auf Geheiß des dunklen Prinzen unantastbar."

Erschrocken schrieen die Mädchen auf.

Unantastbarkeit auf Befehl des Prinzen, das bedeutete, das er anspruch auf sie erhob. Das ein angriff auf ein Mitglied von Hermines Familie mit einem angriff auf den Prinzen gleichzusetzen ist.

„W… w… warum?", brachte Hermine hervor.

„Das wurde nicht gesagt. Was ich nun definitiv weiß ist, das der Prinz zumindest in der nähe von Hogwarts ist. Seine Identität ist genau so wie die vom Führer der Hogwartstodesser durch diesen verdammten Fideliuszauber geschützt. Aber er ist in der Nähe und Baddock musste sterben, weil er dich angegriffen hat."

Das war zuviel des Guten.

Hermine war vollkommen geschockt, nur am Rand bekam sie mit, das Ginny zu ihr eilte um sie zu trösten.

Auch wenn er ein Todesser war, auch wen er sie umbringen wollte, es war schwer zu akzeptieren, das Baddock wegen ihr gestorben war. Und es war noch schrecklicher zu wissen, das der Mörder ihres Vaters eine Art von Anspruch auf sie erhob.

Was auch immer das bedeutete, sie würde es herausfinden, diesen Entschluss fasste sie in diesem augenblick.

Sie würde den Prinzen finden und dann… dann würde die Rache ihr gehören…


Ich hoffe die Entwicklung sagt euch zu ;)

Wenn nicht, schreibt mir, wen doch, schreibt mir auch XD

Bis zum nächsten mal