Titel: Every Step
Autor: Ayu
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Harry, Fred, George, Neville
Tabelle: 2
Thema: 09 – Keep holding on (Avril Lavigne) [Author's Choice]
Word Count: bisher 1.380
Rating: T
Disclaimer: Harry Potter gehört J., Warner Bros. etc und wird auch nie mir gehören. Das Lied „Keep holding on" ist von Avril Lavigne. Ich erhebe auf beides keinen Anspruch und verdiene hiermit kein Geld!
Anmerkung: Ich glaube ich kann nicht mehr schreiben T_T Es ist alles so sinnlos. Und meine Musen haben mich auch alle verlassen T_T *snüf*
Warning: Ich weiß nicht, was es ist. AU oder so… T_T'''

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Fahles Mondlicht schien durch das kleine, verdreckte Fenster des Kellerraums und warf einen leichten Schein auf die Person, die zusammengerollt auf dem Boden lag, eine Decke fest um sich geschlungen. Die Kälte des Winters hatte sich schon lange in den Mauern des kleinen Zimmers gefressen und schien jedes bisschen Wärme unbarmherzig in sich aufzusaugen. Doch der schmächtige Körper schien es nicht einmal mehr zu bemerken. Schon lange hatte er jedes Gefühl für Wärme und Kälte verloren und war trotz allem noch darauf bedacht sich nicht zu sehr zu verausgaben, so dass sein Lebenslicht nicht erlischen konnte. Seine Zeit war noch nicht gekommen, dass wusste er. Mühselig setzte das schwarzhaarige Geschöpf sich auf und griff mit tauben Fingern tief in die Tasche seines Umhanges und zog ein mitgenommen aussehendes Stück Papier heraus. Sein schneller, flacher Atem ließ kleine Dampfwolken vor seinem Gesicht erschienen, zeigten ihm immer wieder, dass er noch lebendig war. Es kostete ihn etwas Zeit bis er das Blatt endlich auseinander gefaltet hatte. Ohne Gefühl in den Händen konnte so etwas wirklich schwierig werden, doch er war entschlossen es zu schaffen und ein leichtes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, als er es endlich geschafft hatte. Zufrieden begann er die Zeilen zu lesen, die er mittlerweile schon auswendig konnte. Wie oft hatte er diesen Brief in der letzten Zeit nun schon gelesen? Er wusste es nicht mehr, aber er erschien ihm immer noch wie ein rettender Anker, der ihn weiter durch die endlos langen Tage trug und ihn immer einen Schritt weiter gehen ließ.

You're not alone, Together we stand
I'll be by your side, you know I'll take your hand
When it gets cold and it feels like the end
There's no place to go, You know I won't give in
No I won't give in

Grüne Augen flogen über das Papier, während bläuliche Lippen jedes einzelne Wort leise mitsprachen. Eine angenehme Wärme breitete sich in ihm aus, wärmte ihn von innen heraus und gab ihm neue Kraft. Und auch wenn seine steifen Gliedmaßen sich beschwerten, so stand er doch langsam auf. Die Decke glitt ungeachtet auf den Boden und für einen Moment schien sein Körper noch kälter zu werden, als er es ohne hin schon war. Ein unangenehmes Schwindelgefühl überkam ihn und für einen Augenblick fürchtete er nun wirklich am Ende seiner Kräfte angekommen zu sein und keinen Schritt mehr weiter gehen zu können, doch schlussendlich blieb er aufrecht stehen. Die ersten Schritte waren immer die Schwersten. Den Körper dazu zu bekommen seinen Befehlen zu gehorchen und langsam aber stetig in Bewegung zu kommen war mit der Zeit immer mehr zu einer schweren Aufgabe geworden. Aber trotz allem hatte er es bisher immer geschafft und würde es auch weiterhin tun. Immerhin wusste er, dass dort draußen Menschen waren die ihm vertrauten und an ihn glaubten. Niemals wollte er diese Menschen enttäuschen, dass hatte er sich vor langer Zeit geschworen. Ein Schwur den er niemals brechen würde. Und so schlang er seinen Mantel enger um sich und verließ langsam den Kellerraum, den er als sein Schlafquartier ausgesucht hatte. Er würde heute noch einen langen Weg zurücklegen müssen, aber dann hatte er es endlich geschafft. Heute würde er an dem Treffpunkt ankommen. Koste es was es wolle. Ungewollt lief ein Schauer über seinen Rücken, als er aus der Tür trat, hinaus in die verschneide Landschaft, die von einem eisigen Wind durchzogen wurde. Er würde nicht aufgeben. Tief durchatmend schritt er weiter auf die Straße hinaus, ließ die Tür hinter sich zu fallen, ehe er – so schnell es ihm möglich war – die Straße hinunter eilte. Immer wieder murmelte er einige Worte des Briefes vor sich her betend, dass sie ihm genug Kraft geben würden sein Ziel zu erreichen.

Keep holding on, 'Cause you know we'll make it through, we'll make it through
Just stay strong, 'Cause you know I'm here for you, I'm here for you
There's nothing you could say, Nothing you could do
There's no other way when it comes to the truth
So keep holding on, 'Cause you know we'll make it through, we'll make it through

Wie lange war er nun schon unterwegs? Er wusste es nicht mehr, doch es kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Eine Ewigkeit ohne richtigen Schlag, etwas Anständiges zu essen und die Wärme nach der sein Körper sich so sehr sehnte. Doch egal wie sehr er sich auch wünschte, dass alles endlich ein Ende finden würde, er hatte noch einen kleinen Weg zu gehen. Nun nachdem er so lange umher geirrt war auf der Suche nach dem einen Ort an dem er sein wollte war das Ziel endlich in Sicht. Von diesem Wissen beflügelt erschien das Wetter halb so kalt, der Weg nur halb so beschwerlich und seine Füße schienen ihn schneller zu tragen als all die anderen Tage zuvor. Vielleicht waren es auch die Worte des Briefes, die dazu beitrugen. Immer wieder hörte er sie innerlich, als würde sie jemand vorlesen, konnte sie schon lange auswendig. Es war ein wunderbares Gefühl. Egal wie schwach und hilflos er sich auch zwischendurch fühlen mochte, er wusste immer, dass dort draußen drei Personen saßen und auf ihn warteten. Und er wusste, dass sie ewig waren würden, wenn es sein musste.
Schwarze Haare wurden vom Wind noch mehr zerzaust, als eine Windböe die Kapuze von seinem Kopf wehte und ihn der Kälte ein wenig mehr aussetzend. Grüne Augen wurden zu Schlitzen verengt, immer versucht den Weg vor sich auszumachen, einen Fuß vor den anderen setzend. Sein Körper protestierte schon lange nicht mehr über die raue Behandlung der er ausgesetzt war, stumm akzeptieren, dass es keinen anderen Weg mehr gab. Der Weg war klar definiert und als der Umriss eines Gebäudes in der Ferne zu erkennen war, war klar, dass das Ziel erreicht war. Er hatte es fast geschafft.

Hear me when I say, when I say I believe
Nothing's gonna change, nothing's gonna change destiny
Whatever's meant to be will work out perfectly

Am Ende seiner Kräfte angekommen, fand er sich schließlich vor dem kleinen, unscheinbaren Haus wieder, dass er so lange gesucht hatte. Schneller, unregelmäßiger Atem und das Knarren des Schnees unter seinen Füßen waren die einzigen Geräusche, die er war nahm, als er an der stabilen Holztür vor sich klopfte.
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, bis das dunkle Braun zur Seite schwang und eine Flut aus Wärme ihn empfing, ebenso wie ein mitgenommenes Gesicht. Ein leichtes Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Rothaarigen aus und sein gesundes Auge schien freudig zu strahlen. Das andere war von einer Narbe bedeckt, ewig dazu verdammt im Dunkeln zu bleiben, kalt, unsehend. Etwas an das der Schwarzhaarige sich nicht erinnern konnte. Wann war es passiert? Wie kam es dazu?
Doch alle Gedanken schienen wie fort geblasen, als er am Arm gepackt wurde und mit einer bestimmenden Bewegung in das Innere des Hauses gezogen wurde. Noch ehe er richtig realisieren konnte, was eigentlich geschah hatten sich zwei Arme um ihn geschlungen und ihn fest an den Körper vor sich gezogen.
„Du bist endlich zurück" flüsterte der Ältere leise und aus den Augenwinkeln konnte der Schwarzhaarige seine andere Hälfte entdecken. Zwei Gesichter, die sich früher so ähnlich gewesen waren, dass man sie nicht einmal auseinander halten konnte und nun so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Ein fast schon trauriges Unterfangen.
„Harry…" ließ der andere nun vernehmen, als er ebenfalls seine Arme um den schmächtigen, kraftlosen Körper schlang. Wie lange war es her, dass ihn jemand bei diesem Namen genannt hatte? So lange, viel zu lange. Nicht seit er sich der Dunkelheit gestellt hatte und die Schlange dorthin verbannt hatte, wo sie hingehörte. Nicht sei er den Krieg beendet hatte und die Freiheit wieder einkehren konnte. Er hatte es geschafft und war gewandert um diesen Ort zu erreichen, so wie er es damals geschworen hatte und nun war er einfach nur noch Müde. Jegliche Kraft hatte seinen Körper verlassen und er wusste, dass die Beiden es spüren konnten. Ihre Umklammerung hatte sich verstärkt und der fast schon panische Ruf nach dem letzten Mitglied ihres kleinen Bundes ließ den Schwarzhaarigen wissen, wie besorgt sie waren. Er würde noch nicht gehen, er hatte noch so viel zu erzählen, doch vielleicht konnte er sich nun etwas ausruhen. Nur ein wenig Schlaf, dass war alles worum er bat. Und Wärme, so eine angenehme Wärme wie die, die ihn momentan umhüllte und seine geschundenen, kalten Gliedmaßen langsam wieder zum Leben erweckte.
Ein schwaches Lächeln legte sich auf sein Gesicht, als er den braunhaarigen jungen Mann auf sie zukommen sah. Sein Blick war musternd und es war klar, dass er bereits überlegte, wie er helfen konnte. Es war so ein schönes Gefühl wieder zu Hause zu sein. Zu wissen, dass all die Strapazen sich am Ende doch gelohnt hatten und er nun endlich wieder einen Ort hatte an den er gehörte. Sein Lächeln vertiefte sich noch etwas, als seine grünen Augen sich langsam schlossen. Immer noch die Worte in seinem Kopf widerhallen hörend schwand nun auch das letzte bisschen Kraft aus seinem Körper und ließ die Dunkelheit Besitz von seinem Körper ergreifen.

Keep holding on
Keep holding on

Authors Note
Hah! Ich hab mich mal wieder selbst übertroffen. Ich habe echt keine Ahnung, was ich hier getan habe, aber ich habe das Gefühl, als hätte ich ständig das gleiche geschrieben T_T''' Und irgendwie weiß ich auch nicht ob ich die Story mag oder nicht. Vielleicht gefällt sie ja wenigstens euch. Ach und was das Ende angeht: Fragt mich nicht, was ich mir dabei gedacht hab…