Hallo,
nun am Ende der Pfingstferien kommt ein neues Kapitel.
Musashi47 mein Co-Autor und Betaleser ist zurück und hat sich gleich nach seinem Urlaub auf dieses Kapitel gestürzt. Danke.
Danke an euch alle für diese tollen Reviews, wir haben uns sehr darüber gefreut, es macht richtig Spaß die Geschichte weiter zu schreiben. Es ist schön von euch, dass ihr auch Musashi47 in den Reviews erwähnt.
Rückblick auf Kapitel 8
„Was meinst du Lucky, die Karte zeigt mir jetzt Zauberer oder Hexen in der Nähe dieses Hauses an." Der Katze sträubten sich die Haare. „Du brauchst keine Angst haben, die Karte tut dir ja nichts", beruhigte Harry sie und begab sich erschöpft in sein Bett. Für die Okklumentik brauchte er etwas länger, aber dafür hoffte er auch traumfrei schlafen zu können.
Bald darauf schlief er ein. Die Katze hatte es sich auf seinem Bett gemütlich gemacht. Aber irgendwie konnte sie nicht ruhig schlafen.
Im Licht des Mondes, das durch das Fenster schien, zeichnete sich ein größer werdender Schatten ab. Ein Gesicht, umrahmt von langen Haaren, betrachtete die Karte besorgt. Ein Name auf der Karte hatte sich geändert, als der Spruch den Remus Lupin erwähnt hatte ausgesprochen worden war.
Die Gestalt warf noch einen liebevollen Blick auf den schlafenden Harry, bevor sie geräuschlos verschwand, morgen würde er sich wundern.
9. Der schwarze Ring
Das Licht der wenigen Kerzen erhellte spärlich den Raum, nur am Tisch war es heller. Besorgte Minen betrachteten den Kellereingang des Ligusterwegs Nr. 4 in einer Kristallkugel. Durch das Fenster kam kein Licht mehr. Harry Potter, der den ganzen Abend mit Remus und Tonks unterwegs war, schien zu schlafen.
Noch einmal beugten sich die Gestalten vor, es war noch einmal ein Licht zu sehen. Ein eigenartiges, aber sicherlich magisches Licht erhellte den Raum, besser gesagt nur den Tisch. Eine schlanke Gestalt stand dort. Harry war noch nie dick gewesen. Das Licht und somit auch die Gestalt verschwanden. Albus Dumbledore beendete den Überwachungszauber der Kugel. Er würde alarmiert werden, wenn Feinde sich, dem Haus näherten.
"Er zaubert, ich sage euch er zaubert", brummte Moody missmutig.
"Alastor, nur weil dir eine Kröte in das Gesicht gesprungen ist, musst du nicht vermuten, dass er wie wild zaubert", versuchte ihn Albus Dumbledore zu beruhigen.
"Albus, du siehst es nicht richtig", widersprach der alte Auror. "Die Kröte könnte ich ja noch schlucken, wenn die Nachbarn von Harry wirklich einen Teich hätten. Es gibt keinen Gartenteich im Ligusterweg. Der müsste ja rechtwinklig sein, und es dürften nur Tiere dort sein, die genehm sind. Kröten passen ebenso wenig in den Ligusterweg wie ein Drache." Alastor sprach weiter, obwohl Dumbledore beschwichtigend die Hände gehoben hatten. "Einen Heuler faltet man nicht aus Papier wie das letzte Hemd!"
Albus nickte nachdenklich.
"Das passt dazu, dass Harry bei Flourish & Blotts bestellt hat, Haushaltszauber und Okklumentik", warf Professor McGonagall ein.
"Bestellt, wie?", fragte ein überraschter Kingsley Shacklebolt.
„Er hat einfach einen Brief an Flourish & Blotts gesandt, mit der Bitte ihm die gewünschten Bücher zu zusenden und den Betrag bei Gringotts zu holen", erklärte Professor McGonagall.
„Das ist aber äußerst unüblich, einen solchen Weg zu gehen, wie kam er darauf?", wunderte sich der Auror.
"Sirius hat ihm auf diesem Weg einen Besen geschenkt, vermutlich weis Harry von ihm, wie er das angestellt hat", erklärte Minerva McGonagall.
Severus Snape räusperte sich, das ganze Treffen über hat er geschwiegen: „Wann beginnt es eigentlich weh zu tun?"
Fragend schauten sich die Anwesenden nach dem Zaubertränkelehrer um.
„Was soll wem weh tun?", McGonagall reagierte sehr gereizt.
„Ich wundere mich sehr, unser letztes Treffen musste ich schon verlassen, weil ich es nicht mehr ertragen habe. Jetzt sitzen wir wieder zusammen und sie zerbrechen sich die Köpfe über Dinge, die ganz normal sind, wenn man die ganze Sache etwas mit Abstand betrachtet. Wir haben einen Jugendlichen, in den ein großer Teil der magischen Welt ihre Hoffnung steckt. Worauf sich die Hoffnung beruht ist fraglich, vermutlich auf seine Arroganz und Überheblichkeit weil er sich einbildet, als ein Potter, etwas Besseres zu sein. Da gibt es eine Prophezeiung, die ihn in Zusammenhang mit dem Dunklen Lord bringt. Durch den Angriff, den er überlebt hat, wird er berühmt, weil es sich keiner vorstellen kann, warum er überlebt hat.
Dieser Junge hat die massiv ausgeprägte Neigung sich über alle Regeln hinwegzusetzen und kommt somit immer wieder in Verbindung mit dem Dunklen Lord. Er hat diese bisher, mit einem ihm vermutlich angeborenen Glück, überlebt und das ist ihm noch mehr zu Kopf gestiegen. Dieser... ."
„Severus", Albus Dumbledore unterbrach seinen Professor für Zaubertränke ärgerlich. „Bring es auf den Punkt, was willst du uns damit sagen."
„Wir sitzen hier und ein Teil von uns ist bemüht Harry Potter zu verheimlichen, was im Tagespropheten stand und was täglich in der Rubrik Leserbriefe diskutiert wird. Seit der Aufhebung des Verbotes werfen sich Leute, die nichts Besseres zu tun haben, dort ihre Gedanken an den Kopf, ob es nun gut ist oder nicht, dass Jugendliche zaubern dürfen. Professor Dumbledore sie haben Harry Potter dort bei den Muggeln eingesperrt, fernab von sämtlichen Informationen aus der Zauberwelt. Glauben sie nicht, er besorgt sie sich die Informationen, die er braucht. Jemand der alleine mit dem ‚Fahrenden Ritter' verreist, der in der Nacht in das Ministerium kommt, wird sich wohl einen Tagespropheten besorgen können, genauso wie er sich Bücher besorgt hat.
Es wundert mich direkt, dass er seinem Schulleiter und Mentor noch nicht einen Brief geschickt hat, und sich darüber zu beklagen, dass ihm dieses Wissen vorenthalten wurde. Ein Gryffindor ist so auf Harmonie und Offenheit bedacht, dass er das sicherlich getan hätte, wenn ihn nicht irgendetwas daran gehindert hat, oder aber wir nicht alles wissen was ihnen bekannt ist Dumbledore?", führte Snape mit einem sehr selbstgefälligen und teilweise gehässigen Unterton aus.
„Severus, sie haben Recht. Er hat mich davon informiert, aber nicht wie er davon erfahren hat", gab Dumbledore kleinlaut zu.
„Es freut mich dies zu hören. Endlich fällt das edle Getue von ihm ab, das Gryffindors so unerträglich macht. Nun warum sitzen wir hier und rätseln ob Potter nun zaubert oder nicht, er weis es und er wird es tun", bemerkte Severus.
„Severus, ich habe ihn, in einem Antwortschreiben, aber gebeten es nur im Beisein von Ordensmitgliedern zu tun!", stellte der Direktor fest.
„Genauso wie sie ihn gebeten haben, nicht in den Gang im dritten Stock zu gehen, als der Stein der Weisen auf Hogwarts war, genauso wie sie ihn gebeten haben Okklumentik bei mir zu lernen oder die Schulordnung einzuhalten. Die Frage ist was machen wir jetzt, da er es weis?
Ich für meinen Teil werde ihn morgen Abend besuchen und ihm Hausaufgaben in Zaubertränke geben, damit er keine Zeit mehr hat an Dummheiten zu denken. Ich werde mit ihm üben, so dass er wenigstens den Schulstoff begriffen hat. Um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, werde ich sogar mit eurem Werwolf zusammenarbeiten.
Potter will kämpfen und wie soll er das können, wenn ihm wesentliche Teile des Schulstoffes, wegen seiner Faulheit, nicht zugänglich sind. Sollte sich der eine oder andere von ihnen sich bemüßigt sehen, Potter noch etwas Fürsorge zu kommen lassen zu wollen, bitte ich darum es mit mir abzustimmen. Ich habe keine Lust, in meinen Ferien unnötig Zeit zu vergeuden, weil ich dort auf Flitwick warten muss, der eine Feder im Walzertakt schweben lässt."
Meine Herrschaften ich wünsche ihnen noch einen guten Abend und zerbrechen sie sich ruhig die Köpfe, woher Kröten kommen, wenn es keine Teiche gibt."
Severus Snape stellte seinen Becher mit Nachdruck auf den Tisch, drehte sich schwungvoll um und ging auf die Türe des Büros zu.
„Severus, bitte setzten sie sich wieder auf ihren Platz. An diese Abgänge gewöhne ich mich nie und will sie auch nicht wieder erleben", die Stimme von Dumbledore ließ kein Widerspruch zu. Professor Snape verdeckte seinen Ärger geschickt hinter dem gleichmütigen Gesichtsausdruck, aus dem man nichts ableiten konnte.
Nachdenklich schaute Dumbledore seinem Zaubertränkelehrer an und begann ruhiger zu sprechen: „Wenn ich mir ihre Meinung durch den Kopf gehen lasse, frage ich mich ob sie nicht... "
„Albus", unterbrach ihn McGonagall, „wir können doch Potter nicht gegenüber den anderen bevorzugen. Wir müssen es dann allen anderen auch anbieten. Schon allein wegen der Gleichbehandlung."
„Nun, Voldemort hält sich auch nicht an die Gleichbehandlung?", brummte Dumbledore leise vor sich hin, aber die im Raum waren hatten ihn verstanden.
„Nun ich dachte an die, welche mit im Ministerium waren", antwortete ihm die Hauslehrerin von Gryffindor.
Dumbledore schüttelte den Kopf und erklärte nachdrücklich: „Die Abreise der Familie Weasley mit Miss Granger können wir jetzt nicht mehr verschieben. Molly und Arthur haben es endlich eingesehen, dass es besser ist, Harry nicht mitzunehmen. Wenn wir jetzt kommen und alles umstoßen, dann haben wir mindestens mit Molly mächtigen Ärger. Beim Vater Lovegood bin ich mir nicht sicher, ob er uns dafür nicht in seinem Blatt lobt. Von den Reaktionen darauf hätte ich, ehrlich gesagt Angst. Und bei Neville Longbottom soll ich seiner Großmutter sagen, ich will ihren Enkel ausbilden, damit er gegen die kämpft die seinen Eltern den Verstand geraubt haben."
Moody nickte zustimmend, und auch Professor McGonagall schwieg.
„Nachdem jetzt klar ist, dass die Familie Weasley mit Hermine Granger nach Rumänien fährt, können wir uns einem anderen Punkt zuwenden", die tiefe Stimme von Shacklebolt zog alle Aufmerksamkeit auf ihn. „Was passiert mit dem Grimmauldplatz und was ist eigentlich heute Abend mit Tonks los?"
Überrascht schaute Dumbledore auf: „Der Geschäftsführer von Gringotts, ein gewisser Mister Fortunekeeper hat mir, schon letzte Woche mitgeteilt, dass wir vermutlich noch etwas mit der Testamentseröffnung warten müssen, es fehlen ihm irgendwelche Unterlagen aus dem Ministerium. Er rechnet so mit 2 – 3 Wochen. Aber was ist mit Tonks, sie war doch mit Remus und Harry unterwegs. Und ich bin froh, dass sie sich so um ihn kümmern. Es wird allen drei helfen mit dem Verlust von Sirius fertig zu werden."
„Heute Abend kamen sie nach ihrem Besuch bei Harry im Grimmauldplatz an. Ich stand zufällig in der großen Halle und sah so, dass beide sehr traurig waren und Tonks ziemlich fertig war. Ich hatte keine Zeit, da ich hierher musste. Remus hat mir nur noch nachgerufen, dass Tonks morgen nicht zur Arbeit kommt. Ich solle es dem Ministerium klarmachen, dass sie einen Tag Urlaub braucht", informierte Shacklebolt.
„Das Mädchen ist wohl nicht zum Auror geeignet, sie soll sich zusammennehmen, in einem großen Krieg gibt es viele Tote", knurrte Moody.
„Aber nicht jeder ist mit einem verwandt, und Sirius kam mit Tonks hervorragend aus", warf Kingsley Shacklebolt ein.
Moody schaute ihn verächtlich an: „Verweichlicht, ich glaube nicht, dass die Beiden der richtige Umgang für Harry sind. Der wird auch noch so eine Heulsuse wie das Mädchen."
„Die Beiden werden sich weiterhin um Harry kümmern, jetzt wo seine Freunde bald vereisen, können wir ihn nicht noch mehr alleine lassen", stellte Dumbledore fest. „Sonst macht er es wirklich noch war."
Snape, der die ganze Zeit teilnahmslos auf die Tischplatte geschaut hatte, sah plötzlich auf: „Professor Dumbledore, sonst macht er was? Gibt es doch noch etwas, was wir wissen sollten?" Überrascht schaute Shacklebolt auf Snape, der seinerseits Dumbledore fordernd anschaute. „Was wird uns den noch alles vorenthalten?", die Stimme des Zaubertränkelehrers klang fordernd.
Albus Dumbledore schaute leicht irritiert in die Runde, dann griff er in seinen Umhang und legte ein gefaltetes Pergament, welches schon sehr mitgenommen aussah, auf den Tisch. Missbilligend sah Minerva McGonagall ihren Schulleiter an und streckte ihre Hand nach dem Brief aus, der aber schon auf dem Weg zu Snape war. „Accio! Professor, erstes Schuljahr", bemerkte Snape, der nun den Brief von Harry an Dumbledore überflog.
„Wissen Remus und Tonks davon?", fragte er Dumbledore. Dieser schüttelte den Kopf, Minerva McGonagall legte ihre Hand beruhigend auf die Schulter des alten Zauberers: „Albus, will den Inhalt lieber für sich behalten. Wir dürfen ihn nicht überbewerten."
Snape starrte auf den Brief, mit einem Schwung seines Zauberstabes kopierte er den Brief und gab das Original an den schwarzen Auror weiter, der neben ihm stand. Er steckte die Kopie in seinen Umhang: „Wenn wir alle für eine Sache kämpfen, dann sollten wir über alles Bescheid wissen. Ich werde Remus und Tonks darüber informieren, sie sind die Personen, die ihm am nächsten stehen. Nur sie können einschätzen, wie groß die Gefahr ist, dass er uns alleine zurücklässt. Wir können nicht schon wieder warten, bis es zu spät ist, zu spät mit ihm zu sprechen.
Den schwachen Versuch von Dumbledore, Snape zurückzuhalten, ignorierte dieser und verließ das Büro durch den Kamin.
Im Grimmauldplatz angekommen war Remus, nach den wenigen Worten mit Kingsley, gleich in das Zimmer von Tonks zurückgekehrt und berichtete ihr, dass sie morgen nicht in das Ministerium musste. „Remus, danke", total erschöpft richtete sich Tonks auf dem Bett auf. „Er hat uns nun doch verlassen. Keine Hoffnung mehr auf ein Wiedersehen mit ihm", brachte sie mühsam unter Schluchzen hervor. Vorsichtig nahm Remus sie in den Arm. Sie saßen so eine ganze Zeit lang. „Meinst du Harry kommt heute Nacht damit klar?", fragte Remus vorsichtig.
Tonks nickte kaum merklich: „Ich glaube seit Lucky und nun auch Felicitas aufgetaucht sind, scheint er wieder am Leben teilnehmen zu wollen."
Remus sah sie lange an: „Trotzdem der Name McKillan, es kann nicht sein, dass sie den Namen trägt den er sich erdacht hat." Remus faltete ein Pergament auseinander und berührte es mit dem Zauberstab. Tonks schaute über seine Schulter und sie sahen sich das Kellergeschoss des Ligusterweges Nr. 4 an. Der Punkt mit Harrys Namen war über seinem Bett, aber ein anderer Punkt war in der Mitte des Zimmers. "Ist das Lucky?" "Tonks, ich kann es nicht lesen da es gerade im Knick des Pergaments ist, einen Augenblick."
Ungläubig schauten sie auf das, nun richtig ausgebreitete, Pergament. Der Name war länger geworden. "Wo kommt sie jetzt auf einmal her und vor allem wie kommt sie zu Harry rein", rief Remus überrascht.
Beinahe gleichzeitig griffen Tonks und Remus zu ihren Umhängen, und verschwanden aus dem Raum. Hier im Ligusterweg war alles ruhig, leise gingen sie um das Haus. Der Desillusionszauber von Moody hatte etwas für sich. Vor Harrys Türe schaute Remus noch einmal auf die Karte: "Sie ist noch bei ihm. Tonks jetzt kann ich sogar den Familiennamen lesen. Habe ich doch Recht gehabt, der Name stimmte nicht, sie heißt nicht McKillan, sondern McKinnon."
"Sagt mir gar nichts", meinte Tonks. "Aber stören sollten wir die beiden nicht!"
Remus schüttelte den Kopf: "Kannst du auch nicht, sie ist weg, einfach weg!"
"Remus, du wirst ihm nichts sagen! Klar. Wenn er herausbekommt, dass du eine Zweitkarte hast, dann hast du bei ihm ausgeschissen." Vorwurfsvoll schaute Remus Tonks an. "Na gut, dann hast du einen auf Dumbledore gemacht, und sein Vertrauen missbraucht, besser? Aber im Sinn gleich."
Er zog sein neues Mobiltelefon aus der Hosentasche und murmelte Harrys Namen, während er mit den Zauberstab darauf klopfte. Tonks sah in fassungslos an: "Remus, ähm, was machst du da, das ist ein Muggelgerät. Ich glaube ich zeige dir später, wie es funktioniert. Das bonbonfarbene Mobiltelefon trat in Aktion und kurz darauf erklang in Harrys Zimmer der Klingelton seines Mobiltelefons.
"Ja", klang seine Stimme wie aus dem Tiefschlaf gerissen. "Hi, hier Tonks, alles in Ordnung bei dir." Im Zimmer ging das Licht an. "Ja, warum und wo bist du?"
Vorsichtig klopfte Tonks an die Türe: "Lass uns mal kurz rein, wir verschwinden auch bald wieder, ich brauch doch auch meinen Schönheitsschlaf."
Harry hob den Zauber auf und öffnete die Türe, er sah verwundert zu, wie sich Remus und Tonks, im Zimmer wieder sichtbar wurden.
"War Felicitas heute Abend noch bei dir?", fragte Remus forschend, und kassierte dafür einen Tritt von Tonks gegen sein Schienbein.
. "Leider nicht, Lucky war da, aber sie ist wohl wieder verschwunden. Vermutlich durch die alte Katzenklappe in der Türe", antwortete Harry traurig.
"So, Lucky kann ein und aus gehen, aber wir beiden nicht." Harry sah in die Augen des enttäuscht klingenden Remus Lupin. "Selber Schuld, du hast mir nicht gezeigt, wie ich den Verschlusszauber verändern kann, damit ihr rein könnt. Da habe ich halt ausprobiert und Haare von Lucky habe ich ja. Vermutlich hat es geklappt, kann ich von euch jedem auch ein paar Haare haben?"
Bereitwillig schnitten sie sich die gewünschten Haare ab und beobachteten Harry wie dieser die Verschlusszauber modifizierte. "Warum seid ihr eigentlich schon wieder da? Ist der Grimmauldplatz noch schrecklicher geworden?"
"Ganz langsam kleiner Bruder." Tonks schien an dem Auftrag von Sirius Gefallen zu finden. Sie setzte sich auf Harrys Bett. "Mich beschäftigt der Satz von Sirius, ich soll meine Auror an den Nagel hängen. Bin ich wirklich so schlecht?"
Harry schaute überrascht Tonks an, noch mehr wunderte er sich über das Verhalten von Remus. Saß er nicht schon neben Tonks auf dem Bett und versuchte sie, etwas ungeschickt, aber immerhin, zu beruhigen.
"Tonks, nein du bist nicht schlecht, sonst wärst du es nicht geworden!" Harry erschrak etwas über seine Stimme, die so unbeeindruckt von Tonks Tränen, welche nun über ihr Gesicht liefen, klang. "Du bist zu gut, das hat Sirius auch erkannt. Du bist zu gut um die Befehle eines karrieresüchtigen Fudge auszuführen und bei deren Ausführung ins Gras zu beißen.
Eigentlich wollte ich sagen, ich brauche dich mehr als der olle Cornelius Fudge, aber ich glaube Remus will mit dir allein sein. Eine Gegenleistung für das Überlassen meines Zimmers fordere ich. Morgen werde ich mit Feli joggen, danach werden wir wohl Konzentrationsübungen machen, soweit es mir bei ihrer Anwesenheit möglich ist. Dann werde ich es ihr sagen und ihr Bedenkzeit geben. Wenn sie mich fallen lässt, wie Ron und Hermine, dann Tonks bitte ich dich um einen Gedächtniszauber, aber nur bis zum Joggen morgen Früh.
Tonks lächelte leicht verlegen: "Danke für dein Angebot, aber wir werden wieder in den Grimmauldplatz zurückkehren. Den Gedächtniszauber werde ich ausführen, wenn du es willst. Bring es ihr aber schonend bei, wenn du sie zu sehr schockierst, wird es schwieriger sein. Mach dir aber nicht so viel Gedanken, geheimnisvolle Jungs sind nicht so abschreckend, wie du denkst. Nichtwahr Remus! Und das mit Voldemort musst du ihr auch nicht gleich sagen."
Remus nickte nachdenklich: "Harry vielleicht bist du zu hart gegenüber Ron, Hermine und Ginny. Sie würden dir sicherlich gern schreiben, aber sie sind von den Schreckensszenarien Moodys eingeschüchtert und auch Albus Dumbledore bemüht sich nicht hier etwas zu korrigieren. Arthur und Molly, ich sollte es dir eigentlich nicht sagen, haben sehr laut mit Dumbledore deinetwegen gestritten, sie hätten dich gern dabei gehabt."
Beunruhigt schaute Tonks Harry an. Doch er kam auf Beide zu, legte seine Arme um sie: "Ich bin froh, dass ihr so zu mir haltet, ich glaube wir sind schon das Kleeblatt, was sich Sirius vorgestellt hat. Wenn ihr es einrichten könnt, treffen wir uns Morgen bei Arabella, gleich nach meinen Konzentrationsübungen, vielleicht komme ich auch nicht allein. Remus, das geht doch, wenn ich sie mitbringe?"
"Nachdem du es ihr gesagt hast und sie mit will, dann geht das. Vielleicht kann ich ihr dann auch mal tief in die Augen schauen, aber schon bei der Eisdiele hat sie keine Merkmale von einem Imperius-Fluch gezeigt."
Tonks schüttelte den Kopf: "Beklag du dich noch einmal über Moody, du bist kein Punkt besser, Remus!"
Die Beiden verließen Harrys Zimmer durch die Türe um den veränderten Verschlusszauber zu testen, es klappte und Beide verschwanden.
Harry schaute auf die Uhr, nur noch eine Mütze voll Schlaf und dann konnte der spannende Teil beginnen.
Sein Mobiltelefon klingelte, leicht genervt schaute Harry auf das Display, doch nicht schon wieder die Zwei. Nein es war Felicitas." Verdammt, er hatte seinen Wecker nicht gestellt. So schnell wie möglich drückte er die Taste.
"Hallo du Siebenschläfer", meldete sie sich. "Ich bin gleich bei dir, wusste nur nicht, ob ich klingeln soll?"
"Sorry, ich habe tatsächlich meinen Wecker nicht gestellt. Bitte nicht klingeln, gehe einfach um das Haus herum, dann siehst du den Eingang in meine kleine Wohnung, und ich beeile mich. Bis gleich."
Wie gut, dass keine magischen Gegenstände herumlagen. Mit ein wenigen Ordnungszauber war das Zimmer aufgeräumt und Harry in der Dusche verschwunden.
Die Türe schlug in das Schloss. "Tonks, Remus?", fragte Harry, während er sich die Haare abtrocknete. Keine Antwort, er hatte doch den Verschlusszauber nicht aufgehoben. "Hallo, ist da jemand?" Schnell trocknete er sich ab und stieg aus der Dusche, schon ging die Türe auf und Felicitas Kopf schaute herein. "Hey Harry, da bist du also. Aber Hallo das ist ja eine tolle Idee!"
Sie kam einfach in das Bad und beobachtete belustigt das Tuch, welches auf magische Art die Dusche reinigte. "Hmm Feli, ich bin noch nicht fertig?", meinte Harry, der mit einem Badetuch um die Hüfte neben der staunenden Felicitas stand.
"Stört mich nicht, außerdem habe ich deinen Zauberstab schon gesehen", bekam er grinsend von ihr zu Antwort.
Harry spürte, dass er bis unter die Haarwurzeln rot wurde.
"Ich sprach eigentlich von dem aus Holz, der hier auf dem Waschbecken liegt. Und gestern beim Jogging hast du ihn im Strumpf versteckt." Felicitas schwenkte den Stab, aus dem rote und goldene Funken sprühten.
Harry blieb der Mund vor Schreck offen stehen, hatte er ihn tatsächlich so schlecht versteckt und wie kommt sie darauf, dass es ein Zauberstab ist. Gut das Selbstreinigende Tuch, aber kommt man dann, als Muggel, gleich auf Magie?
Zärtlich drückte sie ihm das Kinn mit zwei Fingern noch oben und gab ihm einen Kuss. "Aber keine Sorge ich glaube ich bin im Verheimlichen viel schlimmer als du", mit diesen Worten verließ sie das Badezimmer und lies einen Harry zurück, der fassungslos zur Türe sah. So hatte er sich es nicht vorgestellt. Gewiss er hatte Angst gehabt es ihr zu sagen, aber vor der Angst sollte man nicht davon rennen, und deshalb wollte er es ihr heute mit kleinen Zauberkunststücken vorsichtig beibringen, dass er ein Zauberer ist. Tonks würde sich kugeln vor Lachen, wenn sie von dieser Offenbarung seines Geheimnisses erfährt. Er beeilte sich fertig zu werden, denn in seinem Zimmer schien Felicitas irgendetwas zu verschieben.
Das war schon ein wenig zu laut gewesen, denn Harry hörte, wie Onkel Vernon die Treppe herunter kam. Er klopfte, wie wild an die Türe, Harry rannte aus dem Bad. Zu spät, denn Felicitas hatte die Türe zum Keller bereits geöffnet.
Harry hatte so gut wie keine Ähnlichkeiten mit Vernon, weder charakterliche noch äußerliche, aber nun standen Beide mit dem gleichen erstaunten Gesichtsausdruck im Zimmer.
Die Holzstühle waren bequemen Sitzkissen gewichen und im Raum waren viele Tücher verteilt, die farblich sehr gut zu den neuen Vorhängen passten. "Habe ich was Verbotenes getan? Eigentlich wollte ich es nur etwas bequemer haben für die Konzentrationsübungen, aber ich kann es wieder rückgängig machen." Felicitas stand mitten im Zimmer und biss sicher verlegen auf die Unterlippe.
"Harry, würdest du mich bitte vorstellen. Außerdem würde ich es gerne wissen, wenn mehr von deinen Typen hier im Haus sind!", fuhr Vernon Harry an.
"Entschuldigung, dass ich so unhöflich war. Ich war aber über ihr Auftreten so überrascht, dass ich es vergessen habe mich vorzustellen. Bei mir zu Hause benützt man kleine Glöckchen oder man klopft vorsichtig an. Mein Name ist Felicitas, ich bin die Freundin von Harry und sie sind sicherlich Mister Vernon Dursley, Harrys Onkel?"
Felicitas hatte ihr altes Selbstbewusstsein zurückgewonnen und ging, beinahe schwebend, auf den Onkel mit ausgestreckter Hand zu. Onkel Vernon musterte sie von oben bis unten und reichte ihr ebenfalls die Hand. "Was für Typen, meinten sie eigentlich?", fragte Felicitas nach.
"So wie Harry, die mit Zauberstäbchen rumfuchteln und schlimme Sachen geschehen lassen, sie gehören doch auch dazu?", brummte der Onkel.
"Oh ja, sicher ich bin auch ein zauberhaftes Wesen, meinen sie das, Mister Dursley?" Vernon brummte etwas und wandte sich an Harry: "Du musst heute Frühstück machen. Dudley lässt die Eier anbrennen und deine Tante ist immer noch krank. Beeil dich etwas, ich muss heute noch zu Magda fahren. Und noch eins Junge, keine dummen Bemerkungen über meine Schwester.
Sie eilten dem Onkel in die Wohnung der Dursleys nach.
Als die Küchentüre sich hinter ihnen geschlossen hatte, sah Harry Felicitas tief in die Augen: "Ich glaube wir haben uns nachher einiges zu erzählen." "Oh, oh, aber ich bin ja nicht alleine mit Beichten dran, oder?", erwiderte sie grinsend. Harry nahm sie liebevoll in den Arm und gab ihr einen kurzen Kuss. Er war erleichtert, aber auch gespannt, was sie zu berichten hatte. Er wollte sie aber auch fragen, warum sie sich in seinem Leben schon so gut auskannte.
"Harry wo bleibt das Frühstück!" Onkel Vernons Ruf unterbrach Harrys Gedankengänge und er fing an, das Frühstück zu richten. Magische Küchenarbeit ging bedeutend schneller, er wunderte sich, warum Molly Weasley nicht alles magisch erledigte.
Felicitas deckte den Tisch ein und als Harry ihr sagte, dass sie nur fünf Plätze richten sollte, statt sieben. Schaute sie ihn verwundert an. "Wohnen Tonks und Remus nicht hier?"
"Nein, die Welten magisch oder nicht magisch, waren bis dieses Jahr in meinem Leben streng getrennt. Der Ligusterweg war nicht magisch, Hogwarts war magisch."
Felicitas schaute ihren Harry an: "Hogwarts ist auch gleich Dumbledore, nicht war?" "Ja, Hogwarts ist auch Dumbledore, warum?"
"Ich glaube ich muss es euch allen Drei auf einmal erzählen, warum meine Familie mit Dumbledore nicht immer einer Meinung ist und ihn bisher gemieden hat, wo es ging", meinte sie. Harry meinte etwas Trauer in ihrer Stimme gehört zu haben. "Nachdem Frühstück, rufe ich die beiden an, aber jetzt erst einmal Eier mit Speck", versuchte Harry sie aufzumuntern. "Irrtum, nachdem Frühstück gibt es erst einmal Konzentrationsübungen, die sind bei weitem wichtiger als alte Geschichten, die ich nicht einmal miterlebt habe", widersprach sie ihm bestimmt.
Tante Petunia kam nicht in das Esszimmer herunter, sie frühstückte im Schlafzimmer. Dudley hatte ihr das Frühstück nach oben gebracht. "Ach mein lieber Duddilein", hörte Harry die Tante flöten und machte sich umgehend an den Abwasch. Ein paar Minuten später waren sie fertig und zurück in seinem Zimmer. Harry ließ sich auf eines der Sitzkissen fallen und zog Felicitas mit sich nach unten. "Gut Konzentrationsübungen! Zuerst konzentriere ich mich ganz auf dich."
Felicitas konnte nicht mehr widersprechen, zu sehr hatte sich Harry nach einem Kuss gesehnt, das ganze Frühstück lang. "Bist du mir gar nicht böse", fragte Feli vorsichtig. "Hmm, ich frage mich, warum du soviel von mir weist und ich sowenig von dir?"
Besorgt schaute sie ihn an: "Du wirfst mich bestimmt nicht aus deinem Leben, wenn ich dir es verrate. Es soll aber ein Geheimnis zwischen uns sein, vielleicht noch Tonks, Remus und Arabella, aber sonst niemand mehr. Nicht Hermine, Ron oder Ginny, klar?"
Harry nickte fassungslos, woher wusste sie selbst die Namen seiner Freunde auf Hogwarts. "Versprichst du mir das, es war keine Absicht von mir soviel von dir zu erfahren. Es war mir einfach langweilig. Dann bin ich durch die Straßen gezogen, aber ihr Engländer seid so unnahbar, keiner hat mich gegrüßt, keiner mit einem gesprochen. Dann habe ich es auf meine andere Art versucht und es hat geklappt."
"Welche andere Art", fragte Harry nach. Liebevoll legte sie ihm ihren Finger auf den Mund.
"Misses Miller, ist auch sehr freundlich, nur ihre Milch ist sauer. Bei Misses Figg oder Tante Arabella wie du sie nennst ging es mir gut, das Futter war ungenießbar, aber sie war so freundlich. Ich bin, dann aus Langeweile Mister Tibbles gefolgt. Am Anfang war es langweilig. Immer auf dem Apfelbaum zu sitzen und in dein Zimmer zu starren. Mit der Zeit hatte ich das Vertrauen von Mister Tibbles, aber er ist nicht sehr unterhaltsam. Ich wusste nur, du bist ein Zauberer und musst geschützt werden. Und den Rest kennst du ja, aber es hat lange gedauert bist du mich zur Kenntnis genommen hast. Als dann Dumbledore auftauchte und mit den Dursleys sprach und du warst nicht da, hat mich sein Verhalten geärgert. Mit etwas Zaubertrank an den Krallen habe ich mich auf dein Geheimfach gelegt und tatsächlich ich konnte ihm eins auswischen. Nach meinem Besuch in der Kapelle war es mir klar, du brauchst jemand für dich ganz alleine und deshalb habe ich mit dir als Felicitas Kontakt aufgenommen."
Ungläubig schaute Harry Felicitas an: "Du bist meine Freundin und meine Katze gleichzeitig!"
"Wen liebst du nun mehr Felicitas oder Lucky?"
"Beide auf ihre Art", meinte Harry grinsend. "Jetzt bin ich sehr erleichtert, meine Verschlusszauber funktionieren doch. Ich habe mich gewundert wie du in das Zimmer gekommen bist, aber nach dem du Felicitas und Lucky bist, ist mir das klar. Lucky war die Erste, welche von mir berechtigt wurde, und somit kannst du kommen und gehen wie du willst. Er zog sie näher zu sich. "Harry, wir sollten uns jetzt um die Konzentrationsübungen kümmern."
Aber Harry wollte lieber mit ihr auf dem Sitzkissen bleiben und hielt sie fest. Obwohl er es wusste, war er überrascht als Lucky plötzlich aus seinen Armen sprang und sich vor seinen Augen wieder in Felicitas verwandelte. Harry beobachtete sie fasziniert, wie sie ihre Tasche ausräumte und die Gegenstände im Zimmer verteilte. Zum Schluss setzte sie sich auf ein extra Kissen und erklärte Harry ausführlich die ganzen Konzentrationsübungen und den Weg dorthin. Mit ein paar Handbewegungen schaffte sie vieles auf einmal, die Vorhänge verschlossen sich und die Räucherkerzen flammten auf. Kurze Zeit später saßen Beide im Yogasitz auf den Boden und lauschten dem Buch. "Harry, ich habe mir das immer selbst vorgesagt, erst auswendig gelernt und dann vorgesagt, aber so mit dem sprechenden Buch ist es toll", lobte sie ihn. Nach anstrengenden Stunden der Yogaübungen beendeten sie ihr erstes Training. Harry kam alles so einfach vor, relativ schnell hatte er die Tiefe erreicht, um seine Gedanken ganz zu verschließen. Nur den ganzen Aufwand konnte er bei Snape nicht betreiben. "Du schaust so skeptisch, Harry?"
"Ich dachte nur daran wie ich das mit den ganzen Sachen mache, wenn ich mich schnell konzentrieren muss?"
Felicitas grinste: "Die Sachen hier sollen dir den Anfang erleichtern und später einfach die Arbeit an sich selbst, sagen wir mal, schöner zu machen. Ich freue mich jedes Mal auf die Stunden, weil die Räucherkerzen so schön duften und weil alles so schön ruhig und gemütlich ist. Im Leben, in der freien Welt, erinnere ich mich an diesen Raum, an die Ruhe und die Geborgenheit und du wirst merken es klappt einfach besser."
Mit ein paar Handbewegungen hatte sie ihre Sachen wieder zusammengepackt, wie beim Abwaschzauber Harry konnte ihren Zauberstab nicht sehen.
Als er sie danach fragen wollte, klingelte sein Mobiltelefon – Tonks. "Hallo Tonks! Was ihr seid schon bei Arabella? Wir kommen gleich rüber. – Ja ich komme nicht alleine ich bringe jemand mit, wen verrate ich nicht. Ja, dann gib mir mal Tante Arabella." Harry verdrehte die Augen und flüstere Felicitas zu: "Sie macht sich Sorgen um Lucky, weil sie schon seit geraumer Zeit nicht mehr bei ihr war." Felicitas grinste ihn an und flüsterte ihm in sein freies Ohr: "Sag ihr du bringst Lucky mit, dann werde ich es ihnen eben gleich sagen, um weitere Komplikationen zu vermeiden."
"Ja Tante Arabella ich bin noch am Apparat. Lucky ist gerade hier, ich bringe sie mit – ja und das Mädchen bringe ich auch mit. Mal sehen, wie ich das hinbekomme. – Tonks, das war mal wieder ein passender Spruch, aber warte, dir wird das Lachen noch vergehen."
Harry beendete das kuriose Gespräch. "Tonks meinte ich solle einfach dich in die Umhängetasche stecken und Lucky am Arm nehmen."
Felicitas suchte grinsend nach Harrys Umhängetasche: "Alles eingepackt?" Als Harry nickte, legte sie ein Handtuch in die Tasche. "Damit Lucky es gemütlich hat."
Kopfschütteln sah Misses Miller Harry nach, auch anderen Passanten fiel die Katze, welche ihren Kopf aus der Umhängetasche streckte, auf.
Bei Arabella schienen sie auf ihn gewartet zu haben, denn er musste nicht einmal klingeln, Tonks stand in der Türe und schaute an Harry vorbei. "Und wo ist dein Herzblatt?"
Harry grinste: "Sie ist da, und freut sich über deinen Gesichtsausdruck, große Schwester."
Arabella begrüßte ihn in der Küche, während Remus den Tagespropheten las. Harry stellte seine Umhängetasche auf den Tisch, öffnete sie vorsichtig und hob Lucky heraus. "Eigentlich habe ich gedacht es gibt nur Arabella, die so vernarrt in eine Katze ist, aber du bist ja beinahe noch schlimmer." Remus schaut über seine Zeitung.
Arabella kam in das Zimmer und freute sich Lucky wieder zu sehen: "Harry, du darfst sie nicht in die Tasche einsperren, Katzen brauchen Freiheit. Sie wollen immer fliehen können. Wart ich hole dir eine Milch, die bringe ich dir ausnahmsweise in das Zimmer, sonst gibt es so was nur in der Küche. Lucky hüpfte vom Tisch auf den Boden.
Tonks schaute durch das Fenster auf die Straße: "Harry erzähl, wie ist es gelaufen. Hast du es ihr gesagt? Und wie hat sie darauf reagiert?"
Harry schluckte das letzte Stückchen Keks herunter, den er sich vom Tisch genommen hatte, als er beobachtete, dass Tonks nicht mehr alleine zum Fenster hinausschaute.
Felicitas legte ihr Hand auf Tonks Schulter: "Eigentlich ist es recht gut gelaufen, er musste mir ja nichts erzählen, ich habe alles gewusst. Beichten musste ich, was schwieriger war. Meinst du nicht?"
Remus sah überrascht von der Zeitung auf. Tonks sah überrascht Felicitas an.
"Nun Tonks, jetzt verstehst du, dass ich nicht einfach Feli in die Tasche und Lucky an Arm nehmen konnte. Bei ein und der gleichen Person ist das nicht möglich."
Man hörte aus der Küche die Schritte von Arabella: "Guten Tag Marlene, schleicht sich hier herein..." Die Milchschale ging zu Bruch und die Hausherrin suchte nach einem Halt.
"Tonks einen Kognak, steht in der Küche", kam es leise von Arabella, die sich auf einen Stuhl setzte und das Mädchen anschaute als käme es von einer anderen Welt. Tonks hatte praktischerweise mit einem Tablett die Flasche und fünf Gläser mitgebracht, während Harry mit "Reparo" die die Milchschüssel wieder herstellte und sein "Evanesco" entfernte den Milchsee vom Boden.
Arabella hatte sich nach dem ersten Schluck etwas erholt und wandte sich nun an Felicitas: "Du musst mich entschuldigen, es ist in der letzten Zeit soviel Neues gewesen, ich habe dich mit jemand verwechselt der schon lange, sehr lange tot ist."
"Ich muss mich entschuldigen, Tante Arabella", begann Felicitas mir ruhiger Stimme zu sprechen. "Ich wusste, dass ich ihr ähnlich sehe, aber habe nicht mit deiner Reaktion gerechnet. Die Familie sagt zwar immer ich sehe aus wie Tante Marlene, aber geglaubt habe ich es ihnen eigentlich nicht. Es scheint aber so zu sein. Ich bin Felicitas McKillan, eigentlich heißt unsere Familie McKinnon, aber wir haben ihn geändert, als wir wussten, dass wir nach England zurückkehren."
"Die McKinnons kehren zurück, das wird manchem noch schlaflose Nächte bereiten", bemerkte Arabella leise und stand auf um Felicitas in die Arme zu nehmen. "Herzlich Willkommen Felicitas. Setze dich und erzähl uns doch mal, wie du ausgerechnet auf Harry gestoßen bist."
Felicitas setzte sich an den Tisch und erzählte die Geschichte der gelangweilten Katze nochmals. Die Stelle mit dem Zauberstab, lies sie aufgrund Harrys bittenden Blicks aus.
"Und wo wohnst du eigentlich?", wollte Harry wissen. "Hab ich dir das noch nicht gesagt? Nein ich bin nicht dazu gekommen", Felicitas grinste verlegen. "An der Bushaltestelle in Sankt Ruchos wollte ich es dir zeigen, aber die beiden Mädchen haben uns durch ihr Kichern gestört. Ich wohne mit Tante Marbel im George-Manor, dem alten Herrensitz über dem Ort."
Tonks runzelte die Stirn: "Da war es also reiner Zufall, dass du Harry getroffen hast?" "Beinahe, ich wollte mich in Little Whinging umschauen, da ich wusste, dass Tante Arabella hier wohnt. Eigentlich sollte ich hier erst mit meinen Eltern auftauchen, aber jetzt bin ich schon da. Ihr müsst wissen, dass Arabella meine Tante Marlene gut kannte."
Tante Arabella stand vor dem Wohnzimmerschrank und suchte verzweifelt, dann hatte sie es geschafft. "Ich habe es mir geschworen und auch in meinem Testament vermerkt. Jetzt bin ich umso glücklicher, den Zauberstab von Marlene McKinnon an die Familie persönlich überreichen zu können. Bitte Felicitas."
Felicitas nahm den Zauberstab ihrer Tante entgegen. "Mit ihm hat sie für die Freiheit gekämpft und ich werde den Kampf damit fortsetzen", sagte sie feierlich. "Ich habe meine Tante nie kennen lernen können, denn sie wurde vor meiner Geburt mit ihrer ganzen Familie ermordet. In irgendeiner Organisation muss was falsch gelaufen sein und diesem Fehler fiel die Familie meiner Tante zum Opfer. Dad wollte schon immer Klarheit von Dumbledore, aber er hat nie eine Antwort bekommen. Ich nehme an, dass er jetzt selbst kommen wird, um mit ihm zu sprechen. Eine Bitte noch, aber ich glaube es ist bei euch selbstverständlich, bis Dad da war, kein Wort über meine Animagi-Figur und meine Familie. Ich bin eben Harrys Freundin und wenn es sein muss auch zauberhaft."
Tante Arabella konnte bedeutend besser kochen als backen und so ließen sie sich das Mittagessen schmecken. Felicitas wurde noch viel gefragt und gab dann doch noch die Geschichte mit dem Zauberstab im Badezimmer zum Besten. Die Reaktion von Tonks war wie von Harry erwartet. Es dauerte beinahe eine Ewigkeit, bis sie sich wieder gefangen hatte.
Der Kamin im Wohnzimmer flammte auf, Arabella stand auf und ging gefolgt von Lucky, die sich kurz von Harry verabschiedet hatte, in das Wohnzimmer. "Arabella, ist Harry bei dir?", fragte die tiefe Stimme von Albus Dumbledore. "Ja, Albus sie sind alle Drei bei mir. Du kannst ruhig kommen", lud in Arabella ein, "es gibt noch etwas zum Essen."
Mit einem Plopp stand er in der Küche, Tonks hatte gerade noch den Teller und das Besteck von Felicitas weggeräumt. "Ihr esst Arabella noch arm", neckte Dumbledore sie. "Vielleicht kann ich mit Remus und Tonks mal in die Winkelgasse, dann kann ich meine Rechnung bei Tante Arabella bezahlen?", meinte Harry.
Albus nickte: "Dieses Jahr scheint es dir ja im Ligusterweg besser zu gefallen?"
Harry dachte kurz nach: "Es ist nicht mehr der Ligusterweg, seit ich zu Tante Arabella kann und ich oft Besuch von Tonks und Remus bekomme. Es kann aber noch einmal kritisch werden, wenn heute Abend Onkel Vernons Schwester kommt."
"Heute schon", wunderte sich Tonks. "Vernon hat doch etwas von drei Wochen später gesprochen." "Heute Morgen, meinte er, dass er zu ihr fahren müsse, vielleicht bringt er sie mit. Ich hoffe die Dursleys halten sich an die Abmachung, sonst Tante Arabella bin ich noch öfter bei dir."
"Albus du musst wissen, er geht mir sehr zur Hand. Morgen Nachmittag brauche ich ihn ganz für mich alleine. Ich will auf dem Dachboden aufräumen und das geht nur zu zweit", Arabella zwinkerte Harry zu. Aha, Morgen ist wieder Training bei Madame Bones. "Arabella darf ich wenigsten Lucky mitbringen, sie ist sonst so alleine?" "Wenn sie will, sie wird sicherlich nicht stören."
Dumbledore sah sich im Raum um. "Lucky? Ist Lucky das Katzenfräulein mit den scharfen Krallen?" Harry nickte, während er ihr zusah, wie sie es sich oben auf dem Schrank bequem machte, fielen ihm die Konzentrationsübungen vom Vormittag ein und auch die Warnungen von Snape. Er solle immer wachsam seine Umgebung beobachten, wenn ein Zauberer, der die Kunst des Gedankenlesens beherrscht, auftauchte sollte er die Okklumentik anwenden. Wie auch, wenn Gefühlsregungen das übliche Maß überstiegen. An diesen Satz konnte er sich sehr gut erinnern, obwohl er Snape nun schon seit ein paar Jahren kannte, hatte er sich über den sarkastischen Ton gewundert, mit dem dieser über Gefühle sprach.
Harry wusste, dass Snape dies als Vorsichtsmaßnahme gegen Voldemort gedacht hatte. Er hatte es sich auch angewohnt, die Okklumentik anzuwenden, wenn er mit ihr zusammen war. Jetzt hatte er sie auch wieder aktiviert, gleich, nachdem er die Stimme von Dumbledore gehört hat.
Fragend sah er Tonks an, die scheinbar genauso überrascht über den Besuch von Dumbledore war.
"Ihr wundert euch sicherlich über meinen Besuch, aber wir haben uns heute Morgen auch sehr über deinen Postdienst gewundert, Harry." Tonks und Remus sahen interessiert auf. Harry versuchte es mit einem unbeteiligten Gesichtsausdruck. Langsam verstand er Snape, wer etwas verheimlichen will, musste sich einen Gesichtsausdruck aneignen der sowenig, wie möglich aussagte.
"Professor Dumbledore, meinen sie damit, wie Onkel Vernon mit meiner Post umgeht?", fragte er seinen Schulleiter.
"Nein, davon, wie es im Haus der Dursleys zugeht, hast nur du und jetzt auch Tonks einen Eindruck. Professor McGonagall war sehr über die Antwortkarte von Gringotts überrascht." Harry grinste verlegen, schon wieder hat es mit dem Poker Face nicht geklappt, er musste es einfach mehr üben. "Was wollte den McGonagall schreiben?", wollte er erfahren.
"Harry, Professor, Professor McGonagall, bitte. Sie wollte dir dein Prüfungsergebnis zusenden, welches jetzt auf deinen Abruf bei Gringotts wartet. Und Hogwarts bekam diese Antwortkarte zurück gesandt." Dumbledore zeigte allen die Karte:
Hogwarts Professor McGonagall,
wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihres Schreibens an
Mister Harry James Potter.
Den Empfänger werden wir, nach den
Sicherheitsprüfungen, umgehend über den Eingang
Ihrer Sendung informieren.
Gringotts Postdienst.
Remus pfiff anerkennend durch die Zähne. Tonks grinste: "Ich kenne den Service von den Eltern von Sirius. Die wenigen Male, wo meine Mutter einen Brief an den Grimmauldplatz schickte, kam so ein Kärtchen zurück. Nicht einmal einen Heuler kann man dieser Sippschaft schicken, hatte sie dann immer gebrummt."
"Harry, du kannst dir sicherlich vorstellen, dass Professor McGonagall über diese Karte sehr überrascht war. Sie ist der Ansicht, dass sich dies nicht für einen Jungendlichen gehört, vielleicht solltest du ihr ein paar Zeilen schreiben, damit sie es dir nicht zu sehr übel nimmt", bemerkte Dumbledore mit ernster Stimme.
Harry blickte Tonks für ihre Vorlage dankbar an. "Professor Dumbledore, ich werde keine wie auch immer gedachten Zeilen schreiben, denn ich habe Professor McGonagall ja nicht beleidigt. Ich habe nur die von Gringotts angebotene Überprüfung der Post in Anspruch genommen. Haben sie schon einmal einen Heuler bekommen, der mit Bubotublereiter gefüllt war, wie Hermine in unserem vierten Jahr auf Hogwarts. Ich kann dankend darauf verzichten und deshalb geht die Post nur noch über Gringotts an mich. Im England der Muggel verschicken Terroristen gelegentlich Briefbomben, wäre doch eine einfache Art mich umzubringen, Professor? Sehen sie dies anders?"
Remus schaute erschrocken zwischen Harry und Dumbledore hin und her. Der Gute kannte ja die zweite Prophezeiung nicht, und er wusste deshalb auch nicht, dass Dumbledore ihn, Harry brauchte um Voldemort zu besiegen. Natürlich brauchte er auch Dumbledore, schon alleine wegen seinen Schutzzaubern. Je mehr er darüber, in der ersten Ferienwoche, nachgedacht hatte, desto klarer war es ihm geworden. Was ist, wenn Harry Potter tot ist, wer kann den Dunklen Lord, dann noch besiegen.
Da, da war er, der Versuch von Dumbledore in seine Gedanken einzudringen, hatte er eigentlich nicht schon genug von der Aktion an Arabellas Geburtstag.
"Professor Dumbledore, wie habe ich in der Prüfung abgeschnitten?"
"Nun Harry deine ZAC hast du um Auror zu werden, nur Professor Snape besteht darauf, dass du bei ihm Nachhilfe nimmst, und zwar in den Ferien. Du scheinst da gerade so durch kommen zu sein", berichtete der Schulleiter.
"Ist dies der Grund, warum ich nicht in den Fuchsbau oder gar nach Rumänien mit darf, Hermine, Ron und Ginny ist es nicht zumutbar, ständig Professor Snape über den Weg zu laufen?", Harrys Augen blieben forschend auf Dumbledore.
"Na, Potter so viel Respekt vor mir, das lässt mir ja das Herz höher schlagen", Severus Snape kam von der Verandatüre in das Zimmer. Ein paar Rosen in der Hand, welche er der überraschten Arabella überreichte. "Sie hatten doch erst Geburtstag, nicht war?"
Beim Eintreten von Snape war Lucky aufgeschreckt und sprang, wie sie es auch schon im Ligusterweg gemacht hatte, direkt auf Harrys Schoß.
"Professor Dumbledore, ich entnahm den Äußerungen von Potter, dass sie es ihrem Lieblingsschüler schon gesagt haben. Ich wollte mich nur kurz mit Miss Tonks und Mister Lupin abstimmen, wissen es die beide auch schon den Beschluss des Ordens?"
"Was sollen wir wissen, Snape?", Remus war verärgert aufgesprungen. "Darüber sollten wir drei uns unterhalten, nur du Remus, Tonks und ich. Ordensangelegenheit!", antwortete dieser und öffnete die Türe in den Flur.
"So und ich soll wieder ausgeschlossen werden, bin ich wieder zu unerfahren und zu klein?", Harrys Einwurf wurde von Dumbledore einfach ignoriert.
Harry spürte, dass er von Snape beobachtet wurde und verstärkte seine Okklumentik, er kannte die brutale Art seines Lehrers.
"Potter, die Katze scheint ihnen gut zu tun. Ich habe beinahe den Eindruck sie können sich, wenn sie da ist, nicht nur besser konzentrieren, sondern sogar ihr Gemüt beherrschen. Heute Abend 10 Uhr mit Katze, Potter und vergessen sie das nicht, klar", Snape betrachtete mehr die Katze als Harry.
"Ach Professor Snape, sie wissen doch bei mir haben auch Tiere Seelen, machen sie mir doch den Gefallen und nennen sie Harrys Katze einfach Lucky, das ist ihr Name. Sie wollen doch mich nicht kränken, nachdem sie mir die schönen Blumen gebracht haben", Arabella hatte vermutlich den richtigen Ton gefunden, denn Snape nickte kurz.
"Potter, der Orden hat beschlossen: Tonks und Remus aus der Ordensarbeit so weit wie möglich herauszunehmen, sie sollen nur für sie zuständig sein. Das wird er ihnen sagen, ich verstehe nur nicht, was für ein Geheimnis er daraus macht. Eigentlich sollte er daraus gelernt haben, nächste Woche jährt es sich wieder", bemerkte Severus Snape beinahe beiläufig.
Der Professor verabschiedete sich und verschwand wieder über die Terrassentüre.
Kurz darauf betrat Professor Dumbledore mit Tonks und Remus das Zimmer. Tonks grinste und Remus wirkte sehr zufrieden.
"Nun Harry, du wirst dir sicherlich deine Ergebnisse so schnell wie möglich schicken lassen. Solltest du wegen dem einen oder anderen Fach noch Nachhilfe brauchen, dann lasse es mich wissen. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit und seit vorsichtig. Neues von Voldemort wissen wir nicht, aber das muss ja nichts Gutes bedeuten." Dumbledore verschwand nach diesen Worten wieder aus dem Haus von Arabella.
Lucky sprang von Harry Schoß und verwandelte sich zurück. "Na, wie gefällt euch eure neue Aufgabe?"
Überrascht sah Tonks Felicitas an. "Snape war so freundlich uns davon zu unterrichten
Remus schüttelte den Kopf: "Da wird noch einer aus der ollen Fledermaus schlau."
"Er hat seine Gründe und ehrlich war er schon immer, das müsst ihr zugeben", meinte Arabella.
"Ehrlich, brutal ehrlich, ja", stimmte Harry zu. "Aber grenzenlos gemein und ungerecht habe ich ihn in der Schule auch erlebt."
"Nun aber raus mit euch, eine alte Frau braucht auch mal ihre Ruhe. Harry einkaufen können wir auch noch Morgen", energisch war Arabella von ihrem Stuhl aufgestanden. Tonks und Remus verabschiedeten sich und verschwanden.
Während Felicitas die Küche aufräumte, sah sich Harry im Haus um, ob es noch irgendetwas für Arabella zu tun gab. Er wollte die freie Zeit mit Felicitas verbringen, vielleicht ein Eis essen und spazieren gehen.
Als er zurück in das Wohnzimmer kam, freute er sich, dass sie das Gleiche mit ihm vorhatte.
Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange und sie zogen los in ihren freien Nachmittag.
Niemand in Little Whinging störte sich an dem Pärchen, welches unter einem großen Baum saß. Harry und Felicitas genossen die Zeit. Harry gab bereitwillig Auskunft auf ihre Fragen, denn als Lucky hatte sie schon sehr viel mit bekommen, aber eben nicht alles und auch nicht Harrys eigene Gedanken dazu.
"Feli, mit was hast du eigentlich gezaubert, du hast zwar den Zauberstab deiner Tante Marlene, aber ich habe dich damit noch nicht gesehen?"
Zu Antwort hielt sie ihm ihre rechte Hand vor das Gesicht. Harry sah einen schwarzen Ring an ihrem Mittelfinger. Er sah sich den Ring genauer an, er war aus schwarzem Holz, dort wo sonst ein Schmuckstein saß schaute eine knöcherne Spitze heraus, die umgeben von kleinen Edelsteinen war.
"Ein Zauberring, er hat einen goldenen Kern und ist mit dem magischen Ebenholz umgeben, und hineingearbeitet ist der Zahn eine Königskobra. Das sind Gegenstände die ihn Indien sehr verehrt werden. Der Reichtum, die Natur und die Schlangen." Harry hörte gern der Stimme von Feli zu, die bei dieser Erklärung sehr verträumt geklungen hatte.
"In Indien wird also auch Gold angebetet, ist ja kein großer Unterschied zu uns." Feli schüttelte ihren Kopf: "Nicht das Gold direkt, der Reichtum steht für die Belohnung der Taten in einem früheren Leben, aber das könnte ich dir in Indien besser erklären."
Harry sah sich den Ring genauer an: "Dann gibt es in Indien keine Zauberstäbe?"
"In Indien oder besser gesagt in ganz Asien, gibt es unterschiedlichste Gegenstände, mit der die magische Kraft konzentriert auf einen Punkt werden kann, neben Stäben und Ringe gibt es auch Amulette oder Armreife. Ich selber kann mit dem Ring am besten zielen. Kann das sein, dass eure Zauberwelt etwas rückständig ist, in Indien lebten wir Zauberer nicht so getrennt von den nicht magischen Menschen. Wir hielten es zwar geheim aber wir schirmten uns nicht so ab."
Felicitas Magen knurrte. "Oh, ich glaube wir sollten uns etwas zu Essen besorgen", meinte Harry. "Harry, wenn wir uns beeilen, können wir noch eine Pizza verdrücken, bis wir zu deinem schwarzen, unheimlichen Lehrer müssen."
Es war wirklich knapp geworden, und Lucky war zu erst an der Kirche angekommen. Sie sah auch sofort den schwarz gekleideten Snape in einer Ecke stehen, der sich über ein Pergament beugte. Vorsichtig schlich sie sich an und schaute vom Baum über ihm auf die Karte.
Snape räusperte sich: "Nun, Miss Felicitas McKinnon würden sie sich bitte einen anderen Platz suchen, um sich zu verwandeln, der Ast würde nachgeben und sie mir im Genick sitzen."
Harry, der den Satz von Snape mitbekommen hatte, sah ihn fassungslos an.
Für alle die das kleine Kästchen bis jetzt übersehen haben. Ich meine das, wenn es gedrückt wird mindestens einen Menschen glücklicher macht. Es gibt ihm, dem Schreiberling (um den es hier geht) das Gefühl wenigstens, mit seinem Tun eine Reaktion ausgelöst zu haben. Insgeheim hofft er auf hilfreiche, ehrliche Meinungen, die ihm weiterhelfen. Ein begründetes Lob oder eine ebenso begründete Kritik ist herzlich willkommen. Danke!
Diese Geschichte ist noch so variabel, dass vielleicht gerade DEIN Vorschlag DEINE Idee Platz findet.
Hallo AlexUhde, Danke für dein ausführliches Review. Aus verständlichen Gründen kann ich dir die Nummer nicht weitergeben, du brauchst dich aber nur an die Anwaltskanzlei Thompson & Parker, London Oxford-Street wenden. Sie werden deine Post dann weiterleiten ;-) Zum Erbe werde ich mich nur zum geheimen Teil äußern, Harry wird magischer Erbe von Sirius und dessen Familie, die Vermögen gingen ja an die Drei, Tonks, Remus und Harry, aber es wird reichen. Zum Black-Castle über Hogsmeade werde ich noch nichts sagen, nur der Grimmauldplatz hat schon für Überraschungen gesorgt.
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Hallo AvallynBlack Bingo, ja Felicitas und Lucky sind ein und die gleiche Person, wie wird sie wohl mit Hermine und Ginny harmonieren, sollten sie sich treffen?
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Hallo FrodoBeutlin Herzlich Willkommen. Ja die Katze in eine Animagus und nachdem Kapitel weist du auch wer es ist. Deinen Vorschlag, eine Entführung von Harry durch Voldemort' habe ich mir in meine Ideenkartei notiert. Danke
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Imobilus Danke für dein Lob. Du hast richtig vermutet und ich hoffe die Spannung ist nicht aus der Geschichte verschwunden. Nun musste ich es aufdecken, wie hätte Harry reagiert, wenn sie ewig so ein Geheimnis vor ihm gehabt hätte.
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Hallo Stammleserin Karin. Du hast es gut, vier Wochen Urlaub in Frankreich! Hoffentlich erreicht dich dieses Kapitel noch davor, aber ich warte auf dein Review auch gerne vier Wochen.
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Hallo Katze, (passt herrlich zu meiner Geschichte) Das Blackvermögen genauer zu bestimmen ist mir momentan unmöglich, es fehlt noch das Haupttestament und fehlen mir die Umrechnungskurse zwischen Galleonen und Euro bzw. brit. Pfund. Die Bedienungsanleitung für Mobiles extra für Werwölfe folgt noch. Tonks hat es hier ja erkannt, der Typ hat keine Ahnung in der Muggelwelt.
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Ich denke Lady-Claw du hast die richtigen Schlüsse gezogen. Ja das Testament von Sirius für die drei war das größte Problem an dem Kapitel, es freut mich, dass es gelungen ist.
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Laser-jet, ich bin schon froh über ein Lese(Lebens)zeichen der Leser. Du gehörst ja auch zu meinen Stammlesern. Schön ist es, wenn sie sich auch noch aktiv beteiligen. Was Katze und Mädchen angeht, hast richtig gedacht.
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Rosenfeuerdrache(Stammleser) Ich denke Tonks war überrascht, dass Felicitas den gleichen Namen nannte wie den, den Harry sich als Denknamen gesucht hatte. Über Zauberei muss er nicht viel erklären, aber über die Zauberwelt auf den britischen Inseln, wohl, sie war ja in Indien. Zuerst einmal partizipiert Harry von der Situation, denn Madame Bones, wie auch die anderen Zauberfamilien werden nun ihre Kinder vorbereiten so gut es geht. Für Harry war es ein Glück, dass Madame Bones ihn dabei haben will. Madame Bones hat eine hohe Position im Zaubereiministerium, sicherlich denkt sie im Sinn des Ministeriums, aber dieser muss sich nicht mit den Vorstellungen von Fudge decken.
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RoterDraconis. Danke für dein Review. Sie wusste es bereits, aber Harry hat Neues erfahren.
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Silvertrust Du hast meinen Plan durchschaut, aber es war ja nicht böse gemeint. Ich wollte nur nicht zwei Kapitel hintereinander veröffentlichen und euch, dann warten zu lassen. Jetzt gibt es keine Konserve mehr, deine Ideen können jetzt wieder ungehindert einfliesen. Harry muss die Feinheiten beim Apparieren noch lernen, sein Bett hat er schon getroffen aber landet er auch in Hogsmeade oder wo er will?
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Sycronn. Danke für deine Lobeshymne, sie gefällt mir gut. Zu deiner Frage wie man ein Kapitel ins .net bekommt schreibe ich dir eine persönliche Mail, da ich noch ein paar Angaben von dir brauche. Gruß Rudi
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Tim86. Hallo ein Neuer. Danke für dein Review. Weist du wie es weitergehen kann oder was unbedingt hinein muss?
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Hallo Vroni, deine gemailten Vorschläge sind super und sie werden beinahe alle Miteinfließen. Ich werde mich bei dir, dann wieder melden, wenn es soweit ist. Gruß Rudi
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Araglas16Ganz herzlichen Dank für dein Review.
Ich sehe dir haben wieder ein paar Abschnitte sehr gut gefallen.
Legilimentik-Unterricht bei Snape, ich habe deine Anregung aufgenommen, vielleicht nimmt Harry schon bald seinen ganzen Mut zusammen und fragt danach.
Klar auf Hogwarts gehen die Dinger nicht, aber ab Hogsmeade und im Grimmauldplatz werden sie gehen, vielleicht spekuliert Harry auch damit, dass sie in Black-Castle funktionieren.
Warum Sirius in seinem Testament die Situation so gut getroffen hat, verrate ich beim Haupttestament. Er hatte ja alle Zeit der Welt und wie das Testament zu Gringotts kam, verrate ich dann auch.
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Sabbel, die Folter ist zu Ende. Ja sie ist Felicitas und Lucky. Es freut mich wieder von einem neuen Lesen ein Review zu bekommen.
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Hallo Angelrevenge vielen Dank für deine ausführlichen Kommentare zu beiden FFs. OC oder fremde Charakter sind sehr praktisch um sich etwas von der eingefahrenen Linie zu entfernen und sie bringen etwas Farbe in das Geschehen. Bitte lese weiter.
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Hallo Zerengeb schön, dass dir die Geschichte gefällt. Zu mir, nein ich komme aus dem Unterland, so heißt die Region um die Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg.
