Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von Lady Cornamenta.
Fisch der gegen den Strom schwimmt, stirbt an einem Stromschlag.
Sei stark Idiot! Sei stark!
„Das kann nicht sein!"
„Es ist aber so Angela." Erklärte Bella und seufzte laut. „Er hat mich um ein Date gebeten."
Das ungläubige Lachen Angelas wurde lauter.
„Aber...wir reden hier von Edward Cullen." Rief das Mädchen. „Er bittet nicht um Dates, die Mädchen bitten ihn!"
Bella verdrehte die Augen.
„Das ist mir egal, ich ertrage es nicht mehr!" Beteuerte Bella und seufzte erneut.
„Edward Cullen oder Spinnen?" Fragte Angela schelmisch.
Bella schüttelte sich.
„Wenn du so fragst, ziehe ich Edward und seine dummen Wetten vor." Antwortete Bella und zog eine Grimasse. „Der Punkt ist, dieses Date ist verrückt!"
Das sie mit Edward ausgehen sollte fand sie gar nicht witzig. Sie hatte nicht vergessen das er jünger war als sie, das er einige Freundinnen in ganz Connecticut verteilt hatte und vor allem, das er aufs niederträchtigste mit ihr gespielt hatte. Sie hatte nur akzeptiert, weil sie diese verdammte Wette verloren hatte...dafür schämte sie sich selbstverständlich immer noch. Sie wollte einfach nur ihre Schuld bezahlen und es dann ganz tief in ihrer Erinnerung vergraben.
Sie wollte Edward Cullen auf gar keinem Fall etwas schuldig bleiben.
Der Freitag kam viel zu schnell. Selbstverständlich hatte sie Edward die ganze Woche über nicht vergessen lassen, das an dem Tag ihr Date stattfinden sollte. Seine Belästigungen waren weniger aufdringlich geworden...die körperlichen wenigstens. Edward nutzte jede Gelegenheit um ihr gegenüber Anspielungen über Wetten und zukünftige Dates zu machen.
Es war an der Zeit sich in die Höhle des Löwen, auch bekannt als die Cullen Villa, zu begeben. Gott sei Dank hatte sie ihren Transporter wieder. Er war alt und machte ihr oft Probleme, aber sie konnte sich kein neues Auto leisten. Außerdem hatte das alte Gerät seinen Charme...oder so ähnlich.
Nachdem sie den üblichen Weg zurückgelegt hatte, parkte Bella ihr Auto in der Einfahrt der Cullens. Billy hatte eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Während sie den Schlüssel abzog, kamen drei Personen aus dem Haus und drei überraschte Gesichter beobachteten sie. Bella stieg aus und sah, das die Drei noch nicht aus ihrer Trance erwacht waren.
„Ist das dein Schrotthaufen?" Fragte Edward mit großen Augen und zeigte mit dem Finger auf Bellas Auto. Wenn er sich nicht über ihr Auto lustig machen würde, hätte Bella seinen Gesichtsausdruck richtig witzig gefunden.
„Ja." Antwortete Bella knapp. „Ich weiß nicht ob du es weiß, aber es kann sich nicht jeder einen nagelneuen Volvo leisten."
Edward grinste, arrogant wie immer.
„Und ich dachte das währe ein Erdbeben." Scherzte Emmett und näherte sich dem Transporter. „Meinst du nicht das der Motor mal zur Inspektion müsste?" Fragte er dann ernst.
Bella schüttelte den Kopf.
„Oh nein, er funktioniert sehr gut." Sagte Bella und zuckte mit den Schultern. „Du hättest ihn mal vor der Reparatur hören sollen..."
„Du musst bestimmt immer vor zehn zu Hause sein, nicht?" Fragte Edward ernst, alle sahen ihn verwirrt an. „Um die Nachbarn nicht zu wecken, meine ich."
Bella warf ihm einen Killerblick zu, während Emmett und Jasper hinter vorgehaltener Hand lachten.
„An deiner Stelle würde ich mich nicht über ihn lustig machen." Warnte Bella und drohte ihm mit dem Finger. „Ich glaube du weißt, das mein Transporter aus deinem Volvo ganz schnell Alteisen machen kann."
Edward grinste schief.
„Oh, ich habe noch nie die Rentner unterschätzt." Versicherte er.
Bella schnaufte und ging ins Haus. Sie wollte Esme keinen Kummer bereiten, indem sie ihr sagen musste, das sie ihren Sohn langsam und qualvoll umgebracht hatte.
Die kleine Alice saß, in einem schicken Set, auf dem Sofa und blätterte in einer Zeitschrift. Als sie Bella erblickte, sprang sie auf, rannte zu ihr und umarmte sie fest.
„Bella! Wie schön das du da bist." Rief sie, etwas zu animiert für Bellas Geschmack. „Edward hat mit erzählt das ihr Heute ausgeht und..."
„Edward hat dir was erzählt?" Fragte Bella schockiert. Dann seufzte sie resigniert. „Und...?"
„Komm, ich muss dir was zeigen." Rief die Kleine aus.
Während Bella, von Alice gezogen, die Treppe rauf rannte, fragte sie sich wo Alice wohl den Aus-Knopf versteckt hatte.
Alice zog ihre Nanny in ihr großes Zimmer, das immer mehr einer Boutique ähnelte. Nachdem sie Bella auf ihr Bett gesetzt hatte, verschwand Alice in dem enormen Kleiderschrank. Nach dem sie einige Minuten darin herum gewühlt hatte, erschien sie mit einem blauen Kleid in der Hand wieder. Das Kleid war nicht kurz, aber auch nicht lang genug und es hatte schön verzierten Trägern.
„Das ist für dich." Sagte Alice mit einem strahlendem Lächeln.
„Ein Kleid?" Fragte Bella verwirrt. „Glaubst du wirklich das so viel Formalität nötig ist Alice? Ich meine, tut es nicht auch eine Jeans und eine Bluse?"
„Oh nein, du solltest auf jeden Fall das Kleid anziehen." Sagte Alice schnell. „Ich glaube nicht das Jeans passend sind..."
„Aber Alice, wo zum Teufel werden wir hingehen?" Fragte Bella erschrocken.
Sie hatte auf etwas einfaches gehofft, an einem Ort von dem sie jeder Zeit flüchten konnte. Ohne Zweifel, waren ihre Wünsche wieder einmal nicht erhört worden. Wo wollte Edward hin und wieso musste sie ein Kleid anziehen und...?
Moooment!
„Was hast du mit diesen High Heels vor Alice?" Fragte Bella misstrauisch.
„Die sind für dich."
Bella machte einige Schritte zurück und wedelte mit den Händen vor der Brust.
„Nein, nein und nochmals nein! Ich kann so was nicht anziehen."
„Oh doch, du kannst!"
Nachdem sie den ganzen Nachmittag mit Alice diskutiert hatte, musste Bella, wieder mal, einsehen das es unmöglich war gegen Alice zu gewinnen. Die Kleine, mit geschickten Manövern der Überzeugung und ein wenig Erpressung, schaffte sie es das man fast alles akzeptierte...oder vielleicht war Bella es auch einfach Leid gegen sie zu kämpfen. Resigniert, aber mit bösem Blick sie musste wenigstens etwas Würde bewahren, zog sie das Kleid und die verdammten Schuhe an, die brachten sie schon nach fünf Minuten an ihren Füßen in Schwierigkeiten. Bella saß auf dem Fußboden, nach zwei Schritten war sie gestolpert und dort gelandet und sah Alice sauer an. Die lächelte sie von oben her unschuldig an.
„Das meinte ich als ich sagte, High Heels und ich haben kein feeling." Schimpfte Bella.
Alice lachte.
„Keine Sorge, Edward hat gute Reflexe." Versicherte sie.
Bella schenkte Alice noch einen Killerblick und ging dann, vorsichtig, aus dem Zimmer. Sie ging langsam die Treppe herunter, von unten hörte sie nur den Fernseher. Jasper und Emmett waren schon gegangen und als sie ins Wohnzimmer kam, saß nur Edward auf dem breiten Sofa. Als Edward sie hörte, hob er den Kopf und seine Augen wanderten erstaunt über Bella. Während Edward aufstand, merkte Bella wie sie langsam rot wurde.
„Du siehst...Wow...ich..." Stotterte Edward, eindeutig ü schüttelte er den Kopf, als ob er aus einer Art Trance erwachte und grinste schief. Er näherte sich Bella und sagte dann, nah an ihrem Ohr. „Ich glaube Heute wirst du spät nach Haue kommen...solltest du nach Hause kommen."
Bella machte einen Schritt zurück um Edward drohen anzusehen. Die Schelle unterbrach sie und Bella blieb mit ihrer Warnung auf der Zungenspitze stehen.
Schnell zog sie sich ihren langen grauen Mantel an. Es war eigentlich zu warm für einen Mantel, aber sei konnte ja sagen das sie Grippe hatte oder so. Ehrlich gesagt, wollte sie nicht, das Esme sie so rausgeputzt sah. Aber es blieb Esme trotzdem nicht verborgen.
„Wie hübsch du aussiehst Bella!" Sagte sie lächelnd.
„Danke." Antwortete Bella. „Ich gehe mit meinen Freundinnen aus."
„Ich gehe mit Jasper und Em weg, Mama." Erklärte Edward schnell. „Ich bringe Bella weg und treffe dann die Jungs."
Esme nickte und ließ ihre Sachen im Flur.
„Ok, sei vorsichtig und ruf mich an."
„Mach ich Mama. Bis später."
Die Beiden verließen das Haus. Sofort blieb Bella stehen und sah Edward böse an.
„Und mein Auto?" Fragte sie.
„Jazz hat es zu dir nach Hause gebracht." Erklärte er ihr „ Du hast die Schlüssel im Flur gelassen und für ihn lag es auf dem Weg...er hat die Schlüssel bei deiner Hausmeisterin abgegeben."
Bella seufzte. Edward hatte alle Details so geregelt, das sie keine Fluchtmöglichkeit hatte. Genial!
Edward, ganz Kavalier, machte ihr die Tür vom Volvo auf. Sie grinste ihn nur ironisch an und stieg ein. Bella versuchte Kraft zu schöpfen wo keine mehr war, um den Abend zu überstehen.
Edward fuhr mit seiner üblichen, überhöhten Geschwindigkeit, an die Bella sich so langsam gewöhnte, los. Er bog so oft ab, das Bella völlig die Orientierung verlor. Als sie in eine wenig befahrene Straße ein bogen, musste Bella sich gestehen, das sie nicht die geringste Ahnung hatte wo sie waren. Sie sah aus den Augenwinkeln zu Edward, der schien sehr sicher zu sein, was er hier tat. Bevor sie noch etwas fragen konnte, brachte Edward den Wagen, vor einem älteren aber sehr pittoreskem Haus, zum stehen. Der Platz auf dem Edward den Volvo geparkt hatte,wurde von einer Laterne erleuchtet, die Beiden stiegen aus und als Edward den Schlüssel in die Haustür steckte, sah Bella ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Wo zum Teufel hast du mich hingebracht Edward?" Fragte Bella misstrauisch.
„Warte einfach ab Bella und du wirst es sehen." Sagte Edward mit einem breiten Lächeln und hielt ihr die Tür auf.
Immer noch skeptisch, ging Bella ins Haus und blieb vor einem kleinen aber sehr eleganten Aufzug stehen. Edward ging hinein und zog Bella an der Hand hinter sich her. Er drückte auf den Knopf für den letzten Stock, den 15ten. Nach einer kurzen Fahrt kamen sie an und Edward ging auf die einzige Tür auf der Etage zu und öffnete sie. Während er rein ging, blieb Bella vor der Tür stehen, Edward seufzte.
„Was?" Fragte er müde.
„Du hast mich in ein Apartment gebracht?" Fragte Bella ungläubig.
„Zieh keine falschen Schlüsse Bella." Bat Edward und verdrehte die Augen. „Erstens, das hier ist ein altes Penthouse meiner Eltern, das sie vermieten. Zweitens, ich weiß das die Idee hier mit mit allein zu sein dich entzückte, aber die Wahrheit ist, das alles hier hat Alice organisiert." Erklärte er schnell. „Und sie ist unschuldig genug, das sie nicht die gleichen Ideen hat wie ich..."
Jetzt war es an Bella die Augen zu verdrehen, während sie in die schön dekorierte Wohnung ging. Bella sah sich in aller Ruhe um, während Edward zur Musikanlage ging und sie anschaltete. Da ertönte eine schöne, sanfte Melodie, die Bella sofort erkannte.
„Beau Soir..." Murmelte Bella und sah Edward erstaunt an.
„Alice hat mir gesagt, das du es magst." Erklärte er schlicht. „Komm!"
Bella seufzte zog ihren Mantel aus und folgte Edward. Sie gingen durch den großen Salon bis zur Fensterfront. Edward schob sie auf und sie befanden sich auf einem enormen Balkon. Edward machte mit einem Feuerzeug einige Kerzen an. Das Essen, anscheinend kalt, stand schon auf dem Tisch. Edward zog Bella den Stuhl vor und sie setzte sich hin.
„Alice dachte, das es schön währe wenn wir draußen essen und die warme Nacht genießen." Bemerkte Edward mit den Händen auf Bellas Stuhllehne.
„Gut, das nächste mal gehe ich mit Alice aus." Spottete Bella.
Edward lachte leise.
„Das würde ich an deiner Stelle nicht machen." Flüsterte er mal wieder viel zu nah an ihrem Ohr. „Glaubst du Alice könnte das machen?" Fragte er und seine Lippen streiften ihren Hals.
Bella griff nach hinten, legte Edward die Hand aufs Gesicht und schob ihn weg. Sie wollte nicht das Edward sie berührte, solange er nur weit genug weg war, konnte sie die Situation kontrollieren. Edward sah sich gezwungen einen Schritt zurück zu machen, Bella war stolz auf sich.
„Weg Edward." Bat Bella und nahm die Hand von Edwards Gesicht. „Schön weit weg!"
Bevor Edward sich hinsetzte konnte Bella sein schiefes Grinsen sehen.
Heute Abend musste sie alle Sinne beisammen halten.
Währen des Essen führten sie ein relativ normale Konversation, ohne das Edward irgendwelche Anspielungen machte. Er fragte Bella über die Uni, was sie studierte und andere Nichtigkeiten. Sie fragte mehr oder weniger dasselbe, nur das sie ihn nach seinen Zukunftsplänen fragte. Seine Antworte hätte sie nicht mehr überraschen können.
„Ich möchte aufs Konservatorium." Erklärte Edward. „Ich will Konzertmusiker werden."
Bella fielen fast die Augen aus den Kopf.
„Du...? Ich meine..." Stotterte sie. „Ich mein Konzertmusiker?"
„Ja, ich weiß das es sich seltsam und altmodisch anhört." Antwortete er und verdrehte die Augen. „Aber es ist das was ich machen möchte."
„Aber...wie?" Stotterte Bella, sie war viel zu überrascht, als das sie mehr sagen konnte. Es viel ihr schwer zu glauben, das Jemand wie Edward Konzertmusiker werden wollte.
„Musik ist etwas...sehr wichtiges für mich." Erklärte Edward ernst, versuchte die Sache aber herunter zu spielen. „Ich mag sie und will mich ihr widmen, ganz einfach." Schnell hatte er sein arrogantes Lächeln wieder.
Bella nickte, so ganz hatte sie sich von dem „Schock" noch nicht erholt.
„Ich werde das Dessert holen." Sagte Edward und stand auf. „Obwohl ich ja schon weiß was ich möchte." Fügte er hinzu und streichelte ihr im vorbeigehen, mit den Fingerspitzen über die Nackte Schulter.
Sie schauderte bei der unerwarteten Berührung, Edward schenkte ihr noch ein schiefes Lächeln und verschwand dann in der Wohnung. Bella seufzte und versuchte sich zu kontrollieren, indem sie den Kopf mehrmals auf den Tisch schlug. Sie würde sich nicht bezwingen lassen, auf gar keinen Fall!
„Hast du mich vermisst?" Fragte Edward und stellte ein Glas vor Bella, es sah aus wie Schokoladencreme.
Bella verdrehte die Augen und dachte, wenn sie das noch oft machen würde, würde sie irgendwann schielen.
Sie aßen schweigend ihren Nachtisch und beschlossen dann, es war mittlerweile nach zwölf, in die Wohnung zu gehen wo immer noch die klassische Musik lief. Bella erkannte eines ihrer Lieblingsstücke und Edward lächelte sie schief an. Sie schloss die Augen und versuchte die Musik zu genießen...sie wollte jetzt einfach keinen Mord begehen. Hatte noch nie Jemand Edward Cullen gesagt, wie nervtötend sein Grinsen war? Bevor sie sich noch eine Antwort überlegen konnte, spürte sie eine warme Hand auf ihrer und eine weiche Berührung an ihrer Taille. Sie riss die Augen auf und da war wieder dieses schiefe Lächeln.
„Was machst du da Edward?" Fragte sie, jedes einzelne Wort betonend. Ihre Augen zusammengekniffen, beobachtete sie misstrauisch.
„Ich tanze mit dir." Antwortete er und zuckte mit den Schultern.
„Ich habe dir doch schon gesagt, ich tanze nicht." Erklärte Bella genervt.
„Und ich habe dir gesagt, das wenn du dich führen lässt, du tanzen kannst." Gab Edward zurück und drehte sie zur Melodie von Claire de Lune. „Ich glaube das wir das als unser Lied bezeichnen können."
Bella lachte ironisch und versuchte nicht über ihre eigenen Füße zu stolpern. Offensichtlich hatte Edward Recht, wenn sie gut geführt wurde, war das mit dem tanzen gar nicht so schwer...aber das würde sie nie zugeben. Nach einigen Schritten merkte sie eine ungewohnte Wärme auf ihren Wangen, Edwards Gesicht war ihrem Näher als sie wollte. Sie versuchte sich von ihm zu entfernen, aber das sorgte nur dafür das Edward ihr melodiös ins Ohr lachte. Bella schluckte trocken als sie Edwards Atem auf ihrem Hals spürte. Musste er eigentlich immer das gleiche machen?
„Ich finde es nicht sehr nett wenn du mich mitten in einem Tanz stehen lässt." Bemerkte Edward heiser, fast sinnlich.
Sinnlich?
Oh nein! Das hatte sie jetzt nicht gedacht. Nein nein!
„Ich glaube wir haben jetzt genug getanzt." Versuchte Bella sich raus zureden.
„Da bin ich ganz deiner Meinung..." Kam es von Edward.
Selbstverständlich zog er sich nicht zurück, sonder beugte sich vor. Bella, überrascht, machte einen Schritt zurück, verhedderte sich mit ihren Schuhen und geriet ins straucheln. Edwards Reflexe funktionierten einwandfrei und er hielt sie an der Taille fest. Beide hingen jetzt halb in der Luft, Bella nach hinten gebeugt und Edward nach vorn. Edward, nachdem er ihr sein bekanntes Lächeln geschenkt hatte, beugte sich weiter vor und legte seine Lippen auf ihren weißen Hals. Langsam wanderten seine Lippen über ihren Hals bis zu ihrem Kinn, er hob ein wenig den Kopf um ihr in die Augen zu sehen.
„Weist du was? Ich bin es Leid immer nur deinen Hals zu küssen." Sagte er trocken.
Er beugte sich wieder vor und legte seine Lippen auf Bellas. Seine Freie Hand grub er in ihre Haare, während Bella, in einem verzweifelten Versuch nicht das Gleichgewicht zu verlieren, sich an seinem Hemd fest krallte. Belle wusste das das gar nicht gut war und obwohl sie zugeben musste, das Edward Lippen exquisit schmeckten, trennte sie sich von ihm. Der schnaufte und machte einen Schritt zurück.
„Ich hätte es mir denken können..." Murmelte er.
„Edward..."
„Ja ja, ich weiß, das ist nichts für dich." Sagte er spöttisch mit funkelnden Augen. „Ich glaube du hast gar keine Ahnung wie man richtig küsst."
Bella zog eine Augenbraue hoch und vergaß ihre Unentschlossenheit. Plötzlich fühlte sie sich stark, sicher...und sehr sehr wütend.
„Was willst du damit sagen." Fragte sie langsam.
„Das du keine Ahnung vom küssen hast." Sagte er. „Und du hast Angst vor mir!"
„Ok Edward, ich werde bestimmt nicht auf deine Spielchen rein fallen!" Rief sie und stemmte sich die Hände in die Hüften.
„Angsthase." Sagte Edward leise und mit diesem Grinsen.
Bella kniff die Augen zusammen, ließ ihre Arme fallen und ballte die Hände zu Fäusten.
„Ich bin kein Angsthase!" Fauchte sie wütend.
„Oh doch, das bist du." Versicherte Edward.
Voller aufsteigender und unkontrollierbarer Wut ging Bella mit großen Schritten auf Edward zu. Vergessen waren ihre Vorsicht und Vorbehalte, sie nahm Edwards Gesicht in beide Hände und drückte ihre Lippen ungestüm auf seien. Instinktiv schlang Edward seine Arme um sie, während Bellas Lippen sich wild auf seinen bewegten. Überraschender weise war sie es die den Kuss vertiefte und der Kuss wurde immer intensiver. Bella merkte wie sie fiel, aber sie unterbrach den Kuss nicht sondern tat alles um den Kontakt nicht zu unterbrechen. Als ihr die Luft ausging, unterbrach sie den Kuss. Edwards Lippen waren leicht geschwollen und seine Augen dunkler als sonst, er sah sie erstaunt an. Als Bella seine zerzausten Haare sah, fragte sie sich, ob sie das gewesen war. Mit all ihrer Willenskraft und dem in ihr aufsteigendem Entsetzen, erhob sich Bella von dem Sofa auf das sie gefallen waren. Von oben her sah sie Edward hochmütig an...oder sie versuchte es wenigstens.
„Ich hoffe das hat deine Zweifel beseitigt." Sagte sie und schnappte sich ihren Mantel.
Sie drehte sich auf dem Absatz um und stolzierte aus der Wohnung.
Als sie in den Aufzug stieg und im Spiegel ihr Gesicht sah, verschlug es ihr den Atem. Ihre Haare waren zerzaust, ihre Lippen rot und geschwollen und ihre Augen dunkler als normal. Da wurde ihr erst richtig bewusst was sie getan hatte.
Ihr wurde bewusst, das sie tatsächlich Edward Cullen geküsst hatte. Sie ihn!
Verdammt! Sie wollte solange den Kopf gegen irgendetwas schlagen, bis sie das Bewusstsein verlor. Sie war nicht so! Sie küsste nicht einfach so Jemanden. Sie wettete nicht und sie musste sich auch niemandem gegenüber beweisen. Wieso musste sie dann einem Edward Cullen beweisen das sie küssen konnte?
Sie stöhnte verzweifelt. Konnte es eigentlich noch schlimmer werden?
Als sie im Erdgeschoss ankam, musste sie feststellen das die Tür zur Straße verschlossen war es gab keine Möglichkeit aus diesem Haus zu kommen.
Ihr triumphaler Abgang war in die Hose gegangen.
Genial! Einfach genial!
