Ich bin zurück! Und jetzt kein langes drumrumgerede, lest! :)
„Was hab ich mir nur dabei gedacht? Was tue ich hier?"
Hermine schlug die Tür hinter ihr und vor Ginnys Nase zu und rannte zum Aufzug. Sie schlug sich die Hand auf den Mund und versuchte, selbst das leiseste Geräusch zu unterdrücken. Die wenigen Augenblicke, die die Lifttüren zur Abteilung für Bildung und Forschung zum schließen brauchten, wagte Hermine nicht zu atmen.
Sobald sie den Aufzug, der sie wieder zum Atrium brachte ruckelnd zum Leben erwecken spürte, ließ sie ein schmerzerfülltes Schluchzen aus, das ihr die Kehle einschnürt hatte. Sie verbarg ihr Gesicht in einer Ecke des Aufzug,s als heiße Tränen ihr Gesicht überströmten, und versuchte ihr bestmögliches, sich zu kontrollieren.
‚Kontrollieren? Wo war denn die Kontrolle als ich um zehn Uhr morgens hier rein gestürmt bin? Wo war ICH, als ich den ganzen Tag gewartet habe? Wo war die Kontrolle, als ich …'
Die kühle Frauenstimme teilte ihr mit, dass der Aufzug im Atrium angekommen war als die Türen sich aufschoben. Zögerlich verließ Hermine ihre Ecke und äugte, auf eine menschenleere Lobby hoffend, hinaus.
Enttäuscht erblickte sie einige Nachzügler, die noch nicht rausgekommen waren. Einige warteten offensichtlich auf jemanden, da sie ungeduldig auf ihre Uhren starrten. Andere liefen schnellen Schrittes zu den Kaminen – und in einer Ecke standen noch einige, die sich offenbar mit ihren Kollegen unterhielten.
Wirsch wischte sie sich die Tränen aus den Augen und räusperte sich. Sie schlang ihre Robe eng um sich und schritt in die Menge, hoffend, dass ihre Haare ihr Gesicht ausreichend bedecken würden, damit niemand sie zufällig erkennen würde.
Sie hatte Glück und schaffte es, unbemerkt zu den Kaminen zu kommen, griff sich eine Handvoll Flohpulver und verschwand in einem hellen Aufblitzen.
Hermine stolperte aus ihrem Kamin und schmiss ihre Robe sorglos zu Boden. Einen Moment innehaltend lauschte sie den Geräuschen des Hauses. Während sie langsam ausatmete, kam sie zu dem Schluss, dass Ron nicht zu Hause war.
Sie ließ sich auf das Sofa sinken und griff sofort nach ihrer Steppdecke, unter der sie schon letzte Nacht geschlafen hatte. Sie schlang sie um ihre Schultern und rollte sich zu einem Ball zusammen.
Mit leerem Blick starrte sie hinüber zum leeren Kamin und versuchte, herauszufinden, was verdammt nochmal gerade geschehen war.
Ginnys Geruch hatte sie berauscht, die Kontrolle über sie übernommen, wenn auch nur für eine Weile. Wenn sie an sie dachte, wie sie ihren Duft einatmete, an ihre weichen Lippen auf ihren eigenen, dann konnte Hermine nur noch ans weglaufen denken.
Ein paar Stunden lang hatte sie aufgehört, nachzudenken und zu fürchten und die möglichen Konsequenzen abzuschätzen. Nur einmal hatte sie ihren innersten Trieben gefolgt. Den Befehlen ihres Instinktes zu folgen war sowohl befreiend als auch furchteinflößend gewesen. Doch sie hatte es getan. Inmitten dieser schrecklichen Situation war es erfrischend einfach gewesen, einfach nur zu tun was ihr gesagt wurde, ohne sich selbst zu hinterfragen.
Ich will sie sehen. Ich muss sie sehen. Wenn nicht, werde ich mit Sicherheit vergessen, wie es ist, sich so zu fühlen.
Und aus dem genau diesem Grund hatte Hermine den Stuhl auf dem sie gesessen hatte, sechs Stunden lang nicht verlassen. Sie hatte den Blick nicht von Ginnys Tür abwenden können. Sie konnte an nichts anderes als an die Rothaarige denken, die nur wenige Meter von ihr entfernt war, gerade so außer Sicht. Sie hatte es sich nicht erlaubt an Ron zu denken, oder an Harry, oder an die Hochzeit. Nichts konnte ihre Aufmerksamkeit davon ablenken, auf genau den Moment zu warten, wenn Ginny aus ihrem Zimmer kommen würde.
Ihr Magen taumelte beim Gedanken an Ginny. Sie stellte sie sich vor ihrem inneren Auge auf eine Weise vor wie sie es im unbewussten immer getan hatte. Sofort fühlte sie sich beruhigt; dieses Bild war eine willkommene Atempause für ihre Gehirn.
Hermine vergrub ihr Gesicht in den alten Sofapolstern und stöhnte gequält auf als Ginnys Worte wieder ihren Gedanken wiederhallten.
Nicht mehr. Nicht mehr …
Das mit Ginny war vorbei. Was immer es gewesen war, es war vorbei.
Es tat weh, die Erinnerung schmerzte Hermine zutiefst, während sie auf dem Sofa in ihrem und Rons Haus lag, mit der Steppdecke seiner Mutter eng um sich gewickelt.
Was auch mit ihr geschehen mochte, Hermine konnte sich nicht mehr kontrollieren. Soviel war wohl klar. Der Drang war zu kraftvoll, zu mächtig, um sich dagegen zu wehren. Es schüttelte und schleuderte sie herum, brachte sie dazu, Logik und Zurückhaltung mit gewaltigen Ausbrüchen von überwältigendem Verlangen und Irrsinn zu ersetzen.
"Denn genau das ist es doch," stieß Hermine hervor. „Dummer Irrsinn."
Es wurde zunehmen schwerer, die beiden Hälften ihrer Persönlichkeit in Einklang zu bringen, der Kontrollverlust der letzten Stunden hatte sie mehr verängstigt, als das irgendein wahnsinniger Todesser jemals geschafft hatte.
Wenn sie den Teil ihres Herzen, den Ginny Weasley infiziert hatte, herausschneiden könnte, dann könnte sie in einer ignoranten, friedlichen Glückseligkeit weiterleben.
Die Vordertür knallte zu und weckte sie aus ihren Gedanken auf. Sie konnte hören, wie zwei Menschen durch die Halle gingen.
"Also sag Ginny bitte nicht, wohin ich gegangen bin, wenn du sie siehst. Okay?"
Es war Harry, er war mit Ron gekommen.
"Jaah klar. Kein Problem, Kumpel. Ich glaub sowieso nicht, dass ich sie noch sehe. Ist ja nicht so als würde sie öfters mal für nen Tee rumkommen. Aber ich bin sicher, dass sie anders denkt, wenn du zurückkommts."
‚Worüber unterhalten die sich?', fragte sich Hermine, als sie sich die Hand auf den Mund presste und es nicht wagte, ihre Position zu verändern.
"Ichhoffs."
‚Harry klingt fröhlich. Er verlässt Ginny und klingt fröhlich?!', dachte Hermine.
In diesem Moment betraten die beiden Männer das Wohnzimmer und sahen Hermine zusammengerollt unter der Steppdecke auf der Couch.
"Ich .. ich wusste gar nicht, dass du schon da bist, Hermine", stotterte Ron. Er sah alarmiert zu Harry.
"Noch nicht lange", sagte Hermine leise, gähnte und gab vor, gerade erst erwacht zu sein.
"Harry .. Harry ist hier weil er unser Flohpulver benutzen will. Du weißt ja, er und Ginny dürfen keinen eigenen haben", nickte Ron nervös in Richtung Kamin. „Das ist doch okay, oder?"
"Natürlich ist es das", meinte Hermine unwirsch und stand auf.
„Na gut", atmete Harry aus, der sich der seltsamen Atmosphäre im Raum wohl bewusst war. „Ich geh dann mal. Und ich schreib dir dann später noch ne Eule, Ron. Wegen deinem Jungesellenabschied"
„Sehr gut", grinste Ron und sah Harry hinterher, wie er in den Kamin trat und dann in einer grünen Flamme im Rauch verschwand.
"Wohin wollte er denn", fragte Hermine leichthin und versuchte, nicht zu verdächtig zu klingen.
"Puh, keine Ahnung", antwortete Ron und blickte weg.
"Haben er und Ginny …" hakte Hermine nach.
"Keine Ahnung", meinte Ron schulterzuckend und mied ihren Blick als er in die Küche trottete. „Was willst du zum Abendbrot?"
"Ich habe keinen Hunger", rief Hermine ihm hinterher, während sie sich verwirrt auf das Sofa setzte.
Halb erwarte ich, dass Harry im Wohnzimmer stehen wird wenn ich nach Hause komme, Blumen in der Hand, bereit mich mit Entschuldigungen zu überhäufen, wie er es immer tut, wenn wir uns streiten. Er ist immer derjenige der nachgibt. Er kann es nicht ertragen, sich länger als einen Tag zu streiten.
Ich hasse das..
Halb hoffe ich, dass er sich dafür entschieden hat, sich meinen Quatsch nicht länger anzuhören und gegangen ist.
Das würde ich aber vermutlich auch hassen, er würde mich vom Haken lassen. Er verdient es nicht, derjenige zu sein, der geht. Der Böse zu sein. So ist er nicht.
Als ich die Tür zu unserer Wohnung öffne ist er nirgendwo zu sehen. Ich eile zu seinem Schrank um nachzusehen ob er seine Sachen mitgenommen hat, doch alles ist immer noch da. Also hat er mich nicht verlassen. Er ist nur gerade nicht da.
Erleichtert atme ich auf. Den ganzen Tag hab ich mich auf dieses grässliche Geständnis vorbereitet, Wir müssen dieses Gespräch unbedingt noch heute Nacht haben.
Doch dann geschah das mit Hermine. Dieser flüchtige Sturm der Verwirrung und der Leidenschaft wehte in mein Büro, entschuldigte sich, versuchte mich zu küssen und rannte wieder fort, als ich sie abwies.
Ich glaube ich zittere immer noch.
Ich kann nicht ordentlich nachdenken und Harry all das schon gar nicht in klaren und verständlichen Worten erklären.
Mein Herz rast, meine Kopf lässt mir keine Ruhe.
Das einzige worauf ich mich konzentrieren konnte ist diese dumme Bewerbung. Die Langeweile wird mich betäuben, die eintönigen Fragen werden mich einlullen und mir etwas Frieden geben.
Und einen Ausweg aus der ganzen Sache hier.
Ich drücke das mehrseitige Dokument auf Harrys Schreibtisch – er scheint immer Arbeit mit nach Hause zu bringen während ich das nie tue.
Es sieht einfach genug aus, einfallslos aber einfach.
Ich durchwühle die Schubladen und finde einen Federkiel, den ich in die Tinte tauche, und fange an zu schreiben.
Die Sonne durchbrach die Gardinenlosen Fenster in Rons und Hermines Schlafzimmer und das Morgenlicht ergoss sich auf Hermines Gesicht.
Er tastete ihre Schultern mit seiner freien Hand ab. Sie zuckte zusammen als seine Finge ihre angespannten Muskeln bearbeiteten.
"Hier ist wohl jemand verspannt", bemerkte er.
„Was erwartest du denn?", murmelte sie, wieder zusammenzuckend.
"Hey, ich kenn ne super Methode um Stress abzubauen", grinste Ron und hob eine Augenbraue. Er schob einen Arm unter ihre Taille und zog sie nah an sich heran. „Durch den ganzen Planungsquatsch hatten wir kaum mal Zeit für uns."
"Wir sind die ganze Zeit zusammen, Ron", erwiderte Hermine leise und drückte ihr Gesicht tiefer ins Kissen als Ron leicht ihren Nacken zu küssen begann und seine Hände die Haut unter ihrem Pyjama streichelten.
"Du willst doch nicht bis zur Hochzeitsnacht warten, oder?", fragte Ron, Horror vortäuschend. „Es zählt nicht wirklich, wenn man es schon vorher getan hast, weißt du."
"Ich weiß!", gab sie zurück.
"Also, was ist das Problem? Erzähl mir nicht, dass du schon gekommen bin?!", scherzte Ron und versuchte, die Atmosphäre locker zu halten.
"Ich hab grad tausend andere Sachen im Kopf, Ronald, und keine davon dreht sich um Sex mit dir, wenn ich so viel zu tun habe.", fauchte Hermine.
"Okay .. ookay, sag doch einfach du hast Kopfschmerzen oder so." Ron zuckte mit den Schultern und versuchte zu verbergen, wie sehr ihm diese Zurückweisung wehtat. Er rutschte aus dem Bett und zog sich seinen Morgenmantel an.
"Ron, sei nicht kindisch", schimpfte sie und setzte sich auf, um ihm in die Augen zu blicken.
"Bin ich doch gar nicht", sagte er und hielt abwehrend die Hände hoch. „Ich bin doch gar nicht kindisch. Es ist noch zu früh für eine Standpauke, find ich. Ich geh duschen, wir können ja dann zusammen Frühstücken, wenn du magst. Wenn du nicht grad zu beschäftigt bist mit deinen ‚tausend Sachen, die du zu hast'"
Er drehte sich um, ging aus dem Schlafzimmer und ließ Hermine zurück, die ihr Gesicht in ihren Knien vergraben hatte.
‚Da bin ich kaum fünf Minuten wach und suche schon wieder Streit mit ihm' Sie stöhnte beim Gedanken daran. ‚Wieso mache ich ihn so fertig?'
Percys Gesichtsausdruck als ich ihm die Bewerbung gleich als erstes am Morgen gab – noch ehe er richtig in seinem Büro war und seinen Mantel ausgezogen hatte – war unbezahlbar. Und irgendwie verwirrend. Zuerst sah er mich fasziniert an, dass ich es wirklich durchgezogen hatte und es nicht nur ein dummer Impuls gewesen war, weil ich mich mit Harry gestritten hatte oder einfach nur eine plötzliche Laune hatte. Dann gab er mir einen Blick, der hilfloser nicht hätte sein können.
Als wüsste er, dass ich davonlaufe.
Dabei will ich nicht davonlaufen. Ich will mich nur bewegen. Weiterkommen. In ein anderes Land, mit besserem Klima, aufregenden Kulturen und mit einem Sinn. Irgendwo wo ich mich ausruhen und stärken kann. Irgendwohin, wo mich die Leute nicht automatisch an meinem Haar und meinen Sommersprossen erkennen.
Ich habe bis zum Mittagessen kaum irgendetwas erledigt weil ich nicht mit tagträumen über diese neue Chance vor mir aufhören kann. Ich frage mich, ob einige der Orte zu denen ich gehen werde am Meer sein werden? Ich hoffe es. Ich könnte den Ozean stundenlang anstarren.
Ron und Harry saßen auf den vorderen Stufen von Rons und Hermines Landhaus, ließen die Blicke über die Landschaft schweifen und tranken Pixi-gebrauten Met aus Flaschen.
"Ich hab nachgedacht – der Streifen Gras mit den Büschen dort drüben. Man kann ihn gut von der Küche aus sehen.", meinte Ron.
"Jaah und? Was willst du mir damit sagen?", seufzte Harry und lehnte sich zurück auf seine Ellenbogen.
"Wenn du mich mal aussprechen lassen würdest, Schwachkopf.", murmelte Ron. „Ich will es ein bisschen anheben und eine Schaukel drauf bauen. Vielleicht auch eine Rutsche oder so. Einen Sandkasten. So'n Zeug eben."
"Ron, du wirst heiraten – langsam wird's Zeit, dass du aufhörst, im Sand zu spielen, hm?"
"Nicht für mich, du Trottel", lächelte Ron und sah zum dunkler werdenden Himmel auf. „Für Ron Junior und so. Wie schon gesagt, man sieht es von der Küche aus, perfekt. So kann .."
„So kann Hermine, wenn sie den Abwasch macht und putzt, auch noch auf die Kinder aufpassen, was? Faule Sau.", kicherte Harry.
"Eigentlich wollte ich sagen, dass man sie so besser zum Essen hereinrufen kann, aber egal.", meinte Ron nun, und versuchte, sein Gesicht so gelassen wie möglich zu halten-
"Jaa klar", lachte Harry mit seinem besten Freund. Auf einmal hörte er auf und sah Ron besorgt an. „Hey .. willst du mir vielleicht gerade irgendwas sagen? Eigentlich sind ja traditionell die Flitterwochen dazu da also hast du es wohl ein bisschen überstürzt. Oder Hermine."
"Klappe", schmunzelte Ron und gab Harry einen Hieb auf die Stirn.
"Hey!", jaulte Harry auf und schob Ron von sich. „Okay okay, den hab ich verdient."
"Danke", grinste Ron. "Weißt du, ich hab echt keine Angst vor der Hochzeit. Der Gedanke gefällt mir. Ich freu mich drauf."
"Ich glaub ich werd wie gelähmt sein. Nicht wegen deiner Hochzeit natürlich. Darauf freu ich mich auch."
"Hermine ist wie gelähmt.", merkte Ron gelassen an und nahm einen Schluck aus seiner Flasche.
"Ja, das ist offensichtlich.", erwiderte Harry leise.
"Aber es ist schon okay, Ich hab keine Angst.", sagte Ron ihm ehrlich. „Jetzt bin ich noch ruhig aber sobald wir verheiratet sind werde ich fertig sein. Es ist einfach höllisch viel. Ich kann ein guter Freund sein, ein guter Verlobter – aber ich hab verdammt nochmal keine Ahnung, wie man ein guter Ehemann ist. Es ist aufregend. Aber es macht einem auch Angst. Wenn man bedenkt, dass die Welt sich um ausgewogene Gegenteile dreht, denke ich, dass Hermine die starke, ruhige und furchtlose Ehefrau sein wird. Sie wird mir schon sagen, wie ich ein guter Ehemann und Vater sein kann. Also ist sie jetzt zu Tode erschrocken von dem Gedanken – doch sobald sie den Ring am Finger hat, wird sie diejenige sein, die mich unterstützt.
„Ich bin mir nicht sicher, ob das irgendwie traurig ist, Ron. Oder irgendwie nett."
"Ich finde es nett.", lächelte Ron und scharrte mit dem Absatz im Gras.
"Denkst du ich hab recht?", fragte Harry plötzlich.
"Womit?"
"Mit Ginny. Mache ich vielleicht den größten Fehler meines Lebens?"
"Das kannst du mich nicht über meine Schwester fragen, Harry", sagte Ron und zog eine Grimasse.
"Ich weiß. Aber wen soll ich sonst fragen?", fragte Harry missmutig und leerte seine Metflasche.
"Ginny."
"Du bist wieder da.", rufe ich zu Harry, der beklommen aus dem Fenster sieht. Er dreht sich mit den Händen in den Taschen um, um mich anzublicken.
„Ich bin wieder zuhause.", wiederholt er und grüßt mich mit einem Kuss auf die Wange. „Wie war es auf Arbeit?"
"Wie immer. Gut."
"Schön. So war mein Tag auch", lächelt er und reibt meine Arme.
„Harry, ich muss mit dir reden.", murmle ich leise und kann ihm dabei nicht in die Augen sehen.
"Gut, den ich muss auch mit dir reden.", antwortet Harry, zieht mich an seine Brust und hält mich fest.
"Ich muss das schnell loswerden ehe ich .."
"Darf ich anfangen?", fragt er schnell und geht einen Schritt zurück.
„I .. ich .."
"Ich glaub, dass das, was ich sagen will, etwas mit dem zu tun hat, was du vielleicht sagen willst." , erzählt er mir kryptisch.
"Wie ..?"
"Okay.", nickt er eifrig. "Ich fang dann mal an."
„Harry .."
HARRY!! Ich versuche hier, dir etwas mitzuteilen!
"Ginny, lass mich bitte ausreden, denn im Ernst, ich wird's nicht aushalten wenn du anfängst und dann wird es in einem hohen krächzen aus mir herauskommen und du wirst mich ansehen als wäre ich wahnsinnig und es wäre einfach nicht der Moment, auf den ich gehofft hätte.", sagt er hastig.
Ich nicke. Mach schon, Harry, aber schnell. Andernfalls krächze ich dir vielleicht meine eigenen Entschuldigung ins Gesicht.
"Ginny, wir sind jetzt schon Ewigkeiten zusammen, ähm", sagt er, leiser werdend und presst dabei die Augen zusammen als würde er etwas vom inneren seines Kopfes ablesen. Er nimmt meine Hände und führt mich zur Couch. „Und wir leben zusammen. Und wir lieben einander. Und ich kann mir nicht vorstellen, mit irgendjemand anderem zusammenzuleben oder jemanden außer dir zu lieben."
Ich schlucke und sehe ihn lächeln und vor Konzentration eine Grimasse ziehen.
"Nicht sehr beeindruckend, was?", lacht er nervös. Er atmet tief ein und fängt nochmal an. „Als ich elf Jahre alt war, fand ich heraus, dass Magie existiert. Ich fand heraus, dass ich ein Zauberer war und dass ich fortgehen würde um mit Leuten wie mir in Hogwarts zu lernen. Das war, bis heute, die beste Offenbarung meines Lebens. Ich meine – bis dahin hatte ich ein beschissenes Leben. Also ging ich nach Hogwarts und traf Ron. Und durch Ron traf ich dich."
„Als ich sechzehn Jahre alt war gab es ein Ereignis, das all die Magie, die Zauberer, selbst Hogwarts in den Schatten stellte. Ich küsste dich. Im Gryffindor-Gemeinschaftsraum. Während alle uns beobachteten. Und ich entdeckte, dass es eine zweite Art der Magie gibt, die noch besser ist als die erste. Ich liebte dich seit ich dich damals küsste und vielleicht schon davor. Ich werde dich immer lieben. Und ich will dich heiraten."
Nicht bewegen. Nicht sprechen. Vielleicht ist es gar nicht passiert. Vielleicht hört es gleich auf.
Als würde man einem Bären gegenüberstehen. Stell dich tot.
Ein Lichtblitz funkelt von etwas in seiner Hand. Ich werde mich wohl wirklich tot stellen müssen.
Nimms zurück, nimms zurück, nimms zurück.
"Ich frage dich, " Harry räuspert sich und rutscht vom Sofa auf den Boden. Er kniet vor mir und ergreift meine Hände fest. „Ich frage dich, ob du meine Frau werden willst. Wirst du mich heiraten?"
Das ist nicht echt.
Soo nach einigen Monaten hatte ich doch mal wieder Lust auf ne Übersetzung :) Habs heute angefangen und 4-5 Stunden gebraucht, hab nicht auf die Uhr geguckt. Ich hoffe die Qualität ist okay, hba jetzt nur mal schnell drübergelesen. Kritik nehm ich gerne an :)
DANKE an Hexchen, Bibi-Bunny und Mine für die Reviews! Und sorry, dass es so lange gedauert hat... :/
