»Where? Mas?«

Blinzelnd schlug Legolas die Augen auf und war zunächst verwirrt, wo er sich befand.

»Ion nín?«, hörte er jemanden atemlos fragen.

Er wandte leicht den Kopf und blickte in die blauen Augen seines Vaters. Erst da realisierte er, dass er in seinem Bett daheim im Eryn Lasgalen lag. Thranduil saß an seinem Bett und wirkte, als hätte er diesen Stuhl seit Wochen nicht verlassen. Von den verweinten Augen gar nicht zu reden.

»Ion nín! Cuiag!« Mit einem Ausruf der Freude schlang er seine Arme um Legolas und weinte Freudentränen. »Ich hätte es nicht ertragen, wenn du wirklich nach Mandos gegangen wärest«, wisperte er und bedeckte das Haar seines Sohnes mit tausend Küssen.

Legolas erwiderte die Umarmung ebenso glücklich. Er war wieder daheim. Er hatte es wirklich geschafft!

In dem Moment flog die Tür zu seinem Schlafzimmer krachend auf. »Legolas! Junge!«, polterte die allzu bekannte Stimme Gimlis. »Ich fasse es nicht!«

Er eilte an die andere Seite des Bettes, ergriff Legolas' Hand und tätschelte diese, als wolle er sich davon überzeugen, dass Legolas wirklich vor ihm saß und nicht bloß ein Geist war.

»Dein Bart ist ja ganz zerzaust, Freund Gimli«, neckte Legolas.

»Hmpf!«, machte dieser. »Du hättest dir auch die Haare gerauft, wenn du nur mal ein paar Orks mit deinem Freund jagen willst und dieser plötzlich scheintot daliegt. Sag, wie ist das nur möglich, dass du jetzt wieder unter uns weilst? Ich hielt dich für tot! Obwohl dein Vater die ganze Zeit eisern das Gegenteil behauptet hat.«

Legolas lächelte und erinnerte sich an all die schönen Momente mit Eri. »Das ist eine lange Geschichte.«


Mas? – Wo?, Sindarin

Ion nín? – Mein Sohn?, Sindarin

Ion nín! Cuiag! – Mein Sohn! Du lebst!, Sindarin


An dieser Stelle vielen Dank an Lilisni für die Kommentare. Habe mich sehr gefreut! An alle anderen: Über eure Kommentare freue ich mich aber auch ;)