9. Kapitel: Wider Erwarten

Zu spät…

Und es war ihnen bewusst. Beide zögerten unsicher, blieben vorerst an den Augen des anderen haften. Doch die Anziehung war da und blieb auch bestehen.

Verlangen…

„Es ist…ein…Fehler, oder?", kam es leise von ihm, fragend. Er konnte nicht verstehen, warum, weshalb sein Herz so zu pochen und sein Blutdruck merklich zu steigen begann; doch er schätzte, dies hatte mit ihrer Nähe zu tun. Sie berauschte ihn.

Entscheide dich,…aber entscheide dich für das Richtige. Ein Zurück wird es nicht geben…Möglicherweise ist es eine Lösung, sie in den Griff zu bekommen, sie Anakin zuzuführen…? Oder er konnte sie auf seine Seite ziehen? Ihre Unterstützung war möglicherweise sehr wertvoll!

„Wenn wir…beide…einverstanden sind…?"

Er verstand, nickte. Padme ließ es zu; sie wagte also den Anfang…? Beim letzten Mal hatte er die Grenzen überschritten, jetzt war es an Padme, dies zu tun. Und scheinbar hatte die junge Frau, die neben ihm saß, genau das vor!

Ich würde alle Pläne gefährden, erlaubte ich mir ihre Zuneigung, ihre Liebe…ihre Gesellschaft. Ich kann und darf nicht alles haben…: Entweder ein Privatleben oder die absolute Macht. Beides wird schwer miteinander in Einklang gehen und schon gar nicht vereinbar sein.

Es ist…

Padme rückte etwas vor und küsste ihn sanft auf den Mund. Ihre Hand drückte die Seine, die er sie noch immer hielt. Eine Aufforderung, ihren Kuss zu beantworten, sich fallen zu lassen. Oder gar den Kuss zu intensivieren.

viel zu spät. Es ist geschehen, die Entscheidung gefallen…Ein Zurück ist jetzt unmöglich…nur ein Vorwärts. Sie wird vielleicht das Interesse an mir verlieren, wenn ich sie…nun, nicht so behandle, wie sie es erwartet. Ich werde mir etwas ausdenken müssen,…verschiedene Wege ausformulieren, Pläne schmieden, wie ich sie entweder loswerde und in Anakins Arme treibe, sobald der alt genug ist, oder wie ich sie dazu bekomme, meinen Plänen sonst wie nützlich zu sein.

Er beschloss, dass es vorerst das Beste wäre, sich auf alles einzulassen. Also beantwortete er ihren Kuss. Hungrig, fast schon ausgehungert. Allerdings schien er sie damit nicht zu verschrecken, eher das Gegenteil geschah, sie zog ihn zu sich, wollte dass er sich zu ihr setzte. Er tat dies zögernd; weniger zögerlich aber schloss er sie in den Arm. Eine Hand rieb vorsichtig ihre Taille undihren flachen Bauch.

Plötzlich aber, so als würde er wieder zur Besinnung kommen, stockte er, brach den Kuss und sein sonstiges Tun ab und löste sich rasch von ihr. Er blickte sich sogar um, so als fürchtete er, dabei gesehen worden zu sein, von Jemand, den sein Privatleben so gar nichts anging. Reflexartig schon fast, auch wenn ihm bewusst war, dass außer den Piloten, die sicher tief schliefen und seinen Gardisten niemand außer ihnen beiden an Bord war. Die Serviceeinheiten zählte er nicht dazu. Niemand. Schon gar keine Presse.

Sie waren allein; und dennoch…

„Was ist?", fragte sie flüsternd. Er würde sie doch nicht wieder zurückstoßen, oder? Jetzt…, kurz nachdem sie erneut schwach geworden waren? Sich ein weiteres Mal hatten fallen lassen und beinahe übereinander hergefallen waren.

„Dieses Amt macht gezwungenermaßen paranoid", antwortete er ebenso flüsternd, zwang sich ein Lächeln ab.

„Hier ist niemand."

„Ich weiß", er seufzte tief, „Aber wir befinden uns in der Messe…in einem öffentlichen, für jedermann frei zugänglichen Raum; wenn auch nachts, so dass wir…ungestört sind…"

Sie verstand und nickte nur. Er hatte also Bedenken, oder sogar Angst, dass man sie beim Küssen oder Austauschen von Zärtlichkeiten jeglicher Art beobachten könnte, dass es somit bekannt würde, dass…

Haben wir jetzt…eine Beziehung? Oder ist es nur eine Affäre? Oder gar wieder nur ein Ausrutscher.

„Wir sollten…uns einen anderen, unverfänglicheren Ort suchen."

„Das Schiff bietet nicht sonderlich viele Möglichkeiten. Einer der Lagerräume vielleicht", schlug sie plötzlich vor, „Einverstanden?"

Er nickte, gab ihr einen weiteren Kuss: „Geh schlafen, Padme. Wir sehen uns beim Frühstück."

Padme gehorchte, aber nicht, ohne ein letztes seine Lippen zu kosten. Sie fragte sich, ob er auch schlafen gehen würde, oder hier bis zum Morgen auszuharren gedachte. Aber sie unterließ es, ihn danach zu fragen, sondern flüsterte lediglich eine „Gute Nacht", dann verschwand sie aus seinem Blick, der Messe und huschte zurück in ihr mittlerweile erkaltetes Bett. Sie ließ ihn allein zurück, in der Messe sitzend, den Blick seltsam zu Boden geneigt, tief versunken in seine Gedanken.

Er wusste, dass das, was gerade zwischen Padme und ihm passierte, kein gutes Omen war und nur Probleme mit sich bringen würde, geschweige denn, dass es früher oder später schlimm für sie beide enden würde. Auf der anderen Seite…es gab Momente, da sehnte er sich wirklich nach so etwas wie Zuneigung, Freundschaft, sogar Partnerschaft. Normalerweise verscheute er jegliche Gedanken, die in ihm aufstiegen und verbot sich jegliche Gefühlsregung in diese Richtung, aber nun…jetzt, heute…er hatte es zugelassen, erstmalig.

Er war für sie gefallen, tief gefallen; hatte sich gestattet, von verbotenen Nektar zu naschen, obwohl er mehr als ein Mal gewarnt worden war. Stattdessen hatte er wie ein Kind, dem etwas untersagt worden war, gerade daran Gefallen gefunden, ein Verbot zu umgehen, ungeachtet aller Konsequenzen. Sein Meister Darth Plagueis würde sich ins Fäustchen lassen, wenn er denn noch könnte, dass sein sonst so konsequenter, ernsthafter und perfekter Schüler auch eine Schwäche besitzen konnte…und der sogar nachgab.

Seine Beziehung zu Padme war und würde immer sehr fragile und instabil sein. Niemals würde er zulassen, dass jemand davon erfuhr. Niemals! Entweder lebten sie ihre Liebe, so zumindest würde Padme es bezeichnen, im Geheimen aus, oder gar nicht! Er würde sich nicht zu ihr bekennen. Unter gar keinen Umständen!

Jetzt muss ich ihr diese Bedingung nur richtig verkaufen! Keine gemeinsamen Besuche in der Oper oder im Theater, keine öffentlichen Treffen, keine Dinners in diversen Restaurants oder eine Vorstellung bei ihren Eltern. Im Grunde…keine Zukunft. Gut, letzteres erwähne ich besser nicht! Letztlich tendiert es eher zu einer simplen Bettgeschichte, aber ob sie das ebenso sehen wird wie ich, erscheint mir unter den gegebenen Umständen mehr als fraglich. Sie ist in der Tat verliebt; schon bald wird sie mich einengen und mich zu bedrängen versuchen, unsere Beziehung publik zu machen. Sie wird sich weigern lediglich ab und zu mein Bett zu wärmen, sie wird mehr wollen. Aber das werde ich ihr jemals geben und bieten können. Und sie wird es niemals verstehen, wird niemals einsehen, was…

Da waren sie wieder- diese Kopfschmerzen. Keine Tablette half. Möglicherweise sollte er ebenso zu Bett gehen und auf ein wenig Schlaf hoffen. Oder zumindest etwas dösen. Der Tag würde ereignislos verlaufen, also würde hier und da eine Stunde für ein Mittagsschläfchen abfallen. Der Gedanke, über Tag zu schlafen, stieß ihm bitter auf. Er schlief niemals am Tag; außer, und das kam höchst selten vor, er war erkrankt und hatte eine strenge Bettruhe einzuhalten. Aber das war wohl nicht der Fall,…sondern handelte es sich lediglich um Langeweile.

Er stieß einen Laut aus, wenn er daran dachte, dass er sich mit ihr in einem leeren Lagerraum treffen würde, wo sie ungesehen waren. Als wäre er ein Jugendlicher, der sich heimlich mit seiner ersten Liebe traf; gegen den Willen seiner oder ihrer Eltern.

Das ist vollkommener Schwachsinn!


Sie hatte gute Laune. Die vergangene Nacht war ihr wie ein Traum vorgekommen, doch es war tatsächlich geschehen. Endlich…und doch schon. Ein weiterer unerwarteter Kuss hatte endlich die gewünschte Wendung herbeigeführt. Sie würde sich nicht mehr unerfüllten Sehnsüchten hingeben müssen, sondern konnte ihre Liebe zu ihm ausleben. Und sie wurde ihr erwidert.

Schon früh kletterte sie aus dem Bett, duschte, kleidete sich an und machte sich tagfertig. Als sie aus ihrer Kabine trat, war es noch recht ruhig im Schiff. Die Messe war leer, als sie diese betrat, ergo war er zu Bett gegangen und schlief wahrscheinlich noch. Oder aber er machte sich bereits zurecht. Sie unternahm einen Abstecher zu den Lagerräumen, um auszuspähen, welche Möglichkeiten sich ihnen böten.

Es gab drei Lagerräume, allerdings waren lediglich zwei wirklich belegt. In dem einen waren Lebensmittel untergebracht, der andere stand mit ihrem Gepäck voll. Der Dritte war fast winzig im vergleich zu den anderen und fast leer. Hier standen lediglich einige große Kisten, die mit der Aufschrift „Antiquitäten- Vorsicht zerbrechlich" beschriftet worden war. Scheinbar lagerte er einige seiner Sammlerstücke aus. Sie befand den dritten Raum für passend, zumal dieser auch von innen abzuschließen war. Man würde annehmen, sie wären jeder in seinen Räumen.

Natürlich könnte sie ihn auch in ihre Kabine einladen, doch die war recht klein und das Bett dominierte. Und genau das, und die damit verbundenen Missverständnisse wollte sie zu Anfang vermeiden. Täte sie dies nicht, hätte es den Anschein, sie wolle ihn sofort ins Bett zerren, und das wirkte billig und niveaulos in ihren Augen.

Sie kehrte rasch zurück in ihre Kabine, suchte sich ein Stück Papier und schrieb eine kurze Nachricht danieder. Die würde sie ihm in einem ruhigen Moment zustecken.

Ob das Frühstück schon serviert würde? Ein Knurren ihres Magens sagte ihr, dass sie vielleicht mal nachschauen sollte. In der Tat deckte eine Serviceeinheit gerade den Tisch in der Messe. Sie fragte nach Tee und nahm Platz.

„Guten Morgen, Padme", die Stimme des Kanzlers war noch ein Quäntchen wärmer als sonst. Palpatine setzte sich zu ihr und bat um Tee, den eine Serviceeinheit ihm auch prompt brachte.

„Guten Morgen. Konntet Ihr noch ein paar Stunden schlafen?"

„Etwas", gab er zu und war überrascht, dass er plötzlich unter dem Tisch angestoßen wurde von ihr. Etwas irritiert blickte er zu ihr, doch sie deutete ihm, ach unten zu sehen. Und tatsächlich sah er dann, dass ihre Hand ihm einen zusammengefalteten Zettel reichen wollte. Unauffällig ließ er seine Hand sinken und nahm den Zettel ab, aber nicht, ohne ihre Hand für seinen Moment zu drücken. Der Zettel verschwand in einer versteckten Tasche seines Übermantels, dann begann auch er zu frühstücken. Das Gespräch zwischen ihnen fiel wunderbar oberflächlich und nichts sagend aus. Die Gardisten, die sich kurz in der Messe blicken ließen, aßen in der Küche oder in ihren Quartieren, die Piloten ebenso. Dennoch wurden sie mehrfach unterbrochen. Hauptsächlich war es seine Comeinheit, die es ihm nicht erlaubte, nur fünf Minuten in Ruhe seine Mahlzeit zu sich zu nehmen, sondern die ihn stets vom Tisch wegholte.


In seiner Kabine, als er eines der Gespräche annahm, hatte er die Gelegenheit, Padmes Nachricht zu lesen. Scheinbar war Padme früher wach gewesen als er und hatte die Zeit genutzt, um einen Ort für ihre Stelldichein zu lokalisieren. Nun wollte sie ihn dort treffen, zumindest schien es so.

„Lagerraum 3, 0945. Padme."

Er seufzte. Das wäre bereits in ein paar Minuten. Aber gut…

Seine Comeinheit wanderte ausgestellt in eine Tasche seines Mantels. Zwar würden sich Pestage, Amedda oder Moore wundern, warum er nicht erreichbar war, aber auch sie würden verstehen, dass er mal einige Momente für sich brauchte. Möglicherweise wäre er ja gerade indisponiert…oder anderweitig beschäftigt.

Mit einem erneuten Seufzen verließ er seine Kabine in Richtung Lagerräume. Es war still, seine Gardisten mussten nicht besonders auf ihn Acht geben und vertrieben sich die Zeit wahrscheinlich mit Training. An Bord würde ja nichts weiter geschehen; ihr regulärer Dienst würde mit dem Landeanflug auf Theed erneut beginnen.

Ungesehen gelangte er hinunter in die Lagerräume. Raum 3. Er wusste, was dort lagerte. Einige Kisten, die mit einigen Antiquitäten bestückt waren, die er jüngst erworben hatte und die ihren Platz in seinem Stadthaus in Theed finden würden. Er war sogar berechtigt, diesen Raum zu betreten, um nach dem Rechten zu sehen, also war sein Anblick nur bedingt befremdlich.

Er betrat Lagerraum 3 mit etwas Unbehagen im Magen. Nervosität? Er tat zwar nichts Verbotenes…, zumindest nicht im eigentlichen Sinne, aber die Heimlichkeit förderte ein Kribbeln nun doch schon. Padme Amidala war bereits da. Sie lehnte ihn ihrem royalblauen Kleid an der Wand und blickte ihm freudig entgegen. Der Raum war nun abgeschlossen, sie waren vollkommen unter sich. Nur Sekunden später fand er sich in ihren Armen wieder, ihr Körper eng an den Seinen gepresst: Er roch den feinen Duft ihres langen lockigen Haares, vergrub fast seine Nase darin, wie sie mit ihrem Kopf an seiner Schulter lehnte, und strich mit seiner Hand in einer zärtlichen Geste über ihren Kopf. Sie hob ihren Kopf und blickte ihn an, schaute tief in seine wässrig-blauen Augen. Sie waren so hell, so klar, sie glänzten so voller Leben. Würde sie ihn nur von den Augen altersmäßig einschätzen, so wäre er wesentlich jünger. In der Tat aber war ihr Freund, sie fand das Wort in diesem Fall irgendwie unpassend, 36 Jahre älter als sie.

Tja,…wie nenne ich ihn nun? Freund hört sich seltsam an, Liebhaber ist fast schon abwertend…Lebensgefährte?

Ihre Lippen fanden sich zu einem hungrigen Kuss zusammen, der erste seit der vergangenen Nacht. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals, während er ihren Rücken streichelte. Vorerst wollte er es unterlassen, ihr allzu nahe zu kommen, ihr gar an den Hintern zu gehen oder an den Busen. Das würde lüstern wirken und alles Aufkommende im Keim ersticken. Er hatte jahrelang mehr oder weniger abstinent gelebt, einige Woche mehr oder weniger würden ihm da nicht weiter schmerzen. Sie würde noch früh genug ihm gehören.

Ihre Haut war so weich, so warm…er mochte es, ihr über die Wange zu streicheln, die Linie ihres Halses nachzuzeichnen…vorerst nur mit der Hand. Seine Lippen würden folgen, sobald die Zeit dafür gekommen war. Jetzt noch nicht. Zu früh.

Einige Küsse und somit Minuten später, saßen sie hinter den Kisten, an der Wand angelehnt. Sie in seinen Armen, die er über ihren Bauch gefaltet hatte. Ein seltsames Bild, doch während er sich unwohl und fehl am Platz fühlte, schien Padme Gefallen daran zu finden.

„Dieser Ort wirkt nicht besonders einladend", bemerkte sie plötzlich in die Stille.

„In der Tat das ist er nicht. Der Boden ist kalt und unbequem; aber eine andere Möglichkeit haben wir vorerst nicht."

„Und auf Naboo?"

„Wir müssen sowieso alles…arrangieren. Auf Naboo…und auf Coruscant."

Padme nickte: „Ich bin mir durchaus bewusst, dass…alles heimlich…ablaufen muss."

Stille. Seine auf ihren Bauch liegenden Hände, streichelten sie vorsichtig. Er dachte nach und erlaubte sich gleichzeitig, diesen seltenen Moment der Nähe. Er war zwar um einiges älter und bestimmt auch erfahrender als sie, dennoch würde sie weitaus besser mit ihrer Beziehung umgehen können, als er jemals dazu fähig sein dürfte. Liebe gehörte in der Regel nicht zu seinem Gefühlsrepertoire; allerdings konnte der Partner Lust durchaus leicht mit Liebe verwechseln.

„Ich könnte dich offiziell als meinen Gast einladen; oder sogar mit dir ins Hinterland fliegen, falls es deine Planung erlaubt."

„Abgesehen von der Einweihung und dem Besuch bei meinen Eltern habe ich keine Planung für diese Woche. Aber was ist mit dir? Du wirst doch sicher Dutzende von Terminen wahrnehmen müssen."

Er seufzte leise, küsste ihr Haar sanft.

„Ich werde sie bündeln", versprach er ihr, „Dann habe ich etwa drei freie Tage, die ich dir offerieren kann. In meinem Haushalt auf Naboo, wie auch auf Coruscant, gibt es nur Serviceeinheiten. Die Leibgardisten sind auf mich eingeschworen, sie werden kein Wort herausposaunen, noch Gerüchte unterstützen."

Padme würde eine Zeit lang im Palast, in einem Gästezimmer nächtigen, oder aber bei ihren Eltern. Sie verabredeten sich bereits jetzt und schworen sich, alle auftretenden Eventualitäten anderweitig zu minimieren oder auszuschalten. So würde Padme also sogar offiziell sein Gast in seinem Haus sein. Das bedeutete Bewegungsfreiheit für sie beide und kein Verstecken.

Das Interesse an der Naboo an Klatsch war nicht besonders groß, zumindest an Coruscanter Maßstäben gemessen. Für sie beide war es durchaus möglich in Theed auf die Straße zu gehen. In der Hauptstadt war dies für den Kanzler tabu; zu gefährlich, hieß es. Und tatsächlich waren schon mehrere Anschläge auf ihn verübt worden. Auf Naboo würden die Gardisten Schutz genug sein.

Ihre gemeinsame Arbeit in der Politik würde ihre Treffen rechtfertigen, kein Verdacht würde auf sie fallen.

„Ich muss zurück", flüsterte er plötzlich, „Meine Comeinheit ist ausgestellt…sie werden merken,…dass ich mich fortgestohlen habe."

„Dann geh du als erstes. Ich warte noch etwas…"

Er nickte: „Heute Abend?"

„Gegen 2030? Dann ist es ruhiger."

Er nickte und machte Anstalten sich erheben zu wollen. Der nackte Boden, auf dem er einige Zeit gesessen hatte, ließ ihn sein Alter mehr als deutlich spüren. Sein Rücken schmerzte. Ein Kuss von ihr minderte seine Zipperlein nur unwesentlich, versüßten sie aber gewaltig. Der letzte Kuss war der hungrigste von allen.


Der Geschmack ihres Mundes und das Gefühl ihrer Lippen auf den Seine verfolgte ihn auch jetzt noch, eine Stunde nachdem er sich zum Arbeiten in seine Kabine zurückgezogen hatte. Er konnte sich nur schwer über einen längeren Zeitraum konzentrieren und das lag eindeutig an ihr. Die Treffen in diesem Loch von Lagerraum waren wirklich nur ein Provisorium, Pläne für Naboo gab es bereits; die Vorgehensweise auf Coruscant würde alsbald folgen. Es erschreckte ihn etwas, wie leidenschaftlich Padme war und wie engagiert. Für sie bedeuteten die Geschehnisse zwischen ihnen weitaus mehr als für ihn. Dennoch tat sich bei ihm auch eine Veränderung kund: Er war bereit, ein gewisses Risiko einzugehen.

Eine Belohnung dafür, erhalte ich schließlich auch…Gesellschaft. Im Salon wie auch im Bett.

Die Beziehung mit Padme versprach sehr intensiv auszufallen, ungewöhnlich nah und leidenschaftlich. Ihm war, als wäre er nicht der Erste, der in Genuss ihrer Zuneigung kam, denn sie erschien ihm nicht besonders unerfahren. Oder aber sie besaß das seltene Talent, sich fallen und mitreißen lassen zu können, was jedoch das totale Vertrauen in den Partner voraussetzte. Und soweit waren sie definitiv noch nicht.

Er erhob sich aus seinen Sessel, seufzte und ordnete die Falten seines schweren, dunkelgrauen Gewandes neu. Es war zwecklos, jetzt noch weiter zu arbeiten. Er brauchte dringend eine Pause. Und eine Tasse Tee, vielleicht einen Snack.


Es ist seltsam, wie viele Hits jedes einzelne Kapitel verzeichnet, aber dass die Anzahl der Reviews stagniert. Ihr wisst ja, je mehr Reviews, desto schneller gibt es ein Update!

(Und ich würde mal erfahren, was euch an der Story gefällt...und was nicht. grins)