Wow, vielen vielen Dank an all die netten Reviews XD
Es freut mich, dass anscheinend doch ein paar Leute Gefallen an meiner Story gefunden haben :) Leider werde ich die nächsten 2 Wochen nicht besonders viel Zeit haben um weiter zu schreiben weshalb ich nicht garantieren kann, dass nächste Woche ein neues Kapi hochgeladen werden wird ^^' Trotzdem wünsch ich viel Spass :)
Thanks to my dear Reviewers :) It's nice to get some Feedback but I probably won't be able to publish next week because of tons of work -.-
Anyway I hope you'll enjoy this chapter so have fun ;)
Der Nachmittag verging wie im Fluge und Zoro hatte mit seinem kleinen Geständnis unbewusst eine Verbindung heraufbeschworen, welche nun zwischen ihm und Nami herrschte. Diese hatte sich durch Zoros Offenheit ihm gegenüber geöffnet und die Gesprächsthemen waren deutlich persönlicher geworden im Verlaufe der 4 Stunden Unterricht. Sich von der Rothaarigen verabschiedend, machte sich Zoro nach Schulschluss auf den Weg zu Ruffy und Ace's Haus, da sein geliebter Impala noch vor deren Garage stand. Wie durch ein Wunder fand er das Haus und sein Auto auch nach knapp 10 Minuten ohne sich gravierend verlaufen zu haben. Zufrieden mit sich und der Welt, empfand Zoro den eine Stunde lang andauernden Nachhauseweg nicht einmal als nervig.
Zu Hause angekommen, liess er sich erschöpft auf sein grosses Bett fallen und schloss für einige Minuten einfach nur seine Augen um den Tag gedanklich revuepassieren zu lassen.
Er hatte eine ganze Menge neuer Leute kennen gelernt und konnte sich vorstellen, dass mit einigen von ihnen eine Freundschaft entstehen könnte.
Da kam ihm plötzlich wieder die Nachricht in den Sinn, welche Shanks ihm am frühen Nachmittag geschickt hatte und Zoro beschloss kurzerhand, den Rothaarigen anzurufen.
Er musste keine 10 Sekunden warten, bis in der Leitung die vertraute Stimme seines besten Freundes zu vernehmen war.
„Hey Zoro, altes Haus. Vermisst du mich etwa schon, oder warum habe ich das Vergnügen dich an der Strippe zu haben?"
Innerlich über seinen Kumpel schmunzelnd, antwortete Zoro wahrheitsgetreu und gut gelaunt:
„Na alter Mann? Alles klar bei dir? Und tu nicht so, als würdest du mich nicht genau so vermissen, du Grossmaul."
Dies entlockte dem Älteren ein erheitertes Lachen und Zoro konnte ihn beinahe neben sich sitzen sehen, so gut kannte er seinen Kumpel mittlerweile.
„Das habe ich ja gar nicht abgestritten Marimo. Nun erzähl mir mal von deinem ersten Tag an der Schule. Schon jemanden zum Weinen gebracht?"
„Ha ha, sehr witzig Shanks. Nur so zu deiner Information, nein ich habe niemanden zum Weinen gebracht. Und bevor du es wagst mich zu fragen, nein verlaufen habe ich mich auch nicht. Zumindest nicht gravierend." Dies brachte dem Grünhaarigen nur ein erneutes Lachen auf der anderen Seite der Leitung.
„Du kennst mich einfach zu gut Kleiner. Aber jetzt erzähl schon, wie ist die Schule so?"
Zoro machte es sich auf seinem Bett gemütlich und erzählte Shanks in Kurzfassung, was er an seinem ersten Tag an der neuen Schule erlebt hatte.
„Du hast dich bereits am ersten Tag bei dieser Nami geoutet? Soweit ich mich erinnern kann, hast du bei mir ganze 5 Monate dazu gebraucht. Ich fühle mich etwas gekränkt."
Über diesen Kommentar lachend, erwiderte Zoro nur: „Jetzt hab dich nicht so. Immerhin warst du die erste Person, der ich es gesagt habe."
Gespielt beleidigt fuhr Shanks mit seiner Schimpferei fort. „Versuch jetzt bloss nicht dich rauszureden Lorenor Zoro. Wäre ich nicht am anderen Ende des Kontinents, gäbs ne Tracht Prügel."
„Als ob du ne Chance gegen mich hättest, alter Mann", erwiderte der Grünhaarige heiter.
„Das werden wir bei meinem nächsten Besuch schon sehen Marimo. Aber jetzt hätte ich doch noch eine Frage. Welchen Club leitet dieser Ace schon wieder?"
„Das Dragonfire, wieso fragst du?"
Im Hintergrund konnte Zoro ein leises Klicken vernehmen, welches ihm verriet, dass Shanks hinter dem Computer sass und vermutlich etwas suchte. Nachdem einige Sekunden verstrichen waren, meldete sich der Rothaarige mit einem erfreuten Jauchzer zurück.
„Ha, hab ichs doch gewusst. Mir kam der Name gleich so vertraut vor."
Deutlich über die Freude seines Freundes irritiert, liess Zoro nur ein knappes „Hä?" ertönen.
„Na, ich war doch vor einem Jahr oder so an dieser Messe in L.A.. Du weisst schon, die Messe an welcher sich die Besitzer der neusten Clubs vorstellen konnten. Ich sollte vom Betrieb her einen Artikel über die besten Bewerber schreiben."
Langsam kehrten auch bei Zoro die Erinnerungen zu besagter Messer zurück. Shanks hatte damals für die Zeitschrift, bei der er noch heute als Journalist arbeitete, einen Artikel über die besten Clubs landesweit schreiben müssen. Es war einer seiner ersten Aufträge gewesen, weshalb sich Zoro auch noch so gut daran erinnern konnte, hatte er seinen Freund doch noch nie so nervös erlebt.
„Stimmt, jetzt erinnere ich mich wieder. Soweit ich weiss, hast du damals das Dragonfire als „Hauptgewinn" bezeichnet."
„Ja genau. Ich konnte mir am Stand damals Videos und Fotomaterial ansehen und war begeistert. Ausserdem konnte ich ein kurzes Interview mit Ace führen. Erstaunlich, dass mir das nicht sofort wieder eingefallen ist."
„Na, das ist halt so wenn man alt wird Shanks." Daraufhin ertönte am anderen Ende nur ein empörtes Schnaufen, welches Zoro wiederum zum Lachen brachte.
„Mach dich nur lustig über mich du Grünschnabel. Dieser Ace ist bestimmt in meinem Alter, also machst du dich indirekt auch über ihn lustig."
„Dazu habe ich auch allen Grund, schläft er doch nach eigener Aussage immer in den unmöglichsten Situationen ein. Also wenn das kein Zeichen fürs Älterwerden ist, dann weiss ich auch nicht mehr."
„Ok, da frage ich jetzt mal nicht weiter nach. Aber soweit ich mich erinnern kann, ist dieser Ace ein ziemlicher Leckerbissen. Ausserdem war er echt cool drauf. Wäre der nicht was für dich Mooskugel?"
„Shanks, wie oft muss ich dir noch sagen, dass du das lassen sollst. Ich will weder von dir verkuppelt werden, noch sonst was. Das ist öfters schief gegangen, als ich zählen kann."
Dies brachte Shanks erneut zum Lachen. In den vergangenen 3 Jahren hatte er mehr als einmal versucht, seinen mittlerweile grünhaarigen Kumpel zu verkuppeln. Dies war jedoch nie wirklich gut ausgegangen, weshalb Zoro auch allergisch gegen jegwelche Verkupplungsversuche seitens Shanks reagierte.
„Schon klar, Grünling. Aber da ich ja jetzt nicht mehr in der Nähe bin, um deine sexuellen Gelüste zu befriedigen, kann ich mich wenigstens an der Suche für den nächsten Kandidaten beteiligen."
Innerlich über seinen Friend-with-Benefits lachend, erwiderte Zoro nur trocken: „Du weisst aber schon, dass dasselbe auch für dich gilt? Und im Gegensatz zu dir, versuche ich nicht, dir dein neustes Sexobjekt zu suchen."
„Was deutlich darauf hindeutet, dass ich mich mehr um dich sorge, als du dich um mich. Du kränkst mich bereits zum zweiten Mal an diesem Tag Zoro."
„Jetzt sei mal nicht eingeschnappt Opa."
„Ich werde jetzt auflegen. Ich wünsche dir noch einen unangenehmen Abend."
„Ich vermisse dich auch Shanks."
Besagter beendete lachend das Telefonat und Zoro konnte nicht leugnen, dass ihm Shanks Nähe nach diesem Gespräch plötzlich fehlte. Sie waren seit jenem kalten Winterabend beinahe unzertrennlich gewesen. Zoro hatte sich vor gut 2 Jahren an Shanks gewandt, und diesem gebeichtet, dass er sich in Sachen seiner Sexualität unsicher war. Shanks, der offen zu seiner Bisexualität stand, hatte Zoro angeboten, ein Experiment zu wagen. Dieses Experiment hatte einen schüchternen Kuss beinhaltet und Zoro dabei geholfen herauszufinden, was er wirklich wollte.
Nachdem einige Zeit vergangen war wusste Zoro, dass ihn Frauen nicht reizten. Er hatte es hin und wieder mit einem Mann versucht, jedoch war nie etwas Festes dabei rausgekommen. Nach einiger Zeit in der Shanks sowie auch Zoro niemanden gehabt hatten, waren sie den Deal des Friends-with-Benefits eingegangen. Dies hatte erstaunlich gut funktioniert und ihre Freundschaft in keinster Weise beeinflusst. Der einzige Unterschied bestand darin, dass sie hin und wieder zusammen im Bett landeten. Die Gefühle die sie füreinander hegten, waren jedoch nach wie vor nur von freundschaftlicher Natur.
Dies war zwar super, was ihre Freundschaft betraf, ersetzte aber den Wunsch nach einer Partnerschaft nicht. Zoro war kein gefühlsduseliger Mensch, aber auch er würde sich sehr gerne einmal so richtig verlieben und die dazugehörigen Gefühle empfinden. Auf Grund dessen hatte Shanks auch immer wieder versucht für Zoro jemand passendes zu finden. Es lag nicht etwa daran, dass der Sex den sie hatten schlecht war oder dergleichen, aber das was bei ihrer Übereinkunft herauskam war nicht mit den Gefühlen einer, auf Liebe basierenden Beziehung zu vergleichen. Shanks, guter Freund der er nun einmal war, hatte sich für Zoro immer mehr gewünscht als das, was sie zusammen hatten. Deshalb hatte er bis zu jenem Zeitpunkt nie aufgegeben, für seinen grünhaarigen Kumpel jemanden fürs Leben zu finden. Und das würde sich auch nicht so schnell ändern.
Obschon Zoro immer so tat, als ob ihn Shanks Versuche auf die Nerven gingen, freute er sich insgeheim doch über die fürsorgliche Geste seitens des Rothaarigen. Mit diesen positiven, an seinen besten Freund gerichteten Gedanken, schlief Zoro, noch immer voll bekleidet, ein.
