Blackout mit Folgen
Disclaimer: Leider, leider gehört mir nichts. Weder eine Figur, noch ein Ort. Einzig und allein die Handlung entstammt meiner Fantasie.
Sumary: Eigentlich wollte Ginny heiraten, doch dann kommen ihr eine durchzechte Nacht und deren Folgen in die Quere. Wie wird sie damit umgehen? Was wird sie alles erleben?
Vielen Dank an meine Reviewer, ich freu mich sehr, dass ihr trotz der langen Wartezeit meine Fanfic weiter verfolgt und mir so liebe Reviews hinterlasst. Es ist schön zu sehn was für Vermutungen ihr anstellt und welche Ideen, Vorschläge und Kritiken ihr mir hinterlasst. Die Weihnachtszeit war nun mal total stressig, dafür gibt's zum Jahreswechsel ein etwas längeres Kapitel als gewöhnlich.
Und wie immer wäre ich euch für Ideen, Vorschläge, Wünsche und Kritiken sehr dankbar.
Beziehungsprobleme und Valentinstag
Der Januar war kalt und verschneit. London bedeckte eine 30 cm hohe Schneeschicht. Überall sah man kleine Kinder Schneeballschlachten veranstalten oder Schneemänner bauen.
Ginny saß mit einer heißen Tasse Früchtetee, in eine warme Decke eingemummelt, auf der Couch. Es war ein harter Tag gewesen, die ganze Zeit war sie auf den Beinen gewesen. Sie wusste, dass sie bis spät in den Abend hinein allein sein würde, denn Draco war vor kurzem auch noch zum Trainer der Chudley Cannons gemacht wurden und hatte nun noch mehr zu tun als vorher.
Ginny erinnerte sich noch gut daran, wie ihr Bruder von Dracos Trainerposten bei seinem Lieblingsverein erfahren hatte. Er hatte mit offenem Mund vor ihr gestanden, unfähig auch nur ein Wort herauszubringen. Aber noch schöner war das Video, das sie und Hermine von Ron gedreht hatten, als dieser im angetrunkenen Zustand eine Lobeshymne auf Dracos Trainerqualitäten gehalten hatte, kurz nachdem die Cannons ihr erstes Spiel unter Draco gegen die amtierenden Europameister gewonnen hatten. Besonders schön war dieser Sieg in Rons Augen gewesen, da es sich hierbei um die Mannschaft von Victor Krum gehandelt hatte.
Vor wenigen Minuten hatte sie sich von den Zwillingen verabschiedet, mit denen
sie sich wieder mal zum Kaffee getroffen hatte. Ginny hatte sich gerade auf der Couch zusammengerollt und schaute ein wenig fern, als es plötzlich begann lautstark an der Tür zu schellen.
„Wer ist das denn jetzt?"
Als Ginny die Tür geöffnet hatte, blickte sie einer jungen, blonden Frau ins Gesicht, ihr Gesicht war vollkommen tränenverschmiert. Plötzlich fiel Ginny ein wer diese junge Frau war, sie hatte sie vor einigen Wochen mit Draco in einem Café gesehen.
„Ist Draco da ?"
„Nein. Tut mir leid."
„Oh, ok. Vielen Dank."
Die junge Frau wandte sich schon zum gehen.
„Wollen sie nicht reinkommen."
Ginny öffnete die Tür noch ein weiteres Stück um die junge Frau herein zu lassen. Ginny brachte die junge Frau erst mal ins Wohnzimmer und brachte ihr einen Tee zur Beruhigung. Die Rothaarige setzte sich der anderen gegenüber auf einen der Sessel.
„Ich sollte mich vielleicht erst einmal vorstellen. Mary Curtis," mit diesen Worten streckte die Blonde Ginny eine Hand entgegen.
„Freut mich. Ginny."
„Es tut mir leid, dass ich hier einfach so hereingeplatzt bin. Aber ich dachte Draco wäre da."
„Nein tut mir leid er ist auf der Arbeit, kann ich vielleicht irgendwie helfen"
„Oh ich weiß nicht. Ich hätte eigentlich nur einen Rat von ihm gebraucht."
„Und wegen einem Rat bricht man in Tränen aus."
„Nein, es ist nur so, ach ich weiß auch, nicht ich habe mich furchtbar mit Blaise, also meinem Verlobten, gestritten und ich dachte, ich dachte Draco könnte mir vielleicht helfen, dass alles wieder ins Lot zubringen."
Ginny war mit einem Mal unglaublich erleichtert, Draco hatte also gar nichts mit dieser Frau, sie waren nur Freunde.
Gin reiß dich zusammen du kannst doch keine Gefühle für ihn entwickeln, du bedeutest ihm nichts, für ihn bist du einfach nur eine in einer Reihe von unzähligen anderen. Ein niemand. Ein kurze Affäre, mehr nicht.
Und wieder mal führte Ginny ein inneres Zwiegespräch, auf der einen Seite sagte sie sich, dass da nichts war und auf der anderen Seite sagte ihr etwas, dass es da doch mehr als das reine „Zusammenleben" gab.
Sie musste wohl sehr abwesend geguckt haben, denn als sie sich wieder ihrem Gast zuwandte meinte die nur, mit einem wissenden Lächeln.
„Du empfindest etwas für ihn."
„Wie kommst du darauf?", wollte Ginny perplex wissen.
„Du hast diesen Blick drauf, wenn sein Name genannt wird. Nun weiß ich was Draco meinte, wenn er sagte ich hätte immer diesen zufriedenen, glücklichen Ausdruck im Gesicht gehabt, wenn jemand über Blaise gesprochen hätte. Sag's ihm."
„Da ist nichts, du irrst dich. Ich bin immerhin noch verlobt, oder etwa nicht." Obwohl dieser Sache konnte sie sich gar nicht sicher sein, immerhin hatte sie seit über 4 Monaten nichts mehr von Harry gehört, aber sie merkte, dass ihr diese Tatsache überhaupt nichts bedeutete.
„Und selbst wenn, er interessiert sich doch überhaupt nicht für mich."
Das einzige was sie von Mary erntete war ein Blick der so viel sagen wollte wie Wenn-du- meinst. In dem Moment hörten die beiden jungen Frauen wie sich die Tür öffnete. Kurz darauf betrat Draco das Wohnzimmer blieb aber im Türrahmen stehen, als er die beiden dort sitzen sah.
„Mary? ...Was ist los? Warum bist du hier?"
„Ich hatte Streit mit Blaise, es ging um die Hochzeit."
„Mach dir keine Sorgen, es wird schon wieder alles gut. Komm mit. Gin??"
„Kein Problem, geht schon"
An der Tür drehte sich Mary noch einmal zu Ginny um und formte mit den Lippen lautlos die Worte: Glaub mir.
Die beiden saßen sich in Dracos Arbeitszimmer gegenüber. Draco reichte ihr ein Glas Scotch, sie aber grinste ihn nur wissend an.
„WAS?"
„Nichts!"
„WAS IST?"
„Wirklich nichts"
„Weiber, versteh sie einer. Also was ist jetzt zwischen dir und Blaise."
Das Lächeln glitt in dem Moment von Marys Gesicht, als er Blaise erwähnte.
„Wir sind so vollkommen unterschiedlicher Meinung was die Hochzeit betrifft. Wir können uns weder auf die Anzahl der Gäste, noch auf das Menü oder die einfachsten Dinge einigen. Ich weiß einfach nicht, ob die Hochzeit überhaupt stattfinden soll."
„Reg dich nicht so auf. Ich kenne kein Paar das besser zueinander passt, als ihr zwei."
„Doch da würde mir noch eins einfallen," murmelte sie.
„Was hast du gesagt?"
„Nichts, ich hab nur laut gedacht."
„Entspann dich einfach. Ich geh jetzt mit Blaise reden und du bleibst währenddessen hier. Das wird schon wieder." Damit verschwand er aus der Tür. Mary machte sich kurz darauf auf den Weg ins Wohnzimmer, wo Ginny mittlerweile in ein Buch versunken war.
„Darf ich mich zu dir setzten?"
„Ja, klar. Setzt dich. Wo ist Draco hin?"
„Er wollte mit Blaise reden gehen. Wegen der Hochzeit und alledem." Sie seufzte. „So und nun erzähl mir was da zwischen euch ist."
Indem Moment stolperte Hermine aus dem Kamin.
„Hey, Ginny ich wollte… Oh, du hast Besuch. Entschuldige, ich geh dann mal wieder."
„Nein, bleib ruhig," kam es von Mary. „Also was ist da jetzt," wandte sie sich wieder an Ginny.
„Da ist wirklich nichts. Ich meine er könnte jede haben, warum sollte er ausgerechnet mich wollen."
„Weil du ihn zum lachen bringst, weil du ganz anders bist, als die der vor dir hatte," meinte Mary.
„Aber was ist mit Harry ich meine…"
„Ginny mach dich nicht lächerlich. Du hast dich sooft bei ihm entschuldigt und er behandelt dich trotzdem wie den letzten Dreck, wie lang hast du nichts mehr von ihm gehört. Du bist so viel glücklicher, offener und freier mit Malfoy." mischte sich nun auch Hermine in das Gespräch mit ein.
„Ja aber wie soll das den gehen. Wir sind so vollkommen verschieden. Diese Ehe endet in ungefähr sechs Monaten. Und außerdem was sollte ich meiner Familie sagen."
„Ginny es ist doch völlig egal was deine Familie sagen würde. Es geht darum ob du glücklich bist oder nicht," meinte Hermine.
„Sag es ihm. Gib dem ganzen eine Chance." versuchte es Mary noch einmal.
„Ich weiß einfach nic…"
„Verdammt noch mal, Mädchen, schmeiß dein Glück nicht einfach so weg. Auch wenn ich Draco nicht sonderlich leiden kann. Aber du bist mit ihm einfach diese lebensfrohe, offene Ginny, so ganz anders als bei Harry."
„Ich weiß es noch nicht, ja. Lasst mir ein wenig Zeit."
„Aber lass dir nicht zu viel Zeit," meinte Mary, „Du hast es gesagt: Er könnte jede haben."
So verlief das Gespräch weiter. Irgendwann hatte sich Hermine schließlich verabschiedet und Draco war zurückgekommen. Draco nahm Mary freundschaftlich in den Arm und meinte:
„Geh nach hause, ich hab mit ihm geredet, es wird schon alles gut."
Schließlich saßen Draco und Ginny alleine auf der Couch.
„Das war wirklich nett von dir."
„Sie sind meine Freunde, dass ist das mindeste was ich für sie tun kann."
„Diese Worte aus deinem Mund, du enttäuschst mich, Malfoy."
„Ja, ich weiß irgendwie scheinst du abzufärben. Ich gebe mir zwar alle Mühe, aber irgendwie schaffe ich es nicht in mein altes Ich zurück zu finden."
„Vielleicht ist dass ja gar nicht so schlecht. Denn der Draco den ich jetzt vor mir habe gefällt mir eindeutig besser."
Gott was mach ich bloß. Ich flirte mit ihm. Und dieses verdammte Kribbeln im Bauch.
„Gute Nacht. Ich geh dann wohl besser."
Mit diesen Worten verabschiedete sich Ginny und flüchtete in ihr Zimmer.
Zwei Wochen später erhielten die Beiden eine Einladung zu Blaise und Mary's Hochzeit.
Einladung
Hiermit laden Blaise Zabini und Mary Curtis herzlich
zu ihrer Hochzeit am 25. März diesen Jahres ein.
„Es scheint als ob bei den beiden wieder alles in Ordnung wäre."
„Ja, Merlin sei Dank. Bei den beiden herrscht ein ständiges Auf und Ab. Ich bin froh, dass sich alles wieder geregelt hat."
„Nun, was sollen wir den beiden schenken."
„Merlin, Frauen und einkaufen," grummelte Draco vor sich hin. „Ich weiß es nicht, du bist doch das weibliche Geschöpf hier. Dir müsste doch was einfallen."
„Hmm, wie wäre es mit einem Gutschein für ein Romantikwochenende in einem Hotel oder ein Gutschein für einen Drachenflug oder ..." Ginny war nun voll und ganz in ihrem Element. Schließlich einigten sich die beiden auf einen riesigen Geschenkkorb mit allem was man so für die ersten gemeinsamen Tage als Mann und Frau braucht.
Der restliche Januar verlief recht ruhig. Draco war mit den Vorbereitungen für die Quidditschrückrunde beschäftigt und Ginny hatte fiel mit ihren Studien zu tun. Eines Abends Anfang Februar schlief sie über einem ihrer Bücher auf der Couch ein und Draco nahm sie, nachdem er sie so gefunden hatte, auf die Arme und trug sie in ihr Zimmer. Er deckte sie zu und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Schläfen.
Bei Merlin warum muss ausgerechnet ich anfangen etwas für sie zu empfinden. Da ist doch nichts auf ihrer Seite, immerhin hat sie ja Potter und wer würde schon den großen Retter der Welt für jemanden wie mich, den Sohn eines ehemaligen Todessers, verlassen wollen. Und doch hat sie die Küsse und Zärtlichkeiten der letzten Wochen immer erwidert, hat sich nicht dagegen gewährt.
Er betrachtete die schlafende Ginny eine zeitlang.
Irgendwie wäre es schön eine richtige Beziehung mit ihr zu führen. Mit ihr ist es irgendwie anders. Aber was bilde ich mir ein, wenn das Jahr vorbei ist und wir geschieden sind geht sie zu Potter zurück.
Mit diesen Gedanken drehte er sich um und verlies das Zimmer.
Es war der späte Nachmittag des 14. Februar, als Ginny nach einem harten Tag die Tür zur Wohnung aufschloss. Ihr schwang ein köstlicher Geruch entgegen und Ginny ging geradewegs in die Küche. Dort fand sie einen wunderschön gedeckten Tisch und unglaublich viele Kerzen vor. Als sie sich nun weiter in der Küche umsah sah sie Draco der am Herd mit einem Haufen Töpfen beschäftigt war. Als er sie bemerkte wand er sich um und griff nach einem Strauß Rosen.
„Ich dachte ich mach dir eine Freude zum Valentinstag."
Ginny wusste gar nicht was sie sagen sollte. Noch vor wenigen Stunden hatte sie sich gefragt, was sie wohl heute Abend kochen sollte um ihn zu überraschen. Sie ging langsam auf ihn zu und er reichte ihr den Blumenstrauß. Sie nahm ihm den Strauß ab und küsste ihn leicht auf die Lippen.
„Danke, dass ist wirklich lieb von dir."
Sie nahm die Rosen und vergrub ihr Gesicht in den wohl duftenden Blumen, danach suchte sie erst einmal eine Vase und stellte die Blumen in ihr Zimmer direkt auf den Nachttisch neben ihrem Bett.
So etwas nettes, liebevolles hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Ich lerne täglich neue Seiten an ihm kennen. Und je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto mehr fühle ich mich zu ihm hingezogen. Und er scheint auch nicht gerade abgeneigt zu sein. Es scheint so, als ob er auch etwas für mich empfinden würde. Vielleicht haben die Zwillinge und auch Mary und Hermine ja Recht. Vielleicht sollte ich dem ganzen wirklich eine Chance geben. Oh, Merlin es ist alles so verwirrend.
Schließlich begab sie sich zurück in die Küche, Draco hatte mittlerweile schon die Suppenteller aufgetischt und wartete auf sie. Ginny setzte sich und Draco rückte ihr den Stuhl zurecht. Als die beiden sich nun gegenüber saßen begannen sie zu essen und verfielen in ein unverfängliches Gespräch. Nach der leichten Tomatensuppe, hatte Draco für sie beide Piccata Milanese vorbereitet und dazu tranken die beiden Rotwein aus der Toscana. Und als Dessert hatte Draco für sie beide Tiramisu à la orange gemacht. Er stellte die Schale in die Mitte des Tisches und schenkte ihnen beiden jeweils ein Glas Dessertwein ein. Draco schwenkte einen Löffel Tiramisu vor Ginnys Gesicht hin und her. Sie begann genüsslich von dem Tiramisu zu kosten. Es schmeckte einfach himmlisch. Sie nahm ihm den Löffel aus der Hand. Und auch Draco begann nun von dem Tiramisu zu essen. Nachdem Dessert wandte sich Ginny an Draco.
„Das war wirklich sehr süß von dir. Ich habe mich sehr gefreut."Mit diesen Worten trat sie näher an ihn heran und küsste ihn liebevoll. Als er ihre Lippen auf seinen spürte, zog er sie eng an sich und erwiderte den Kuss.
Langsam begannen sich die beiden von einander zu lösen. Die beiden schauten sich überrascht in die Augen, da waren Gefühle auf beiden Seiten, beide empfanden sie etwas für den anderen, da war mehr als nur Zuneigung, das wurde ihnen mit einem Mal klar. Bei Draco erwachten Gefühle in ihr, die sie bei Harry noch nie gekannt hatte. Und auch Draco hatte so etwas bei noch keinem anderen erlebt. Die beiden erkannten plötzlich, dass sie sich anscheinend in den anderen verliebt hatten. Doch noch schien es beiden zu früh das ein zu gestehen.
Als die beiden gemeinsam auf der Couch saßen, eng aneinander geschmiegt, begann Draco sachte Ginnys Nacken mit Küssen zu bedecken. Langsam wanderten seine Lippen nach vorne und bedeckten ihren Hals mit vielen kleinen Küssen. Sie lies den Kopf in den Nacken fallen, als er an ihrem Schlüsselbein angelangt war und genoss die zärtlichen Berührungen. Ein wohliges Seufzen entkam ihrer Kehle und ein angenehmer Schauer breitete sich in ihrem Körper aus. Sie drehte sich in seinen Armen so, dass sie nun sein Gesicht liebevoll mit Küssen bedecken konnte. Schließlich zog er sie näher an sich heran und immer leidenschaftlicher wurden die Küsse der beiden.
(So den Rest überlass ich eurer Fantasie)
Vielen Dank für die Rewievs, die ihr mir in diesem Jahr hinterlassen habt und das Interesse, dass ihr an meiner Fanfic gezeigt habt, ich hoffe, dass Beides, trotz der Wartezeit, im nächsten Jahr nicht abreißen wird.
Ich wünsche euch allen einen guten Start ins Jahr 2008.
