OK meine Lieben. Ihr habt mich nicht enttäuscht und so folgt wie versprochen das nächste Kapitel. Vielen Dank für die zahlreichen Reviews auf allen drei Plattformen. Manchmal nützt ein bisschen betteln halt doch.

Als kleinen Wermutstropfen müsst ihr allerdings auf Reviewantworten verzichten, da ich keine Zeit habe. Das wird aber nachgeholt. Versprochen.

Nur eines möchte ich all jenen, die mich mehr oder weniger ernst gemeint der Erpressung bezichtigen, gerne sagen: Reviews sind die einzige Entlohnung der Autoren. Weshalb sonst sollten sie ihre Geschichten sonst veröffentlichen? Wenn mir ein Verkäufer den Preis (Reviews) für seine Ware (Story) nennt und mich auffordert zu bezahlen, weil ich sonst die Ware nicht bekommen kann, ist das dann auch Erpressung?

Aber nun, Kapitel 9: Read & Enjoy!


Kapitel 9 – Gefährliche Rettung

Isa Barthel, hatte heute Nachtdienst auf der Station für chronisch Kranke. Vor einer Stunde hatte sie ihren Dienst angetreten und die Akten der Fälle, die in ihrem Verantwortungsbereich lagen, studiert. Nichts Außergewöhnliches, stellte sie fest. Nur Patientin 1037 machte ihr Sorgen. Sie hatte Dr. Granger einige Tage zuvor das erste Mal gesehen und mit ihr gesprochen. Sie fand die junge Hexe sehr sympathisch. Natürlich wusste Isa, dass sie praktisch einer Legende gegenüberstand. Den wenigen Berichten zufolge, war sie eng mit dem Bezwinger des dunklen Lords befreundet.

Nun lag diese junge Frau hier auf ihrer Station und die Überlebenschancen neigten sich langsam gegen Null. Isa Barthel schüttelte den Kopf. Komatöser Zustand nach Einwirkung eines seelischen Schocks. Heilung nur auf seelischer Ebene möglich ansonsten erwarteter Exitus in 48 Stunden.

Seufzend legte sie die Krankenakte beiseite, beschloss, sich heute Nacht etwas intensiver um Hermine Granger zu kümmern und überflog die anderen Berichte, die ihre Vorgängerin zusammengestellt hatte. Es versprach eine ruhige Nacht zu werden, denn außer Dr. Granger gab es keine akuten Fälle. Wie sehr sie sich doch irrte.

Eine Stunde nach Dienstantritt, erhob sich Isa und begab sich auf ihre erste Inspektionsrunde. Das Zimmer mit der Nummer 423 legte sie an das Ende ihrer Tour, das sie beabsichtigte, dort längere Zeit zu verweilen.

So begann Isa ihre Tour entgegen der sonstigen Gewohnheit in der anderen Richtung. Ein Wägelchen vor sich her schiebend, betrat sie nacheinander die Krankenzimmer. Natürlich hätte sie evtl. benötigte Tränke und medizinisches Material herbeibeschwören können, aber Isa bevorzugte die traditionelle Methode und hatte alles Nötige auf ihrem Wägelchen dabei.

Sie wechselte durchgeschwitzte Bettwäsche, füllte Krüge mit Getränken auf, tauschte leere Phiolen gegen neue und kümmerte sich um jeden Patienten einige Minuten. Sie war eine liebevolle, mütterliche Heilerin, die mit ihren Patienten litt oder sich freute, wenn sie wieder gesund waren. Die würde sich niemals daran gewöhnen können, hin und wieder einen ihrer Schützlinge an Gevatter Tod zu verlieren. Auch deswegen machte sie sich größte Sorgen um ihre neue Kollegin, deren Tod auf weniger als zwei Tage prognostiziert war.

Endlich hatte sie ihre Tour fast zu Ende gebracht und wandte sich nun dem Zimmer 423 zu. Verblüfft stellte sie fest, dass es ihr nicht möglich war, die Türe zu öffnen. Genervt runzelte sie die Stirn. Es sollte eigentlich nicht möglich sein, die Türen auf dieser Station abzuschließen. Benötigte ein Heiler absolute Ruhe, gab es einen St. Mungos internen Verschlusszauber, den der Heiler dann anwenden konnte. Gleichzeitig erschien im Büro der verantwortlichen Heilerin ein entsprechendes Signal auf einem verzauberten Pergament. Isa war sich sicher, dass sie keinen Eintrag gesehen hatte, als sie ihren Rundgang begann.

Sie zog ihren Zauberstab und sprach die Identifikationsformel, der ihr anzeigen würde, welche Heiler den Raum verschlossen hatte. Es erfolgte keine Reaktion. Nun wurde es Isa etwas mulmig. Die Türe war von keinem Heiler verschlossen worden. Sollte es jemand auf Dr. Granger abgesehen haben? Bei ihrer Vergangenheit als Vertraute und Freundin des legendären Harry Potter, war es ein naheliegender Gedanke.

Sie versuchte ohne Erfolg noch mehrere Öffnungszauber. Nicht einmal das übliche Aufflackern der Türe war zu sehen. Ein mächtiger Verschlusszauber musste auf dem Raum liegen. Nun bekam es Isa mit der Angst zu tun. Ganz gegen ihre Gewohnheit ließ sie ihr Wägelchen stehen und eilte in ihr Büro. Sie zerrte die Akte mit der Aufschrift „Dr. Hermine Jane Granger" aus dem Stapel hervor und suchte nach der Angehörigen-Adresse. Erstaunt las sie, wer im Falle eines Problems für die Patientin zuständig war. Dort standen nur die drei Buchstaben IVZ und eine sechsstellige Nummer, eine kodierte Flohnetzwerkadresse.

Ohne einen Augenblick nachzudenken, warf die Heilerin etwas Flohpulver in den Kamin und nannte die sechsstellige Nummer. Fast sofort ertönte eine sonore männliche Stimme. „IVZ – Zentrale" scholl es ziemlich laut aus dem Kamin. „Hier ist das St. Mungo. Meine Name ist Isa Barthel und ich bin die zuständige Nachtheilerin. Auf meiner Station liegt die komatöse Dr. Hermine Granger. Laut den Akten soll bei Problemen mit der Patientin diese Nummer angefloht werden."

„Bitte warten Sie!" sagte die Stimme. „Es wird sofort jemand kommen."

Nervös ging Isa vor dem Kamin hin und her. Es dauerte nur vier Minuten, bis der Kamin aufflackerte und eine hochgewachsene dunkelhaarige Frau in einer blaue Robe aus dem Kamin trat, dicht gefolgt von Remus Lupin, den Isa schon länger kannte.

„Leutnant Amanda Mowian vom IVZ!" stellte sich die junge Dame vor. Remus nickte ihr nur zu. „Was gibt es für ein Problem mit Ms. Granger?"

„Ich habe meinen turnusmäßigen Rundgang gemacht. Am Schluss der Runde kam ich an Dr. Grangers Zimmer, aber die Türe ließ sich nicht öffnen. Ich habe alle möglichen Neutralisierungszauber probiert, aber keiner hat funktioniert. Es muss ein starker Verschlusszauber darauf liegen!" berichtete die Heilerin, während sie versuchte ruhig zu bleiben.

Amanda drehte sich wortlos um und rannte den Flur entlang. Vor Zimmer 423 blieb sie stehen und musterte die Türe. Dann hob sie ihren Zauberstab und murmelte einige Erkennungszauber. Ratlos ließ sie den Stab sinken. Auf der Türe liegt ein immens starker Verschlusszauber, den ich nicht kenne. Ich kann wahrscheinlich den Zauber brechen, aber dies würde eine magische Schockwelle verursachen und ich habe keine Ahnung, was das bei Hermine anrichten würde.

Trotzdem versuchte sie alle bekannten Neutralisationszauber und legte ihre ganze magische Macht hinein. Aber nichts konnte den Verschlusszauber beeindrucken. „Ich wünschte, James wäre hier. Er wüsste vielleicht Abhilfe." sagte sie resigniert.

Da sie nun mit dem Rücken zur Tür stand, sah sie nicht, dass diese kurz aufleuchtete, aber spürte die hauchzarte Schockwelle, die von ihr ausging. Amanda für herum. „Was war das?"

Remus und die Heilerin, die in Blickrichtung zur Türe standen, hatten das Aufleuchten gesehen und sagten es ihr. Vorsichtig drückte Amanda die Türklinke hinunter und ... die Türe ließ sich öffnen. Vorsichtig und wachsam betrat Amanda das dahinterliegende Zimmer, während sie den anderen beiden bedeutete, zurückzubleiben. Nachdem sie im Dämmerlicht des Zimmers nichts Ungewöhnliches entdecken konnte, winkte sie die anderen beiden herein. Leise traten sie zu Hermine ans Bett. Die Heilerin warf einen kurzen Blick auf Hermines Gesicht und keuchte auf...

TBC

*lach* nein, keine Sorge es geht weiter....

Zwei Stunden zuvor...

Im Zimmer 423 brannte auf einem Nachttisch eine einzelne Kerze und verbreitete trübes Licht. Im Bett lag eine schöne, braunhaarige Frau, deren feine Züge einen fahlen Farbton zeigten. Nur wer genau hinsah, konnte erkennen, wie sich der Brustkorb kaum wahrnehmbar hob und senkte. Die braunen Haare umgaben ihren Kopf wie ein Heiligenschein und die vor der Brust gefalteten Hände verstärkten den Eindruck, dass hier eine Tote aufgebahrt lag.

Kurz nach Mitternacht erschien ein helles blaues Licht mitten im Zimmer. Der Schein ließ rasch nach und aus dem verblassenden Licht schälte sich eine hochgewachsene, muskulöse Gestalt mit einem dunkelblauen Umhang. Durch die Kapuze war das Gesicht nicht zu erkennen, als sich die Gestalt kurz orientierte und die Frau auf dem Bett erkannte. Langsam hob die Gestalt die Hand und mehrere Zauber lösten sich von der nach außen gewandten Handfläche. Die Türe leuchtete kurzzeitig auf während sich ein Verschluss- und Privatsphärenzauber über den Raum legte.

Dann zog die Gestalt sich die Kapuze vom Kopf und entledigte sich des Umhangs, den sie achtlos über eine Stuhllehne warf. Die intensiv grün leuchtenden Augen fixierten die im Koma liegende Frau.

Langsam zog Harry einen Stuhl an das Kopfende des Bettes und setzte sich. Lange und intensiv betrachtete er die feinen Züge der Frau, die er so gut kannte. Obwohl es aussah, als ob Hermine schlief, konnte Harry über seine Fähigkeit, Auren zu lesen, den Kampf spüren, der Körper und Seele miteinander ausfochten. Er löste die ineinander verschränkten Hände und nahm beide in seine. Kalt wie Eis war die zarte Haut. Sanft streichelte er die Handrücken, während er ruhig in das schlafende Gesicht sah.

Er spürte, wie der lautlose Kampf im Innern sich entspannte, als würde Hermine seine Berührungen spüren. Eine Welle von Traurigkeit überkam den schwarzen Engel. Er küsste beide Handinnenseiten und vergrub dann sein Gesicht in ihren Händen. Tief sog er ihren typischen, frischen Duft ein, den er so sehr geliebt hatte. All die Verdrängten Emotionen und Erinnerungen drohten ihn zu übermannen. Fast gewaltsam drängte er sie zurück, bevor sie die verletzte Seele Hermines erreichen und vielleicht Schaden anrichten konnten.

Langsam schweiften seine Gedanken in die Vergangenheit. Er dachte an ihr erstes Zusammentreffen im Hogwartsexpress an ihrem ersten Schuljahr, die Auswahlzeremonie, die Rettung vor dem Troll, die Jagd auf den Basilisken und die versteinerte Hermine, an all die Abenteuer in den ersten Schuljahren.

Er dachte an ihr gegenseitiges Liebesgeständnis, ihren ersten Kuss, der Sieg über Voldemordt, ihr erstes Mal im Raum der Wünsche, die vielen Bälle insbesondere den Abschlussball, den Heiratsantrag am Schwarzen See und den Entschluss, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen.

Langsam reichte er mit seinen magischen Sinnen hinaus und versuchte Hermines schwache Aura zu erreichen. Diese Kunst hatte Harry an sich entdeckt, als er feststellte, dass er Auren sehen und erspüren konnte. Soweit es ihm bekannt war, konnte niemand sonst Auren berühren und eine kurzzeitige Verbindung aufbauen. Im Geheimen hatte Harry diese Fähigkeit mehr und mehr trainiert und ausgebaut.

Harry erschrak, als er Hermines Aura endlich erreicht hatte. Die Seele der jungen Frau war zerrissen in Verzweiflung, Schmerz und Trauer. Tief hatte sich die Seele in den Körper zurückgezogen um der Umwelt zu entfliehen. Harry erschrak, wie weit die Seele sich schon vom Körper gelöst hatte. Selbst die Magie der sonst so starken Hexe schien extrem abgeschwächt zu sein. Harry erkannte, dass Hermine diese Nacht nicht überleben würde.

Langsam zog er sich von Hermines Aura zurück. Er überprüfte nochmals die Verschlusszauber und verstärkte sie etwas. Er war nun sicher, dass nur ein starker schwarzer Engel gegen seinen Willen das Zimmer betreten konnte.

Dann zog er die Decke von Hermines Körper und levitierte sie mit einer Handbewegung etwas in die Höhe, damit er ihr problemlos das typische Krankenhaus-Nachthemd ausziehen konnte. Dann ließ er sie wieder auf das Bett schweben und vergrößerte dieses mit einer Handbewegung. Er entledigte sich selbst sämtlicher Kleidung und entfernte auch das Band, das seine langen Haare im Rücken zusammenhielt. Er zog seinen Zauberstab und zeichnete 17 Schutzrunen rings um das Bett, die rötlich zu leuchten begannen.

Nun kniete er sich völlig nackt vor das Bett und fiel in Meditation. Was er vorhatte, war äußerst gefährlich und konnte nicht nur Hermine sondern auch ihm das Leben kosten. Deshalb versuchte er durch die Meditation seinen Magielevel zu erhöhen und seine Konzentration zu stärken. Nach etwa 15 Minuten erhob er sich mit immer noch geschlossenen Augen. Er trat an das Bett und legte sich zu Hermine. Eine Hand an ihre Stirn legend, die andere auf ihr Herz, presste er sich so gut wie möglich von hinten an den kalten Körper.

Wieder griff er nach der verschwindenden Aura der jungen Frau und ließ langsam einen kleinen Magieschub hineinfließen. Danach tastete er sich vorsichtig weiter, auf der Suche nach der Verbindung zu Hermines Seele. Lange suchte Harry und verzweifelte fast, als er die Verbindung nicht finden konnte. Hatte er sich etwa geirrt, das durfte einfach nicht sein. Langsam wurde es nun auch für Harry gefährlich. Ab einem bestimmten Punkt gab es auch für ihn kein zurück mehr. Verpasste er den Zeitpunkt, an dem er sich von ihrer Aura lösen musste, würde auch er zwischen den Geisteswelten verloren gehen. Er konzentrierte sich noch einmal und plötzlich wurde es auch für seine magischen Sinne schwarz, nur um gleich darauf in eine Art Dämmerlicht überzugehen.

Verwundert sah er sich um. Er stand in einer trostlosen Landschaft. Nur verdorrter, verbrannter Boden, hie und da Splitter von Bäumen, ansonsten nur kahle Leere. Kein Hauch regte sich und der Himmel war ein tristes, formloses Grau. Harry war im Bewusstsein Hermines angekommen. Harry wusste instinktiv, dass hier irgendwo ihre Seele sein musste. Ein Schniefen machte ihn aufmerksam. Langsam schritt er der Richtung entgegen, aus der das Geräusch kam. Er umging einen einsamen großen Felsen. An diesen herangepresst sah er eine nackte und zitternde elfjährige Hermine. Sie saß mit angezogenen Knien, die sie mit den Armen umschlossen hatte, auf dem Boden und wippte wimmernd hin und her.

Erschüttert sah Harry das Häufchen Elend an. „Hermine!" wisperte er. „Hermine!".

Das verstörte Mädchen antwortete nicht und wimmerte weiter vor sich hin. Vorsichtig trat Harry hinzu und kniete sich vor das Mädchen. Langsam streckte er die Hand aus, legte sie unter ihr Kinn und hob sacht ihren Kopf an.

„Hermine, hab keine Angst, ich bin es. Harry!"

Das Kind sah ihn mit großen Augen an, während unaufhörlich Tränen aus ihren Augen strömten. „Wer bist Du! – Geh weg!"

„Ich bin Harry, ich bin Dein Freund und bin hier um Dir zu helfen!" sagte Harry in einem beruhigenden Tonfall.

„Ich habe keine Freunde. Du kannst nicht mein Freund sein. Du lügst." Das Mädchen sah zu Boden und begann wieder hin und her zu wippen. Harry setzte sich neben das Mädchen und nahm es in den Arm. Langsam wiegte er die zitternde und schniefende elfjährige Hermine hin und her. Leise begann Harry zu summen, während er unentwegt das Mädchen wiegte. Und es schien Wirkung zu zeigen. Langsam beruhigte sich das Mädchen und hörte auf zu zittern. Sie drehte sich etwas in seinen Armen, legte die Arme um seinen Hals und das Gesicht in seine Halsbeuge. Leise schniefte sie weiter.

„Ich kenne Dich irgendwoher." Tief sog sie seinen Duft in die Nase. „Ich kann Dich riechen. Ich kenne Dich." wiederholte sie.

„Ich sagte doch, ich bin Dein Freund und bin hier um Dir zu helfen."

„Warum und bei was willst Du mir helfen?" fragte das Mädchen verschüchtert.

„Siehst Du, Du gehörst nicht hierher. Hier ist es traurig, hässlich und kalt. Ich möchte Dich dahin bringen wo es warm und schön ist. Wo Du Freunde hast, die Dich lieben. Sie vermissen Dich."

„Was ist das? Lieben?" fragte die Elfjährige mit großen Augen.

„Liebe ist, wenn Du jemanden gerne siehst und spürst, wenn Du mit ihm zusammen sein willst ohne ihn das Leben traurig ist. Jemand der Dich ganz fest umarmt und Dir Geborgenheit gibt."

„Bist Du mein Freund? Lliebst Du mich?" fragte das Mädchen treuherzig.

„Ja, Hermine, ich liebe Dich. Ich bin Dein Freund." sagte Harry ernsthaft und schloss die Augen bei dem Gedanken.

„Was ist Hermine?"

„Hermine ist Dein Name. Jeder hat einen Namen. Und Dein Name ist Hermine."

„Hermine..." wiederholte das Mädchen. „Hast Du auch einen Namen?"

„Ja, ich habe auch einen Namen. Alles hat einen Namen. Mein Name ist Harry." erklärte Harry.

„Und Du liebst mich Harry?" fragte Hermine noch einmal.

„Ja Hermine, ich liebe Dich!" antwortete Harry geduldig. „Magst Du mit mir kommen? Dahin wo es schön und warm ist und wo Du nicht alleine bist?"

Hermine überlegte eine Weile. „Ja, ich möchte mit Dir kommen. Ist es weit bis dahin?"

„Nein, ich zeige Dir wohin wir gehen müssen. Du musst Dich nur an mir festhalten."

Das Mädchen schloss die Arme fester um seinen Hals, während Harry aufstand. Er konzentrierte sich auf den Rückweg. Mit Verwunderung stellte er fest, dass der triste graue Himmel sich aufklarte und langsam zu einem hellen blau wurde. Es wurde merklich wärmer und die Natur schien sich zu erholen. Harry schloss die Augen und spürte die Verbindung von Hermines Seele zu ihrer Aura nun viel besser.

Langsam verschwamm die Umgebung um ihn und er spürte, wie die Seele Hermines an ihren angestammten Platz zurückkehrte. Langsam erwachte er aus seiner Trance und fand sich im Bett wieder, eng umschlungen mit Hermine, die ihre Arme, wie in der Trance um seine Hals gelegt hatte. Ihre Temperatur hatte sich erhöht und ihr Atem ging kräftiger als zuvor, während sie tief und fest schlief. Völlig erschöpft löste er sich aus den Armen der jungen Frau. Er levitierte sie wieder ein Stück in die Höhe, zog ihr wieder das Nachthemd an, ließ sie auf das Bett nieder und deckte sie sorgfältig zu. Mit einer kurzen Handbewegung ließ er die Runen verschwinden.

Danach zog er sich wieder an, legte sich den Umhang um und zog die Kapuze über den Kopf. Er löste die Verschlusszauber und verschwand in dem selben Blauen Licht aus dem er gekommen war, nicht ohne vorher Hermine einen langen, traurigen Blick zuzuwerfen.

In dem Bett lag nun die junge Frau wie zuvor und nichts deutete darauf hin, was die vergangenen drei Stunden passiert war. Nur die gesündere Gesichtsfarbe ließ eine Veränderung erahnen.

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Amanda erschrak, als sie das entsetzte Gesicht der Heilerin sah.

„Mrs. Barthel. Ist etwas nicht in Ordnung? Was ist mit Ms Granger?"

Isa antwortete nicht sondern zog ihren Zauberstab und legte einige Analysezauber über Hermine.

„Ich verstehe das nicht. Vor wenigen Stunden war sie dem Tod näher als dem Leben und nun liegt sie vollkommen gesund in ihrem Bett und schläft tief und fest. Was ist hier drin passiert?" fragte die vollkommen perplexe Heilerin.

Noch ehe Amanda die Heilerin um nähere Informationen bitten konnte, öffnete Hermine langsam ihre Augen und sah die drei aufgeregten Personen an ihrem Bett verwundert an.

TBC

So, das war's. Diesmal ohne Cliff! In ein paar Tagen geht's weiter.

Bis dahin, Euer Barry P.