Hallo liebe Leser!

Hier endlich das lang ersehnte 8. Kapitel von STNE. Bei werden wir allerdings nur einen Teil von dem Kapitel reinstellen, weil wir hier nun auch auf unsere Homepage verweisen werden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und hoffen euch bald bei uns im Forum begrüßen zu können!

Allerdings werde ich das heute Mittag reinstellen, also kann sein, dass ihr dann noch eine Stunde warten müsst und bis heute Abend werden alle Reviews im Forum beantwortet sein!

Frohes neues und Alles Gute,

HP-Translations

Kapitel 8: Rätselhaft verborgen

Übersetzung: Lilly

Beta: Katrin

If I go crazy, then will you still call me Superman?
If I'm alive and well, will you be there holding my hand?
I'll keep you by my side with my superhuman might...

--Three Doors Down

Ihre Frage hing für einen langen Moment in der Luft, während die anderen Zauberer zweifelnde Blicke austauschten. Schließlich lehnte sich Lupin vor und legte seine Hände auf dem Tisch übereinander. „In Ordnung, ich werde versuchen, es zu erklären." Er richtete sich wieder auf. „Es gibt keine schriftlichen Überlieferungen, keine epischen Gedichte oder Geschichten über den Wächter, aber ich erinnere mich immer wieder seinen Namen gehört zu haben, er war einfach da." Sirius nickte zustimmend. „Niemand hat sich je mit mir hingesetzt und mir erzählt, wer... oder was... der Wächter ist. Ich nehme an, ich habe mir aus dem Zusammenhang meine Schlüsse dazu gezogen, oder daraus, wie andere darüber flüsterten. Ich sage nicht ‚ihn', denn ich weiß nicht, ob es eine Person ist, oder überhaupt ein Lebewesen."

Er stand auf und ließ seine Knöchel knacken, wie er es oft tat, wenn er nervös war. „Es kommt mir so vor, dass der Wächter eine Art Beschützerfigur ist, irgendwie anders als wir." Auf der Suche nach den richtigen Worten wedelte er mit den Händen durch die Luft. „Wir irdischen Zauberer und Hexen sind nur Hüllen für die Magie, die wir nutzen, aber der Wächter ist an dem Ort, wo die Magie herkommt."

Hermione runzelte die Stirn. „Was meinst du?"

Er lehnte sich ihr entgegen. „Hast du dich nie gefragt, woher die Magie kommt?"

„Ich nehme an, ich habe einfach immer gedacht... sie käme von uns."

„Vielleicht, aber das halte ich für fragwürdig. Ich glaube nicht, dass Magie menschlichen Ursprungs sein kann, andernfalls wäre jeder in der Lage, sie zu nutzen. Etwas an dir und mir und jedem an diesem Tisch ist besonders. Wir alle sind von einer Macht ergriffen, die unter den Menschen relativ selten ist. Vielleicht von etwas, das nicht von uns kommt. Alles, was an Magie fremd und seltsam ist... nun, der Wächter ist ein Teil davon. Ich erkläre das nicht besonders gut."

Sirius unterbrach ihn. „Muggel erzählen Geschichten über Schutzengel", sagte er. „Dieses Bild hatte ich immer."

Hermione schnaubte. „Was, ein schwebendes, leuchtendes Etwas, das aufpasst, dass du nicht über Wurzeln stolperst, und dich daran erinnert zu tanken?"

„Nichts so banales. Nicht um uns zu beschützen, sondern eher... ich weiß nicht. Vielleicht um uns zu bewachen."

Remus schnippte mit den Fingern. „Ja. Um uns zu bewachen."

Hermione sah zu Lefty. „Hast du dem etwas hinzuzufügen?"

Er räusperte sich. „Ich schließe mich dem an, was Sirius und Remus gesagt haben, aber ich werde folgendes ergänzen: was auch immer der Wächter ist, ich glaube, er ist an einem Ort, wo es kein Gut oder Böse gibt, wo alles gleich ist. Ich glaube, es ist Bosheit, ebenso wie Wohlwollen."

„Und Harry träumt von diesem...Wesen", sagte Hermione kopfschüttelnd.

„In gewisser Weise macht das sogar Sinn", sagte Remus. „Wie ich schon sagte, wir sind nur Hüllen für Magie..."

„Mit Ausnahme von Harry", beendete sie seinen Satz. Niemand sagte etwas, das mussten sie nicht. Hermione fuhr sich mit den Händen über ihr Gesicht. „Mein Gott, warum konnte ich mich nicht in jemanden verlieben, der normal ist?"

Sirius lachte. „Ich glaube, du müsstest ewig suchen, bis du jemanden findest, der zu der Beschreibung passt."

Sie rieb sich über die Schläfen. „Warum habe ich niemals von diesem Wächter gehört? Ich glaube nicht, dass irgendjemand in meinem Alter etwas darüber weiß."

„Dafür gibt es einen Grund", sagte Sirius. „Als Tom Riddle zu Voldemort wurde und begann die Macht an sich zu reißen, gab es Gerüchte... keine Berichte wohlgemerkt, nur Gerüchte... dass er behauptete, der Wächter sei sein persönlicher Schutzpatron, und dass seine Überlegenheit sich auf dessen Wohlwollen begründete. Niemand hat ihn das je sagen hören, aber die Gerüchte gingen um. Es wurde irgendwie ein Tabu, von dem Wächter zu sprechen, etwa so, wie Voldemorts Namen auszusprechen. Ich nehme an, danach geriet die Legende in Vergessenheit."

„Glaubst du, der Wächter hat Voldemort wirklich unterstützt?"

„Es gibt keine Möglichkeit, das zu wissen, oder? Aber ehrlich gesagt, es passt nicht in mein Bild des Wächters, einen bestimmten Zauberer auszuwählen und ihm eine solche Macht zu verleihen." Sirius wandte sich zu Remus um. „Moony, erinnerst du dich an den Zauber, den Peter hatte?"

Remus nickte. „Peter Pettigrew hatte einen Zauber, als wir in der Schule waren, er sagte, er sei über Generationen in seiner Familie weitergegeben worden. Es hatte ein Symbol, das keinem von uns vertraut war, außer... also, als ich meinen Abschluss machte und zum Arbeiten die Britischen Inseln verließ, sah ich das Symbol einmal mit einigen einfachen lateinischen Zaubern in eine Höhlenwand gemeißelt. Es fiel mir auf, also sah ich es mir genauer an. Das Symbol, es sah etwa so aus", sagte er, zog eine Feder und ein Stück Pergament hervor und malte es auf, „wurde nie gedeutet, aber es tritt oft in Kombination mit mächtigen oder mystischen Zaubern auf. Ich glaube, dass man damit gewöhnlich den Wächter darstellen wollte, damit man seinen Namen nicht benutzen musste." Er schob das Pergament Hermione zu.

Das Symbol war ein symmetrisches Dreieck, dessen Spitze nach oben zeigte. Es war von einer senkrechten Linie in zwei Hälften geteilt, die an der Spitze begann und durch die Grundseite ein Stück herausragte. Auf der Spitze des Dreiecks lag ein Kreis. Über diesem Kreis waren drei kurze Linien wie Strahlen, die mittlere zeigte gerade nach oben, die beiden äußeren neben dieser leicht zur Seite.

Hermione starrte gebannt auf die Zeichnung. Es sagte ihr nichts, aber irgendwie doch. Es schien auf einer primitiven Ebene mit ihr zu kommunizieren. Es strahlte Kraft aus. Sie musste Remus' Interpretation völlig zustimmen. „Ja, das ist es", flüsterte sie.

„Was?", sagte Lefty und lehnte sich vor. „Kennst du es?"

„Nein. Ja. Ich weiß nicht. Es ist, als hätte ich davon geträumt."

„Guter Gott, hat jetzt jeder hellseherische Träume?", sagte Sirius.

„Also, dieses Symbol hat vielleicht eine Bedeutung, aber es hilft uns nicht wirklich weiter, oder?", sagte Hermione und schob das Blatt von sich.

„Ich würde sagen, wir warten einfach ab", sagte Remus.

„Ich habe genug davon, einfach nur zu warten", gab Hermione zurück. „Ich habe das Gefühl, ich sollte etwas tun."

„Es gibt nicht viel, das du tun kannst", sagte Sirius und nahm ihre Hand. „Sei einfach nur da für ihn, und sei vorsichtig."