"Papa ?!"

Alle Anwesenden waren in eine undeutbare Stille verfallen.
" Papa ?" fragte das kleine Mädchen schüchtern zu Tsuna aufsehend. Er reagierte nicht. Die Minuten schlichen dahin. Dann stand Tsuna abprubt auf. Alle zuckten unter der plötzlichen Bewegung zusammen.
" Pa … ?" Doch weiter kam das Mädchen nicht, denn Tsuna ging an ihr vorbei öffnete die Tür zu seinen Privaträumen und rief durch die Tür.
" Kyoko ?"
" Was ist Tsu-kun ?"
" Sag, warst du vor 5 oder 6 Jahren mal schwanger oder so ?"
" Huh ?"

Gokudera sah unschlüssig von seinem Boss zu dem Mädchen und zu Kyoko. Das Mädchen saß nun in einem Stuhl vor dem Schreibtisch, summte zufrieden und lächelte. Kyoko stand neben ihren Mann und blinzelte verwirrt hin und her.
" Jetzt wo der Schock überwunden ist, dieses Mädchen hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit mir oder Kyoko." Stimmt, jetzt wo Gokudera genauer hinsah. Schwarze Haare und dunkelblaue Augen. Auch in den Gesichtszügen war keine Ähnlichkeit herraus zu lesen.
" Wer weiß." sagte Reborn, der die Situation wohl unglaublich witzig fand. "Vielleicht hatte Tsuna ja mal eine kleine Außenbeschäftigung."
" REBORN ! Ich würde nie..."
" Ah, Reborn-chan." Unterbrach ihn Kyoko. " Sieh Tsuna an er hat ewig gebraucht, um mir seine Liebe zu gestehen und noch länger für den ganzen Rest, denkst du wirklich er würde sich wagen eine Affäre zu haben." Gokudera musste all seine Willenskraft zusammen nehmen, um nicht, einerseits los zu lachen und andererseits seinen Boss zu verteidigen.
" WAH ?!" war das Einzige, was aus dem nun rot angelaufenen Tsuna kam.
" Ja, ich weiß, wollt ihn nur Ärgern." grinste Reborn.

" Können wir zurück zum Thema kommen." seufzte der Decimo und lehnte sich zurück. " Sag, wie heißt du ?"
Das Mädchen blinzelte und lächelte dann: " Ich will es dir ins Ohr flüstern, die anderen Anwesenden hier dürfen nicht hören wie ich heiße, nur Papa darf."
" Öhm, ok."
"Jeay !" Das Mädchen sprang von ihrem Sitz hoch, rannte um den Schreibtisch und blieb neben Tsuna, der sich hin gehockt hatte, stehen. Sie lehnte sich zu Tsunas Ohr, öffnete jedoch nicht den Mund.
Bevor Gokudera auch nur reagieren konnte, explodierte es.

Seit das Mädchen in den Raum gekommen war, schrie Tsunas Hyper-Intuition regelrecht Gefahr. Doch es war keine lebensgefährliche, doch eindeutig eine Gefahr, die nicht besonders gefährlich ist.
Er wusste, es ist ein Fehler, dass Mädchen so nah an ihn herran zu lassen, doch was könne er tun ? Die anderen wären nicht gegangen, wenn er sie hinaus gechickt hätte. Das Mädchen wollte vor den andern nicht über sich sprechen und würde es nie tun, dies sah er in ihren Augen. Er könne immer noch ausweichen, wenn das Mädchen wirklich irgendwas vor hat. Doch was dann kam überraschte sogar ihn.
Das kleine Geschöpf hatte ein Box geöffnet und hielt nun deren Öffnung Richtung Tsuna. Er könne die Box wegschlagen, würde jedoch dabei wahrscheinlich das Mädchen oder Kyoko, die direkt neben ihm stand, verletzten. Und Ausweichen ? Wohin ? Der Schreibtisch an einer, seine Frau an anderer Seite. Die Zeit war dazu ebenfalls zu knap. All diese Gedanken geschahen in wenigen Sekunden und Tsuna schloss einfach nur die Augen.
Der Schmerz kam. Er wurde von einer Welle von Flammen erwischt und landete in seinem Regal. Das Holz brach, Blätter flogen im Raum umher.
Tsuna öffnete die Augen. Es war nicht so schlimm wie erwartet, doch noch immer tanzten, von dem Auprall, weiße Lichter um seine Augen. Er blinzelte ein paar mal und rieb sich den schmerzenden Kopf. Plötzlich packten ihn zwei Hände und hoben ihn aus den Trümern des Regals.
" Jyuudaime ?! Alles in Ordung ?" Gokudera hielt ihn fest, während sein Boss sich aufrichtete.
" Ja, ja, noch alles dran. Nur ein Eichenregal ist extrem hart."
" Ein Glück."
Tsuna sah sich um. Kyoko stand wie geschockt da, Reborn stand zwischen dem Mädchen und dem Decimo und zielte mit Leon auf sie.
Die Tür flog auf und Hausmädchen, Butler und einige Männer in Anzügen betraten das Zimmer. Alle Waffen in Händen. Alle !
Die Explosion war doch lauter wie erwartet, dachte Tsuna. Er sah sich um. Keiner rührte sich. Er seuftze, womit er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog.
" Gokudera, lass heraus finden wer sie ist !" Tsuna sprach in der von seinen Wächtern benannte Boss-Stimme.
" Hai, Jyuudaime."
" Reborn, bring sie zusammen mit ..." Er sah auf die Männer in Schwarz. " Konrad und seinen Kollegen in ein Gästezimmer und schließ sie ein. Kein Gewalt. Hört ihr, sie ist noch ein Kind."
" Hai, Decimo." antwortete Konrad.

" Wie bitte ? Wiederhole das nochmal."
" Es... Es gab ein Anschlag auf den Decimo." Graue Augen bohrten sich in den Boten, dieser schien kurz davor zu sein sich in die Hosen zu machen. Der Mann vor ihm drehte sich ohne ein weiteres Wort um und verließ den Raum.
Hibari stampfte durch die Gänge. Wer jetzt auch nur falsch Atmen würde, würde zerfleischt werden. Dummer Omnivore ! Dachte er grimmig. Wie es aus sieht muss ich dich dafür zerfleischen, dass du immer noch so schwach bist.

-Unbekannter Ort, Unbekanntes Universum-
" Kufufufuf, wie es aus sieht ist etwas interessantes in meiner Abwesenheit passiert." Der Ananaskopf steckte sich auf seinem Sofa. " Und es sieht auch so aus, als müsse ich Tsunayoshi jetzt für noch eine Sache mehr bestrafen." Ein typisches Grinsen zierte Mukuros Gesicht.

-back to Tsuna-

"Ah, Lambo. Wieso bist du die Wache ?" Tsuna stand vor der Tür wo das Mädchen eingeschlossen war. Zufällig wurde sie von seinem Blitzwächter beschützt.
" Zufall, Zufall. Sag gehts dir gut ? Ich hab gehört was geschehen ist." Sein Blick schweifte über die Pflaster und Binden.
" Nah, mir gehts gut. … Wie ist das Mädchen."
" Sie spricht nicht. Wir haben ihr den Ring und die Box abgenommen. Ansonten hatte sie keine Waffen bei sich."
" Ok, danke." Tsuna und Lambo betratten den Raum. Es war ein Gästezimmer für andere Mafialeute. Dementsprechend war es extrem Luxuriös. Das mysteriöse Mächen saß, einen Keks im Mund, auf dem Bett und aß.
" So." Tsuna zog einen Stuhl vor das Mädchen und setzte sich. " Dein Name lautet, Nelli Ottolio, du bist eine Tochter der Ottolio Mafia-Familigia und bist hier her gekommen um mich anzugreifen stimmts ?"
" Oh, woher weiß Papa das alles ?" fragte Nelli neugierig. Tsuna lächelte. Dieses Mädchen war noch so unschuldig. Sie tat nur dies, was ihre Familie von ihr wollte, doch sie war immer noch ein kleines Kind.
" Ich hab meine Quellen. Aber sag, warum tust du so etwas schreckliches ? Wer hat dir gesagt, dass du dies tun sollst." Das Lächeln des Mädchens verschwand. Tsuna bereute es gefragt zu haben.
" Vater meinte ich muss es tun, sonst würde er Mama umbringen." Plötzlich begannen die Tränen zu fließen. "Mama ! Hiii... Er will Mama umbringen, er ist nicht mein Vater... Mama! Nelli will so etwas nicht tun ! Er wird sie jetzt umbringen, hic, ich habe nicht Decimo getötet."
Tsuna tat dies, was seine Natur ihm sagte. Er nahm die Kleine in den Arm und tröstete sie. Nach zehn Minuten wurde es still. Er sah auf Nelli hinunter. Sie war vor Erschöpfung eingeschlafen.
Lambo hatte die ganze Zeit mit traurigen Augen zu gesehen. Das Mädchen erinnerte ihn so sehr an sich und auch Tsunas Verhallten war nostalgisch. Er erinnerte sich an die Zeiten, wo er selbst noch von Tsuna so getröstet wurde.
"Lambo."
" Was ist Tsuna-nii ?" Lambo war in der Phase, wo er immer zwischen den kleinen Bruder und dem erwachsenen Wächter hin und her wechselte.
" Am Samstag ist doch treffen der Bosse hier im Haus, nicht wahr ?"
" Ja."
" Schick eine persönliche Einladung an die Ottolio Familie. Ich hab da was mit ihnen zu besprechen."
Lambo grinste.

Später am Abend saßen Hibari, Tsuna, Mukuro, Gokudera und Lambo im Speisesaal und aßen. Es gab Hummer mit lauter komplizierten Soßen, komplizierten Gemüssen und Füllungen.
" Reich mir mal den Sake."
Ohne aufzusehen, griff Tsuna die Flasche und reichte sie Hibari.
" Kannst du nicht mal eine Pause machen, Jyuudaime ?"
" Nein, zu viel, muss fertig werden." War die einzige Antwort und ein rascheln von Blättern.
Während der Decimo weiter Unterschriften produzierte, tauschten die Butler den Hummer mit der Nachspeise aus. Es gab Speiseeis.
Mukuro und Hibari hatten einer ihrer typischen sinnlosen Konversationen und immer, wenn eine Tonfa oder ein Dreizack aufblitzten, sagte Tsuna nur: " Nach dem Essen, während des Essens Ruhe."
PUFF !
Die plötzliche pinke Rauchwolke zog die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich. Alle sahen auf den Platz wo Lambo saß.
Tsuna sprang auf, geht zum Stuhl und nimmt den verwirrt um sich sehenden kleinen 6-jährigen Lambo auf den Arm.
" AH, HIJAJAJA, dir ist es erlaubt, den großen Lambo-sama hoch zu nehmen." brüllte der kleine Afro.
" Na Lambo." Es war lange her seit Lambo das letzte mal die 10-Jahres Bazooka benutzt hatte und es sind zu viele Jahre vergangen, als das sich Tsuna erinnerte, warum es dieses mal gewesen war.
" Niyahaaha, großer Lambo-sama will was essen !"
" Hier." Tsuna schob dem Kleinkind das Speiseeis des erwachsenen Lambos hin. Klein Lambo, begann fröhlich zu essen.
Tsuna betrachtet stumm den glücklichen Lambo, wie er sich mit Baka-dera stritt. Dann sagte er leise aber ernst.
" Man sollte Kindern nichts tun lassen was sie nicht wollen oder sie bedrohen. Das ist einfach nur feige." Ein seltenes kaltes Lächeln zog sich auf Tsunas Lippen. Selbst Hibari und Mukuro mussten kurz schaudern.
Wer auch immer diese Familigia ist, sie haben ein Fehler begangen, sie haben Tsuna wütend gemacht.