A/N: Hey! Tut mir leid, für die lange Wartezeit, ich wollte dieses Kapitel eigentlich schon Mittwoch fertig haben, aber ich hatte einfach keine Zeit:( sorry... Außerdem sollte dieses Kapitel eigentlich den ganzen Dinner-Abend umfassen, aber es wurde einfach zu lange, weswegen ich beschlossen haben, den zweiten Teil im Laufe der nächsten Woche hochzuladen (wenn ich Zeit habe, heißt das:)

Danke für die lieben Reviews zum letzten Kapitel, und mel, hier ist Darcy;) danke auch an den anonymen Gast für die ausführliche Rückmeldung;) das mit Wickham hab ich so noch nie betrachtet, aber es hat Sinn, ich denke zwar nicht, dass Lizzie sich hier in Wickham reinsteigert, weil sie eigentlich auf Darcy steht, sie tut es mehr um sich selbst (und Charlotte) etwas zu beweisen, aber ich stimme dir zu, insofern, dass Wickhams tragische Story sie viel mehr für ihn einnimmt, weil sie so stark gegen Darcy geht;) Storytime kommt jedoch erst ein bisschen später, die beiden wissen ja noch nicht, dass sie beide Darcy kennen;) "dunkel" und "psychotisch" kann ich als Adjektive zwar verstehen, ich weiß nur nicht, ob "labil" ein Wort ist, um Lizzie zu beschreiben, ich finde sie ist eine ziemlich starke Persönlichkeit, das wird später noch deutlicher;) aber trotzdem Danke für die Review;

Soundtrack: The Dirt Whispered - Rise Against

Disclaimer: Hab neulich einen neuen Perso bekommen, nope, bin immer noch nicht Jane Austen;)


Kapitel 9

Ein Dinner Part 1: Von Serienkillern und Hustenanfällen

Als Jane anrief, saß Lizzie im Schneidersitz im steinernen Rondell vor der British Library, ihre nassen Haare mit einem blauen Pashmina-Schal mit Goldmuster hochgesteckt und umwickelt.

Sie war froh, dass Charlotte „dringende Sachen, die noch erledigt werden müssen" eingefallen waren und sie sie nicht begleitet hatte, auch wenn Charlotte diese Angelegenheiten nicht weiter spezifiziert hatte.

Sie starrte ein paar Minuten auf das blinkende und leuchtende Handy, fragte sich, ob Software Designer die Anzeigen eigentlich absichtlich so gestalteten, dass man ein schlechtes Gewissen hatte, nicht anzunehmen, bevor sie den grünen Hörer drückte und das Handy ans Ohr hielt.

„Hallo, Janie. Was gibt's?", fragte sie und versuchte so ausgeglichen wie möglich zu klingen, obwohl sie es nicht mochte, gestört zu werden, wenn sie an ihrem Lieblingsplatz war.

„Lizzie? Lizzie, kannst du mich hören?!", schrie Jane nahezu durch den Lautsprecher und Lizzie verzog unverzüglich das Gesicht und hielt das Handy auf Armlänge von sich, manchmal hatte Janes Stimme definitiv Ähnlichkeit mit der ihrer Mutter.

„Natürlich kann ich dich hören", erklärte Lizzie ein wenig indigniert, erleichtert, dass außer ihr nur eine alte Dame und zwei Touristen mit einer riesigen Straßenkarte in dem Rondell saßen, die ihr gottseidank keinerlei Aufmerksamkeit schenkten.

„Oh, gut", hörte sie Janes erleichterten Seufzer und Lizzie musste unwillkürlich lächeln.

„Wie war dein Vorstellungsgespräch?", fragte sie und zog ihre Knie zur Brust.

„Gut", antwortete Jane und es hörte sich an, als würde sie mit diesem einen Wort einen ganzen Seufzer ausstoßen, obwohl das schwer zu erkennen war, bei dem ganzen Rauschen, das ihre Stimme begleitete. „Es war wirklich großartig, der Direktor war sehr freundlich und was ich von der Schule gesehen habe, gefällt mir wirklich sehr gut. Stell dir vor, Lizzie, die haben sogar ein Integrations- und Förderprogramm für geistig behinderte Kinder, sowie regelmäßig stattfindende Mal- und Kreativkurse!"

„Na das hört sich wirklich nach einer Grundschule an", murmelte Lizzie mit einem Grinsen.

„Was hast du gesagt?", fragte Jane erneut lauter als nötig, ihre Schwester hatte die angenehme Fähigkeit Dinge, die ihr nicht gefielen, oft einfach nicht zur hören, ob es Absicht war oder eine bloße Fügung, da war Lizzie sich nicht so ganz sicher.

„Nichts", versicherte sie Jane schnell und dann mit einem Lachen: „Sag mal sitzt du in einem Schneesturm oder so etwas?"

„Nein, wie kommst du darauf?", fragte Jane verwirrt.

„Na, es hört sich zumindest so an", grinste Lizzie. „Ich wollte schon fragen, ob Charlie dich in die Antarktis entführt hat, damit ihr ein bisschen Zweisamkeit genießen könnt."

„Lizzie!", zischte Jane und Lizzie verdrehte die Augen. „Jetzt geht das schon wieder los...:"

„Lizzie, sei ein bisschen höflicher, wir-"

„Wieso? Ist doch ganz logisch", unterbrach sie ihre Schwester. „Bei all den Hausgästen die ihr momentan habt, muss es euch doch dürsten nach-"

„Lizzie!", die Stimme ihrer Schwester wurde noch schriller und Lizzie musste grinsen, weil Jane sich so echauffierte. „Guck mal, mit Darcy und Caroline in einer Wohnung würde mir auch bald die Decke auf den Kopf fallen."

„Lizzie-", begann ihre Schwester erneut, doch diesmal wurde sie von einer anderen Stimme unterbrochen. „Hey, Miss Bennet!"

„Charlie?", fragte Lizzie überrascht, als sie die Stimme von Janes Freund erkannte.

„Ja, ich bin's, dachte, du solltest vielleicht wissen, dass du momentan auf Lautsprecher läufst und wir dich ziemlich gut hören können."

„Wer genau sind „wir"?", fragte Lizzie vorsichtig und sie spürte Hitze in ihren Kopf aufsteigen.

„Oh, Jane, ich und Darcy..."

„Jane!", rief Lizzie entsetzt. „Warum hast du mir das nicht gesagt?"

„Ich hab's versucht", begann Jane zu erklären, „aber du hast mich nicht aussprechen lassen!"

„Ich hab dich nicht aussprechen lassen?", wiederholte Lizzie und schreckte mit ihrem Ausruf beinahe die alte Dame auf, die das Mädchen mit dem Schal um den Kopf entrüstet ansah. „Das ist das Erste, was man sagt, wenn man ein Gespräch beginnt, das noch zwei andere Personen mitbekommen! Waren die vier Worte: „Lizzie, du bist auf Lautsprecher" etwa zu viel verlangt?"

„Das waren fünf Wörter", warf Charlie ein.

„Pronomen zählen nicht; Charlie", erwiderte Lizzie und sortierte ihre Beine wieder in einen Schneidersitz.

„Seit wann zählen Pronomen nicht?", fragte Jane irritiert. Charlie lachte. „Seit Lizzie vergessen hat es mitzuzählen."

„Hey, verrat mich nicht, Charlie", empörte sich Lizzie. Charlie lachte. „Sorry, Liz."

„Urgh, und nenn mich bitte nicht Liz", bat Lizzie und zog eine Grimasse.

„Ist dir Eliza lieber?", fragte Charlie immer noch lachend. Kannte der Typ eigentlich noch andere Gemütszustände?

„Wenn du gerne das Innere einer Gerichtsmedizin sehen würdest", erwiderte Lizzie nonchalant und Charlie lachte erneut – ehrlich, allmählich wurde das gruselig, was zum F. Scott Fitzgerald nahm der Typ?

„Wo ist Caroline nebenbei bemerkt?", fragte sie, um das Gesprächsthema allmählich wieder in normale Bahnen zu lenken.

„Sie schläft", erwiderte Charlie und auch wenn Lizzie sein Gesicht durch das Telefon nicht sehen konnte, hörte es sich an, als amüsierte ihn das ungemein – naja, beinahe alles amüsierte Charlie ungemein, also träfe in dem Fall wohl eher das Wort „Schadenfreude" zu.

„Sie schläft?", wiederholte Lizzie erstaunt. „Aber es ist fast vier Uhr nachmittags!"

„Also wenn ich mich recht erinnere, schaffst du das auch, Lizzie", ermahnte Jane sie.

Lizzie schnaubte. „Ja, aber ich steh nicht zwischenzeitlich komplett geschminkt auf und esse Früchte drapiert auf der Oberfläche eines Esstisches... Obwohl ich einmal auf der Arbeitsfläche in unserer Küche eingeschlafen bin..."

„Das klingt interessant", erwiderte Charlie lachend. „Auch komplett geschminkt und mit Früchten?"

„Geschminkt ja, weil ich vergessen hatte, es abzumachen und mit Früchten, weil Charlotte mir die Ananas, die sie am Tag vorher gekauft hatte, in den Arm gedrückt und mich dann fotografiert hat..." Lizzie schüttelte den Kopf und verzog die Miene bei dem Gedanken an die Nacht, die dem vorangegangen war.

„Benutzt Charlotte das Foto immer noch als Drohmaterial?", fragte Jane mitfühlend, während Charlie sich vor Lachen gar nicht mehr beruhigen konnte.

„Jaaa", machte Lizzie und verzog das Gesicht. „Ich werde entweder demnächst ihren Laptop hacken oder sie umbringen müssen, so kann es nämlich einfach nicht weitergehen..."

„Suchst du einen Profikiller, Lizzie?", fragte Charlie.

„Ja, hast du Kontakte?" Sie hörte ein Schnauben, irgendwo in der Mitte des Rauschens und sie war sich ziemlich sicher, es war Darcy.

„Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen, Lizzie, das ist nicht ganz meine Szene", erwiderte Charlie gutmütig und sie lachte. „Das wäre aber auch erschreckend gewesen."

„Ja", warf Jane trocken ein. „Und ich hätte mich fragen müssen, mit wem ich da zusammengezogen bin."

„Charles Manson?", schlug Lizzie vor, ein halbes Grinsen auf dem Gesicht.

„Wohl eher Patsy Adams", drang Darcys Stimme an ihr Ohr und sie spürte, wie eine Gänsehaut ihren Nacken hinauf kroch. „Manson war ein Serienkiller."

„Ja, aber Adams lebt im Exil in Spanien", gab Lizzie zurück und verdrehte die Augen.

„Und Manson sitzt zur lebenslangen Haftstrafe in einem Gefängnis in den USA", erwiderte Darcy knapp.

„Hmm, also wenn ihr entschieden habt, ob ich nun ein Killer der Mafia oder ein psychopathischer Beatles-Fan bin, können wir dann zu unseren Plänen für den Rest des Tages kommen?", warf Charlie ein.

„Klar, Charlie, schieß los", ließ Lizzie verlauten ohne darüber nachzudenken, was sie da sagte und es dauerte eine Weile, bis Jane und Charlie sich so weit wieder beruhigt hatten, um fortzufahren.

„Also, was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass wir Janes erfolgreiches Bewerbungsgespräch, unseren Besuch im Möbelladen und ihren generellen Einzug mit einem kleinen Essen feiern wollen", erklärte Charlie schließlich und sie hörte Janes Lachen verhalten durch die Lautsprecher klingen. „Es ist noch nicht klar, ob es erfolgreich war, Charlie", mahnte Jane mit einem Kichern.

„Natürlich war es das!", tönte Charlie, und dann leiser. „Wer würde dich nicht wollen, mein Engel?"

Lizzie verzog das Gesicht bei all dem Süßholz, das aus dem Telefon fiel und sie versuchte sich Darcys Gesicht vorzustellen, während er in einem Auto mit den Turteltauben saß.

„Nur um das noch mal klarzustellen", unterbrach sie das Liebesgeflüster. „Ihr sitzt jetzt alle drei in einem Auto?"

„Ist das so ungewöhnlich?", fragte Charlie schmunzelnd.

„Ne, ich versuche mir nur gerade vorzustellen, wer von euch dreien auf der Rückbank sitzt", erklärte Lizzie und starrte hinauf in den blauen Himmel über London.

„Ich. Wieso?", meldete sich Charlie und Lizzie lachte leise auf. „Was, Darcy, du hast ihm nicht den Fahrersitz überlassen?", spottete sie.

„Es ist mein Auto, Miss Bennet", gab Darcy missgelaunt zurück.

„Oh, hat es die Nacht auf einem fremden Parkplatz überlebt?", fragte sie neugierig. „Hat es kein Heimweh gehabt?"

„Es hat die Nacht gut überstanden, Miss Bennet", knurrte Darcy zurück.

„Freut mich zu hören", erwiderte Lizzie mit einem Grinsen, das Darcy nicht sehen konnte. „Und außer dir kann das niemand fahren?"

„Ich bevorzuge es nicht."

Lizzie schnaubte und murmelte etwas, das sich anhörte wie „Männer".

„Wie auch immer", warf Jane bemüht fröhlich ein und Lizzie konnte sich plötzlich ziemlich gut vorstellen, wie ihre ältere Schwester auf dem Beifahrersitz hockte und unbehaglich abwechselnd das Telefon und Darcy beobachtete, als würde gleich eines von beiden zuschnappen und sie beißen. „Wir wollen ins „Heaven", Lizzie", fügte sie dann noch erklärend hinzu.

„Das Szenerestaurant?", rief das Mädchen mit dem Schal um den Kopf erstaunt aus, was die alte Dame in Rosa wieder auf den Plan rief, die nun wütend mit ihrem Spazierstock in Lizzies Richtung fuchtelte.

„Kennen Sie es?", fragte Darcy in seinem wie üblich herablassenden Tonfall.

„Klar, Darcy, ich geh da jeden Mittwoch essen, gleich nachdem ich mich bei Prada und Gucci eingedeckt habe", erwiderte Lizzie und verdrehte die Augen.

„Charlie hat dort einen Tisch für acht Uhr reserviert und wir wollten fragen, ob du mit uns kommen willst", sagte Jane dann schnell, verzweifelt bemüht einen Themenwechsel voranzutreiben.

„Für acht Uhr! Mann, Mann, Mann, Charlie, du bist ja ein richtiger Rebell!", stichelte Lizzie und brachte Charlie damit erneut zum Lachen. „Wenn Caroline das hören würde", sinnierte er, „aber eigentlich gebührt der Dank Darcy, er hat uns die Reservierung besorgt!"

„Was?", rief Jane aus. „Du hast mir gesagt, du wärst es gewesen!"

„Charlie profiliert sich gerne", erwiderte Darcy und Lizzie hörte, wie der Motor lauter wurde.

„Und du hilfst ihm gerne dabei?", warf Lizzie ein, doch Darcys Antwort wurde von Jane abgeschnitten die ihren Freund fragte, warum er ihr das nicht gleich gesagt habe. Lizzie kannte diesen Tonfall, wenn Jane ihn jetzt auch noch mit einem Blick aus ihren großen, blauen Augen mischte, dann war das schlechte Gewissen unvermeidlich.

Und auch bei Charlie schien das zu funktionieren, denn er klang ungewöhnlich kleinlaut, als er Jane versicherte, er habe sie nicht anlügen wollen. Ihre gegenseitigen Beteuerungen wurden immer süßer und Lizzie spürte den allseits bekannten Würgereiz wieder in sich aufsteigen.

Offenbar ging es Darcy nicht anders.

„Bingley, kannst du dich bitte auf das Gespräch konzentrieren", forderte er auch dann ungehalten seinen Freund auf und Lizzie konnte nicht anders, als die Augen zu verdrehen.

„Ja, ja natürlich", beeilte sich Charlie zu sagen. „Also, wie gesagt, wir würden uns freuen, wenn du mit uns zusammen essen gehen würdest, Lizzie. Um Acht im „Heaven" Ich zahle."

„Wie könnte ich da widerstehen", erwiderte Lizzie schmunzelnd und sah den Touristen zu, die nun ihr Mittagessen auspackten, sehr zum Unwillen der Dame in Rosa.

„Klasse!", rief Charlie aus und Lizzie stellte sich vor, wie er nun aufgeregt in seinem Sitz auf und ab hüpfte wie ein kleiner Junge.

„Super!", rief auch Jane im gleichen Tonfall. „Und zieh dir was Angemessenes an, Lizzie."

„Warum zur Hölle sagen mir das alle Leute?!", rief Lizzie irritiert aus und schreckte damit die anderen drei Besucher des Rondells auf, die alte Dame fuchtelte wieder mit ihrem Stock in der Luft herum. „Was denkt ihr, was ich tun werde? Im Catsuit in einem der teuersten Restaurants der Stadt aufkreuzen? Mit Stickern auf meinen Brüsten und einer Federboa Tango tanzen?"

„Lizzie...", begann Jane, während Charlie vor sich hin kicherte. Er kicherte wie ein Mädchen. Darcy sagte nichts.

„Sag nichts, Jane, das hat mich jetzt tief getroffen. Nur weil ich einen Schal um meinen Kopf wickele, wenn meine Haare nass sind, heißt das nicht, dass ich kein Stilbewusstsein besitze."

„Du trägst einen Schal um den Kopf?", wiederholten Jane und Charlie gleichzeitig.

„Was? Es ist ein hübscher Schal", verteidigte sich Lizzie und zupfte an den Fransen neben ihrem Ohr.

„Es ist ein Schal", erwiderte Charlie in dem Moment, in dem Jane entsetzt ausrief: „Doch nicht etwa der blaue Pashmina-Schal, den ich dir zum Geburtstag geschenkt habe, oder?"

„Nein, Jane", erwiderte Lizzie ernsthaft. „Ich habe genauso einen blauen Schal mit goldenem Muster in Camden Town gekauft nur um ihn mir um den Kopf zu wickeln."

„Lizzie!", rief Jane aus.

„Das ist mein Name", gab Lizzie zurück, bevor ihr das Gespräch ein wenig zu sinnlos wurde. „Sagen wir, wir treffen uns um acht im Restaurant und ich verspreche ordentliche Klamotten anzuziehen, in Ordnung?"

„Alles klar, Lizzie", rief Charlie, bevor Jane sich mit einer erneuten Ermahnung verabschiedete und das Schweigen, das danach folgte, interpretierte Lizzie als Darcys Abschiedsgruß.


Lizzie Bennet war zu spät, als sie um Viertel nach Acht die überfüllte Straße zum „Heaven" hinauflief.

Sie hatte sich, wie Janes es sich gewünscht hatte, „ordentlich" angezogen, vielleicht nur nicht ganz in dem Sinne, wie Jane es vielleicht gemeint hatte, aber Lizzie kannte sich in London gut genug aus, um zu wissen, dass das „Heaven" kein besonders konservativer Laden war, wenn auch einer der teuersten überhaupt, und keine Abendkleidung als Eintrittskarte verlangte.

Wie auch immer, ihrer Schwester zuliebe hatte sie sich heute Abend ein wenig mehr Mühe mit ihrer Erscheinung gegeben, auch wenn ein Gutteil davon aus Charlottes Schrank gestohlen war.

Sie trug einen flatternden schwarzen Rock, gemusterte Strumpfhosen und Strümpfe mit Spitzenrand die aus ihren Stiefeln lugten, dazu ein langärmeliges, dunkelblaues Print-Shirt und eine ganze Reihe rasselnder Armbänder, die in den Lichtern der Autos und Geschäfte blitzten und blinkten.

Sie hatte sogar ihre Haare aufgesteckt (nachdem sie den Schal abgenommen hatte, waren die kaum mehr zu bändigen gewesen) und in das kunstvolle Chaos in ihrem Nacken hatte sie eines ihrer silbernen Armbänder hineingewebt.

Lizzie war kein großer Fan von , ein bisschen Mascara um die Augen, Eyeliner, wenn sie in der Stimmung war und das war's, sie mochte es nicht irgendeine Art von Paste auf ihrer Haut kleben zu haben, die sich dann noch auf Hände und Kleidung verteilte, wenn sie nicht aufpasste. Gleiches galt für Lippenstift, sie hatte noch nie einen Typen getroffen, der es mochte, rote Farbe über seinem Gesicht verteilt zu haben und sie genoss den Geschmack auf den Lippen auch nicht gerade.

Sie ging ruhigen Schrittes die Straße entlang, genoß die frische, für Oktober vergleichsweise warme Luft, die es ihr ermöglichte nur eine dünne Jacke über ihrem Outfit zu tragen und hatte es nicht eilig das Restaurant zu erreichen. Ein Abend mit Darcy und Caroline? Da war selbst ein Abend mit Craigs Ballerspielen besser.

Mit einem Seufzen erklomm sie die paar Stufen hoch zum „Heaven", dankbar dafür diesmal keine lächerlich hohen Schuhen angezogen zu haben. Sie warf dem Türsteher ein Lächeln zu und fragte nach dem Tisch unter dem Namen Darcy, zu dem sie dann auch prompt geführt wurde, während sie ein wenig staunend das Innere des Restaurants betrachtete, mit den unglaublich hohen Decken, die einen Sternenhimmel zu imitieren schienen und Wänden, deren nackter Beton in blau und weiß angestrichen worden war. Die dunklen Tische mit den lilafarbenen Windlichtern waren teilweise durch riesige, von der Decke hängende Stoffbahnen in Blau und Weiß abgetrennt und Lizzie begriff, woher das Restaurant seinen Namen hatte.

Wie zu erwarten nach ihrer viertelstündlichen Verspätung, waren die anderen allesamt schon anwesend. Jane lächelte erleichtert, als sie Lizzie erblickte und stand auf, um sie zu begrüßen, Charlie tat es ihr gleich, während Caroline in einem etwas freizügigen, türkisfarbenen Kleid ihr bloß mit einem verächtlichen Ausdruck auf dem Gesicht zunickte, Darcys Blick dagegen schien irgendwo an ihren Handgelenken stecken geblieben zu sein und auch er, in Hemd und Krawatte (Gott sei Dank nicht die mit den Entchen), nickte bloß, als sie sich setzte.

„Nun Eliza", begann Caroline mit einem süßlichen Lächeln, das Lizzies Zähne schmerzen ließ. „Ist das Zuspätkommen eine Gewohnheit von dir?"

„Tja, solange der Londoner Untergrundverkehr nicht pünktlicher wird, bleibt mir nicht viel anderes übrig, Carol", gab Lizzie zurück und schlug die Karte auf, die der Kellner ihr hinhielt. „Die Northern-Line hatte irgendwo auf der Strecke einen Stromausfall", fügte sie erklärend hinzu, als sie Janes fragende Miene sah. „Nichts ernstes, aber Verspätungen wie üblich."

Jane nickte, während Caroline Lizzie mit offenem Mund entsetzt ansah.

„Du fährst mit der U-Bahn?!", rief sie dann entsetzt aus und Lizzie erinnerte sich wieder daran, warum sie Caroline nicht mochte, ihre Stimme zerriss Trommelfelder.

Auch Darcy schien bei ihrem Ausruf zusammenzuzucken, doch der Blick über seine Speisekarte hinweg schien ähnlich entsetzt zu sein, wie der von Caroline.

„Ohne Auto bleibt mir nicht viel anderes übrig, um von A nach B zu kommen, oder?", gab Lizzie mit einem Lächeln zurück. „Keine Angst, Carol", fügte sie hinzu und tätschelte das mit teurem Schmuck versehene Handgelenk der Blondine. „Sie holen dort nur manchmal die Messer raus und nach dem dritten Mal tut es nicht so weh."

Charlie lachte leise bei dem Kommentar, während Jane auf Lizzies anderer Seite ihrer Schwester gegen das Schienbein trat, was diese bloß mit einem süffisanten Lächeln erwiderte.

Darcy schien die Bemerkung ebenso wie Jane nicht besonders witzig zu finden, doch er sah vom Schienbeintreten ab und räusperte sich bloß. „Ich dachte, sie besäßen ein Auto, Miss Bennet", sagte er steif und sah sie aus dunklen Augen an.

„Ist nicht meins", erwiderte Lizzie bloß, während sie die Karte begutachtete, viel zu viele Sachen mit viel zu komplizierten Namen und viel zu hohen Preisen ihrer Meinung nach.

„Oh, hast du es gestohlen, Eliza?", fragte Caroline sogleich und Lizzie, die gehofft hatte, Carol für den Moment zum Schweigen gebracht zu haben, sah widerwillig von der Karte auf.

„Ja, es stand Freitag vor meiner Haustür und als keiner der Nachbarn hinsah, hab ich das Fenster eingeschlagen und den Motor kurzgeschlossen", antwortete sie mit einem Grinsen, das zu einem Seufzen wurde, als sie Janes Miene sah. „Es gehört einem Freund von mir", erklärte sie dann, was Carolines blassblaue Augen aufleuchten ließ.

„Oh, was für eine Art von Freund?", fragte sie aufgeregt und wackelte mit den Augenbrauen.

„Ein Freund", sagte Lizzie übermäßig deutlich und wünschte sich, dass Jane gerade vielleicht nicht ganz so sehr damit beschäftigt wäre, gemeinsam mit Charlie aus einer Karte zu lesen. „Ich kann den Namen bloß nicht verraten, weil Darcy sonst eine Anzeige wegen Parkplatzdiebstahls ausfüllt."

„Sie wissen genau wie ich, dass ein solcher Straftatbestand nicht existiert, Miss Bennet", erwiderte Darcy ohne Caroline anzusehen, die ihn mit ihren Augen beinahe aufzuessen schien, ein Umstand, der Lizzie ungemein amüsierte.

„Das hat sich Freitag aber noch ganz anders angehört", gab Lizzie zurück und richtete ihre irritierend grünen Augen auf Darcy, in einer sonst wie gelungenen Imitation Carolines.

Sie schmunzelte und biss ein Lachen zurück, als der Professor anfing ein wenig unbehaglich auf seinem Sitz hin und her zu rutschen und an seinem Krawattenknoten zu hantieren.

„Und habt ihr euch schon entschieden?", warf Charlie in dieser Sekunde ein, Janes und seine Wangen auffällig rot.

Für Caroline schien das ein gelungener Themenwechsel zu sein, denn sie begann lautstark darüber zu lamentieren, dass sie in diesem Restaurant nichts anderes als einen Salat essen würde, da sie auf ihre Ernährung zu achten habe und man auf gar keinen Fall die hausgemachten Spaghetti nehmen dürfte, denn das seien Kalorien pur.

Lizzie, die auch erst überlegt hatte, einen Salat zu nehmen, einfach aufgrund der Tatsache, dass sie schon Chinesisch zum Mittagessen hatte, entschloss sich kurzerhand den Nudelteller zu bestellen, einfach um zu sehen, wie Caroline das aufnahm.

Sie war mehr als erstaunt, als Darcy dasselbe nahm.

Nachdem der Kellner ihre Bestellungen aufgenommen und ihre Getränke gebracht hatte (Wein für alle bis auf Darcy), trat eine Pause im Gesprächsfluss ein und Lizzie, die keine Lust hatte erneut das Ziel von Carolines Kommentaren zu sein, begann Jane und Charlie nach ihrem Nachmittag im Möbelhaus zu befragen und sie hörte zu, während die beiden von neuen Lampen und anderen Innendekorationen sprachen mit denen sie ihre Wohnung verschönern wollten.

Caroline schien dieses Thema weitaus interessanter zu finden, als Lizzie und sie stürzte sich mit Inbrunst in die Diskussion darüber, ob neue Lampen im Essbereich eine gute Idee wären.

Lizzie sah die Verzweiflung in Janes Augen, während Caroline, wild mit ihrem Weinglas gestikulierend und mit einer immer schleppender werdenden Stimme, Jane über die Vorzüge von venezianischem Glas aufklärte – Lizzie vermutete, dass das nicht der erste Drink war, den Caroline an diesem Tag zu sich nahm – Jane nickte und lächelte, aber ihr Blick huschte zu ihrer kleinen Schwester und Lizzie versuchte ein Thema finden, um Caroline abzulenken, als ihr Blick sich mit dem von Charlie kreuzte, der nur wortlos nickte, bevor er die Stimme hob und erfolgreich Caroline abschnitt.

„Und wie sieht es aus, Lizzie? Bist du mit deinem Essay fertig geworden?", fragte Charlie mit einem Lächeln und legte seine Hand auf Janes, die diese erleichtert drückte.

Lizzie lächelte, während Caroline sich mit einem „Huff" ihrem Weinglas zuwandte. „Alles fertig und druckbereit", erwiderte sie und zwinkerte Charlie zu.

„So schnell?", warf Darcy ein und sah von seinem Handy auf, hinter das er sich geflüchtet hatte, nachdem der Kellner ihm die Karte weggenommen hatte.

„Es war schon heute Morgen fertig", erklärte Lizzie mit einem Schulterzucken und nahm einen Schluck von dem Wein. „Musste nur noch abgetippt werden."

„Warum hast du das denn nicht gleich gesagt, Lizzie?", rief Charlie aus, bemüht das Gespräch am Leben zu erhalten, um Caroline von Jane fernzuhalten. „Dann hätte ich deinen Professor nicht so anbetteln müssen."

Lizzie grinste schelmisch. „Ich wollte bloß sehen, ob Darcy ein Herz hat", erwiderte sie und warf mit einem Klirren ihrer Ohrringe den Kopf ein wenig zurück.

Charlie schnaubte. „Da wäre es einfacher gewesen ihn umzubringen und zu sezieren", gab er mit einem Grinsen zurück, das Darcy bloß mit einer hochgezogenen Augenbraue quittierte, bevor er, die Gefahr spürend, sein Handy wieder aufklappte, als Caroline sich zu ihm lehnte.

„Jane, bist du wirklich sicher, dass dein neuer Mitbewohner kein Killer der Mafia ist?", fragte Lizzie kopfschüttelnd, Jane lachte und drückte Charlies Hand. Der schüttelte ebenfalls lachend den Kopf.

„Ich bin Kinderarzt, Lizzie, find dich damit ab."

„Ja, das müssen wir alle...", murmelte Caroline in ihr Weinglas und schuf damit eine dieser wunderschönen Gesprächspausen, die sich anfühlen, als habe jemand die Luft aus einem Ballon gelassen, Darcy und Charlie sahen Caroline missbilligend an, die in ihr Weinglas starrte, während Jane hilflos Lizzie um Rat bat. Die schüttelte bloß den Kopf, bevor sie Caroline das Weinglas aus der Hand nahm und es gegen Darcys Wasserglas tauschte.

„Zu viele Kalorien", sagte sie bloß, als Caroline sie mit offenem Mund und glasigen Augen ansah. „Trink lieber Wasser, wenn du deinen Ernährungsplan einhalten willst."

Caroline machte eine hilflose Geste in Darcys Richtung, doch der hatte geistesgegenwärtig den letzten Rest aus dem Glas hinuntergeschluckt und es außerhalb ihrer Reichweite platziert, wohlweislich Carolines protestierenden Gesichtsausdruck und die halb auf den Tisch gelegten Hände ignorierend, die sie aussehen ließen, wie ein Kind, dem man seinen Lolli geklaut hat.

„Wie ist denn die Studie gelaufen?", fragte Jane, bemüht von Caroline abzulenken, die nun auf den Tisch starrte, da, wo vorher ihr Weinglas gestanden hatte. Charlie sah sie dankbar an.

„Gut", erwiderte Lizzie. „Ich hab den ganzen Kopf mit Gel zugespritzt gekriegt und Charlotte war so fies, das ganze heiße Wasser aufzubrauchen, aber sonst ist es gut gelaufen, alle Elektroden haben funktioniert und auch die Präsentationen liefen ohne Fehler."

„Das ist gut", sagte Jane und lächelte.

„Ja, das ist es", murmelte Lizzie leise und dachte über George, den Vampir-Typen nach, der ihr seine Telefonnummer gegeben hatte, nachdem sie ihm gesagt hatte, sie kenne ihre nicht auswendig. Der Bon, auf dem er sie notiert hatte, steckte immer noch in ihrer Jeans zu Hause.

„Um was für eine Studie handelt es sich denn?", fragte Darcy plötzlich und als Lizzie aufsah, merkte sie, dass der Professor sie unverhohlen anstarrte.

„EEG", antwortete sie ein wenig einsilbig, in Gedanken immer noch bei dem Bon in ihrer Hosentasche. Währenddessen starrte Charlie eindringlich Carolines leicht gesenkten Kopf an, als könnte er allein mit seinem Blick seine Schwester zur Vernunft bringen.

„Die aus der Inneren Medizin?", fragte Darcy, eine Augenbraue hochgezogen und Lizzie spürte, wie sich etwas in ihrem Magen zusammenzog. „Aber deren Teilnehmer sind alle mindestens sechzig, wenn nicht älter."

„Vielleicht hat Lizzie uns ja etwas vorenthalten", flachste Charlie, doch sein Lächeln war gezwungen.

„Nein", erwiderte Lizzie ohne ihren Blick von Darcy abzuwenden. „Nicht Medizin, ich-"

Doch sie kam nicht dazu den Satz zu beenden, denn genau in dem Moment kam der Kellner mit ihrem Essen und Caroline hob schlussendlich ihren Blick, als ihr der Teller Salat vor die Nase gestellt wurde – Lizzie fand sie sah aus wie ein desillusioniertes Kaninchen und wartete nur noch darauf, dass ihre Augen anfingen sich zu drehen.

Während des Essens hielten Jane und Charlie mit ihrer Diskussion über ihre morgigen Pläne das Gespräch am Leben und sie luden sowohl Darcy, als auch Lizzie ein, mit ihnen hinunter zu den Kensington-Gardens zu fahren. Beide lehnte ab, Darcy, weil er vorgab arbeiten zu müssen, Lizzie, weil sie keine Lust hatte einen ganzen Tag mit dem liebeskranken Paar zu verbringen, wenn die einzigen Puffer Caroline oder noch schlimmer, Darcy waren.

Caroline schien währenddessen allmählich wieder aufzuleben, die paar Salatblätter die sie sich, zerteilt mit ihrem Messer, in den Mund schob, schienen ihren Teil dazu beizutragen.

„Und Lizzie", fragte Charlie nach einer Weile, in der er mit Jane hin und her diskutiert hatte, was sie alles in Kensington unternehmen wollten, begleitet von einem Darcy, der mit Eismiene seine Nudeln traktierte, während Caroline Blättchen um Blättchen in ihren Mund schob. „Weißt du schon, was du machen willst, wenn du dein Studium abgeschlossen hast?"

Lizzie, die gerade ein paar Nudeln um ihre Gabel gedreht hatte, sah auf und schüttelte lächelnd den Kopf. „Sorry, Charlie, ich hab leider noch keinen Plan ausgearbeitet."

„Warum verwundert uns das nicht?", murmelte Caroline dazu, was ihr von Charlie und Darcy eisige Blicke einbrachte, während Jane die Stirn runzelte und Lizzie sich bloß erheitert ihre Nudeln in den Mund schob.

„Wissen Sie denn schon, in welchen Teil der Medizin Sie gehen wollen?", fragte Darcy und sie spürte wieder seinen Blick auf ihr.

„Auf keinen Fall in die Forschung", erwiderte Lizzie trocken. „Oder in den akademischen Bereich, das ist schon mal sicher."

Darcy nahm die Bemerkung bloß mit einem Nicken auf.

„Hast du denn Vorlieben, was bestimmte Bereiche betrifft, Lizzie?", fragte Charlie, während er Caroline aus dem Augenwinkel beobachtete.

„Hmm, Pädiatrie kommt definitiv in Frage", sinnierte Lizzie mit einem Lächeln, während sie ihr Weinglas gedankenverloren in der Luft pendeln ließ, Caroline beobachtete es mit einem hungrigen Ausdruck auf dem Gesicht. „Eventuell Neuro, aber ich bin so ziemlich offen für alles."

Ein Schnauben. „Das wissen wir..." Wieder Caroline, die sich nun mit einem verschwörerischen Lächeln zu Darcy lehnte.

„Du solltest vielleicht einen Schluck Wasser trinken, Caroline", sagte dieser bloß und reichte ihr mit einem missbilligenden Gesichtsausdruck das Wasserglas, das die Blondine mit einem Klimpern und einem gehauchten „Danke, William" annahm. Oh ja, Caroline Bingley kehrte allmählich wieder unter die Lebenden zurück.

„Hast du nicht bald wieder Praktikumsphase, Lizzie?", fragte Jane, während sie beruhigende Kreise auf Charlies Hand malte

„Ja, diese Woche kommen eine ganze Reihe von Verwaltungstypen von verschiedenen Krankenhäusern, die uns erzählen, welche Praktikumsmöglichkeiten sie jeweils anbieten", erklärte Lizzie mit leuchtenden Augen, während sie weitere Nudeln auf ihre Gabel drehte.

„Irgendwelche Vorlieben was Krankenhäuser betrifft?", fragte Charlie mit einem Lächeln, sein Blick huschte immer wieder zurück zu Caroline.

„Ich nehm alles, was ich kriegen kann", antwortete Lizzie, was ein erneutes Schnauben Carolines hervorbrachte. Lizzie grinste und fragte sich, wie lange es wohl dauern würde, bis Caroline von dem ganzen Schnauben die Kehle wehtat.

„Wirklich, ich bin nicht wählerisch." Schnaub. „Mir ist ziemlich egal, wer mich will." Schnaub. „Ich werde einfach den nehmen, der am meisten bietet." Wieder das Schnauben, doch diesmal verschluckte sich Caroline so unglücklich, dass sie anfing hustend nach Luft zu ringen. Lizzie klopfte ihr mit einem mitfühlenden Lächeln auf den Rücken, während Darcy ihr erneut das Glas Wasser reichte.

„Na, Na, Na, Caroline, du solltest wirklich Salbeibonbons nehmen, wenn dein Husten nicht besser wird. Der hört sich wirklich schlimm an", merkte Lizzie an und klopfte Caroline noch ein paar Mal fest auf den Rücken, was das Gesicht der hustenden Blondine gefährlich nahe an ihren zerstocherten Salat brachte.

„Lizzie!", zischte Jane und griff nach der anderen Hand ihrer Schwester. Lizzie sah auf und zog fragend eine Augenbraue hoch. „Was ist?"

Jane sah sie bloß warnend an und Lizzie ließ mit einem Augenrollen von dem Klopfen ab. Charlie sah indessen so aus, als wüsste er nicht, ob er lieber lachen oder schreien sollte, während Darcy es nun für das Beste hielt an seiner Stelle Konversation zu betreiben.

„Sie haben also noch keinen Plan, was die Zukunft betrifft, Miss Bennet?", fragte er und Lizzie schwor, dass er seine Augenbraue absichtlich so hoch zog, bloß um sie zu ärgern.

„Nein", erwiderte sie und richtete ihre grünen Augen auf ihn, das bläuliche Licht im „Heaven" malte die Schatten in seinem Gesicht härter und es schien nur noch aus Ecken und Kanten zu bestehen. „Ich will mein Studium beenden und meine Ausbildung in einem Krankenhaus fortsetzen, aber ich denke, ich habe noch Zeit mich zu entscheiden, in welche Richtung ich gehe, denkst du nicht?"

„Man kann nie früh genug anfangen Pläne zu schmieden, Miss Bennet", entgegnete Darcy und legte seinen Besteck säuberlich auf den leeren Teller; er war schon fertig, bemerkte Lizzie mit Erstaunen, während sie gerade mal die Hälfte geschafft hatte.

„Nun gut, Darcy, dann fang ich jetzt damit an. Nach meinem Studium werde ich zurück nach Afrika gehen, zufrieden?" Sie starrte Darcy herausfordernd an, doch obwohl er den Mund öffnete, war jemand anderes schneller.

„A-Afrika?", hörte sie Janes Stimme fragen und Lizzie drehte überrascht den Kopf in Richtung ihrer Schwester, die weiß wie die Wand hinter ihr, ihr Besteck hatte fallen lassen und mit großen Augen Lizzie ansah. „Warum Afrika?"


A/N: Okay, ein kleiner Cliffhanger für euch;) Ich hoffe, es hat euch gefallen;) Ich werd versuchen den zweiten Teil bald fertigzuschreiben und hochzuladen, aber ich muss lernen (irre viel) und es kann ein bisschen dauern;)

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