Vielen Dank für die lieben Kommis, ich hoffe der Teil gefällt euch.
Viel Spass beim Lesen Sternchen!
Sirius
Erstaunt über die freundlichen Worte aus Snape's Mund sah James den anderen Mann verblüfft an. Doch schon schlug ihm die Erkenntnis ins Gesicht: „Sirius, es ist Sirius, oder. Er ist wirklich hier. Ich kann es nicht glauben und er will nach allem, was ich ihm damals an den Kopf geschmissen habe mit mir reden."
„Ja, genau das will er! Hallo James, lange nicht gesehen." Mit diesen Worten betrat Sirius das Büro des Direktors.
Das war zuviel für James und er musste sich setzten. Langsam fingen Tränen an über das Gesicht des Mannes zu laufen. Es dauerte nicht lange und James warf sich heulend in die Arme von Sirius. Die Ereignisse des Tages brachen über ihn hinein. Das Gespräch und die Versöhnung mit Harry, das Konzert, bei dem er Harry zum erstenmal bewusst spielen hörte, die Erkenntnis wie viel ihm sein Kleiner bedeutete, wie stolz er eigentlich auf Harry war. Dann das völlig unerwartete wiedersehen mit Lily, ihr Streit, die Drohung von Lily ihm Harry weg zu nehmen. Das ganze war einfach zu viel für James.
Sirius blickte überrascht auf seinen Freund, als dieser sich in seine Arme schmiss und wie ein Schlosshund zu heulen anfing. Beruhigend strich er James über den Rücken und führte ihn zu einem der Sessel auf der anderen Seite des Raumes.
„Ich bin dir nicht mehr böse James, es hat zwar lange gedauert, doch dann habe ich deine Reaktion von damals verstanden. Ich weiß, dass du das Meiste, was du damals gesagt hast nicht ernst gemeint hast. Ich finde es nur schade dass wir uns bei einem so prekären Anlass wieder sehen, aber das ist wohl Schicksal. Zusammen werden wir das schon schaffen, ich verspreche dir, Lily wird den Kleinen niemals bekommen. Außer sie würde ihn entführen und dazu ist sie nicht in der Lage und es würde ihr auf die Dauer auch nichts bringen." Beruhigend lächelnd sah er dem anderen Mann in die Augen.
„Jetzt sollten wir aber mal nach Harry sehen, immerhin hat er jetzt lange genug geheult. Ich würde mich aber zu erst gerne allein mit ihm unterhalten, natürlich nur wenn du nicht dagegen hast."
Matt schüttelte James den Kopf. „Ich vertraue dir, bitte hilf meinem Kleinen."
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Kurz darauf standen die drei Männer vor Harrys und Dracos Zimmertür, leise klopfte James an und öffnete vorsichtig die Tür. Das Bild was sich ihm bot war zu niedlich, Harry war wieder eingeschlafen und seine Geschwister saßen zu beiden Seiten seines Bettes, als ob sie ihn beschützten wollten. Leise räusperte James sich und die Köpfe der Zwei flogen herum.
„Dad, was ist jetzt, kommt Lily hierher. Ich meine Harry ist alt genug um selbst zu bestimmen ob er sie sehen will, oder." Flehend sah Leonie ihren Vater an.
„Ich wieß es nicht, eure Mutter will ihn unbedingt haben, sie wird wohl vor Gericht gehen, ihre Chancen sind aber nicht allzu gut. Ich werde alles tun damit Harry bei uns bleibt, versprochen. Ich lasse meinen Kleinen nicht noch mal im Stich, dazu bedeutet er mir viel zu viel! Aber jetzt zu was Anderem, ich habe euch, besser gesagt Harry jemanden mit gebracht, Kommt doch mal her." Lächeln trat James zur Seite und gab den Blick auf Sirius frei.
„Sirius!" schrieen die beiden, ganz vergessend, dass ihr kleiner Bruder schlief. Harry, durch das Geschrei aufgeweckt setzte sich auf und blickte genau ihn die Augen seines Patenonkels.
„Sirius", flüsterte er mit erstickter Stimme, „bist du es wirklich?" Schon rollten wieder Tränen über das sonst so hübsche, jetzt aber vom weinen verquollenem Gesicht.
„Ich bin es wirklich Harry. Ich habe mich mit deinem Vater versöhn. Wir haben beide Fehler gemacht und diese jetzt aus der Welt geschafft, außerdem sind im Moment nur du und deine Gesundheit wichtig, alles Andere wir sich auch klären. Versprochen! Aber jetzt erzähl mal, was ist passiert, dass du so durch einander bist. Es kann doch nicht nur am auftauen von Lily hängen, oder. Ich verspreche dir, kein von dir gesagtes Wort dringt aus diesem Zimmer solange du es nicht willst."
Schüchtern sah Harry sich um und bemerkte, dass sie alleine waren und dass die Tür geschlossen war.
Stockend begann er zu erzählen: „Es ist auf einmal alles so anders, nicht dass ich mich nicht darüber freue, dass Dad und ich uns wieder verstehen. Aber die ganze Sache mit Mom, warum ist sie damals einfach gegangen. Ich verstehe es einfach nicht, sie musste doch wissen wie lieb ich sie hatte. Immer wenn sie mich besuchte, hat sie gesagt, das mich keine Schuld trifft und das sie mich genauso lieb hat wie vorher und das wir immer noch eine Familie sind, dabei hat sie mir die Schuld gegeben und mich dafür gehasst. Sie hat mir die Schuld an Luisas Tod gegeben, dabei kann ich doch nichts dafür. Ich hab sie doch geliebt, immerhin war sie meine kleine Schwester und ich musste zusehen wie sie gestorben ist, sie hat so laut geschrieen und auf einmal war alles still, und dann bin ich im Krankenhaus aufgewacht. Und Dad hat mir erzählt, das Luisa an ihren Verletzungen gestorben ist. Manchmal habe ich gehofft das ich an ihrer Stelle gestorben wäre, dann hatte Mom die Familie sicher nicht verlassen, Luisa war ihr Lieblingskind, seit sie auf der Welt war, hatte sie keine Zeit mehr für uns, sie hat mir noch nicht mal mehr beim Cello spielen zugehört, sie hat immer nur geschimpft da ich ihren Engel aufwecken würde. Früher hat sie mich immer Engel genannt." Je mehr Harry erzählte, desto mehr Tränen verließen seine Augen.
Sirius war geschockt, das Ganze hatte also nicht erst nach dem Unfall angefangen, sondern schon mit den Geburt der kleinen Luisa. Warum hatte er das nicht schon früher bemerkt. Sirius könnte sich ohrfeigen, natürlich war ihm aufgefallen, das Harry sich nach der Geburt seiner kleinen Schwester verändert hatte, doch er hatte es darauf zurückgeschoben, das Harry bis jetzt immer das Nesthäkchen gewesen war und erst lernen musste mit der neuen Situation klar zu kommen.
„Warum hast du nie was gesagt Harry. Wir hätten dir doch schon damals helfen können." Fragte Sirius vorsichtig und hoffte, dass Harry die Frage nicht als Kritik auffassen würde.
„Ich hatte Angst, dass sie mich dann gar nicht mehr lieb hat, immerhin hatte sie auch manchmal noch Zeit für mich, aber dann war sie immer wie früher, ich versteh das alles nicht. Was mach ich denn jetzt? Ich will sie nicht wieder sehen." Fragte er seinen Patenonkel mit hoffnungsvoller Stimme. Er wusste, dass Sirius für fast alle Situationen einen Ausweg kannte.
„Das weiß ich leider auch nicht Kleiner, aber wir werden schon einen Weg finden, versprochen!" Mit diesen Worten schloss Sirius Harry fest ihn die Arme und gab ihm einen Kuss auf den Kopf.
„Willst du jetzt mir zu Essen kommen. Draco ist bestimmt auch wieder da, er macht sich bestimmt schon Sorgen was meinst du." Bei der Erwähnung von Dracos Namen fingen Harrys Augen an zu leuchten und die ganze Heulerei der letzten Stunden war vergessen.
Lächelnd nickte er und wand sich an seinen Paten. „Würdest du mir was Neues zum Anziehen raussuchen. Ich mach mich in der zwischen Zeit schnell frisch, ich will gar nicht wissen wie ich aussehe." Mit diesen Worten Setzte Harry sich in seinen Rollstuhl und rollte ins Bad.
Kopfschüttelnd sah Sirius dem Jungen nach, eben noch war er am heulen und jetzt lächelte er schon wieder. Er wusste, das Harry lange brauchen würde, bis all das Erlebte verarbeitet sein würde, doch ein Anfang war damit gemacht, das Harry ihm etwas erzählt hatte was sonst bis auf Lily keiner wusste.
Auch war Sirius sich sicher, dass sein Geliebter und dessen Patenkind Harry unterstützen würden. Denn wenn er seinen Schatz richtig verstanden hatte, empfand dessen Patenkind weit mehr als nur Freundschaft für den Kleinen.
Ich bitte wie immer um eine kleine Kommi Spende
bis bald Sternchen
