The Black Prince
Disclaimer: Natürlich gehört mir nichts, ich klaue nur von J.K. Rowling und auch n bissl von Trovia ;)
So, da bin ich wieder. Schade das FF net im Augenblick ne Macke hat, aber was soll man machen?
Egal!
Have Fun!
10. Geteilte Kräfte
Harry fühlte sich befreiter als in den letzten drei Monaten, seid er nach Hogwarts gekommen war. Diese Zeit der Abstinenz von wirklich anspruchsvoller Magie hatte ihn aufgeladen, doch er hatte einiges an Baddock rauslassen können.
Er durfte sich auch wieder frei Bewegen.
Dank Hermine und Neville war sein Ruf nun doch nicht so schlecht, wie er es befürchtet hatte. Zwar schienen einige ihn nicht provozieren zu wollen, doch andererseits schien auch keiner wirklich zu glauben das er ein schwarzer Magier oder Todesser war.
Sie zählten ihn zur Fraktion der Grauen Häuser.
In Britannien gab es siebzig alte Reinblütige Familien, von denen sechsundzwanzig offen zu den Todessern standen und einundzwanzig das Ministerium unterstützten. Die restlichen Familien galten als Grau, da sie die Todesser nicht wirklich unterstützten, doch auch der Lichtseite suspekt waren und von ihnen nicht anerkannt wurden. Die Familien waren also einigermaßen gleichmäßig verteilt, und nun glaubte man, Harry gehöre zu den Grauen, da er einen Todesser angegriffen hatte, doch nach wie vor offen dazu stand, nicht viel von Muggelgeborenen zu halten.
Auch wen Hermine Granger eine Ausnahme darstellte, wie allgemein bekannt war.
Doch Harry achtete darauf, bei den anderen Muggelgeborenen einfach nicht ihre nähe zu suchen und einen höflichen Ton zu behalten. Dennoch verrieten seine knappen antworten alles, so das er von den meisten einfach als neutral eingestuft wurde.
Das bedeutete, das seine Scharade perfekt funktionierte, was Harry erfreute. Auch hatte er ein ernstes Gespräch mit Neville und Hermine geführt, die natürlich wissen wollten, woher er solche Magie kannte und warum er sie nutzte.
Ihnen erzählte er, das er aus einem der Grauen Häuser stammte, was Neville wohl alles sagte, da er nicht weiter fragte.
Doch es war auch seine erste direkte und bewusste Lüge gewesen. Hermine hatte ihn erst ein wenig vorsichtig behandelt, doch nun war sie wieder normal ihm gegenüber.
Weiterhin verfolgte er Interessiert, wie genau Hermine ihre eigenen Studien vorantrieb. Und er wartete darauf endlich Zugang zum Großen Wandteppich zu bekommen, der die Familien der Zauberwelt und ihre Entstehung auflistete.
Er wusste, das dieser Teppich in Hogwarts verborgen war, gleich neben der Feuerfeder, die den Namen eines jeden neugeborenen Kindes mit magischer Kraft aufzeigte. Auf diesem Teppich könnte er feststellen, ob er wirklich die Geburt eines neuen Hauses aus dem Schlamm erlebte.
Er würde ihn finden, es war nur eine Frage der Zeit.
Er beendete seine Körperliche Ertüchtigung und kleidete sich an um in der Großen Halle ein reichliches Frühstück zu sich zu nehmen.
Er war wirklich gut gelaunt und freute sich auch auf den Abend, an dem er gemeinsam mit seinem Vater einem Angriff beiwohnen würde.
Endlich wieder richtige Duelle!
Auch wen er sonst nicht dazu neigte, in Euphorie zu verfallen, so viel es ihm nach so langer Zeit des Nichtstuns schwer, sich nicht dem Gefühl hinzugeben.
Er hoffte auf starke Gegner zu treffen. Vielleicht Meadowes oder sogar Moody, das wäre endlich mal ein Kampf nach seinem Geschmack.
Versunken in seinen Vorstellungen schlenderte e zu seinem Haustisch und tat sich von allem etwas auf.
Und es schmeckte wirklich gut heute.
Hermine, Neville und Ginny setzten sich kurz darauf zu ihm und begannen ebenfalls zu Frühstücken.
Harry erkannte jedoch, das Neville und Ginny irgendwie besorgt wirkten. Hermine war geistig total abwesend und er fragte sich, was los ist.
Doch keiner der drei sprach das Thema von sich aus an, so dass er sich nach einiger Zeit dazu entschloss, selber aktiv zu werden und einfach zu Fragen.
„Sagt mal, was ist den los mit euch dreien?"
Tatsächlich schienen sie bei dieser Frage aus ihren Gedanke hoch zu schrecken, was Harrys in seiner Vermutung bestätigte, das etwas nicht stimmte.
„Nichts, geht schon.", grummelte Neville vor sich hin und die Mädchen nickten einfach.
Harry hob skeptisch eine Augenbraue. Er konnte in ihren Gesichtern erkennen, das sie genau wussten, das er ihnen das nicht abnahm, doch er vermutete ebenso, das er keine antworten erhalten würde, also wagte er einen legilimentischen Vorstoß in Hermines Geist um zu sehen was dort gerade vorging.
Es war doch recht überraschend, in ihren Gedanken sich selbst zu sehen, allerdings vermummt und mit einem Zauberstab Todesflüche schleudernd.
Er kannte auch die Umgebung, diese unsägliche Einkaufsgasse in Edinburgh… der Bruch des Waffenstillstandes.
Was war nur geschehen, das sie ausgerechnet jetzt daran denken musste?
Auch in Nevilles und Ginnys Geist konnte er diese Bilder erkennen. Sie mussten also irgendetwas über sein Alter Ego, den schwarzen Prinzen gehört haben. Anders war es nicht zu erklären, das drei verschiedene Personen solch ähnliche Gedanken hegten. Er erkannte außerdem immer wieder die erstarrten Gesichter von Ron Weasley und Hermines Vater. Er selbst hatte sich nicht so gut an sie erinnern können, immerhin waren sie für ihn nur zwei Todesflüche aus fünfzehn Metern Entfernung, zwei von so vielen. Doch durch diese Erinnerungen, besonders von Neville und Hermine, konnte er feststellen, das sie sehr nahe bei den beiden gewesen sein mussten.
Er sah auch, wie er selbst von dem Vampir angegriffen wurde, es war schon etwas seltsam sich aus dieser Perspektive selbst zu beobachten.
In Ginnys Geist erkannte er außerdem, wie Hermine versuchte vorzustürmen, doch von Neville gestoppt wurde, der allerdings wirkte als würde er selber gerne angreifen.
Sehr Interessant…
Diese Erinnerung aus dem Geist des kleinen Feuervogels, half ihm enorm die Beziehung zwischen Neville und Hermine zu verstehen.
Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder Hermines Geist zu, die ihre Augenbrauen zusammengezogen hatte, während sie lustlos in ihrem Frühstück stocherte.
Er erkannte diesen Gesichtsausdruck als ihr Schlussfolgerungsgesicht, wie Harry es für sich nannte.
Sie sah immer so aus, wen sie Fakten gegeneinander abwog und versuchte ihre Schlüsse daraus zu ziehen.
Wieder erkannte er die Szene aus Edinburgh, nur das sie sich dieses mal eher auf ihn zu konzentrieren schien, wie er kämpfte, was immer wieder damit endete, das sein Gedankenbild vom Vampir angefallen wurde.
Harry wollte seinen Geistigen Fühler gerade zurückziehen, als die Bilder schlagartig wechselten.
Er sah sich nun selbst, ohne Maske im Haus der Grangers gegen Todesser kämpfen. Die Erinnerung die er ihr eingepflanzt hatte…
Nur schienen die Todesser sehr verschwommen, während seine Gestalt sich unnatürlich langsam bewegte.
Dann schwenkte ihre Konzentration auf den Zwischenfall vor ein paar Monaten, als er Baddock kaltgestellt hatte, besser gesagt zu seinen Fraktura Flüchen mit denen er den Stabarm Baddocks zertrümmert hatte. Und dort konnte er erkennen, das sie scheinbar die Art wie er den seinen eigenen Stabarm bewegte zu analysieren schien. Anschließend sah er wieder seinen Kampf in Edinburgh und zwischendurch immer wieder die beiden anderen Gedankengänge.
Dann sah er erneut den Vampirangriff und anschließend sich selbst, staubig und mit vielen blutigen Schrammen im Dreck liegen, den Mund leicht geöffnet, so das man seine leicht verlängerten Fangzähne erkennen konnte. Und eine Szene, wie eine seiner Schrammen sich langsam schloss, anschließend wieder der Vampirangriff und ein Bild der Narben auf seinem Rücken und wieder der Vampirangriff.
Harry wurde innerlich unruhig.
Zwar konnte er nicht hören, was sie sich dazu dachte, doch die Bilder waren eigentlich deutlich genug. Und es beunruhigte ihn wirklich, das sie scheinbar die Vermutung hegte, das er war wer er war.
Mehr jedoch, als ihre Geistigen vergleiche, schockte ihn, das sie scheinbar jede dieser Erinnerungen Kristallklar wieder abrufen konnte. Zumindest die älteren müssten eigentlich undeutlich sein oder zumindest leicht verfälscht, dem war allerdings nicht so.
Wieder beobachtete er ihr Mienenspiel und erkannte, das sie zumindest in Erwägung zog, dass er der schwarze Prinz sein könnte, da so viele Fakten dafür sprachen. Andererseits wirkte sie unsicher.
Ein weiterer Vorstoß in ihren Geist zeigte eine seltsame Szene.
Ein Junger Mann lag zu ihren Füßen, scheinbar von einer sehr großen Anzahl von Schockern getroffen, was auch nicht sonderlich zuträglich für die Gesundheit war.
Hermine und einige maskierte Gestalten entfernten sich schnell. Aus einer Deckung beobachtete sie, wie einige Auroren auftauchten und den Bewusstlosen einsammelten, ehe die Erinnerung wechselte, zu einem Zeitungsartikel in dem beschrieben wurde, wie die Unschuld eines mutmaßlichen Todessers bewiesen wurde, dieser jedoch sehr schwer verletzt worden war, von einer bis dato unbekannten Gruppe, die scheinbar gezielt gegen Todesser vorging.
Harry war doch sehr überrascht.
Hermine hatte mit den Schatten zu tun… das war allerdings sehr überraschend. Außerdem schien die Symbolik zu bedeuten, das sie ihn nicht zu schnell Verurteilen wollte. Dieser Fehlgriff aus Mangelnden Beweisen schien ihr schwer zu schaffen gemacht zu haben, den immerhin hatten sie einen Unschuldigen zu einem Krüppel gemacht. Harry hatte den Fall seinerzeit verfolgt und sich damals sehr darüber amüsiert.
Er musste allerdings unbedingt etwas tun, um ihren Verdacht abzuwenden. Glücklicherweise war alles bereits geplant.
So verbrachte Harry den gesamten Tag in Gesellschaft sehr nachdenklicher Gryffindors.
Am Abend dann, verschwanden die drei einfach, genauso wie andere aus seinem Jahrgang.
Harry grinste, es waren die Schatten, das waren also alles nur Schüler, sehr Interessant.
Er sollte sich in den nächsten Tagen mehr damit beschäftigen. Aber zu wichtigeren, er lies sich in der Bibliothek sehen und auch im Gemeinschaftsraum zeigte er Präsenz.
Nach zwei stunden kehrten Hermine, Neville und Ginny zurück und wirkten sehr niedergeschlagen und wen man genau hinsah auch abgekämpft, obwohl sie wohl viel Zeit darauf verwandt hatte, diesen Eindruck zu kaschieren. Sie wichen Harrys Fragen aus, was ihn innerlich grinsen lies, ehe er sich scheinbar etwas beleidigt in seinen Raum zurückzog.
Eine dunkle Präsenz in seinem Zimmer lies ihn breit grinsen.
Er winkte zu seinem Bett und holte den Zeitumkehrer hervor, den Severus besorgt hatte.
Genau vier Drehungen reiste er zurück.
Er holte umgehend seinen Tarnumhang hervor und schlich sich langsam aus seinem Zimmer und den Gemeinschaftsraum.
Er hielt sich genau an den Weg, den er geplant hatte und lief somit nicht Gefahr sich selbst zu begegnen.
So erreichte er Unbehelligt das Schlosstor und kam ins Freie. Nach einem kurzen Fußmarsch gelangte er außerhalb der Apparationsschilde und konnte sich so zum Treffpunkt begeben, der dieses mal in der Nähe von Yorkshire lag.
Wie er erwartet hatte, war er der erste, doch so hatte er ein Großzügiges Polster besessen, für den Fall, das etwas ihn aufgehalten hätte. Es war nämlich nicht einfach, sich mit einem Tarnumhang zu bewegen. Zum einem da immer die Gefahr bestand gehört zu werden und zum anderen, konnte der Umhang immer irgendwo hängen bleiben, daher war Vorsicht geboten.
Gelangweilt musterte er die Umgebung, eine Große Waldlichtung, Umgeben von einem schier undurchdringlichen Dickicht aus Fichten.
Der Mond stand schon fast voll am Himmel.
Harry ging tief in sich. Einerseits seine arkanen Linien für den Kampf vorzubereiten, andererseits um die Euphorie und Vorfreude, die er nur zu deutlich spürte zu dämpfen. Derartige Gefühle führten oft zur Unachtsamkeit, und diese war Tödlich.
Nach einiger Zeit der Meditation, erspürte er das erscheinen eine Mächtigen Präsenz.
„Harry, ich bin erfreut, das du scheinbar keine Probleme hattest aus Hogwarts zu kommen.", sprach der dunkle Lord und zog den Sohn in eine väterliche Umarmung.
„Es lief alles gut, ich bin schon recht gespannt auf unser heutiges Ziel.", erwiderte Harry gelassen.
„Es wird dir Gefallen.", sprach Voldemort grinsend und führte die Beschwörung aus, die notwendig war um alle Todesser des inneren Kreises zu Rufen.
Es dauerte nur Sekunden, und der Kreis um Harry und Voldemort herum schloss sich.
Einzig der Platz von Severus blieb leer, doch das war nicht verwunderlich, er sollte heute nicht dabei sein um seine Glaubwürdigkeit wieder zu festigen.
Der Lord hatte Snape etwas zu oft eingesetzt in letzter Zeit, so das sie durch ihre Spione einiges davon gehört hatten, das misstrauische Stimmen sich gegen Severus erhoben.
„Willkommen meine getreuen Todesser.", sprach Voldemort breit grinsend.
Die Todesser gingen allesamt auf ihre Knie und verharrten so.
„Zeigt euch und empfangt die Befehle eures Lords.", sprach Harry mit einem amüsierten Blick, als er den Akt der Unterwerfung beobachtet hatte.
Die Todesser erhoben sich und entfernten ihre Masken, so das Harry sie alle erkennen konnte.
Die manisch glühenden Gesichter von Rodolphus, Bellatrix, Rabastan und Greyback, die kühlen Mienen von Narzissa und Lucius, die dummen Ausdrücke in den Gesichtern von Crabbe und Goyle. Und natürlich auch die Neugierigen Blicke von Travers, Mulciber und Rookwod, die er erst vor kurzem aus Azkaban befreit hatte. Wurmschwanz behielt seine Maske auf, wie immer. Seine wahre Identität war nur ihm und seinem Vater und Lucius Malfoy bekannt. Karkaroff und Crouch Jr. wirkten Freudig erregt, ebenso wie Nott und Zambini. Die Jüngeren Mitglieder des inneren Kreises schienen dagegen etwas verunsichert. Doch McNair Junior kaschierte dies recht gut, während Allen McClivert, Theodor Dingles und Lisa van Hout sich nervös umblickten.
Harrys Vater lies seinen Blick mit einem Grinsen schweifen.
„Ihr seid sicher alle Gespannt, welches ziel heute angegriffen wird, immerhin ist unser letzter koordinierter Schlag schon recht lange her."
Voldemort wirkte ein wenig verträumt, als seine Gedanke zu dem Großen Erfolg in Kent zurückschweiften, doch dann grinste er wieder diabolisch.
„Heute werden wir zwei Ziele angreifen. Bellatrix, Augustus, Frederic und mein maskierter Todesser kommen mit mir. Wir werden gemeinsam das Ministerium besuchen…", ein erstauntes Schaudern lief durch die Reihen der Todesser, doch Voldemort fuhr unbeirrt weiter „ …der Rest folgt Harry um ein sicheres Haus des Phönixordens anzugreifen. Wir wissen, das sie stark mit den Auroren verbunden sind und sich viele von ihnen heute bei einer Feldübung befinden."
Voldemort lachte spöttisch.
„Ihr werdet die Auroren beschäftigen, erst dann werde ich im Ministerium Auftreten. Harry, du weißt bescheid. Lasse das Mal unseres speziellen Anhängers brennen wen alle Auroren anwesend sind. Ich werde das Mal von Lucius brennen lassen, wen ich fertig bin, von da an hast du die Erlaubnis, den Angriff zu beenden, wen du der Meinung bist genug schaden angerichtet zu haben."
„Verstanden Vater."
Harry erlaubte sich ein arrogantes Grinsen Richtung der Todesser.
Voldemort schwenkte seinem Sohn ein ehrliches Lächeln, ehe er alle Todesser des äußeren Kreises rief, allesamt erfahrene Kämpfer und alle einem der zwanzig Todesser des inneren Kreises zugeordnet.
„Ihr habt eure Anweisungen.", sprach Voldemort gelassen und sah zu, wie Harry seinen Untergebenen zu nickte, die darauf hin ihre Gruppen sammelten und einwiesen.
Harry erhielt noch die Apparationskkoridinaten und alle Informationen, die Voldemort über die Schutzzauber hatte.
Der schwarze Prinz baute sich vor ihnen auf und grinste gehässig, während er die Koordinaten nannte.
„Ihr kennt das Ziel und wisst was ihr zu tun habt, kommt mir nicht in die Quere.", rief er noch, ehe sie disapparierten.
Sie erreichten das Haus und bezogen Stellung in der Umgebung.
Mulciber erstellte seine Schilde um Apparationen unmöglich und Portschlüssel unbrauchbar zu machen.
Harry tastete derweil den Schutzzauber des sicheren Hauses ab, der wirklich gewissenhaft und effektiv gestaltet worden war.
Harry vermutete, das Dumbledore Persönlich ihn erstellt hatte.
Er wandte sein maskiertes Gesicht zum Himmel und grinste schief, da er noch mehr Schutzzauber entdecken konnte.
Er nahm sich die Zeit die er benötigte um mit den Strukturen der Zauber vertraut zu werden, ehe er seine ersten Bruchflüche dagegen feuerte.
Er erkannte ein aufflackern, doch das reichte noch lange nicht.
Gezielt schoss er seine Flüche gegen die Schlüsselpunkte des schützenden Gebildes, welches immer mehr geschädigt wurde, doch ein sehr geschickter Zauberer lenkte die Schilde des Gegners, so das Harry wirklich mühe hatte sie zu zerschmettern.
„Mein Prinz, die Auroren kommen.", sprach Lucius mit ruhiger Stimme.
„Ausgezeichnet, doch ich benötige noch einen Moment, haltet sie auf!"
Harry war sehr darauf bedacht, das man nicht hören konnte, wie mühsam das brechen der Schilde für ihn war.
„Sehr wohl mein Prinz."
Der Prinz musste sich kurz sammeln, ehe er eine schnelle Folge von Flüchen, gegen die Schilde schleudern konnte, die diese endlich völlig zerschmetterten.
Er schwitzte bereits stark, da es sehr anstrengend gewesen war.
Seine Todesser und die Auroren lieferten sich bereits heftige Kämpfe und nun schwärmten auch Kämpfer des Phönixordens aus um ihr Haus zu schützen.
Harry grinste breit, als er erkannte, das mindestens dreißig Auroren anwesend waren, fast die Gesamte Zentrale. Er lies das Mal von Wurmschwanz brennen und hielt sich noch ein wenig im Hintergrund, um sich vom brechen der Schilde zu erholen.
Das Kampfgeschehen sah noch gut für seine Todesser aus, doch Phönixorden und Auroren begannen ihre Kräfte zu bündeln, so das seine Anhänger langsam in Bedrängnis gerieten.
Ungeduldig prüfte Harry sich selbst, und als er merkte, das die Pause lang genug gewesen war, sprang er ins Kampfgeschehen.
Ein weiterer Vorteil seiner kurzen Pause war gewesen, das er sich einen guten Überblick verschaffen konnte.
Er griff gezielt die Longbottoms an, welche überraschenderweise nicht mit den Auroren angekommen waren, sondern aus dem Ordenshaus. Er wusste auch, das die Schatten bald hier aufkreuzen würden.
Frank und Alice kämpften wie eine Einheit, es war geradezu erstaunlich. Nun wusste Harry mit Sicherheit, woher Neville sein Talent hatte.
Alice lies Gegenstände in Harrys Flüche fliegen, während Frank kontinuierlich Angriff.
Der schwarze Prinz musste sich seid langem schon nicht mehr so viel bewegen, vor allem weil Longbottoms Flüche wirklich gefährlich waren, selbst für ihn. Keine Standard Aurorenflüche die er umlenken könnte oder ähnliches.
Harry spürte die Freude am Kampf und genoss das Duell in vollen Zügen.
In Bedrängnis geriet er, als die Schatten tatsächlich aufkreuzten und ihn gezielt unter Feuer nahmen.
„Mein Prinz!!!!"
Dieser Ruf von Lucius sagte ihm, das sein Vater anscheinend fertig war, mit was auch immer er im Ministerium zu tun hatte.
Harry Kämpfte noch eine Weile weiter, was allerdings nicht einfach war, da er ja aus zwei Richtungen beschossen wurde, einmal von den Longbottoms und dann auch von den Schatten.
Er versuchte zu erkennen, wie seine Todesser sich hielten und er konnte zufrieden sein.
Zwar hatten sie einiges an Verlusten erlitten, allerdings auch die Phönixe sehr hart Getroffen.
Zwischen zwei Flüchen feuerte er das Dunkle Mal in den Himmel.
Sofort spürte er, wie der Schild von Mulciber fiel, doch ehe er apparierte, schleuderte er noch einen letzten mächtigen Bruchfluch gegen das Haus, welcher es teilweise zum Einsturz brachte.
Mit einem gehässigen und unnatürlich hohen Lachen, disapparierte er, wurde allerdings noch von einem Fluch getroffen.
Fluchend und erschöpft tauchte er am Sammelpunkt wieder auf, wo er bereits von seinem Vater erwartet wurde.
Dieser sah eindeutig zufrieden aus.
Harry beugte sich Runter, um die Wunde an seinem linken Bein zu begutachten.
Er war sehr kurzatmig und erschöpft. Allerdings, alleine gegen mindestens acht Gegner zu Kämpfen, von denen zwei zu den besten Auroren ihrer Zeit gehörten, forderte halt seinen Tribut, selbst von einem Magier wie ihm.
Eine breite und stark blutende Schnittverletzung verunstaltete sein Bein.
Harry konzentrierte sich um die Wunde mit seinen natürlichen Heilkräften zu schließen, doch es geschah nichts.
Seltsam…
Die Todesser verschwanden allesamt, nur sein Vater, Wurmschwanz und Lucius blieben bei ihm auf der Lichtung.
„Interessant, womit haben die mich nur erwischt?", fragte Harry neugierig, während er seine Verletzung skeptisch musterte.
Sein Vater wandte sich ihm zu und sah verwundert, das die Wunde sich noch nicht geschlossen hatte.
„Wie ungewöhnlich. Lucius, kümmere dich darum!"
Lucius kniete sich zu Harry und untersuchte seine Verletzung.
Er war ein mächtiger Heiler, was nicht gerade allgemein bekannt war. Ein Talent, das die Familie Malfoy seid Generationen ihr eigen nannte, obwohl sie es nicht publik machten, den mächtige Heilzauber konnten auch exzellent zum Foltern angewandt werden.
Lucius runzelte verwirrt die Stirn.
„Ich weiß nicht was euch getroffen hat mein Prinz, dieser Fluch ist mir nicht bekannt. Er lässt einfach keine magische Heilung zu. Alles was ich tun kann, ist die Wunde mit einem Kräuterverband abzubinden, das stillt die Blutung. Eure besonderen Fähigkeiten werden leider auch nicht helfen, da der Fluch diese ebenfalls blockt. Es wird also heilen wie bei normalen Zauberern, tut mir leid."
Harry verzog das Gesicht.
„Ich denke damit kann ich leben Lucius, mach es so."
Der Blonde nickte und nahm über einen Spiegel Kontakt mit Narzissa auf, die ihm alles brachte was er dafür brauchte.
Voldemort beobachtete wie sein Sohn verarztet wurde und begann das Gespräch erst, als Harrys Wunde ausreichend versorgt worden war.
„Interessant, weißt du wer dich getroffen hat?"
„Einer der Schatten, sie kamen kurz vor deiner Meldung. Hat mich beim Disapparieren erwischt.", erwiderte der Schwarzhaarige kleinlaut.
Voldemort wirkte Nachdenklich.
„Und wie war das Ergebnis deines Angriffs?", fragte er schließlich ehrlich interessiert.
Nun grinste Harry breit.
„Wir konnten einige Auroren ausschalten, doch leider fast nur Junioren. Ich denke, das ich Frank Longbottom einen schönen Gruß übermitteln konnte. Außerdem habe ich Meadowes und Fennwick gesehen, die einiges abbekommen haben, doch wohl leider überleben werden. Ansonsten einige Tote Phönixe, wobei ich nichts genaues sagen kann. Wer weiß wie viele das Haus unter sich begraben hat."
Voldemort lachte leise.
„Hervorragend. Das Ministerium war so gut wie ungeschützt. Einige Ministeriumsbeamte dürften unseren Anhängern zum Opfer gefallen sein. Ich selber habe endlich etwas aus der Mysteriumsabteilung holen können, das ich schon lange begehrt habe. Und unser spezieller Freund Wurmschwanz konnte sogar noch einen kleinen Sonderauftrag ausführen, so zu sagen als Sahnehäubchen."
Harry grinste.
„Wärst du so gütig mich genauer über die Natur seiner kleinen Sonderaktion aufzuklären?", fragte er, obwohl er bereits eine Vermutung hatte, was Wurmschwanz gemacht hatte. Das was er am besten konnte, zweifelsohne.
„Drücken wir es so aus, es würde sich lohnen, sich bereits Gedanken darüber zu machen wen man als Minister wählt…"
Harry lachte laut auf, während Voldemort eine alte Taschenuhr aus seiner Robe zog.
„Ich vermute sie dürften ihn nun gefunden haben.", meinte er mit einem befriedigten lächeln.
„Exzellent. Ich denke ich sollte nach Hogwarts zurückkehren. All zu viel Zeit bleibt mir nicht mehr."
„Wie du wünscht mein Sohn. Wir werden uns morgen wieder sprechen. Ich hoffe doch bis dahin einige Interessante Dinge herausgefunden zu haben."
Harry nickte seinem Vater zu und disapparierte.
Was sehr anstrengend gewesen war.
Erst das brechen von Dumbledores Schutzzaubern, was komplizierter und anstrengender war als er geglaubt hatte, dann ein Duell gegen Acht Gegner zugleich und anschließend noch dieser Bruchfluch gegen das Haus. Das alles hatte ihn doch sehr erschöpft.
Schon lange hatte er sich nicht derartig austoben können.
So war er zwar erschöpft allerdings auch zufrieden mit sich selbst und seiner heutigen Leistung.
Doch unter dem Tarnumhang zurück in seinen Raum zu gelangen war schwerer als gedacht. Sein verletztes Bein war ihm auch nicht gerade dienlich.
Dennoch gelang es ihm unbehelligt bis in seinen Raum zu gelangen.
Mit morbider Faszination beobachtete er sich selbst, wie er mit Hermine, Neville und Ginny sprach und sie fragte wo sie den gewesen seien.
Er erreichte seinen Raum und legte sich erschöpft ins Bett.
Kurze Zeit später betrat sein früheres selbst den Raum und grinste breit.
Er winkte in seine Richtung, ehe er mit dem Zeitumkehrer verschwand.
Harry zog sich um und hatte keine Probleme damit, sofort in einen tiefen Schlaf abzudriften…
„DRÄNGT SIE ZURÜCK!!! SIE DÜRFEN NICHT HÖHER KOMMEN!!! HALTET DIE EBENE! HALTET DIE EBENE!!!!"
Pepples brüllte aus Leibeskräften, doch es brachte fast gar nichts. Er saß hier mit einem Haufen Zweitklässler und versuchte das Gottverdammte Büro von Fudge gegen Kampferprobte Todesser zu verteidigen. Seines Wissens nach Kämpften Kingsley, Dawlish und Finegan mit einigen anderen an einer anderen Position mit dem Feind.
Er hatte Bellatrix Lestrange erkannt, diese Führte die Todesser an, welche gegen seine Stellung vorrückten.
Wen die Fluchbrecher nicht wären, wären sie schon lange Überrannt worden, da diese Glücklicherweise auch über Feld Erfahrung verfügten.
Er war gerade mit den Zweitklässlern aus einer Feldübung zurückgekommen, als er erfuhr, das fast die ganze Zentrale zu einem Großangriff der Todesser ausgerückt war. Einzig Dawlish war noch hier gewesen. Doch dann griffen die Todesser das Ministerium an.
Finegan und Kingsley mussten mit den anderen Gruppen aus den Feldübungen zurückgekommen sein und saßen wohl in der Dritten Ebene fest.
Er saß hier also auf sich gestellt und versuchte die verdammte Ebene zu halten, damit die verdammten Todesser nicht an den Minister herankamen, der sich in seinem Büro verbarrikadiert hatte.
„AVAADA KEDAVRA!!!"
Pepples konnte sich kaum beherrschen. Diese verdammten Scheißkerle brachten seine Schüler um… einen nach den anderen und er war der einzige der hier Kämpfenden Verteidiger, der tödliche Flüche beherrschte, und so echten Schaden bei den Angreifern verursachen konnte… VERDAMMT!
Die Todesser schalteten einen nach den anderen aus, ehe ein irres Lachen von Lestrange ertönte.
„Genug Spaß gehabt meine Schätzchen. Rückzug!"
Noch immer Flüche gegen die Verteidiger feuernd, wichen die Todesser zurück und verschwanden schließlich ganz, ein schwer beschädigtes Ministerium zurücklassend.
Pepples konnte ihr Glück kaum fassen.
Warum waren sie abgehauen, sie hätten alle hier töten können. Der sieg war ihnen sicher…
Doch das war nun nebensächlich.
„Los doch!!! Bewegt euch, kümmert euch um die Verletzten!!!", herrschte er seiner Rekruten an, die alle vollkommen erschöpft und verunsichert waren.
Pebbles selbst hatte sich bereits zu Christiane Tyler heruntergebeugt, nur um festzustellen, das hier jede Hilfe zu spät kam.
„Verdammt…", murmelte er, doch keine Zeit für Trauer, er war bereits bei der nächsten, Cho Chang, Rekrutin aus dem ersten Jahr, die sich erstaunlich gut im Kampf gehalten hatte. Sie hatte eine schwere Verbrennung im Gesicht, die er notdürftig versorgte, ehe er sie mit einem Portschlüssel zum Mungos sandte. Zum glück gab es hier immer einen Großen Vorrat davon, für exakt diese Art von Notfällen.
Er kümmerte sich weiter um die Verletzten und auch Toten…
Bisher hatte er sieben Tote Rekruten und einen Fluchbrecher gezählt, zehn waren Verletzt, davon sieben schwer… und das war nur seine Gruppe. Wer wusste schon, wie viele Tote und verwundete die Todesser auf ihren Weg in diese Ebene zurückgelassen hatten…
Kingsley brach zusammen mit Tonks durch die Tür und musterte Pebbles mit erleichterter Miene.
Es kam selten vor, das der schwarze auror derartig hektisch wurde, ein sehr schlechtes Zeichen.
„Gott sei Dank, ihr habt die Stellung gehalten.", brummte er beruhigt.
Pebbles nickte düster.
„Wir haben auch teuer dafür bezahlen müssen."
„Ja, das haben wir. Was ist mit Crouch?"
„Keine Ahnung, hatte bisher nicht die Zeit bescheid zu geben."
Kingsley nickte bedächtig und schritt auf die Tür des Büros zu.
Er klopfte Kraftvoll gegen die Tür und rief: „Minister Crouch, die Gefahr ist vorüber.
Keine antwort folgte.
„Minister?"
Pebbles eilte zu Kingsley.
„Irgendetwas stimmt da nicht.", rief er hektisch. Er hatte ein wirklich ungutes Gefühl.
„Sicherheitsüberbrückung auf drei."
Kingsley musste nicht nicken, Pebbles wusste, das er es verstanden hatte.
Er zählte bis drei und sie Kreuzten ihre Stäbe, mit denen sie dann die Tür berührten, eine komplizierte Formel murmelnd.
Diese Methode die Tür im Notfall zu öffnen, konnte nur mit zwei Senior Auroren durchgeführt werden.
Die Tür sprang auf und die beiden auroren und ihre Schützlinge eilten hinein, doch was sie sahen lies sie erstarren.
Minister Crouch saß Tot in seinem Sessel, den Zauberstab noch in der Hand. Eine kleiner Version des dunklen Mals, allerdings mit einem schwarzen Piksymbol als Hintergrund schwebte über seinem Kopf.
„Das… das glaube ich nicht. Keiner ist durchgekommen. Wie hat er das gemacht?", stotterte Illena Flittwick entsetzt.
„Voldemorts Attentäter hat schon wieder einen Menschen umgebracht… in einem versiegelten Raum. Wie zur Hölle macht der Kerl das!?!", fluchte Pebbles.
Die Rekruten waren bei der Nennung des Namens zusammengezuckt, doch Kingsley verzog nur das Gesicht.
„Darum können wir uns nicht kümmern. Wir sollten Carter suchen damit er alles in die Wege leiten kann, doch im Moment haben die Verletzten Vorrang."
Pebbles nickte und begann sofort damit, die verbliebenen Rekruten auf die suche nach verletzten zu schicken…
Bin gespannt was ihr davon haltet, also lasst es mich wissen.
Bis zum nächsten kap
Gruß
dat Z.
