Kapitel 10: Gefährlich

Dereks Gesichtsausdruck wich von überrascht zu entsetzt hinzu angewidert:
"John!", fauchte er wütend und kam näher, "Was machst du da mit dem Metall!?"

John schluckte und stand mit Cameron auf.
Warum musste Derek diesen schönen Moment nur stören?

Dereks Blick war finster und er blickte John mit tief rotem Kopf an.
Wütend, konnte er gerade noch sein hitziges Temperament in Zaum halten als er John anschrie:
"Was denkst du dir dabei? Bist du krank oder was?! Das ist eine Maschine, ein Ding!"

Johns Blick wurde eiskalt, so kalt, wie es Derek nur von dem alten John Connor aus der Zukunft kannte.
Er verstummte kurzzeitig und John zischte ihn an:
"Sie ist kein Ding! Klar?!", widersprach er ihm mit stechenden Blick, "Sie ist eine Person wie wir und wir lieben uns!"
Demonstrativ nahm er Cameron bei der Hand, die seine Hand daraufhin gleich umschloss.

Derek blickte das Händchen-Halten angewidert an und richtete seinen Blick wieder auf John:
"Lass dir das gesagt sein, Junge... Sie ist eine Maschine! Sie ist der Feind! Irgendwann wird sie dich umbringen, wie uns alle! Sie ist eine Gefahr!", entgegnete er und zeigte bedrohlich mit dem Finger auf ihn.

"Sie ist keine Gefahr!", widersprach John und schüttelte wütend den Kopf, "Wenn sie wollte und auf Skynet hören würde, wäre ich schon längst tot!"

"Du weißt nicht wovon du redest!", erwiderte Derek bedrohlich, "Diese Dinger haben keine Gefühle, sie kann dich nicht lieben!"

"Du weißt nicht, wovon du redest!", widersprach Cameron.

"Doch!", erklärte Derek und richtete nun seinen rechten Zeigefinger bedrohlich auf Camerons Gesicht und fuchtelte wild auf sie zeigend damit herum,
"Ich habe schon mein ganzes Leben gegen euch gekämpft - ich kenne euch, ich kenne dich! Du bist eine Maschine, nichts weiter! Eine lieblose Hülle, in der nichts außer Tod, Schrecken und Gefahr lauert!"

Cameron die mit ihren Todesblick Dereks Zeigefinger, der ihr deutlich zu nah kam, anschaute blickte ihn nun ebenfalls bedrohlich an:
"Nimm deinen Finger weg!", befahl sie.

"Du sagst mir nicht, was ich machen soll!", erklärte Derek erbost und zeigte mit dem Finger in noch geringeren Abstand zu ihrem Gesicht auf sie, "Hörst du Maschine! Wehe ich sehe dich noch mal in der Nähe von John, dann..."

Es ging so schnell, dass John fast nichts davon mitbekam.
Cameron schnappte kurz zu und Derek schrie auf und zog keine Sekunde später seine Hand zurück und hielt sich unter Schmerzen den Zeigefinger, an dem große rote Bluttropfen hinunter liefen.

Überrascht schaute John von dem sich unter Schmerz windenden Derek in Camerons Gesicht, das zutiefst zufrieden wirkte.
"Ich habe dich gewarnt!", erklärte sie Derek mit einem Grinsen.

"Schau was sie gemacht hat!", befahl Derek weinerlich mit wässrigen Augen und zeigte John den wunden Zeigefinger seiner rechten Hand, "Sie ist gefährlich, das ist der Beweis!"

Als John den Finger sah, musste er laut losprusten - Cameron hatte wie ein Krokodil zugeschnappt und in Dereks Zeigefinger gebissen.
Unschwer waren die Abdrücke ihrer Schneidezähne zu erkennen.

"Was gibt es da zu lachen?! Siehst du nicht, dass sie eine Gefahr ist?!", zischte Derek, hielt sich nun wieder den Finger und beugte sich vor Schmerzen.

"Lass dir gesagt sein", stellte John nun ernst fest, "Wir lieben uns und du kannst nichts dagegen tun. Also stell dich uns nicht in den Weg! Wenn du es trotzdem tust, kann ich für nichts garantieren."
Damit ließ er seinen kühlen Blick von Derek, wandte sich herzlich Cameron zu und zog sie an ihrer Hand zur Treppe.

"Das hast du toll gemacht", gluckste er.
"Bist du nicht sauer, dass ich ihn verletzt habe?", fragte Cameron besorgt.
"Nein", erklärte John lächelnd, "Er hat es verdient und ich denke es hat ihm gut getan. Außerdem war es lustig. Er wird darüber hinwegkommen..."

"Ja, die Wunde sollte schnell verheilen...", stimmte sie zu, doch dann veränderte sich ihr Blick, "Doch ich bereue es. Mein Mund fühlt sich nun so dreckig an. Ich werde mir die Zähne putzen müssen", erklärte sie mit angewiderten Gesichtsausdruck, sodass John erneut glucksen musste, ihr einen Kuss auf die Wange gab und gemeinsam mit ihr ins Bad ging, um die Zähne zu putzen und sich bettfertig zu machen.

Als John fertig gerichtet war, wollte er durch die Türe in sein Zimmer gehen, wurde aber von Cameron aufgehalten, die sich ihm demonstrativ in den Weg stellte und ihren Kopf leicht schüttelte.
"Was hast du vor?", fragte John mit leicht geweiteten Augen.
Cameron grinste breit und näherte sich ihm an, sodass sein Puls in die Höhe schnellte und sein Herz zu rasen begann.
Sanft drückte sie ihn gegen die Türe zu ihrem Zimmer, streichelte sein Haar und säuselte ihm mit einem Wispern, welches kaum größer als ein Hauch war ins Ohr:
"Ich will mit dir Kuscheln...", und blickte ihn danach ganz unschuldig an.

John dessen Gedanken wild in eine Richtung abgedriftet waren, nickte völlig außer Atem und ließ sich von Cameron an der Hand in ihr Zimmer geleiten zu dem Bett, wo er sie schluckend mit nervösem Blick anschaute.
Cameron lächelte ihm aufmunternd zu und zog ihn näher zu sich heran.
Sanft begann sie seine Unterlippe zu küssen, während ihre Hände unter sein T-Shirt glitten, John der Atem dabei stockte und er fast starr, wie gelähmt war.
Mit einem Lächeln zog sie es ihm aus, indem sie, mit dem Saum zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt, langsam mit den Handflächen seine Taillen hoch glitt.
Kaum war das T-Shirt auf dem Boden, küsste Cameron ihn weiter, und platzierte mit einem breiten Grinsen seine Hände auf ihre Hüften und fuhr danach langsam seine Brust hinab zu seinem Gürtel.
John, den das so in Wallung brachte, dass er leicht rot vor Scham wurde, blickte nur kurz verlegen und streichelte ihr Haar und ihren Rücken.
Cameron öffnete seinen Gürtel und die Hose plumpste abwärts.
Mit einem leicht frechen Lächeln gab sie John einen kleinen Schubs, sodass er auf ihr bequemes Bett fiel.
Sie Beugte sich hinab und John schluckte und sein Puls stieg während sein Herz noch schneller raste, als Camerons Hände sich näherten, nach seiner Hose Griffen und sie samt Schuhe und Socken auszog.

Mit großen Augen betrachtete er sie, als sie sich langsam vor ihm auszog.
Zuerst zog sie das Top aus und Johns Blick fiel auf ihren lilanen BH.
Ihr gefielen seine lüsternen Blicke und sie begann, ihre schwarzen Lederstiefel auszuziehen, bevor sie aus ihrer Hose schlüpfte und John sprichwörtlich der Atem stockte, als er ihre wunderschönen Kurven sah.
Sie lächelte ihn an, hob leicht die Decke und schlüpfte darunter, während John das gleiche tat.
Langsam kuschelte sie sich an ihn an, sodass sie auf seiner Seite lag und ihr Ohr auf seiner linken Brust lag, wo sie seinen Herzschlägen lauschte, die sich langsam wieder beruhigten, während ihre rechte Hand sein Haar und seine Wange streichelte und die Linke auf seiner rechten Brust ruhte. John, der sie um Schulter und Hüfte langsam umschlang, spürte mit einem Schlucken, wie Cameron mit einem Grinsen ihr linkes Bein über seines hob und es kreuzte.
John atmete kurz tief durch und beruhigte sich. Seine Nervosität schwand langsam und er genoss die neue innige Zweisamkeit mit Cameron. Er streichelte ihr Haar und fuhr sacht und sanft mit seinen Fingerkuppen über ihre Haut ihren Rücken hinab - Sah wie Cameron vor Behagen wieder leicht die Augen schloss und seine Berührungen genoss.

"John?", flüsterte sie leise.
"Ja, mein Schatz", flüsterte er zurück und lächelte sie dabei an.

"Das war der schönste Tag in meinem Leben", erklärte sie ihm.
"Wirklich", fragte John und hatte dabei Tränen in den Augen.
Cameron blickte ihn nur liebevoll an und nickte.
"Es war auch für mich der schönste Tag", erklärte John, "Ich liebe dich und sehe immer neuere Facetten an dir, die mir noch nicht aufgefallen sind und die mich immer weiter in deinen Bann ziehen..."
Er schaute in ihre Haselnussbraunen Augen und verlor sich wieder in ihnen, sodass Cameron lächelte.
"Ich sollte diesen Tag aufschreiben", sagte sie leise und Johns Augen flatterten kurz.

Sie neigte den Kopf und sah das Kissen an, auf dem sein Kopf ruhte:
"Eigentlich ist es ziemlich merkwürdig, dass du so bequem auf dem Kissen liegst", stellte sie fest und schaute ihn prüfend an.

John wich ihrem Blick aus und begann nervös zu werden...
'Das Tagebuch...', kam es ihm, 'Verdammt, ich spüre es nicht unter meinem Kopf...'

Sarah musste es wohl irgendwo anders hingelegt haben.
Er blinzelte leicht nach oben und sah, dass Camerons warme Emotionen aus ihrem Gesicht verblasst waren und sie ihn leer anblickte.
Sie setzte sich auf und mit ihrem Blick durchforstete sie kurz das Zimmer und fand das Tagebuch, welches Sarah auf den Schreibtisch, neben dem Kugelschreiber gelegt hatte, bevor sie wieder Camerons Bett in Ordnung gebracht hatte.
John fasste sich währenddessen an die Stirn...

"Deshalb also dein Sinneswandel", stellte sie fest, ließ den Blick von ihm abgewandt und schniefte, "Du hast erst mein Tagebuch gebraucht um mich zu verstehen... Liebst du mich überhaupt? Oder tust du das bloß aus Mitleid, denn wenn du das nur aus Mitleid machst, will ich das hier nicht."

Entsetzt und mit schlechtem Gewissen nahm er wahr, wie eine dicke Träne ihre Wange hinab kullerte:
"Nein, bitte nicht weinen", flehte John, sprang auf und versuchte sie vergeblich zu trösten, indem er ihr Haar und ihren Rücken streichelte, "Es tut mir Leid, dass ich es gelesen habe und nicht von alleine dahinter gekommen bin - wirklich... Du musst mir glauben, bitte... Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich Cameron!"

Entsetzt musste er jedoch zur Kenntnis nehmen, wie Cameron aus dem Bett stieg.
hastig ergriff er ihre Hand, als sie weglaufen wollte.
Mit wässrigen Augen starrte er in ihre tränenden, die sie auf seinen festen Griff senkte.

"Bitte, geh nicht fort", flehte er weiter, "Ich will bei dir sein..."
"Lass mich los", erwiderte sie verletzt und traurig.

John ließ schluchzend los,
"Bitte, du darfst das nicht falsch verstehen..."
Er schluckte tief.

"Was wäre wenn du es nicht gelesen hättest?", erwiderte sie böse, "Du machst das nur aus schlechtem Gewissen! Wenn du es nicht gelesen hättest, dann läge jetzt Riley mit dir in deinem Bett!"

Johns Atem stockte und auch er weinte jetzt.
Langsam senkte er den Blick, da er wusste, dass sie Recht hatte...

"Ich wäre aber nicht so glücklich wie ich mit dir sein könnte...", erklärte er aufrichtig, "Und es wäre nie etwas passiert, nie, da ich jedes mal, wenn Riley und ich uns nahe gekommen sind, dein trauriges Gesicht dabei gesehen habe..."

"Ich war ihr nicht einmal so nahe, wie wir uns gerade eben waren", erklärte er weiter und sie blickte ihn daraufhin neugierig an.

"Und letztens, als ich dein Zimmer neu gestrichen habe?", fragte sie und schniefte.

"Du hast sie gehört was passiert ist...", erklärte John und schaffte es ihr in die Augen zu blicken.

"Du hast zwanghaft versucht mich vorzustellen und dabei ist dir beim Knutschen mein Name entweicht", stellte sie fest und John nickte nur.

"Ich liebe dich, und ich spüre das nur bei dir und mit dir... Und habe es nie bei jemand anderen gespürt...", er errötete sichtlich und stotterte etwas nervös weiter, "Ich will mein erstes Mal mit dir verbringen..."

Cameron blickte ihm in die Augen:
"Ich möchte auch mein erstes Mal mit dir verbringen"

Glücklich lächelte John sie an und sie lächelte zurück.
Auf den fragenden Gesichtsausdruck den John aber hatte, erklärte sie:
"Ich bin eine eins zu eins Vorlage, sodass ich auch, wie meine Vorlage Jungfr...", doch wurde schon schnell dabei von Johns erhobener Hand gestoppt,

"Zu viel Information", gluckste er kurz.

Cameron streckte ihm darauf hin die Hand entgegen, welche John nahm und sie zurück ins Bett geleitete.
Wie ein rohes, zerbrechliches Ei, zog er sie Behutsam auf sich, deckte sie zu und umschlang sie beschützend mit seinen Armen, streichelte ihr Rücken, ihr Haar und wischte die Tränen von ihrem Gesicht, während er ihren Nacken und ihre Wange mit heißen Küssen bedeckte und selber immer mehr in Tränen ausbrach, bis Cameron besorgt um ihn eingriff, sein Haar streichelte und mit der Handfläche sanft seine Wange streichelte, bis sie letztendlich ihre Lippen auf seine presste und sich beide innig, ausgiebig und so leidenschaftlich küssten, dass keiner von den beiden den Kuss unterbrechen wollte.
Cameron driftete mit ihrem Kuss ab und knabberte kurz an seiner Unterlippe, damit John Luft holen konnte.
Kaum hatte er einmal tief aus- und eingeatmet, schon küsste er sie wieder und ihre Zungen trafen sich in ihren Mündern und lösten in ihnen ein Feuerwerk der Gefühle aus.

Als John sich jedoch traute und seine Hände zu ihren Brüsten glitten, stoppte Cameron den Kuss, grinste ihn diebisch an und schüttelte leicht den Kopf:
"Heute nicht...", erklärte sie und John stöhnte leise.
"Ich will richtig erobert werden", erklärte sie ihm und er rollte mit den Augen.

"Du bist doch komplizierter als ich dachte", gluckste er.

"Ich habe es dir heute sehr einfach gemacht", erklärte sie ihm zulächelnd,
"Du musst dir schon etwas ausdenken, um mich vollständig rum zu bekommen", erklärte sie weiter und lachte kurz so herzhaft, dass John, der sie noch nie richtig Lachen sah, sie überrascht anstrahlte.
"Streng dich an", riet sie ihm mit einem Schmunzeln und legte sich danach wieder in seine Arme.

"Und wie soll ich jetzt schlafen?!", gluckste John, "Das kannst du jetzt doch nicht ernst meinen."
"Doch", bejahte sie knapp, "Das heißt nicht, dass ich dich nicht über alles liebe, denn das tue ich...", erklärte sie ihm und streichelte seine Wange,
"Doch du hast diesen Tag mit deiner Schnüffelei leider etwas getrübt und ich will, dass unser erstes Mal etwas Besonderes ist... verstehst du?"

Mit einem Grunzen nahm er es zur Kenntnis:
"Ich denke du hast Recht. Ich sollte glücklich sein, dass du überhaupt noch bei mir liegst..."

Cameron lächelte daraufhin.
"Endlich denkst du nicht mehr nur an dich", sagte sie erleichtert und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
"Und John, du bist ein Blödian", stichelte sie weiter, "Nächstes Mal sag doch gleich, dass du es schriftlich willst."

John gluckste daraufhin laut und Cameron schmiegte sich enger an John heran, der sie fest umschloss.
Er schloss seine Augen und genoss das wohlige Gefühl, dass er spürte und von Cameron kam.
Durch die Nase atmend roch er wieder ihr wohl duftendes Haar und es raubte ihm die Sinne.
Langsam schlief er behaglich ein, so fest und so geborgen, wie noch nie...

Blinzelnd wachte er am nächsten morgen auf und sah, wie Cameron ihn anstarrte.
Gähnend erblickte er ihr Lächeln. Er fühlte sich ausgeruht wie schon lange nicht mehr und hatte endlich, nach einer langen Zeit einmal wieder eine Nacht durch geschlafen, ohne einen Albtraum zu haben.
"Guten Morgen... Weißt du, meine Mutter hat das immer gemacht. Ich hasse es, wenn sie das tut.", erklärte er ihr.
"Dich anschauen, während du schläfst?", fragte sie.
John nickte und spielte mit ihren Haarspitzen.
"Dir macht es nichts aus, wenn ich das tue?", fragte sie mit großen Augen weiter.
"Nein", antwortete er ihr und drückte sie an sich, sodass er sie küssen konnte, "Was willst du heute machen?"
"Ich will mit dir ausgehen", antwortete sie aufrichtig.
"Du willst ein Date?", entgegnete John und grinste sie an.
"Ja, du Blödian", antwortete sie ihm und küsste ihn weiter.

Während des Kusses drehte John sich und Cameron langsam zur Seite.
Verwundert blickte sie ihn fragend an, als er aus dem Bett stieg.

"Ich gehe duschen", erklärte er knapp und lief ins Bad.
Unter der Dusche ließ er das warme Wasser an ihm herab laufen und schloss die Augen.
Die Ereignisse des letzten Abends liefen in seinem Kopf ab und es kam ihm vor, wie ein Traum... ein schöner Traum, dachte John grinsend.
Plötzlich schreckte er zusammen, als der Duschvorhang weggerissen wurde und eine splitternackte Cameron vor ihm stand.
Starr vor Schreck fiel sein Blick von ihrem schönen Gesicht und den Haselnussbraunen Augen abwärts und blieb an ihrem Busen haften.
Der Atem stockte ihm, als sie mit einem Schwamm näher kam, zu ihm in die Dusche stieg, den Vorhang wieder zu machte und ihm den Schwamm in die Hand drückte.
"Kannst du mir helfen?", fragte sie und John erblickte erst ihr Lächeln, als sie ihm den Rücken zu wandte, ihn über die Schulter hinweg anschaute und nach dem Shampoo und Duschmittel griff.
Kaum eine Minute später, war Cameron eingeseift und John wusch liebevoll ihren Rücken mit dem Schwamm.
Seine Hände glitten von oben nach unten und darunter, ebenso wie sein Blick.
Nachdem John keine Stelle ausgelassen hatte, drehte sich Cameron um, nahm ihn den Schwamm aus der Hand und presste ihn auf seine Brust.
John, der davon so überrascht war, schreckte zurück zur Wand.
Cameron war davon nicht beeindruckt und wusch Seinen Oberkörper während seine Blicke an ihrem hafteten.
Nach einiger Zeit, nahm sie seine Hand, drehte ihn um und wusch ihm den Rücken ebenfalls.
John spürte, wie ihre Berührungen ihn langsam erregten und seine Augen weiteten sich, als sie ihn erneut umdrehte, den Schwamm in die Hand drückte und mit einem erotischen Blick seine Hand zu ihrem Oberkörper führte.
John, dessen Puls und Herzschlag infolge dessen sofort in die Höhe schnellten, stockte der Atem, sodass er sich zwingen musste, tief Luft zu holen, als er ihren Busen mit dem Schwamm berührte.
Er fühlte, wie sein Blut sich im Unterleib staute und all seine Gedanken in die eine Richtung führten, als er sanft mit dem Schwamm über ihren Oberkörper und Bauch fuhr.
Sein Blick huschte kurz in ihr Gesicht und er sah, dass es ihr gefiel.
Ihn anlächelnd, zog sie ihn an sich heran.
John ließ den Schwamm fallen und beide zogen sich küssend in eine Umarmung.
Seine Hände berührten ihre nackte nasse Haut und sie berührte seine.
Er spürte, wie die animalischen Triebe in ihm hoch kamen.
Camerons Grinsen wurde frecher, als sie den Kuss stoppte und John noch immer ihren Oberkörper berührte...

Unterdessen kam Sarah gähnend in die Küche und erblickte am Tisch Derek, der seinen angeschwollenen, blutigen Zeigefinger mit einer Anti-bakteriellen Wundsalbe behandelte.

"Wer war das?", fragte sie ihn mit einem Stirnrunzeln.

"Es! Es war es!", erklärte Derek sichtlich wütend.

"Hilft das?", fragte sie skeptisch.

"Weißt du, vor einer Zeit, als Kyle und ich Kinder waren, sahen wir zwei Tunnel-Trolle die sich um eine Dose Tomaten geprügelt haben. Dem Verlierer fehlten danach drei Zähne und der Gewinner hat sich eine Blut-Infektion eingefangen und ist daran eine Woche später gestorben.", erzählte Derek, "Der Mund des Menschen ist schmutzig"

Sarah hob die Augenbrauen und starrte Derek mit einem Schmunzeln an.

"Was?!", fragte Derek.

"Du weißt, dass du Cameron gerade indirekt als Mensch bezeichnet hast.", erklärte sie ihm herausfordernd, während sich seine Augen entsetzt weiteten und sein Kopf vor Scham und Wut über sich selber leicht rot anlief.

"Ich denke nicht, dass du dir bei ihr Sorgen machen musst. Ich glaube sie kann weder krank werden noch Krankheiten übertragen...", behauptete Sarah, 'Ein Grund, warum Cameron doch die Richtige für John ist! Warum ist mir das nicht davor schon aufgefallen?! Das fehlte mir gerade noch, mir Sorgen zu machen, ob John sich beim Knutschen mit irgendeinem fremden Flittchen Krankheiten holt...'
"Warum hat sie dich überhaupt gebissen?", fragte sie ihn nun neugierig.

Derek schaute sie an und überlegte, ob er es ihr anvertrauen sollte.
John würde es sicherlich nicht gutheißen, doch früher oder später würde sie es eh erfahren. Dann musste John seine Beziehung zu dem Metall aufgeben.
Und je früher dies geschah, desto besser, auch wenn er dafür in Kauf nehmen musste, die erste Welle Wut des 'Drachen' ab zu bekommen.

"Nun, ich habe die Beiden erwischt", erklärte Derek und achtete auf jede Regung in Sarahs Gesicht, "Miteinander!"
"Aha, ich sehe", entgegnete Sarah mit einem belustigten Gesicht, was Derek zutiefst verstörte, "Und dann wolltest du dich natürlich einmischen..."

"Du hast davon gewusst?", fragte Derek erstaunt und entsetzt.

"Wärst du öfters mal hier und würdest dich mit John beschäftigen, dann hättest du es ebenfalls gewusst!", entgegnete Sarah wütend.

"Du tolerierst es!?", fragte er angewidert weiter.

"Um ehrlich zu sein, mir ist sie mittlerweile richtig ans Herz gewachsen", erklärte Sarah aufrichtig.

Derek starrt sie weiter ungläubig an und zeigte ihr seinen Finger:
"Du weißt, dass sie gefährlich ist, oder?! Schau was sie mit meinem rechten Zeigefinger gemacht hat! Es war Absicht, da es mein Abzugsfinger ist! Nun kann ich nicht mehr schießen! Es wird uns alle umbringen!"

"Weißt du, Derek, ich war kurz davor sie zu töten, mit ihrem Segen. Sie hat mir ihren Chip gegeben, ihre Seele und mir befohlen, ihn zu zerstören. Weißt du, warum ich es nicht gemacht habe?", erklärte sie mit wässrigen Augen, "Ich hab etwas bei ihr gesehen, was mich zutiefst schockiert hat. Etwas das ich bei ihr immer als fehlend angekreidet habe. Gefühle und Emotionen. Weißt du warum sie sterben wollte?!"

"Da es ein Trick war!", entgegnete Derek.

Sarah beachtete den Satz nicht und fuhr fort:
"Aus Liebeskummer wegen John. Sie liebt ihn und ich mag sie mittlerweile auch... irgendwie ist sie die Tochter, die ich nie hatte..."

Derek starrte sie entgeistert an und öffnete seinen Mund um ihr zu widersprechen, doch er kam nicht dazu:

"Was hätte ich tun sollen? Sie zerstören? Es beenden, so wie sie wollte? - damit John und sie kein Paar werden konnten?", fragte sie traurig, "Das konnte ich nicht mehr - nicht nachdem ich herausgefunden habe, dass sie fühlt und Emotionen hat, dass sie einen Willen hat. Ich hätte ihre Gefühle nicht respektiert... Ich hatte sie ihr schon nicht eingestehen wollen, das alleine schon war ein Fehler. Wenn sie wollte, und keine Gefühle in Bezug auf John hätte, wäre er schon längst tot und wir vermutlich auch...", erklärte sie weiter.

"Du bist wahnsinnig!", entgegnete Derek gereizt, "Weißt du, wie du dich anhörst?!"

Sarah seufzte laut und es begann ein 'Anstarr-Wettbewerb' zwischen den beiden, der plötzlich durch einen lauten, hohen Schrei im oberen Stockwerk unterbrochen wurde.

Erschrocken griff Sarah sofort zu ihrer 9mm im Hosenbund und rannte die Treppe hoch.
Währenddessen schrie sie Derek an:
"Schnell Reese!"

Derek blieb aber sitzen und starrte pessimistisch auf seinen verwundeten Finger:
"Ich habe es dir ja gesagt! Ich kann keine Waffe bedienen! Sie wird uns alle umbringen! Wir sind tot! Wir sind alle tot!", schrie er ihr nach...