10. Glaube


Zusätzliche Warnings: Comic Book Science, Fanatismus


„Lass das Mädchen in Ruhe!"

Ruby war auf eine Art Pritsche geschnallt worden, und schien nicht bei Bewusstsein zu sein. Ein menschlicher männlicher Beta stand vor der Pritsche und schien auf sie hinabzublicken. Sein Rücken war dem Eingang des Raumes, in dem sie sich befanden, zugewandt. Als er den Befehl hörte, drehte er sich langsam zu Mon-El und Imra um.

„Oh, du bist es. Der Möchtegern-Gott. Deine Spezies hat versucht unseren Planeten zu erobern, doch sie war es nicht wert und ist gescheitert. Rao hat die Erde vor euch beschützt", meinte der Mann, als der Mon-El in seinem bunten Anzug nachdenklich musterte.

„Das ist schon möglich. Aber Rao beschützt auch kleine Mädchen. Und er wäre ganz und gar nicht mit dem einverstanden, was du da gerade tust", meinte Mon-El.

„Ich? Ich tue gar nichts. Hier nimmt nur das Schicksal seinen Lauf", erwiderte der menschliche Mann.

„Lass sie frei!", wiederholte Mon-El ungeduldig.

Der Mann machte einen Schritt auf ihn zu und fand sich dann in einer von Imras Psi-Blasen gefangen wieder. Er lächelte nur milde und schien sich davon nicht sehr gestört zu fühlen.

„Sieh nach dem Mädchen!", wies Imra ihren Ehemann an, der zu der Pritsche stürmte und Ruby losschnallte. Das Mädchen war bleich und ohne Bewusstsein, atmete aber noch. Schläuche steckten in ihren Armen und schienen irgendetwas in sie hineinzupumpen. Mon-El entfernte die Schläuche vorsichtig, aber bestimmt. Dann rüttelte er das Mädchen. „Ruby, kannst du mich hören? Ruby? Wir sind hier um dich zu retten!", erklärte er ihr, und er konnte sehen, wie sie darum kämpfte die Augen zu öffnen.

„Was ist mit meiner Mom und den anderen…", murmelte sie dann kraftlos und schien langsam aber sich zu sich zu kommen.

„Coville und die Person im Körper deiner Mutter sind unter Kontrolle, sie können dir nichts mehr antun", erklärte Mon-El.

„Was ist mit der anderen Frau?", wollte Ruby wissen.

Andere Frau?!


„Sam, wenn du da drinnen bist, dann wäre jetzt ein guter Moment sich zu Wort zu melden", meinte Kara und wischte sich Blut von den Mundwinkeln. Sie stand noch gerade so auf den Beinen, aber trotz Capetricks und vieler Erfahrung, sah ihr Kampf gegen Reign dieses Mal nicht viel besser aus als beim ersten Mal. Kara war nahe daran zu verlieren.

„Samantha kann dich nicht hören", verkündete Reign, „Warum seid ihr gekommen? Ihr hättet euch einfach fernhalten sollen. Das hier ist … eine Familienangelegenheit."

„Nun, Sam und Ruby gehören zu unserer Familie, Reign, und sie sind mit dem hier nicht einverstanden!", erwiderte Kara, „Ein Kind entführen! Wie kannst du das nur gutheißen?"

„Ihr emotionaler Tumult wird nicht von Dauer sein", erwiderte Reign nur.

Kara sah sich nach Guardian um. Er hatte ihr bisher nur wenig hilfreiche Notschützenhilfe leisten können. Wenn er ihre Geheimwaffe gegen Reign benutzen wollte, dann musste er es bald tun, aber Kara wusste, warum er das bisher noch nicht versucht hatte: Sie selbst war immer zu nahe an Reign dran. Das neue Kryptonit würde sie beide erwischen.

Es bleibt keine Zeit mehr, beschloss Kara und flog mit den Fäusten voran auf Reign zu, Reign fing sie ab und schleuderte sie davon. Noch bevor sie gegen die Wand krachte, rief Kara aus: „Jetzt!" Sie hoffte, dass James nahe genug an Reign dran wäre um seinen Angriff durchführen zu können, aber selbst, wenn nicht, dann wusste er hoffentlich trotzdem, was zu tun war.


„Ihr seid Eindringlinge!" Es war eine Frau in einer Robe, die sie als eine Art Priesterin auszuweisen schien. Und sie hielt J'onn in seiner marsianischen Form am Hals fest und schleuderte ihn dann in die nächste Ecke.

Imra konnte sehen, wie Mon-El Ruby von der Pritsche hob, mit ihr zu Imra flog, und sich dann schützend vor den beiden Betas postierte. Doch würde das helfen? Die seltsame Frau war wie ein Geist aus dem Nichts erschienen, hatte J'onn scheinbar spielend fertig gemacht, und kam nun auf sie zu geschritten oder geschwebt, so genau konnte Imras das nicht feststellen, denn sie bewegte sich auf seltsame Weise vorwärts.

„Dieser Planet muss von der Sünde gereinigt werden!", verkündete die unheimliche Frau, „Gebt mir das Mädchen zurück!"

„Nein!", erwiderte Mon-El nur, „Verschwinde dorthin zurück, wo du hergekommen bist, Hexe!"

„Wenn du denkst, ich wäre nicht dazu in der Lage euch wie die lästigen Insekten, die ihr seid, zu zerquetschen, dann irrt ihr euch!", verkündete die Frau und hob ihre Hand.


Kara prallte gegen die Wand und sprang so schnell sie konnte wieder auf ihre Füße. Dann sah sie sich nach Reign um und stellte fest, dass sich ihre Gegnerin am Boden wand. Vor ihr stand der Koffer, er war geöffnet und darin befand sich ein Stein, der in den verschiedensten Farben zu glänzen schien. Das war das neue Kryptonit. Kara konnte das bekannte Grün strahlen sehen, und erkannte das verhasste Rot zwischendurch blitzen, aber sie sah auch Gold und Schwarztöne, die den Stein abwechselnd mit den anderen Farben zu erhellen schienen.

„Schlag sie K.O., Guardian!", forderte Kara, die sich lebhaft vorstellen konnte, wie sich Reign nun fühlen musste. Keiner hatte diesen Schmerz verdient.

Guardian erschien hinter Reign und rammte deren Kopf gegen den harten Boden. Reigns Augen fielen zu, und sie rührte sich nicht mehr. Guardian suchte nach ihrem Puls. „Sie lebt", stellte er fest.

„Nimm sie und den Koffer und schaff sie an Bord des Cruisers", wies ihn Kara an, „Ich suche Ruby und die anderen."

Guardian nickte und warf sich dann die ohnmächtige Reign über die Schultern. Danach hob er den Koffer auf, schien zu überlegen, ob er ihn zuklappen sollte oder nicht, entschied sich dann dagegen und war bald darauf verschwunden.

Kara atmete tief ein und machte sich dann auf die Suche nach den anderen.


Die Hexe durchbrach Imras Psi-Blase, als wäre sie gar nicht da. Mon-El hatte Imra schon oft im Kampfeinsatz erlebt, und er hatte noch nie gesehen, wie irgendjemand dazu in der Lage gewesen war, sie zu durchschreiten, als wäre sie nicht da. Aber für diese Hexe war sie vielleicht gar nicht da. Vielleicht hatte die Hexe einfach in eine andere Dimension gewechselt und war dann hinter der Blase wieder in dieser hier aufgetaucht.

„Ich warne dich", begann Mon-El und wusste selbst nicht, wie er diesen Satz fortführen sollte.

Die Hexe schnaufte nur abfällig und hob erneut ihre Hand – und wurde von Kugeln getroffen, die aus einer Handfeuerwaffe auf sie abgefeuert wurden. Nun, eigentlich wurde sie eher nicht getroffen, da die Kugeln von ihr abprallten, aber zumindest hielt sie durch diesen Angriff irritiert inne.

„Imra, nimm Ruby und bring sie in Sicherheit!", befahl Alex, die gemeinsam mit Maggie hinter Mon-El, Imra, und Ruby auftauchte, „Wir halten diese Kryptonierin auf!"

Imra nickte, hob Ruby hoch und flog dann mit dieser mit Hilfe ihres Legion-Ringes davon.

„Ihr? Und welche Armee?", spottete die Hexe.

„Wie wäre es mit mir?" Kara landete neben Mon-El, nickte diesem dann kurz zu, und meinte dann. „Zeig mir, was du zu bieten hast."


„Was ist da Unten los?", wollte Lena wissen, nachdem James die bewusstlose Reign abliefert und in eine der Stasiskammern gelegt hatte, „Wo sind Ruby und die anderen?" James zuckte nur die Schultern, er hatte keine Antwort für sie parat.

„Die Chancen, dass Thomas Coville nicht alleine gehandelt hat, sondern über einen oder mehrere weitere Verbündete verfügt, steigen mit jeder verstreichenden Minute", informierte Brainiac-5 alle Anwesenden.

„Wir müssen ihnen helfen", befand Winn, „Schieß auf die Gebäude, wir fliegen rein!"

Brainiac-5 warf ihm einen Blick zu, der eindeutig ausdrückte, für wie verrückt er die Idee hielt. „Wenn ich das tue, dann könnte ich das Mädchen dabei vielleicht unabsichtlich töten, genau wie J'onn J'onnz, und auch Mon-El, Imra, und Supergirl könnten zu Schaden kommen", teilte er allen Anwesenden unterkühlt mit.

„Dann schieß dir so einen Weg frei, dass nicht die gesamte Fabrik zusammenbricht", gab Winn zurück, „Ich meine, du bist doch so schlau, oder? Ich bin sicher, du kannst berechnen, wo du hin schießen musst um das Risiko eines Einsturzes zu senken."

Brainiac-5 blickte ihn stumm an, schien dann ein paar Sekunden ins Leere zu blicken, und meinte schließlich: „Ja. Das kann ich. Ich beginne nun damit."

James wechselte einen Blick mit Lena, und dann einen mit Winn, der nur mit den Schultern zuckte, und dann setzte sich der Cruiser in Bewegung.


Kara machte sich für den Kampf mit der Priesterin bereit, als plötzlich die Wände um sie herum zu beben begannen. „Was?!"

Die Augen der Priesterin blitzten auf, sie machte einen weiteren Schritt auf sie zu und war dann mit einem Mal verschwunden. Kara blinzelte und fasste sich automatisch an den Kopf, doch sie schien nichts abbekommen zu haben. Im gleichen Moment wunderte sich Maggie: „Wo ist sie hin?"

„Wir müssen hier weg!", befand Kara und ging hinüber zu J'onn und warf sich diesen über die Schulter. Unterdessen trat Mon-El zu Coville, der Imras Abgang überraschender Weise nicht dazu genutzt hatte um zu fliehen, und zerrte den Mann mit sich mit in Richtung Ausgang. Alex und Maggie übernahmen mit gezückten Waffen die Nachhut und sahen sich immer wieder misstrauisch nach der verschwunden Priesterin um.

„Wo ist sie hin?", richtete Kara Maggies Frage nun an Coville. Der zuckte nur mit den Schultern. „Zurück in die jenseitige Dimension, aus der sie gekommen ist", meinte dieser nur.

Kara empfand diese Aussage als nicht gerade sehr hilfreich. Warum ließ sich Coville überhaupt so einfach verhaften? Das konnte doch nur bedeuten, dass er irgendetwas vorhatte. Nur was?

Sie holten Imra und Ruby ein. „Es ist Brainey, mit dem Cruiser - sie fliegen herein", meinte Imra und deutete auf den Cruiser, der ihnen an der hohen Decke des Gebäudes entlang gleitend entgegen geflogen kam.

„Die konnten es wohl nicht abwarten uns zu sehen", kommentierte Mon-El.

Kara war froh den Cruiser zu sehen, aber zugleich beschlich sie das beunruhigende Gefühl, dass die ganze Sache trotzdem noch nicht vorbei war, ganz im Gegenteil sogar. Und ein Blick auf den selig lächelnden Coville bestätigte ihr das auch.


Thomas Coville wirkte so, als könnte ihn nichts und niemand nervös machen. Er saß milde lächelnd im Verhörraum des DEOs und wirkte wie jemand, der in vollkommenen Frieden mit sich selbst lebte.

Die Tatsache, dass Supergirl ihre Hände auf den Tisch vor ihm knallte, brachte ihn nicht einmal zum Blinzeln. „Wie macht sie es? Sie ist nicht auf der Erde, nicht wahr? Sie ist irgendwo anders. Auf einem anderen Planeten, in einer anderen Dimension, aber sie kann sich hierher projizieren. Wie ist das möglich? Und sagen Sie jetzt nicht, weil sie Gott ist, denn das ist sie mit Sicherheit nicht. Sie ist eine Hexe vom Krypton - eine Kultistin, wie Sie sie nennen würden! Und sie bedroht die Leben von Sam und Ruby und von allen anderen auf der Erde! Es wäre also besser, wenn Sie mir sagen würden, was Sie wissen, denn ansonsten wird hier jemand anderer rein kommen, und der wird nicht so nett sein wie ich!", erklärte Supergirl ihm aufgebracht.

Coville beobachtete sie mit schief gelegtem Kopf. „Wieso stellst du mir Fragen, deren Antworten du schon kennst?", wollte er dann wissen, „Kryptonier vollbringen ihre Wunder mit kryptonischer Technologie, nicht wahr?"

„Also gibt es noch kryptonische Technologie auf Erden? Technologie, die wir noch nicht kennen? Wo ist sie, und wieso haben wir sie bisher noch nicht gefunden? Und wie können wir sie aufspüren?", wollte Supergirl wissen.

Coville zuckte nur mit den Schultern. „Wie können wir Sam zurückbringen und Reign endgültig verbannen?", wollte Supergirl dann von ihm wissen, doch auch darauf wusste er keine Antwort. Oder tat zumindest so.

Maxwell Lord wandte sich vom Monitor ab und drehte sich mit seinem Sessel zu Lena um. „Es war ein Projektionsgerät in der Fabrik, das ist ganz klar. Es wurde beschädigt, als das Raumschiff in das Gebäude eindrang", erklärte er großspurig, „Deswegen ist sie in diesem Moment so plötzlich verschwunden."

„Offensichtlich", erwiderte Lena unbeeindruckt, „Doch die wahre Frage ist, ob es noch mehr Projektionsgeräte auf der Erde gibt, und wie wir sie finden und zerstören können."

„Was ist mit der Festung der Weltenkiller?", wandte sich Maxwell Lord an J'onn.

„Die ist in sich zusammengefallen, als Pestilence und Purity gestorben sind", erwiderte dieser, „Es ist Nichts übrig geblieben. Es ist als hätte es sie nie gegeben."

„Vielleicht hat es das ja auch nicht", meinte Lena, „Vielleicht war sie auch nur eine Projektion. Und vielleicht gehen wir das Ganze falsch an, vielleicht war es niemals Technologie, die dafür gesorgt hat, dass die Priesterin und die Festung hier erschienen sind, vielleicht waren es die Weltenkiller. Ich kenne Reigns DNS, und darin ist nichts so, wie es sein sollte. Ich meine ... Kryptonisch ja, aber so viel mehr. Vielleicht ist diese Priesterin immer noch hier, weil Reign immer noch hier ist, und sobald wir einen Weg gefunden haben Reign loszuwerden, verschwindet auch sie für immer."

„Kryptonier besitzen ein gewisses telepathisches Potential, das aber bei den meisten von ihnen nicht sehr weit entwickelt ist. Aber da wir gesehen haben, wozu Reign, Purity, und Pestilence mit vereinten Kräften fähig waren, würde ich diese These nicht ausschließen", gab J'onn zu.

„Ich kann kryptonische Technologie aufspüren, wie jeder hier weiß. Nur um ganz sicher zu gehen, biete ich gerne meine Hilfe an. Wobei ich davon ausgehe, dass ich die Daten, die dabei gewonnen werden, nicht selber zu sehen bekommen werde, und ihr vermutlich nur meine Technologie klauen werdet. Aber für die Rettung der Erde bin ich bereit dieses Opfer zu bringen", verkündete Maxwell Lord dann pointiert und warf Lena einen vielsagenden Blick zu.

„Und ich werde weiterhin versuchen Sam zu heilen und dabei Reign genauer untersuchen. Wenn es biologische Gründe für das Erscheinen der Priesterin gibt, dann werde ich sie im Zuge davon vielleicht finden", erklärte Lena Luthor, „Ich will allerdings betonen, dass ich das nur für Sam tue, und nicht weil ich die Methoden Ihrer Organisation gutheißen würde."

J'onn nickte nur. Irgendetwas musste in Bezug auf Lena Luthor unternommen werden, bevor sie sich endgültig gegen sie stellen würde, das war klar. Nur war ihm im Moment absolut schleierhaft, was sie unternehmen sollten. Zumindest lieferte ihnen die derzeitige Krise mehr Zeit um darüber nachzudenken. Dass Maxwell Lord weiterhin so viel Erfolg damit hatte Miss Luthor gegen das DEO aufzubringen, ging ihm gegen den Strich. Er durfte den Alpha diesen Kampf nicht gewinnen lassen.

Aber ein Problem nach dem anderen, erinnerte er sich selbst.

„Wir sind Ihnen beiden für jede Hilfestellung, die sie uns geben können, dankbar", meinte er dann noch. Natürlich würden sie Coville weiter verhören, aber ob dabei viel Brauchbares herauskommen würde, glaubte J'onn nicht. Er hatte auch nicht gerade das Gefühl, dass die Kryptonier ihren menschlichen Verbündeten besonders viele Informationen anvertraut hatten.

Aber warum hat er sich verhaften lassen? Was verspricht er sich davon?, fragte er sich zum wiederholten Mal, seit er diese Tatsache erfahren hatte, Und warum habe ich das Gefühl, dass ich das bald herausfinden werde?


„Wir werden alles tun um deiner Mom zu helfen, und ich verspreche dir, dass ich dich ab jetzt nie wieder anlügen werde, was sie betrifft. Du musst mir glauben, wenn ich dir sage, dass diese Frau, die du getroffen hast, nicht sie ist, sondern eine andere, und dass wir einen Weg finden werden sie von dieser anderen zu befreien", erklärte Alex Ruby.

Diese nickte nur müde. „Ich bin nur froh, dass ich jetzt endlich weiß, was vor sich geht. Und dass keiner mehr versucht mich umzubringen oder in ein Monster zu verwandeln, oder sonst was", meinte sie, „Ich habe immer noch Kopfweh."

„Das ist normal. Ich kann dir aber versichern, dass ich bei der Untersuchung vorhin nichts festgestellt habe, was darauf hinweist, dass die mit irgendetwas, das sie mit dir gemacht haben, Erfolg hatten. Du bist immer noch ein ganz normaler Mensch", versicherte Alex dem Mädchen, „Schlaf ein wenig, und du wirst sehen, dass du dich morgen um einiges besser fühlen wirst."

Ruby nickte und schloss ihre Augen und schien wenige Momente später auf ihrer Liege in der Krankenstation des DEOs einzuschlafen.

„Ich hatte wohl recht: Du wirst eines Tages eine tolle Mutter werden, Danvers", kommentierte Maggie die Szene.

„Ich weiß nicht, ich hätte sie nicht anlügen sollen und ihr von Anfang an die Wahrheit sagen müssen, dann wäre das alles kein so großer Schock für sie gewesen, denke ich. Und dabei hab ich ihr noch nicht einmal von ihrer Großmutter, die sie noch nie getroffen hat und die hier im DEO in Schutzhaft ist, erzählt", seufzte Alex daraufhin nur.

„Sie schient dich wirklich zu mögen und dir zu vertrauen, das ist die Hauptsache", meinte Maggie, „Ich bewundere dich. Und das meine ich ehrlich. Du kannst mit ihr umgehen, und dabei ist sie noch nicht einmal dein Kind…"

Alex musterte Maggie nachdenklich. Gab es vielleicht einen speziellen Grund dafür, warum Maggie keine Kinder wollte, der in ihren bisherigen Diskussionen noch nicht aufgekommen war? Sie wollte gerade danach fragen, als sie ein Geräusch hinter sich hörte.

„Ruby? Bist du-" Weiter kam sie nicht, da ihr der Rest der Frage im Hals stecken blieb, als sie sah, dass Ruby nicht mehr auf der Liege lag, sondern über dieser schwebte, aufrecht stehend und mit schwarzen Augen.

„Ruby ist weg. Ich bin Faith. Was ist mit euch beiden? Glaubt ihr an mich?", fragte das schwebende Mädchen und streckte ihnen ihre geöffnete Hand entgegen.


A/N: Und noch ein böser Cliffhangar. Sorry.

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