Disclaimer: sh. Kapitel 1

Harrys Tagebuch

Hogwarts, 31. Oktober 2000

Was für ein Tag... . Zuerst lesen wir im Tagebuch von Dracos Vater. Er klingt in dem Tagebuch nicht wie dieser. Er klingt irgendwie nett. Es ist seltsam, er schreibt da recht geheimnisvoll von einem von ihm bewunderten Mädchen. Ihr „Fehler" ist, dass sie nicht in Slytherin ist und ständig mit meiner Mutter zusammenhing. Und demzufolge auch immer wieder mit Potty, Fetty, Wolfy und black sheep. Von diesen schreibt er sehr spöttisch, besonders von meinem Vater, er hat ihm anscheinend immer wieder Dates vermasselt und machte ihm das Leben ziemlich schwer.

Was mir auch ziemlich zu schaffen macht, sein Vater hat anscheinend des Öfteren Professor Snape irgendwo gefunden und ihn behandelt. Die Tränke hat Professor Snape selbst zusammengebraut und er hatte anscheinend auch einen größeren Vorrat, der aber immer ziemlich schnell schrumpfte. Irgendwie entsetzt mich das schon. Sicherlich waren die Kämpfe von mir und Draco immer heftig, aber gegen das, waren das Kindergartenspiele.

Aber zurück zu der Frau, das Tagebuch hat hauptsächlich mit ihr zu tun. Er versucht mehr herauszufinden und fragt alle möglichen Leute um Hilfe. Und dann muss er noch ständig eine Fisher abschütteln. Fisher ist Pansys Mutter, hat Draco gesagt. Er hat gesagt, sie ist genauso wie die Tochter. Bin ja mal gespannt, was da noch kommt, wir sind etwa bis zur Hälfte gekommen.

Und dann heute Nachmittag... . Leyla-Lucia ist nicht nur Snapes Tochter sondern auch die Tochter von Sirius. Das hätte ich nicht gedacht. Professor Snape hat die Geschichte erzählt.

Anscheinend haben die Rumtreiber ihm einen ziemlich üblen Streich gespielt. Es war der letzte Schultag und er war mitten in Experimenten für einen Fruchtbarkeitstrank. Dies war geheim, er hatte in seinem letzten Schuljahr anscheinend einen Sonderfernkurs für den Zaubertränkemeister belegt. Der Fruchtbarkeitstrank war sozusagen sein Meisterstück, auch wenn dieser im Laufe der Jahre verändert wurde. Inzwischen muss man ihn nur noch einmal nehmen. Früher musste man ihn während der gesamten Schwangerschaft nehmen. Da er kein Testobjekt hatte, hatte er ihn an sich selbst ausprobiert.

Sirius ist aus welchen Gründen auch immer noch mal zurückgegangen. (Mein Vater hätte ihn fast umgebracht, mein Vater hatte anscheinend ein Händchen für ziemlich üble Streiche.) Da hat er ihn dann halb tot gesehen und ihn gerettet. Er hatte ihm auch einen Trank gegeben. Dadurch ging es ihm gleich besser. Aber irgendwie sind sich die beiden dann näher gekommen, er war anscheinend damals schon in Sirius verliebt... . Und somit kam es wie es kommen musste. Es war ja der letzte Abend und somit auch die letzte Chance.

Leyla-Lucia ist also das „Meisterstück" des Tränkeprofessors. Sirius hat es erst erfahren, nachdem er wieder aus Askaban heraus war. Sie sind sich dann auch noch mal näher gekommen, aber dann hat sie die Museumssache endgültig getrennt. Was musste ich auch so blöd sein.

Leyla-Lucia hat Sirius nur ein einziges Mal auf der Flucht gesehen. Sie sieht hauptsächlich Severus Snape ähnlich, doch hat sie auch etwas von Sirius. Irgendwas in ihrer Art hat mich an ihn erinnert. Sie wirkt genauso wie er. Sie konnte ihren Vater nicht mal richtig kennen lernen und das ist nur meine verdammte Schuld. Meine verdammte Schuld, ich habe mich entschuldigt und bin dann rausgelaufen.

Draco hat versucht mit mir zu reden, aber ich habe ihn total abgeblockt, zumindest anfangs. Irgendwann bin ich dann in Tränen ausgebrochen und er hat mich im Arm gehalten und mir gesagt, dass mir niemand die Schuld gibt. Später kamen dann noch Snape und Leyla-Lucia und sie bestätigte mir dies. Irgendwie hat das dann die Schuld etwas mehr von mir genommen. Es ist als würde ich mich aufgrund ihrer Worte weniger schuldig fühlen. Auch hat mir Draco sehr geholfen. Alleine durch seine Anwesenheit. Ohne ihn hätte ich das nicht durchgestanden.

Nachher ist Halloween. Irgendwie habe ich keine Lust auf Feiern. Dieser Tag erinnert mich an die Leute, die gestorben sind. Am Tisch der Ravenclaws wird ein Platz für Cedric gedeckt. An unserem Tisch wird ein Platz für meine Eltern gedeckt und einer für Sirius. Draco hat dies anscheinend so veranlasst. Ich kannte diesen Brauch gar nicht, daraufhin hat er mich sehr seltsam angesehen und gemeint, dass dies doch jedes Jahr so gemacht wurde. Ich habe nur den Kopf geschüttelt.

Harrys Tagebuch

Hogwarts, 31. Oktober 2000

Beim gestrigen Halloweenfest war es schön. Ich hatte das Gefühl, dass meine Eltern da sind. Dadurch, dass der Tisch für sie gedeckt war, war es für mich irgendwie so, als wären sie anwesend. Ein schönes Gefühl. Auch fühlte ich Sirius Anwesenheit. Es war einfach ein schöner Tag.

Dracos Tagebuch

Hogwarts, 01. November 2000

Gestern war ein Tag. Wir erfuhren nicht nur Dinge über meinen Vater, sondern auch über Harrys Vater. Dessen Verhalten hat ihn ziemlich getroffen. Anscheinend hat nicht nur mein Vater sondern auch sein Vater zwei Seiten. Er war ziemlich entsetzt. Daher werden wir das Tagebuch erst mal beiseite legen. Er ist mir wichtiger ihm Moment. Und ohne ihn will ich das Buch nicht weiterlesen.

Severus Erzählung hat er sehr gefasst aufgenommen, aber plötzlich hatte er sich entschuldigt für seine „Tat" und ist rausgerannt. Er fühlt sich anscheinend immer noch schuldig an Sirius Blacks Tod. Ich bin ihm nachgegangen und habe versucht ihn zu trösten.

Etwas später sind dann noch Leyla-Lucia und Severus aufgetaucht und haben ihm gut zugeredet. Anscheinend haben sie den richtigen Punkt getroffen. Er war danach viel ruhiger.

Das Abendessen hat ihm gefallen, er sagte nachher, dass es ihm vorkam als wären seine Eltern und Sirius da gewesen. Er schien sehr glücklich... . Heute schläft er noch, die Feierlichkeiten haben ihn sehr aufgeregt.

Nach dem alten Kalender ist heute Neujahr, ich habe es still für mich gefeiert. Meine Großmutter hat mir Farböle geschickt. Sie macht diese immer selbst. Darüber habe ich mich besonders gefreut. In ihrem Brief wies sie daraufhin, dass diese Wunder bewirken können und die Farbmagie vielleicht auch Harry helfen könnten. Hmmh..., wenn er mag, könnten wir das ja ausprobieren. Ihre Anwendung hat mir meine Großmutter gezeigt und ich habe sie auch schon angewandt... ich werde ihn nachher fragen.

Dracos Tagebuch

Hogwarts, 02. November 2000

Heute waren wir alle gemeinsam in Hogsmeade. Harry, Alan und Hermine, Blaise und Leyla-Lucia und Severus war auch dabei. Es war ein sehr lustiger Nachmittag. Ich habe ihn genossen. Es war schön zu sehen, wie entspannt wir alle sind, in letzter Zeit sind doch viele „aufregende" Sachen passiert und so ein entspannender Nachmittag in Hogsmeade ist auf alle Fälle was.

Harrys Tagebuch

Hogwarts, 02. November 2000

Heute Nachmittag waren wir in Hogsmeade, es war ein ziemlich lustiger Nachmittag. Professor Snape ist privat ganz anders, als er als Professor ist. Viel entspannter und gelöster. Auch ist er im Umgang mit seiner Tochter vollkommen anders, als ich mir vorgestellt hatte. Er ist glaube ich ein guter Vater.

Draco hat mir heute gebeichtet, dass er Professor Snape vor einigen Tagen gefragt hatte, ob er nicht sein Patenonkel sein wollte. Auf meinen verwunderten Blick sagte er mir, dass seine Patin, seine Tante Bellatrix ist. Danach wusste ich, warum er ihn gefragt hat. Professor Snape ist nicht nur sein Lehrer sondern auch sein Mentor und ja irgendwie auch Vertretung für seine Eltern, wie ein Patenonkel es sein sollte.

Harrys Tagebuch

Hogwarts, 03. November 2000

Heute bin ich richtig aufgeregt. Ausnahmsweise sitze ich zum Tagebuchschreiben in unserem Gemeinschaftsraum. Gestern hat mir Draco Farböle gezeigt. Kannte ich vorher gar nicht. Es sind irgendwie Öle mit den Farben, sie leuchten beim Auftragen auch. Er fragte mich, ob ich etwas Neues ausprobieren würde, etwas, dass mir weiterhelfen könnte. Eine Farbölmassage, er hat mir gesagt, dass seine Großmutter ihm diese gezeigt hätte. Es gäbe zwar auch andere Anwendungsmöglichkeiten, aber damit kennt er sich nicht so richtig aus und er sagte, dass ihm die Farbölmassage am besten gelegen hat.

Draco hat gemeint, er bräuchte vorher etwas Ruhe und Zeit zum Meditieren, ich soll einfach in einer Stunde reingehen. Ich werde wohl noch etwas ruhen, bin aber sooo aufgeregt. Ich habe zwar ein bisschen Angst, weil er mir sagte, dass diese Art von Meditation sehr nahe geht und unter Umständen auch einiges auslösen kann. Er hat zwar gesagt, ich solle mich entspannen, aber ich bin total aufgeregt. Nicht, weil ich ängstlich wäre, eher im Gegenteil weil ich mich darauf freue. Denn ich wurde noch nie massiert, oder wenn dann nur ganz kurz meine Schultern. Aber so eine Massage... .

Aber er sagte mir auch, dass er was für den Notfall da hätte und außerdem ist ja Professor Snape in der Nähe.

Dracos Tagebuch

Hogwarts, 04. November 2000

Es war nicht das erste Mal, dass ich eine Farbölmassage durchgeführt habe, aber so eine intensive Wirkung und Verbindung habe ich bisher noch nie gespürt. Es war der absolute Wahnsinn.

Vorbereitet habe ich mich wie immer. Harry ist dann vorsichtig hereingekommen und kam mir sehr aufgedreht vor. Daher habe ich noch ein bißchen vorher mit ihm geredet. Seine Aufregung kam daher, dass er bisher noch nie so berührt wurde. Berührt schon, aber noch nie, um zu helfen. Nicht mal als er ständig Kopfschmerzen hatte, hat ihn einer seiner Freunde berührt. Kann ich nicht verstehen, wobei Hermine ist zwar sehr warmherzig, aber auch sehr vorsichtig und es anscheinend auch nicht gewohnt mal umarmt zu werden. Es ist für sie ungewohnt, dabei war sie doch mit Wiesel zusammen?

Ok in der Familie bin und war ich es nicht gewohnt umarmt zu werden oder gehalten zu werden. Das hat nur meine Großmutter gemacht, damals als sie mir Muggelmärchen vorgelesen hat. Mein Vater durfte davon nie wissen, also hatte sie uns Kindern eine Sperre eingehext und wenn wir erzählten, erzählten wir von Zauberermärchen. Wir haben das gar nicht so bemerkt. Sie hat es mir in den Ferien erzählt. Und dann verstand ich auch, warum mein Vater nie sauer wurde..., weil er es nie gewusst hatte. Ja, ich Draco Malfoy kenne Muggelmärchen und habe sie als Kind geliebt. Besonders geliebt habe ich Aschenputtel. Das fand ich total super und meine Großmutter hat sie mir immer wieder erzählt.

Später hat sie mir heimlich Bücher von Astrid Lindgren geschickt. An Mio, mein Mio und Die Brüder Löwenherz kann ich mich noch erinnern. Die beiden haben mir gut gefallen. Sicherlich nicht unbedingt Jungenliteratur oder gar für Bücher für angehende Todesser. (Von Geburt an war mein Weg klar. Ich werde Todesser, zumindest wenn es nach meinem Vater gegangen wäre.) Aber die Bücher haben mich geprägt. Wenn ich mich noch richtig erinnere, habe ich sie irgendwann mal mitgenommen.

Die Bücher sahen für meinen Vater aus, wie irgendwelche magischen Bücher und er war zufrieden. Wenn er gewusst hätte, er hätte die Bücher wohl sofort verbrannt. Aber vorsichtshalber habe ich sie immer versteckt. Irgendwas hat er wohl geahnt, sonst wäre sie wahrscheinlich öfter zu Besuch gekommen. Oder war es die Tatsache, dass sie sich öffentlich gegen ihn und gegen den dunklen Lord gestellt hat? Wahrscheinlicher..., vielleicht frage ich sie zu Weihnachten mal.

Aber ich schweife ab, es hat mich tief berührt und ich konnte Bilder von Harry sehen. Schreckliche und grausame Bilder. Sehr intensiv. Aber er lag vollkommen entspannt da, es schien als ob er diese grausamen Bilder ersetzen würde durch andere Erinnerungen und als, ob er diese so verarbeiten würde. Danach wurden seine Gedanken plötzlich völlig frei, er hat mit allen Sinnen die Massage und die Berührungen genossen. Nicht auf sexuelle Art... irgendwie anders. Hinterher war er vollkommen erschöpft aber glücklich. Habe ihn noch in die Badewanne gelegt, um das nicht eingezogene Öl abzuspülen, da er da schon halb geschlafen hat, bin ich lieber dabei geblieben. Danach habe ich ihn abgetrocknet und ins Bett getragen. Er ist schon in meinen Armen eingeschlafen. Als ich meine Hände von ihm nehmen wollte hat er gewimmert, die Augen aufgemacht und mich gebeten heute Nacht bei ihm zu bleiben. Irgendwie hat mich das verunsichert. Noch nie habe ich mit Jemanden in einem Bett geschlafen. Meine Premiere sozusagen. Es war ein schönes Gefühl, irgendwie vermittelte es mir ein Gefühl von innerem Frieden.

Habe gut geschlafen, Harry hatte heute Nacht zwar Alpträume, aber da er meine Anwesenheit spürte, vergingen diese anscheinend wieder, ohne, dass er aufwachte.

Am nächsten Morgen wurden wir gleichzeitig wach und sahen uns unsicher in die Augen. Ich habe dann etwas von „Du hast mich nicht losgelassen." gemurmelt und bin rot geworden. Er hat mich umarmt und sich bedankt für die tolle Massage und, dass ich bei ihm geblieben bin heute Nacht. Er sagte, dass er so ruhig schon lange nicht mehr geschlafen hat.

Ihm ging es heute auch sehr gut, er schien, als ob er ruhiger wäre, als die Tage vorher. Vielleicht würde ihm so eine Massage regelmäßig gut tun. Es spricht ja nichts dagegen und, wenn es ihn beruhigen würde. Außerdem finde ich es schön, ihm so nahe zu sein.

Das Laufen war heute sehr schön, es war zwar kalt, aber auch sehr sonnig. Hat gut getan. Vor allem die kalte Dusche hinterher, die Gedanken an Harrys weiche Haut waren wohl etwas zuviel für mich.

Vielleicht hilft es auch irgendwie mir, mit all meinen Problemen fertig zu werden? Denn auch mich hat es unheimlich beruhigt, allerdings regt sich in mir ständig sexuelles Verlangen nach ihm, da ich ständig an seine weiche Haut unter meinen Händen denken muss. Und wie er sich heute Nacht an mich angekuschelt hat. Ich brauche einen klaren Kopf in nächster Zeit und helfe Harry sicherlich nicht, wenn ich ihn jetzt verführen möchte. Auch wenn ich das sehr gerne tun würde, ich glaube nicht, dass er schon soweit ist...

Harrys Tagebuch

Hogwarts, 04. November 2000

Ich bin immer noch ganz hin und weg von der Massage. Es erscheint mir wie ein Traum, obwohl ich weiß, dass er mich wirklich massiert hat. Es war himmlisch seine Hände auf meinem Körper zu fühlen und das Öl hat ein Zusätzliches getan und mich vollkommen entspannt. Zuerst wirbelten schreckliche Erinnerungen durch mich, aber ganz langsam wurden diese durch Bilder von Draco und meinen Freunden ersetzt. Irgendwie hauptsächlich von Draco. Irgendwann schwebte ich nur noch, ich fühlte und spürte. Meine Gedanken waren vollkommen frei und ich fühlte eine tiefere innere Ruhe. Danach hat er gesagt ich soll mich jetzt waschen, aber da ich auf dem Weg dahin fast eingeschlafen wäre, hat er mich hochgehoben und mich ins Bad getragen, in die Badewanne gelegt.Ich weiß nicht, wie ich ins Bett gekommen bin, ich muss irgendwann eingeschlafen sein, aber als er gehen wollte, habe ich ihn gefragt, ob er nicht heute Nacht bleiben kann und er ist geblieben. Ich fühlte so eine tiefe Geborgenheit und bin auch gleich wieder eingeschlafen. In der Nacht hatte ich einen Alptraum, der aber durch Draco weggewischt wurde, keine Ahnung wie er das gemacht hat. Es war ein schönes Gefühl in seinen Armen aufzuwachen. Es wäre schön, wenn ich jeden Tag neben ihm aufwachen würde. Aber das ist wohl ein Traum, der nie in Erfüllung gehen wird. Schade...

Aber vielleicht massiert er mich zumindest wieder. Das war ein Gefühl, als wenn ich schweben würde. Ich fühlte mich so frei und befreit und das Gefühl seiner Hände auf meiner Haut war himmlisch. Es hat mich auf unsexuelle Weise angeregt. Davon kann ich nicht genug kriegen. Vielleicht wenn ich ganz lieb drum bitte.