Was hatte er sich von diesem Treffen erwartet? Einen Blick auf sie, das Hören ihrer Stimme, ja sogar Dank und Entschuldigung. Letzteres hatte er von Anfang an ablehnen wollen. Er hatte eben doch einen Gewinn aus dem gezogen, was ihr bei dem Todesserüberfall widerfahren war. Er verteufelte sich dafür nicht mehr, hatte akzeptiert, dass es menschlich war, aber für ihren Blick auf ihn hatte sie sich nicht entschuldigen sollen. Und es war, wie Severus es gesagt hatte, für ihr Bild von ihm gab es eine logische Erklärung.
Alles in allem hätte ihr Besuch also nicht viel mehr als neues Futter für seine Phantasie darstellen sollen, obwohl er genau die doch für quälend hielt. Die Ambivalenz seiner Wünsche hatte dann auch erklärt, warum er sich trotz aller mentaler Vorbereitung nicht sofort zum Öffnen der Tür hatte durchringen können und gezögert
hatte. Bis zum Schluss war ihm nicht klar gewesen, ob das Aufeinandertreffen mit Hermine Granger nun eine gute Idee war.
Eine Überlegung die hinfällig war. Ganz offensichtlich war es das beste, was ihm hätte passieren können.
Ihre Worte hatten dafür gesorgt, dass sich der Blutfluss in seinen Unterleib noch um ein vielfaches gesteigert hatte. Unfassbar waren sie ihm erschienen, unmöglich möglich. Erregt war er allerdings schon bei ihrem bloßen Anblick gewesen, alle Erinnerungen waren sofort über ihn hereingebrochen und hatten für ein rasches Anschwellen seines Gliedes gesorgt. Jetzt drückte es schmerzhaft gegen seine Hosennaht. Und gegen ihren Körper, den er an sich gepresst hielt. Als sie über seine Lippen leckte, begann er sich unbewusst an ihr zu reiben, nur um festzustellen, wie fatal nah ihn das an eine spermafeuchte Hose brachte. Kontrollieren konnte er seine Bewegungen dennoch nicht. Seine Gier wurde erst wieder etwas zurückgedrängt, als er ihre Zunge in seinem Mund fühlen konnte und das theoretische Wissen ihm nicht verriet, auf welche Art er nun agieren sollte. Er fühlte sie in zarten Strichen seinen Mund erforschen und er selbst war unfähig, zu reagieren. Nun würde sie es wissen, seine Unerfahrenheit erahnen. Ganz zweifellos würde sie spotten und über ihre Phantasie lachen. Unfähig war er.
Nein, sie tat es nicht. Ihre rechte Hand wanderte auf seine Brust und das Bewusstsein, dass sie nun spüren konnte, wie aufgeregt das Herz in ihm schlug, ließ es in einem nur noch schnelleren Rhythmus pumpen. Sie zog sich aus seinem Mund zurück, doch sein Bedauern darüber und die Furcht vor dem Ende währte nur kurz, denn nach einem Atemschöpfen von ihr, leckte sie erneut über seine Lippen und er öffnete sie nun bereitwillig, erleichtert und auf einmal instinktiv ahnend, wie er ihr Spiel zu ergänzen hatte. Es war einfach. Dennoch berauschend.
Wieder kippte seine Hüfte für mehrere, sanft reibende Stöße gegen die Frau, ja er stöhnte gar in ihren Mund. Seine Hände wanderten hinab zu ihrem Po, er verkrallte sich regelrecht in ihren Backen, unfähig sich sonst irgendwie zu bewegen, während sie so viel koordinierter ans Werk ging. Ganz anders war es als in irgendwelchen Phantasien von ihm und noch viel mehr wich es von dem ab, was er vor zwei Jahren in ihrem Geist als verhassten Traum gesehen hatte. Zärtlich verhielt sie sich ihm gegenüber. Ihre Fingerspitzen Strichen gerade sanft an seinem Hals hinab, als er spüren konnte, dass ihre Bewegungen ins stocken gerieten. Für einen Wimpernschlag verharrte sie völlig still und er war sich sicher, nun wäre sie zu Verstand gekommen, wäre sich bewusst, was sie tat und würde sich zurückziehen.
Stattdessen nahm sie einen fast seufzenden Atemzug und öffnete die ersten zwei Knöpfe seines Hemdes, bevor ihm wirklich bewusst wurde, was geschah. Ihre Hände lagen am dritten, als alles in ihm aufschrie, dass sie gerade begann ihn auszuziehen. Erwartungsvolle Vorfreude ließ ihn erneut aufstöhnen, während sich Verstand sich allerdings zurückmeldete.
Er hatte ihren Missbrauch bezeugt, sie hatte davon geträumt, dass er sie zu sexuellen Handlungen nötigen würde und daraus geschlossen, dass er es früher, in den von ihr vergessenen Momenten getan haben musste. Trotz allem was sie zuvor gesagt hatte, hielt er es für durchaus wahrscheinlich, dass sie gerade zwanghaft handelte. Dass ihre Worte wohl möglich genau diesem Zwang entsprangen. Leider auch für weitaus wahrscheinlicher, als dass der schmierige Mann, den sie in ihm gesehen hatte, sich tatsächlich in ihren Traummann verwandelt hatte, von dem sie nun unbedingt begattet werden wollte.
Bis zu dieser Erkenntnis war sie allerdings schon bei Knopf sechs angelangt.
Wie oft hatte er sich vorgestellt, ihre Lippen auf seiner Haut zu spüren? Dem war er jetzt wohl so nah, wie es nur möglich sein konnte. Verdammt, sie war schnell. Das Hemd stand ihm bereits offen, ihre Fingerspitzen legten sich auf seinen nackten Bauch, was ihn zusammenzucken ließ, als hätte ihn ein elektrischer Schlag getroffen. Nach oben wanderten sie, über seine Brust, mit dem Fingernägeln voran, genau über seine Brustwarze, erneut hinauf an seinen Hals und das alles ohne den Kuss auch nur einmal unterbrochen zu haben.
Er sollte es tun, es beenden!
Das Prickeln in seinem Nacken, das ihre Berührungen auslösten, ließ ihn seinen Kopf aber zunächst noch etwas neigen. Sie nutzte seine Bewegung als Absprung und hauchte nun sanfte Küsse über seine Wange in Richtung rechtes Ohr. Es tatsächlich zu unterbrechen, erschien ihm nun eigentlich unmöglich. Als er ihre Zunge vorsichtig forschend am Hals spürte, war er kurz der Meinung, dass es regelrecht irrsinnig wäre, es tun. Warum nicht annehmen was sie ihm bot?
Es war wohl genau dieser Gedanke, der einem Bad im Eiswasser gleichkam und gleichzeitig jeden noch verbliebenen Zweifel über seine Gefühlslage auslöschte. Würde er zulassen, dass sie fortfuhr, würde er darauf eingehen, wo er doch ernsthaft an ihren Beweggründen zweifeln musste, dann würde er sich genauso verhalten, wie sie es damals von ihm erwartet hatte. Und alles weitere verhindern. Er hoffte tatsächlich auf weiteres, später und auf anderes als eine schnelle - sicher äußerst befriedigende - Nummer in seinem Wohnzimmer? Seine Ansprüche waren geradezu realitätsfern, ahnte er doch, dass es auf ein 'wenn nicht jetzt, dann nie' hinaus laufen würde. Aber ihr Wohlergehen war ihm in diesem Moment tatsächlich wichtiger als seines. Schmalzig und absurd hin oder her, er liebte sie und wollte sie schützen. In diesem Fall vor Scham und Reue.
Theoretisch klang das sehr gut, praktisch gelang es ihm nicht, sich wirklich von ihr zu lösen. Er nahm seine Hände zumindest von ihrem Hintern und fing damit ihre Finger ein, die noch immer damit beschäftigt waren, seinen Haaransatz im Nacken zu streicheln. Während sie über sein Schlüsselbein leckte, kratze seine Stimme ein wenig glaubwürdiges "Ich halte das für keine gute Idee."
Hermine Granger hielt inne, zögerte einen Moment und sah dann zu ihm auf. Ihr Anblick verschlimmerte es nochmals, auch wenn er das kaum für möglich gehalten hätte. Ihre Wangen waren gerötet, die Augen wirkten regelrecht glasig und sie atmete in schnellen Zügen durch einen schmal geöffneten Mund. Sie war erregt, dass wusste er viel zu genau. Was sie tat gefiel ihr tatsächlich. Es gefiel ihr ihn zu verwöhnen, ihn zu verführen. Er konnte sich dessen absolut sicher sein, weil er sie schon einmal mit einem solchen Ausdruck im Gesicht gesehen hatte. Nackt und mit gespreizten Beinen auf einem Küchentisch liegend.
"Das kann unmöglich richtig sein", flüsterte er von dieser Erkenntnis entsetzt. In ihm geriet alles in totale Aufruhr, während sie völlig gefasst wirkte.
"Meine Vorstellung von diesem Nachmittag war sicher auch eine andere, aber im Moment fühlt es sich für mich absolut richtig an. Und was du gerade tust, macht es noch viel richtiger."
Das unvertraute Du aus ihrem Mund ließ ihn kurz stutzen. Angebracht war es aber in Anbetracht ihrer gegenwärtigen Haltung wohl auf jeden Fall.
"Was war denn deine Vorstellung?", fragte er leise. Hermine lächelte ihn warm an.
"Mich entschuldigen, dir danken und dir in einem gänzlich unverfänglichen Gespräch erklären, dass ich dir sehr viel Sympathie entgegen bringe, in der Hoffnung ein erneutes Wiedersehen herauszuschlagen."
Er schluckte. Das klang nicht zwanghaft, sondern ehrlich an ihm interessiert. Erneut kratzig fragte er, "Und was ist schief gegangen?", worauf sie mit den Schultern zuckte.
"Wenig unverfänglich hat nicht funktioniert, weil ich das Gefühl hatte, du musst wirklich verstehen, was in mir vorgeht. Küssen wollte ich dich, um es dir zu versichern. Alles weitere kam, weil es dir offensichtlich gefallen hat. Und ich mich vermutlich schon einmal zu oft gefragt habe, wie es wäre, dich zu spüren, um es dann bei sich bietender Gelegenheit nicht zu testen. Und jetzt machst du es mit deiner vollkommen ritterlichen Art noch viel schlimmer. Du beweist, dass du dich zurücknehmen, nicht die sich bietende Gelegenheit nutzen würdest, wenn du Zweifel an deren Hintergrund hast."
"Ritterlich!", stieß er zweifelnd und dabei empört schnaubend aus, was sie allerdings vehement nicken ließ.
"Ritterlich, ja. Rücksichtsvoll, zuvorkommend, ehrenhaft. Ritterlich nennt man das."
In ihrer Stimme lag nicht die Spur eines Zweifels. Meinte sie das tatsächlich Ernst? Diese laute, erneut massiv erregende Frage in ihm lenkte ihn soweit ab, dass er ihre Bewegung erst wahrnahm, als sie ihr Ziel erreichte. Sie neigte sich ihm entgegen und hauchte einen ganz zarten, fast unschuldigen Kuss auf seine Lippen. Dann löste sie sich ein Stück von ihm, befreite ihre rechte Hand - wobei er nicht allzu viel Gegenwehr leistete - und strich den Weg hinab, den sie zuvor hinauf genommen hatte. Und tiefer. An seinem Schritt angelangt erhöhte sie deutlich den Druck, was ihn zischend nach Luft schnappen ließ.
Er hatte es versucht, ehrlich. Nun war es an der Zeit zu kapitulieren.
Seine Hände griffen nach ihrem Gesicht, während sich seine Hüfte ihrer Hand noch weiter entgegen reckte. Gierig küsste er sie nun, neigte den Kopf und drang mit seiner Zunge tief in ihren Mund ein. Ihre Hände stemmten sich sofort gegen seine Brust. Nicht zur Gegenwehr, viel eher, um das Gleichgewicht auf seinen Angriff hin wiederzuerlangen. Seine eigenen Beine wollten ihn nicht mehr tragen. Kurz tauchten immer wiederholte Phantasien in im auf, Hermine von ihm an eine Wand gedrängt, die Beine um seine Hüfte geschlungen, während er in sie einstieß. Erregend, ja, aber ausgeschlossen, dazu war er eindeutig zu unerfahren.
Er wankte deshalb einen Schritt in Richtung Sofa und wurde sich im gleichen Moment bewusst, dass die Frau, die ein immer größere Hitze auszustrahlen schien, noch vollständig bekleidet war. Sie trug sogar noch ihren Mantel. Ein Knurren kam über seine Lippen, als er vergeblich gegen den viel zu großen, ersten Knopf zu kämpfen begann. Hermine kam ihm zu Hilfe, öffnete erst mit flinken Fingern die Knöpfe des Mantels und dann sogleich die sehr viel kleineren ihrer weißen Bluse. Als sie den vorletzten erreicht hatte, schob er schon die zwei Lagen Stoff über ihre Schultern hinab.
Ihr Hals lag frei und sogleich neigte er sich hinab, kostete ihre Haut, küsste sie und ging ins Lecken über, als er bemerkte, dass sie den Kopf neigte, um ihm den Zugang zu erleichtern.
"Ich will dich", stieß er mit einer völlig fremd klingenden Stimme aus, als er sich an dem Verschluss ihres BHs zu schaffen machte, ihn öffnete und so das frei legte, was ihn so lange bildlich verfolgt hatte. Zwei runde, weiße Bürste mit dunklen, spitzaufgerichteten Nippeln. Regelrecht andächtig strich er über die warme Haut am Rand der rechten Brust. Was auch immer sie gesagt und ihm versichert hatte, es war mindestens verrückt. Was ihn in diesem Moment allerdings nicht störte.
"Was willst du mich?", fragte sie atemlos.
Diverse Worte halten durch seinen Kopf, von schmutzig, bis schwülstig altbacken, aber ein jedes schien nicht annähernd auszudrücken, was er in diesem Moment empfand oder in seiner Phantasie vor sich sah. Alles wollte er. Vielleicht nicht sofort, denn jetzt wollte er ihr tatsächlich einfach nur noch die Hose ausziehen und sich die überfällige Erleichterung verschaffen, aber später - unbedingt brauchte er ein später - wollte er alles austesten, was in der Theorie seine Neugierde geweckt hatte. So sagte er genau das.
"Alles will ich dich. Küssen, lecken, kosten. Ich will dich besitzen. Alles was du zulässt will ich."
Hölzern, verklemmt und unbeholfen klang es in seinen Ohren, doch sie schien das nicht zu stören. Im Gegenteil, Hermine selbst öffnete ihre Hose, griff nach seiner Hand und führte sie von oben an ihren Schritt, der sich extrem feucht anfühlte. Sein Finger glitt zwischen ihre Beine, was sie lustvoll stöhnen ließ. Seine linke Hand schob die Hose über ihren Hintern hinab - unbedingt brauchte er mehr Platz - während die rechte sie immer fester zwischen den Beinen rieb. Ihre Beine begannen zu zittern, sie lehnte sich gegen ihn, sog zischend Luft in ihre Lunge und entließ sie kurz darauf in einem langgezogenem Seufzen. Jetzt drängte er sie entschieden in Richtung Sofa, während sie sich darauf fallen ließ und sich hektisch aus ihrer Hose strampelte, öffnete er seine und ließ sie gerade noch ein Stück hinab. Dann brachte er sich zwischen ihre einladend gespreizten Beine. Das Eindringen war leicht, da sie sein steifes Glied führte.
Sofort keuchte Hermine wieder auf und er konnte spüren, wie sich ihre Enge noch ein Stück weiter zusammen zog. Drei Mal schaffte er es, seine Hüfte stoßend zu bewegen, dann entlud sich seine Anspannung und er spritzte seinen Samen in sie hinein. Davon unbeeindruckt bewegte er sich weiter in ihr, solange es ihm möglich war und sein Glied noch nicht erschlafft war. Dabei genoss er das von einsetzende Keuchen, ausgestoßen im Rhythmus seiner Bewegungen, erst ganz leise, dann immer lauter werdend. Er genoss ihre Küsse und den Gedanken, dass sie sich ihm absolut freiwillig hingegeben hatte.
