10. Ein bitteres Ende – Hogwarts, sechs Jahre zuvor
Die mondlose Nacht war stockfinster. Ihr war, als erhellten weniger Fackeln als sonst die nächtlich dunklen Gänge Hogwarts, als sie an der großen Halle vorüber auf die Treppe zu schlich, die in den ersten Stock führte. Die Stunde lag weit nach Mitternacht, das ganze Schloss schlief und vermutlich schlummerten sogar der garstige, alte Filch und die staubgraue, dürre Mrs Norris unlängst.
Ria zog ihren Umhang fester, als sie die Treppe emporstieg. Der Sommer stahl sich Tag für Tag ein wenig mehr davon und die Nächte waren bereits so kühl, dass sie den dicken Schulpullover über der weißen Bluse trug. Dennoch fror sie. Die glimmende Spitze ihres Zauberstabes wies ihr den Weg auf der finsteren Treppe. Es war so dunkel, dass sie die Hand kaum vor Augen sah. Vielleicht war es aber auch ihr Gefühl, dass sie vor Kälte zittern und ihr die Nacht ungewöhnlich finster erscheinen ließ.
Draco hatte ihr am Abend eine Eule gesandt und sie unbedingt heute Nacht sehen wollen, wenngleich Eulenpost nicht seine Art war. Für gewöhnlich fand sie seine Nachrichten in einem ihrer Schulbücher, wenn sie vom Frühstückstisch aufstand und in der ersten Stunde ihr Buch aufschlug. Manchmal lag eine kurze Notiz von ihm gar unter ihrem Kopfkissen im Mädchenschlafsaal – Merlin allein wusste, wie er das anstellte, ohne bemerkt zu werden.
Doch die Eule war nicht das einzig ungewöhnliche, das in den letzten Wochen geschehen – oder nicht geschehen war. Draco schien sich zu verändern. Er fand immer seltener Zeit für sie und er hütete ein Geheimnis, auch wenn er es nicht überdrüssig wurde, vor Ria das Gegenteil zu behaupten. Sie hasste es, diesem unbekannten Schreckgespenst der Veränderung machtlos gegenüberzustehen. Es aufzuhalten war unmöglich, sie begriff ja nicht einmal, was vor sich ging und doch wuchs ihre Angst mit jedem Abend, an dem sie sich trafen. Er nahm sie in die Arme, wie all die unzähligen Male zuvor, doch sie spürte, wie sich mehr und mehr ein Schatten über seine Seele legte und die Nähe und Vertrautheit zwischen ihnen allmählich blasser wurde. Sie ahnte nicht einmal, wie grausam sich ihre Befürchtungen in ein paar Wochen bestätigen sollten - dass ihn das Schicksal beinahe zum Mörder machen würde.
So oft hatte er ihr versichert, dass sie keine Angst haben müsse, dass ihre Furcht unberechtigt war. An jedem Abend aufs Neue hatte er ihr gesagt, dass er sie liebte. Seine Worte hallten in ihrem Kopf, als sie die letzten Stufen mit großen, schnellen Schritten nahm und den dritten Stock erreichte. Er wartete im Pokalzimmer auf sie. Vorsichtig schlich sie über die Gänge, immer darauf bedacht jeden Moment über Mrs Norris zu stolpern, oder Filch zu begegnen.
Als sie ihr Ziel erreichte, sah sie sich noch einmal in dem verlassenen Gang um. Mit einem kaum hörbaren „Nox" erlosch ihr Zauberstab und sie stieß die schwere Holztür zum Pokalzimmer so leise wie möglich auf. Das Zimmer war ebenso schwach erleuchtet, wie der Rest des Schlosses, doch sie sah ihn sofort. Er kehrte ihr den Rücken zu und betrachtete schweigend eine der vielen Medaillen in den Vitrinen. Erst sehr viel später sollte ihr klar werden, dass es die Ehrenmedaille Tom Riddles war, die er an diesem Abend so gebannt musterte.
Behutsam schob sie die Tür wieder zu und lehnte sich gegen das schwarze Holz. Eisern zwang sie sich, alle Ängste und Bedenken fortzuschieben. Sie war nicht hier, um ihrer Furcht neue Nahrung zu geben, sie war hier, um ihn zu sehen und den Augenblick mit ihm, so kurz er sein mochte zu genießen. Ein süßes Lächeln stahl sich auf ihre sanften Züge. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sagte in einem gespielt ärgerlichen, strengen und ernsten Tonfall: „Ich hoffe für dich, es ist verdammt wichtig, Malfoy. Es gibt nicht viele gute Gründe, die mir einfallen und es wert wären, um auf meinen wohlverdienten Schlaf zu verzichten. Deiner sollte der Beste sein, oder du wirst das seltene Vergnügen haben mich sehr sehr wütend zu sehen." Sie stieß sich mit der Schulter von der Tür ab und ging langsam auf ihn zu. Die Lichtkegel der Fackeln tanzten auf dem Boden und zeichneten groteske Fratzen auf das schimmernde Glas der staubigen Vitrinen. Sie hatte bereits das halbe Zimmer durchschritten, als sich Draco bleiern langsam zu ihr umdrehte. Ihre Schritte stockten jäh, als sie in sein Gesicht sah und seine klaren Augen sie leer musterten. Sein Blick verriet nicht die kleinste Regung, unbekannte, fremde, neue Kälte schlug Ria entgegen.
„Würdest du dem Ende dieser Farce so viel Bedeutung beimessen wollen, dass es ruhigen Gewissens als wichtig gelten kann?" seine Worte waren ungewohnt hart und schnürten Ria die Kehle zu. Sein Blick war so ernst und undurchdringlich, dass sie nicht zu sagen vermochte, ob er auf ihr Spielchen einging, oder ob er wahrhaftig meinte, was er soeben ausgesprochen hatte. Verwirrung legte sich auf Rias Züge und erschrocken sah sie, wie sich Dracos Gesicht zu der starren, eisernen Maske eines kalten, emotionslosen Lächelns verzog.
„Farce?", fragte sie tonlos und reglos beobachtete sie Draco, wie er mit ruhigen, gemessenen Schritten um sie herum trat. Neben ihr stehend beugte er sich zu ihrer Schulter hinab und wisperte nur wenige Zentimeter von ihrem Ohr: „Ja, diese Farce, die du wohl eine Beziehung nennen möchtest. Ich würde vielleicht eher dazu neigen, es ein amüsantes Spiel zu nennen. Doch das ist wohl eine Frage des Standpunktes." Ein dunkles, herablassendes Lachen drang aus den Tiefen seiner Kehle hinauf, während er noch zwei Schritte um sie herum trat und in ihrem Rücken schließlich stehen blieb.
Noch immer unfähig sich zu bewegen, spürte sie hilflos, wie sich seine Hände um ihre Schultern schlossen und unbarmherzig sickerte die Wärme seiner Haut durch den schwarzen, rauen Stoff ihres Umhangs. „Nichtsdestotrotz", fuhr er mit fester Stimme fort, „so amüsant es auch gewesen sein mag, es endet hier und jetzt. Lass es uns als kurzes und doch nettes Vergnügen in Erinnerung behalten, doch es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu schauen – und für mich, Furia, war es nie mehr als ein Spiel, dass mir ein paar Momente der Kurzweile und der Lust beschert hat."
Bestürzung packte Ria, fassungslos wand sie sich aus seinem Griff und drehte sich zu ihm um. „Wenn das ein Scherz sein soll Draco, dann ist es ein verdammt schlechter und ich versichere dir, es wäre unlängst an der Zeit damit aufzuhören. Ansonsten könnte es in der Tat sein, dass ich deinen Worten glauben schenke." Sein Blick blieb unverändert und leer, als er auf sie hinabsah und der letzte Rest Hoffnung in ihrem Herzen und in ihrer Seele starb, der ihr die Worte auf die Zunge gelegt hatte. Nach allem, was zwischen ihnen gewesen war, durfte nicht sein, was gerade geschah – ungeachtet der Tatsache, dass sie es immer gefürchtet hatte.
„Es war auch kein Scherz, Furia", er trat zwei Schritte zurück und musterte mit seinen kalten, stahlblauen Augen ihre zitternde, angsterfüllte Gestalt. Er überragte sie beinahe um eine ganze Haupteslänge und in ihrem schwarzen Umhang, mit den glatten, schwarzen Haaren wirkte sie wie das genaue Gegenteil zu ihm. In ihren grünen Augen funkelten die Tränen und sie stachen noch deutlicher als sonst aus dem blassen Gesicht hervor. Wie durch einen trüben, alles umhüllenden Nebelschleier nahm sie war, dass er ihren Namen ganz aussprach. Die Distanz zwischen ihnen, die mit jedem seiner Worte wuchs, wurde ihr schmerzhaft bewusst und sie fühlte die eisige, beißende Kälte, die plötzlich zwischen ihnen Stand. Nacht um Nacht hatte er gesagt, dass er sie liebte, dass sie ihm Unrecht tat mit all ihren Sorgen und Ängsten und nun stand er vor ihr und trat all das Vertrauen, dass sie in den letzten Wochen und Monaten in ihn gesetzt hatte mit Füßen. Sie blickte in Dracos Gesicht und sah nicht nur ihn – sie sah das amüsierte Grinsen ihres Großvaters, als er sie einmal mehr mit seinen Worten in die Knie gezwungen hatte.
„Hast du wirklich geglaubt", hart wie Stahl fuhren Dracos Worte in ihre Gedanken, „dass jemand wie ich, ein Malfoy, ein reinblütiger Zauberer aus einer der besten und angesehensten Familien des Landes ein dreckiges Halbblut wie dich tatsächlich lieben könnte? Wie konntest du auch nur für einen winzigen Augenblick annehmen, ich würde mit so etwas wie dir den Namen meiner Familie beschmutzen?" Etwas in Ria zerbrach und es kostete sie unendliche Mühe und all ihre Kraft, um nicht in die Knie zu gehen und ihren Tränen freien Lauf zu lassen.
„Hör auf!" flüsterte sie, „Hör auf!" Ihre Stimme war so dünn, dass die Luft zwischen ihnen ihre Worte kaum zu tragen vermochte. „Hör auf Draco! Das ist doch nicht wahr. Wie könnte es wahr sein, nach allem, was zwischen uns war, nach allem, was du gesagt und getan hast." Mit wankenden Schritten ging sie auf ihn zu, die geballten Fäuste zitternd vor der Brust. „Du sagtest, du liebst mich, du sagtest, es wäre dir gleich, wer ich sei und wo ich herkäme. Waren das den alles Lügen Draco?" Sie stemmte ihre Handflächen gegen seine Brust. Grob packte er ihre Handgelenke und wollte sie von sich schieben, doch Ria gab nicht nach. „Dreckiges Halbblut", zischte er zwischen zusammengepressten Zähnen. „Dreckiges, unverbesserliches Halbblut. Sieh ein, dass du dumm, blind und naiv warst. Du bist den Dreck unter meinen Nägeln nicht wert, warum also, sollte ich dich lieben? Ich wollte meinen Spaß und ich hatte ihn. Nun tu uns beiden einen Gefallen und trag wenigstens das Ende mit Fassung. Mir kann es gleich sein, doch für dich machst du es nur schwerer."
Seine Worte stachen in ihr Herz, gleich einer siedend heißen Klinge, die er soeben aus der Esse gezogen hatte. Mit dunklen Augen und tränennassem Gesicht blickte sie zu ihm auf und spürte, wie sich kalte, bittere Wut durch ihre Verzweiflung Bahn brach. „Du", presste sie hervor, „du hast also wirklich immer nur mit mir gespielt und mich benutzt." Sie riss heftig ihre Hände aus seinem Griff und ignorierte den brennenden Schmerz auf ihrer Haut.
Er lächelte nicht länger und doch fand sie nicht die Emotion in seinem Gesicht, die sie gewünscht, oder erwartet hatte. Seine Züge waren nichts als Leere, als er sagte: „Wer hätte gedacht, dass du es am Ende doch noch verstehst. Das ist mehr als man erwarten konnte, von der Tochter eines Vaters, der nichts weiter ist, als eine ängstliche, falsche Natter, gezeugt von einem Muggle und der Tochter einer Mutter, die so schwach war, dass sie an der Schmach zugrunde ging, die sie über ihre Familie gebracht hatte. Du hast verdammt viel von ihnen Furia, ein dreckiges, unstetes Halbblut wie dein Vater und naiv wie deine Mutter."
Von ohnmächtigem Zorn getrieben stürzte Ria auf Draco zu und schlug ihm die bebenden Fäuste in die Brust. Rasend vor Wut schlug sie immer wieder zu, bis er sie von sich drängte und beinahe schrie. „Hör endlich auf Furia." Zitternd ließ sie von ihm ab und blickte in sein Gesicht. „Nenn mich nie wieder Halbblut Draco Malfoy. Eine Ratte wie du, zu schwach um mit fairen Mitteln zu kämpfen, hat kein Recht, über mich zu urteilen." Sie wich einen Schritt zurück und sah, wie sich seine Brust heftig hob und senkte. Zum ersten Mal an diesem Abend las sie so etwas wie Zorn oder Wut in seinem Gesicht und sie stach nach: „Ist es nicht so?" fragte sie und begann heiser zu lachen. „Du bist nichts weiter als ein schwaches Püppchen, die Marionette deines Vaters. Eine leere Hülle ohne echten Willen."
Sie hatte die Worte kaum ausgesprochen, als sie das feurige Glühen auf ihrer Wange spürte und ihn entsetzt ansah. Heftig atmend stand er vor ihr, die Hand, mit der er sie geschlagen hatte noch immer erhoben und das Gesicht zornesrot. Kein Laut wollte sich über ihre Lippen quälen, als sie ihn nur anstarrte und spürte, wie ihre Knie zitterten und drohten nachzugeben. Fahrig griff sie sich mit der linken ins Gesicht und fuhr über den glühenden Schmerz. Ihr Blick fiel auf die Tür und ehe sie begriff, was sie tat, stürzte sie an ihm vorüber, hinaus auf den dunklen, verlassenen Korridor.
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Zurück in den Schlafsaal im Gryffindorturm schien ihr unmöglich. Doch wohin? Am liebsten wäre sie so lang, so weit gerannt, bis ihre Beine den Dienst versagten und sie zusammengebrochen wäre. Ohne wirklich darüber nachzudenken lief sie nach oben. Immer weiter hinauf, Treppe um Treppe, ohne darauf zu achten, ob einer der Vertrauensschüler die nächtlichen, stummen Gänge durchstreifte, oder Filch auf der anderen Seite der nächsten Ecke wartete. Sie war niemandem begegnet und auch nicht über Mrs Norris gefallen, als sie schließlich den siebten Stock erreichte. Still und leblos lag die alte Wendeltreppe vor ihr, die auf die Plattform des Astronomieturms hinaufführte. Ria bebte, ihre Brust hebte und senkte sich schwer, als sie nach Luft ringend ihren Fuß auf die unterste Stufe setzte und noch weiter nach oben stieg.
Staub wirbelte unter ihren Füßen auf, den unzählige Schüler in so vielen Jahren nicht hatten forttragen können. Langsam erklomm sie die Treppe und stieß knarrend die Tür zur Plattform auf – vor ihr lag nichts, als tiefschwarze, finstere Nacht. Die Wolken drängten sich so dicht am Himmel, dass ihre Ränder kaum auszumachen waren. Sie bargen den Mond und kein Stern blitzte durch das trübe, dicke grau der Dunstwand. Mit bleischweren Schritten ging Ria zur Balustrade hinüber und blickte hinab auf das Portal der Schule. Kein Schatten ließ sich in der Tiefe ausmachen, nichts als Schwärze umgab den höchsten Turm Hogwarts, gleich der finsteren Dunkelheit, die sich in Ria ausbreitete. Erschöpft und entkräftet ließ sie sich an der Mauer der Balustrade hinunter sinken und blickte in den Nachthimmel hinauf.
Sie zog die Beine an und umklammerte ihre Knie, als die Tränen wiederkamen und sie sie nicht länger zurückdrängte. Es hätte ein Traum sein sollen, doch sie erwachte nicht. Was sie gesehen, gehört und gespürt hatte, war weder eine Illusion, noch Trugbild, kein Alp gewesen. Es war geschehen und noch ahnte sie nicht, was in wenigen Wochen an dem Ort, an dem sie nun saß, noch geschehen würde. Die Flut der Ereignisse würde kalt und hart über sie hereinbrechen und die Zukunft noch schlimmer und schwieriger gestalten, als sie es sich je vorgestellt oder befürchtet hatte.
Doch in diesem Augenblick allein auf dem Astronomieturm, umgeben von kühler, undurchdringlicher Finsternis wünschte sie sich nur eines – sie wollte es verstehen. Sie hatte ihm nicht trauen wollen und tat es doch. Nun zahlte sie den Preis und verlor einmal mehr. Er hatte vollkommen recht, sie war unsagbar naiv und einfältig gewesen, als sie sich auf ein Spiel eingelassen hatte, das sie als solches nicht einmal erkannt hatte. Sie konnte nicht ahnen, dass einmal, in nicht allzu fernen Tagen, der Moment kommen würde, an dem sie sich wünschte, es wäre wirklich ein für allemal vorbei gewesen. Der Moment, an dem sie mit sich zu ringen begann, gefangen zwischen einer blassen, kaum wirklichen Hoffnung und der Gewissheit, dass sie ihn immer hassen würde, für seine Worte und der Tatsache, dass er nichts je würde tun können, um ihr Vertrauen zurückzuerlangen.
Die Erschöpfung überwältigte sie irgendwann in dieser Nacht und sie schlief auf den kalten Steinen des Turmes ein. Steif waren ihre Glieder, als sie erwachte und eine erleichterte Hermine vor sich sitzen sah. Schweigend, ohne Fragen zu stellen hatte die Vertrauensschülerin Ria zurück in den Gryffindorturm gebracht und erst einige Tage später hatte sie den Mut gefunden, es jemandem zu erzählen. Sie sah mit Besorgnis den Ärger in Harrys Gesicht wachsen, als sie das erste Mal seit Wochen einer Menschenseele von sich und Draco Malfoy erzählte. Niemand hatte es gewusst, ihr Vater am aller wenigsten, doch bald würde die Zeit kommen, in der sie es ihm erzählen musste.
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AN: Mal wieder ein etwas kürzeres Kapitel - hoffe, ihr seid nicht zu enttäuscht ;-)
Liebe Grüße!
