Halöchen. Da bin ich wieder. Tut mir leid, dass ihr so lange auf das nächste Kapitel warten musstet, aber ich stecke zur zeit in einem kreativen Loch und deshalb ist dieses Übergangskapitel sehr kurz. Ich würde mich über Ideen und Vorschläge freuen. Und solange: R&R Eure Dawn



Kapitel 10

Sirius starrte Cara und den Tunnel fassungslos an. Dann wetterte er los: "Da ist ne direkte Verbindung nach oben und wir mussten durch diesen Schacht springen und uns mit diesem Teufelsdingsda rumschlagen und jetzt kommst du und sagst, da gibt es noch einen anderen, ungefährlichen Weg??!! Hättest du uns das nicht vorher mitteilen können?! Bevor wir uns fast alle Knochen gebrochen, halb verdaut und angebraten worden waren? Ja?!!!" Cara kicherte. "Tut mir furchtbar Leid, Siri. Aber diesen Weg kann man nur von hier unten aus betreten. Mach dir nichts draus." Sirius knurrte. "Nenn. Mich. Nicht. Immer. Siri! Ich. Hasse. Diesen. Namen!" Cara hob abwehrend die Hände und deutete auf den dunklen Eingang. "Wenn wir uns beeilen, sind wir noch rechtzeitig zum Mittagessen zurück..." Mit diesen Worten schlüpfte sie in die Schatten und man hörte ihre wiederhallende Schritte auf der Wendeltreppe. Sirius folgte ihr kopfschüttelnd. Der Aufstieg war lang und mühselig. Trotzdem hörte Sirius von Cara nicht mehr als ihre Schritte, die sich immer mehr entfernten. Irgendwann hörte er ein Rumpeln und der Aufgang erhellte sich etwas doch als er oben angekommen war und durch die Öffnung trat, war von Cara keine Spur. Sirius stellte fest das sie durch eine Wand in der Nähe des Krankenflügels herausgekommen waren. Wie praktisch!

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Cara lief die Treppen hinauf und die Gänge entlang, so schnell wie sie ihre Beine trugen. Sie hatte furchtbare Angst und sie fürchtete sich davon, dass die Anderen etwas bemerken. Erst auf der langen Wendeltreppe war ihr wirklich klargeworden, warum sie so große Angst hatte, warum sie oft emotional handelte, nicht genau nachdachte, bevor sie etwas sagte oder tat, warum sie immer weglief, wie jetzt. Cara hatte gemerkt, dass sie sich anderen gegenüber verschlossen hatte, als die Mitteilung über den Tod ihres Vaters gekommen war. Sie hatte sich die Schuld gegeben. Genauso wie ihre Mutter. Auch für die 'Krankheit' ihrer Schwester. Sie wollte nicht noch jemandem wehtun. Auch wenn es nicht ihre schuld gewesen war. Erst jetzt hatte sie etwas wachgerüttelt. Cara wusste nicht, was es gewesen war, doch es hatte ihr klargemacht, dass sie sich nicht für alles die Schuld geben konnte. Und das man jemanden haben musste, der einem die Schuld von den Schultern nahm, egal wie schwer sie war. Jemanden, dem man bedingungslos vertraute. Caras müde Beine gaben nach und sie stürzte. Mühsam richtete sie sich wieder auf und wankte noch einige Schritte, bevor sie mit letzter Kraft eine Tür öffnete und dahinter verschwand. Einige Augenblicke später löste sich die Tür wie in Luft auf, um irgendwo anders in Hogwarts wieder aufzutauchen. Doch Cara sah man erst kurz vor Schulbeginn wieder.